Hallo,wegen meiner Kurzsichtigkeit habe ich mich entschieden, in Zukunft ernsthaft Sehtraining zu betreiben.
Wer von Euch hat bereits Erfahrungen damit gemacht?
Viele Grüße
Andi
a_11880@yahoo.de
Wenn Du damit einen erstzunehmenden Erfolg erreichst, gebe ich meinen Beruf auf...
Hi Michael,warum so negativ? Vielleicht kannst Du auch eine überzeugende Begründung nachreichen.
Das beste Sehtraining ist das Sehen mit einer vollkorrigierenden Brille nach MKH. Hier erlebt der Anwender und der Klient, wie alte Verspannungen gelöst, und Sehen im besten Sinne präzise und blitzschnell reagieren lernt.
Verkrampftes beidäugiges Sehen, kann nach meiner Erfahrung ebenso, wie die überwiegende Nahtätigkeit, Zunahme von Myopie bewirken. Ursache "ständig verspanntes Muskelgewebe der äußeren Augenmuskeln". Daher erkläre ich mir auch gewisse positive Anfangseffekte des Sehtrainings, die später dann ausbleiben.
Leider wird langfristig durch konventionelles Sehtraining manche Verspannung nur noch mehr (besser) versteckt, weil man MKH nicht kennt oder anwenden will (Die Entscheidung fällt oft durch die Beraterseite!).
MKH = Mess- und Korrektionstechnik nach Hans-J. Haase.
Sehr geehrter Paul-Gerhard Mosch,
entspricht die Sache mit der vollkorrigierenden Brille wirklich Deiner fachlichen Überzeugung?
Wir sind uns ja wohl einig, dass die Brille als Sehkrücke nicht die Ursache für die Fehlsichtigkeit beseitigen kann. Gerade an den Wurzeln der Entstehung meiner eigenen Kurzsichtigkeit möchte ich aber ansetzen. Ich werde richtiges Sehen von Grund auf neu erlernen. Mit dieser neue erlernten Fähigkeit werde ich dann mein altes, fehlerhaftes Sehen verdrängen. Tut mir leid, aber Brille kaufe ich keine mehr!
Gruß
Andi
Hallo Andi,
ich bin kein Typ, der gegen seine (fachliche) Überzeugung argumentiert. Solche findest Du nicht als qualifizierte MKH-Anwender. Übrigens ergänzt sich bei mir eigene private Erfahrung, mit fachlicher Aus- und Fortbildung. Till Eulenspiegel war es wohl, dem es gelang, sich an den eigenen Haaren aus dem Sumpf zu ziehen. - Wer daran glaubt?
Ersatzwege sucht sich der, der den richtigen Weg nicht kennt oder gehen will! Viel Glück!
Hallo Paul-Gerhard,vielen Dank für die guten Wünsche. Entscheidend ist, dass ich ein Ziel (Scharfsehen) habe. Auf den Weg kommt es nicht so sehr an. Viele Wege führen nach Rom.
Übrigens An den eigenen Haaren hat sich Baron Münchhausen aus dem Sumpf gezogen. Till Eulenspiegel war der Zeitgenosse, der seinen Mitmenschen einen Spiegel vors Gesicht hielt, weil er der Überzeugung war, die Anderen wären Narren.
Gruß,
Andi
Danke, im zweiten Absatz hast Du jedenfalls recht!
Gruß Mosch
Hallo, Training, unregistriert!
Es tut mir leid, aber auch ich halte die Trainingssache für eine Glaubenssache. Wahr ist, daß man erlernen kann, sich weitgehend ohne seine Brille zu orientieren, was natürlich auch vom jeweiligen Charakter und auch von der Brillenglasstärke abhängt. Das hat aber nichts mit der Änderung der Sehkraft des Auges zu tun. Wollte man das Auge so weit verändern, daß es eine andere Stärke bekommt, so müßte man es anatomisch verändern (Baulänge, Brechungsindex, Abstände der optischen Medien zueinander u.ä.).
Ich zweifle an, daß man das hinbekommt.
Wenn Du an Literatur interessiert bist Es gibt von Harry Benjamin "Ohne Brille bis ins hohe Alter" (ISBN 3-7626-0700-1).(Auch für Gegner dieser Ansichten sehr hilfreich zum Sammeln von Gegenargumenten) Alles ist gut erklärt, die Schlüsselerlebnisse des Autors nachvollziehbar und verständlich....
Es wirkt alles so, als hättest Du recht und es wäre wirklich etwas dran. Doch wenn man genauer hinsieht... die Schlüsselerlebnisse und Erfahrungsberichte liegen zeitlich irgendwo in der Gegend von 1916-1929.
Das Werk befindet sich in der 33.Auflage und ist praktisch ein Bestseller. Die Kapitel über die Augenkrankheiten sind regelrecht gefährlich, weil veraltet. Wer nach Kapitel 15 seine Iritis nach der Schulmedizin heilen lassen will, dem werden monatelange Krankheitsdauer und bleibende Schäden vorausgesagt. Man/ich weiß heute, daß dies keineswegs so ist. Eigentlich dürfte dieses Werk nicht unkommentiert und nur als deutlich gekennzeichnete "historische" Schrift herauskommen... Aber lies es mal.
