Dann sind ja schon 4 Personen hier einer Meinung! Ich kann es nur bestätigen - aus eigener Erfahrung Gute Pluskorrektion bei Eso ist das Non-Plus-Ultra, ehe mit Prismen begonnen wird.
LG
Kerstin
Upps....na, hier weht aber ein Wind.....
netter Ton hier...."immer hübsch überlegen".....Najadry
Es tut mir ja unendlich leid, wenn ich jemanden auf den Schlips getreten bin.
Aber Aniseikonie hat NICHTS mit einer geänderten Akko und somit Konvergenzlage zu tun! Das gibt es laut Lehrmeinung nur bei asymmetrischer Konvergenz und Akkomodation! Binokulare symmetrische Akko ändert an der Aniseikonie nix.
Und was hat die sensorische Fusion der Aniseikonie mit der Konvergenzlage zu tun?
(Beachten nicht die Fusion von Bildverschiebungen!)
Ach ja....nochmal zurück zu den iseikonischen Brillengläser...(KL war schon eine tolle Alternative!!!)...Eine mit einem Brillenglas korrigierte Anisometropie bewirkt außerdem noch eine Anisophorie. Korrigierte Aniseikonie und induzierte Anisophorie können durch unterschiedlich große und disparate Abbildungen Fusionsschwierigkeiten verursachen. (aus dem Skript einer AO-Fachschule)
Habe die Aniseikonie mal spasseshalber durchgerechnet, selbst mit normalen Kurve 4 Gläsern (beschriebener Stärke) bekomme ich keine Aniseikonie von >4% hin.
Und wegen den unnötigen ACA Messungen....(da muss aber was durchgegangen sein, das ist kein Funktionstest!)....gerade diese Messung ist optimal geeignet als Basis einer guten und stimmigen Hyperopiekorrektion! Und die ist es, worauf es hier ankommt! (s.o. einhellige Meinung)
Oh, fast vergessen....Danke für den Buchtip.....haben dieses Buch Korrektur gelesen.
LG 
Hallo opTick,
das ist ja alles wunderbar und richtig, was Du schreibst, hilft in diesem Fall aber nicht weiter. Was nützen alle tolle Messungen, wenn noch nichtmal die reine Fehlsichtigkeit richtig gemessen ist. 
Hallo, Ihr alle!
Danke wieder mal für die ausführlichen Zuschriften. Es wird noch eine Weile dauern, bis ich alles so weit verfolgt habe, dass ich das zumindest laienhaft einigermaßen nachvollziehen kann. Klar ist das Fachsprachen-Pingpong ein bißchen verwirrend - aber was ich dringend brauche, ist ja der Überblick übers Fachgebiet und die denkbaren Weiterbehandlungsrichtungen.
Besonders hilfreich natürlich die Erklärung von CaptainMu; was WF angeht wusste ich das schon, die Mikrostrabismuserklärung war prima, ich kann jetzt alles, was ich zum Thema gelesen habe zusammenführen.
Praktischerweise haben wir uns gestern der Gruppe der "4 Einigen" angeschlossen, in einer mit Unterbrechungen fast 3stündigen Sitzung wurden Brillengläser zusammengestellt, die für meinen Sohn beim ausgiebigen "Probesehen" angenehm waren wie bisher nie erreicht. Es sind tatsächlich erheblich höhere Pluswerte nötig, in der Ferne weniger Prismen - aber (Futter für die Eso-Zweifler) in der Nähe 5 Prismen Basis innen und noch ein bisschen mehr Plus.Genaue Werte krieg ich noch schriftlich, die sind wahrscheinlich für Euch interessant.
Ich fand überzeugend, dass wirklich zum ersten Mal die Sehfähigkeit in der Nähe genauso umfassend getestet wurde, wie die in der Ferne. Dazu braucht es eine zusätzliche Ausrüstung, die alle WF-Vorgänger (im Ganzen 2 Optiker, eine Orthoptistin, ein Augenarzt) ganz offensichtlich nicht besitzen und anscheinend für unnötig halten. Ich hatte jeden gefragt, warum die Nähe nicht separat getestet wird, da mein Sohn genau darüber immer klagte, dass die jeweils neuen Gläser in der Ferne ganz ok, aber für die Nähe unbrauchbar waren. Die Antwort war wenn überhaupt eine die, dass man die benötigten Prismen in der Neutralstellung, und das sei der Blick in die Ferne, austesten müsse.
Jetzt warten wir auf die Gläser (wir können bald einen Laden mit gebrauchten Brillengläsern in allen Preislagen und für fast alle Zwecke aufmachen) und sehen dann mal weiter.
Eure Zuschriften, die ja alle einen kompetenten Eindruck machen, zeigen mir vor allem, dass man , wenn man das möchte, den armen Kerl durch noch viele Instanzen schicken könnte, damit möglichst viele Denkmodelle in die Tat umgesetzt werden können 
und denen, die zwischendrin mal wieder an das Kind erinnern, bin ich natürlich besonders zugetan...! Durch "trial and error" an die richtige Adresse zu kommen ist am lebenden Objekt irgendwie unangebracht.
