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Brillengläser: In Zukunft "Maßanzug"? Ihre Meinung...

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(@Optix)
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[#2627]

Hallo, verehrte Brillenträger!

Ich möchte hier ein Thema Ansprechen, das in der nahen Zukunft höchstwahrscheinlich verstärkt Einzug in die Augenoptik halten wird

Die zunehmende "Individualisierung" von Brillengläsern.

Wie Ihnen bekannt ist, werden Gleitsichtgläser der neuen Generation mit mehreren individuellen Parametern des Brillenträgers (Größe der Fassung, Abstand vom Auge, etc.) bestellt, um das Maximum an Sehkomfort aus dem Glas heraus zu holen.
Mittlerweile werden aber nicht nur statische Daten (z.B. die Fassung betreffend), sondern auch zunehmend "dynamische" Werte ermittelt, z.B., ob der Brillenträger beim Lesen mehr mit den Augen arbeitet, oder aber der gesamte Kopf dabei bewegt wird.

Das alles halte ich für sinnvoll, da so das Glas hervorragend an die Sehansprüche des Trägers angepasst werden kann.

Nun das Wesentliche

Aufgrund der ausgereiften Mess- und Fertigungstechniken ist es mittlerweile theoretisch möglich, auch ein Einstärkenglas perfekt an das Auge anzupassen.
Nicht nur in puncto Stärke (Sph, Cyl, Achse, Pr.), sondern auch die optischen Fehler das Auges betreffend, auch "Fehler höherer Ordnung" bezeichnet.
Dem Brillenträger wird so ein noch besseres Sehen in Aussicht gestellt, wahrlich "gestochen scharf".

Die Vorstufe hiervon befindet sich bereits ansatzweise auf den Märkten- es handelt sich um jene Brillengläser, die mit "Wellenfronttechnik" vermessen, bzw.
darauf basierend Fehlerkorrigiert werden. Diese sind aber noch nicht auf den Brillenträger "angepasst".

Um jene zu fertigen, müßte das Szenario beim Optiker so aussehen

-Die Stärke der benötigten Gläser wurde ausgemessen
-Die Fehler des Auges werden mit einem Wellenfrontsensor vermessen
-Individuelle Parameter werden vermessen (Fassung, Sitz, etc.)
-Die Gläser werden mit einer Fülle von Daten per Netzwerk (DFÜ, Internet) bestellt.

Der technische Aufwand und die damit verbundenen Kosten sind also enorm, sowohl für den Hersteller, als auch für den Optiker.

Mich würde Interessieren, wie SIE diese Geschichte bewerten, liebe Brillenträger und Kollegen!

Besteht Ihrer Meinung nach ein Interesse der Kunden an individualisierten Einstärkengläsern?

Halten Sie es für möglich, dass durch diese Technik ein deutlich besseres Sehen erreicht werden kann?

Würden Sie als Kunde auf solche Brillengläser zugreifen?

Bin gespannt, wie Ihre Meinung dazu ausfällt!

Viele Grüße

Optix


 
Veröffentlicht : 14.02.2006 10:28
Schlagwörter
(@Mistral)
Beiträge: 173
Estimable Member
 

Hallo Optix,

>
Halten Sie es für möglich, dass durch diese Technik ein deutlich besseres Sehen erreicht werden kann?
>

Ich war gestern bei meinem Optiker, der mit einer Videoanlage die Brillen anpasst.

Ein ältere Kunde beklagte sich das die Brille drückt. Sehr freundlich und hilfsbereit erklärte der Optiker das die Kunststoffkissen an den Nasenflügeln wohl verhärtet seien und er sie gegen neue Kissen austauschen würde.
Kostenlos für den Kunden. Noch die freundliche Frage, ob alles o.k. sei ? Der Kunde dankt und geht.

Das die Brille nach dieser Veränderung nun irgendwie höher oder tiefer sitzt, oder sitzen könnte, und der Augenpunkt nun weg ist. Die Genauigkeit der Videoanpassung ist natürlich nicht wieder herzustellen.

