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Billig-Angebot erzürnt Glas-Riesen

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(@KerstinEP)
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Ist das denn nicht dann auch ein toller Service, wenn Schlemmer einen großen Batzen seines Rabattes an den Kunden weitergibt?
Kauft der Schlemmerkunde auch zwei mal, weil sein Zeiss-Glas billig war?

Ich finde, der Satz stimmt nur sehr grenzwertig. Bei Discounter-Schuhen geb ich recht, aber ich kaufe z.B. T-Shirts, Unterwäsche, Gummistiefel etc... für mein Kind immer billig. Die beste Qualität hat Aldi. Und ich kaufe seltenst 2 mal. 2 mal kaufen ist mir auch schon bei teuren Sandalen passiert.

Und ausgesprochen freundlich bin ich auch schon bei F. bedient worden. Eine Freundin von mir hat dort mal gearbeitet. Nun ist sie in einem kleinen Familienunternehmen. Ob das kleine Unternehmen DAS verkraftet *ironieon*?

Aber es stimmt, dass die KLeinen mehr kämpfen müssen. Es IST unfair, was ein Geschäftsmann heute an Nebenkosten (STeuern, Abgaben, Mieten, Personal etc... hat). Ich arbeite selber in der ARbeitsvermittlung und war auch mal selbstständig. Man kann den ARbeitgebern letztendlich auch nicht die Schuld für die Misere geben, dass kaum mehr eingestellt wird. Das ist ein viel größeres Politikum nur werden sowohl Arbeitgeber wie auch Endverbraucher oft als die Sündenböcke hingestellt. Nur glaube ich, sie sind es beide nicht.
Und ich denke, just diese Not hat Schlemmer versucht für sich positiv zu gestalten. Und ich finde, er hat nix Verbotenes getan. Meine persönliche MEinung dazu ist, dass Zeiss sich hier sehr kleinlich zeigt. Mir als Endverbraucher ist das jedenfalls äußerst unsympatisch und wenn mir ein Optiker 2 Gläser gleicher Qualität anbietet (und da vertrau ich auch auf seinen Rat), dann werde ich solch eine Sache im Hinterkopf haben und erst mal auf das Nicht-Zeiss-Glas zurückgreifen. Sogar dann, wenn es 10€ mehr kostet.

Denn ich bezahle Service und was Zeiss hier macht gehört für mich leider nicht dazu...


 
Veröffentlicht : 28.10.2006 07:55
(@ohne-konto)
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Guten Morgen!

@Jogger Köln, Düsseldorf etc??? Ich wohne nun seit fast einem Jahr hier in Köln und bin entsetzlich enttäuscht von der Innenstadt. Da reiht sich ein großes Haus ans andere, auch hier sieht die FuZo aus wie überall. Die Mieten der Bestlage können sich doch nur die Großen leisten. Kleine, individuelle Geschäfte findet man nur in Szenevierteln, die gerade total angesagt sind. Und die kennt man nur als Einwohner, nicht als Einkaufstourist. Die Mietpreise machen die Innenstadtgestaltung aus. Ein Kaffee gibt es auf der Hohe Strasse nicht, denn wiviele Capuccino soll man denn verkaufen, um auch nur die Miete wieder reinzubekommen? Wer macht eigentlich die Mietpreise, die Städte? (grübel) Die Preise wird sich auch ein tonnenweise verkaufender Einzelhändler, egal ob Optiker oder sonstwas, nicht leisten können.

Zeiss versucht etwas, was dem klassischen Marketing entspricht den Preis hoch halten um die Marke zu schützen. Die Modemarke Gucci hat das Spiel schon hinter sich. In den 50ern und 60ern DAS Luxuslabel, dann haben sie den Fehler gemacht Konzessionen zu vergeben für billiges Zeug, das es an jeder Straßenecke zu kaufen gab. Das Ergebnis die Marke war fast pleite, und man konnte Gucci auf jedem Trödelmarkt kaufen. In den 90ern erst der totale Rückzug und dann das Comeback mit kleiner Kollektion und hohen Preisen. Jetzt ist Gucci wieder Kult. So rettet man einen Namen hohe Preise und schlechte Verfügbarkeit.

