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Okklusionstherapie mittels Okklusionslinse?

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(@Eisb-r-3)
Beiträge: 98
Estimable Member
Themenersteller
 

 Nystagmus und auch die Bewegungseinschränkung sind ja, wie ich das hier im Forum gelernt habe, eher nicht motorisch bedingt. Habe ich das richtig verstanden?

Bin fast 36 Jahre alt.

L.G. Eisbär


 
Veröffentlicht : 27.08.2010 17:47
(@Eberhard-Luckas)
Beiträge: 0
New Member
 

Hallo Eisbär,

Nystagmus entsteht z.B. durch Schwachsichtigkeit und Schielen in der frühen Kindheit, einige andere Augenerkrankungen, die ich nicht aufzählen möchte, führen auch dazu.


 
Veröffentlicht : 27.08.2010 18:18
(@AgnesMaria)
Beiträge: 1471
Noble Member
 

 Nystagmus und auch die Bewegungseinschränkung sind ja, wie ich das hier im Forum gelernt habe, eher nicht motorisch bedingt. Habe ich das richtig verstanden?

Es gibt die verschiedensten Nystagmusformen. Palpebralischer,  blickparetischer, kalorischer optokinetischer, vestibulärer Nystagmus u.s.w. u.s.f.

Bei Ihnen ist der Nystagmus angeboren, ebenso die Bewegungseinschränkungen.Vermutlich liegt eine diskrete Zapfendystrohie vor. Man kann also die Fixation nicht halten und die Reizung der zentralen Zapfen ist nicht möglich wegen der Dystrophie in diesem Areal der Netzhaut, so das entlegenere Zapfenzellen gereizt werden müssen, um einen Seheindruck zu erreichen und verbunden damit ist eine herabgesetzte Sehschärfe. 

Damit verbunden sein kann ein Schielen. Diese Symptome weisen auf ein frühkindliches Schielsydrom hin.

http://de.wikipedia.org/wiki/Kongenitales_Schielsyndrom


 
Veröffentlicht : 03.09.2010 12:32
(@Eisb-r-3)
Beiträge: 98
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Themenersteller
 

Hallo Agnes Maria,

das liest sich jetz etwas kompliziert, werde mich damit aber noch befassen.

Eine Frage dazu: Wenn das angeborene Fehler sind, müssten dann nicht beide Augen gleich betroffen sein?

L.G. Eisbär


 
Veröffentlicht : 03.09.2010 19:13
(@AgnesMaria)
Beiträge: 1471
Noble Member
 

Liebe Eisbärin, Zwinkert

Nein, die Sehschärfe, und darauf läuft ja ihre Frage  hinaus, kann unterschiedlich sein. Beim Schielen hat man häufig ein Führungsauge das besser sieht als das andere.


 
Veröffentlicht : 04.09.2010 10:56
(@Eisb-r-3)
Beiträge: 98
Estimable Member
Themenersteller
 

Hallo Agnes Maria,

das mit dem Schielen ist mir schon klar, wobei ich mittlerweile auch bewusst alternieren kann.

 Bei mir hat das Führungsauge aber den höheren Brechungefehler (5 dpt) das Andere ist halb so kurzsichtig (Astigmatismus L -0,75 A. 50 Führungsauge - tendenz zu 0,50) Rechts -1,25 A.

Durch den kognitalen Fehler - nenne ich`s mal so, komme ich aber mit dem Führungsauge auf fast 8/10. (Ergebnis vom Montag mit der Linse -4,50 als Korrektur.

Das Schwächere Auge ist dann kognital in höherem Maße betroffen. Da waren`s ja nicht mal 2 / 10 in der Kindheit. Mittlerweilen lese ich auch schon mal die 6 /10 Reihe....

Ich bringe Sie noch zum Verzweifeln mit meinen Gedanken...(smile).


