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Tageszeitabhängige asthenopische Beschwerden (reloaded)

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(@Hydroxid)
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Dabei seit: vor 16 Jahren
Beiträge: 39
Themenersteller   [#4711]

Hallo Forum!

Ich benötige eure Ratschläge sowie Hinweise auf professionelle Hilfe für ein neues altes Augenproblem, das mich derzeit wieder fest im Griff hat und mich stets aufs Neue mit spielerischer Leichtigkeit an den Rand der Arbeitsunfähigkeit (bzw. Studienunfähigkeit; bin Doktorand) drängt.

Die Symptome bestehen in rasch überanstrengten Augen bei allen Nahsehtätigkeiten, einem Spannungsgefühl in der Augengegend und mühseligen Blickwechseln. Das größte Asthenopiepotential besteht dabei aber in der ersten Tageshälfte, d.h.: Würde ich diesen Beitrag abends schreiben, würde er wesentlich weniger Schaden anrichten als er es jetzt tut.

Ferner sind nicht nur Nahsehtätigkeiten Asthenopieauslöser, gerade an schlechten Tagen genügt es schon, wenn ich mir morgens die Haare oder das Gesichte wasche, womit ich mir den ganzen Tag verderben kann und was ich deswegen nolens volens so lange wie möglich aufschiebe.

Ich bin mit meinen Problemen bereits vor einigen Jahren unter einem anderen Pseudonym an dieses Forum herangetreten. Der bisherige Verlauf sieht so aus:

- Erstes massives Auftreten der Problematik in der jetzigen Form Ende 2004; orthoptistische Untersuchungen ergebnislos.

- Ab Mitte 2005 Prismenaufbau via MKH und Anfang 2006 Schiel-OP (36pdpt BA).

- Nach postoperativem Prismentanz und im Wesentlichen unverminderten Beschwerden Wechsel zu meinem derzeitigen Optometristen im September 2006, der mich rasch auf etwa 8pdpt BA sowie 1-2pdpt in der Höhe stabilisiert, woraufhin meine Probleme schnell an Brisanz einbüßen und schließlich ziemlich vollständig verschwinden (von gelegentlichen Intermezzi einmal abgesehen).

Die Brillenwerte haben sich seitdem (ach ja: -10dpt links, -9dpt rechts) trotz engmaschiger Kontrolle kaum verändert und stimmen nach den Angaben meines Optometristen auch jetzt noch.  Was mir aber nicht hilft, denn seit November 2009 kehrt die Asthenopie immer wieder schubartig zurück...

Ich bin ziemlich ratlos.

Hydroxid

P.S.: Ich bin 26 Jahre alt.



   
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(@Eberhard-Luckas)
Illustrious Member
Dabei seit: vor 24 Jahren
Beiträge: 8896
 

Hallo,

wann ist denn die letzte MKH-Messung gemacht worden? Auch wenn bei Dir 36 pdpt operiert wurden, heisst es nicht, das alles damit geschafft wurde, was sich ja schon mit den 8 pdpt  zeigte.

Gruß

Eberhard



   
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(@Hydroxid)
Trusted Member
Dabei seit: vor 16 Jahren
Beiträge: 39
Themenersteller  

Hallo Eberhard,

die letzte Überprüfung fand im März statt. Im Januar bekam ich neue Gläser, die sich im Vergleich zu den vorherigen jedoch nicht in den prismatischen, sondern nur in den sphärischen Werten (gerinfügig) unterscheiden.



   
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(@Eberhard-Luckas)
Illustrious Member
Dabei seit: vor 24 Jahren
Beiträge: 8896
 

Hallo,

Asthenopische Probleme können gerade bei anstrengender Nahtätigkeit, vor allem bei der Endphase eines Studiums oder vor anderen Prüfungen erneut auftreten, auch nach längerer "Pause".

Zudem kann ich nicht glauben, dass bei der letzten Augenprüfung nichts anderes herausgekommen ist, als die bisherigen Prismenwerte, nicht bei Deinen Symptomen. Lasse es nochmal überprüfen.

