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Schiel OP?

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(@Nicole1)
Beiträge: 474
Honorable Member
 

Hallo Kerstin,

hast du eine Quelle für die "zuviel" Kraft von Augenmuskeln?

edit
Habe etwas dazu gefunden
Denn die meisten Augenmuskeln sind so angelegt, dass sie ca. 200mal stärker sind als nötig. Sie sind dermaßen überdimensioniert, um viel feinere Bewegungen ausführen zu können als ein Muskel, der an seiner Belastungsgrenze arbeitet.
Traurig http://www.integration-jena.de/lobeda/DA_Ruth_Dittmann.pdf Lächelt

und weiter im Text
Entscheidend für die Ausführung derart kleiner, feiner Bewegungen ist die neuronale Steuerung der Muskeln. Bei visuellen Defiziten handelt es sich daher meist nicht um ein muskuläres Problem, sondern um ein neuronales.

lg
Nicole


 
Veröffentlicht : 04.03.2007 18:29
(@Steen-Aalberg)
Beiträge: 136
Estimable Member
 

Hallo Kerstin Meine Antworten sind im Grün eingesetzt
Hallo Steen,
nein, Prismen treiben nicht ins Schielen. Es ist nunmehr so, dass bei einer Winkelfehlsichtigkeit der Schiel:wink:el zwar von Anfang an da ist,
Das ist wohl eine Glaubensache, widerspricht aber nach meiner Verständnis die natürliche Entwicklung.

aber durch muskuläre Anspannung schafft man es ja in der Regel, die Augen gerade zu halten. Bei den meisten Menschen kann dieser Winkel halt nur schrittweise aufgedeckt werden, weil man sehr stark kompensiert.
Mit MKH ist es vielleicht so, es gibt aber auch der Welt über sehr viele andere Messmethoden.

Durch die Prismen lernen die Augen, zu entspannen, und gehen in ihre anstrengungsärmste Stellung, weil die Prismen das Licht ja dann so brechen, dass es auf die Netzhautmitte trifft.
Ich denke nicht dass die Augen (das Visuelle System) durch die Prismen unbedingt das erwünchte lernen, muss aber bestimmt auf eine ganz andere Räumlische Situation reagieren. Räumlische Störungen sind auch ein Nebenwirkung von Prismen. Wenn nur reine Muskelspannung in Betracht kommen, dann ist der anstrengungsärmste Stellung etwa 20 grad nach außen beide Augen. (das ist bei tot, wo nur die Muskellänge die Augenstellung bestimmen.

Und Orthoptistinnen und Augenärzte sind hier halt der Meinung, dass die Prismen das Auge in die schiefe Stellung treiben.
Wohl nicht direkt treiben, Ich denke dass die Prismen die Augen eine unerwünschte und unnatürliche Position zulässt. Über Zeit ist das problematisch wieder davon zu entkommen.

Das ist falsch, wird aber von medizinischer Seite nach wie vor vehement so vertreten und behauptet. Die Prismen lassen das Auge in die Stellung gehen, in die es gerne gehen möchte. Und wenn der Schiel:wink:el sehr groß ist, kann durch eine OP Abhilfe geschaffen werden. Hier werden die Muskeln aber nicht verkürzt, sondern versetzt, damit die Zugrichtungen nachher so sind, dass das Auge parallel stehen kann.
Ich gebe zu das von medizinischer Seite nicht viel Objektivität zu erwarten ist, aber so sind auch wir selbst oft in dieselbe Falle geraten. Es gibt oft mehrere Möglichkeiten oder Zugangswege zu Die Probleme.

Die MKH ist eine seit 50 (!!!) Jahren anerkannte Messmethode unter Augenoptikern, sie ist also kein neumodisches Zeugs. Leider beherrschen die meisten Augenärzte diese Messmethode nicht.

