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Die Abkehr von der Prismenbrille

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(@marie)
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Themenersteller
 
[#3928]

So, liebe Leute, seit heute habe ich meine alten Gläser in der Brille. Ich trage keine Prismen mehr. Bisher bin ich erstaunlich gut zurechtgekommen. Seither hatte ich 8 PD. Jetzt wieder Null. Erstaunt, beinahe umgehauen hat mich die Tatsache, dass ich plötzlich OHNE Prismen viel schärfer gesehen habe als mit.

Ich merke zwar, dass ich mich etwas mehr anstrengen muss im Nahbereich. Aber ich glaube dieses Problem teile ich dann mit allen Altersweitsichtigen dieser Welt.

Was ist passiert? Ich habe einfach kalte Füße bekommen. Mir ist klar geworden, dass man meine Prismen auch bis zum Anschlag hätte treiben können. Ich habe mit der 8er Brille am Ende genauso wenig entspannt sehen können wie jetzt ohne Prismen. Ich bin hundertprozentig ein Fall, dem man hätte jedes mal mehr Prismen einbauen können und jedes mal wäre es kurz super gewesen um dann wieder genauso schlecht zu werden. Alles war mit der 8er Brille genauso wie zuvor ohne Prismen. Mir wurde ja bereits vom Optiker prophzeit, dass ich ein Fall für die OP wäre. Kerstins Beispiel hat mich dann aber ehrlich gesagt wieder abgeschreckt davon. Zunächst hatte ich nämlich nur angenommen mit der neuen Brille plötzlich wieder kein räumliches Sehvermögen zu haben, weil mein Gehirn diese Bilder inzwischen als "normal" betrachtet. Dann wurde mir hier ja aber erklärt, dass es normal sei anfangs plötzlich räumliches Sehen zu haben, dass dann aber wieder verschwindet.

Was ich mit den Kindern mache weiß ich im Moment noch nicht so richtig. Ich denke ich werde zunächst mal einen Augenarzt aufsuchen, der zumindest bei meinem Großen die zu schwachen sphärischen und zylindrischen WErte korrigiert und dann werden wir weitersehen.

Ich hatte gestern ein langes Gespräch mit jemandem aus dem Forum hier und es hat mir sehr viel bedeutet mit ihm sprechen zu können. Ich bin leider etwas enttäuscht und erzürnt darüber, wei wenig Optiker und Augenärzte das hinterfragen was der Patient FÜHLT bei einer Brille und stattdessen einfach nur stur ihren Messungen vertrauen. Mein Kind kam mit seiner 8er Brille nicht klar. Mir selber hat die Brille nicht die DEUTLICHE Verbesserung gegenüber dem ursprünglichen Zustand gebracht. Mich hätte man in Gläser treiben können wie Kerstin sie hatte. Ich habe die Notbremse gezogen und ich werde sie wohl auch für meine Kinder ziehen. Ich bin inzwischen fast so weit zu sagen, dass sie dann eben mit ihren Einschränkungen leben müssen. Ich weiß nicht mehr was richtig oder falsch ist. Es kann sein, ich suche am völlig falschen Ende. Was wenn in Wirklichkeit AD(H)S die Ursache ist? Die erste Prismenbrille bei meinem Großen Sohn war der VOLLE Erfolg. Danach gab es keine solchen Erfolgselebnisse mehr. Seither ist alles schlechter geworden. Ich werde mir einen Augenarzt suchen, der tolerant gegenüber Prismen ist und versuchen ob wir eine Lösung finden. Wenn nicht, dann muss mein Sohn damit warten, bis er das selber entscheiden kann. Ich kann und will ihn nicht in eine womöglich unnötige OP treiben. 8 Prismen waren ihm nicht angenehm, der AA meinte dann aber, dass 8 eher noch zu wenig sei und gab damit dem AO recht. Alleine er trägt derzeit 4 und kommt damit wunderbar zurecht, wenn man mal davon absieht, dass die Brille sphärisch und zylindrisch zu schwach ist. Und nun? Ich weiß es nicht, ich werde Euch auf dem Laufenden halten.