Gruß

Eberhard



   
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(@Paul-Gerhard-Mosch)
Famed Member
Dabei seit: vor 24 Jahren
Beiträge: 2727
 

Ich stimme Eberhard voll zu!

1) die Probleme wurden mittels Brillenkorrektion (einschl. OP) abgefangen. - Ursache: Sehstress ist bekannt und durch damalige Brille fast ganz abgestellt worden.

2) Stress begleitet ganz sicher z.Zt. Dein Studium und stößt damit in alte Wunden. - Das kann wehtun!

3) Naheliegend bleibt aber bestehen, dass ein WF-Gleichgewicht im Laufe von Jahren ganz sicher auch Schwankungen unterliegt, Diese müssen nicht gravierend sein, aber sie sind da.

4) Es ist nicht unwahrscheinlich, dass der Probant als Prüfling, aus den gemachten Erfahrungen, dicke Brillengläser, Op etc. bei den Testen lieber fünf gerade sein lässt, anstatt, wie ein Dedektiv noch bestehende Lücken aufzuspüren, was besser wäre! Zudem kann allgemeine Erschöpfung etc. ein übriges bewirken, man ist mit den Testbildern zufrieden. - Aber auch der Prüfer kann im Anbetracht der Leidens- und Lebensgeschichte keine Akribie in das Aufsuchen von Restfehlern stecken und so die früher bewährten Stärken gerne übernehmen wollen. Aufgrund der Kurzsichtigkeit und der damit verbundenen Gesamtstärke durchaus auch für mich nachvollziehbar.

Aber bei den jetzigen Beschwerden gilt es genauer nachzuforschen - eine Ursache ist ganz sicher zu finden.

Alles Gute!



   
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(@AgnesMaria)
Noble Member
Dabei seit: vor 20 Jahren
Beiträge: 1471
 

Ich stimme Herrn Mosch und Herrn Luckas voll zu. Schwankungen im BOS können vorkommen, das ist normal. Und jetzt der Stress mit der Doktorarbeit der dazu kommt. Die MKH wurde in Ferne und Nähe durchgeführt? 



   
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(@Hydroxid)
Trusted Member
Dabei seit: vor 16 Jahren
Beiträge: 39
Themenersteller  

Zunächst einmal ein verspätetes Dankeschön für die Antworten!

Nach längerem Hin und Her erwarte ich nun für nächste Woche ein neues Glas, welches das Außenprisma um 0,5pdpt verstärkt und das Höhenprisma von 2,0pdpt BO links auf 0,75pdpt BO links abschwächt. Wird auch Zeit, dass Bewegung in die Sache gerät, mein Lebensmittelpunkt ist seit geraumer Zeit das heimische Sofa...

Stress muss oft als Sündenbock herhalten, wenn keine anderen Erklärungen gesundheitlicher Probleme in Erscheinung treten wollen. Einen plumpen Wenn-Dann-Zusammenhang kann ich in meinem Fall jedenfalls nicht ausmachen, auch zeigten sich meine Probleme zu meinem Verdruss vollkommen urlaubsresistent.

Während der letzten Polatestmessung sah ich den Hakentest bei o.g. Höhenprisma in Nullstellung. Mein Optometrist änderte daraufhin die Höhe durch Vorhalten eines 0,25er Prismas: Einer der Haken hüpfte wild und pendelte sich dann erneut stabil in Nullstellung ein. Beim Entfernen des 0,25er Prismas wiederholte sich das Spiel. Was kann ich daraus folgern? Bin ich unempfindlich gegenüber solchen Korrektionsintervallen?

(Vor einigen Jahren bedeutete eine Änderung der Höhe um 0,5pdpt für mich den Unterschied zwischen Himmel und Hölle...)

Zweite Frage: Mein rechtes Auge liegt etwa 2-3mm tiefer als mein linkes, wenn ich meinen Kopf gerade halte. Welches Höhenprisma müsste sich durch diese Höhendifferenz rein rechnerisch ergeben?