Und es gibt zviele Arten von sog. Visualtraining oder auch Augenmuskeltraining. Diese Methoden bewirken doch miestens lediglich, dass man noch mehr lernt, durch Muskelanspannung die Fehlstellung auszugleichen.
Wenn es sich überhaupt um eine Muskelfehlstellung handelt was ich nicht glaube.
In meinen Augen ist das wieder eine Kompensation, für die man Kraft braucht. Wie lange gibt es VT? Bestimmt noch keine 50 Jahre.
Doch, seit ungefähr 1920, ist auch wissenschaftlich SEHR gut dokumentiert von Optometristen, Neurologen und Neuropsychologen. Die Methoden sind akzeptiert von Leute als David Hubel (Nobel price winner mit seinem Arbeit in das visuelle System) und Oliver Sachs (Neuropsychologe und Verfasser). VT leiden aber unter die Mediziner genau wie MKH.

Und leider gibt es da halt viele Methoden, die letztendlich nur darauf hinauszielen, viel Geld zu verdienen.
Wie überall!!!, Wir müssen aber davon ausgehen dass die Fachleute im anerkannte Gesundheitsfächer ihre Verantwortung ernst nehmen.
Mittlerweile habe ich erfahren, dass ein gutes VT sensorische Stimulation an den Nervenzellen bewirkt - ich bin da aber leider nicht so gut im Thema, davon weißt Du sicherlich mehr.
Hoffe ich doch Zwinkert – ist ja mein Beruf!

Natürlich kosten auch Prismengläser Geld - aber ich habe mit einer Prismenbrille anstrengungsfreies Sehen und muss nicht noch Kraft und Geld in tägliche Übungen stecken. Selbst die Sehschulen gibt es ja nicht mehr, weil man gemerkt hat, man kann ein Schielauge nicht schulen.
Tja, solche Vorstellungen über VT muss Du von die Mediziner geerbt haben. Schielen lässt sich meistens mit ganz gutem Erfolg mit VT behandeln. Letzte Monat hätte ich eine Patientin die nach ungefähr 4 Monate intensiver Training Biokularsehen mit Stereo erreichte. Sie hätte seit ihrem 9. Lebensmonat geschielt (Sie ist jetz 60!). Normalerweise dauert es doch meistens 9-16 Monate das zu erreichen.

Sie heißen noch so, aber es wird dort nur noch Okklusionstherapie betrieben - zumindest in Deutschland ist das so.
Schade.

Und was die MKH-Messung anbelangt - auch da gibt es gute und erfahrene Anwender, die es schaffen, sehr schnell den vollen Schiel:wink:el aufzudecken - mit der Konsequenz, dass ich nicht so oft Gläser kaufen muss wegen Nachkorrektionen. Andere Anwender sind da noch neu oder gehen verhalten an die Messung heran - dann werden halt viele kleine Schritte gemacht, mit der Folge, dass der Klient mehrmals neue Gläser braucht.
Lautet ziemlich normal in meine Ohren.


Viele Grüße
Steen


 
Veröffentlicht : 04.03.2007 19:52
(@Kerstin-Harms)
Beiträge: 0
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Lieber Steen und andere,

und es hat mir immer noch KEINER die Vorgehensweise und Wirkung eines Visualtrainings erklären können oder wollen. Dagegen konnte man mir wunderbar die MKH erklären. Und es geht mir wunderbar mit Prismen, und zwar vom ersten Tag des Tragens an.

Was bitte wird WIe beim VT stimuliert? Ich möchte verstehen, und was ich verstehe, dahinter kann ich auch mit Überzeugung stehen.

Viele Grüße
Kerstin


 
Veröffentlicht : 04.03.2007 20:26
(@Nicole1)
Beiträge: 474
Honorable Member
 

Hallo Kerstin,

es ist nicht so einfach in ein paar Sätzen zu beschreiben, was da passiert.
Ich selbst habe mir seinerzeit viel darüber angelesen und bei den entsprechenden Leuten nachgefragt.
Aber nur, was meine Tochter und ihr Problem betrifft.
Abgesehen davon gibt es noch andere Sehstörungen, die dann anders "trainiert" werden.