Aber einerseits den Augenpunkt vollkommen zu übergehen, und andererseits dem Kunden die qualifiziertesten Gläser aufdrängen ?
Dem Kunden aber nicht einmal gegen Bezahlung die Möglichkeit zu verschaffen sich das notwendige Rüstzeug zu erkaufen, um den Unterschied zwischen einem No Name Glas und dem Markenglas nutzen zu können !
Der Kunde kann nicht zu dem Optiker gehen und darum bitten gemäß dem Preisaushang im Schaufenster für 15 Euro den Augenpunkt an seiner Brille überprüft zu bekommen. Und in ein Geschäft zu gehen und darum zu bitten, etwas geschenkt zu bekommen ?

Warum sind eigentlich sämtliche Optikerleistungen nur als Geschenk erhältlich ?

>
Aus einem anderen Forumsbereich von Fili ....
Ich bin 33, genetisch bedingte Kurzsichtigkeit. Im Alter 18 habe ich ca. -10,0 Dpt. erreicht, Sehschärfe 1,0. .....Früher war alles so gut, dass ich niemals meine Sehschärfe........ in der Ferne 0,9...........Im BFW Düren (Zentrum für berufliche Bildung Blinder und Sehbehinderter) wurde im Februar 2004 Hilfsmittelberatung durchgeführt. Noch vor der Untersuchung haben sie mir gesagt, dass sie an den in meinem Ort gemessenen Sehschärfewert nicht glauben. Ergebnisse aus Düren Sehschärfe in der Ferne beträgt 0,63, Nahsehschärfe 0,5 (also weniger, als in der Ferne!).........Was ist noch schlimmer, entsteht dabei Übelkeit und Schwindel......... Bis zum Februar war mit dem Lesen alles noch OK,.........die Augenärztinnen glauben nach wie vor an 0,9 Sehschärfe,...eine von drei Augenärztinnen hat....
>

Die Augenoptikerhochschule in München hat mir geschrieben das sie keine Zeit hätte um einem alternativen Gedankenansatz, der bei unterschiedlichen Messergebnissen wie diesen, hilfreich sein könnte, zur Kenntnis zu nehmen.
Mir kommt es natürlich auch sehr gelegen das ich mich Ende Februar in Berlin nicht auch noch mit einen Studenten der Berliner Hochschule treffen muss. Der das Thema in seine Diplomarbeit oder Doktorarbeit einarbeiten will. Ich habe auch keine Zeit.
Die mir befreundete Mathematikerin, die uns dabei gegebenenfalls zur Seite gestanden hätte, freut sich natürlich auch, das von Ihrem freundlichen Angebot kein Gebrauch gemacht wird.

Für den Betroffenen natürlich nicht so schön. Das die Isozertifizierungen, die Qualtätsprüfungen und andere Formalien an den Hochschulen alles andere blockieren.

Solange der Optiker sich nicht traut dem Kunden die Möglichkeit zu geben, die notwendigen Leistungen bei dem Optiker zu kaufen... Dem Kunden zwar von vielen Optikern ausschließlich die teuren Markengläser angeboten werden. Er aber nicht gleichzeitig die Möglichkeit hat bei diesem kleinen Optikergeschäft auch eine Video-Brillenanpassung für zusätzliche 15 Euro kaufen zu können. Weil der Optiker die Anlage aus wirtschaftlichen Gründen dem Kunden nicht kostenlos zu Verfügung stellen kann, hat er diese Anlage nicht.

Der Kunde muss also zu einem grossen Optiker in der Innenstadt fahren, damit er auch tatsächlich in den Genuss der etwas besseren Gläser kommt. Aber warum hat das kleine Optikergeschäft nicht den Mut, den Geldbeutel seines Kunden zu schonen ?
Ein günstiges Glas anzubieten. Bei der kostenlosen Erneuerung der Nasenkissen auf den verloren gegangenen Augenpunkt zu verweisen und anzubieten das für 15,- Euro zu prüfen ?
Wenn der Optiker andererseits keine Bedenken hat, dem Kunden ausschließlich die wesentlich teureren Markengläser anzubieten. In deren Genuss der Kunde wegen dieser anderen Unterlassungen garnicht kommen kann !!