Viele Grüße,

Hydroxid



   
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(@AgnesMaria)
Noble Member
Dabei seit: vor 20 Jahren
Beiträge: 1471
 

Lieber Hydroxid,

zu 1. Die Höhe scheint nicht exakt bestimmbar am Hakentest. Was sagt den der Kreuztest, der Zeigertest und der Valenztest aus? Da lassen sich Höhen gut feststellen.

zu 2. Ich bin eine Niete in physikalischer Optik. Da müssen die mitschreibenden Augenoptiker ran.

MfG

A.M.



   
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(@Eberhard-Luckas)
Illustrious Member
Dabei seit: vor 24 Jahren
Beiträge: 8896
 

Hallo,

ob das tieferstehende Auge nach unten schielt oder rein anatomisch tiefer ist, ist doch gar nicht geklärt. Alleine mit dem Wert von 2-3mm kann man nichts anfangen.

Aber: pro 1 cm/m gibt es eine Blickauswanderung von ca. 0,25 mm, dann wären es bei 3 mm Tieferstand 12 cm/m B oben!

Gruß

Eberhard



   
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(@Paul-Gerhard-Mosch)
Famed Member
Dabei seit: vor 24 Jahren
Beiträge: 2727
 

Nur mal so ne Frage. Wurde mal die Messbrille mit Kopf auf Duchblickshöhe und Seitenabstand vermessen? Bei den hohen sphärischen Werten und der prismatischen Komponente kann hier alles oder nichts stimmen! Beim Video-Zentriersystem die Zentrier-Kreuze der Messbrille vor den Messgläsern (augenferne Seite) einbringen und Messbrille so justieren, geht nur, wenn man eine einzeln höhenjustierbare Messbrille besitzt.

Sonst muss umgerechnet werden, aber alle diese Umrechnungen erhöhen das Fehlerpotenzial. Ein weiterer Faktor ind hochbrechende Brillenlinsen, die bei zusätzlichen prismatischen Komponenten zusätzliche Abbildungsfehler beherbergen.

Idealer wäre KL-Korrektion (sph Werte) und darüber dann >neu< eine Prismenbrille in Kombination anmessen.



   
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(@Hydroxid)
Trusted Member
Dabei seit: vor 16 Jahren
Beiträge: 39
Themenersteller  

Hallo zusammen, hier kommt meine Antwort, erneut arg verspätet!

Bei rechnerischen 12cm/m (wow!) spielt die relative Höhe der Augen wohl eher keine Rolle. Der Höhenfehler wurde, so weit ich weiß, ziemlich ausschließlich mit dem Hakentest ermittelt, den mein Optometrist bei mir offenbar stark bevorzugt. Ob der Kreuztest vertikale Abweichungen zeigte, weiß ich nicht mit Sicherheit - der Doppelzeigertest hat jedenfalls noch nie einen vertikalen Fehler angezeigt.

Ich habe schon den Eindruck, dass bei der Zentrierung der Messbrille und der Einarbeitung der Gläser gewissenhaft gearbeitet wurde. Aber der letzte Schliff - Höhenabgleich der neuen mit Zentrierkreuzen versehenen Gläser mit den Pupillenpositionen - war dann doch wieder nach Augenmaß gearbeitet.

Welche Präzision erreicht man so? Mal angenommen, wir hätten bei Brillenabgabe eine perfekte Zentrierung, wie lange bleibt das denn im Alltag so? Welcher prismatischer Fehler würde sich so im Laufe der Zeit ergeben, und wäre der relevant? Und wie groß wäre ein solcher prismatischer Fehler schätzungsweise, wenn man die Sphäre in Kontaktlinsen verbannen würde?