Aber ist Zeiss Gucci? Zeiss ist doch spätestens seit Fielmann der Volkswagen unter den Brillengläsern. Da ist nix mehr mit Merzedes. Die Klasse haben sie vor Jahren schon aufgegeben, und jetzt versuchen sie mit diesem Zug zu retten, was noch zu retten ist.
Und ein Brillenglas als Luxusgut? Gläser sind teuer, und sowohl ein gutes Glas als auch eine gute Beratung sind notwendig für gutes Sehen. Aber wenn ich es kaufe, pocht mein Herz nicht vor Begeisterung. Wenn ich jedoch mit der langersehnten Tasche von xy (Digicam, etc.... eben was man schon immer unbedingt haben wollte;) Lächelt an der Kasse stehe, schnellt mein Puls hoch. Was ich damit sagen will die versuchen mit einer für high-class Marken typischen Marktstrategie eine Marke zu retten, die eigentlich keine mehr ist. Es war selbst mir als ausschließlicher Kontaktlinsenträgern bekannt, dass Zeiss nicht mehr das ist, was es mal war.

Was Zeiss da versucht, kommt zu spät, und wirkt deshalb leicht lächerlich. Das was da grad mit der UVP geschieht ist ein Teilakt des Endes einer großen Marke.

LG...


 
Veröffentlicht : 28.10.2006 09:22
(@borckmann)
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Kerstin - Du hast recht, wenn du dich über die weitergegebenen Rabatte freust.

Das Problem ist hier ja nicht der einzelne Optiker, sondern die MARKEN-Hersteller mit ihren absolut irrationalen Mengenrabatten.

Wenn ein Optiker dir ZEISS- bzw. RODENSTOCK-Gläser verkauft, muss er dieses Produkt selbstverständlich auch liefern - alles andere ist BETRUG !

Wenn ein MARKEN-Hersteller ein in Fernost gefertigtes Glas in Deutschland "umtütet" ist das leider erlaubt.

Dieses Glas aber als "Made in Germany" mit einem saftigen Aufschlag zu verkaufen ist moralisch aber trotzdem eine ...... Teuflisch


 
Veröffentlicht : 28.10.2006 10:07
(@KerstinEP)
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Themenersteller
 

Das stimmt Borckmann.

Und Wölkchen unterschreib ich.

Ich fänd es auch nur fair, wenn der kleine Traddi schlichtweg die gleichen Konditionen hat, wie die große Kette.

Was die Innenstädte betrifft Die sterben aus. Wenn ich mir z.,B. die Einkaufsmöglichkeiten zwischen Köln und Frechen ansehe...toll!

Mein Schilddrüsenarzt ist um die Ecke und ich habe in 100m Abstand Aldi, Plus, Makromarkt, Möbel-P., Mc. Donalds, toys etc...Wozu da noch in die STadt fahren, wo ich allein schon in der Tiefgarage das bezahle, wovon ich auf der Feldshoppingmeile noch Kaffee trinke?

Es ist genau so wie Agnes sagt. Wer kann sich schon eine Kaffeebude in der Innenstadt leisten. Im Osten ist es noch schlimmer. Da wurden die Einkaufsparks auf den Acker gestampft und die Innenstädt gingen erst mal erst recht ein.

Und das wird sich auch nciht ändern fürchte ich. Für mich ist auch wichtig, dass ich nicht mit dem Einkauf noch durch die halbe STadt rennen muß. Als kurzsichter Endverbraucher mit schmaler Geldbörse kauf ich billig. Und ich kaufe nur einmal. Dafür leiste ich mir den Luxus (und das IST Luxus), relativ oft und viel meine Optiker zu beglücken. Dafür sieht mich aber auch ein Friseur nur einmal im Jahr. Da bin ich dann auch der kurzsichtige Endverbraucher, der nicht mehr bereit ist für seine Haarpflege und den Kopfmassage-Service und die Superpflegepackung irre Preise zu bezahlen...