Hier ein Link, der schon mal einiges dazu erklärt
http://www.visualtraining.de/

Und die Seite von Dirk erklärt auch viel dazu
http://www.praxis-fuer-sehverhalten.de/

lg
Nicole


 
Veröffentlicht : 04.03.2007 20:36
(@Kerstin-Harms)
Beiträge: 0
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Danke für den Link,

habe die Seite gelesen, da wird nichts richtig erklärt, es ist alles "wischi-waschi" und man schmückt sich sogar mit der Studie der Würzburger Augenklinik, obwohl es da um MKH und Winkelfehlsichtigkeit ging. Und nachfolgender Absatz ist der Hammer

Winkelfehlsichtigkeiten und/oder Fehlleistung bei Blickbewegungen und Fixation können können zu Problemen führen, die denen der Legasthenie sehr gleichen. Das gleiche gilt für visuelle Wahrnehmungsstörungen. Beides läßt sich bei darauf spezalisierten Optometristen und Augenoptikern überprüfen (Winkelfehlsichtigkeiten nach der "MKH"-Methode, Blickbewegungen und visuelle Wahrnehmungsstörungen durch Vison-Training).

Man unterscheidet also zwischen WF und verweist auf die MKH und Fehlleistung bei Blickbewegung und visuelle Wahrnehmungsstörungen und verweist auf VT. Und wo bitte ist der Unterschied zwischen Wf und visueller Wahrnehmungsstörungen? Das eine bringt das andere doch automatisch mit sich, und ich setze lieber an der Ursache (Wf) an, als am Symptom (visuelle Wahrnehmungsstörung). Wer logisch denken kann, entscheidet sich für MKH, wer nicht, lässt sich auch sagen, dass Zitronenfalter Zitronen falten.

Sorry, aber dank Prismen hatte mein Sohn plötzlich keine Probleme mehr mit der Auge-Hand-Koordination und folglich auch keine visuellen Wahrnehmungsstörungen (auch ein seeeehr dehnbarer Begriff) mehr - Ergotherapie und SI-Therapie konnten beendet werden (nachdem man 10 Jahre lang mit dem Kind mehr oder minder erfolglos gearbeitet hatte). Wf bringt in meinen Augen eine visuelle Wahrnehmungsstörung mit sich, also warum bitte diese Aussage auf der Seite des Optikers?

LG
Kerstin - immer noch nicht überzeugt


 
Veröffentlicht : 04.03.2007 21:00
(@Nicole1)
Beiträge: 474
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Hallo kerstin,

die Links waren nur eine sehr kleine Auswahl. Wenn es dich interssiert, findest du noch einige mehr.

Ich will dich nicht überzeugen.

Für mich kann ich sagen Durch VT geht man an die Ursachen ran und verändert sie, so dann man nicht lange Zeit eine Krücke in Form einer Brille tragen muss, die nur die Symptome (Fehlstellung der Muskeln) ausgleicht.
Denn die Ursachen lassen sich meiner Meinung nach mit VT besser in den Griff bekommen.

Da ich mich nicht mit dir darüber streiten möche, werde ich dazu hier auch nichts mehr schreiben.

lg
Nicole


 
Veröffentlicht : 04.03.2007 21:17
(@ohne-konto)
Beiträge: 0
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Kerstin Harms schrieb

Und was die MKH-Messung anbelangt - auch da gibt es gute und erfahrene Anwender, die es schaffen, sehr schnell den vollen Schiel:wink:el aufzudecken - mit der Konsequenz, dass ich nicht so oft Gläser kaufen muss wegen Nachkorrektionen.

Hallo Kerstin,
das kann nicht immer stimmen. Als Eberhard Luckas bei mir die WF gemessen hatte, ließ er mich mit den Werten aus dem Fenster schauen. Es war noch "unnatürlicher" als 2004 mit meiner ersten Fernbrille. Also meinte Eberhard, man müsste* zuerst schwächere Werte nehmen, damit ich mich an die richtigen stufenweise gewöhnen kann. Zumindest habe ich so verstanden.