Und abschließend noch ich akzeptiere gern die AA-Aussage "nach den vorliegenden Befunden ist das hier meiner Meinung nach keine WF", aber nach meinem Informationsstand ist es fachidiotisch zu behaupten "WF gibts garnicht". Wer schon so anfängt, der hat m.E. schlechte Karten für die Weiterbehandlung einer meinetwegen unangebrachten oder schiefgegangenen WF-Schielkorrektur-OP. Mit Scheuklappen sieht man so schlecht. ODER????
Viele Grüße an Alle!!!
Annette
Lieber Eberhard
du sagst es.....das ist die Crux der Geschicht.
Aber die direkte Hilfe war ja auch nicht mein Ansinnen im ersten Thread.....sondern die Vermittlung dessen......aber......
LG 
Hallo annette,
das klingt doch zunächst mal sehr gut! Ich freu mich für dich und deinen sohn! 
Was ist denn die "gruppe der 4 einigen"? Hab ich hier irgend etwas verpasst? 
Du schreibst, dass jetzt 5 prismen basis INNEN gemessen wurden. Bei den werten am anfang des threads hast du von insgesamt 13 prismen AUSSEN geschrieben. Ist das richtig so? Das würde dafür sprechen, dass dein sohn durch die OPs und die letzte brille insgesamt um 18 prismen ESO überkorrigiert war. Das würde natürlich deutlich erklären, wieso sich dein sohn nicht wohl gefühlt hat.
Aber mit 5 prismen in der brille kann man ja sehr gut leben. Und wenn dann auch noch die weitsichtigkeit komplett auskorrigiert ist, dann lässt das doch deutlich hoffen, oder?!
Viel erfolg mit den neuen gläsern und LG
Chris
Hallo!
Die neuen Gläser werden so aussehen
Nahbrille
sph cyl Achse
R. +5,5 -0,25 180°
L. +7,75 -1,75 176°
deltaP horizontal= 5,00 cm/m innen
Fernbrille
R. +3,00 -0,25 180°
L. +5,25 -1,75 176°
deltaP horizontal = 9,00 cm/m außen
(Der Versuch, einen Mittelwert für die Versorgung von Nah- und Fernsehen zu finden war demnach wohl sinnlos.)
Die Entscheidung für zwei Brillen hat unser Sohn selbst getroffen, weil er die Brillen mit dem unten eingesetzten Nahsehfeld häßlich findet. Ich kann mir vorstellen, dass er auf Dauer für die Schule (10.Klasse) doch noch eine Brille mit bifokalen Gläsern braucht, um nicht andauernd wechseln zu müssen (Tafel / Heft). Hat jemand damit Erfahrungen?
Oder vielleicht ein subnotebook zum Mitschreiben (er kann blind tippen)?
Da das alles ziemlich teuer ist (das sind vielleicht immer noch nicht die letzten Gläser) freue ich mich über Hinweise und Erfahrungsberichte von Leuten mit ähnlichen Konstellationen. Danke!
Viele Grüße! Annette
Hallo Agnes Maria!
Falls Sie das hier lesen, hab ich eine Frage zu Ihrem Statement in einem andren Forum
"Ein gutes OP-Ergebnis sieht jedenfalls für mich anders aus als ein bißchen Winkelverkleinerung für die Nähe und weiterhin postoperative Divergenzstellung in der Ferne. Da muss man eben beide geraden an dem betreffenden Auge operieren mit einem Verhältnis von 12 oder 13. Damit bekommt man die unterschiedlichen Winkelwerte von Nähe und Ferne fast problemlos in den Griff."
Bedeutet das, man hätte eventuell bei unserem Sohn die (jetzt erst entdeckten) unterschiedlichen Winkelwerte für Nahe und Ferne mitbedenken können/müssen? Jetzt ist es für ihn zu spät - aber ich bekomme immer mal wieder Anfragen betreffend unsere WF-Erfahrungen. Und falls bei der OP so ein wichtiges Detail nicht bedacht wurde, müsste ich das anständigerweise allen, die mich fragen berichten. Vor der OP wurde nämlich der Nähe-Winkel nicht separat gemessen; Lesen und Schreiben wurde nur mit den für die Ferne ermittelten Gläsern ausprobiert.