 
Veröffentlicht : 28.10.2006 13:37
(@Jan22)
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Betrachtet man den gesamten Prozess, so nimmt England Deutschland hier gegenüber eine Vorreiterrolle ein, wie in so vielem. Man findet hier kaum mehr kleine Einzelhandelsgeschäfte. Alles wird mit Ketten abgedeckt, Billigramsch. In der malerischen Kleinstadt, in der ich lebe, gibt es noch genau eine (!) Teestube, und das auch nur, weil viele Touristen vorbeikommen. Es war richtiggehend schwierig für mich, einen normalen Optikerladen zu finden, der nicht einer Kette angehört und wenigstens ein bißchen Service bietet. Ab und zu mal macht in einer nicht so renommierten Gegend mal ein kleiner Laden auf, Bäcker oder Lederwaren, auch mal ein Optiker, aber die gehen in der Regel nach spätestens einem halben Jahr pleite.
Ich denke, genau das erwartet uns leider auch in Deutschland.

Das mit den asiatischen Gläsern in deutschen Tüten finde ich schlechtweg kriminell, ganz egal was die Rechtsprechung sagt. Teuflisch


 
Veröffentlicht : 28.10.2006 15:50
(@Alexander-Beck)
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Hallo allerseits,

meiner Meinung nach hat die Ausbildung eine entscheidende Rolle auf den deutschen Optik-Markt.

NIRGENDWO weltweit habt Ihr solch eine gute Versorgung wie in Deutschland.
Nirgendwo weltweit habt ihr dieses hochqualifizierte Ausbildung.
Selbst bei Ketten, wo man allgemein vermuten würde da geht es ungenau oder mit wenig service zu, der irrt.
Der Kunde ist das gewöhnt.

Jan22, du sagtest selber, du musstet länger nach einem guten Augenoptiker suchen..
Das beruhigt. Du bist kein einzelfall...
Solange dass noch so ist, hab ich keine Angst davor in der Filialisierung unter zu gehn.

Und nochmal zu euch Konsumenten und Zeiss.
Ich glaube euch ist die Problematik nicht bewusst.
Wenn ein Handwerker etwas verkauft, wo er mindestens 200 - 300 € VERLUST!!!! macht, dann geht er dabei kaputt.
Das seht Ihr natürlich nicht, Hauptsache billig. Klar, ihr könnt da kein Feingefühl haben, weil ihr das nicht kalkulieren könnt (wir optiker können das..).
Bevor ein Augenoptiker euch zeiss verkauft, kauft er es erst selber ein. (vereinfacht gesagt..)
Wenn das bei Schlemmer so weiter geht, werden wir einfach kein Zeiss mehr kaufen.
DESHALB ist Zeiss dahinter her, ob seine Gläser so verramscht werden.

Schönens Wochenende euch...

FaBBer


 
Veröffentlicht : 28.10.2006 16:31
(@ohne-konto)
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KerstinEP schrieb

Es IST unfair, was ein Geschäftsmann heute an Nebenkosten (STeuern, Abgaben, Mieten, Personal etc...) hat.

Hallo nochmal,
Steuern vom Einkommen sind normalerweise nicht dazu da, jemanden in den Verlust zu treiben. Sie fallen bei ordnungsgemäßen Abläufen nur dann an, wenn der Geschäftsmann (Unternehmer oder Selbständiger) genug Gewinn hat. Ansonsten bin ich mit Wölkchen einverstanden. Wer was richtig oder falsch macht, kann man nicht einfach beurteilen. Es gibt nicht nur "gut" und "schlecht".
Asiatische Gläser als "Made in Germany" zu verkaufen dürfte nur unter bestimmten Bedingungen erlaubt sein, sonst ist das Betrug, ob von Zeiss oder vom Optiker.


 
Veröffentlicht : 28.10.2006 20:51
(@ohne-konto)
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FaBBer schrieb

meiner Meinung nach hat die Ausbildung eine entscheidende Rolle auf den deutschen Optik-Markt.

Was hat das denn mit der Diskussion um eine Abweichung von der UVP zu tun? Nix.

Wenn ein Handwerker etwas verkauft, wo er mindestens 200 - 300 € VERLUST!!!! macht, dann geht er dabei kaputt.

FaBBer, entschuldige bitte glaubst du wirklich, Schlemmer hat die Aktion nicht kalkuliert? Der ist doch nicht doof, ganz im Gegenteil. Wie du schon schreibst, sind Optiker nicht nur Handwerker sondern auch Geschäftsleute. Glaub mir, der kann rechnen.
Ich habe hier eher das Gefühl, du hängst an dem Status vergangener Zeiten. Aufwachen!!!

