Hallo,
habe des öfteren Kopfschmerzen und einen Zug im Auge. Bin deswegen
vor ein paar Wochen in einer Sehschule gewesen, dort wurde latentes
Schielen festgestellt.
Nun bekomme ich eine Prismen Folie (15) und später evtl. eine OP.
Nun hätte ich ein paar Fragen zu den ganzen Thema
Wie lange muss ich dieses Prisma tragen bis es operiert erden kann?
Hat jemand evtl. Erfahrung mit einer solchen OP?
Was ist wenn meine Bescherden mit diesem Prisma nicht besser werden,
kann ich dieses dann wieder ohne Nachteile runter nehmen?
Vielen Dank im voraus für Eure Hilfe!
Alois
Hallo Alois,
eine prismatische Korrektion sollte ca. 6 Monate stabil sein, ehe man operiert. Wie ist denn Dein Sehen mit 15 Prismen auf EINER Folie? Ich finde dies etwas unglücklich, denn man sieht durch die Folie eindeutig schlechter. Besser wäre es, Prismen gleichmäßig in zwei Gläser zu verteilen um das Zusammespiel beider Augen beurteilen zu können. Für eine Erstkorrektion zum Austesten mögen Folien aber durchaus das Mittel der Wahl sein.
Eine OP kommt erst in Betracht, wenn der Prismenwert weit über 20 steigt. Du weißt ja noch gar nicht, wie groß Dein Endwert sein wird, denn durch die Korrektiion wird der komplette Winkel oft erst schrittweise aufgedeckt. Und du stehst erst am Anfang. Aber vielleicht steigt der Wert ja auch gar nicht mehr viel weiter.....man kann keine Prognosen abgeben, es ist bei jedem anders.
Wenn Deine Beschwerden nicht besser werden, brauchst Du die Folie nur wegzulassen und schon hast Du Dein altes Sehen wieder. Die Prismen führen keine dauerhafte Änderung an den Augen herbei. Aber ich würde nicht gleich aufgeben, wenn die Beschwerden mit der Folie nicht besser werden - es kann an der Folie liegen. Lass Dir die Werte doch einmal in eine Messbrille einbauen und laufe damit für 1 Stunde herum. Wenn Du Dein Sehen entspannter und beschwerdefreier erlebst, bist Du auf dem richtigen Weg und solltest Dir überlegen, ob Du in Gläser investieren möchtest. Manche kommen mit Folien einfach überhaupt nicht klar, andere dagegen recht gut. Probiere es aus.
Viele Grüße
Kerstin
Hi,
mir wurde gesagt, dass eine OP nach 3 Monaten schon möglich ist.
Warum dauert das eigentlich so lange um den richtigen Wert herauszufinden
und gibt es da keine Messgeräte die den Winkel bestimmen können?
Kann ich nach 3 Tagen schon feststellen ob die Folie zur Linderung hilft?
Kann ich nach der Schiel-OP immer noch meine Weitsichtigkeit durch die
LASIK Metode operieren lassen?
Vielen, vielen Dank!
GRUSS
Warst du denn schon bei einem Augenarzt der sich auf Strabologie spezialisiert hat oder zumindest mal ein paar Vorleseungen mitbekommen hat?
Man muss zunächst den Muskeltonus regulieren, was schon dauern kann.
Eine Lasik bei Hyperopie ist generell nicht sehr clever .. wie stark ist diese denn bei dir?
Hi,
ich bin bis jetzt nur bei der Sehschule in einem Augenklinikum gewesen.
Die teilten mir mit, dass eine Lasik OP trotzdem möglich wäre.
Weiss momentan nicht was ich glauben kann???
Was hälst du eigentlich von Augenmuskeltrainning, wäre das eine Lösung?
Ich habe eigentlich nur "Kopfschmerzen" und ansonsten keine Probleme.
Ich bekomme morgen eine Folie(15) und werde die mal testen ob das was bringt.
Gruss
Lass dich nicht verrückt machen und von einem kompetenten Arzt beraten.
Bisher hats ja auch so geklappt 
Fixationstraining hilft bei manchen .. aber bei 15 cm/m ist das keine Dauerlösung.
Wie alt bist du denn und welche Stärken hast du in deiner Brille? Hast du rechts/links mit den einzelnen Augen (mit Brille) eine vergleichbare Sehschärfe? Hattest du schon immer Kopfschmerzen, Doppelbilder bei Müdigkeit ..
Ohne mehr Infos kann man dir hier keine hilfreichen Tipps geben, dich aber nur noch mehr verwirren 
Ich bin 25 Jahre alt und habe auf beiden Augen eine eigentlich
konstante Sehschwäche von ca. 2,0.
