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Brillengläser: In Zukunft "Maßanzug"? Ihre Meinung...

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(@Optix)
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Ob man tatsächlich einen Unterschied festellen kann, ist schwierig zu sagen.
Das hängt schon mal davon ab, welche Sehleistung man überhaupt erreichen kann.

Jemand, der bei unter 0,5 liegt, wird wahrscheinlich keine große Verbesserung feststellen.
Ich kann mir aber vorstellen, dass jemand mit einer hohen Sehleistung schon ein besseres Sehen damit erreichen kann.

Die Frage ist, wie gut jene von der Natur dem Auge gegebenen Fehler mit dem Brillenglas tatsächlich korrigiert werden können.

Mit der neuen Technik der Freiflächengestaltung von Brillengläsern wäre das zumindest in einem hohen Grad theoretisch möglich.

Viele Grüße

Optix


 
Veröffentlicht : 17.02.2006 09:29
(@Mistral)
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Estimable Member
 

Bezogen auf die Natürlichkeit des Sehens wird es in diesem Hih End Bereich ähnliche Diskussionen geben wie in der Musik. Bei der Röhrenverstärker 5 Stunde in Betrieb sein müssen, bevor die, wieder, analoge Schallplatte "vollkommen" abgespielt werden kann.

Wahrscheinlich wird aber gerade der Kunde mit Visus 0,5 bereit sein sich ohne Rücksicht auf die Kosten dieses Hilfsmittels zu bedienen. Weil es bei Ihm eine Frage der Lebensqualtität ist. Überhaupt etwas zu sehen, oder gerade noch Autofahren zu dürfen. Das steht dem Preis wesentlich mehr entgegen.

Eberhard schreibt
>
Ich scheue mich keinesfalls vor gerechtfertigt hohen Preisen, aber der Kunde muß das ja auch akzeptieren und da haben wir zumindest zur Zeit einen etwas zu schweren Stand, oder sehe ich das zu eng?
>

Das halte ich für falsch. Nicht der Optiker hat einen schweren Stand. Warum ?
Warum will der Optiker etwas verkaufen, was der Kunde nicht kennt, oder nicht haben will ? Was soll das ?

Der Hersteller hat das Problem, sein Produkt dem End-Kunden nahe zu bringen. Damit der End-Kunde des Optikers, überzeugt von dem Produkt, dieses bei dem Optiker nachfragt. Das ist alles.

Welches Eigeninteresse sollte der Optiker haben, dem Kunden ein teures Markenglas anzubieten ? Von dem der Kunde das Gefühl hat, es sei im Vergleich mit billigen Gläsern dieses Geld nicht wert ?
Und damit den Kunden seinem Geschäft fern zu halten.

Warum will der Optiker seinem Kunden ausschließlich ein teures Markenglas verkaufen. Von dem der Hersteller den Bedarf und Wunsch bei dem End-Kunden nicht geweckt hat ?
Einem Kunden der eventuell, genau wie ich, sich eine dieser nicht Augenpunkt angepassten super irgendwas 30,- Euro Brillen im Internett gekauft hat, um sich einen eigenen Eindruck darüber zu verschaffen. Um sie, Anstatt der Kauf-Haus Fertigbrille, über meinen Kontaktlinsen zu tragen, wenn ich im Auto das kleingedruckte im Stadtplan erkennen muss. Und aus dem Besitz dieser Billig-Gläser dieser Glas-Frage mit eigener Erfahrung begegne.

Warum ist es das Problem des Optikers wenn der Kunde kein teures Markenglas kaufen will. Doch nur, weil der Optiker kein anderes Glas anbietet und der Kunde wieder gehen muss.

Viele Grüsse

Mistral


 
Veröffentlicht : 17.02.2006 11:15
(@Optix)
Beiträge: 76
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Themenersteller
 

Es tut mir leid, wenn ich das jetzt sehr drastisch sagen muß, Mistral
Offensichtlich hast Du eine komplette Fehleinschätzung die Augenoptik betreffend.

Die Art des "Direktmarketings", wie Du sie beschreibst, also dass der Hersteller unmittelbar an den Endkunden herantritt, kann und wird es mit größter Wahrscheinlichkeit nicht geben.

