Diskussion zum Beitrag Billig-Angebot erzürnt Glas-Riesen
Als Endverbraucher stehe ich dem Engagement des Optikers selbstverständlich positiv gegenüber. Da kann ich als Kunde von der Gewinnspanne profitieren und das beim Händler und nicht bei der Großkette, die - wie ja im Artikel erwähnt - ihre Preise an anderen Seiten wieder reinholen.
Sich mit solch einem Konzern gerichtlich anzulegen, dazu gehört schon Mut. Ich bin gespannt, wie das weitergeht.
Auf der anderen macht er sicher so dem ein oder anderen Händer, der eben von dieser Preisspanne lebt, das Geschäft kaputt.
Die Begründung von Zeiss, dass deren Marke auf dem Markt somit falsch positioniert wäre, erscheint mir dürftig. Dann dürfte auch die große Kette mit "F" nicht mit dieser Marke werben.
Bleibt spannend, wie der Prozess ausgeht...
Was vermutet Ihr? Ist es nicht besser so, als wenn noch mehr Kunden zu unseriösen Internetoptikern oder großen Ketten abwandern?
Oder macht er wirklich "die Kleinen" kaputt?
Die Meinungen der Fachwelt würde mich wirklich brennend interessieren.
Kerstin
Hallo,
hier gibt es drei Aspekte rechtlicher, wirtschaftlicher und moralischer.
Rechtlich sehe ich keinen Grund, Zeiss zur Lieferung zu zwingen. Normalerweise kann jeder Anbieter einen Vertrag mit dem Abnehmer (Käufer) schließen oder nicht schließen. Ausnahmen sind in Gesetzen geregelt, zum Beispiel bei Strom- und Wasserversorgern, Verkehrsbetrieben...
Wirtschaftlich und moralisch folgt morgen, weil ich gerade aus dem Zimmer vertrieben werde.
Iuser schrieb
Wirtschaftlich und moralisch folgt morgen, weil ich gerade aus dem Zimmer vertrieben werde.
Hallo luser,
Du verstehst es, Spannung zu erzeugen
Ich persönlich verstehe Zeiss nicht. Sie hätten doch einen enormen Absatz gemacht bzw. würden sicher gut verkaufen. So haben sie eine schlechte Presse. Keine sehr schlaue Firmenpolitik, meiner Meinung nach.
Gruß
Jan
Zeiss macht eine "unverbindliche Preisempfehlung", Herr Schlemmer macht einen anderen Preis. Nun soll er dafür bestraft werden. Was ist dann an der Preisempfehlung "unverbindlich"?
So, jetzt bin ich wieder da (wollte nicht die Spannung erzeugen, sondern wurde wirklich vertrieben),
vorab unverbindliche Preisempfehlung bedeutet, dass man auf jeden Fall von dieser Empfehlung abweichen darf. Aber wenn der Händler zu viel abweicht, könnte es zu Unstimmigkeiten zwischen ihm und dem Hersteller kommen.
wirtschaftlich Zeiss ist eine Premiummarke. Das bedeutet, sie hat Image zu verlieren. Der Hersteller möchte das nicht. Zeiss-Firma hat für seine Gläser diese Marketingstrategie ausgewählt. Es ist auch bekannt, dass manche Premiummarken nicht bei Aldi angeboten werden, obwohl die Hersteller damit auf den Teil des Umsatzes verzichten. Aber wenn die Marketingstrategie geändert wird, könnte es langfristig schlecher sein, weil die Kunden vielleicht die Marke für eine Billigmarke halten würden.
@Jan schlechte Presse ist was anderes. Es gibt eben Situationen, in denen jede Entscheidung irgenwelche negativen Folgen hat.
moralisch Ich verstehe auch nicht, warum Fielmann die Zeiss-Gläser günstig verkauft und die kleine Optikerkette nicht beliefert werden soll. Aber mir ist unbekannt, wie billig diese Kette Zeiss-Gläser verkaufen will.