LG und vielen Dank fürs lesen
Marion


 
Veröffentlicht : 28.02.2008 13:03
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(@Kerstin-Harms)
Beiträge: 0
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Liebe Marion,

ihr seid Schieler, ggf. mit Wf. Da ist sowieso alles anders. Insofern ist Deine Notbremse richtig, wenn es Dir Dein Bauch so sagt. Es gibt einfach viel zu wenige Fachleute, egal ob Ärzte oder Augenoptiker, die bei diesem Thema wirklich versiert sind. Ich kann Dich also verstehen! Und wenn bei Sohnemann AD(H)S dahintersteckt, dann gib Dir einen Ruck, und versuche es mit Medikamenten. Die richtige Brillenkorrektion kann zwar bewirken, dass weniger an Dosis des Medikamentes gebraucht wird, aber dafür muss erst mal die richtige Korrekion gefunden werden. Und gerade AD(H)S-ler sind sehr, sehr schwankend in ihren Tagesformen.....

LG
Kerstin


 
Veröffentlicht : 28.02.2008 18:55
(@KerstinEP)
Beiträge: 0
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Was die Schieler und die Prismen betrifft unterschreibe ich Kerstins Posting und ich finde ja grundsätzlich gut, wenn Leute - vor allem Eltern - da auch auf ihren Bauch und ihren Instinkt hören. Ich glaube, das ist vielen verloren gegangen und ich denke, Du machst das schon richtig.

Was die Medikamente betrifft bin ich allerdings völlig anderer Meinung, zumal es meiner Ansicht nach auch gute, alternative Behandlungsmethoden gibt, die man vorab ausnutzen kann. Hinzu kommt allerdings auch, dass ich doch relativ viel über Deinen Großen weiß und so wie ich das einschätzen kann (aus der Entfernung) würde ich dem niemals diese Hammermedis geben.Das sind doch Dröhnungen, die man nicht mal "einfach so versucht".
Ganz ehrlich Marion, lass ihn erst mal auf der neuen Schule ankommen. Er hat sich die Empfehlung so hart erkämpft und unglaublich viel geleistet. Warte doch erst mal ab, was die neue Schule bringt. Sieh was N. (von den Sommermamas) erlebt hat. Warum sollte es bei Deinem Großen nicht genau so sein?

Lg
kerstin


 
Veröffentlicht : 29.02.2008 07:47
(@marie)
Beiträge: 194
Estimable Member
Themenersteller
 

Wir lassen das jetzt einfach entspannt auf uns zukommen. Auch das mit der Schule. Klappt es, dann ist es prima. Wenn nicht, dann nicht.

Ich habe gestern ein langes Gespräch mit M. gehabt (mein großer Sohn) und ich glaube er hat mich verstanden. Angefangen hat es mit seinen abgetrennten Fingern und der Frage was wäre wenn die ncht wieder angewachsen wären. Dann wäre er heute kein guter Torwart, meint er. Dann könne er vielleicht nicht mit rechts schreiben, meint er. Vielleicht könne er dann nicht aufs Gymnasium etc. Ich habe das dann (mit seinem Torwart-Freund S., der ein paar Jahre älter ist) völlig entkräftet und ihm aufgezählt, wieviele Menschen es gibt, die mit irgendwelchen Einschränkungen leben müssen und damit auch zurecht kommen. S. kennt einen TW aus seinem alten Verein, dem ein Finger fehlt. M. kennt den Bruder seiner Lehrerin, dessen Händer direkt an den Schultern angewachsen sind (Contergan). All diese Menschen haben gelernt mit ihren Einschränkungen zu leben. M. war völlig von den Socken, dass dieser Contergan-Erwachsene Rechtsanwalt ist und mit dem Fuß schreibt. ER könnte das nie. "Hast du das jemals versucht?" "Ja, aber es geht nicht" "Und wenn es deine einzige Möglichkeit wäre zu schreiben?"... tja... ein sehr gutes Gespräch. In dem Zusammenhang kamen wir dann auf die Augen und darauf, dass er eben vielleicht mit dieser Einschränkung leben lernen muss. Was aber nicht das Ende von allem bedeutet. Wenn andere lernen mit den Füßen zu schreiben, dann muss er eben lernen mit :wink:elfehlsichtigen Augen zu lesen. Und wenn das nicht so gut und schnell klappt wie bei anderen, dann ist das einfach ein Stück weit seine Realität. Ein Mensch der mit dem Fuß schreibt kann scih auch nicht kurz zwischen Tür und Angel eine kleine Notiz auf seinen Zettel schreiben, sondern muss zunächst den Schuh ausziehen und sich setzen.