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Beste Grüße von Mutti
Hallo Michael
Michael999 schrieb
Wenn Du damit einen erstzunehmenden Erfolg erreichst, gebe ich meinen Beruf auf...
versprochen?
lg
Nicole
Hallo paul-Gerhard
Paul-Gerhard Mosch schrieb
Verkrampftes beidäugiges Sehen, kann nach meiner Erfahrung ebenso, wie die überwiegende Nahtätigkeit, Zunahme von Myopie bewirken. Ursache "ständig verspanntes Muskelgewebe der äußeren Augenmuskeln". Daher erkläre ich mir auch gewisse positive Anfangseffekte des Sehtrainings, die später dann ausbleiben.
Leider wird langfristig durch konventionelles Sehtraining manche Verspannung nur noch mehr (besser) versteckt, weil man MKH nicht kennt oder anwenden will
Was meinst du mit erst positive Anfangseffekte, die dann ausbleiben?
lieben Gruß
Nicole
Nun ich kenne keine Verringerungen einer Myopie, bei der man eine vorhergehende Überkorrektion ausschließen kann, von über 0.75 bis max. 1.25 dpt Fehlsichtigkeit. Diese würde dann, wenn überhaupt schon in wenigen Wochen bis hin zu einigen Monaten erreicht. Berichte gibt es hierzu vorallem aus dem Bereich VT.Vereinzelt habe ich selbst Kunden versorgt, die mir nachweisen konnten, früher höhere Werte getragen zu haben. Im Bereich KL erlebte ich selber schonmal geringe Abschwächungen in den Brillenkorrektionen bei gleicher zentraler Hornhautkrümmung. Für mich bleibt die Hypothese über den Einfluss der äußeren Augenmuskulatur als einer der Faktoren der Myopiesierung durchaus glaubhaft. Allerdings sind solche Einflüsse begrenzt, was die Rückstellfähigkeit des Augapfels betrifft.
Paul-Gerhard Mosch schrieb
Für mich bleibt die Hypothese über den Einfluss der äußeren Augenmuskulatur als einer der Faktoren der Myopiesierung durchaus glaubhaft. Allerdings sind solche Einflüsse begrenzt, was die Rückstellfähigkeit des Augapfels betrifft.
Das verstehe ich nicht. Kannst Du diese Hypothese mal erklären? Heißt das, dass man davon ausgeht, dass die Myopisierung durch eine Art latente WFS verursacht wäre? ich meine, welche Rolle soll der äußere Augenmuskel bei der fortschreitenden Kurzsichtigkeit spielen?
Das klingt spannend und ich höre das zum ersten mal.
Hallo Paul-Gerhard
Ich finde das ganze Thema auf jeden fall spannend. Und den Leuten, die Bücher dazu verkaufen oder gar seminare, glaube ich erstma nichts, ohne es selbst auszuprobieren.
Paul-Gerhard Mosch schrieb
Nun ich kenne keine Verringerungen einer Myopie, bei der man eine vorhergehende Überkorrektion ausschließen kann, von über 0.75 bis max. 1.25 dpt Fehlsichtigkeit. Diese würde dann, wenn überhaupt schon in wenigen Wochen bis hin zu einigen Monaten erreicht. Berichte gibt es hierzu vorallem aus dem Bereich VT.Vereinzelt habe ich selbst Kunden versorgt, die mir nachweisen konnten, früher höhere Werte getragen zu haben.
Ich habe meine beiden ersten Brillen mal ausmessen lassen, leider keine Brillenpässe oder sonstiges dazu. Auch von der Augenarztmessung 1994 habe ich nichts schriftlich. Man hat ja schließlich die Rezepte seinerzeit eingelöst.
Aber ich habe Werte von R-2,5/-2,75 und L-2,75/-3,0 zum Teil schon schriftlich vorliegen.
Die eine Messung war 1999 und die andere 2003.
Also nichts, was auf einmal in kurzer Zeit entstanden ist. Zwischenzeitlich gab es auch Werte von -3 und -3,5. Aber das halte ich eher für Fehlmessungen.
Dass es vereinzelt vorkommt, reicht mir schon, wenn es bei mir dann auch der Fall ist. 
Und wenn, dann möchte ich es auch dokumentieren können.
lieben Gruß
Nicole
Paul-Gerhard Mosch schrieb
Nun ich kenne keine Verringerungen einer Myopie, bei der man eine vorhergehende Überkorrektion ausschließen kann, von über 0.75 bis max. 1.25 dpt Fehlsichtigkeit. Diese würde dann, wenn überhaupt schon in wenigen Wochen bis hin zu einigen Monaten erreicht.