Das seht Ihr natürlich nicht, Hauptsache billig. Klar, ihr könnt da kein Feingefühl haben, weil ihr das nicht kalkulieren könnt (wir optiker können das..).

Diese Aussage von dir ist eine Frechheit und dermaßen überheblich, dass mir schlecht wird. Du hälst dich ja für besonders clever, was?Teuflisch


 
Veröffentlicht : 28.10.2006 21:58
(@Alexander-Beck)
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Bitte Wölkchen, nicht böse sein, ich bezog das auf das Verhälnis zwischen EK und VK.
Nachdem ich sehrwohl nachvollziehen kann welchen EK der Schlemmer hat, weiß ich auch das er da nicht dran "gewinnen" kann.
Wäre das so, wäre es wirklich eine FRECHHEIT, wenn normale Optiker für die gläser nämlich das Doppelte nehmen. Was auch noch unter dem UVP liegt.
Das ist der Punkt.

Ich wollt dir net auf den "Schlipps" tretten.

Schönen Abend noch.


 
Veröffentlicht : 28.10.2006 22:24
(@KerstinEP)
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Themenersteller
 

Sie fallen bei ordnungsgemäßen Abläufen nur dann an, wenn der Geschäftsmann (Unternehmer oder Selbständiger) genug Gewinn hat.

So ein Quatsch. Steuern fallen doch nicht nach ausreichendem Gewinn an. Die fallen erst mal immer an. Mag sein, dass man am Ende welche wiederbekommt, aber zahlen muß man sie immer erst mal. Und Miete fällt auch nicht je nach Gewinn an. Das wäre ja toll, das wäre das Schlaraffenland.

@Alexander Das Beispiel mit dem Handwerer hinkt ja völlig. Ein AO wird nicht an einem Glas 200-300€ Verlust machen...und der Satz mit dem mangelndem Feingefühl stößt mir auch auf. Dann solltest Du nächstes mal direkt dazu schreiben, WIE es gemeint ist und es nicht hinterher so biegen. Das ist für mich genau so wie wenn ich von Jogger als Endverbraucher als engstirnig und kurzsichtig bezeichnet werde (was ja dann auch auf einmal ganz anders gemeint war...). Deinen letzten Beitrag habe ich nicht kapiert...das Doppelte vom Glaspreis des Endverbrauchers liegt noch unter der UVP? Wenn das so wäre, verstehe ich, warum Schlemmer den UVP unterbieten kann und trotzdem noch dran verdient...womit wir beim Kern des Themas wären.


 
Veröffentlicht : 29.10.2006 07:10
(@ohne-konto)
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Guten Morgen!

Vielleicht verdient Schlemmer nichts an der Aktion, mag sein, oder nur einen kleine "Aufwandsentschädigung". Aber es ist ja BWL'ern allseits bekannt (oder, I-User?), dass nicht jede Aktion sich betriebswirtschaftlich rechnen muß. Sie ist ein Signal an den Kunden lieber Kunde, ich tu dir jetzt mal was Gutes. Der Kunde wird es in Erinnerung behalten und DAS ist Geld wert heutzutage.
Ein guter Geschäftsmann kalkuliert nicht einen Posten, sondern ein Geschäftsjahr. Ich bin keine Kauffrau, aber ich war lange genug neben Schule und Studium im Einzelhandel tätig, um das verstanden zu haben. Der Druck im Einzelhandel ist enorm, da muss man sich solche Häppchen einfallen lassen, um zu überleben. Die rentieren sich zwar nicht unmittelbar, aber langfristig.
Und der Kunde, der nicht den ganzen Tag bei Optometrie Online Beiträge liest, kauft nun mal aus seiner Sicht lediglich ein Gestell und Gläser. Die Tatsache, dass da ein bezahlenswertes Handwerk, und nicht nur ein Kauf dahintersteckt, ist dem gar nicht bewußt. Wie auch? Man kommt in den Laden und sucht erst intensiv nach einer Fassung. Dann gibt's hophop noch eine Sehstärkenbestimmung und ein Glas, fertig.