Grüße von Annette
Originaltext von Annette:
Bedeutet das, man hätte eventuell bei unserem Sohn die (jetzt erst entdeckten) unterschiedlichen Winkelwerte für Nahe und Ferne mitbedenken können/müssen? Jetzt ist es für ihn zu spät - aber ich bekomme immer mal wieder Anfragen betreffend unsere WF-Erfahrungen. Und falls bei der OP so ein wichtiges Detail nicht bedacht wurde, müsste ich das anständigerweise allen, die mich fragen berichten. Vor der OP wurde nämlich der Nähe-Winkel nicht separat gemessen; Lesen und Schreiben wurde nur mit den für die Ferne ermittelten Gläsern ausprobiert.Grüße von Annette
Hallo Annette,
ich will AgnesMaria nicht vorgreifen, aber Du vermutest richtig Man hätte Ferne und Nähe bestimmen müssen. Und wer da große Unterschiede misst, sollte hellwach werden, egal ob Augenoptiker oder Augenarzt. Ich kann, ehrlich gesagt, auch nicht glauben, dass Dein Sohn eine reine Wf hat....aber das ist so ein Bauchgefühl. Außderm fehlen hier wichtige Angaben zum Visus, vor allem im jahrelangen Korrektionsverlauf, die Du natürlich nicht machen kannst. Wer kann das schon als Mutter...
LG
Kerstin
Hallo Annette!
Nur zu der Frage, ob jemand Erfahrung mit solchen bifokalen Brillen hat.
Haben wir! Zuhauf! Bei guter Korrektur (wie gesagt, kein Statement betr. der Richtigkeit der Stärke) werden solche Brillen (richtig angepasst) durch die Bank als gut verträglich angesehen. (Erfahrung der Versorgten) Nur modisch nicht gerade der Renner....aber technisch anders nicht möglich.
Wenn er mit einem Notebook gut zurecht kommt und die Schule nichts dagegen hat, kann man es probieren (wenn ihr keins habt...erst mal leihen!).
LG 
Kurz ein paar worte zum einsatz eines notebooks im unterricht
Ich verstehe das so, dass das notebook dann das schulheft ersetzen soll. Das stelle ich mir allerdings in der praxis recht kompliziert vor. Es wird ja nicht immer nur rein text von der tafel abgeschrieben - gerade in so fächern wie mathematik, physik, kunst, etc. werden sicherlich immer wieder formeln, tabellen, schemata, skizzen etc. abgeschrieben werden müssen. Das ist mit einem notebook sicherlich nicht so ohne weiteres umsetzbar bzw. nicht ohne großen zeitaufwand.
Natürlich sollte es versucht werden, wenn dein sohn überzeugt ist, dass das klappt... und die lehrer zustimmen. Allerdings wäre das halt ein recht teures experiment, wenn ihr nicht schon ein gerät habt. 
LG
Chris
Hallo Kerstin,
zum Visus
Schriftlich hab ich nie was gesehen, aber der Optiker, der ihn seit beginn der WF-Geschichten betreut, war in den ersten Monaten geradezu euphorisch, denn "vollkorrigiert" kam 160 raus. (Wenn ich mich richtig erinnere, war das etwas, was immer an beiden Augen zugleich gemessen wurde ...??) In den ersten Monaten nach der 2.OP war es schlechter, ich glaube 130. Das könnten auch noch akute Nachwirkungen sein, hieß es.
Ich vermute, dass wegen des erfreulichen Visus' in der Kinderzeit nie jemand vermutet hat, dass da außer der Weitsichtigkeit noch was sein könnte.
Grüße von Annette!
Hallo Annette,
schön wäre es halt zu wissen, wie der Visus einzeln pro Auge ist - mit und ohne Korrektion. Nach der OP ist es zunächst nicht so gut, auch das stimmt. Bei mir waren es für ca. 6-8 Wochen nur 1.1 bis 1.2. Dann waren es wieder 1.6 (beidseitig mit Korrektion - ohne Korrektion waren es auf dem operierten Auge "nur" 1.0 kurz nach der OP)
Viele Grüße
Kerstin
Originaltext von opTick:. (aus dem Skript einer AO-Fachschule)
Habe die Aniseikonie mal spasseshalber durchgerechnet, selbst mit normalen Kurve 4 Gläsern (beschriebener Stärke) bekomme ich keine Aniseikonie von >4% hin.Oh, fast vergessen....Danke für den Buchtip.....haben dieses Buch Korrektur gelesen.
LG
Nicht zu danken, Herr Dr. Wie sieht die HFAK denn diesen Fall? Wissen Sie was darüber?
Aber mal ernsthaft, Aniseikonien auch von wenigen Prozentpunkten können subjektive Beschwerden verursachen. Sie stecken nicht drin und ich in diesem Fall auch nicht. Aber ich mache mir da so meine Gedanken. Ich darf doch?
Sie dürfen.......und wie!!!
Da ich jetzt...ja JETZT..in den Urlaub fahre....will ich hier nicht auf die Schnelle ein Statement abgeben, welches nicht weiter erörtert werden kann!
Mit der Aniseikonie haben Sie natürlich recht. Die 5% sind natürlich nur ein durchschnittlicher Wert....wie fast alle physiologischen Toleranzwerte.
Mir sind auch Unverträgichkeiten bei ca. 3% bekannt, dass waren in den letzten 20 Jahren aber nur 2 Personen!
LG 