Hallo, Jörn
ein "objektiver Wert" ist "nie" ein sicherer Wert, da er jedenfalls nicht "subjektiv", also durch die hervorragende vergleichende Kontrolle "Deiner selbst", ermittelt wurde.
Jedes objektive Messgerät hat Instrumentenfehler, wird irritiert durch kleine Pupillengröße, Reflexe, feine Trübungen und vorallem auch durch die momentane Linsenakkomodation im Auge. Messwertschwankungen um eine halbe Dioptrie sind noch als gering anzusehen. Im Zylinder und in der Achse gibt es oft unsinnige Werte. Deshalb der Visusabfall!
Objektive Messwerte helfen bei Probanten, die sehr schlecht kommunizieren können, erste Näherungswerte zu ermitteln. Die alte vorher getragene Brille bietet aber oft bessere Ausgangswerte für eine neue Messung! Als Ausnahme gilt die Skiascopie, die aber vom Untersucher eine gute Technik und Beobachtung verlangt.
Computersehteste sind reine Werbemaschinen! - Mehr nicht! (Verraten ist der, der dies zur Grundlage seiner Korrektionsbrille macht)
Beim Augenarzt gibt der objektive Messwert einen "Punktwert" in der Abrechnung. Dies ist bei der Schnelligkeit des Gerätes und der Menge der Patientengutes auf diese Weise einfach lukrativer.
Die neueren Geräte bieten gar einen integrierten "subjektiven" Feinabgleich mit an. Eine echte Augenglasbestimmung ist jedoch einem solchen Zauberkasten weit überlegen. Der Augenarzt wird nun den Punktwert der subjektiven Prüfung abhaken. Je Auge, wie objektiv, das ist doch klar! Nur mit der Durchsicht hapert es oft hinterher, verstanden?
Das habe ich verstanden, hätte es auch so formuliert, aber bei der immer noch vorherrschenden "Verbeugungsmentalität" vor Halbgöttern in Weiß wird sowas doch selten gepostet.
Daher gehe ich gern in Uni-kliniken, die frischen Ärzte sind den Dingen oft aufgeschlossener als die Ärzte, die die Verschreibung einer Brille in prozentualer Ausstattung ihrer neuer Golf-Ausrüstung sehen.
Danke für das offene Wort
Jörn