Dass die Entwicklung heute absolut ätzend ist, darin stimmen wir glaube ich alle überein. Das ist ein Teufelskreis. Und wir können alle noch so lange davon träumen, dem System ein Beinchen zu stellen.

Gruß..(

PS. Hab' nochmal drüber nachgedacht. Solange die Optiker ihr Handwerk verstecken dürfen sie nicht erwarten, dass dem Kunden bewußt ist, dass er nicht nur Sachen sondern auch Wissen kauft. Wenn man einen Optikerladen betritt, ist die Werkstatt nicht sichtbar, nur schicke Fassungen und Prada-Werbeplakate. Die fertige Brille wird dann aus einer Schublade gezaubert, als fiele sie vom Himmel. Eure Werkstätten versteckt ihr im Hinterzimmer. Ihr verkauft euch als Verkäufer, nicht als Handwerker. Und dann seid ihr sauer auf eure Kunden, dass die nicht sehen was so alles dahintersteckt.
Bei meinem Optiker sind die Fassungen zweitrangig, man hat dafür direkten Einblick in die Werkstatt. Da liegen halbfertige Brillen, allerlei Geräte, einfach spannend. Mein Freund, der nicht Brillenträger ist, sagte neulich nachdem er das gesehen hat "Da steckt ja richtig Feinarbeit hinter! Das habe ich nicht gewußt". Wie auch, wenn ihr es euren Kunden nicht zeigt!
Viele Handwerker haben das schon vor langer Zeit kapiert, dass sie ihr Handwerk auch zeigen müssen. Goldschmiede, Hutmacher, Schneider, fast alle haben ihr Atelier im Verkaufsraum! Ich war mal in Berlin bei Fiona Bennett, einer Hutmacherin. Da zahlt man bisweilen 800 € für einen Hut. Da werdet doch selbst ihr sagen bitte? Aber da kann ich als Kunde sehen, wie die hergestellt werden, was für eine Arbeit dahintersteckt. Und dann verstehe ich auch die 800 €. Das versäumt ihr leider. Und solange ihr das nicht ändert müßt ihr euch gefallen lassen, dass er euch vergleicht wie beim Kauf einer Ware.


 
Veröffentlicht : 29.10.2006 09:09
(@Nicole1)
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Bietet Schlemmer die Gläser denn generell (über einen längeren Zeitraum) so günstig an, oder ist das eine Aktion?

Ich habe keine Ahnung, wie groß die Spanne zwischen Einkaufs- und Verkaufspreis bei diversen Gläsern und Gestellen ist. Unsicher

In der Nachbarstadt ist ein Optiker, der gerade eine Aktion bis Weihnachten laufen hat 50% Rabatt auf 600 ausgesuchte Markenbrillen und noch mal 50% Rabatt auf das günstigere der beiden Brillengläser.
Und dennoch wird er dabei Gewinn machen, würde ich sagen. Zwinkert

Hmmmm....es gäbe noch so einiges generell zu sagen
Wenn ich im Buchladen einen Kunden mehr als eine halbe Stunde über Reiseführer berate, bezahlt der Kunde trotz allem nur den Preis für den Reiseführer (Preisbindung bei Büchern).

Rufe ich einen Handwerker ins Haus, bezahle ich auf jeden Fall die Anfahrt mit, egal, was er im Haus dann macht.

lg
Nicole


 
Veröffentlicht : 29.10.2006 11:20
(@ohne-konto)
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Wölkchen schrieb

Vielleicht verdient Schlemmer nichts an der Aktion, mag sein, oder nur einen kleine "Aufwandsentschädigung". Aber es ist ja BWL'ern allseits bekannt (oder, I-user?), dass nicht jede Aktion sich betriebswirtschaftlich rechnen muß.

Guten Morgen Wölkchen!
Doch, jede Aktion sollte sich betriebswirtschaftlich rechnen. Das heißt, durch die Aktion wird das Gesamtergebnis verbessert. Das Gesamtergebnis berücksichtigt alle Aktivitäten zusammen. Insoweit ist Dein Gedanke richtig. Auch Supermärkte können so etwas machen mit "Sonderangeboten" Kunden locken und an anderen Waren Geld verdienen. Die "Sonderangebote" sind dann rentabel, wenn auch indirekt. Auch Höflichkeit und Kompetenz der Optiker rechnen sich betriebswirtschaftlich, wenn dadurch mehr gute Kunden kommen.