Der Optiker ist dem Endkunden immer vorgeschaltet. Aus gutem Grund!
Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Glasfirma XY in Zukunft Gläser nach Hause schickt, und der Brillenträger versucht, Zuhause diese in seine Brille einzupassen.

Mein Auto geht zur Inspektion oder Reparatur auch immer in die Fachwerkstatt, und nicht in die heimische Garage.

Es ist unsere Aufgabe, uns als Optiker weiterzubilden, und auf die Marktsituation entsprechend zu reagieren. Sei es, weil es ein neues Glas gibt, oder sonstetwas innovatives, was unserem Kunden angeboten werden kann.

Insofern sind wir uns 100% einig.

Wenn Eberhard der Meinung ist, dass hohe Preise gerechtfertigt sind, meint er damit, dass sein Kunde auch die entsprechende Qualität dafür bekommt!
Und da schließe ich mich seiner Meinung aber sowas von an!

Vielleicht verstehe ich Dich auch nur falsch?

Viele Grüße

Optix


 
Veröffentlicht : 17.02.2006 11:40
(@Eberhard-Luckas)
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Danke Optix,

Hallo Mistral,

Du hast ja wirklich schlechte Erfahrungen, warum nur????

Bei mir erhält der Kunde das, was er möchte. Ich zwinge niemanden zu teureren Gläsern, nur um mehr Umsatz zu machen. Bei mir gibt es auch preiswertere. Aber ich erkläre die Unterschiede und genau da setzt mein Kunde seinen Maßstab an Er weiß, daß er mir vertrauen kann, daß ich für seine Bedürfnise (die ich längst erfragt habe) das richtige Glas finde.
Was ist daran falsch, frage ich Dich?

Gruß
Eberhard


 
Veröffentlicht : 17.02.2006 14:53
(@Mistral)
Beiträge: 173
Estimable Member
 

Hallo Eberhard,

ich war vor einer Stunde bei einem Optiker und habe noch einmal den Radius meiner Augen in Hinblick auf die Kontaktlinsen messen lassen.
Weil ich nun das Messergebnis mitbekommen habe sehe ich, das es nicht so ist, wie die beiden anderen Kontaktlinsenspezialisten mir immer gesagt haben, das beide Augen gleich sind. Das eine Auge ist aber geringfügig flacher, und bestätigt das, was ich immer festgestellt habe. Das entweder die eine Linse passt oder die andere.

Aber ich durfte trotz Nachfrage diese Vermessung nicht bezahlen. Vermutlich wird dann der nächste Gläserkunde diese offene Rechnung von mir mitbezahlen müssen.
Wie kann dann dieser den Preis für die Gläser als angemessen empfinden, wenn er dabei die offenen Zechen anderer Kunden mit bezahlen muss ?

Mehr Umsatz durch teurere Gläser bedeutet nicht unbedingt eine besseres Wirtschaftsergbnis. Es ist eine Frage der Betriebskalkulation.
Wenn du mich nach meinen schlechten Erfahrungen fragst. Ich habe sogar den Optiker gefragt, der das Videoverfahren hat, bei dem ich gerne gekauft hätte. Den ich schätze. Ob er mir preisgünstige asphärische Gläser anbieten kann. Und ich frage schon aus Prinzip nie.
Die günstigen asphärischen Gläser hätten Verzerrungsprobleme und seine Gläser kosten 400,- Euro das Paar.
Wie soll ich denn jetzt einen Optiker finden, der mir asphärische Gläser für eventuell 200,- Euro das Paar anbietet ?

Soll ich jetzt durch alle Geschäfte laufen und jeden Optiker fragen ob er mir Gläser für 200,- Euro anbietet und womöglich auch noch das Videoverfahren hat. Kein Optiker gibt im Schaufenster Auskunft über das, was er verkaufen könnte.
Das Optikergeschäft das ich gefunden habe, biete nun aber das Paar asphärische Gläser für rund 100,- Euro an. Was soll ich denn nun machen ?
Weiter suchen ? Es also nicht honorieren das mich hier ein Optiker über seine Möglichkeiten informiert, bevor ich sein Geschäft betrete. Bevor ich ihn persönlich frage und seine und meine Zeit in Anspruch nehme, für etwas was ein kurzer Blick auf seine Preisliste mir sagen würde. Es mir leicht macht, mit ihm über das zu sprechen, was mich vordringlich interessiert. Ob er mir in meiner Preiskategorie etwas verkaufen würde.
Ich will ihn weder in seiner Ertragsrechnung beeinflussen noch sonst etwas. Ich möchte eine Glas von einem billigeren Hersteller, das er für akzeptabel hält, und mich an diesem billigeren Einkauf teilhaben lassen.
In Anerkennung seines Bemühens, mich von sich aus durch ein allgemeines Angebot über seine Leistungen zu informieren, nehme ich nun die Gläser, die noch billiger sind als meine Wunschvorstellung.

