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Kurzsichtigkeit und Zylinder

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(@sehpferdchen)
Beiträge: 61
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Hallo Kerstin,

wen wunderts, daß es Leute gibt, die bei 1 dpt. keine Brille verlangen, wenn bei manchen "Fachleuten" das als Kleinigkeit, womöglich als nicht korrekturbedürftig, gilt? Dabei gibt es sicherlich Leute, die schon (-)0,25 dpt. bemerken, bzw. sich damit gestört fühlen, oder?

sehpferdchen


 
Veröffentlicht : 21.02.2003 12:06
(@sehpferdchen)
Beiträge: 61
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Hallo Flidais,

hier der Versuch einer Erklärung (allerdings von einem Laien, Fachleute dürfen gerne korrigieren)
Stelle Dir den Augapfel mal als kugelrunden Ball vor (ist zwar nicht ganz so, aber zur Erklärung vielleicht einfacher). Bei einem wirklich kugelrunden Ball ist die Krümmung der Oberfläche überall gleich stark. Jetzt nimmst Du den Ball in beide Hände und drückst von beiden Seiten den Ball zusammen, jetzt hat der Ball in der Senkrechten eine andere Krümmung als in der Waagerechten. Die Hornhaut des Auges sollte eigentlich idealerweise überall die gleiche Krümmung haben, hat sie aber nicht bei jedem. Und um dies auszugleichen nimmt man zylindrische Gläser.
Wäre der kugelrunde Ball kurz- oder weitsichtig, so würden "normale" sphärische Gläser zur Korrektur reichen. Z.B. ein kreisrundes Glas, mit optischem Mittelpunkt in der Mitte, nimmt in der Glasstärke nach außen zum Rand hin, überall gleich stark ab oder zu (je nach dem ob Plus oder Minus), ist also regelmäßig, gleichmäßig gekrümmt.
Ist der Ball aber zwischen Deinen Händen zusammengequetscht, so hat der Ball nun auch noch eine Hornhautverkrümmung, und dann muss das Glas so beschaffen sein, daß es quasi auf die Oberfläche passt. Stell Dir vor, Du nimmst Knete (sowas mit dem Kinder spielen), und machst damit einen Abdruck von der unregelmäßig gekrümmten Oberfläche des Balles. Ich könnte Dir das aufmalen, aber beschreiben?
Vielleicht hats trotzdem geholfen. Und ich bin inzwischen beim Du angelangt, sorry, bin ich aber so gewohnt wenn ich was erkläre.

sehpferdchen


 
Veröffentlicht : 21.02.2003 12:17
(@Paul-Gerhard-Mosch)
Beiträge: 0
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Hallo, an alle

Seepferdchen das hast Du klasse erklärt! Es gibt nur technisch noch ein kleines Problem dabei, und das möchte ich sofort ausräumen helfen.

Die stärker gekrümmte Fläche des Balles zwischen beiden Fingern bringt eine zu hohe Korrektionswirkung zusammen, wenn hier nun abdruckmäßig angepasst würde (Beispiel Kontaktlinse, wegen besserem Sitz) wäre der Fehlwert umso größer! Wir brauchen an der Stelle aber gerade eine Abschwächung der Wirkung vor dem Auge. Mit der "Achse" dreht man also grob gesagt die Wirkung des Brillenglases genau um 90° und dann passt dein Beispiel. Bei einer KL wird man häufig nicht umhin kommen, auch die Vorderfläche torisch zu fertigen. So kann man hier den entstandenen Gesamtfehler wieder voll neutralisieren.


 
Veröffentlicht : 21.02.2003 20:40
(@sehpferdchen)
Beiträge: 61
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Hallo,

naja, erklären ist halt schwer, vor allem wenn man es schriftlich machen muss. Die Sache mit der Knete stellte ich mir so vor, daß man eben z.B. eine Rolle/einen Zylinder aus Knete auf den Fussball drückt, das andere Ende muss plan sein, dann ist die Knete an der Stelle am dünnsten, wo der Fussball seine stärkste Ausbeulung hat.
So, jetzt ist die Verwirrung komplett, aber vielleicht kann sich flidais doch was vorstellen.

sehpferdchen


 
Veröffentlicht : 24.02.2003 16:00
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