 
Veröffentlicht : 04.09.2010 14:36
(@AgnesMaria)
Beiträge: 1471
Noble Member
 

Liebe Eisbärin,

Sie müssen wissen, das Säuglinge in der Regel weitsichtig geboren werden. Nehmen Sie mal an ihr rechtes Auge hatte 0,0 dpt Brechungsfehler und links + 4,00 dpt. Per Wachstum veränderten sich dann die Werte in die jetzt vorhandenen.  So wäre es erklärbar, dass das rechte Auge seit Geburt das führende war. Oder aber die Schielstellung war Anfangs immer nur auf ein Auge fixiert, oder der Nystagmus war auf einem Auge stärker und am anderen schwächer. Anders könnte ich mir das nicht erklären

LG

A.M.


 
Veröffentlicht : 04.09.2010 15:32
(@Eisb-r-3)
Beiträge: 98
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Themenersteller
 

Ja, das stimmt, meine erste Brille, die ich erst mit sechs Jahren bekam hatte irgend welche Werte im Plusbereich.

Kann es auch sein, dass durch den Nichtgebrauch dieses Auges der Muskel immer schwächer wurde und sich die Bewegungsstörung dort viel mehr bemerkbar macht? Durch ´bewusstes" hin und herbewegen, - (hinauf ist sehr schwierig und klappt jetzt beim Üben mit dem Spiegel ein bisschen) sind die Bewegungen jetzt etwas besser geworden.

Habe mir den Link jetzt durchgelesen. Es trifft eigentlich fast alles zu, Aber das Schielen geht nach innen, unten. Wenn das Rechte Auge die Führung übernehmen muß, trifft das auch für mein besseres Auge zu. (habe ich von meinem Optiker kontrollieren lassen.) Wenn ich versuche mit beiden Augen nach rechts oben zu fixieren, stehen sie paralell.

Dass der Nystagmus auf beiden Augen unterschiedlich stark ausgeprägt war, war schon seit längerer Zeit auch meine Vermutung. Danke mal wieder sehr geschätzte Agnes Marin!!!!


 
Veröffentlicht : 04.09.2010 17:30
(@AgnesMaria)
Beiträge: 1471
Noble Member
 

Ja, das stimmt, meine erste Brille, die ich erst mit sechs Jahren bekam hatte irgend welche Werte im Plusbereich.

Richtig geraten. Zwinkert Warum Brille erst mit 6 Jahren und nicht eher? Nicht zu verstehen.

Kann es auch sein, dass durch den Nichtgebrauch dieses Auges der Muskel immer schwächer wurde und sich die Bewegungsstörung dort viel mehr bemerkbar macht?

Nein, das trifft hier nicht zu. Es liegt an der nicht stark ausgepräkten neuronalen Vernetzung des Auges bis zu Sehrinde. Da es nie gut mitsah konnten sich entsprechenden Nervenverbindungen nicht herausbilden.

Habe mir den Link jetzt durchgelesen. Es trifft eigentlich fast alles zu, Aber das Schielen geht nach innen, unten.

Es trifft schon zu, ist aber verschiedenen Personen ungleich ausgeprägt. Frühkindliches Schielsyndrom ist immer ein Schielen nach innen. 

Dass der Nystagmus auf beiden Augen unterschiedlich stark ausgeprägt war, war schon seit längerer Zeit auch meine Vermutung. Danke mal wieder sehr geschätzte Agnes Marin!!!!

Bitte, gern geschehen

LG

A.M.


 
Veröffentlicht : 04.09.2010 18:23
(@Eisb-r-3)
Beiträge: 98
Estimable Member
Themenersteller
 

 Guten Morgen Forum, besonders Agnes Maria!

„Richtig geraten. Zwinkert Warum Brille erst mit 6 Jahren und nicht eher? Nicht zu verstehen.“

Ja, Die Brille wäre ja schon wegen dem Schielen (evtl. auch ohne Stärke) wichtig gewesen. (Prismatische Wirkung) Habe ich mir von meinem Optiker erklären lassen, der ja anfangs auch gegen das Tragen der Linsen war.