Habe keine Probleme mit Doppelbilder, meine beschwerden sind Kopfschmerzen
und ein Ziehen im Auge. Das jedoch nur auf meinem linken Auge, dass andere
ist beschwerdenfrei. Darauf hin bin ich zur Sehschule, die mir ein solches
Prisma verschrieben haben Werde das ganze jetzt mal ausprobieren ob eine
Besserung eintritt. Es müssten die Kopfschmerzen etc. eigentlich nach
ein paar Tagen sich bessern oder??
gruss
Hallo Alois,
nach einem anfänglich möglichen Entspannungskopfschmerz (höchstens 1 Tag), sollten die Kopfschmerzen geringer oder auch weg sein.
Hallo Eberhard,
hier wurde sicher nicht nach MKH gearbeitet!
Und bei 15 cm/m war dies sicher nur ein Erstversuch als Korrektion, ich würde erwarten, dass das Beschwerdebild so erstmal kaum tangiert wird. Sicher wird man viel eher abwarten wollen, wie sich der Zustand aufgrund dieses ersten Pflockes im Sehen überhaupt stabilisieren will. Der Gesamtfehlwert dürfte erwartungsgemäß deutlich höher liegen. (Wenn eine Sehschule hier schon gleich mit einer 15-er Folie arbeitet, wird eine Einleitungs-OP den Gesamtfehlwert sicher erstmal reduzieren müssen)
Hallo Alois,
ich hoffe, die Sehschule hat Dir nicht zu schnelle Problemlösung versprochen. Ich wünsche Dir Geduld und bin sicher, dass Du letztlich so weiter kommst. Zuerst geht es um das Lösen alter verspannter Fixationszustände. Diese sollten einen Eingriff am Augenmuskelsystem gut vorbereiten, damit die Fixierung hinterher eine deutlich günstigere Ausgangssituation vorfindet. Dies braucht gut geplante Korrektionsschritte (am besten mittels Prismengläsern über MKH ermittelt) und einen OP-Eingriff bei stabilem Messwert, alternative bei sehr hohen Messwerten als Einleitungs-OP zwecks Unzugänglichkeit der gesamten Winkelfehlsichtigkeit.
Sehr schnelle Eingriffe könnten das System destabilisiern und den Prozess der Fixierung sogar falsch fixieren.
MKH ist nicht immer das Maß aller Dinge .. ich wäre auch vorsichtig im Zusammenhang mit Heterophorien gleich einen OP-Marathon anzukündigen.
Hallo Horst,
im Bereich der Winkelfehlsichtigkeit schon, dies sollte bekannt sein. Zu Deinem anderen Einwand Nicht ich habe von einem Operationsmarathon gesprochen!
(Ich sprach zuerst(!) von einer Stabilisierung des Messwertes!)
Allerdings warten wir es doch mal ab!
Hi,
vielen Dank für Eure Meldungen.
Was haltet Ihr eigentlich von Augenmuskeltrainning? Sollte man das nicht
vor einem Prismeneinsatz oder OP getestet haben ob das ganze was hilft?
gruss
Hallo Alois,
Alois schrieb
Was haltet Ihr eigentlich von Augenmuskeltrainning? Sollte man das nicht
vor einem Prismeneinsatz oder OP getestet haben ob das ganze was hilft?
Meiner Meinung nach Ja.
Aber meine Meinung ist hier nicht gerne gesehen. 
Der Funktionaloptometrist meiner Tochter hat sich seine nicht gerade wenigen Prismen auch wegtrainiert. Zumindest fast. Man sieht es manchmal noch, aber er hat keine Beschwerden mehr.
lg
Nicole
Sarkastisch gesagt, darf er auch keine Beschwerden mehr haben! Allerdings scheinen seine Betreuten sogar noch welche zu sehen. Kopfschütteln ???
Wegtrainierte Prismen, aber teils erkennbare Schielstellungen. Wo steckt da eine überzeugende Logik und der klarer Verstand? - soviel zu den Aussagen dieses "Fachmanns".
WEnn Schielstellungen noch sichtbar sind, ist es keineswegs ein Wegtrainieren.
Ohne Brille sichtbare Schielstellungen sind ganz fast eindeutig manifestes Schielen und keine WF oder Heterophorie. Im günstigsten Fall ist es eine dekompensierte Heterophorie. Soviel zu dem "Könner" von Augentraining.
Eberhard und Paul Gerhard, ich halte mich jetzt mich den Äußerungen zurück, die mir auf der Zunge liegen.
Nur soviel
Ihr wisst selbst, dass man bei ca. 80% der Bevölkerung eine WF messen kann.
Von diesen Leuten haben aber nur 20% Beschwerden.
Und wenn jemand keine Beschwerden mehr hat und ein gutes Sehen hat, ist es doch egal, ob man da noch manchmal etwas sieht oder messen kann.
Meine Meinung dazu.
kopfschüttelnde Grüße
Nicole
WEnn ein Auge nicht mit geradeaussieht, wird ein Doppelbild nur vermieden, wenn ein Auge abgeschaltet wird vom Sehprozess. In diesem Fall ist natürlich kein besonderes Beschwerdebild mehr da, wieso auch, denn man sieht nur noch mit einem Auge.