Optix schreibt
>
Der Optiker ist gefordert, auf die Ansprüche des Kunden einzugehen, und ihm dann die Lösung dafür anzubieten.
>
Marktwirtschaft ist Angebot und Nachfrage. Nicht nachfragen und anbieten. Und wie ist es mit den Ansprüchen des Kunden, die er nicht formulieren kann, weil er keine Kenntnis davon hat ?

Wenn also die reiche Kundin gerade eine neue Gleitsichtbrille für 2.000 Euro bestellt, die so gut zu dem neuen Kleid passt. Kann dann der Optiker vermuten das bei diesen sehr teuren Gleitsichtgläsern ein Bedarf an einer sehr genauen Brillenanpassung besteht ? Muss er sie über das Videoverfahrne infomieren das gerade bei den Gleitsichtglässern von besonderem Vorteil ist. Das er ihr aber nicht anbieten kann, weil er aus wirtschaftlichen Gründen diese Anpassung seinen Kunden nicht kostenlos zur Verfügung stellen kann.
Ihr raten in die Innenstadt zu fahren und diese Gleitsichtgläser bei einem grossen Optiker zu kaufen, der über diese Verfahren verfügt, über das sie von mir Kenntnis erlangt hatte ?

Was daran falsch ist, fragts du. Falsch ist mit Sicherheit das ich nicht dein Kunde bin und mir damit ohne Mühe viele schlechte Erfahrungen erspart habe.
Aber Erfahrungen bereichern auch das Leben. Und ich bin durch mein Wissen von diesen Erfahrungen nicht wirklich betroffen. Freimütig berichte ich hier einem, vermutlich, interessierenten Kreis aus der Sicht eines Optikerkunden. Obwohl ich eigentlich keine rechte Zeit mehr dazu habe.
Eines Kunden der im Grunde nicht gewillt ist ein Optikergeschäft zu betreten und das darum lange vor sich herschiebt. Vor dem Problem scheut, sich ersteinmal der Beratung zu erwehren, aber trotzdem irgendwie dezent das Geschenk erlangen muss, den Radius der Augen vermessen zu bekommen. Weil ich das nicht als direkt verkäufliche Ware bekommen kann.
Wie bringe ich jemanden dazu mir etwas bestimmtes zu schenken, was dann ein anderer bezahlen muss ? Eigentlich Politik, oder ?

Berichte aus der Sicht eines, leider intensiven, Optikerkunden, der auch versucht die wirtschaftlichen Interessen eines kleinen Optikergeschäftes gleich an der Ecke zu beachten.

Viele Grüsse

Mistral


 
Veröffentlicht : 17.02.2006 16:22
(@Eberhard-Luckas)
Beiträge: 0
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Hallo Mistral,

Zitat
Aber ich durfte trotz Nachfrage diese Vermessung nicht bezahlen. Vermutlich wird dann der nächste Gläserkunde diese offene Rechnung von mir mitbezahlen müssen.
Wie kann dann dieser den Preis für die Gläser als angemessen empfinden, wenn er dabei die offenen Zechen anderer Kunden mit bezahlen muss ? Zitat Ende

Wieso? Der Optiker hat kostenlose Leistung erbracht. Warum sollte er sie dem nächsten Kunden oben drauf rechnen?

Zitat
Das Optikergeschäft das ich gefunden habe, biete nun aber das Paar asphärische Gläser für rund 100,- Euro an. Was soll ich denn nun machen ? Zitat Ende

Dem Braten nicht trauen.

