Es gab auch noch das riesengroße Kreuz an der Wand (Harten-? oder so ähnlich).
Die Orthoptistin hat sich sehr viel Mühe gegeben und sehr viel Zeit investiert, obwohl dort ständig ein großer Patientenandrang herrscht. Ich habe nichts gegen die Uniklinik, aber ich möchte doch gern eine zweite genauere Untersuchung bezüglich Korresp./Mikrotropie, weil die Aussage "Mein stereosehen wäre nicht so gut" mir nicht ausreicht. Mir macht große Bedenken, daß die Eingewöhnung von höheren Prismenwerten bei mir keine 2 Stunden dauert, aber die Entwöhnung mehr als 2 Wochen. Deshalb rudere ich erst einmal zurück und versuche bis zu dieser Untersuchung ohne Prismen auszukommen.
Es ist zwar nicht einfach so in der Welt herumzulaufen, aber es ist vielleicht günstiger den Urzustand wiederherzustellen vor einer Untersuchung.
Trotz der vielen Vorteile des besseren räumlichen Sehens mit den Prismen.
z.B. hatte ich mit 9 Prismen auf der Nase bei einer Autobahnfahrt ein extrem sicheres Gefühl bezüglich der Einschätzung von Geschwindigkeiten und Abstände anderer Fahrzeuge , was ich noch nie erlebt hatte.
VG Peter
Und bist du sicher, dass das bessere räumliche Sehen so bleibt? Bei mir blieb es nicht und bei Kerstin auch nicht...
Hallo marie,
Das ist ja eben das Problem, das ich befürchte. Also versuche ich erst einmal ohne Prismen auszukommen bis eine genaue Untersuchung mir bestätigt, daß kein Mikrostrabismus vorliegt. Ich bin jetzt vorsichtig geworden, seit ich dieses Forum und die vielen "Problemfälle" hier kenne. Vielen Dank nochmals an alle Moderatoren und Autoren, daß sie das hier ermöglichen und sich soviel Zeit dafür nehmen. Ist ja heutzutage nicht selbstverständlich. Man steht ja mit seinem Problem meist alleine da.
VG Peter 
hi zaungast,
was du da schreibst, könnte meine story sein. ich erkenne vieles wieder. vor allem diesen "point of no return" auf den man sich zusteuern sieht. dummerweise ist der in einer so engen kurve, dass man nicht sieht was dahinter kommt. ein haufen geld für die gläser ist auch im spiel und die mögliche op materialisiert sich immer deutlicher.
da ist auch viel persönliche mentalität im spiel. ich konnte nicht anders, als es einfach zu probieren. ich weiß nur zu gut, dass ich mich den rest meines lebens immer wieder damit beschäftigt und es am ende doch irgendwann die höheren werte ausprobiert hätte. wenn man so einer ist, tut man es (nach entsprechender bedenkzeit und informationsphase) lieber gleich. um so eher hat man den kopf wieder für schönere dinge frei.
respekt vor maries entscheidung. aber in 4 prismen schritten rumstochern alleine führt sicher nicht zum erfolg. das ist nur der anfang. man muss mit großen schritten in die richtige gegend kommen, dann werden die schritte in der feintuning phase wieder kleiner. ich habe es nach der op erlebt das reine variieren von späre, zylinder und des delta zwischen links und rechts im bereich deutlich kleiner 1 dioptrin und ein höhenprisma von 3/8 für mich den unterschied zwischen funktioniert und funktioniert nicht bedeutet.
wenn ein neuer wert auf auffälliger weise neue probleme verursacht, sollte man beginnen, sich mit dem bereich dazwischen oder kurz vor dem bisherigen wert zu beschäftigen. vertraue dabei nur auf dein eigenes empfinden und lass dir nichts einreden. wer a gesagt hat, muss auch den mut haben, nicht b zu sagen.
viele grüße,
michael
Zaungast schrieb
. Mir macht große Bedenken, daß die Eingewöhnung von höheren Prismenwerten bei mir keine 2 Stunden dauert, aber die Entwöhnung mehr als 2 Wochen. .
Und die haben nicht in Richtung Schielen untersucht oder was festgestellt?! Dann hole Dir bitte die zweite Meinung in Heidelberg.
LG
Kerstin
Hallo Peter, genauso geht es mir.
Grüsse Emil)
Hallo an Alle!
Habe bei meiner letzten Untersuchung (mit Prismenbrille) ein Stereosehen von 30 Bogensekunden bestätigt bekommen. Die Orthoptistin konnte mir meine Frage , ob bei mir ein Mikrostrabismus vorliegt, allerdings nicht beantworten. Nun meine Frage an Euch Ist es so,daß wenn Stereosehen vorliegt ein Mikrostrabismus auszuschließen ist?
Danke für Eure Antwort.
VG Peter
Hallo Peter,
die Antwort lautet NEIN. Ein Mikrostrabismus bring in der Regel subnormales Binokularsehen mit sich. Auch ich kam auf einen Stereogrenz:wink:el von 30" , wenn ich auf den subjektiven Anomalie:wink:el prismatisch korrigert war.
Und überhaupt Wer ein Spätschieler ist (also nach dem 6 - 9 Lebensmonat angefangen hat zu schielen), hat räumliches Sehen ursprünglich erlernt und das bleibt ein Leben lang im Gehirn abgespeichert und kann jederezeit wieder angeregt werden - durch Prismen z. B. Nur wer von Geburt an schielt oder einäugig sieht hat keinerlei Stereosehen. Und zwischen Stereosehen und Nicht-Sehen gibt es viele, viele Abstufungen. Auch mir sagte mal ein AA, ich hätte kein räumliches Sehen, aber das sei nicht so schlimm - ich habe aber sehr rudimentäres Stereosehen und mit Prismen wurde es besser! Aber ich finde das räumliche Sehen eh nur einen angenehmen Nebeneffekt der prismatischen Korrektion. Die Beschwerdefreiheit ist viel mehr wert. Wer kein räumliches Sehen kennt, wird es nie vermissen.
Ich finde es sehr bedauerlich, dass Du mittlerweile namhafte Adressen aufgesucht hast, und die immer noch nicht die Diagnose nach Schielen stellen bzw. ausschließen konnten. So schwer ist das doch nicht....vorausgesetzt, man kann's. Du brauchst die ganze Untersuchungspalette und cover-uncover-Test sollten die Fachleute auch beherrschen.
Na ja, Adresse in Heidelberg hatte ich Dir ja schon genannt....
Viele Grüße
Kerstin