Ich habe beobachtet, dass bei monokularer Refraktion die Akkommodation des Auges eine Abweichung von ca. 0,25 dpt verursachen kann.
Die Ausgangswerte am rechten Auge waren +1,25 -1,25 93°.
Ich hatte ein „irritierendes“ Gefühl und ließ nachmessen. Der Optiker kam auf +0,75 -0,75 93°, was aber nicht meinem Gefühl entsprach, denn eine Abweichung von 0,5 dpt im vertikalen Hauptschnitt hätte ich stärker gefühlt.
Also ging ich nach Hause und ließ mir am Bildschirm ein Fadenkreuz mit einem Pixel Stärke anzeigen, um die Refraktion getrennt nach Hauptschnitten zu überprüfen. Dabei machte ich folgende Feststellungen
Bei monokularer Betrachtung erfolgte Akkommodation eher zufällig je nach dem wie schnell das Auge eine verbliebene Abweichung weg akkommodierte.
Nur bei binokularer Betrachtung wurde immer „richtig“ eingestellt. Um diesen Effekt zu erhalten, habe ich gecovered und jeweils das freie Auge bewertet, bevor die Akkommodation wieder nachstellte.
Da ich zu Hause keine Linsen zum Korrigieren hatte, habe ich die Scharfstellung der Hauptschnitte beider Augen über die Entfernung abgeglichen. Näher gehen zum scharf Stellen bedeutet zu hoher Pluswert, entfernen bedeutet zu niedriger Pluswert. Dies habe ich bei 2m Entfernung und mit vorgesetzter Addition von 2dpt bei ca. 45cm Entfernung gemacht.
Ausgehend vom linken Auge, das ich als richtig korrigiert einstufen konnte, habe ich aus den Entfernungsunterschieden ermittelt, dass beim rechten Auge im vertikalen Hauptschnitt ca. 0,25 dpt zu viel und im horizontalen Hauptschnitt ca. 0,25 dpt zu wenig waren. Dies passte auch besser zu meinem Gefühl einer nur geringen Abweichung.
Daraus ergab sich für das rechte Auge folgender Brillenwert +1,00 -0,75 93°
Damit ging ich zum Optiker, der mir das nicht glauben und mich noch mal nachmessen wollte. Ich bestand dabei aber auf „mein Covern" und wir kamen bei ihm tatsächlich auch auf meine Werte. Der Visus rechts stieg dabei von 1,2 auf 1,6. Also jetzt beide Augen 1,6.
Warum der Optiker dann meinte, er würde trotzdem lieber „seine“ Werte geben, blieb mir verborgen. Er notierte „+1,00 -0,75 93° auf Wunsch des Kunden!!!“
Hui, Respekt!!!! Deinen Optiker hast Du damit bestimmt etwas "madig" gemacht...ohne Geräte selbst die Augen "vermessen" und dann kommt noch ein besserer Visus raus, als wenn vom Optiker gemessen....
LG
Kerstin
Hallo Kerstin,
vielen Dank für die Blumen aber bei meinen aus Indizien abgeleiteten Werten ging es ja nur um kleine Abweichungen, die eigentlich nicht größer als 0,25 dpt in den Hauptschnitten sein konnten. Da hat fast schon das Wissen um die Richtung gereicht. Eine ungewollte monokulare Akkommodation war mindestens so groß, die musste ich verhindern.
Diesen Beitrag habe ich gedacht für
- Fachleute, um darüber nachzudenken, ob Covern bei Refraktion sinnvoll wäre und
- Ratsuchende, die gefragt hatten, welche Zylinderwerte korrigiert werden sollten - ich würde heute sagen ab 0,5 dpt - korrekte Refraktion vorausgesetzt, was offenbar nicht selbstverständlich ist.
Und weil ich schon mal beim Optiker war, wollte ich gleich noch nach einer möglichen Phorie/Tropie sehen. Also bat ich ihn, mir das Kreuz anzuzeigen und Polarisationsfilter vorzustecken. Ich habe mich dann selbst gecovered. Alles blieb unter 0,25pdpt. Er hat das Kreuz zwischendurch mal auf 0,5 pdpt gestellt, damit ich eine Referenz hatte.
LG
Dieter
Dieter schrieb
Und weil ich schon mal beim Optiker war, wollte ich gleich noch nach einer möglichen Phorie/Tropie sehen. Also bat ich ihn, mir das Kreuz anzuzeigen und Polarisationsfilter vorzustecken. Ich habe mich dann selbst gecovered.
LG
Dieter
wenn ich das nächste Mal zum Optiker gehe, habe ich Ähnliches vor MKH nur so,wie ich es möchte...
mal sehen, ob ich ihn bremsen kann.
LG
Kerstin
Hallo Dieter,
sehr empfehlen kann ich Dir auch die Rasterbrillen, womit man wenn man gaaaaaanz fleißig übt auch Ammetropien von mindestens +/-4dpt einfach so wegzaubert...
