Guten Tag liebes Forum !
Ich "leide" unter Exophorie und würde gerneeine Operation durchführen lassen damit sichder Schielwinkel verkleinert. Allerdings brauche ich etwas für die Krankenkasse (AOK...)damit sie die Kosten übernimmt.
Ich möchte die OP nicht aus Schönheitsgründenmachen lassen sondern damit ich Flugtauglich werde. Aber das sollte die KK wohl eher nichterfahren.
Hat jemand einen guten Rat oder sonstigen
Tip für mich ?
Vielen, vielen Dank und liebe Grüße
Ke4
Hallo, K4
was liegt bei Dir vor?
Exophorie = hier Synonym für nicht sichtbares Schielen, in der Art einer Exo-WF, sprich Winkelfehlsichtigkeit
Exotropie = sichtbarer Schiel:wink:el nach außen
Hier ist die OP-Diagnose vorgegeben! Im ersteren Fall muss der einweisende Arzt auf Schielen attestieren.
Für eine mögliche Flugtauglichkeitsprüfung zählt nur Funktion (z.B. Stereopsis) und nicht kosmetische Ausrichtung der Augäpfel auf ca. geradeaus. Dies kann im ersteren Fall schon ohne OP gegeben sein, im zweiten Fall (Tropie) wohl eher auch hinterher nicht. Die Krankenkasse ist dabei außen vor.
Hallo K4,auch eine Exophorie ist eine Erkrankung (die zu Beschwerden führen kann) weshalb es keine Frage ist, daß eine Operation von der Krankenkasse des betroffenen Patienten bezahlt wird. Die Klinik bzw. der operierende Augenarzt hat kein Problem die Leistungen über die Krankenkasse abzurechnen.
Bzgl. der Flugauglichkeit kommt es auf die Klasse an, die Du erwerben möchtest. Je nachdem werden außer Stereopsis durchaus noch andere Parameter untersucht, die über die Qualität des Beidäugigen Sehens Aufschluß geben.
Wende Dich an eine Augenklinik in Deiner Nähe, die werden Dir das weitere Procedere sagen können.
Viel Erfolg
Hallo Linus,
kannst Du mir mal schreiben, wo festgelegt ist, daß Exophorie eine Krankheit ist? Bisher bin ich der Meinung, es ist eine Fehlsichtigkeit. Denn sonst wäre auch Kurz-oder Übersichtigkeit eine Krankheit.
Gruß
Eberhard
Hallo, und danke für die Antworten.
Es handelt sich tatsächlich um Exophorie.
Ich war schon in der Uniklinik Gießen und laut dem Bericht ist es gut kompensiert.
Der Schiel:wink:el ist dennoch zu groß um michmit Tauglichkeitsklasse 1 flugtauglich zu schreiben. Ich würde gerne operativ den
Winkel verkleinern lassen um dann doch nochtauglich zu werden.
Die Uniklinik in Gießen braucht aber eine
Bestätigung der KK damit sie einen Termin macht. Ich würde es, wenn ich könnte, auchprivat bezahlen, aber das ist wahrscheinlicheinfach zu teuer.
Und wenn ich den Befund aus Gießen vorlegewerden die Kosten höchstwahrscheinlich nichtübernommen, weil die Beschwerden nicht ausreichend beschrieben sind.
Viele Grüße
Edit Mein Nick ist doch Kefir (Ke4) nicht K4 *g*, aber nichts für ungut.
Hallo Ke4 (sorry),ich sehe schon, Du kennst Dich aus. In Gießen warst Du an der richtigen Adresse. Also, wenn Du keine Beschwerden hast, und den Winkel nur verkleinern lassen möchtest, damit Du Tauglichkeitsgrad 1 bekommst, ist es tatsächlich Deine Privatangelegenheit, und die Krankenkasse wird wohl eine OP nicht übernehmen.
Was eine OP als Privatzahler kostet, kann man schlecht allgemeingültig sagen. Das hängt vom Ort der OP, vom Operateur und vom Anästhesisten ab (sprich von deren Gebührensätzen). Falls es an der Klinik zu teuer ist Es gibt einige niedergelassene Augenärzte, die auch Schiel-OP´s durchführen. Frag doch mal beim BVA (Berufsverband der Augenärzte Deutschlands) mal nach, wer in Deiner Gegend Schiel-OP´s durchführt, und lasse Dir z.B. Kostenvoranschläge machen.
Gruß Linus
Hallo Eberhard,man schaue z.B im Pschyrembel unter "Krankheit". Und Ja, danach ist auch ein Refraktionsfehler als Krankheit einzuordnen.
Gruß Linus
Hallo Linus,
Das Bundessozialgericht hat schon vor etwa 40 Jahren endgültig festgelegt, daß Refraktionsfehler nicht als Krankheit gewertet werden. Es ging damals um die Vergütung der Augenglasbestimmung bei Optikern durch die GKV.