Ich denke das der Qualitätsverbesserung des Sehens der breiten Bevölkerungschichten am besten damit gedient wird, das sie die notwendigsten Grundvoraussetzungen auch käuflich erwerben kann. Damit diese dann auch tatsächlich geschaffen werden.
Der Kunde durch das Kaufangebot überhaupt Kenntnis darüber erlangt, was diese Grundvoraussetzungen sind.
Also all das, was der der Optiker gelernt hat, aber in der Regel nicht macht. Weil er es verschenken will und es sich wirtschaftlich aber nicht erlauben kann.
Und letzendlich muss ich sagen, das ich mit einem, dank meiner eigenen Kenntnis, gut angepassten asphärischen Glas ausserordentlich gut sehe. Obwohl mein rechtes Auge praktisch nichts sieht, kann ich so gut sehen. Es macht so viel Freude.

So lange also nicht einmal die Mindestvorausetzungen erfüllt werden....
Aber Jemandem, der nur eine Brille benötigt, mag so eine Neuerung auch viel Freude und Beschäftigung mit Reklamationen geben. Ich habe aber lieber meine Ruhe und liege am Strand.

Viele Grüsse

Mistral


 
Veröffentlicht : 14.02.2006 14:49
(@Optix)
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@Mistral
Und wenn der Optiker alle gegebenen
Voraussetzungen erfüllen würde, würdest Du Dich für ein solches Glas entscheiden?

Oder bei dem bewährten Glas bleiben?

Viele Grüße

Optix


 
Veröffentlicht : 14.02.2006 15:17
(@Eberhard-Luckas)
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Hallo Optix,

die Wellenfrontmessung beim Augenoptiker erübrigt sich, weil sie nur mit weitgetropten Pupillen klappt.

Videozentrierung ist auf jeden Fall das Maß der Dinge zum heutigen Tage, auch bei Einstärkengläsern.

Gruß
Eberhard


 
Veröffentlicht : 14.02.2006 17:45
(@Optix)
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Interessanter Punkt!
Sicher, die Fehler des Auges sind bei Tage mit engeren Pupillen geringer.
Das steht natürlich einer authentischen Wellenfront- Messung im Wege.

Aber spinnen wir den Gedanken mal weiter

Mein Wellenfront-Gerät sitzt im Keratographen;
Meßraum abdunkeln- schon habe ich größere Pupillen. Natürlich nicht so dimensioniert wie bei einer Mydriasis- denn strafbar wollen wir uns ja nicht machen... Zwinkert Aber immerhin schon besser als eine Messung bei Tageslicht.

Nun?

Viele Grüße

Optix


 
Veröffentlicht : 14.02.2006 17:57
(@Eberhard-Luckas)
Beiträge: 0
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Hallo Optix,

wenn Du nicht alle Fehler höherer Ordnung beseitigen willst, ist das ja o.K, aber Du wirst sehr unterschiedliche Egebnisse erhalten, denn die Pupillengrößen schwanken auch in der Dunkelheit 1. von Mensch zu Mensch und 2. auf Grund des Alters.

Während der Messung muß irgendein Licht ins Auge, was machen die Pupillen dann?

Gruß
Eberhard


 
Veröffentlicht : 14.02.2006 19:15
(@Eberhard-Luckas)
Beiträge: 0
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Noch mal zur Wellenfront

ich habe einige Zeit ein Gerät namens Verifier genutzt, was mit Wellenfronten Gläser misst, zentriert und aufblockt.

Die Ergebnisse waren anfänglich o.K., die Genauigkeit der Zentrierung super, die Messung der Dioptrien aber ungenau. Aber jetzt ist es schon zum 2. Mal ausser Funktion, weil ich immer wieder Fehlzentrierung hatte. Also kann ich mich nicht mehr darauf verlassen.

Gruß
Eberhard


 
Veröffentlicht : 14.02.2006 19:19
(@Optix)
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Gehen wir mal von folgender Theorie aus

Der Pupillendurchmesser ist tatsächlich abhängig von den von Dir genannten Gründen (das ist Fakt).
Dennoch erreiche ich doch annähernd realistische Gebrauchswerte, da beim normalen Sehen diese Varianzen auch auftreten.