Zitat
Weiter suchen ? Es also nicht honorieren das mich hier ein Optiker über seine Möglichkeiten informiert, bevor ich sein Geschäft betrete. Bevor ich ihn persönlich frage und seine und meine Zeit in Anspruch nehme, für etwas was ein kurzer Blick auf seine Preisliste mir sagen würde. Es mir leicht macht, mit ihm über das zu sprechen, was mich vordringlich interessiert. Ob er mir in meiner Preiskategorie etwas verkaufen würde. Zitat Ende

Das macht jeder Optiker tagtäglich
Mit dem interessierten Kunden Preise vergleichen, Kostenanschläge schreiben und hoffen, der Kunde kommt wieder.

Zitat
Wenn also die reiche Kundin gerade eine neue Gleitsichtbrille für 2.000 Euro bestellt, die so gut zu dem neuen Kleid passt. Kann dann der Optiker vermuten das bei diesen sehr teuren Gleitsichtgläsern ein Bedarf an einer sehr genauen Brillenanpassung besteht ? Muss er sie über das Videoverfahrne infomieren das gerade bei den Gleitsichtglässern von besonderem Vorteil ist. Das er ihr aber nicht anbieten kann, weil er aus wirtschaftlichen Gründen diese Anpassung seinen Kunden nicht kostenlos zur Verfügung stellen kann. Zitat Ende

Bei mir wird jede Brille mit Videoinfral zentriert, ob es die Billigbrille ist oder die 2000 € Brille!!

Zur Linsenanpassung und auch zu den Kontrollen gehört die Vermessung der Hornhautradien, wer das nicht macht, sollte keine KL anpassen.

Gruß
Eberhard


 
Veröffentlicht : 17.02.2006 17:08
(@hanasvioline)
Beiträge: 2
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Hallo Mistral,

wenn ich Dich richtig verstanden habe, möchtest du nichts geschenkt bekommen, sondern für Leistungen, die du erhältst auch bezahlen. Dieser Ansatz ist sehr ehrenwert und hebt Dich von der „Geiz ist geil“-Mentalität ab. Du gehörst ganz offensichtlich zu denen, die verstanden haben, dass es nichts umsonst gibt, sondern dass es nur manchmal sein kann, dass jemand anders die Zeche zahlt. Eigentlich ein sehr lobenswerter Ansatz. Nur, so einfach ist das Leben nun auch wieder nicht. Man kann eben nicht alles mit Geld bezahlen. Für den Optiker, von dem du irgendeine unbezahlte Dienstleistung erhalten hast, ist eine Weiterempfehlung bei Bekannten (d.h. neue Kunden!), sicher mehr Wert als die 15 Euro, die du ihm gezahlt hättest.

Vom speziellen hier diskutierten Fall aufs große und ganze angewandt. Das Leben besteht aus Geben und Nehmen! Solange man bereit ist zu geben, d.h. sich irgendwo irgendwie im Rahmen seiner Möglichkeiten für andere einzusetzen, kann man auch nehmen. Das man dabei in den seltensten Fällen der Person zurück gibt, von der man genommen hat, spielt keine Rolle, solange möglichst viele mit machen und sich der Kreis irgendwo wieder schließen kann.
Dieser Ansatz ist natürlich ein bisschen idealistisch, das gebe ich zu. Aber deine Hoffnung, sich von jeder Verpflichtung freikaufen zu können, funktioniert auch nicht.

Aber das hat jetzt wirklich nichts mehr mit der Frage von Optix und auch nicht mehr mit diesem Forum zu tun.

Einen schönen Abend noch!
Hana


 
Veröffentlicht : 17.02.2006 22:14
(@Optix)
Beiträge: 76
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Themenersteller
 

So ist sie halt, die freie Marktwirtschaft!

Das alles hört sich nach einer "Milchmädchenrechnung" an.
Ob die Gläser nun 20 Eur weniger kosten, aber für die Refraktion 20 Eur draufgeschlagen werden, kommt auf das gleiche raus.

Wenn sich jemand dazu entschließt, eine Dienstleistung ohne Kosten für den Kunden anzubieten, ist das die Sache des Geschäftsmanns oder der Geschäftsfrau.
Das ändert nichts an der geforderten hohen Qualität der Leistung, die es zu erfüllen gilt!