Er hat es verstanden. Er hat auch verstanden wenn es nicht klappt auf dem Gymnasium, dann war es den Versuch wert, es ist nicht das Ende von allem. Außer in einem Punkt, für den ich keine Lösung finden konnte er möchte so gerne Latein lernen (seine Oma ist schließlich Lateinlehrerin), das geht eben nur auf dem Gymnasium.

Was Medikamente betrifft als das erste mal AD(H)S bei uns im Raum stand bin ich seinerzeit laut gewordne und habe mich mit dem Ergohtherpeuten wegen "Modediagnose" angelegt. Mein Sohn war damals 4 Jahre alt. Inzwischen ist er 10. Er hat vier Schuljahre ganz ordentlich hinter sich gebracht. Wenn ich natürlich solche Diktate lese wie gestern (11 Fehler) das Ü-Dikat, dann werde ich schon ein wenig nachdenklich. Alle Fehler am Ende Tieren statt Tiere, einer statt eine , nich statt nicht usw. usw. Im letzten Satz fehlen dann 4 Wörter (ein Satzteil) komplett. ABER, NOCH trägt er ja Prismen, wenn auch nur noch 4. Sehr viel schlimmer kann es ohne auch nicht mehr kommen.

Ich denke gerne an die schönen Zeiten zurück als die Prismenbrille neu war. Was hat er da gelesen und geschrieben! Irre. Aber für welchen Preis? Dafür, dass wir dann in einem Jahr einen OP haben und hinterher wieder mit Prismen anfangen und dies endlos steigern können? Nein, ganz sicher nicht. Und auch eine einzige OP wäre für ihn schon eine zuviel. Seit seinem Unfall hat er panische Angst vor Operationen. Wenn er selber nicht dahintersteht, dann hat eine OP auch keinen Sinn. Und wenn ich selber den Sinn ebenfalls nicht erkennen kann, dann schon gleich dreimal nicht.

LG
Marion


 
Veröffentlicht : 29.02.2008 13:57
(@malan)
Beiträge: 99
Estimable Member
 

hallo marie,

ich finde es interessant, wie unterschiedlich die versichednene fälle gelagert sind. ich hätte nie und nimmer von meinen 6 prismen auf 0 zurück gekonnt. die doppelbilder hätten mich umgebracht. von den späteren 15 ganz zu schweigen.

auch ich war immer wieder am überlegen, das ganze abzubrechen und mich wieder "runter zu trainieren". letztenendes muss ich sagen der richtige wert ist ein sehr schmales band. aber nachdem ich das getroffen hatte, gab es keinen zweifel mehr.

ich habe die schritte 3,5 - 6 - 15 - 27 - 20 - 18 zum ziel gebraucht, teils über jahre getragen. aus meiner sicht führt nur der lange atem verbunden mit der nötigen geduld, hartnäckigkeit und eigeninitiative zum ziel. ob das ziel 100, 90 oder weniger prozent sein wird, kann man halt nicht vorhersagen.

auch wenn das nicht die gängige meinung ist ich fand die folien eine tolle sache. damit konnte ich innerhalb gewisser grenzen auch selbst mal was ausprobieren, was mir echt geholfen hat. und so lange man sich da im bereich bis 5 oder so bewegt, leidet auch die schärfe nicht zu dramatisch.

dass man ohne prismen schärfer sieht ist klar. auch das war für mich ein grund, die op anzustreben. ich wollte nicht den rest meines lebens durch diese unscharfen gläser mit ihren farbsäumen gucken.

ich will dir die entscheidung nicht madig machen, gebe aber zu bedenken, was hier schon öfter geschrieben wurde "prismen aussteiger" profitieren anscheinend noch einige zeit von dem positiven effekt, bis sie wieder auf den ursprünglichen level zurück fallen. solltest du also eine schleichends verschlechterung beobachten, ist das ein zeichen, dass die prismen schon eine gewisse berechtigung hatten, aber das erreichbare eben keine 100% sind. dann musst du einfach abwägen, was in der summe weniger unangenehm ist.

viele grüße,

michael


 
Veröffentlicht : 01.03.2008 00:40
(@marie)
Beiträge: 194
Estimable Member
Themenersteller
 

Noch immer keine Probleme...