Will sagen, die Oma mit maximal 3 mm Pupillendurchmesser braucht auch nur ein Glas, dass für diese Größe auf die entspr. Fehler gemessen wurde, oder?

Das Fixationsobjekt kann weniger stark erleuchtet werden, Akkommodation mal ausgeschlossen. Das Meßlicht des Diodenlasers liegt im Infrarotbereich.

Bei einer Meßdauer von zukünftig vielleicht 100 ms und weniger, könnten auch mehrere Messungen erfolgen, und der beste Pupillendurchmesser verwertet werden.

Die technischen Schwierigkeiten sind mir doch auch bekannt. Insgesamt ist das ja alles Spekulation. Mich würde trotzdem interessieren, wie die Resonanz wäre!

Viele Grüße

Optix


 
Veröffentlicht : 14.02.2006 19:43
(@ohne-konto)
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Meine Meinung "Sekund


 
Veröffentlicht : 14.02.2006 21:47
(@Optix)
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Da hast Du natürlich Recht, i-user!
Mit einer Wellenfrontgesteuerten Lasik-OP lassen sich sehr gute Resultate erzielen!

Die Geschichte mit der Genauigkeit der Zentrierung spielt auch eine wichtige Rolle, wie Mistral in seiner Antwort ja auch schon festgestellt hat.

Bisher sind die Zweifel also größer, als die Begeisterung über die Möglichkeit, ein vermeidlich "perfektes Glas" anzupassen. Interessant! Danke schon mal für die bisherigen Antworten!

Findet sich denn evtl. ein Befürworter?

Viele Grüße

Optix


 
Veröffentlicht : 15.02.2006 09:21
(@Mistral)
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Hallo Optix,

zu deiner Frage
>
Und wenn der Optiker alle gegebenen
Voraussetzungen erfüllen würde, würdest Du Dich für ein solches Glas entscheiden?
>

Es gibt mit Sicherheit Optiker die Kunden haben, die 1.000 Euro für ein Brillenglas bezahlen. Es gibt auch Uhrmacher die eine Glashütte für 100.000 Euro verkaufen.

Das neue Glas soll zum Beispiel berücksichtigen
>
., ob der Brillenträger beim Lesen mehr mit den Augen arbeitet, oder aber der gesamte Kopf dabei bewegt wird.
>

Wie oft hast du im dem vergagenem Jahr deinen Kunden ein asphärisches Glas verkauft ? Das gerade für die Kunden, die nicht Kopf bewegen sondern die Augen, derzeit das Optimum darstellt.

Und wie zufrieden sind deine Kunden damit ?

Augenlicker hat einmal in einem Beitrag geschrieben, das sich die Mehrkosten für ein asphärisches Glas bei geringen Minuswerten nicht lohnen.

Ich bin ein professioneller Brillenträger. Trage ein professionelles Brillengestel. Mit einer professionellen Glasform. So weit mein Auge nach oben oder unten schauen kann, sich nach links oder rechts bewegen, ich habe Mühe an dem Brillenglas vorbei zu sehen.
Und überall wo mein Auge sich hinbewegt kann ich durch dieses Glas ( minus 4,25) alles gleich gut sehen und er kennen. Ich nehme die Brille garnicht war. Mein Blick kann vollkommen frei schweifen. Nicht der Kopf, wie bei dem Tunnelblick der spährishen Gläser.

Sicherlich sind die Seiko- oder Nikongläser diesbezüglich noch präziser. Und die Viedeoanpassung ist unschlagbar.
Aber ich würde bei dem mir bekannten Optiker, der mir die Brille mit dem Videoverfahren anpasst, für das von ihm AUSSCHLIESSLICH angebotene Markenglas pro Brille 300,- Euro mehr bezahlen müssen. Für die Nikongläser 500,- Euro je Brille mehr. Mehr als bei dem Optiker, der ganz von sich alleine ein billigeres asphärisches Glas anbietet, aber nicht über das teure Videoverfahren verfügt.
Ich bin nicht der Meinung, das ich, bezogen auf mein Einkommen, damit so viel besser sehen werde, wie es teurer ist.

