Das mit der Berufsschule habe ich auch im Hinterkopf, aber ich weiß noch nicht, auf welche Weise ich an die herankommen soll, weil ich dort keinen Ansprechpartner kenne. Wenn ich mir nämlich erst einmal eine Abfuhr geholt habe, wird es schwierig, in einem zweiten Anlauf etwas zu erreichen, deshalb muss der erste Schritt sehr gut überlegt sein.
Aber ich habe mal wieder eine Frage an die Fachleute: Ich habe jetzt endlich einen Handschleifstein zum Üben, ein richtiges kleines Schätzchen von Weco, hat schon ein paar Jahrzehnte auf dem Buckel, aber funktioniert noch bestens. Und damit es so bleibt, möchte ich auf keinen Fall etwas falsch machen, schließlich habe ich niemanden, der mir auf die Finger schaut und bei Bedarf einschreitet.
Kann ich beim Einsetzen der Schwämme irgendetwas falsch machen? Dass das Ding dann zu heiß wird oder so? Mir wurde erklärt, dass der Schutzschalter rausspringen kann, wenn ein neuer Schwamm zu stramm sitzt, das wäre dann ja nichts Schlimmes - aber kann es passieren, dass ich auf irgendeind dumme Weise die Maschine ruiniere? Was ist, wenn ich nicht rechtzeitig merke, dass der Schwamm ersetzt werden muss?
Ist es euch schon mal passiert, dass euer Praktikant oder Azubi den Handschleifstein ruiniert hat?
LG
Marion
P.S.: Lucccy, wo hast du denn deine überbetriebliche Ausbildung gemacht? Danke für das Angebot, sorry, dass ich damals darauf nicht reagiert habe!
Hallo Marion,
ich gehe mal davon aus, daß Du Dir dieses Weco-Schätzchen geangelt hast:
Großartig falsch machen kann man bei den Teilen nichts. Du mußt nur darauf machten, daß die Schleifscheine immer schön mit einem Wasserfilm überzogen ist. Ein mineralisches Glas darf nicht zu trocken geschliffen werden, es darf keine glühende Stelle auftreten, sonst verglühen die Diamanten und die Scheibe wird schneller stumpf und muß abgezogen werden, was eh von Zeit zu Zeit gemacht werden muß.
Ansonsten darf der obere "Abstreifschwamm" nicht so fest sitzen, daß die Scheibe sich nicht mehr drehen kann....aber auch nicht so locker, daß es eine Fontäne gibt.
Ich empfehle Dir die Verwendung von Naturschwamm.
LG 
Hallo Jack,
ja, es ist genau die Bauart, aber noch nix mit "smooth", auf dem Typenschild steht "1017", sie stammt wohl aus den 80er Jahren, die Haube ist noch komplett aus Kunststoff.
Danke für die Tipps, es ist beruhigend, dass man nicht allzu viel falsch machen kann. Wie ist das eigentlich mit dem Abziehen, macht ihr das selber oder macht das der, der eure Maschinen wartet?
Du schreibst, dass ein mineralisches Glas nicht zu trocken geschliffen werden darf. Und was muss ich bei Kunststoffgläsern beachten? Und was ist, wenn ich mal Polycarbonat erwische?
Viele Grüße
Marion
Hi Marion,
wir ziehen die Schleifscheiben schon selbst ab, ist auch kein Hexenwerk.
Man benutzt dazu einen Abziehstein, die es in verschiedenen Körnungstufen gibt.
Normale Kunststoffgläser werden auch naß geschliffen, den Polycarbonat-Rotz immer trocken schleifen, sonst schleifst Du Dich zu Tode.
LG 
Hallo Jack,
geht trocken schleifen denn mit dem Schleifstein auch? Lasse ich dann einfach Wasser und Schwämme weg? Wird die Schleifscheibe dann nicht zu heiß?
Vielen Dank für deine Geduld!
LG
Marion
Ach ja, und noch eine Frage: Ist es allgemein üblich, das mit dem Abziehen des Schleifsteins selbst zu machen? - dann könnte ich ja mal dort, wo ich Kundin bin, fragen, ob ich dabei zuschauen darf.
Moin Marion,
nur den Polycarbonat-Rotz schleift man trocken, ansonsten gibt es kaum einen Materialabtrag. Gleichsam rate ich in Deinem Fall von diesem Material ab, da es nur unnötigerweise die Schleifscheibe zusetzt.
Einfach die Schwämme rausnehmen, dann läuft die Scheibe trocken.
Zu heiß wird die Scheibe ohne Kühlung nur bei mineralischen Gläsern.
Jepp, es ist allgemein üblich die Scheiben von Zeit zu Zeit selbst abzuziehen. Wie gesagt, das ist kein Hexenwerk, bei Diamantschleifscheiben schon mal gar nicht. Bei den alten Keramikscheiben war dies schon ein größerer Aufwand.