Wenn mein Auto in der Inspektion ist, nehme ich gerne den Shuttle-Service in Anspruch. Sicher bin ich nicht verlegen, dem Fahrer meine Kritik an seinem Fahrstil mitzuteilen, wenn mir davon schlecht wird!

Mir will nicht wirklich einleuchten, warum Du denkst, dass Du mit dem Kauf bei dem "kleinen, teuren Optiker an der Ecke" die Ketten unterstützt.

Abgesehen davon
Alles, was auf den Markt geworfen wird, ist zunächst mit Kosten verbunden.
Die Neuwagen beim Händler am Ortsausgang hat der auch erstmal bezahlt, bevor er sie austellen konnte!

Das eigentliche Thema betreffend

Ich persönlich rechne nicht mit einer flächendeckenden Markteinführung solcher Gläser. Es wird aber, wie immer, jene Spezialisten geben, die ihrem Kunden das Maximum anbieten möchten. Und für die wäre das schon eine feine Sache!

Viele Grüße

Optix


 
Veröffentlicht : 21.02.2006 09:37
(@Eberhard-Luckas)
Beiträge: 0
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Hallo Optix,

auch nur zum Thema

es wäre doch schon gut, wenn alle Kollegen, die Videoinfral oder ähnliches nutzen, das auch bei jeder Brille verwenden würden. Ich sehe nicht ein, daß ich noch ein Pupillometer verwende, wenn ich so ein sündhaft teures Messgerät mein eigen nenne. Oder sehe ich das zu eng?

Gruß
Eberhard


 
Veröffentlicht : 21.02.2006 12:59
(@Optix)
Beiträge: 76
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Themenersteller
 

Tust Du nicht!

Warum was neues beschaffen, oder in alte Gewohnheiten zurückfallen, wenn man die vorhandenen modernen Resourcen nicht auch zum gewünschten Zweck benutzen kann?

Wie ein Pupillometer im Vergleich zum Infral von der Genauigkeit abschneidet, brauch hier wohl garnicht diskutiert zu werden. Zwinkert

Viele Grüße

Optix


 
Veröffentlicht : 21.02.2006 13:14
(@Mistral)
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>wenn ich Dich richtig verstanden habe, möchtest du nichts geschenkt bekommen,
>

Das ist nicht ganz richtig Hana. Die mehr oder weniger schlechten Erfahrungen die ich mache, sind Strukturbedingt.

Damit, das die Optikerleistungen überwiegend nur als Geschenk erhältlich sind, wird dem Kunden die Möglichkeit genommen daran Kritik zu üben, auf deren Vollständigkeit zu drängen. Die Vervollständigung der Leistung währe ein weiteres Geschenk, auf das zu drängen mehr als unhöflich ist.

Der Optiker mag so altruistisch sein, wie es irgend geht. Etwas zu essen und die Ladenmiete muss er trotzdem irgendwie zusammen bringen.
Seine Geschenke schlagen sich in Form von Beratungszeit und/oder Material sowie der zur Verfügungstellung seines Geschäftes und der Einrichtung für die Zeit der Beratung, die Beleuchtung, als Kosten in der Kalkulation nieder.
Sei es als Gesamtkosten seines Unternehmens bezogen auf eine Minute Öffnungszeit. Oder als Stückkosten je verkauftes Brillenglas. In welcher Form auch immer bezahlt der Kunde diese Kosten.

Und wenn die Kosten nicht da berechnet werden, wo sie entstehen. Wenn dem Kunden der die Dienstleistung erhält diese Kosten nicht direkt berechnet werden, belasten diese Kosten an einer anderen Stelle ein anderes Produkt und führen dort zu einem entsprechend höheren Verkaufspreis.

In der Hoffnung das das entsprechend höher belastete Gut auch gekauft wird.
Der Optiker bringt sich somit durch seine eigene Betriebskalkulation in Zugzwang. Dinge teuer verkaufen zu müssen, um die Kosten zu erwirtschaften, die er nicht da berechnet hat, wo sie angefallen sind.

Oder anders gesagt. Der Verkaufspreis eines Brillenglases könnte gesenkt werden, wenn er weniger mit den kalkulierten Geschäftskosten belastet wird. Und dafür, zum Beispiel die Optikerleistung dem Kunden direkt berechnet wird.
Wenn zum Beispiel die Gesamtkosten eines kleinen Geschäftes 100.000,- Euro betragen würde bei 500 verkauften Glaspaaren im Jahr jedes Glaspaar mit 200,- Euro Geschäftskosten belastet sein.