Wobei ich mich bei den Kosten dann in der Anzahl meiner Brillen reduzieren müsste und mir damit Handhabungsprobleme einhandel. Das ich ständig meine Lesebrille von Hamburg mit an die See schaffen müsste. Anstatt überall dort, wo ich eine Buch lese, eine Leserbrille liegen zu haben.

Tao, zum beispiel, kauft nur Markengläser ein. Wenn ich nun ein preiswertes, etwas extravagantes Brillengestell in seinem Schaufenster sehe. Ein Gestell, das ich halt manchmal zu einer ausgefallenen Gelegenheit tragen könnte/möchte. Kostet mich diese Gestell plus der von ihm ausschließlich angebotenen Markengläser aller höchster Güte rund 400 Euro. Für eine Brille die ich etwa zwei drei mal im Monat für wenige Stunden tragen nöchte.

Und wenn dann bei so teuren Gläsern der Augenpunkt verloren gegangen ist. Sich die Nasenbügel verschoben haben, weil ich mir den Kopf gestossen habe. Wie willst du den Augenpunkt an einer vorhandenen Brille wieder so herstellen, das ich wieder in den Genuss dieser allerhöchtsen Qualität komme ?

Die hohen Kosten eines Einstärken Marken-Glaspaares werden scheinbar damit gelöst, das dem Kunden eine Multifunktionsbrille empfohlen wird. Die dann auf dem Brillenglas mehrere kleine Bereiche schafft, die mit den Augen gesucht und auch gefunden werden. Und dann mit starrem Blick durch diesen betreffenden Punkt der Kopf so bewegt wird, das das zu Betrachtende angesehen werden kann.

Also genau wieder der Tunnelblick anstatt einem grenzenlos frei schweifendem Auge. Und wie vielen deiner Kunden hast du dieses grosse Seh-Vergnüngen im vergangenen Jahr verschafft ?
Wie stehst somit du selber zu einer systembedingten Verbesserung des Sehens, die du jederzeit deinen Kunden andienen kannst?

Viele Grüsse

Mistral


 
Veröffentlicht : 15.02.2006 12:25
(@Optix)
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@Mistral
>"Das neue Glas soll zum Beispiel berücksichtigen
>>
"., ob der Brillenträger beim Lesen mehr mit den Augen arbeitet, oder aber der gesamte Kopf dabei bewegt wird."
>>">
Dieser Satz war auf die bereits existierenden Gleitsichtgläser bezogen!

>
"Augenlicker hat einmal in einem Beitrag geschrieben, das sich die Mehrkosten für ein asphärisches Glas bei geringen Minuswerten nicht lohnen."
>
Da mag er vom optischen her größtenteils Recht haben.
Man kann auch jeden morgen die 2 Kilometer zur Arbeit mit einem Billig-Fahrrad bewältigen. Ich würde trotzdem ein Markenrad bevorzugen.

>
"Und wenn dann bei so teuren Gläsern der Augenpunkt verloren gegangen ist. Sich die Nasenbügel verschoben haben, weil ich mir den Kopf gestossen habe. Wie willst du den Augenpunkt an einer vorhandenen Brille wieder so herstellen, das ich wieder in den Genuss dieser allerhöchtsen Qualität komme ?"
>
Das sollte nun aber mal jeder Optiker hinkriegen!

>
"Wie stehst somit du selber zu einer systembedingten Verbesserung des Sehens, die du jederzeit deinen Kunden andienen kannst?"
>

Für mich selbst gesprochen

Da ich glücklicherweise noch über eine sehr gute Sehleistung vefüge (1.6 bin.)scheint sich diese Frage auf den ersten Blick zu erledigen.
Trotzdem würde ich ein solches Glas wählen, um den ganzen Seheindruck noch zu verbessern, bzw. abzurunden.

Bin ich dann selbst davon überzeugt, ist es ein leichtes, den Kunden ebenfalls dafür zu begeistern!

