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30 Prismen und nun OP

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(@ikaya)
Beiträge: 19
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Themenersteller
 
[#4494]

Hallo Ihr Lieben,

meine Geschichte begann vor 2,5 Jahren, als ich mit ständigen Kopfschmerzen und nach einer Ärzte-Odyssee bei meinem Optiker landete. Mittlerweile habe ich seit 1,5 Jahren stabil 30 Prismen auf beide Augen verteilt und soll nun Anfang Oktober bei Dr. Wieditz in Berlin operiert werden.

Ich habe irgendwie Angst vor der OP und zwar aus 2 Gründen: Eines ist ein grundsätzliches Verständnisproblem: Es wird ja nur ein Auge operiert (das Auge, welches vorher auch einen leichten Silberblick hatte), das dann auf 30 Prismen. Wohin schaut das Auge dann nachher? Nach aussen? Geradeaus? Was ist dann mit dem anderen Auge? Das "schielt" ja jetzt auch und muss dann wieder geradeausschauen? Oder etwa nicht?

Kann mir das bitte jemand so erklären das ichs verstehe? Wieditz ist ja nicht so der großer Erklärer... Lächelt

Zudem (2. Frage) bin ich noch recht stark kurzsichtig (so um die 9 DP, weiss die genauen Werte grad nicht) und habe eine Hornhautverkrümmung. Mein Optiker, dem ich eigentlich sehr vertraue, meinte, das nur 26 Prismen operiert werden sollen, da ja hinterher die normale Brille gegen die Kurzsichtigkeit durch die hohen Werte schon automatisch 4 Prismen "eingebaut" hätte. Der Augenarzt widerspricht dem und will 30 operieren. Ich habe nun etwas Angst, das ich nach der OP plötzlich den Winkel nach aussen habe, weil er zu viel korrigiert hat.

Ich danke Euch schonmal im Voraus und schicke Euch liebe Grüße!
Ikaya


 
Veröffentlicht : 09.09.2009 23:32
Schlagwörter
(@Steen-Aalberg)
Beiträge: 136
Estimable Member
 

Das Buch "Fixing my Gaze" erhällt einige von die erklärungen die du suchst, shau erstmal nach im Thread Buchdiskussion-fixing-my-gaze-von-s-barry

LG
Steen


 
Veröffentlicht : 10.09.2009 09:59
(@ikaya)
Beiträge: 19
Eminent Member
Themenersteller
 

Hallo Steen,

danke für Deine Antwort. Leider bin ich etwas irritiert über den Link zu dem Buch, da ich weder schiele, keinen Microstrabismus habe und seit Kindheit ausgezeichnetes 3D-Sehen besitze. Leider finde ich in dem Thread keine Antworten auf meine Fragen.

Möchtest Du mir raten, statt einer OP ein Visualtraining zu machen?

Liebe Grüße
Ikaya


 
Veröffentlicht : 10.09.2009 14:00
(@Steen-Aalberg)
Beiträge: 136
Estimable Member
 

Ikaya,
venn du 30 prismen trägst muss eben etwas mit deine Augenmotorik falsch gelaufen sein, du screibst auch dass eine auge ein leichten Silberblick hatte, deshalb den Buchhinweis. Das Buch gibt eine gute information übers Binokularsehen in algemein und ist auch lesenswert für leute ohne eigene Visualprobleme. Entschuldige dass ich dir den Eindruch gegeben habe dass du im Thread die Antworten findest, ich meinte eben in das Buch.
Ich persönlich sehe immer irreversible Eingriffe als letzter Ausweg, in besonders weil OP ohne Muskel- und Nervenbeschädigung fast unmöglich ist. Venn scon Probleme vorliegen, du aber trotzdem 3D-Sehen hast, liegt meiner Meinung nach ein reelles Risiko für Verschlechterung des Binokularsehens vor. Nach deiner "Ärzte-Odyse" gehe ich davon aus das Gesundheitsprobleme nicht vorliegt. Deine Myopie ist gross, und dass kann auch mit geringere Fokusierungsvermögen verbunden sein, beide diese Probleme sind dann oft mit Binokularbeschwerden verbunden wass in gemeinsam ein komplekse Problemstellung bildet. Ich kann dir nicht ohne Untersuchung zu irgendeine Behandlung raten, nur scheint mir deine Möglichkeiten vor OP noch nicht erschöpft.

LG
Steen


 
Veröffentlicht : 10.09.2009 21:18
(@ikaya)
Beiträge: 19
Eminent Member
Themenersteller
 

Hallo Steen,

weisst Du denn jemanden in Deutschland, der/die sich meine Augen mal anschauen könnte?

