Horst schrieb
Altersweitsichtigkeit ist nicht Presbyopie!
???
laut Pschyrembel
Presbyopie Alterssichtigkeit, altersbedingte Weitsichtigkeit;
Erschwerung des Nahsehens durch Elastizitätsverlust (Sklerosierung) der Linse u. Nachlassen der Akkomodation. Der Nahpunkt rückt immer mehr in die Ferne; Korrektur durch Sammelgläser
Horst schrieb
Altersweitsichtigkeit ist nicht Presbyopie!
Erschreckend was hier alles durcheinander geschmissen wird
Klar, dass nicht jedes presbyope Auge im Alter hyperopisiert, aber eine durchschnittliche Tendenz ist nachgewiesen.
Hallo Horst,
bist Du Augenoptiker?
Dann solltest Du Hyperopie und Presbyopie nicht verwechseln.
Hyperopie im Alter heißt noch lange nicht Altersweitsichtigkeit! 
@ Horst
Eine Hyperopisierung ab 40 Jahren wurde bei vorher emmetropen und hyperopen Augen nachgewiesen - weniger (nämlich bis zu 20%) bei myopen Augen.
Zumindest so, wie ich den englischen Text der Studie verstehe.
Ich verwechsele sicher keine Hyperopie mit einer Presbyopie.
Der korrekte deutsche Terminus für Presbyopie lautet Alterssichtigkeit .. welche dann eintritt, wenn die Akkommodationsbreite weniger als 4 dpt beträgt.
Altersweitsichtigkeit fällt in den gleichen Zeitraum, meint aber eine allmähliche Hyperopisierung (FERNE!) vom 40sten bis 70sten Lebensjahr.
Alterssichtigkeit wird jeder, Altersweitsichtigkeit hingegen nicht.
Jeder Fachmann sollte das verstehen .. oder zumindest nachblättern können.
Nicole muss das nicht verstehen P
Ich hab die genauen, prozentualen Ergebnisse nicht im Kopf, aber selbst wenn nur 20% der Myopen im Alter hyperopisieren (=Altersweitsicht...kapiert?), dann ist das eine Tendenz ..ob du in diesen Genuss kommst und langsam Richtung Emmetropie gelangst wird sich zeigen.
Presbyop wirst du ohnehin .. durch Elastizitätsverlust der Linse (=Altersichtigkeit)
Ok, wenn ich das jetzt richtig verstanden habe, dann gibt es also die Alterssichtigkeit, die einen Verlust der Akkomodationsfähigkeit bedeutet, und dann gibt es die Altersweitsichtigkeit, die nicht jeden befällt, im Unterschied zur Alterssichtigkeit. Die Altersweitsichtigkeit bringt aber dann einen Myopen in Richtung Emmetropie.
Etwas Ähnliches hat uns Alexander Beck glaube ich auch schon einmal erklärt.
Das erscheint nun plausibel, da es ja dann auch die Fälle von Personen erklärt, die im Alter tatsächlich einen Teil ihrer Myopie einbüßen.
Danke für die Erklärungen!
Gruß
Jan 
Hallo Horst,
dann sage mir mal, in welcher Literatur der Begriff Altersweitsichtigkeit als Synonym für Hyperopie geschrieben steht.
Neue Begriffe erfinden kann jeder!
Wo habe ich das denn Bitte geschrieben?!?!
Wenn du alles in einen Topf schmeisst ist das nicht mein Ding.
Jan hats ja auch kapiert.
Im Schnitt werden die Menschen ab dem 40sten Lebensjahr um 1 dpt. hyperoper (!=Hyperop).
Ein 40-jähriger Myoper mit -1 dpt wird also im hohen Alter im Schnitt Rechtsichtiger (nicht hyperop). Ein Hyperoper wird hyperoper.
Diese Entwicklung nennt sich Altersweitsichtigkeit.
Vergl. Schulmyopie ..mit 8 Jahren sind die meisten Kids um über 3 dpt hyperop .. danach folgt die "Schulmyopie" und die Kids myopisieren bis etwa zum 20sten Lebensjahr.
Das sind Tendenzen und individuell stark unterschiedlich im Verlauf und Ausprägung.
Schlag mal im Trotter nach .. da solltest du fündig werden.
Wie schade für die eh schon Übersichtigen, aber die Kuzsichtigen haben dann ja zumindest Hoffnung fürs Alter....
Wenn ich als eh schon Übersichtige nun auch noch die Alterssichtigkeit dazu bekomme, bin ich dann der berühmte Fall für die Gleitsichtbrille? An reinen Pluswerten nehme ich nämlich schon zu....
Viele Grüße
Kerstin
Jeder Alte ist ein Kandidat für Gleitsichtgläser 
Hallo Horst,
Im Trotter finde ich nichts von Altersweitsichtigkeit.