Viele Grüße

Optix


 
Veröffentlicht : 15.02.2006 12:50
(@Eberhard-Luckas)
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Hallo Optix,

wenn dann ein Hersteller in der Lage ist, die Brillengläser so zu optimieren, fände ich das ebenso optimal. Aber was dürften solche Gläser kosten? Ich scheue mich keinesfalls vor gerechtfertigt hohen Preisen, aber der Kunde muß das ja auch akzeptieren und da habenm wir zumindest zur Zeit einen etwas zu schweren Stand, oder sehe ich das zu eng?

Vielleicht sagt ja noch der eine oder andere Kollege etwas dazu????

Gruß
Eberhard


 
Veröffentlicht : 15.02.2006 14:23
(@Optix)
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Das siehst Du schon richtig, Eberhard!

Ich kann keinem Hartz IV-Empfänger ein solches Glas zumuten, selbst, wenn er es gerne haben wollte. Und auch die, die ein geregeltes "tatsächliches" Einkommen haben, ächzen im Moment bei jedem Euro, der ausgegeben werden muß.

Ich schaue aber optimistisch in die Zukunft.

Von einer Markteinführung solcher Gläser sind wir sicher noch einige Jahre entfernt.
Ich hoffe, dass sich in dieser Zeit auch ein gewisses Umdenken durchsetzt.
Schließlich werden heute schon Unsummen von Geld in einen Super-Duper-Wunder-Flach-Fernseher investiert- aber bei dem, was man zum richtigen Sehen braucht, wird gespart.

Das sollte sich bitte ändern!

Viele Grüße

Optix


 
Veröffentlicht : 15.02.2006 15:25
(@donquichote)
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Hallo,

als wirklich nicht gut verdienend, würde ich den sicher deutlich höher liegenden Preis solcher Gläser fürchten.
Ich habe gerade etwas über die Gläser, die mit Wellenfronttechnik vermessen werden, gelesen - sie verringern z.B. Strahlenkränze um Lichtquellen? Wäre verlockend, da mich diese Strahlenkränze manchmal etwas stören.
Aber ansonsten bin ich mit dem Otto-Normal-Brillenglas (entspiegelt) zufrieden.
Leisten könnte ich sie mir wahrscheinlich nicht, die individuellen Gläser. Und so wird es vielen anderen auch gehen. Zwei-Klassen-Optik?

donquichote
(der sich noch nie einen Fernseher gekauft hat - ehrlich)


 
Veröffentlicht : 16.02.2006 00:38
(@Optix)
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Die momentan teilweise schon auf dem Markt befindlichen Gläser werden tatsächlich mit Wellenfront-technik vermessen. und wohl auch schon auf höhere Fehler korrigiert. Ich kann mir aber nicht vorstellen, dass der positive Effekt hier so zu Buche schlägt!

Mag sein, dass hiermit schon ein sehr gutes Glas geschaffen wurde, aber ohne Berücksichtigung der Fehler des Auges, mache ich wieder etwas der Verbesserung nieder.

Ob sich eine zwei-Klassen Optik entwickeln wird, oder sie schon da ist?
Ich befürchte schon.
Immer mehr mittelständische Optiker krappsen am Existenzminimum, die Expansion von Ketten geht voran.
In Zukunft wird es wohl zwei Lager geben, aufgeteilt in die Bereiche, die sie am besten beherrschen
Die, die billig sind,und die, die exklusiv sind.

Das wäre wohl ein Thema für einen eigenen Thread...

Gerade gestern habe ich gelesen, dass Luxusgüter brummen wie nie zuvor. Gleich 5 Minuten später hörte ich von der knappen Verdreifachung der Anzahl der verschuldeten Haushalte.
Quo vadis, Mittelstand?

Viele Grüße

Optix


 
Veröffentlicht : 16.02.2006 09:22
(@Mistral)
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Das "Unsummen" für einen Super-Fernseher ausgegeben werden, aber ungern oder nicht für eine Brille, liegt vermutlich daran, das der Hersteller des Fernsehers seinen End-Kunden die Vorteile nahebringt.
Während ich trotz aller Mühe nicht herausbekommen konnte, was nun genau der Vorteil der 500 Euro teureren Nikon Gläser ist.