@Nicole Welche Strategie kurz-, mittel- und langfristig besser ist, ist ein Thema für sich. Da können auch Fachleute Fehlentscheidungen treffen.


 
Veröffentlicht : 29.10.2006 12:14
(@Mobbel)
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Hallo Nicole,

da hast du jetzt etwas tolles gesagt

Ja, wenn du einen Hsndwerker bestellst, zahlst du auch die Anfahrt.
Wenn dein Auto in die Werkstatt muss zahlst du sogenannte Arbeitseinheiten und die Ersatzteile, ebenso bei einem Radio- und Fernsehtechniker.
Aber bei einem Optiker möchte niemand etwas für neue Bügelenden oder Nasenpads zahlen und schon gar nichts dafür, dass die Brille gerichtet wird wenn der Kunde sich darauf gesetzt hat oder Sie lag nur auf dem nachttisch, ich habe nichts damit gemacht!

Warum ist man bei Statussymbolen so bereitwillig für Nebenleistungen, oder bei TV und Waschmaschinen und beim Optiker nicht?
Der Kaffee oder das Glas Wasser gehört zum Service ebenso wie die Pads, die Bügelenden, das Porto für eine Fassung, die der Kunde nur mal zur Ansicht bestellen möchte, das Richten der Fassung, mal nen Nylorfaden austauschen oder gar vielleicht mal eine Lötung (ich habe kein Geld für eine Neue und ich häng so an der Fassung). Auch gehört es natürlich zum Service, dass wenn der Kunde eine andere Glasform in eine Randlose möchte, als die, die drin ist. Die Formscheibe, die man anfertigen muss kostst ja nix und die Bearbeitung ist ja ein Klax.

Noch etwas zu Service
Wenn man ein Auto kaufen möchte, muss man mehrere Autohäuser abklappern. Und bei VW bekommst du nur den aktuellen Golf, wenn du nen Golf willst.
Beim Optiker erwartet man, dass wenn man eine Randlose möchte, er auch welche von vielen anderen Marken hat. Ist natürlich auch Servise.
Um den Service zu gewährleisten nimmt man als Optiker es auch oft in Kauf, von diversen Markendesignern sich auf eine Mindestbestellmenge einzulassen, nur damit man etwas zu bieten hat und konkurenzfähig bleibt. Auch Die Augenglasbestimmung (Refraktion) ist natürlich kostenloser Service, denn der Kunde zahlt beim AA ja auch nichts. Nur wird der AA bei der Krankenkasse mind. € 75,- für diese Leistung bei jedem Patienten abrechnen. Der Optiker kann das leider nicht. Es gibt auch äußerst selten Kunden, die Trinkgeld zahlen, als danke, dass man es wieder gerichtet hat, die einzige Brille, die der Kunde hat.

Bei einem einzelnen Optiker findet ihr mind. 500 verschiedene Fassungen, die der Optiker bereits einkaufen musste. Kommissionsware ist äußerst selten. Eine Einrichtung eines Ladengeschäftes inkl. der Geräte geht mindestens ab € 150.000,- los, dann noch die Ware ab € 35.000,-.
Und um die Kosten zu decken muss es dem Optiker reichen, wenn die Kunden nur Gläser und Fassung bezahlen, denn für alles andere wollen sie nicht zahlen.

Die Angebote, die z.B. der Schlemmer macht, dient auch nur dazu, um den Kunden erstmal in den Laden zu bekommen und um ihn dann zu überzeugen, dass andere Gläser vielleicht besser sind und der Kunde vielleicht doch mehr ausgibt.
Des weiteren geht der Durchschnittsdeutsche alle vier Jahre zum Optiker um sich eine neue Brille machen zu lassen. Und wenn der Kunde die billigste Variante bekommen hat und sich innerhalb von ein, zwei jahren, seine Sehanforderungen geändert haben, ist es eine Sch...Brille und die Optiker taugen nichts. Das ist das, was wir tägl. im Geschäft hören.