Wohl aber die sog. latente Hypermetropie (altes Wort für Hyperopie) und manifeste Hyperopie. Sein deutsches Wort dafür ist Übersichtigkeit, was heute noch Gültigkeit hat. Dabei sagt Trotter, daß die latente Hyperopie erst später meß-und korrigierbar wird. Letzendlich liest man dort, daß ab etwa 30 Jahren die bisher durch Akkommodation ausgeglichene latente Hyperopie immer stärker meßbar wird. Jeder Augenoptiker weiß, daß auch 35-40-jährige oft noch einiges versuchen, wegzuakkommodieren.
Zudem schreibt Trotter von Presbyopie ,die er auch Weitsichtigkeit nennt und im gleichen Text Alterssichtigkeit.
Er schreibt dabei auch, daß das Wort Alterssichtigkeit für viele Menschen schlimmer ist als der Begriff Weitsichtigkeit.
Ich gehöre zu denen, bei denen auch mit 55 Jahren noch keine geringere Myopie vorliegt, eher ist es so, daß ich nur bei sehr wenigen Menschen diesen "Effekt" feststelle, und bei viel mehr Menschen ab ca. 60 eine Myopiesierung messe, die allerdings mit Cataract-Entwicklung einhergeht.
Dass bei Leuten, die des Akkommodierens fähig sind sich die Hyperopie aus einem manifesten und latenten Anteil zusammensetzt ist ja eine ganz andere Geschichte.
Naja .. scheinbar sind die Definitionen der korrekten deutschen Termini recht verwaschen. Aber is ja auch wurscht, wie mans nennt. Fakt ist, dass es im Bevölkerungsschnitt eine Hyperopisierung ab 40 gibt. Zudem gibt es eine Presbyopie.
Schau dir doch mal von 10 beliebigen Kunden den Verlauf der Fernkorrektion zwischen dem 45sten und 60sten Lebensjahr an. Hast ja sicher einige Stammkunden seit Jahren.
Horst schrieb
Fakt ist, dass es im Bevölkerungsschnitt eine Hyperopisierung ab 40 gibt. Zudem gibt es eine Presbyopie.
Schau dir doch mal von 10 beliebigen Kunden den Verlauf der Fernkorrektion zwischen dem 45sten und 60sten Lebensjahr an. Hast ja sicher einige Stammkunden seit Jahren.
Hallo. Ich wurde heute so mit schließender Statistik vollgelabert, dass ich mehr als ein Drittel der nächsten Veranstanltung verpasst habe. Deshalb will ich mich hier abreagierenlol .
Horst will, dass Eberhard Luckas eine empirische Untersuchung macht, um festzustellen, ob der Bevölkerungsdurchschnitt (Bevölkerung Deutschlands bzw. ihr Teil sei Grundgesamtheit) im Alter zwischen 45 und 60 Jahren Hyperopisierung hat. Untersuchungseinheiten Personen im genannten Alter. Stichprobenumfang 10 Personen. Untersuchungsmethode Beobachtung mit Messung.
Was Hyperopisierung bei einer Person ist, ist klar. Aber im Durchschnitt ist das nicht ganz klar. Hat der Durchschnitt Hyperopisierung, wenn mehr Leute in Richtung plus "wandern" als in Richtung minus oder muss man auch die Größe der Fehlsichtigkeitsänderungen berücksichtigen?
Dann müssen wir uns die Frage stellen, ob man von der Stichprobe auf Grundgesamtheit einfach hochrechnen kann. Dafür muss die Stichprobe erstens repräsentativ und zweitens groß genug sein. Gehen wir mal davon aus, dass sie repräsentativ ist. Ob die zweite Bedingung erfüllt ist, bin ich mir nicht sicher. Nehmen wir einfach mal an, jeder 20. hat im betreffenden Alter eine Myopisierung und jeder 5. eine Hyperopisierung. Die Wahrscheinlichkeit, dass mindests eine Person aus 10 Probanden im Laufe dieser Zeit myoper wird, beträgt 1- (0,95 hoch 10) = ca. 40%. Theoretisch müsste es aber halbe Person seinlol. Wir bekommen also Verzerrung bezüglich der Myopisierung. Von diesen 40% ist die Wahscheinlichkeit für das Ereignis "genau eine Person wird myoper" 31,5%, für das Ereignis "genau zwei werden kurzsichtiger" immerhin fast 7,5%. Die Formeln kann ich hier schlecht aufschreiben, aber hoffentlich glaubt Ihr meinem Taschenrechner;) . Die Wahrscheinlichkeit, dass höchstens eine Person hyperoper wird, beträgt knapp 38%.
Ich habe zwar nicht genau ausgerechnet, wie hoch die Wahrscheinlichkeit für das Ergebnis "Der Durchschnitt hat Hyperopisierung" ist, aber anhand der von mir ausgerechneten Sachen kann man abschätzen, dass diese Wahrscheinlichkeit nicht so groß ist, dass man die Stichprobe von 10 Personen als groß genug ansehen soll. Jedoch ungefähr dürfte das hinkommen.