Erst noch in der letzten Zeit erging wieder ein Grundsatzurteil, nämlich das Augenoptiker Prismen bestimmen dürfen, eben weil Heterophorie oder WF, oder assoziierte Phorie, oder wie man es auch nennen will, kein Krankheitsbild ist.
Gruß
Eberhard
wie?
weisskittels goettliches wort ist nicht im psychorembel zu finden?
das erschuettert den glauben des patientenvolkes an die gesundheitspropheten.
kefirprobiers doch vorher mal mit einer korrektion zur wf mit brille. die wird eh benötigt, um zur korrektur des :wink:els mit skalpell zu kommen.
gruss burkhard
Hallo Burkhard,
Sicher gibt es den Begriff in diesem schönen Nachschlagewerk. Trotz allem sind doch alle Fachleute sich dahingehend einig, daß Fehlsichtigkeiten keine Krankheit sind.
Gruß
Eberhard
Hallo und danke für die Beiträge.
Kann jemand eine Prognose abgeben in welchem
Rahmen die OP-Kosten liegen werden ? Ich rechneso mit 3000 - 4000 €. Wunschdenken ?
@schlinkmann Sollte ich die OP vornehmenlassen, wird der Schiel:wink:el nochmal genaugemessen und mitgeteilt was für eine Brilleich brauche (mit welchem Prismaa). Vorher istdies nicht nötig.
Ich habe mich im Januar 2004 in Berlin bei Dr. Wulff operieren lassen (Esophorie – ist sehr gut gelaufen).
Ich habe das privat bezahlt, und ich weiß noch, dass es weniger gekostet hat.
Ich glaube es lag so bei 1.500 Euro.
Gruß Stefan
Wobei Dr. Wulff wohl in diesem Fall eine Operation ohne vorherige Prismenbrillenkorrektion (sofern diese technisch möglich ist) nicht durchführen würde. Das ist für ihn notwendig, um mehr Sicherheit über den wahren stabilen End-Schiel:wink:el (=Operationsdosierung) zu bekommen. So möchte er auch weitere Nachoperationen möglichst vermeiden. Zudem kann sich der Betroffenen schon vor einem operativen Eingriff ein Bild machen, wie seine Sehqualität nach der Operation etwa sein wird.
Diese Kosten und den Zeitfaktor für die Vorversorgungen sollte man in dem Fall dazurechnen.
Aber um einen möglichst guten Erfolg zu gewährleisten, wäre dies für Ke4 der ideale Weg. Evtl. wird bei hoher WF (=Phorie), die Augenstellung ohne Kompensation einer Versorgungsbrille sogar zur Pseudo-Tropie, die dann einen Befund als Kassenleistung zuliefert. In jedem Fall steigt die Präzision des später zu operierenden Wertes.
2. Update
Nochmals vielen Dank für die vielen Antworten.
Ich werde Anfang März in Gießen, nachdem ich
3 Tage ein Auge abgeklebt habe, nochmal voneiner Orthoptistin untersucht um den max.
Schiel:wink:el zu bestimmen und wegen einer Prismenfolie für meine Brille.
@ Herr Mosch Ich glaube so oder so ähnlich war auch ihr Beitrag gemeint. Ich möchte mirund meinen Augen natürlich einen zweiten Eingriff ersparen.
Ende März werde ich dann operiert, was zum Glück auch die Krankenkasse zahlen wird.
Viele Grüße,
Ke4
Hallo Ke4,klappt ja alles wunderbar.
Gruß
Linus
Hallo, Ke4
Die genannte Methode ist unter Klinikern sehr verbreitet. Man erwartet durch das Zukleben des einen Auges, direkt nach dem Aufdecken einen verlässlichen OP-Wert.
Die hier bevorzugte Methode sucht den OP-Wert unter Alltagsbedingungen (sprich unter beidäugig fixierender Gebrauchsstellung) zu ermitteln. Hierzu wird kein Auge abgedeckt, sondern im Gegensatz dazu wird mit beiden Augen und einem prismatischen Ausgleichswert in der Brille das Fixationssehgleichgewicht eingepegelt. Dieser Vorgang kann auch mehrere Einzelschritte umfassen, wenn sich unter beidäugiger Fixierung der zuerst ermittelte Wert als instabil und im schlimmsten Fall als falsch erweist. Denn ein nach anfänglicher Konzeption falscher Wert wäre sonst ja längst operiert. Eine OP nach Marlow-Verband ist demnach eine kostengünstigere und schnellere Lösung, aber keinesfalls unumstritten.
Das störenste Risiko wären bleibende Doppelbilder schon in Folge einer Untersuchung mittels Marlow-Verband. Auch im Gefolge eines so operierten OP-Faktors, könnten solche auftreten. Schon bei kürzerem Prismentrageversuch fällt dies Risiko dagegen weitaus geringer aus und wird mit zunehmender Tragezeit (ca. ab 6 Monaten) eher unwahrscheinlich.
