Hallo Daja,
Paul-Gerhard hat das Wort "angezogen" nicht im Sinne der OP benutzt, sondern damit sagen wollen, wie verkrampft die Muskeln sein können, vor einer prismatischen Korrektion.
Bei einer Schiel-OP (erst einmal egal, ob manifestes Schielen oder WF) werden Muskeln entweder verlagert(am Augapfel) oder gekürzt.
Bei WF wird meist beides gemacht z.B. Bei Innenschielen, Verzeihung Eso-WF.
Der äussere gerade Muskel wird gekürzt und der innere gerade zurückgelagert, damit kein erneutes Kräfteungleichgewicht vorliegt.
Ich fürchte, Dein Sohn hat keine WF. Das wäre nur möglich mit binokularem Sehen. Aber bisher hast Du das doch immer ausgeschlossen, oder sehe ich das falsch? Diese Problematik haben wir doch schon des öfteren diskutiert.
Gruß
Eberhard
Bei meinem Sohn war ein Restschiel:wink:el nach der Op verblieben. Er hatte wahrscheinlich dank AA Behandlung nie ein Binokularsehen. Aber nach abgeschlossenem Training hat er nun seit 9 Monaten eine flache , räumliche Wahrnehmung, die er auch seit Beendigung seit diesem Sommer hält.
Leider ist es aber nicht möglich eine das zu kompensieren was durch die Kürzung des Muskels nun mal verschwunden ist. Nun gehe ich aber davon aus ,dass die Winkel bei WF kleiner als 25 Prismen sind , und auch die Korrektur "kleiner "ist?
Hallo, daja
ich schlage vor (wegen der Länge) unter "Unterschiede" weiter zu diskutieren, da habe ich gerade von meinem Sohn und seinen insgesamt über 65 cm/m geschrieben.
Recht hast Du, dass insgesamt in kleiner dosierten Schritten ein Fehlwert ermittelt und auch korrigiert wird. Der Gesamtwert kann aber rückblickend dennoch beträchtliche Ausmasse gehabt haben.
Abschließend drücke ich es deshalb so aus, häufig ist eine gleiche Grundkomposition in der Anlage im Sehen vorhanden (echte Lähmungen hier einmal ausgenommen). Aber die Entwicklung in der Prägungsphase des beidäugigen Sehens führt in eine sehr divergierende Ausgestaltung des nach der Geburt stattfindenden und jetzt zu lernenden beidäugigen Sehstruktur mit sehr verschiedenen Grundrastern, die ganz unterschiedlich reagieren.
Bei entwickelter WF kann der AO (für mich) aufgrund seines erlernten Berufsbildes federführend verantwortlich sein, beim Schielen (Tropie) der Facharzt für Augenheilkunde. Es gibt Hinweise, dass dieser unter Kenntnis der MKH manchmal in der Lage ist, goldene Brücken zu bauen. I.a.R. bieten sich hier jedoch leider nur noch Teilerfolge im Binokularsehen an.
ich schließe diesen Thread, damit er nicht noch 3 Seiten lang wird.
Alles Folgende darf in den Thread "Unterschiede".
Gruß
Eberhard