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Doppelbilder nach Schiel-OP (Winkelfehlsichtigkeit)

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(@Nerdbrille)
Beiträge: 59
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Themenersteller
 
[#6507]

Hallo zusammen

Ich habe mich letzte Woche einer Schiel-Operation unterziehen lassen, da ich bei ca. 20 Dioptrin horizontal und 10 Höhenprismen war und diese nun seit Sommer 2015 so trage ohne Veränderung (leide an Winkelfehlsichtigkeit). Ich war nicht ganz beschwerdefrei, habe darum zeitweilig die Brille abgezogen, was über kurze Frist möglich war. Mir wurde versichert, dass sich die Beschwerden nach der OP vollkommen auflösen würden. Nun habe ich meines Erachtens wieder gute Beweglichkeit auf dem operierten Auge aber habe andauernde Doppebilder. (Ab ca. einem halben Meter Distanz, Lesen und Arbeiten am PC mit kürzerer Distanz gehen) Legt sich das noch (ist der dritte postoperative Tag) oder muss ich Grund zu Besorgnis haben? Kann etwas bei der Operation schief gelaufen sein, oder war die Vorberetiung ungenügend? Mein aktueller Zustand ist einfach untragbar und brauche dringend Rat, am besten natürlich von meinem Augenarzt aber auch unabhängigeren Leuten wie in diesem Forum.

Besten Dank
LG


 
Veröffentlicht : 18.01.2016 18:54
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(@Eberhard-Luckas)
Beiträge: 0
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Moin,

ich kann Dir aus eigener Erfahrung sagen, dass es auch mal länger dauern kann, bis die Doppelbilder nach der OP verschwunden sind. Je länger die vorherige Schielstellung vom Gehirn mehr oder weniger toleriert wurde (mit den entsprechenden Problemen), kann es auch mal einige Wochen dauern. Bei mir waren es 5 Wochen, die ich krankgeschrieben war. Ich hatte eine Exo mit ca. 12cm/m und eine Höhe mit 12,5 cm/m. Nach dem Verbandabnehmen habe ich Sche.... ! gerufen. Zwinkert Aber ich kann heute sagen, gut, dass ich die OP habe machen lassen. Ich bin 64 Jahre alt und das war wohl der Grund, der langen Dauer. Je jünger jemand ist bei einer Schiel-OP, umso leichter ist es postoperativ.


 
Veröffentlicht : 18.01.2016 20:30
(@Nerdbrille)
Beiträge: 59
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Hallo Eberhard

Vielen Dank schon mal für die rasche und auch aufmunternde Antwort, 5 Wochen wären ja nicht aller Welt. Wenn die Theorie mit den Jahren auch verhält, dann sollte es mit meinen bald 30 Jahren auch noch etwas zügiger gehen. Kann halt nicht genug schnell sein, man hat sich ja ewigs auf den Termin gefreut. Ich habe wirklich das Gefühl, die Augen bewegen sich wie sie sollen, kein Abweichen in irgendeine Richtung, nur halt diese dauernden Doppelbilder. Komisch, dass ich diese mit der Brille nicht hatte... Aber dann lass ich mal den Augen bisschen Zeit, weiss nicht ob ich so viel vom Arbeitgeber bekomme, aber muss nicht Auto fahren, Computerarbeit sollte mehrhitlich gehen... Kann da Training auf die Sprünge helfen?
Beste Grüsse


 
Veröffentlicht : 19.01.2016 00:04
(@Eberhard-Luckas)
Beiträge: 0
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Moin,

Training würde ich erstmal nicht machen. Lasse Deinem Sehzentrum Zeit, sich umzustellen.


 
Veröffentlicht : 19.01.2016 11:41
(@Burkhard-Schlinkmann)
Beiträge: 516
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Hallo zusammen
wenn du nicht ganz beschwerdefrei warst, eben keine Vollkorrektion hattest, zwztl. die Brille abgenommen hast für einen längeren Zeitraum, ist das nicht die optimale Vorbereitung auf die OP. Kann sein, daß dann in die Sensorik hineinoperiert wurde. Gegebenenfalls muss dann die Messung neu aufgearbeitet werden. Ist alles schon vorgekommen.
Dennoch hoffe ich, dass Eberhard recht hat.

LG Burkhard


 
Veröffentlicht : 19.01.2016 16:48
(@Nerdbrille)
Beiträge: 59
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Hallo Burkhard

Danke für deine Antwort. Ich hatte mit der Prismenbrille vor allem Mühe in die Kürze zu sehen. Habe diese dann für diese Zwecke z.T weggelassen. Nach der OP macht mir die Kürze am wenigsten Schwierigkeiten, vielmehr die Weite. Inwiefern dieser Vergleich verhebt kann ich natürlich als Laie nicht beurteilen.

Ich war heute in der Nachkontrolle bei meinem Operateur und er hat mir nochmals versichert, dass das zum Teil passieren kann. Er begründet es mit der Trägheit der operierten Muskeln, werde sich aber sicher lösen. Er hat mir zur Unterstützung ein Folie gegeben, die mir hilft weitere Bereich zu sehen. Nach Erfahrung sollte diese nach einigen Tagen auch obsolet sein. Ich habe zumindest Mut gefasst, zumal ich da kein Einzelfall bin. Ich habe auch schon das Gefühl, dass die Distanz, in welcher ohne Prismenunterstützung Doppelbilder entstehen, weiter wird.