Es ist normal, dass günstige Angebote den normalen Optikern Konkurrenz machen. Normale Optiker müssen sich von den Ketten aus der Sicht der Kunden abgrenzen. Ist ja klar Wer den Unterschied nur beim Preis merkt, kauft meistens günstiger.
Hallo,
ja, günstige oder billige Gläser sind selbstverständlich gut für den Kunden.
Nur leider stelle ich immer wieder fest, dass durch Werbung und "Supertollegünstige Angebote" vergessen wird, dass es sich bei einer "Ich-brauche-ja-nur-eine-Brille" um ein medizinisches Nebenprodukt handelt und der Optiker noch immer ein medizinischer Nebenberuf ist!
Bei einem Optiker bezahlt der Kunde nur die Gläser und die Fassung. Der Aufpreis der zum EK kommt, deckt die Personalkosten, Miete, Nebenkosten, Anschaffung, Abschreibung, etc.
Eine Refraktionseinheit ist mit einem Auto mit Supersonderausstattung der Oberklasse zu vergleichen. Der Schleifautomat mit den dazugehörigen Periferiegeräten entspricht einem sehr gut ausgestatteten Kleinwagen. Als Werkzeug, PC und sonstigen Geräten kommt mind. noch einmal ein Kleinwagen zusammen.
Der Glaspreis der Hersteller mit dem "unverbindlichen Verkaufspreis" berücksichtigt dies.
Sollte nun ein Optiker oder eine Kleine Kette diesen Preis deutlich unterschreiten, so kann er seine Kosten nicht decken. Da die Geräte, ob Leasing oder nicht, ihren Wert haben, kann ich also nur beim Personal einsparen, wenn ich solche Preise mache.
Jetzt mal Hand aufs Herz, wenn mein Arbeitgeber nur den Mindestlohn oder teilweise gar weniger, warum sollte ich volle Leistung bringen? Also mache ich doch nur ebenso meine Mindestanforderung. Dies wird immer zu Lasten der Beratungsqualität gehen und das führt u.U. zur falschen Beratung. Dies wiederum führt zur Kundenunzufriedenheit und damit, dass die Kunden ausbleiben und letztendlich das aus eines Optikers, ob Traditioneller oder Filialist.
Bevor jetzt Beschwerdebriefe geschrieben werden, ich will nicht sagen, dass alle Optiker so denken, aber so denkt man als Mensch. Ich habe viele Optiker in meiner laufbahn kennengelernt, die in diesem Beruf aufgehen und die Kunden mehr als zufrieden stellen. Viele machen sich Gedanken um spezielle Wünsche zu erfüllen, wie z.B. Snookerbrillen, Brillen für Orchestermusiker, für Tüvprüfer, etc. Sie bilden sich weiter, trotz schlechter Löhne.
Die Ausbildung des Optikers gehört sicherlich zu den Schwierigsten und Interessantesten. Als Optiker können wir nicht nur einfach Sehbehelfe konstruieren oder herstellen, wir sind auch in der Lage, schwer Sehbehinderten Menschen die Lesefähigkeit wiederzugeben, was wiederum bedeutet mehr Lebensqualität.
Und deswegen sollten die Preise stabil bleiben! Klar dass ein Filialist günstiger sein kann, weil er in Masse einkauft. Aber der Traditionelle ist oft flexibler, weil er nicht an Preisstaffelungen gebunden ist und auch Sondergläser bestellen und anfertigen lassen kann. Und nur bei einer Preisstabilität können beide nebeneinander existieren.
Und noch etwas einfach einmal zur Info
Vor der Gesundheitsreform, also bis 31.12.2003 gab es keine nennenswerten arbeitslosen Augenoptiker in Deutschland (viell. ca. 50-100). Als die Reform bekannt wurde, gingen alle zum Optiker um noch schnell einmal den Kassenbeitrag für eine neue Brille mitzunehmen. Diese Beträge waren natürlich beachtlich, sie lagen zwischen € 6,54 - € 45,- je Glas (Einstärken bis Gleitsicht).