Ich trage die neue Korrektion jetzt seit etwa dreieinhalb Wochen und hatte in dieser Zeit nicht viel zu lachen. Von Besserung ist nichts zu spüren, dafür hat sich etwas Neues hinzugesellt: Sporadisch kommt es vor, dass ich nachts, wenn ich schlafen will, einen Druck oder ein Spannungsgefühl in den Augen verspüre, sobald ich die Augen schließe. Wenn ich die Augen (in der Dunkelheit) dann wieder öffne, verschwindet diese Anspannung, bis ich sie erneut schließe. In den letzten beiden Nächten beispielsweise ging das so lange hin und her, bis ich entnervt aufstand und mich erst wieder schlafen legte, als die Müdigkeit vollends die Oberhand gewann.

Also, das ist echt gruselig...

Viele Grüße,

Hydroxid



   
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(@Paul-Gerhard-Mosch)
Famed Member
Dabei seit: vor 24 Jahren
Beiträge: 2727
 

Ich denke eher, dass der Höhenfehler nicht niedriger, sondern höher ist, dies sagt mir aber nur (nicht entscheident) mein Gefühl. Denn dann kann man sich sicher auch schnell auf niedrigere Prismenwerte in der Höhe einstellen. Evtl. geht nur die Kopfschiefhaltung in eine geringfügig stärkere Neigung.

Die Fehler müssen am waagerechten Zeiger (nicht am Doppelzeiger, der ist zu unempfindlich) und am Valenztest, neben dem Hakentest, gesucht und gefunden werden. Dazu gehört aber unbedingt die Beachtung der Messbrillenposition vor den Augen und die präzise Umsetzung in die Korrektionsbrille, per Umrechnung oder in gleicher Position zu den Augen (bei sph ca. 10 dpt. nicht ideal).

Kann Dir hier Dein AO nicht entsprechend präzise weiterhelfen, solltest Du Deinen Ansprechpartner wechseln. Zur Beurteilung der jetzigen Korrektion hilft es auch, wenn Du über die Brille im Wechsel der Pol-Filter beurteilen kannst, ob am Hakentest (zwingend Fixierung des Ringes, hierbei müssten beide Haken leicht blasser erscheinen) die Höhe wirklich voll stabil stehen bleibt. Bitte mehrmals wechseln und auch andere Teste Kreuztest etc. zu Rate ziehen.



   
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(@Hydroxid)
Trusted Member
Dabei seit: vor 16 Jahren
Beiträge: 39
Themenersteller  

Hallo mal wieder!

Gegenwärtig bin ich dabei, Paul-Gerhards Kontaktlinsen-Vorschlag in die Tat umzusetzen, was sich bereits ziemlich in die Länge gezogen hat, da die meisten Kontaktlinsen nicht so recht passen wollten.

Inzwischen haben sich die Wogen etwas geglättet, was aber nicht viel heißt: Es ist immer noch mehr schlecht als recht. Deswegen wollte ich fragen, ob mir jemand eine Augenklinik o. Ä. (idealerweise in NRW) empfehlen könnte, bei der ich eine reelle Chance habe, dass man auf meine - so weit ich weiß - eher ungewöhnliche Symptomatik (=Beschwerden morgens am intensivsten) auch adäquat eingehen kann?

Viele Grüße,

Hydroxid



   
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(@granosana)
Estimable Member
Dabei seit: vor 21 Jahren
Beiträge: 131
 

Lieber Hydroxid,

meine Erfahrung zum Thema Sehbeschwerden am Morgen.

Auch ich habe mich jahrelang damit gequält, zum Teil bin ich mit Augen- / Kopfschmerzen aufgewacht. Niemand wusste so recht Rat, denn eigentlich müssten sich die Augen in der Nacht ja erholen.