Ich wünschte mir nur etwas mehr Gedanken, die die Kunden sich machen warum sie bereit sind Anfahrtswege und Ersatzteile bei dem einen zu zahlen und bei anderen nicht. Und hier geht es um deren Augen, die übrigens mehr als 80% der Wahrnehmung ausmachen...
Achja, Angebote sind gut, sollen auch so sein. Aber sie sollen nicht unser Leben bestimmen, was leider bereits passiert ist. Zu dem Angebot sollte auch Zufriedenheit mit dem Erworbenen zählen!

lg

Mobbel


 
Veröffentlicht : 29.10.2006 12:14
(@Nicole1)
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Hallo Mobbel,

Ich denke, ein Teil der Probleme der Optiker sind hausgemacht.

Aber bei einem Optiker möchte niemand etwas für neue Bügelenden oder Nasenpads zahlen und schon gar nichts dafür, dass die Brille gerichtet wird wenn der Kunde sich darauf gesetzt hat

Viele Jahre lang war das kostenloser Service. Ebenso wie kostenlose Sehtests.

Ist es denn ein Wunder, dass die Kunden sich daran gewöhnt haben?

Solange nicht ALLE Optiker an einem Strang ziehen und einheitlich Geld für Ersatzteile, Reparaturen und Sehtests nehmen, kann man es den Kunden nicht verübeln, wenn sie dorthin gehen, wo sie dafür nichts bezahlen.
Oder wenn sie zu dem Optiker gehen, wo es die Gläser günstiger gibt.

Bei mir hier im Ort gibt es drei kleine Optiker - nur einer davon nimmt 15,- € für einen ausführlichen Sehtest.....
Da überlege ich es mir als Kunde doch auch schon, zu welchem ich gehe, oder?

Es sei denn, der mit mit dem kostenpflichtigen Sehtest hat gleichzeitig eine Aktion laufen, so dass ich eine neue Brille günstiger bekomme.

Ich verstehe sehr wohl, dass Optiker gerne auch ihre Arbeitszeit und ihr Wissen bezahlt haben möchten.
Aber das funktioniert nicht, solange Wettbewerb herrscht.....

lg
Nicole


 
Veröffentlicht : 29.10.2006 12:26
(@Mobbel)
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Hallo Nicole,

ja, da hast du recht. Die Optiker haben dies selbst verbockt in den ganzen Jahren. Nur die neue Generation will mehr leisten und mehr bieten. Und daher versuchen wir nun einen Umbruch. Dies kommt aber dem Kunden zu Gute.

lg

Mobbel


 
Veröffentlicht : 29.10.2006 12:34
(@ohne-konto)
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Mobbel schrieb

Auch Die Augenglasbestimmung (Refraktion) ist natürlich kostenloser Service, denn der Kunde zahlt beim AA ja auch nichts. Nur wird der AA bei der Krankenkasse mind. € 75,- für diese Leistung bei jedem Patienten abrechnen.

Aber jemand hat doch geschrieben, dass Augenärzte nur ganz wenig für eine Augenglasbetimmung bekommen. Passt nicht.
Bei uns bieten viele Optiker kostenlose Schnell-Sehtests mit dem Autorefraktometer an und weisen darauf hin, dass ein Schnell-Sehtest nicht den kostenpflichtigen ersetzt. Und der kostet meistens 10-15€.


 
Veröffentlicht : 29.10.2006 12:42
(@Nicole1)
Beiträge: 474
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aus der Augenarztrechnung meiner Tochter vom Juni diesen Jahres
1,9 facher Satz
subjektive Refraktion9,86 €
objektive Refraktion8,20 €

rechnet man noch den Posten der Beratung dazu 8,86€

Sind nicht mal 30,- €.


 
Veröffentlicht : 29.10.2006 12:47
(@Eberhard-Luckas)
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Hallo,

Nicoles Rechnung ist richtig. Die gesetzliche Kasse zahlt füe einen Patienten pro Quartal ca. 19 €, egal, welche Normalleistungen der Arzt abrechnen kann.
Dafür gibt es bei den Augenärzten IGEL (individuelle Gesundheitsleistungen), die jeder Patient selbst zahlen muß, ohne diese IGEL kann auch ein Augenarzt nicht mehr überleben.