Wenn aber für diese 500 Glaspaare nur 250 Refraktionen erforderlich sind, und diese Refraktionen direkt mit je 20,- Euro abgerechnet werden, würde dieser Ertrag die Kosten pro Glaspaar um 10,- Euro senken.

500 Glaspaare sind 500 Brillenanpassungen. Scheint also neutral.
Aber wenn je Brillenanpassung 20 Euro berechnet werden, würde es die Kosten je Glaspaar um weitere 20 Euro senken.
Nur der Kunde, der ein eigenes Gestell hat, muss diese 20,- Euro bezahlen. Und auch die 15,- Euro für das Einschleifen. Somit kann der Optiker, ohne die geringste kalkulatorische Einbusse, jedem Kunden anbieten, seine um 45,- Euro im Preis gesenkten Gläser, in das Brillengestell einzusetzen, das der Kunde zu Weihnachten von der Oma geschenkt bekommen hat. Wobei dieser Kunde von diesen 45,- Euro nur 35,- zusätzlich zu den Gläsern bezahlen muss. Wenn er keine zusätzliche Refraktion wünscht.
In den Preisen für die zu verkaufenden Brillengestelle sind die Kosten für das Einschleifen und Anpassen der Brille offen im Verkaufspreise ausgewiesen.

Der Optiker steht mit einem um 45,- Euro geringeren Preis für das Glaspaar im Wettbewerb.
Und es ist ihm von seinem Ertrag her völlig egal ob der Kunde ein neues Brillengestell kauft oder nicht. Weil die Kosten für die erforderliche Arbeit so oder so gedenkt sind. Und auch eine etwa gewünschte Refraktion belastet den Preis für die Gläser nicht.

Dann erbringt das kleine Optikergeschäft an der Ecke den Grossteil der Produktberatung für den Markenhersteller und zahlt im Einkauf die höchsten Preise für dieses Markenprodukt. So das der Kunde, der bei seinem kleinen Optikergeschäft die dort erforderlichen hohen Preise für das Markenglas bezahlt, aber damit indirekt, über die Verteilerstelle Markenhersteller, zu den Gewinnen der Grossen Geschäfte, die diese Markenware wesentlich billiger einkaufen können, beiträgt.

Ich bezahle bei meinem kleinen Optiker an der Ecke die bei ihm erforderlichen hohen Preise und trage damit, über die unterschiedliche hohen Einkaufspreise des Optikers bei dem Markenhersteller, zu dem Gewinn der grossen Ketten bei.

Das alles gefällt mir nicht an dieser Art von Geschenken.

Aber du hast recht. In das Forum gehört nur die Kritik an der oft nicht so überzeugenden Optikerleistung. Aber nicht die Sachzwänge, die dafür verantwortlich sind. Die Frage, warum die Optiker auf ihre Kosten ein neues Produkt in den Markt einführen wollen ?

Viele Grüsse

Mistral


 
Veröffentlicht : 21.02.2006 13:19
(@Mistral)
Beiträge: 173
Estimable Member
 

Der Fortschritt von Heute ist der Standard von Morgen. Und die Forumsmitglieder sind durchaus deren Wegbereiter.
Aber Modernität ist nicht nur ein Begriff für Industrieprodukte. Auch das Denken kann modernisiert werden.

Weder die extreme Genauigkeit des Pupillometers noch die allerbeste Glassorte wird den Kunden von Bettina von seinen Kopfscherzen befreien. Die die Unzufriedenheit des Auges mit der so genau und mehrfach überprüften, absolut richtigen Brille ausdrückt.
Nicht nur einem der empfindlichsten Messgeräte, sondern auch einem Messgerät das bei Unzufriedenheit erheblichen Ärger macht. Somit das einzig massgebliche Messinstrument.

Das ist zwar kein Argument dagegen, das eine Handvoll Menschen in der Lage ist eine Sonde zum Mars zu senden. Aber die Brille soll die Zufriedenheit der Augen erreichen. Nicht das Auge die Zufriedenheit des Refraktionisten.