Von einer zwei Klassenmedzin würde ich nicht sprechen wollen, nur weil sich reiche Leute etwas bessere Hilfsmittel kaufen können. Nur etwas bessere. Tao schreibt in einem Beitrag das der Kunde mit niedrigen Werten den Unterschied zum teuren Markenglas kaum merken wird.

Von einer tatsächlich vorhandenen zwei Klassenmedizin des Optikers würde ich sprechen wollen.
Geteilt nach den Kunden des Optikers, die über kein diesbezügliches Wissen verfügen. Und den Kunden die gezielt nach den erforderlichen Dienstleistungen fragen können und diese dann auch bekommen!

Das ist zwar ziehmlich hart. Entspricht aber vollkommen meinen Erfahrungen.

Das fängt mit einer Absolventin der Berliner Hochschule an, die im Jahre 2005 nach Christus bei einer Refraktion eines ihr unbekannten neuen Kunden nicht einmal einen Test auf beidäugiges sehen macht.
Bei der Brillenanpassung, zu kurze Bügel des mir von Ihr verkauften Gestells für 50,- Euro, zwar auch die Höhe gemessen hat. Aber nur von einem Auge. Ich war dann so frei Sie darauf aufmerksam zu machen, das meine Augen verschieden hoch sind.

Zu einem Optikermeister, der auf die Brillenanpassung verzichtet, denn er hätte ja meine Werte.

Oder einem Optiker der die Gläser in ein neues Gestell mit unübersehbar zu hoher Vorneigung einbaut und mich auch damit auch aus dem Laden gehen lässt.

Optix zitiert und schreibt
>
"Und wenn dann bei so teuren Gläsern der Augenpunkt verloren gegangen ist. Sich die Nasenbügel verschoben haben, weil ich mir den Kopf gestossen habe. Wie willst du den Augenpunkt an einer vorhandenen Brille wieder so herstellen, das ich wieder in den Genuss dieser allerhöchtsen Qualität komme ?"
>
Das sollte nun aber mal jeder Optiker hinkriegen!

In den ganzen 40 Jahren als Brillenträger haben zwei oder drei Optiker es versucht, nach dem ich sie, verbunden mit einem Lösungsvorschlag, darum gebeten habe.

Das wieder Zurechtbiegen einer Brille und dabei vorsichtshalber das Problem Augenpunkt vollkommen auszusparen ist die allgemeine Praxis. Auch wenn ich es als einen ungeheurlichen Kunstfehler einschätze.

Wie auch die drei Augenärztinnen in dem weiter oben von mir angeführten Problem von Fili sich nicht veranlasst fühlen den Widerspruch Ihrer Werte zum dem der Werte der ebenfalls hoch qualifizierten Fachleute in Düren zu ergründen.
Weil beide Seiten nicht wissen was Sie machen können !
Es ist eben Fili der seine, zum Teil heftigen Beschwerden, hat. Wenn er diese nicht aus eigenem Vermögen wird lösen können....

Eine zwei Klassenmedizin auch, weil für den armen Kunden ein preiswertes einfaches super entspiegeltes Glas, womöglich von den freundlichen lächelnden Chinesen, für einen Optiker unzumutbar ist.
Für den Optiker. Der diese Frage ungefragt für seinen Kunden entscheidet.

Für einen armen Kunde der mit einem super entspiegelten Glas von einem günstigen Glashersteller, das das kleine, freundliche Optikergeschäft an der Ecke mit dem teuren Videoverfahren gegen weitere 15 Euro anpasst, mühelos 50% günstiger zu einem deutlich besser Sehen gelangen würde.

Besser als mit den von etwa 95% der Optiker ausschließlich angebotenen, besseren, teureren Markengläser, die unvolkommen oder garnicht angepasst werden. Dem Kunden das Anpassen mit dem teuren Videoverfahren gegen eine zusätzliche Bezahlung anzubieten, das ist offenbar unsittlich.