Ich kann nur hoffen, daß sich in absehbarer Zeit alle Optiker darin einig sind, daß Arbeit Geld kostet und daß sich auch die Spreu vom Weizen trennt, nämlich Augenprüfung und Sehberatung durchgeführt von einem Augenoptikermeister, der sich regelmeäßig weiterbildet und auf der Gegenseite häufig Augenoptikergesellen mit einem Crashkurs in Refaktionsbestimmung oder auch Meister, die keine Lust auf Weiterbildung haben.

So eng sehe ich das.


 
Veröffentlicht : 29.10.2006 13:57
(@Alexander-Beck)
Beiträge: 70
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KerstinEP schrieb

Sie fallen bei ordnungsgemäßen Abläufen nur dann an, wenn der Geschäftsmann (Unternehmer oder Selbständiger) genug Gewinn hat.

So ein Quatsch. Steuern fallen doch nicht nach ausreichendem Gewinn an. Die fallen erst mal immer an. Mag sein, dass man am Ende welche wiederbekommt, aber zahlen muß man sie immer erst mal. Und Miete fällt auch nicht je nach Gewinn an. Das wäre ja toll, das wäre das Schlaraffenland.

@Alexander Das Beispiel mit dem Handwerer hinkt ja völlig. Ein AO wird nicht an einem Glas 200-300€ Verlust machen...und der Satz mit dem mangelndem Feingefühl stößt mir auch auf. Dann solltest Du nächstes mal direkt dazu schreiben, WIE es gemeint ist und es nicht hinterher so biegen. Das ist für mich genau so wie wenn ich von Jogger als Endverbraucher als engstirnig und kurzsichtig bezeichnet werde (was ja dann auch auf einmal ganz anders gemeint war...). Deinen letzten Beitrag habe ich nicht kapiert...das Doppelte vom Glaspreis des Endverbrauchers liegt noch unter der UVP? Wenn das so wäre, verstehe ich, warum Schlemmer den UVP unterbieten kann und trotzdem noch dran verdient...womit wir beim Kern des Themas wären.

Hallo Kerstin,
Ich habe nichts geradegebogen, sondern es nur klarer ausgedrückt. (da es zugegebenermaßen nicht besonderes eindeutig vormuliert war...)

Also der Schlemmer macht bei einem PAAR 300 € aufwärts Miese!
DER VERDIENT NICHTS DRAN, MACHT MIESE!!!
Das ist FAKT. Der Verkauft ZEISS GRADAL INDIVIDUAL 1.67 mit Lotus Effekt SET alles drum und dran.
Bei mir kostet EINS soviel!

Wenn ich zwei einkaufe und 16 % MwST draufrechne komm ich recht nah an den Preis vom Schlemmer.. natürlich hat er ein wenig mehr rabatt, aber nciht soviel das er über 300€ rausholen könnte.

Es ist nichtmal eine NULLrechnung. Weil die Kosten des Betriebes nciht gedeckt werden.

Und er verucht nicht auf ein "besseres Paar" Gläser umzuwechseln, weil es da meiner Meinung nach kaum bessere gibt. Die Mitarbeiter verkaufen das auch bereitwillig.

Vom Endverbraucher KANN ich nicht erwarten das er das Wissen hat das zu durchblicken.
Klar. der schlägt ja zu, koset ja nur die hälfte wie wo anderes.
Das kann ich ja auch net für schlecht bewerten!!!!!

Das wirklich schlimme ist ja nun folgendes

Der Endverbraucher denkt nun jeder optiker der von dem Verkauf die Mitarbeiter Bezahlen will, die Ladenkosten decken will, auch noch Einkaufen und noch sein eigenes Gehalt bezahlt sei nun ein Halsabschneider. Weil es geht ja auch aners wie beim Schlemmer.
Das der Schlemmer seinen Laden ruiniert ist mir echt egal, aber sein Geschäftsgebahren hat nunmal auf die Endverbraucher(und deren Preisgefühl) Konsequenzen.

Ich hoffe ich hab euch das nochmals etwas näherbringen können....

Grüße aus München

Alex


 
Veröffentlicht : 29.10.2006 14:18
Seite 3 / 4
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