Ab Jan. 2004 kam es zu einem enormen Einbruch in der Oprikerbranche, weil alle ja schon Brillen hatte. Es kam zur Kurzarbeit und Entlassungen, da keine Einnahmen mehr zu verzeichnen waren. Das führte zu einer Arbeitslosenzahl der Optiker von 4.500 und mehr!
Daher fürchte ich, dass wenn ein Optiker im Rahmen von Guerillia-Marketing ein Preisdumping einführt, dass sich diese Zahl erhöhen wird und der Kunde u.U. tatsächlich nur eine Brille nach Preis-Leistungs-Verhältnis bekommt aber unzufrieden ist, da sie nicht seinen Bedürfnissen entspricht.
Kleine Ursache große Wirkung!
Mobbel
Jan22 schrieb
Ich persönlich verstehe Zeiss nicht. Sie hätten doch einen enormen Absatz gemacht bzw. würden sicher gut verkaufen. So haben sie eine schlechte Presse. Keine sehr schlaue Firmenpolitik, meiner Meinung nach.
Gruß
Jan
Ich versteh Zeiss SEHR gut.. und jeder andere Augenoptiker auch.
Diese besagte Nürnberger "Kette" Verramscht die Gläser.
Der Preis dieser Gläser ist quasi nur EK + 16% MwSt.
Und diese "Kette" hat nur ein paar läden, und dieses "Marketing" hat die ganze Branche aufgeschreckt.
Ausserdem handelt ZEISS nicht mit Dir, oder irgendeinem ENDkunden, sondern mit uns Augenoptiker.
Wenn zeiss sich nicht so deutlich gegen diese Firma, und deren Chef gestellt hätte, hätte ich echt ein Problem Zeiss zu verkaufen und würde das auch soweit ablehnen wie es geht(Zeiss hat nur noch wenig einzigartige Produkte..). Um es mal direkt auf den Punkt gebracht zu haben.
Ich will hier nichts über die Qualität sagen (die wirklich exzellent ist) !!!!!!!!!
mein vorschreiber (der Mobbel) hat es eigentlich ganz nett begründet, wie normale Preise zustandekommen....
Wie kann ich als Optiker sagen bei mir kosten die gläser das doppelte (eigentlich sogar noch mehr), wenn dieser eine Optiker sich seinen Laden mit dieser Aktion gegen die Wand setzt? (Weil, da sind wir uns glaub ich alle einig, wie will er seine Marche machen? Durch etuis??? Einschleifgebühren von 300 €??)
Ich hoffe mal das ich noch etwas die optiker Perspektive hier geben konnte....
Grüße...
Hallo alle zusammen!
Man sieht hier mal wieder wie "kurzsichtig" die Leute, genauer der "Endverbraucher" denkt. Diese seit geraumer Zeit in Deutschland kursierende "Geiz-ist-geil"-Mentalität wird uns in naher Zukunft massive Probleme bringen. In vielen Städten Deutschlands (mal abgesehen von Köln, Hamburg, Düsseldorf und München) beschweren sich immer mehr Einwohner über die nachlassende Qualität der Einzelhandelsgeschäfte und der zunehmenden Ketten-Überflutung in den Fußgängerzonen. Ein Aufschrei geht durch die örtlichen Pressen, wenn wieder mal ein alteingessenes Fachgeschäft, egal welcher Art" seine Türen für immer schließt. Aber warum machen viele zu? Weil die Leute dort nicht einkaufen gehen, nur weil es teurer ist, als in einer Filiale einer großen Kette. Und seien es nur 3 oder 4 Euro, egal, bei den Ketten wird gekauft. aber sich dann beschweren, daß die Fußgängerzonen in allen Städten gleich sind.