Danke und liebe Grüße
Ikaya


 
Veröffentlicht : 11.09.2009 12:32
(@Burkhard-Schlinkmann)
Beiträge: 516
Honorable Member
 

Hallo Ikaya,

Dieses Buch kann dir nicht helfen. Voellig fehl am Platz.
Gehe bitte weiter zu deinem Optiker und Dr. Wieditz.
Dein Optiker hat wahrscheinlich ein brillentechnisches Problem. Das geht aus deinem Kom. nicht hervor. Deshalb nur die 26 pdpt. Wenn Dr. Wieditz die 30 gemessen hat, dann nimm die 30 pdpt. Er will ein beidseitig zentrales Sehen in bester Qualitaet erreichen. Im Regelfall macht der ne Punktlandung.
Die OP ansich ist nix dramatisches.
Die Augen werden nach der OP geradeaus schauen. Nix nach innen, nix nach aussen. Auch wenn nur ein Auge operiert wird. Deine Augen werden sogar ansehnlicher, entspannter aussehen. Nicht mehr diesen zusammen gekniffenen Ausdruck haben, den man oftmals beobachtet. Die ersten 3-4 Wochen allerdings leicht blutunterlaufen..
Es kommen eigentlich nur Vorteile auf dich zu.
Ein Restrisiko besteht bei jeder OP. Ein hoeheres Risiko besteht im Strassenverkehr.

Gruss Burkhard


 
Veröffentlicht : 12.09.2009 09:00
(@ikaya)
Beiträge: 19
Eminent Member
Themenersteller
 

Hm, was für eine Verwirrung. Aber da ich von Dir Burkhard, schon öfter Sinnvolles gelesen habe (und Du mich auch so toll beruhigst...), werde ich den Weg, den ich seit 2 Jahren (und seit den hohen stabilen Prismenwerten auch absolut kopfschmerzfrei) beschreite, mal zuende gehen. Ich hoffe, dass alles gut läuft, aber ich habe von Wieditz auch viel Gutes gehört.

Danke und liebe Grüße
Ikaya


 
Veröffentlicht : 12.09.2009 20:38
(@Kerstin-Harms)
Beiträge: 0
New Member
 

Hallo Ikaya,

ich schließe mich Burkhard voll und ganz an! Du bist in allerbesten Händen bei Dr. Wieditz und und dass er Punktlandungen hinkriegt, kann ich aus eigener Erfahrung nur bestätigen... Zwinkert

Was willst Du jetzt noch mit VT, wo Du doch schon seit 2 Jahren perfekt prismatisch korrigiert wurdest? Das wäre ein kompletter Weg zurück und nochmal viel Geld ausgeben?! Prismen und VT arbeiten zunächst völlig gegensätzlich: Mit Prismen soll der wahre, bisher teilweise kompensierte, Schielwinkel aufgedeckt werden. Durch die OP ist dieser Winkel dann ein für allemal weg. Sensorische Verschaltung ist möglich, sowohl durch prismatische Korrektion, als auch nach der Schiel-OP. Durch VT sollten die kompensatorischen Fähigkeiten noch gestärkt werden durch spezielle Übungen, was dann natürlich, im besten Fall, auch zu richtigen sensorischen Verschaltungen führen kann. Ich weiß aber von vielen Menschen, die mir bestätigen, dass, sobald sie mit dem VT aufhören, ihre Probleme wieder anfangen. Du kannst nicht gleichzeitig auf der Massagebank liegen und Hanteltraining machen! So in etwa ein bildhafter Vergleich zwischen Prismen und VT. Das Ziel ist das Gleiche, der Weg aber ein völlig anderer. Und man kann nur eines machen.

Viele Grüße
Kerstin


 
Veröffentlicht : 13.09.2009 09:19
(@Steen-Aalberg)
Beiträge: 136
Estimable Member
 

Hallo Burghardt,

hast du das Buch auch gelesen? Warum findest du das Inhalt von Informationen über Schielen hier fehl am Platz?

Gruss

Steen


 
Veröffentlicht : 13.09.2009 21:13
(@Synnie-do)
Beiträge: 44
Trusted Member
 

Als Zwischenbemerkung: dieses Buch handelt sowohl von Schieloperationen als auch von Prismen als auch von speziellen Augenübungen. Dieses Buch eignet sich nicht für Polarisierungen, zB für Prismen und gegen VT, weil es ja gerade versucht zu sagen, daß für jeden Patienten die richtige Behandlung gefunden werden muß. Daß kann mal mit mal ohne OP sein und mal mit und mal ohne Prismen usw. Aber es gibt ja eigentlich einen extra Thread dafür...


