Hallo fleur.
Zu
„warum finde ich dann im Internet aussschliesslich Berichte darüber, dass die Prismenwerte ansteigen, bis eine OP nötig ist? ?Oftmals wird sogar von einer 2. OP gesprochen.“
Vielleicht liegt das daran, dass schlechte Nachrichten sich besser verbreiten als gute. Aber erlich gesagt weiß ich es nicht und kann auch nur sagen, was die Statistik angeblich sagt, sprich Es kommt in vergleichbar wenigen Fällen zu einer OP.
Zum letzten Beitrag von „granosana“ möchte ich noch folgendes hinzufügen
Eine Winkelfehlsichtigkeit führt immer dann zu Problemen, wenn der Mensch Leistung bringen muss. Bei mir manifestierten sich die Probleme erst als ich im Job sehr gefordert wurde. Bei Deinem Sohn ist wahrscheinlich die Schule die größte Herausforderung.
Darüber hinaus glaube auch ich, dass man von einer Prismenbrille nur psychisch aber nicht körperlich abhängig werden kann.
Viel Erfolg,
Stefan
Ps. Falls Dein Sohn ein ergeiziges Kind ist, würde ich ihn lieber ein bischen bremsen. Gerade Winkelfehlsichtige brauchen mehr und längere Ruhepausen um sich wieder zu erholen. Sonst nutzt alles Lernen nichts.
Hallo Stefan,
auch wenn Du z.Zt. noch diese Erfahrung machen solltest. Es gilt sicher(!) nur solange, wie das Defizit der WF nicht gut kompensiert werden konnte. Oder es gäbe zusätzliche andere Ursachen in der Gesamtproblematik.
Alles andere ist, denke ich, jetzt gut deutlich geworden. Danke!
Bleibt nur noch der Prismenwert selber
8.o cm/m sind nicht ungewöhnlich viel, da es deutlich höhere Werte gibt. Werden über 6.0 cm/m bei einer Erstmessung aufgedeckt, kann man aber zumindest von einer mittl. Fehlsichtigkeit ausgehen, und als Berater, will ich dann gerne schon im Vorfeld auf eine denkbare Möglichkeit eines später möglichen Eingriffs hingewiesen haben.
Stehen nur eher geringe Befindlichkeitsstörungen im Vordergrund, passt dies gerade auch gut zu hohen Werten, da diese vom Körper oft viel leichter kompensierbar sind. Kleine Fehler machen dagegen teilweise die stärkeren Beeinträchtigungen, die typischer Weise auch leichter dem Sehen zugeordnet werden können, da sie direkter reagieren.
"Verschwimmen, Unschärfe, Leseunlust, nur mal als Beispiel.
Bei hohen Fehlwerten (WF) findet man dagegen z.B. häufiger Kreislaufstörungen, chronische Magenprobleme, Kopfschmerzattacken, die allesamt in diesen Fällen med. nicht zugeordnet werden konnten, die aber mit dem SEHEN selbst als Möglichkeit eher seltener verknüpft werden.
Ich möchte mich bei euch ganz herzlich bedanken für all die Informationen, Erklärungen, Aufklärungen etc.
Das hilft mir sehr weiter!!!
Aber ich habe da noch was ;o))
Kann mir bitte jemand erklären, auch in medizinischen Worten, was genau in den Augen abläuft?
Was die Muskeln etc. machen und warum oder wie eine WFS entsteht?
Danke schön!!!
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Viele Grüsse,
Fleur
Hallo fleur,
WF ist ein Bildlagefehler im Augenpaar! Wir nehmen jetzt mal an, beide Augen fixieren ein kleines Objekt in der Ferne. Äußerlich erkennt man keine Störung in der Fixation. Nun wird ein Trennverfahren zwischen das Objekt (Ding) und die Augen dergestalt gebracht, dass jedes Auge nur einen Teil des Gesamtseheindrucks übernehmen kann. Wenn der Prüfling (z.B. das Kind) weiterhin ein korrektes Gesamtbild erkennt, spricht man von der "Winkelrechtsichtigkeit". In jedem anderen Fall erhalten wir durch verschobene Seheindrücke (z.B. beim Kreuztest) das Bild einer Winkelfehlsichtigkeit. Diese kann sich logischerweise in unterschiedlichsten Stellungen (R/L) zueinander zeigen, und vorallem die Grösse der Abweichung variiert durchaus sehr deutlich abhängig vom Gesamtfehlwert in der Augengrundstellung, aber auch wesentlich in Abhängigkeit des Kompensationsfaktors (der individuell vorhandenen Arbeitskraft) beide Bilder trotz Trennverfahren noch zu fusionieren.
Diese Arbeitskraft ist einem körpereigenen Energiefaktor gleichzusetzen, den man durch die Kompensation mittels Brille reduzieren bzw. ausschalten kann. So steht dem Körper vorher nicht mehr freie Energie wieder neu zur Verfügung.
Daneben bewirkt die Korrektion in sehr vielen Fällen eine stabilere Fixierung, was sich in der Summe in besserer Sehschärfe deutlich machen wird. Da Sehen unser Hauptsinn schlechthin ist, bringt auch dies einen Leistungsgewinn z.B. in der Reaktiongeschwindigkeit, Lesegeschwindigkeit, Fehlerreduzierung etc..
Übrigens läuft in den Augen selbst kaum etwas ab. Die Augen sind nur die Antennen des Sehens. Wie Radare werden sie nur aufgehalten, um Signale zu bekommen. Durch Brille sollen alle Signale punktgenauer abgebildet werden. Diese Lichtbilder werden allerdings schon im Augenpaar umtransformiert von Lichtenergie in elektrische Impulse. Je sauberer (störungsfreier) dies abläuft, auch im blitzschnellen Vergleich der Daten, man bedenke, es geht pro Auge um 50 Einzelseheindrücke pro Sekunde, desto geringer fällt ein Rauschen ins Bild (man denke da ruhig an ein Fernsehbild bei athmosphärischen Störungen). Und desto weniger Stress entsteht beim Betrachter, dass sind die vielen beteiligten Sehzentren (z.Zt. ca. 50 verschiedene bekannt) im Gehirn, die dann die Interpreter füttern, damit wir "einen" Seheindruck als Gesamtbild erkennen und dann darauf wieder Einfluss nehmen können. Soviel erstmal!