Meine eigentlich mich wieder völlig mit der prismenlosen Brille angefreundet zu haben.

Doppelbilder hatte ich nie. Ich habe nur welche wenn ich sie mir selber mache. Ich kann einfach "loslassen", dann sind sie da. Wenn ich mich wieder konzentriere sind sie wieder weg.


 
Veröffentlicht : 02.03.2008 22:11
 daja
(@daja)
Beiträge: 169
Estimable Member
 

Hallo Marie,

das ist total spannend. -was du über das konzentrieren und loslassen sagst. So ungsfähr stelle ich mir den Zustand vor, den Kinder nicht steuern können wenn sie Probleme mit dem Sehen haben. Sie müssen sich anstrengen um einfach zu sehen, und brauchen ihre Anstrengung doch für andere Sachen in der Schule. Eines von beidem bleibt auf der Strecke. Und genau dieser Zustand der Überlastung führt zum Versuch einen Ausgleich über Bewegung zu schaffen. Damit wären wir dann bei ADHS. Oder eben bei , einem Kind das ein Gymnasium besuchen kann. Weil es clever ist. Richtig clever. Leider kann keiner mit ihm umgehen. Und da leigenunsere verlorenen Chancen. Hoffentlich schaffst Du was du dir da vorgenommen hast.


 
Veröffentlicht : 03.03.2008 08:09
(@marie)
Beiträge: 194
Estimable Member
Themenersteller
 

Hallo Daja,

ich kann es mir schon vorstellen, dass dieses Problem auch unsere Kinder haben. Ich bin auch so ein Klassenkasper gewesen der nicht stillsitzen konnte. Und ich habe auch meinen Lehrer verdoppelt, wenn ich ihn erwürgen hätte können.

Es ist mir schon klar, dass das mit der Konzentration, die nötig ist, ein riesiges Problem ist. Und dass ein Kind, dass sich konzentrieren muss die richtige Linie zu finden oder den Anschrieb an der Tafel richtig zu sehen, eben keine Kapazität für was anderes hat.

Allerdings mußte ich hier resignierend feststellen, dass für meinen Sehfehler und auch für den meines Sohnes wohl die Prismenbrille nicht die ultima ratio ist. Ich bin mir sicher, dass man die Prismen bei meinem Sohn und auch bei mir beliebig in die Höhe hätte treiben können. Das ganze wäre dann am Ende auf eine OP hinausgelaufen deren Ergebnis fragwürdig ist. Ich habe hierzu auch die Berichte von AgnesMaria aufmerksam gelesen. Und Kerstin Harms ist für mich ein gutes Beispiel wie es halt eben nicht laufen sollte.

Ich habe für mich die Notbremse gezogen und bei meinem Sohn grad die 4er Prismen (statt 8er) gegeben. Aber auch bei ihm ist die komplette Abkehr in meinen Augen nicht ausgeschlossen.

LG
Marion


 
Veröffentlicht : 03.03.2008 12:10
(@dani_j_j)
Beiträge: 39
Trusted Member
 

marie schrieb

Noch immer keine Probleme...

Meine eigentlich mich wieder völlig mit der prismenlosen Brille angefreundet zu haben.

Doppelbilder hatte ich nie. Ich habe nur welche wenn ich sie mir selber mache. Ich kann einfach "loslassen", dann sind sie da. Wenn ich mich wieder konzentriere sind sie wieder weg.

genau soclhe Doppelbilder hab ich auch und frag mich ob das normal ist??? Hatte auch mal ne Prismenbrille, aber zu selten getragen da ich Kontaktlinsenträger bin...
lg
Dani


 
Veröffentlicht : 03.03.2008 18:06
(@Kerstin-Harms)
Beiträge: 0
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Ich kann auch schon wieder zwei Chefs zaubern - weit auseinander....

....und auch nach oben

Mikrostrabismus ist halt keine WF.....