Des Rätsels Lösung: Bei mir waren die Augen (am Morgen) nur ein Symptom, die Ursache war Unterzuckerung… Ich habe tagsüber ganz einfach zu wenig gegessen (Stress, wegen dem Studienabschluss, daraus resultierende Nervosität…). Die Energiereserven haben tagsüber schon kaum gereicht und spätestens in der Nacht bin ich dann unterzuckert. Seit mir das klar geworden ist (bzw. mein Freund das beobachtet hat), achte ich sehr auf regelmäßige Nahrungszufuhr mit komplexen Kohlenhydraten (Vollkorn, Zucker ist tabu) und es geht mir viel besser. Meine Augen sind um ein vielfaches leistungsfähiger und die Kopfschmerzen sind (fast) verschwunden. Leider habe ich auch zugenommen … Das ärgert mich sehr, aber ein klein wenig Speck um die Hüften ist viel lebenswerter als schlank mit Augenproblemen und ständige Kopfschmerzen.

Fazit: Meine Augen benötigen offensichtlich viel Energie und reagieren ungehalten auf einen Mangel. Regelmäßiger Energienachschub ist deshalb unerlässlich. (Ähnliches wird häufig auch bei Migräne-Patienten, im Bezug auf ihr Gehirn, gesagt.)

Vielleicht hilft Dir mein Bericht.

Viele Grüße G.



   
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(@Paul-Gerhard-Mosch)
Famed Member
Dabei seit: vor 24 Jahren
Beiträge: 2727
 

Hallo Granosana,

die Augenmuskel haben als Organ die zweitbeste Durchblutung des Körpers. Dies besagt unmissverständlich wie enorm der Energieumsatz im Sehen ist. Keine Frage!

Laß medizinisch alles abklären, wenn´s nicht fruchtet, bleibt WF übrig. Und danach sieht es bei Dir jedenfalls aus! Denn das Beschwerdebild war mal deutlich günstiger und mit Deinen Gesamtkorrektionswerten klappt das nur, wenn eben alles passt.

NRW ist groß, wo bist Du zu Hause?



   
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(@Hydroxid)
Trusted Member
Dabei seit: vor 16 Jahren
Beiträge: 39
Themenersteller  

Liebe Granosana,

ich danke dir sehr für deinen Beitrag!

Darf ich ihn so deuten, dass du die "typischen" Symptome der Unterzuckerung, die man so über google findet, kaum hast/hattest? Wie bist du dann letztlich darauf gekommen? Trat dieses Phänomen denn bei dir nur morgens auf, oder gab's/gibt's im akuten Fall auch mal nachmittags oder abends eine Verschlechterung?

Es scheint aber zwischen uns einige Unterschiede zu geben: "Klassische" Kopfschmerzen habe ich nur selten, auch erwache ich niemals (!) mit Augenproblemen. Diese kommen erst nach dem Aufstehen, wenn ich

a Lächelt versuche, zu arbeiten oder

b Lächelt es auf "mechanische/thermische Irritationen" des Auges ankommen lasse.

Letzteres bedeutet z.B.: Das Gesicht mit kaltem Wasser abwaschen und anschließend vorsichtig trockentupfen. Dann baut sich binnen einiger Minuten ein ausgeprägtes Spannungsgefühl auf, dass nach 30-60 Minuten sein Maximum erreicht und für Stunden anhält. In solcher Situation sind jegliche Naharbeiten ebenso wie (hektische) Blickwechsel ziemlich unangenehm.

An den nicht allzu schlechten Tagen ist dieser ganze Spuk aber irgendwann am Nachmittag vorbei. Die Kunst besteht darin, sich die gute Laune so lange zu bewahren, was nicht immer einfach ist.

Seit Ende letzter Woche habe ich nun ein erstes Paar Kontaktlinsen und bin bislang enttäuscht: Permanentes Fremdkörpergefühl, links sehe ich meistens verschwommen, die Sehschärfe insgesamt eher ein schlechter Witz...

Die Neubestimmung des Prismas ist für diese Woche angesetzt.

Ich wohne übrigens in Münster.

Viele Grüße,

Hydroxid



   
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(@Hydroxid)
Trusted Member
Dabei seit: vor 16 Jahren
Beiträge: 39
Themenersteller  

Hallo!