„Nein, das trifft hier nicht zu. Es liegt an der nicht stark ausgeprägten neuronalen Vernetzung des Auges bis zu Sehrinde. Da es nie gut mitsah konnten sich entsprechenden Nervenverbindungen nicht herausbilden.“

Dann habe ich vermutlich wirklich durch die Okklusionsversuche in meiner Kindheit diese Vernetzung angeregt?

Gibt es im Forum jemanden mit den selben Problemen? Oder kennen Sie jemanden? Für mich wäre es interessant, meine Erfahrungen mit anderen Betroffenen austauschen zu können. (Über PN)

Noch nicht geschrieben habe ich, dass bei mir im Alter von ca. zehn Jahren die Diagnose erstellt wurde. Leider habe ich die Unterlagen aber nicht. (Bin mir unschlüssig ob ich versuchen soll sie zu bekommen).

Liebe Grüße und schönen Sonntag! Eisbärin3


 
Veröffentlicht : 05.09.2010 07:39
(@AgnesMaria)
Beiträge: 1471
Noble Member
 

Liebe Eisbärin,

die Brille hätten Sie schon im Säuglingsalter, spätestens im Kleinkindalter bekommen müssen. Optische Sehfehler sollte man so früh wie möglich versorgen. Man stelle sich vor, die Augen wären eine Kamera. Ist das Objektiv nicht richtig eingestellt, wird der Film auch unscharfe Bilder abgeben. Wie soll sich Sehen so entwickeln können?

Occlusionstherapie in der Kindheit schafft ein besseres Sehen auf dem amblyopen, sehschwachen Auge. Nun verstehe ich auch, warum bei Ihnen die Sehschärfe unter Occlusion im Erwachsenenalter etwas brachte. Allgemein ist das so: was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr.  

Persönlich kenne ich niemanden hier aus dem Forum. Aber man kann versuchen mit der Suchfunktion und Occlusion als Suchwort ein paar Mitbetroffene zu finden.

LG

A.M.


 
Veröffentlicht : 05.09.2010 11:43
(@Eisb-r-3)
Beiträge: 98
Estimable Member
Themenersteller
 

Hallo Agnes Maria,

danke für die Antwort. Was in meiner Kindheit war kann man ja eh nicht mehr ändern. Bin eigentlich schon glücklich, jetzt eine möglichkeit und viele Ansprechpartner (Optiker und das für mmich inzwischen sehr wichtige Forum).

Die Occlusion finde ich jetzt eingentlich nicht mehr so schlimm, da das Auge inzwischen recht gut "funktioniert". Besonders mit der O.Linse, die ich auch außerhalb tragen werde, vermute ich noch weitere kleine Fortschritte machen zu können.

Ganz liebe, dankende Güße, Eisbär


 
Veröffentlicht : 05.09.2010 21:03
(@Eisb-r-3)
Beiträge: 98
Estimable Member
Themenersteller
 

Hallo Eberhard,

Habe mir jetzt die Beiträge zu meinem Thema noch mal durchgelesen und kenne die Antwort auf meine Frage wegen dem Brennen des Auges beim Tragen der Okklusionslinse. Du hast mir geschrieben:

das Brennen beim Tragen der Linse deutet auf entweder Sauerstoffmangel oder Trockenheit hin. Habe jetzt herausgefunden, dass es der Sauerstoffmangel sein muss. Besonders schlimm ist es im Geschäft bei meinem Optiker.Wenn ich zur Kontrolle dort bin, trage ich die Linse anschließend meistens noch für eine Weile. Wenn ich dann noch länger im Geschäft bin, beginnt das unangenehme Gefühl unter der Linse zu nerven. Da hilft nur eins: Linse wieder raus und gut.

L.G. und schönes Wochenende,

Eisbärin


 
Veröffentlicht : 24.09.2010 21:49
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