 
Veröffentlicht : 13.09.2009 21:55
(@Burkhard-Schlinkmann)
Beiträge: 516
Honorable Member
 

Hallo Steen,

es ist offensichtlich, das Ikaya eine Eso-Wf hat, die seit mehr als 1,5 Jahren erfolgreich betreut wird. Es liegt ein stabiler Winkel vor, der operabel ist. Die beste Vorraussetzung fuer ein zukuenftig gutes beidaeugiges Sehen. Dieses Vertrauensverhaeltnis von AO, AA und Klient durch ein Buch zu entkoppeln, oder zu hinterfragen, ist nicht gut. Es liegen von Ikaya eh nur Verstaendlichkeitsprobleme vor, die einfach erklaert werden koennen.
Dieses Buch loest nicht die Verstaendlichkeitsprobleme. Es verunsichert in diesem Fall.

Gruss Burkhard


 
Veröffentlicht : 14.09.2009 11:12
(@Kerstin-Harms)
Beiträge: 0
New Member
 

Das sehe ich auch so. Ikaya ist bisher den einen Weg gegangen und der ist nicht verkehrt. Sie hätte auch anders anfangen können und dann wäre der Weg weiterzuverfolgen. Und sie ist in guten Händen. Es ist alles gut vorbereitet worden in den letzten 2 Jahren.

Viele Grüße
Kerstin


 
Veröffentlicht : 14.09.2009 19:48
(@ikaya)
Beiträge: 19
Eminent Member
Themenersteller
 

Ich danke Euch für die Antworten! Auch die Verwirrung bzgl. des Buches klärt sich langsam. Ich werde dann mal einen Termin zum Narkosegespräch machen gehen. Ach ja, und nochmals vielen Dank für die Beruhigung über Wieditz Können! Lächelt

Nebenbei: Würdet Ihr bei Eurer OP Euren Optiker zusehen lassen (Wenn das KKH das zulässt)? Ich bin mir da nicht so sicher. Will ja schließlich nicht, das der dumpfe Aufschlag beim in-Ohnmacht-fallen den Operateur erschreckt...

Liebe Grüße
Ikaya


 
Veröffentlicht : 14.09.2009 22:36
(@Burkhard-Schlinkmann)
Beiträge: 516
Honorable Member
 

Meine Meinung:
Ich habe nicht das Beduerfnis als AO. Im narkotisierten Zustand war ich 2mal dabei. Das reicht. Ich weiss, dass es gut funktioniert und das sollte einem AO reichen.

Wenn ich Klient waere, wuerde ich sagen:Nein, das geht etwas zu weit.

Gruss Burkhard


 
Veröffentlicht : 15.09.2009 10:39
(@Paul-Gerhard-Mosch)
Beiträge: 0
New Member
 

Hallo,

ich war selbst unter dem Messer, und habe vorher mal zugeschaut, als das Töchterchen einen Eingriff am Auge hatte. Allerdings wird selbst eimem ehemaligen ZDL-er, der bei machen Op´s dabei war, etwas anders, wenn die eigene Tochter am Auge operiert wird.
Ich konnte aber nach einem Glas Wasser, dann wieder weiter zusehen. Es hat mich schon sehr interessiert.


 
Veröffentlicht : 16.09.2009 01:00
(@Steen-Aalberg)
Beiträge: 136
Estimable Member
 

Hallo Burghardt,

du schrieb:
"...es ist offensichtlich, das Ikaya eine Eso-Wf hat, die seit mehr als 1,5 Jahren erfolgreich betreut wird. Es liegt ein stabiler Winkel vor, der operabel ist. Die beste Vorraussetzung fuer ein zukuenftig gutes beidaeugiges Sehen. Dieses Vertrauensverhaeltnis von AO, AA und Klient durch ein Buch zu entkoppeln, oder zu hinterfragen, ist nicht gut. Es liegen von Ikaya eh nur Verstaendlichkeitsprobleme vor, die einfach erklaert werden koennen.
Dieses Buch loest nicht die Verstaendlichkeitsprobleme. Es verunsichert in diesem Fall."

Ich bin grundsätzlich mit dir nicht einig. Dat betrifft wohl mehr das Begriff WF in algemein weil so offensichtlich finde ich das problem gar nicht. Venn man sich von keine bis viele Prismen innerhalb ein paar Jahren bewegen kann, und das Problem noch nicht endgültig gelöst ist, werde ich eben mißtrauisch. OP finde ich sollte immer letzte Ausweg sein, ausnahmsweise ein Schiewinkel von anfang an so gross ist das normaler Entwicklung das binokularsehen ohne vorausgehende OP gar nicht möglich ist.
Ich will, wenn ich selbs patient wäre, über meine Möglichkeiten so viel wie möglich wissen ehe ich meine Entscheidung treffen.
Dann kann ich den Weg verfolgen dass zu mir passt, genau so wie Kerstin auch schreibt.
Es kann vielleicht eine unbequeme Lage sein, bringt aber meine Meinung nach auf lange Sicht das beste Resultat.