Dies gilt nicht nur alleine auf die Optik bezogen, sondern ist ohne Probleme auf jegliche Branchen zu beziehen.
Aber mal ein Beispiel aus der Optik. Kunden, die seit 5 oder 6 Jahren die gleiche Brille auf der Nase haben und dann irgendwann mal reinkommen, weil ein Bügelende kaputt ist, für welches sie dann vielleicht 2 Euro oder so zahlen müssen, beschweren sich lautstark, warum man so etwas bezahlen muß, was das doch für ein schlechter Service wär, etc. Aber genau diese Kunden bezahlen ohne mit der Wimper zu zucken bei einer Autoinspektion für irgendwelche unscheinbaren Gummidichtungen 2 Euro.
Ein jeder sollte sich mal hinterfragen, wie er einkaufen geht. Immer nur zu den Ketten rennen, auf Service verzichten, nur zu. Wir sehen gerade nur zu gut an Massenentlassungen wie Telekom oder BenQ, wohin das führt. Und dann sind alle entsetzt über Massenentlassungen, wie die Firmen nur so unsozial sein können.
Was das mit Zeiss zu tun hat? Zeiss verteidigt sein Image, Zeiss wehrt sich gegen eine "Verramschung" seiner Produkte. Zeiss weiß das Service und Qualität Ihren Preis haben muß. Fielmann bietet zwar Zeiss Gläser billiger an,aber bei weitem nicht für EK +MwSt. Die bekommen beim Einkauf nur einen höheren Rabatt als Traddis aufgrund der Einkaufsmenge, nur glaubt mir, Zeiss hat auch bei Fielmann ein waches Auge darauf, das die Gläser nicht zu billig wegkommen.
In diesem Sinne
Roman
Guten Morgen, was bedeutet "EK"?
Hi Jogger,
das sind harte aber wahre Worte!
Ich kenne mich zwar im Bereich Optik nur ganz begrenzt aus, aber wie Du schon sagtest, dieses Beispiel läßt sich auf fast alle Bereiche projizieren.
Und "Brille" wird nie mit "Auto" vergleichbar sein...dazu fehlt diesem Objekt ein wichtiges "Gut"....der Charakter eines Statussymbols.
Da kann noch so fett am Bügel Prada, Dolce& Gabbana, Gucci, Chanel...(und wie die alle heißen mögen) stehen....und die Marketingabteilungen der Herstellerfirmen noch so viele Klimmzüge unternehmen, dat wird nix.
Und wie heißt es zum eigentlichen Thema kommend so schön
Wer Rabatte freiwillig einräumt hat es entweder nötig oder sie schon vorher draufgeschlagen; wie es z.B. die Küchenfuzzies mit ihren gefakten 3-5 Preislisten schon seit Jahrzehnten ganz geschickt praktizieren.
Die rosigen Zeiten, in denen sich die Optiker dumm und dämlich verdient haben, gehen eben langsam aber sicher dem Ende zu.
Und warum soll der Kelch des starken Verdrängungswettbewerbes an dieser/Eurer Einzelhandelssparte vorbeiziehen?
Da gibt es viele Sparten, die schon viel früher u. zu Zeiten als der Optiker-Kleinunternehmer noch jeden Nachmittag mit seinem dicken Mercedes zu seinem noch dickeren Segelboot gefahren ist, haben Federn lassen müssen.
Aber das ist ein anderes Thema...!
Iuser schrieb
Guten Morgen, was bedeutet "EK"?
Einkaufspreis...entsprechend bedeutet VK = Verkaufspreis.
Ich finde die Kritik unfair!
Ich wollte z.B. einen Ranzen kaufen einer bestimmten Spielzeugfirma mit L.