Werde euch auf dem Laufenden halten, bin zurzeit sowieso krank geschrieben und kann viel mehr in Foren stöbern und Fragen stellen.

LG


 
Veröffentlicht : 20.01.2016 23:41
(@Burkhard-Schlinkmann)
Beiträge: 516
Honorable Member
 

Hallo Nerd
warten wir es ab. Und ich freu mich sehr, wenn sich dieser Tonus von allein löst.
LG Burkhard


 
Veröffentlicht : 21.01.2016 09:43
(@ibkoeln)
Beiträge: 6
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Hallo Nerd,
bin schon mehrfach operiert worden und jedesmal hat sich das Ergebnis erst nach mehreren Wochen gezeigt.
Solange das Auge noch geschwollen ist und die Narben noch dick sind, ändert es sich noch täglich. Die letzte OP war vor 2 Wochen, seit 3 Tagen hab ich keine Doppelzimmer in der Ferne mehr. Einfach abwarten und so wenig wie möglich dran denken. Ich hab mir oft ein Auge abgedeckt, solange es noch geschwollen war. Fand, es sehr angenehm, dann kann es machen was es will...
Das wird schon noch. Viel Glück!


 
Veröffentlicht : 21.01.2016 20:17
(@Nerdbrille)
Beiträge: 59
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Themenersteller
 

Hallo zusammen

Ich bin mittlerweile bei 10 Tage nach der OP und die Doppelbilder sind nur bedingt weggegangen, was mich irgendwie trotzdem besorgt. Ich habe zum Teil Zeiten, da geht es ganz gut und andere, da krieg ich fast kein Bild zusammen, auch auf kürzere Distanz. War auch bei der Arbeit, aber hab die Leinwand und die Präsentierende doppelt gesehen.
Ich habe mir die oben genannten Einwände nochmals durch den Kopf gehen lassen, betreffend in die Sensorik eingreifen. Ich mag mich erinnern, dass ich nebst den Kreuztest bei den Zeigertests auch gut abgeschnitten habe, genauso wie bei dem Random Dot Test. Bei den Zeigern hatte ich selten noch Doppelbilder, weil ich am Panumrand war, was heisst das eigentlich ganz genau?
Was mir auch aufgefallen ist, dass ich ohne Prismenbrille natürlich Angstrengungsbeschwerden hatte, diese haben aber eigentlich nie zu Doppelbilder geführt, ausser ich habe bewusst losgelassen. Es wird doch gesagt, dass Alkoholeinfluss bei Winkelfehlsichtigkeit Doppelbilder herbeiführen kann. Bei mir war das nie ein Problem, unter Alkoholeinfluss konnte ich die Prismenbrille nicht tragen, hat mein ganzes binokulares Sehen durcheinander gebracht... Irgendwie sind das alles Dinge, die sich irgendwie widersprechen... Eigentlich kann ich momentan nicht viel machen aussser schauen, was passiert, aber rationale Begründungen für diese Erscheinungen würden doch wieder Mut geben, dass alles richtig war bei der Vorbereitung.

Vielen Dank
Lieber Gruss


 
Veröffentlicht : 25.01.2016 19:16
(@Eberhard-Luckas)
Beiträge: 0
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Moin,

in der Tat ist es seltsam: Alkohol hat die eigentlich gut vertragene Prismenbrille verschlechtert. Bei mir war es total anders. Mit Alkohol hatte ich ohne Prismenbrille Doppelbilder, die ich nüchtern ohne Brille nicht hatte.

Übrigens: Panum ist ein gedachtes kleines Oval um die Netzhautmitte herum, in denen beide Netzhautbilder liegen müssen. Ist eines nicht im Panumbereich, hat man Doppelbilder.


 
Veröffentlicht : 25.01.2016 20:37
(@Nerdbrille)
Beiträge: 59
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Hi Eberhard

Irgendwie ist es schwierig abzuschätzen, was richtig ist und was falsch. Vielleicht hätte ich auch horizontal überkorrigiert gewesen sein können und dies kompensierte, solange ich nüchtern war, dies aber bei Alkoholeinfluss nicht möglich war. Die aktuellen Doppelbilder weisen auch auf Überkorrektion hin (einerseits wie die Doppelbilder sind und andererseits habe ich das Gefühl eine leichte Tendenz des Auges nach innen zu erkennen).. Dagegen spricht, dass ich über längere Zeit am Kreuztest die Abweichung in dieser Höhe aufgewiesen habe, wo man ja nicht kompensieren kann, da die Augen nicht miteinander arbeiten.. Irgendwie bin ich verwirrt und besorgt. Das Auge tut auch noch weh, was aber auch dafür spricht, dass es noch nicht verheilt ist..
Ich weiss wie immer nicht wies wirklich um meine Augen steht..