* in Konjuktiv, weil ich mir zurzeit/ zur Zeit nicht vorstellen kann, ständig mit einer Brille rumzulaufen


 
Veröffentlicht : 04.03.2007 21:23
(@Kerstin-Harms)
Beiträge: 0
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Liebe Nicole,

es geht mir auch nicht ums Streiten, sondern um Diskussion, das ist schon in Ordnung, aber

Eine Muskelfehlstellung oder ein Muskelungleichgewicht ist eine URSACHE, das ist Fakt, damit wird man geboren, und diese Ursache bringt Symptome mit sich, die sich durch visuelle Verarbeitungsstörungen oder Wahrnehmungsstörungen (weil das binolulare Sehen gestört wird!) äußern. Insofern sehe ich es genau andersherum.

LG
Kerstin


 
Veröffentlicht : 04.03.2007 21:24
(@Nicole1)
Beiträge: 474
Honorable Member
 

Hallo Kerstin,

es kann leider schnell auf einen Streit rauslaufen, deshalb bin ich vorsichtig, was solche Diskussionen angeht. Wir können eine weitere Diskussion ja probieren.

Fakt ist Ca. 80% der Bevölkerung haben eine messbare WF.
Die haben aber nicht alle Beschwerden. Warum nicht, obwohl doch bei allen die gleiche Ursache vorhanden ist?

Also kann ich hingehen und die Augen UND das Gehirn trainieren, so dass keine Beschwerden mehr vorhanden sind und die Augen wieder zusammen sehen.

Ich selbst habe auch 3 Prismen B.a. auf dem rechten Auge, aber keine Beschwerden. Der Vater meiner Tochter hat abends beim Lesen Beschwerden und hält sich beim Lesen im Bett einfach ein Auge zu.
Meine eine Tochter hat massive Beschwerden, ist ansonsten aber nicht fehlsichtig.

Würde sie sowieso wegen einer Fehlsichtigkeit dauernd eine Brille tragen müssen, hätte ich das letztes Jahr (wo es entdeckt wurde) mit den Prismen in einer Brille auch nicht so eng gesehen. Zwinkert

lg
Nicole


 
Veröffentlicht : 04.03.2007 21:31
(@Steen-Aalberg)
Beiträge: 136
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Kerstin Harms schrieb

Eine Muskelfehlstellung oder ein Muskelungleichgewicht ist eine URSACHE, das ist Fakt, damit wird man geboren,

Liebe Kerstin,
tut mir leid, das ist eben sehr unwahrscheinlich, und ich denke es fehlt auch die Bewiese dafür. Das ist in MKH so angenommen und das stört mich, weil die Messungen von den vermuteten Folgen ja gut sind, und ich nur die Grundlage mit den Muskeln bezweifle.
Selbstverständlich habe ich auch Patienten der lieber die schnelleren Brillefixes bevorzugen, und die werden einen Rezept von Kompensatorische Brillengläser gegeben und an jemanden der diese Option anbietet überwiesen.

LG
Steen


 
Veröffentlicht : 04.03.2007 22:42
(@Nicole1)
Beiträge: 474
Honorable Member
 

oops....habe da gerade einen Verschreiber entdeckt Oh je

Nicole1 schrieb

Durch VT geht man an die Ursachen ran und verändert sie, so dann man nicht lange Zeit eine Krücke in Form einer Brille tragen muss, die nur die Symptome (Fehlstellung der Muskeln) ausgleicht.
Denn die Ursachen lassen sich meiner Meinung nach mit VT besser in den Griff bekommen.

Nochmal im Klartext, weil es hier merkwürdig rüberkommt und nicht ganz so klingen sollte

Eine Ursache mögen die Muskeln sein, die aber nicht bei allen Leuten diese Beschwerden verursachen.
Also muss die "richtige" Ursache der Beschwerden eine "Störung" in der Verarbeitung sein.