Nicole, Deine Aussagen sind eindeutig falsch, halte Dich in Zukunft aus Fachgebieten heraus.
Eberhard, du liest Sachen, die ich nicht so geschrieben habe. 
Und da hier leider die Meinung vorherrscht, dass man am besten eine vollkorrigiernede Brille nach MKH trägt, habe ich die nächsten Wochen auch gar keine Lust mehr, in dieses Forum zu sehen.
Schade, dass sich in Deutschland immer noch nicht viel bewegt in diesem Gebiet.
Ich möchte hier einmal für Neulinge anmerken, dass ein Augenmuskeltraining etwas anderes ist, als ein sensorisches Training. Und Funktionaloptometrist scheint eben nicht gleich Funktionaloptometrist zu sein.
Ein Augenmuskeltraining vor einer Prismenmessung und ggf. Korrektion ist konterindiziert!!!!!!!!!!!!!!!!!!! Es bewirkt nämlich nur, dass die Muskeln besser im Stande sind, die Fehlstellung zu halten. Durch diese angespannten Muskeln lässt sich ein Wf-Winkel dementsprechend schlecht aufdecken. Und die Prismenkorrektion hat ja den Sinn, diesen Winkel aufzudecken, und das Auge in seine anstrengungsärmste Position gehen zu lassen. Das geht nicht, wenn da ein Muskel durch "Training" in die falsche Richtung zieht.
Man erträgt duch das Augenmuskeltraining eben nur sein falsches Sehen besser. Bis es irgendwann wieder dekompensiert. Und dann?!? Manche Menschen mit WF können von Natur aus so gut kompensieren, dass sie keine Probleme haben. Diese Menschen brauchen auch kein Augenmuskeltraining, weil ihre Muskeln es von alleine schaffen zu kompensieren.
Der richtige Weg ist m. E. der Erst Prismenwert völlig aufdecken. Sollte eine OP nötig sein und danach Restprismen bleiben, kann man zusätzlich ein VT (Visual Training) machen, das aber bitte nicht mit reinem Augenmuskeltraining in einen Topf zu schmeißen ist.
Natürlich soll letztendlich jeder das machen, was ihm am besten hilft und woran er glaubt. Die Entscheidung bleibt jedem selber überlassen.
Viele Grüße
Kerstin
hallo nicole,
ok, du wirst das erst in ein paar wochen lesen. aber ich kanns ja trotzdem schon mal schreiben 
beim lesen deines beitrages kam mir genau der gleiche gedanke. hat sich jetzt solche muskeln an die augen trainiert, dass er sie parallel zwingen kann oder nicht? wenn nicht, hat er doch vorsichtig ausgedrückt kein optimales zweiäugiges sehen. ich will beim besten willen niemanden zu seinem glück zwingen. wenn er so glücklich lebt, ist für ihn persönlich doch auch alles in butter. aber die leute die sich hier melden sind doch offenbar nicht glücklich. und da ist es doch wirklich fraglich, ob denen damit geholfen ist.
bei ein "paar" prismen mag das sicher funktionieren, so lange man immer dran bleibt. nur - ein paar prismen haben auch in jeder brille platz. aber hier finden sich doch eher die extremen fälle und da hätte ich auch so meine zweifel.
ich habe mich mit dem thema seit 16 jahren herumgeschlagen. klar kann man die muskeln passend dehnen. meine augen standen nach innen und ich sitze viel am pc. in der nähe hatte ich zum glück keine probleme. aber abends oder am wochenende brauchte es immer einige zeit, bis ich die augen wieder geradeaus gedehnt hatte. gelegentliche doppelbilder bzw. abschaltung eines auges inbegriffen.
jeder urlaub, jedes lange wochenende brachte diesen dehnungseffekt und das sehen in die ferne machte wieder spass. aber nach 2-3 arbeitstagen war der effekt wieder dahin. wer auf diesen kampf gegen den eigenen körper tagein tagaus steht, kann von mir aus gerne fleißig trainieren. ich hatte aber ehrlich gesagt besseres zu tun, als die hälfte meiner freizeit die augen zu dehnen. ist wie putzen ein paar tage später ist's ja doch wieder dreckig...
falsche sehgewohnheiten korrigieren ist schon ok, aber eine falsche geometrie bleibt nun mal einfach falsch. man kann sein leben lang dagegen ankämpfen oder eben einen anderen weg suchen. die passende prismenkorrektur, entweder nach mkh oder sonst wie ermittelt ist dieser andere weg. wem die nachteile durch die prismenbrille zu groß sind, der hat wiederum die wahl zwischen zurück zum dehnen oder der operation. ich habe mich für letzteres entschieden weil ich die vorteile eines nicht nur im urlaub funktionierenden sehapparates nicht mehr vermissen will.
viele grüße,
michael