Ich bin mir die Hacken abgelatscht und gefahren und sogar im sündhaft teuren Taschenladen hat man mir nur gesagt Nö, mit Ranzen machen wir gar nicht mehr". Bei R. hat man versucht, mir das Vorjahresmodell unterzujubeln, obwohl ich ausdrücklich nach was anderem verlangt habe.
Sorry, am Ende MUSSTE ich im Netz kaufen. Und ich war es auch leid.
Der Handel stirbt nicht an "Geiz-ist-geil" sondern am mangelndem Service.
Ich habe meine Kamera z.B. beim kleinen Händler gekauft, die war da auch nicht teurer. Man muß nur mehr gucken und vergleiben. die Kunden von Schle Das ist nun vermutlich genau so verwerflich, wie wenn ich bei Schlimmer-Optik kaufen würde...Jogger fordert dass die Leute zum Traddi gehen sollen, aber Preise vergleichen dürfen sie nicht...Die Leute die bei Schlemmer kaufen gehen zum TRADDI! Kann man ihnen das verübeln, wenn sie günstig kaufen wollen und sich Qualtät wünschen?
Wenn ich die Vergünstigungen von ALG-II-Empfängern abziehe, verdiene ich auch nicht mehr. Und ich bin noch so doof, mich in irgendwelchen Elternräten etc. zu engagieren und das alles auf meine Kosten (Sprit, Druckertinte etc.). Ich muß Klassenfahrten komplett selber bezahlen und auch Schülbücher, Mittagessen, offene Ganztagsschule etc...
Wer an mein sauer verdientes Geld will, muß dafür Leistung bringen, sonst kauf ich billig. Ganz einfach. Ich bin gerne bereit, für Service zu zahlen. Auch mehr zu zahlen. ich finde das auch doof, wenn der ganze Fachhandel stirbt. Aber ich strafe ab, wo ich unzufrieden bin. Und wenn mir ein Traddi gute Preise und eine gute Marke bietet, dann gehe ich hin. Und eben nicht zur Kette. Wem kann man das vorwerfen?
Ja, "Geiz ist geil", denn das Geld in den Töpfen der Leute wird nicht mehr. immer wird gemeckert, dass die Leute nicht mehr so viel zahlen wollen. Nur der Verdienst wird immer weniger. Bzw. die Preise steigen, aber das Geld wird nicht mehr. Da MUSS man gucken was geht!
Ich kann doch als Endverbraucher nicht sagen Oh, bei Schlemmer sind die Zeissgläser billig. Da geh ich aber besser jetzt zu Jogger-Optik damit man mir am Ende keine Geiz-ist-Geil-Mentalität vorwirft oder mich als kurzsichten Endverbraucher bezeichnet...
Sorry, mir mißfällt die Wortwahl. Da gehe ich dann lieber in der Anonymität von F. unter und hau ordentlich auf die Kacke wenn der Laden voll ist und ich unzufrieden bin...
Hallo!
Ich kann Kerstin zu dem Thema nur uneingeschränkt zustimmen. Wenn ich mir die Preise im Allgemeinen im Handel anschaue und dann auch nochmal vergleiche mit anderen Anbietern, komme ich mir tatsächlich ziemlich verarscht (sorry) vor, und zwar auf zweierlei Art.
Zum einen sind die Durchschnittspreise an sich schon nicht gerechtfertigt. Ich habe gestern für ein Make Up 35 Euro bezahlt. Ich kann mich nicht erinnern, für dieses Make Up zu DM-Zeiten 70 Mark bezahlt zu haben. Maximalst 40. Komisch, ne? Gute Schuhe haben vor Euro noch 200 DM gekostet, jetzt kosten sie 200 €. Wenn man Glück hat. Seltsamerweise hat sich die Zahl auf meinem Kontoauszug halbiert, sie wächst auch nicht beim Hinstarren.
Kann mir hier irgendeiner erklären, warum die Dinge jetzt doppelt so teuer sind, ohne doppelt wertiger geworden zu sein?