Hallo peter83,
ich kann mich nicht erinnern, irgendetwas "weggezaubert" zu haben, schon gar nicht +/-4dpt! Im Gegenteil, es ging darum, entspannte Akkommodation herbeizuführen, weil monokular immer das Bestreben besteht, eine vorhandene Ametropie (mit einem m) zu akkommodieren.
Hier zur Hilfe die Formen der Ametropie
Als Hyperopie wird eine Ametropie bezeichnet, wenn das Abbild des im optisch unendlichen liegenden Gegenstandes bei entspannter Akkommodation hinter die Netzhaut zu liegen kommt.
Als Myopie wird eine Ametropie bezeichnet, wenn das Abbild des im optisch unendlichen liegenden Gegenstandes bei entspannter Akkommodation vor die Netzhaut zu liegen kommt.
Als Astigmatismus wird eine Ametropie bezeichnet, wenn parallel einfallende Lichtstrahlen abhängig von ihrer Einfallsebene unterschiedlich stark gebrochen werden.
Entspannte Akkommodation - genau das wollte ich sicherstellen.
Gruß Dieter
*psssst*
Akkomodation auch nur mit einem "m".

Ach Nicole1,
erst vergewissern und dann schreiben
Spanisch acomodar
Lateinisch accomodare
Italienisch accomodare
Deutsch akkommodieren
Englisch accommodate
Französisch accommoder
Gruß,
Dieter
Dann steht es auf gaaanz vielen Seiten falsch drin.
hier und hier auf einer Seite der Uni Münschen auch............
Und auch DocCheck schreibt es mit nur einem "m"....................
Und hier die Schreibweisen auf englisch und deutsch.
Laut Medizinlexikon
Akkomodation
Akkomodation
"Akkomodation (schreibweise auch Akkommodation) Scharfstellung (""Fokussierung"") des Bildes auf der Retina (Netzhaut). "
Ich finde fast nur die Schreibweise mit einem "m", was auch Sinn macht, wenn man vom Ursprung ausgeht. 
Hallo,
Nicole1 Dann steht es auf gaaanz vielen Seiten falsch drin.
hier und hier auf einer Seite der Uni Münschen auch ............Und auch DocCheck schreibt es mit nur einem "m"....................
man darf halt nicht alles glauben was im Netz steht - wenn es da "nur" Rechtschreibung ist, macht es ja nichts.....
Diesen Beitrag habe ich gedacht für
- Fachleute, um darüber nachzudenken, ob Covern bei Refraktion sinnvoll wäre und
ja das finde ich auf alle Fälle immer interessant ob ein Schielen vorhanden ist. Gerade für die Zentrierung der Gläser kann sowas eine Rolle spielen - etc.
Hallo Dieter,
sehr empfehlen kann ich Dir auch die Rasterbrillen, womit man wenn man gaaaaaanz fleißig übt auch Ammetropien von mindestens +/-4dpt einfach so wegzaubert...
ja! hasst Du diese Erfahrung mach können?? Ich bin da anderer Meinung. Aber ich freue mich über Quellenangabe und Erfahrungsaustausch.
viele Grüße
Georg
Akkommodieren mit zwei m steht in
Knaurs Fremdwörterlexikon
WAHRIG Die deutsche Rechtschreibung
Der Große Duden Leipzig 1941 !
Otto Dornblüth Klinisches Wörterbuch
Meyers Lexikon online
Uni Bremen
Uni Hannover
Uni Hamburg
Wikipedia
www.wissenschaft-online.de/abo/lexikon/physik/285
usw.
Hallo Leute,
was ich eigentlich schreiben wollte, heute Vormittag habe ich die Brille mit dem ausgetauschten rechten Glas geholt. Toll wie gut man bei beidseitig Visus 1,6 sieht.
Neugierig wie ich war, habe ich beim Optiker noch den Visus ohne Brille überprüft, fast 1,2 binokular.
Gruß
Dieter
peter83 schrieb
Hallo Dieter,
sehr empfehlen kann ich Dir auch die Rasterbrillen, womit man wenn man gaaaaaanz fleißig übt auch Ammetropien von mindestens +/-4dpt einfach so wegzaubert...
peter83 schrieb
@georg
war jetzt nicht so ganz ernst gemeint...
Wenn es nicht ernst gemeint war, was dann?
Nur "dumms Gschwätz" wie die Schwaben sagen würden?
Hallo Georg und Interessierte,
hier meine "Refraktion" vom 21.01.2008 mit vorhandenen Gläsern der Stärken 2 und 2,5 sowie 2+2,5=4,5 dpt am Fadenkreuz.