Damit ich in das andere Lager der Zwei Klassenmedizin wechseln kann. Und weil die dauerhafte Gewährleistung des Augenpunktes, für die dauerhafte Nutzung des Vorteils eines Super teuren Glases, ein entscheidender Punkt bei der Entscheidung für oder gegen eine Super-Glas ist. Damit ich geziehlt dieses kostenlose Geschenk des Optikers, unter meiner Anleitung, erbitten kann, meine Frage, wie das konkret aussieht.
>
Das sollte nun aber mal jeder Optiker hinkriegen!
>
Wie denn nun konkret der Augenpunkt bei einer vorhandenen Brillen wieder hergestellt werden kann ?

Viele Grüsse

Mistral


 
Veröffentlicht : 16.02.2006 11:29
(@Optix)
Beiträge: 76
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Themenersteller
 

>
"Wie denn nun konkret der Augenpunkt bei einer vorhandenen Brillen wieder hergestellt werden kann ?"
>
Das Glas sitzt mit seinem optischem Mittelpunkt, je nach Typ natürlich nach der dazugehörigen Methode zentriert,im seltenen Idealfall exakt in der MItte der Pupille.
Ist die Brille verstellt, wird dieser Mittelpunkt des Glases markiert, und die Brille eben so angepasst, dass dieser Punkt wieder an der korrekten Stelle sitzt!

Den Zweiklassenoptiker macht wenn, dann nicht der Kunde, sondern der Optiker selbst!
Selbstverständlich kann jedem die ganze Palette an Gläsern von A bis Z angeboten werden! Effektiv wäre das aber sicher nicht.
Der Optiker ist gefordert, auf die Ansprüche des Kunden einzugehen, und ihm dann die Lösung dafür anzubieten.

Hier ist der Punkt, an dem für den Kunden viel zu oft vom Gegenüber entschieden wird, ob er nun zu dieser, oder dieser Gruppe gehört. Und Ob der Optiker selbst ein guter ist, oder nicht!

Viele Grüße

Optix


 
Veröffentlicht : 16.02.2006 12:33
(@Mistral)
Beiträge: 173
Estimable Member
 

>
Ob der Optiker selbst ein guter ist, oder nicht!
>
Nach meiner Erfahrung ist der Optiker zweifelsfrei immer dann nur ein Guter, wenn er nicht ein sehr Guter ist!

Sobald er ein Problem erfasst hat und eine Lösungsmöglichkeit sieht, investiert er gerne und rückhaltslos seine Zeit.
Nur die völlig erstarrten Strukuren in Verbindung mit den nie wieder kritisch überdachten Arbeitsabläufen führen in Verbindung mit dem, ähnlich dem Medizinbereich, zu einer wirksamen Kontrolle unfähigen Kunden zu diesem Misstand.

Das zum Beispiel der Augenarzt nicht selbstverständlich seinen Patienten bittet, seine Refraktion von dem Optiker überprüfen zu lassen. Um einem etwaigen Fehler vorzubeugen. Damit voreilend das Fachgespräch über etwaige Widerspüche zu eröffnen.
Oder das sich im üblichen Arbeitsablauf das Vergessen des Augenpunktes eingebürgert hat. Und das trifft unterschiedslos die reiche Kundin, die mehrmals im Jahr eine neue Brille für rund 2.000 Euro machen lässt, wie den Armen.

Sobald ich den Optiker aber um etwas bitten kann, wird es gerne gemacht. Nur, wie soll ich um etwas bitten können, von dem ich keine Kenntnis habe?
Genau so wenig, wie die drei Augenärztinnen bei dem Fili eine Anamese machen. Weil Sie keine Kenntnis darüber haben, wie sie die Erhebungen auswerten könnten.

Ich kann nur für mich sagen, das ich ungeheuer froh darüber bin, das ich den Optiker konkret um das bitten kann, was er übersehen hat von sich aus zu machen. Und ich damit, nach 40 Jahren des Abmühens, ein gutes Seh-Ergebnis erlange.

Viele Grüsse

Mistral


 
Veröffentlicht : 16.02.2006 21:38
(@donquichote)
Beiträge: 0
New Member
 

Hallo,

sieht man denn mit diesen neuen Gläsern gar deutlich besser, als von der Natur ursprünglich vorgesehen?

donquichote


 
Veröffentlicht : 17.02.2006 00:31
Seite 1 / 2
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