Und wenn ich mir dann - vor diesem eh schon frustrierenden Hintergrund - die Preisunterschiede für die gleiche Ware bei unterschiedlichen Händlern ansehe, kann ich nur noch staunen.
Wie soll ich als Kunde denn bitte wissen, ob der Billige nun zu billig oder der Teure einfach zu teuer ist? Wer ist der Böse, und wer der Gute???
Wobei nach einem Blick in mein Portemonnaie ist die Beantwortung dieser Frage dann, rein praktisch, für mich als Kundin schon wieder überflüssig. Wenn ich Gläser für den halben Preis bekomme, nehme ich sie dankend an.
Ich würde fürchterlich gerne ausschließlich in kleinen, guten Läden kaufen, weltmännisch und in Bewußtsein meiner dadurch gesteigerten Lebensqualität zu "meinem" Optiker, Schuhladen, Fleischer etc. schlendern, mich da mit Namen begrüßen lassen und es ganz ganz toll finden, wie sehr ich mich doch vom Strom der Supermarktlemminge unterscheide.
Alles pure Utopie. Dem Bild, lieber Jogger, das du da beschreibst, wird nur noch der gerecht, der sich um Kohle nicht allzuviele Gedanken machen muß. Und die Leute kann man heutzutage suchen.
PS Ich fahre weder ein dickes Auto noch habe ich einen Plasmafernseher, auf meinen T-Shirts steht auch nicht fett Prada drauf. Nur für den Fall, dass hier einer auf die Idee kommt, ich könnte mein Geld ja "bewußter" ausgeben. Auch sind wir kein Abhängerhaushalt, der rummotzt und nix macht.
Ich will zu dieser Diskussion nur ein paar Sachen sagen
" Wer billg kauft, kauft zweimal. "
Brille = Gläser + Fassung + Dienstleistung (Refraktion!Zentrierung!Montage!)
Und noch was Jack
Wir sind KEINE "Einzelhandelssparte".
HALBfertigprodukt Brille! (um beim Kerngeschäft zu bleiben)
OHNE unser KnowHow, Könnt Ihr nichts sehn!
KnowHOW kostet euch Geld.
Nicht die Gläser oder die Fassung ist "so" teuer, SONDERN qualifizierte und hochwertige Serviceleistung!!!!!!!! Also "eure" Optiker....
Das kostet euch das Geld!
Wenn Ihr das nicht wollt, ist es euer Ding. Die meisten Kunden eines guten Tradis, gehen schonmal fremd, aber die wissen danach auch warum es bei mir mehr kostet!!!!
Wenn ihr die fertigen Brillen von der wand nehmen könntet, würden die nur ein paar euro kosten... (siehe fertiglesehilfen)
Wollt Ihr dass????
Mahlzeit!
FaBBer
Tja...der Euro und die Preissteigerung.
Es war im Jahr 1994, als ich mal wieder eine neue Brille brauchte, weil sich die Stärke verändert hatte.
Haben mich damals gute Brillen mit guten Gläsern so um die 300,- DM gekostet, kostet mich das Gleiche heute 250,- €.
(Nein, nicht bei einer Kette.)
Ja, klar.....ist gut 10 Jahre her.
Aber ich bin echt fast hinten über gefallen, als ich im März diesen Jahres nach vielen Jahren mal wieder eine neue Brille kaufte.
Bei Autoreifen schaue ich, wo ich gute Reifen günstig bekomme. Und das geht auch über meinen Autohändler um die Ecke. Es müssen nicht immer die teuersten reifen von bridgestone oder sonstwas sein, die er da liegen hat. ABER Man muss immer selbst nachfragen.
So auch beim Optiker.
Und wenn das mit den Preisen so weitergeht, werden noch viel mehr von den hiesigen Geschäftsleuten beim LIDL einkaufen.
Denn es geht finanziell überall bergab.
traurige Grüße
Nicole
Es ist immer wieder eine Frage der Qualität.