 
Veröffentlicht : 25.01.2016 21:23
(@Burkhard-Schlinkmann)
Beiträge: 516
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Hallo zusammen

Am besten ist es, eine Messung machen zu lassen. Wenn sich die Daten genau ins Gegenteil aufbauen, heisst es dagegen zu korrigieren. Manchmal kann man schon im Messstuhl diesen Tonus abbauen, der dir das Doppelbild beschert. Ein erfahrener WF-Spezialist kann das.

Gruss Burkhard


 
Veröffentlicht : 26.01.2016 09:50
(@Nerdbrille)
Beiträge: 59
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Ich meine einen Spezialisten zu haben, wurde auch in diesem Forum mehrfach empfohlen. Wir haben einen Termin 6 Wochen nach der OP, sprich in einem Monat. Ist dann wohl nicht zu spät einen Tonus abzubauen, dann sollten auch alle Probleme, die mit der Vernarbung zu tun haben, sich gelegt haben. Was meinst du mit "dagegen korrigieren"? Also prismatische Korrektur der Überkorrektur oder eben dies vermeiden?
Momentan bin ich einfach noch sehr skeptisch..
Zur Geschichte mit dem Alkohol ist mir noch aufgefallen, dass dies bereits vor meiner ersten OP passiert ist, nach welcher sich die Werte aber weiter gelöst haben. Spricht lässt sich wohl daraus nicht auf eine Überkorrektion schliessen....


 
Veröffentlicht : 26.01.2016 16:44
(@Eberhard-Luckas)
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Moin,

ich würde jetzt erstmal den Heilungsprozess abwarten.


 
Veröffentlicht : 26.01.2016 18:28
(@Nerdbrille)
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Hallo zusammen

Ich bin nun bei 14 Tagen postoperativ und langsam gehen auch die Doppelbilder weg, zumindest am Tag. Wenn ich am Abend müde nach Hause komme oder wie gestern weg war und 2 Gläser Bier hatte, sind die Doppelbilder umgehend wieder da. Mir wurde richtig schwindelig und ich musste nach Hause gehen. Wie lässt sich das begründen, wird das noch weggehen oder muss ich mich mit dem abfinden?
Wäre nächste Woche, als rund 20 Tage nach der Op zu früh für eine MKH Messung?
Vielen Dank


 
Veröffentlicht : 30.01.2016 14:36
(@Eberhard-Luckas)
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Moin,

ja es wäre zu früh. Lasse den Alkohol weg, dann sind auch die Doppelbilder weg. Das wird sich alles nach einigen Wochen bessern.


 
Veröffentlicht : 30.01.2016 16:24
(@Nerdbrille)
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Hallo zusammen

War heute mal beim Operateur und hat die Werte mal gemessen. War aktuell bei rund 4 Prismen Überkorrektur, die sich aber noch lösen sollten in den nächsten Wochen, die Höhe sieht an den Testen schon sehr gut aus... Hat mir bisschen Hoffnung gemacht, vor allem weil ich diese Woche mal probiert habe Fussball zu spielen und das überhaupt nicht funktioniert hat. Habe schlechter gespielt als je zuvor Zwinkert
Bin gespannt wie sich das weiterentwickelt..


 
Veröffentlicht : 03.02.2016 15:54
(@Nerdbrille)
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Hallo zusammen

Ich möchte trotzdem mich nochmals melden auch wenn die vollen 5-6 Wochen Heilung nach der OP noch nicht verstrichen sind. Ich wurde gestern Abend, nach einer langen Woche und Tag, als ich schon wieder angefangen habe Doppelbilder zu bekommen, auf ein Innen-Schielen angesprochen (also Folge einer Überkorrektur meiner Exopherie). Es hat mich erstmal richtig stark verunsichert, dass ein sehbares Abweichen des Auges nach Innen erkennbar ist...Ich hoffe das bleibt nicht so..
Ich habe dann zuhause meine alten Brillengläser hervorgenommen und nun in umgekehrter Richtung vor das Auge gehalten, nur um zu schauen was mit den Doppelbildern passiert... Bei der Hälfte der Prismen also rund 10 Pdpt war das Bild wieder einigermassen zusammen,..Habs heute morgen nochmals probiert, geht dann natürlich nicht mehr so gut, die Augenmuskeln waren schon zu fester am ziehen...
Aber das sollte doch nicht so sein oder? Man versucht doch die Brille und dann die operative Korrektur Stück für Stück an eine Ruhestellung der Augen zu bringen, die dann eigentlich Tag und Nacht halten sollte.. Oder sehe ich das falsch?


 
Veröffentlicht : 06.02.2016 10:32
(@Eberhard-Luckas)
Beiträge: 0
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Moin Nerdbrille,

jetzt könnte man versuchen, mit einer Prismenkorrektion Basis außen entgegenzusteuern, die man dan sukzessiv abschwächt bis auf 0.


 
Veröffentlicht : 06.02.2016 11:04
(@Eberhard-Luckas)
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Ein Nachsatz: bei mir hat es 5 Wochen gedauert, bis die postoperativen Doppelbilder verschwunden waren.


 
Veröffentlicht : 06.02.2016 11:05
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