LG
Kerstin


 
Veröffentlicht : 03.03.2008 21:42
(@dani_j_j)
Beiträge: 39
Trusted Member
 

ahja, hab ich das jetzt richtig verstanden - wenn ich Doppelbilder seh ist das ne Form "Minischielen" (Mikrostrabismus)? Wenn ich so gugge machen meine Kids immer huhu vor mir, es scheint also echt aufzufallen, dass meine Augen dann schielen - ist das das gleiche? Und was macht man damit? Einfach damit abfinden, was ich okay fänd, kann eigentlich gut damit leben, ausser dass ich immer müde und abgespannt bin, aber Kopfweh o.ä. kenn ich gar nicht...
lg
Dani


 
Veröffentlicht : 04.03.2008 11:13
(@marie)
Beiträge: 194
Estimable Member
Themenersteller
 

Was Kerstin schreibt schockiert mich jetzt richtig und ich glaube immer mehr, dass es für mich richtig war die Notbremse zu ziehen.

Und, Dani, ich glaube schon, dass das ähnlich ist. Ich drifte auch manchmal einfach weg und sehe doppelt. Aber ich kann das dann auch wieder korrigieren. Im Prinzip ist es bei mir so, dass ich die Doppelbilder "machen" kann. Normalerweise habe ich das Sehen im Griff. Manchmal aber lasse ich einfach los. Dass es ausversehen passiert, habe ich noch nie erlebt. Ich hatte noch nie Doppelbilder, wenn ich nicht bewußt "losgelassen" habe. Und mein linkes Auge wandert dann auch nach innen. Ich habe mich mal vor dem Spielgel selber verdoppelt. War dann zwar etwas schwer zu sehen, aber ich konnte es erkennen, dass es nach innen wandert (also zur Nase).

Kopfschmerzen haben ich schon mal öfters. Aber es ist im Rahmen.

Mit was ich jetzt wieder Probleme habe (mit Prismen hatte ich die nicht, aber davor auch schon) gestern z.B. sah ich eine Staubfluse im Haar meiner Tochter. Die wollte ich wegpicken. Ging nicht. Ich habe nicht GENAU gesehen wo die ist, zumal das Kind sich ja auch noch bewegt hat.... aber damit kann ich wohl leben. Ich habe ja auch bisher schon 40 Jahre damit gelebt.

LG
Marion


 
Veröffentlicht : 04.03.2008 13:29
(@Kerstin-Harms)
Beiträge: 0
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Nein, nein, auch mit WF ab einer bestimmten Größe kann man wunderbar Doppelbilder zaubern. Das allein ist also kein Indiz, ob Schielen vorliegt. Hierfür bedarf es einfach der richtigen Voruntersuchungen und Sehtests. Nur damit kann man Schielen von Wf abgrenzen.

Viele Grüße
Kerstin


 
Veröffentlicht : 04.03.2008 17:31
(@AgnesMaria)
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Richtig, was Kerstin Harms schreibt... Doppelbilder sind kein Indiz für Strabismus manifest oder latent. Mediziner sprechen niemals über "Winkelfehlsichtigkeit" sonder über latenten Strabimus. Aber das ist i.m.A. nur Definitionssache.

Doppelbilder haben verschiedenste Ursachen.

Bei einer Mikrotropie können latente phorische Komponenten Beschwerdebilder verursachen. Muss nicht, kann...

Wenn definitv ein Mikrostrabismus vorhanden ist und keine Prismenkorrektion noch OP das Beschwerdebild auf Dauer beheben kann, das war's das nicht. Egal, was die Koryphäen hierzu im Netz sagen. Die können viel sagen, die dürfen auch...selbst das blaue vom Himmel dürfen sie versprechen, halten müssen sie es nicht....das müssen solche wie ich...und das können wir nicht in jedem Fall...Schon gar nicht, wenn wir es nicht gesehen haben... und wenn wir es haben dürfen wir nicht darüber reden. Genial...

LG

A.M.


 
Veröffentlicht : 04.03.2008 22:13
(@KerstinEP)
Beiträge: 0
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Na, das beruhigt mich aber auch. Doppelbilder "selber machen" kann ich auch. Konnte ich immer.


 
Veröffentlicht : 05.03.2008 16:48
(@Kerstin-Harms)
Beiträge: 0
New Member
 

Nun, wenn 80 % aller Menschen Wf haben, dann kann fast jeder Doppelbilder "zaubern"...