Fazit Eberhard kann die Beobachtung durchführen. Wenn er aber das Phänomen der Hyperopisierung der Leute bestimmten Alters zahlenmäßig genauer untersuchen will, sollte er entweder mehr Stammkunden haben, oder sich mit paar Kollegen zusammenschließen und gemeinsam Daten erheben.
Das war ja herrlich, mein lieber Igor,
von einem Mathematiker nicht anders zu erwarten.
Was Horst "verlangt" , soll er selber machen, mir fehlt sie Zeit dazu. Meine Erfahrung will ich nicht weiter ins Spiel bringen, nur noch eines
Hyperopisierung im Alter ab 40 ist nichts anderes als die langsame Aufdeckung einer längst vorhandenen Hyperopie. Davon gibt es natürlich viele Fälle.
Ich wehre mich nur dagegen, wenn pauschal gesagt wird, daß die Myopie im Alter geringer wird. Das ist und bleibt Nonsens.
Eberhard Luckas schrieb
Ich wehre mich nur dagegen, wenn pauschal gesagt wird, daß die Myopie im Alter geringer wird. Das ist und bleibt Nonsens.
Wäre ja auch zu schön. Dann bräuchte nämlich mein Vater mit seinen -1,5 dpt in der Brille für die Ferne mit nun 61 Jahren keine Gleitsichtbrille, sondern höchstens eine Lesebrille.
Und ich muss dann weiter Augentraining machen, wenn es doch nicht von alleine weniger wird.
lg
Nicole
Eberhard Luckas schrieb
Ich wehre mich nur dagegen, wenn pauschal gesagt wird, daß die Myopie im Alter geringer wird. Das ist und bleibt Nonsens.
Tja.. habs wahr oder nicht .. es ist so. Im Schnitt.
Morgen Horst, woher weißt Du das?
Siehe Seite 1 oder 2 .. es gibt Studien die das belegen.
Bin nun etwas schlauer.
Und zwar hat ein Augenarzt das so erklärt, dass die Linse zeitlebens wächst - allerdings nicht gleichmäßig. Und so kann es dazu kommen, dass die Linse im Zentrum etwas flacher wird und damit die Myopie verringert wird.
lg
Nicole
Eberhard Luckas schrieb
Hallo Horst,
Im Trotter finde ich nichts von Altersweitsichtigkeit.
Wohl aber die sog. latente Hypermetropie (altes Wort für Hyperopie) und manifeste Hyperopie. Sein deutsches Wort dafür ist Übersichtigkeit, was heute noch Gültigkeit hat. Dabei sagt Trotter, daß die latente Hyperopie erst später meß-und korrigierbar wird. Letzendlich liest man dort, daß ab etwa 30 Jahren die bisher durch Akkommodation ausgeglichene latente Hyperopie immer stärker meßbar wird. Jeder Augenoptiker weiß, daß auch 35-40-jährige oft noch einiges versuchen, wegzuakkommodieren.Zudem schreibt Trotter von Presbyopie ,die er auch Weitsichtigkeit nennt und im gleichen Text Alterssichtigkeit.
Hatte heut mal Zeit bei Trotter nachzuschlagen.
findest du einen Abschnitt zu "seniler Hyperopie" .. das meinte ich mit Altersweitsichtigkeit. Also wie mehrmals erwähnt eine hyperopisierung im Alter.
Zu der von mir auf Seite 1 oder 2 angesprochenen Studie gibt es auf Seite 190 einen Chart (Abb 97) zur Entwicklung von Fehlsichtigkeiten bezogen auf das Lebensalter.
Horst schrieb
alterbedingt bist du in 5 jahren wohl eh ziemlich rechtsichtig .. mit oder ohne Training.
Das habe ich nun vereinzet schon öfter gehört. Allerdings ist es doch allgemein eher so, dass die Leute kurzsichtig sind und dann noch zusätzlich presbyop werden. Mein Vater wurde erst sehr spät (um die 40 rum) kurzsichtig und ein paar Jahre später zusätzlich presbyop. Weiviele Leute kennt ihr, bei denen wirklich die Myopie wegging/deutlich weniger wurde? lg Nicole
zu diesem Thema eine Variante: stark abnehmende Kurzsichtigkeit bei stark zunehmender Hornhautverkrümmung
bin 70 Jahre und hatte am 13.4.2011 folgende Werte:
rechts Sphäre-1; Cylinder -1,75; Achse 120Grad
links -1,5; -1,25 50°
unter am 3.5.2009 folgende Werte:
Rechts -2,25 -0,25 100°
links -2,00 -1,0 60°
will das jemand kommentieren? Ist das bedrohlich? vielen Dank im Voraus