Im horizontalen Hauptschnitt konnte ich auf 2 m fast scharf sehen (geschätzte 0,25 daneben). Ansonsten habe ich nach der Physik extrapoliert. Eine Brille hätte danach R und L +1,00 -0,75 A90 gehabt. (Aktuelle Werte R +1,00 -0,75 A90 L +0,75 -0,50 A99)
Gruß
Dieter
P. S. @peter83 Wer lesen und Physik kann ist klar im Vorteil. 
Oh man, ihr seid ja ganz lustig drauf.....ich werte es mal als nettes Geplänkel über das ihr alle drei schmunzeln könnt.... jeder hat was abgekriegt,gelle? P
Dieter, Deine Tabellen sind genial - NEID!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! Meine Stärken liegen da eindeutig nicht. Die zu interpretieren dauert länger,als 2 Seiten zu lesen (ich kann aber extrem schnell lesen).
LG
Kerstin
Georg Scheuerer schrieb 16.04.2008 1204
ja das finde ich auf alle Fälle immer interessant ob ein Schielen vorhanden ist. Gerade für die Zentrierung der Gläser kann sowas eine Rolle spielen - etc.
Das fällt mir erst jetzt auf, Du dachtest dabei an Schielen, was ja auch richtig ist. Das Covern machst Du aber nicht bei der Refraktion.
Aber hier geht es um Covern bei der Refraktion, um die unerwünschte Akkommodation bei der monokularen subjektiven Refraktion zu vermeiden.
Das ist NICHT normal!!!!!!!!!!!!!!! Das hat sich die Allgemeinheit der Orthoptistinnen und AÄ aber so zurechtgebastelt.... es entbehrt jeder wissenschafltich korrekten Grundlage.
Getropft ist die Akkommodation des Auges "gelähmt" - das heißt, es kann nicht auf Nah und Fern schalten und dadurch nicht scharf stellen. Der Vorteil Bei weitsichtigen Kindern kann man so die objektive Übersichtigkeit ermitteln. Die Größe des Augapfels bestimmt ja u.a.die Übersichtigkeit. Jeder Mensch hat nun aber andere muskuläre Fähigkeiten zu akkommodieren, wenn das Auge nicht getropft ist. Die einen können es sehr stark, die anderen nicht so gut - je nach Beschaffenheit der Muskeln. Manche Kinder können eine Übersichtigkeit von 14 Dioptrien wegakkommodieren, andere brauchen schon ab 2 DPT. unbedingt eine Brille, um in der Nähe scharf sehen zu können.
Keine Orthoptistin kann Dir sagen, wie die Augenmuskeln Deines Kindes beschaffen sind und was die so wegakkommodieren können. Und Deine Orthoptistin hat ihn nicht mal ungetropft gemessen. Daran hätte sie schon viel erkennen können -z. B. ungetropft gibt er +1,0 her, getropt +5,0 - er kann also 4 Dpt. wegakkommodieren. Ein anderer gibt ungetropft +4 her,getropft auch +5,0 - der kann also nicht so viel wegakkommodieren.
Aber die Damen Orthoptistinnen ziehen pauschal bei allen Kindern +0,5 Dpt. ab und dann passt's scho....solche Brillen sind in der Regel nie verträglich.
Danke Kerstin für diese Erklärung, die Du an anderer Stelle geschrieben hast. Vielleicht kann ich damit verdeutlichen, was ich mit dem "Covern bei Refraktion" erreichen möchte Eine Vermeidung der Akkommodation wie durch das Tropfen.
Hallo Dieter,
Deine Refra beim Optiker war doch eine Fernpunktrefra, oder? Also auf 5-6 m. Ich versteh irgendwie nicht ganz was Du mit Covern meinst, bei dieser Refra. Im Normalfall macht man ja eine monokulare Refra R/L und deckt dann halt auf. Dann Abgleich usw. Wie und wann hast Du denn da gecovert. Das mit der Akko kenn ich halt nur in Vorbereitung zur MKH, wo man nicht an Optotypen beide Augen aufdeckt und daher nach monok. Refra links nochmal rechts gegenprüft. Für eine kurze Erläuterung wäre ich dankbar...
MFG Peter
peter83 schrieb
Hallo Dieter,
Deine Refra beim Optiker war doch eine Fernpunktrefra, oder? Also auf 5-6 m. Ich versteh irgendwie nicht ganz was Du mit Covern meinst, bei dieser Refra. Im Normalfall macht man ja eine monokulare Refra R/L und deckt dann halt auf. Dann Abgleich usw. Wie und wann hast Du denn da gecovert. Das mit der Akko kenn ich halt nur in Vorbereitung zur MKH, wo man nicht an Optotypen beide Augen aufdeckt und daher nach monok. Refra links nochmal rechts gegenprüft. Für eine kurze Erläuterung wäre ich dankbar...
MFG Peter
der dieter hat mit dem "covern" einen binokularen feinabgleich durchgeführt, um refraktionsgleichgewicht R/L zu erzeugen. sollte normalerweise jede refraktion beinhalten!!! (z.B. cowen-test, polarisierter zweireihiger buchstabentest, etc.)