LG
Kerstin


 
Veröffentlicht : 05.03.2008 16:51
(@Georg-Scheuerer)
Beiträge: 0
New Member
 

Hi Zusammen,

die meisten können "Doppelbilder" zaubern, auch Winkelrechtsichtige. Das ist normal.
Nennt sich physiologische Diplopie.

viele Grüße
Georg


 
Veröffentlicht : 05.03.2008 16:56
(@Dorota)
Beiträge: 34
Eminent Member
 

Hallo miteinander,

wir hatten nach starker Verunsicherung im letzten Jahr unserer Tochter - nachdem die Prismen immer nur ganz kurzfristig Besserung brachten und sie auf eine OP zusteuerte - ihre Brille (24 Prismen) weggenommen. Sozusagen als letzten Test. Die Verbesserunge, die eine Prismenbrille bringt, fallen einem mit der Zeit auch nicht mehr so auf, man wird unsicher, fragt sich, geht es nicht auch ohne? Bei uns ging es einige Wochen sehr gut, fast besser als mit Brille. Doch dann wurde der Zustand wieder dermaßen übel, dass wir ganz schnell wieder mit Prismen anfingen. Die erste OP hat sie schon hinter sich, die zweite lauert. Was ich am Schlimmsten finde, ist die Verunsicherung, in der man sich als Laie befindet. Ich bin zu wenig Fachmann, als dass ich mir eine eigene Meinung bilden kann. Der Weg ist sehr steinig. Das ist das Problem. Wenn ich nicht grundsätzlich überzeugt wäre, dass eine WF sehr Vieles beeinflusst, wäre auch ich schon lange davongelaufen. Tu ich aber nicht. Aber der Versuch, sich die Infos aller Seiten zu geben, ist schon belastend.
Grüße Dorota


 
Veröffentlicht : 05.03.2008 17:12
(@marie)
Beiträge: 194
Estimable Member
Themenersteller
 

Wegen der Doppelbilder ich meinte jetzt nicht bewußt über Kreuz gucken, sondern wenn ich quasi einfach "lockerlasse" und mich nicht aufs Sehen konzentriere (manche nennen es "in die Schweiz gucken"), dann verdoppelt sich alles.

Dorota, mir fällt bei mir selber auf, dass ich im Nahbereich extreme Schwierigkeiten habe. Wieder. Vor der Prismenbrille hatte ich die auch schon. MIT nicht. Zugegeben. Jetzt wieder.

Auf eine OP zusteuern kann ich mit meinem Kind nicht. Nicht auf eine geplante OP. Das war schon mit den Polypen mehr als grenzwertig. Mein Kind tillt dann. Der ist durch seine Finger-OPs schon dermaßen negativ auf OPs zu sprechen, dass funzt nicht. Der hat wieder angefangen mit 10 Jahren nachts ins Bett zu pinkeln nur weil der Optiker erwähnte es könne auf eine OP hinauslaufen. Seit wir ihm diese Angst genommen haben ist das wieder weg. Er trägt ja im Moment noch Prismen, 4 Dpt. Mag sein, dass die Prismen vieles verbessert haben. Die Schrift war in jedem Fall besser. ABER die ist auch mit 8Dpt wieder schlechter geworden. Dann wären 12 gekommen usw. usw. Dann die erste OP, die zweite... dann vielleicht wie bei Kerstin es hätte eventuell nichts gebracht, weil er eben doch nicht wf sondern wie ich, Schieler ist.

LG
Marion


 
Veröffentlicht : 05.03.2008 17:39
(@dani_j_j)
Beiträge: 39
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Liebe Dorota,
das mit der Verunsicherung unterschreib ich dir glatt, fühl mich auch total unsicher, wenn mich die AA lächelnd anschaut und ich ja noch weniger Ahnung davon hab als sie...
schön war auch der AA, den ich bei meiner Routine-Untersuchung - nach 18 Jahren war ich einfach auch mal Zwinkert - mal darauf ansprach, da er das Thema sogar ausführlich in einem dicken Ordner im Wartezimmer parat hatte (und ich hatte viel Zeit alle Fachgebiete durchzulesen, da ich 2 Stunden warten musste) - er meinte nur, dass ich mich damit abfinden sollte, dasss mein Kind Teilleistungsstörung hätte und einfach mehr über mit ihm sollte, jaja das hab ich echt gern gehört Zwinkert allerdings würde er gern bei meinem Sohn mal dannach schauen, dooferweise, war er inzwischen bei einer anderen Ärztin, aber auch diese will beim nächsten Termin nochmal dannach schauen... allein dieses Prozedere welchem AA vertrau ich mich an...
lg
Dani


 
Veröffentlicht : 05.03.2008 18:25
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