Gläser, die es schon vor 10 Jahren gab, sind mit den heutigen meist nicht mehr vergleichbar. Die Entwicklung neuer Materialien und Flächendesigns ist wahnsinnig schnell, so daß es meist nur scheint, daß alles teurer wird.
Wenn ich Aufträge von vor 8 oder 9 Jahren nehme und die exakt gleichen Gläser neu berechne, sind da nur die üblichen 3% Preissteigerungen pro Jahr feststellbar, oft sind die "alten" Gläser sogar preiswerter geworden.
Zum Thema Qualität
Wenn in Süddeutschland ein Mitarbeiter eines bekannten Konzernes das Brillenglas aus der asiatischen Glastüte nimmt und in eine deutsche Glastüte steckt, verändert sich die Qualität nicht >>> der Preis aber sehr wohl !
Die nicht nachvollziehbaren Mengenrabatte sind das eigentliche Problem.
Wenn man denn die "alten" Sachen noch bekommt, mag das sein.
Oft ist es aber so, dass alles "besser" und damit auch teurer wird.
Will ich mir heute ein neues Auto kaufen (gleiches Modell, wie ich es habe), komme ich kaum noch an Klimaanlage, elektrischen Fensterhebern, Fernbedienung der Zentralverriegelung, usw. vorbei.
Hat mein altes Auto alles nicht - aber ich bekomme keinen Neuwagen mehr in der Ausstattung meines alten Autos. Auch wenn ich diesen ganzen Schickimicki nicht haben will, muss ich es doch bezahlen. 
(Abgesehen davon, das ich mir einen Neuwagen so oder so nicht leisten könnte.)
lg
Nicole
borckmann schrieb
Zum Thema Qualität
Wenn in Süddeutschland ein Mitarbeiter eines bekannten Konzernes das Brillenglas aus der asiatischen Glastüte nimmt und in eine deutsche Glastüte steckt, verändert sich die Qualität nicht >>> der Preis aber sehr wohl !Die nicht nachvollziehbaren Mengenrabatte sind das eigentliche Problem.
Wenn DU oder Ich Handelsware einkaufen ändert sich auch der Preis!
Oder verschenkst du was???
Verstehe den Sinn deines Post leider nicht.
Und Mengenrabatte sind kein Problem, ist nur Kundenbindung....
Je mehr Umsatz ich dort mach, desto mehr Rabatt..
Mach ich viel umsatz= viel Rabatt....
Da kann es schon sein, das manch einer gewisse Pflegemittel so verkauft, wie sie ein andere einkauft!
Bei sowas hilft nur eins die Marke rauswerfen, und die Firma das wissen lassen.
Es gibt genug gleichwertige oder auch besser Produkte die nicht "Verramscher" haben oder verkaufen....
Du kannst nicht JA zu deinem Rabatt sagen, und ihn nehmen, aber sagen ein andere darf aber nicht mehr bekommen!!!! Geht doch nicht...
Grüße...
FaBBer
FaBBer schrieb
Nicht die Gläser oder die Fassung ist "so" teuer, SONDERN qualifizierte und hochwertige Serviceleistung!!!!!!!! Also "eure" Optiker....
Hier wird bisweilen suggeriert, der teurere Optiker sei der bessere, weil es ja noch die Qualifikation drumrum zu bezahlen gilt. In meinem Fall war der bisher beste und qualifizierteste Optiker komischerweise auch der günstigste. Dann frage ich mich doch als Kundin, wie das kommt. Und da denke ich, der[/i ]hat es wegen seiner Kompetenz und des darauf gegründeten Zulaufs an Kunden nicht nötig, die Leute abzuzocken.
Diese Diskussion wird zu nichts führen. Aber ich wehre mich dagegen als Konsumentin negativ bewertet zu werden, nur weil ich nicht auf diese "was teuer ist muß auch gut sein"-Masche reinfalle.
LG...