Geh am besten zu Deinem Optiker und lasse es Dir kurz zeigen.
LG 
Danke, Jack! Ich werd's so machen, wie du sagst!
LG
Marion
Für diejenigen, die es interessiert, hier die erste von mir verglaste Puppenbrille:
Na - das ist doch super! Eine Fachfrau!
LG vom Okularius
Auch von mir Gratulation, zumal kreisrund nicht wirklich einfach ist...und dann auch noch ohne Schließblock.
LG 
Hallo,
ich dachte mir, um dem Forum nach der Neugestaltung auch ein bisschen neues Leben einzuhauchen, präsentiere ich euch mal meine Brillenbox. Zum Puppenbrillen-Einschleifen komme ich leider nur ganz selten, aber ich habe einen Holzkurs gemacht, um mich ein bisschen im allgemeinen Umgang mit Werkzeugen zu üben, und dort habe ich genau die Brillenbox gebaut, die mir schon seit langem vorschwebte. Es ist natürlich nur der Prototyp, aus billigem Übungsholz, aber ich bin schon ganz zufrieden mit dem Ergebnis. Wenn der Zangenständer, den ich momentan baue, fertig ist, werde ich die Brillenbox noch mal aus etwas edlerem Holz bauen.
Also, hier ist sie:
LG
Marion
Herzlichen Dank für diese sehr brauchbare Idee! Ist sehr gut ausgeführt, variabel und doch nicht so sperrig. - Die Brillen wären sonst wohl überall verteilt ...
LG Okularius
Hallo Marion,
sieht sehr gut aus, hast Du wirklich gut gemacht...Daumen hoch!
Ich gehe mal davon aus, daß der Standort auf dem Heizkörper nur zum Zwecke des Knipsens gewählt wurde...und dabei geht es mir nicht um die Beschichtungen der Brillengläser.
LG 
Hallo!
Danke für euer positives Feedback!
Mit deiner Vermutung liegst du richtig, Jack - die Brillenbox steht momentan nur dort, weil ich sie noch öfter zur Hand nehme, als Anschauungsobjekt für die Planung des Nachfolgemodells aus edlerem Holz. Aber spätestens mit Beginn der Heizperiode wird sie im Badezimmerschrank an dem ihr zugedachten Platz verschwinden.
Demnächst wird auch der Zangenständer fertig, der alles in den Schatten stellt, was man an Holz-Exemplaren im Mailshop- oder B+S-Katalog findet... 
LG
Marion
Moin Marion,
das sieht doch sehr gut aus, nicht so bescheiden sein. 
Danke, Eberhard!
Ich bin auch eigentlich ganz zufrieden mit meinem Erstlingswerk - und die Übungen am Werkstoff Holz sowie die Einführung in den Umgang mit Werkzeugen werden mir ganz bestimmt von Nutzen sein, wenn ich mich irgendwann an Acetat heranwage.
LG
Marion
P.S.: Für diejenigen, die wissen wollen, was mein missglücktes Avatar darstellt:
So, der Zangenständer ist seit ein paar Tagen fertig! Fotos posten funktioniert leider nicht im "neuen" Forum!
LG
Marion
(Und überhaupt ist das Posten hier wahnsinnig schwierig geworden - ich habe mehrere Anläufe gebraucht, um das System davon zu überzeugen, dass ich ein Mensch bin und keine Spam-Maschine)
Wer den Zangenständer sehen will, muss im Konkurenz-Forum schauen. 
oh, Smileys kommen auch nicht.
Nach dem Holz habe ich mich nun endlich auch an Acetat herangetraut und nun ist sie fertig, die allererste selbst gebaute Puppenbrille - zweieinhalb Jahre nach Eröffnung dieses Threads!
Natürlich muss ich noch ordentlich üben und ganz viel lernen, um auch SCHÖNE Puppenbrillen und als Krönung dann Fassungen für mich selbst bauen zu können - aber immerhin habe ich mittlerweile zu Hause eine ganz gut ausgestattete "Werkstatt". Was mir immer noch fehlt, ist ein Fachmann aus Fleisch und Blut in meiner Umgebung, der mir den Fassungsbau Schritt für Schritt zeigt und meine Arbeiten begutachtet und kommentiert, damit sich Fehler gar nicht erst einschleichen. Aber was nicht ist, kann ja noch werden...
Ich möchte allen hier im Forum ganz herzlich danken für ihre Ratschläge, Unterstützung und Anteilnahme! Es hat so gut getan, dass schon Menschen an mich glaubten, bevor ich auch nur die geringste Leistung erbracht hatte! Vielen, vielen Dank dafür!




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