Und wenn jetzt schon nicht die Denkweise auf die Bescherden der Augen hört, wird sich bei den extrem genauen Geräten die Zahl derer erhöhen, die unter Ihrer Brille ein Leben lang leiden. Ich konnte mir nach 40 Jahren endlich selber helfen. Zurück zum Helfe dir selbst !

Viele Grüsse

Mistral


 
Veröffentlicht : 24.02.2006 08:40
(@Optix)
Beiträge: 76
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Themenersteller
 

Mit der (noch theoretischen) Möglichkeit ein Brillenglas optisch perfekt zu machen, sind Beschwerden sicher reduzierbar.
Jedoch nicht immer vermeidbar!

Das kann man sicher nicht mit dem allerbesten Gerät oder Glas erreichen.
Das hängt aber nicht nur von der Optik ab.
Es gibt halt nun mal doch den Einen oder Anderen, der einfach Schwierigkeiten hat.

Wie wäre es, die ständigen Probleme der Asphären bei Myopen durch diese Freiflächengestaltung der Brillengläser auf ein Minimum zu reduzieren?

Das würde auch den größten technischen Aufwand rechtfertigen...

Viele Grüße

Optix


 
Veröffentlicht : 01.03.2006 12:54
(@Optix)
Beiträge: 76
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Themenersteller
 

Nach langer Abstinenz würde mich doch interessieren, ob es zu diesem Thema noch weitere Meinungen gibt!?

Viele Grüße

Optix


 
Veröffentlicht : 11.05.2006 09:32
(@Ulrike1)
Beiträge: 69
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Hallo Optix,
Also zu den technischen Details, was möglich ist, Sinn macht etc. kann ich nichts sagen, da ich "Kundin" bin, nicht Optiker.

Grundsätzlich wäre ich schon bereit, für ein Glas mehr zu zahlen, wenn es mir wirklich einen Vorteil bringen / meine Sehprobleme verringern würde. Allerdings müsste dieses besser Sehen für mich schon bemerkbar sein und die erzielte Verbesserung in einem angemessenen Verhältnis zum höheren Preis stehen.


 
Veröffentlicht : 12.05.2006 07:05
(@Optix)
Beiträge: 76
Trusted Member
Themenersteller
 

Nach einiger Arbeit mit diesem Thema komme ich zu dem Schluß, dass das ganze nur dann Sinn macht, wenn ein hoher Visus vorliegt. Damit kann ich dann eine sog. "Supervision" erreichen.

Für den "Otto-Normal"-Brillenträger wird das wahrscheinlich nicht sonderlich attraktiv sein.
Spitzensportler, die eine Sehleistung von mehr als 2.0 erreichen können, könnten aber davon profitieren. Da es sich hier aber um einen sehr kleinen Anteil als Zielgruppe für die Industrie handelt, wird wohl kaum jemand diese Schiene fahren.

Es sei denn, die Marketing-Abteilung leistet mal wieder Überzeugungsarbeit...

Viele Grüße

Optix


 
Veröffentlicht : 12.05.2006 21:06
(@Jochen)
Beiträge: 49
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Tschuldigung, ich hab nicht alles gelesen...
Bevor ich richtig viel Geld für Gläser rüberschiebe hätte ich zunächst gerne eine bezahlbare Fassung, die auf meine Nase paßt und mir ne Chance gibt erhobenen Hauptes mein hochgezogenes Knie zu sehen. Das einzige Angebot, was ich in diese Richtung bekam Bohrbrille + Gläser Freestyle. - Verdammt teuer, weder mein Stil, noch sinnvoll, weil notwendiger Kunststoff nur eingeschränkt mißhandelbar.

Ich würde für ein Maßgestell ein bißchen was zahlen und mich auch selbst um die Lackierung kümmern. Aber welcher Optiker will oder kann heute noch löten?

Wahnsinnsgläser Wenn mir jemand erklären könnte, was es mir bringt würde ich wohl zahlen, falls mich das Produkt überzeugt. Andereseits schaffe ich den ollen LKW Sehtest eigentlich nie und sehe mit Kontaktlinsen am besten, also bin ich ev. die falsche Zielgruppe. Uberhaupt müßte das Glas dann nicht ein verkitteter Achromat sein?


 
Veröffentlicht : 07.06.2006 14:06
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