Ich trage nun seit guten drei Monaten die von Paul-Gerhard angeregte Kombination aus Kontaktlinsen und Prismenbrille und mir ist aufgefallen, dass ich mich für diesen Einfall gar nicht bedankt habe, was ich hiermit schleunigst nachholen möchte, denn: Die Idee ist brilliant!

Meine Beschwerden, die mich vormals so effektiv außer Gefecht gesetzt hatten, waren buchstäblich von einem auf den nächsten Tag praktisch vollständig verschwunden, was mindestens zwei Monate lang so anhielt. In den letzten Wochen hingegen ist sporadisch wieder morgendliche Asthenopie aufgetreten.

Ich frage mich, ob sich diese drastische Änderung wirklich ausschließlich mit der höheren Präzision dieser Speziallösung erklären lässt, oder ob sekundäre Effekte hier ebenfalls eine Rolle spielen. Beispielsweise fällt durch die Kontaktlinsen ja der Verkleinerungseffekt weg, außerdem konnte ich deutliche Unterschiede in der Prismenstärke beim Blick durch den Glasrand feststellen.

Kann mir dies jemand erklären? Diese Fragen sind insbesondere wichtig, da ich momentan zur Kontaktlinsen/Prismenbrillen-Lösung keine echte Alternative besitze, die als dauerhafter Ersatz taugen würde.

Viele Grüße,

Hydroxid



   
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(@AgnesMaria)
Noble Member
Dabei seit: vor 20 Jahren
Beiträge: 1471
 

Hallo Hydroxid,

ich vermute mal dass sich die Phoriewerte geändert haben. Sicher stimmen die Prismen nicht mehr. Den Effekt hat man häufiger. Der Spasmus in den Augenmuskeln löst sich und läßt nach und nach und derart verändern sich auch die Prismen. Einfach eine MKH machen lassen und die Brille über den Linsen entsprechen anfertigen lassen.

LG

A.M. 



   
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(@Paul-Gerhard-Mosch)
Famed Member
Dabei seit: vor 24 Jahren
Beiträge: 2727
 

... ich möchte mich der Meinung von AgnesMaria anschließen, mit dem Hinweis:

Natürlich ändern sich keine Prismen (weder in der Brille, noch im Gesamtfehlerspektrum der Augen), sondern die unter hoher phorischer Belastung ermittelten Brillenwerte waren ein erster richtig positiver Schritt nach vorn, Keiner weiß z.Zt., wieviele und wie große Anpassungen hier noch von Nöten sind. Aber jeder könnte unschwer erkennen, dass die Befindlichkeiten im Gesamtorganissmis sehr direkt eine Seh- und Augenproblematik reflektieren.

Nun gilt es in sauber geplanten Folgemassnahmen die Stabilität im binokularen Sehgleichgewicht zu festigen. Dies ist ein Weg von noch unbekannter Länge, aber er hat ein erstrebenswertes Ziel! - Übrigens Hydroxid, Dein Beitrag ist Dank genug und gilt allen, die sich in diesem Forum immer wieder bemühen.



   
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(@CaptainMu)
Reputable Member
Dabei seit: vor 21 Jahren
Beiträge: 226
 

Hallo Hydroxid,

wie du auch an meinem neuen Thread sehen kannst, sind wir ja nach wie vor "Leidensgenossen". Zwinkert

Mich würde sehr interessieren, wie für dich die Kombination aus Brille und KL weitergeht - insbesondere, ob die neuen leichten asthenopischen Probleme durch eine Nachkorrektur der Prismen wieder verschwinden.

Wenn ich in meiner nun schon "Augen-Leidensgeschichte" zurück gehe, fällt mir auf, dass das schleichende Einsetzen meiner Augenmuskelverspannungen auch grob mit dem Zeitpunkt zusammenfiel, als ich von harten KL zurück auf eine Brille umgestiegen war. Der Zusammenhang war allerdings nicht so eindeutig und klar, dass ich ihn damals bemerkt hätte. Aber ich überlege, ob ich die Kombination aus KL und Prismenbrille auch mal ausprobieren soll.



   
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