ZitatOriginal erstellt von Paul-Gerhard Mosch
Hallo, Ke4Die genannte Methode ist unter Klinikern sehr verbreitet. Man erwartet durch das Zukleben des einen Auges, direkt nach dem Aufdecken einen verlässlichen OP-Wert.
Zitatende
Die hier - WELCHE METHODE IST DENN DAS??? bevorzugte Methode sucht den OP-Wert unter Alltagsbedingungen (sprich unter beidäugig fixierender Gebrauchsstellung) zu ermitteln. Hierzu wird kein Auge abgedeckt, sondern im Gegensatz dazu wird mit beiden Augen und einem prismatischen Ausgleichswert in der Brille das Fixationssehgleichgewicht eingepegelt. Dieser Vorgang kann auch mehrere Einzelschritte umfassen, wenn sich unter beidäugiger Fixierung der zuerst ermittelte Wert als instabil und im schlimmsten Fall als falsch erweist. Denn ein nach anfänglicher Konzeption falscher Wert wäre sonst ja längst operiert. Ein phorisches Schielen wird i.A. sowieso nicht operiert, eine OP ist meist erst dann notwendig, wenn eine im allgemeinen nicht behandlungsbedürftigte Phorie mit Hilfe von Prismenbrillen zu einem dann wirklich medizinisch behandlungsbedürftigen manifenstem Schielen "therapiert" wurde-,im Fall des Forumsteilnehmers interessieren aber wohl irgwendwelche manifest krankmachenden Prismenbrillen, der weiss offenbar gar nix über Augen und Sehen, sonst würde er ja wissen, dass seine Flugtauglichkeit allein von seinem räumlichen Sehvermögen und nicht von irgendwelchen Eso- oder Exophorien abhängt.
Aber dieses Forum ist ja mittlerweile bekannt dafür, Brillenfakern und ähnlichen Betrügern Hilfestellung zu geben dabei, sich auf Kosten der Allgemeinheit sinnlose Versicherungsleistungen zu erschleichen.
Vielleicht sollte man mal das Bundeaufsichtsamt auf dieses Forum hinweisen, hier werden "Tips" gegeben, wie man Beiträge der gesetzlich Versicherten sinnlos verschwenden kann, da fällt einem nix mehr zu ein...
ach PG und Eberhard vergesst bitte nicht, meinen Beitrag zu löschen, tut Ihr doch immer gern mit allem, was nicht Eurer persönlichen Meinung entspricht, bisher wart ihr aber leider (??) immer zu langsam -die Mehrzahl der Forumsteilnehmer war schneller im Verabschieden aus einem Forum, in dem sich die Experten selbst genug sind. Viel Spass weiterhin bei Euren rein privaten "Experten"-DiskussionennichtVerband ist demnach eine kostengünstigere und schnellere Lösung, aber keinesfalls unumstritten.
Zitat Anfang P.G. Mosch
Das störenste Risiko wären bleibende Doppelbilder schon in Folge einer Untersuchung mittels Marlow-Verband. Auch im Gefolge eines so operierten OP-Faktors, könnten solche auftreten. Schon bei kürzerem Prismentrageversuch fällt dies Risiko dagegen weitaus geringer aus und wird mit zunehmender Tragezeit (ca. ab 6 Monaten) eher unwahrscheinlich.
Zitat ende
Editiert, so daß es etwas übersichtlicher wurde, was zitiert ist.
Eberhard
Guten Tag,
also die Flugtauglichkeit hängt sehr wohl von
Eso- und Exophorie ab.
Siehe dazu Jar-Fcl 3, Seite 19 http://www.lba.de/deutsch/betrieb/luftpersonal/vojarfcl/jarfcl3.pdf
Ich habe bisher versuchsweise ein 12° und ein 14° Prisma auf meiner Brille getragen.
Hallo an alle,es wird keinesfalls der zu operierende Winkel nur von dem Wert nach Marlow-Verband abhängig gemacht Selbstverständlich gehören zur Entscheidung noch andere Werte und Ergebnisse sowie Erfahrung hinzu!
Ja, es besteht ein Risiko, daß nach Marlow der Schiel:wink:el dekompensiert, d.h. daß der Patient den Winkel nicht mehr selbst ausgleichen kann und ztw. Doppelbilder vorhanden sind, darüber wird der Patient natürlich entsprechend aufgeklärt. Die Doppelbilder sind jedoch nur vorübergend; die verbleibende Zeit bis zur OP kann ohne Probleme mit entsprechenden Prismenfolien überbrückt werden.
Gruß
Hallo Linus,
so kenne ich Dich doch nur. Du stehst auch auf unserer Seite 
Der zitierte Text oben ist nur in Bruchstücken von Paul-Gerhard, der große Rest ist von Hannah geschrieben, sehr irreführend, nicht wahr?
Viele Grüße
Eberhard