Hallo. Meine Erfahrung ist aber anders. Obwohl Hauptaugentraining schon fast 2 Jahre zurückliegt, geht die Kurzsichtigkeit (mit Tropfen hätte ich vielleicht keine) immer noch zurück. Anfang 2006 hatte ich noch ca. 0,25 Dpt. mehr als zur Zeit und im Mai 2005 noch mehr. Scheint also langfristig ganz langsam wegzugehen. Kurz- und mittelfristig ( innerhalb eines Tages und unter einem Monat) gibt es aber Schwankungen.
Hmmm.....WAS wurde in wenigen Wochen bis hin zu einigen Monaten erreicht.?
Eine Verbesserung oder die Myopie?
Kleine Korrektur zum letzten Posting
Zwischenzeitlich gab es auch Werte von -3 und -3,5. Aber das halte ich eher für Fehlmessungen.
Mir ist erst heute aufgefallen, dass diese Werte VOR zwei Schwangerschaften waren und die Werte ab 1999 NACH den Schwangerschaften waren.
Eberhard sieht da auch einen Zusammenhang. Also keine Fehlmessung. 
Klasse, mal eben so nebenbei eine Dioptrie mit weg auf einem Auge.
lg
Nicole
[
Hallo. Meine Erfahrung ist aber anders. Obwohl Hauptaugentraining schon fast 2 Jahre zurückliegt, geht die Kurzsichtigkeit (mit Tropfen hätte ich vielleicht keine) immer noch zurück. Anfang 2006 hatte ich noch ca. 0,25 Dpt. mehr als zur Zeit und im Mai 2005 noch mehr. Scheint also langfristig ganz langsam wegzugehen. Kurz- und mittelfristig ( innerhalb eines Tages und unter einem Monat) gibt es aber Schwankungen.
Dann haben Sie keine reine Längenmyopie sondern eine Brechungsmyopie durch zu starke Krümmung der Augenlinse. Das gibt es tatsächlich wenn immer eine neue Brille mit stärkeren Gläsern aufgeschrieben wird, weil die subjektiv als besser empfunden wurde. Eine objektive Refraktometrie in Zykloplegie hätte das alles aber sehr schnell aufgedeckt.
Da erreicht man durch Entspannungsübungen tatsächlich eine Abnahme der durch zu starke Akkommodation bedingten Brechungsmyopie. Eine richtig verordnete Brille, nach vorheriger Zykloplegie und dann einige Tage später der subjektive Abgleich, macht hier aber ein Training von Anfang an nicht notwendig.
Ein zu lang gebautes Auge schrumpft nicht durch ein wenig Training. Längenmyopien sind nicht wegtrainierbar.
Danke für die deutlichen Worte, uns Optikern glaubt wahrscheinlich keiner. 
Doch, man glaubt Euch. Nur wir können nichts dafür, wenn persönliche Erfahrungen anders sind als Optiker sagen;)
Hallo AgnesMaria)
Mich freut, dass endlich jemand versteht, dass Kurzsichtigkeit auch durch Akkommodation verursacht werden kann. Seltsamerweise werden die meisten (gering) Kurzsichtigen nicht mit Tropfen (Zykloplegie, diesmal ist der Begriff hoffentlich richtig;)
untersucht. Ich meine nicht nur durch die Pupille schauen, sondern auch im akkommodationslosen Zustand die Myopie messen. Sowohl Optiker, als auch Augenärzte messen meistens drauflos und verschreiben bzw. empfehlen eine Brille.
Eine Bemerkung noch
Das gibt es tatsächlich wenn immer eine neue Brille mit stärkeren Gläsern aufgeschrieben wird, weil die subjektiv als besser empfunden wurde.
So einfach ist es dóch nicht immer. Ich lief ja zuerst jahrelang ohne Brille herum und hatte ca. 50% Sehschärfe. Also an einer falsch angepassten Brille kann das nicht liegen. Und eine wirklich bessere Sehschärfe mit einer Brille kann man leicht von einer subjektiv empfundenen Kontrasterhöhung unterscheiden, weil man einfach Sachen sieht, die ohne bzw. mit einer schwächeren Brille eindeutig zu verschwommen sind.
Ich weiß nicht, wie oft so etwas vorkommt, aber sogar gute Fachleute halten oft eine Messung mit Tropfen für nicht nötig(
So ganz will ich das mit dem Tropfen nicht stehen lassen.
Erfahrene Augenärzte und Augenoptikermeister brauchen keine Zycloplegie zur Refraktionsbestimmung. Es ist sicher hilfreich bei solch eingefahrenen Situationen, in denen über längere Zeit falsche Korrektionen getragen wurden. Aber auch da gibt es Lösungen ohne Tropfen.
Ich betonte in dem Satz Augenoptikermeister, die "Un"sitte, Gesellen die Augenglasbestimmung durchführen zu lassen, die in keiner Weise die gleiche Ausbildung darin hatten, wie Meister, führt doch letztendlich zu den Unzufriedenheiten. Es tut mir leid, wenn sich jetzt einige auf den Schlips getreten fühlen, aber das ist meine persönliche Meinung zu dem Thema.