Gruss

Steen


 
Veröffentlicht : 16.09.2009 10:51
(@Burkhard-Schlinkmann)
Beiträge: 516
Honorable Member
 

Hi Steen,

gut dass du diesen Fall auch von anderen Perspektiven aus betrachtest.
Ikaya ist zu mehreren Aerzten gelaufen, wahrscheinlich hat er verschiedene Loesungen ausprobiert und nichts hat gewirkt, um die Kopfschmerzen los zu werden. Dann hat er die Prismenbrille bekommen, die fuer Ikaya die Loesung der Probleme bedeutete.
Es hat ein Prismenaufbau stattgefunden, der stabil ist.
Ohne Komplikationen, sonst haette Ikaya davon berichtet.

Wir koennen diesen Fall von allen Seiten betrachten. Doch frag ich mich, ob andere Loesungen nicht besser im Kollegen-Interessenkreis diskutiert werden sollten.
Vor einem ratsuchenden Menschen schafft das nur mehr Verwirrung.
Ikaya hat kein allgemeines Interesse bekundet, sondern 2 Probleme geschildert.
Nichtsdestotrotz finde ich es gut, wenn deine Sichtweise anders ist. Ich lerne gerne von dir. Aber nicht in diesem Thread.

Gruss Burkhard


 
Veröffentlicht : 17.09.2009 13:45
(@Paul-Gerhard-Mosch)
Beiträge: 0
New Member
 

Hallo Steen Aalberg,

es ist wohl so, wie Du früher mal geschrieben hast, dass Du die MKH nicht kennst.

Ich finde es nicht gut, dass Du hier in einer Kundenanfrage eine Grundsatzthema für und wider MKH aufmachst.

Dies sollte unbedingt an anderer Stelle erfolgen!

Der Ansatz hinter Deiner Methodik ist ein gänzlich anderer, als der der MKH.
Wenn WF (MKH) für Dich kein offensichtliches Problem darstellt, bist Du mit vielen Strabologen in einem Boot. Die behaupten das Gleiche. - und fügen hinzu, man baue sich sein ergebnis selber, um es hinterher operieren zu können. Das trifft aber nachweislich nicht den Kern der Problematik.
Ich rede hier nur über meine eigene WF-OP, und 13 Operationen im engeren Familienkreis, die ich nicht bezahlt bekommen habe, sondern zahlen musste.
Aber ich rede auch von 23 Jahren MKH, wo jetzt Enkelkinder und Schwiegerkinder positiv Erfahrung sammeln. Natürlich gab es in dieser Zeit eine riesige Anzahl an Kunden, aber davon will ich jetzt nichts sagen.
Meine Verantwortlichkeit als Betroffener, als Vater und jetzt als Großvater zählen hier mehr.

... ich kann den eingeschlagenen Weg der "ikaya" nur gutheißen.


 
Veröffentlicht : 17.09.2009 14:01
(@Kerstin-Harms)
Beiträge: 0
New Member
 

Hallo Ikaya,

also ich habe Dr. Wieditz als sehr guten Erklärer in Erinnerung...er hat sogar ein Buch rausgeholt und mir den Ablauf der Augen-OP gezeigt......Deine Fragen solltest Du halt gut vorbereitet haben. Ich hatte ja das Glück, mich schon vorher 6 Jahre mit MKH auseinandergesetzt zu haben und dadurch konnte ich etwas Basiswissen mitbringen. Vielleicht hat er deshalb gerne noch mehr erklärt...ich weiß es nicht. Aber Du bist bei ihm wirklich in den allerbesten Händen! Das Krankenhaus ist super, die Versorgung dort auch und die Nachsorge ist ebenfalls optimal. Ich hatte überhaupt keine Schmerzen nach der OP!

Viel Erfolg!
Kerstin


 
Veröffentlicht : 18.09.2009 20:05
(@ikaya)
Beiträge: 19
Eminent Member
Themenersteller
 

Hallo Kerstin,

danke für die Beruhigung. Ich werde mich dann nochmal ein wenig auf den letzten Termin vor der OP mit ihm vorbereiten.

Bei aller Angst wäre es natürlich toll wenn ich hinterher wenig Schmerzen hätte, da ich noch ein Baby zu versorgen habe. Aber mein Mann nimmt sich auch 2 Tage Urlaub und ich hoffe, dass ich dann nach 4 Tagen wieder alles alleine machen und mich wieder voll auf meine Kleine konzentrieren kann.

Danke und liebe Grüße!


 
Veröffentlicht : 19.09.2009 22:42
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