Hmmm...schwieriges Thema. Unsicher


 
Veröffentlicht : 04.03.2007 22:46
(@rsgza)
Beiträge: 80
Trusted Member
 

Hallo,

nachdem ich die Diskussion schon eine Weile verfolge, möchte ich mich mal neutral äußern, denn Winkelfehlsichtigkeit liegt bei mir nicht vor.

Nach meinem Verständnis wirken für die Stellung der Augen mehrere Faktoren zusammen
Augenmuskeln Kraft, Länge und Ansatzpunkt am Augapfel.
Nerven Ansteuerung der einzelnen Muskel.
Koordination Zusammenspiel der einzelnen Nerven und Muskeln.
Hinzu kommen Einflüsse durch Bewegungen, andere Sinnesorgane etc.

Stark vereinfacht lässt sich nun sagen Damit die Augenmuskeln richtig arbeiten, muss die “Steuerzentrale” im Gehirn exakte Informationen über die momentane Länge der einzelnen Muskeln bekommen, diese mit dem gesehenen Bild verrechnen und dann geeignete Korrekturen vornehmen.
In diesem komplexen System gibt es nun jede Menge Störungsmöglichkeiten und es ist für mich nur logisch, dass manches durch gezielte Schulung, also Training, und manches andere nur durch geeignete Hilfsmittel behoben werden kann.

Deshalb wäre es meines Erachtens dringend notwendig, sich von dem starren Entweder-Oder zu lösen. Es müsste doch möglich sein, beides zu kombinieren. Wie wäre es denn, wenn sich die Anhänger des VT in MKH fortbilden ließen und umgekehrt und dabei akzeptieren, dass die jeweils andere Methode unter bestimmten Voraussetzungen auch ihre Berechtigung hat. Das hätte den großen Vorteil, dass sie bei der Arbeit mit einem Kunden oder Patienten erkennen könnten, dass in dem speziellen Fall gerade die andere Methode angebracht wäre oder vielleicht auch eine Kombination aus beiden ...
Allerdings setzt das im Einzelfall die Bereitschaft voraus, auf eigene Einnahmen zu verzichten und den Kunden an den anderen Spezialisten zu verweisen, es sei denn, man ist sowohl in VT als auch MKH kompetent.

Komplexe Probleme brauchen offene Betrachtung und individuelle Lösungen!

Viele Grüße,

Helmut


 
Veröffentlicht : 04.03.2007 22:50
(@Nicole1)
Beiträge: 474
Honorable Member
 

Hallo Steen,

Steen Aalberg schrieb

und ich nur die Grundlage mit den Muskeln bezweifle.

das beruhigt mich, weil ich gerade eben ein Posting von mir noch dahingehend geändert habe.

An der Uni hatte ich ein Kurzseminar von einem Orthopäden. Dort haben sie, weil sie unzufrieden mit dem Behandlungsergebnis von Bandscheiben-OPs waren, eine Studie gemacht und wahllos Leute geröngt. Viele davon hatten dermassen schiefe Wirbelsäulen und Bandscheibenvorfälle, dass diese Leute hätten Schmerzen haben müssen. Hatten sie aber nicht.
Andererseits kamen Leute mit Beschwerden und Schmerzen am Rücken, bei denen es laut Röntgenbefund keine Anzeichen für eine Ursache gab.

Das nur am Rande...fiel mir so zu Ursachen ein.

lg
Nicole


 
Veröffentlicht : 04.03.2007 22:51
(@Steen-Aalberg)
Beiträge: 136
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Liebe Kerstin,
VT ist entwichlung und lernen von präzise Sensomotorik im Auge und Körper. Das herstellen von sinnvolle und notwendige Situationen dass zu lernen und kontrollieren sind Hauptthema.
Das beste Material auf Deutsch gibt es glaube ich bei www.wvao.de sonst gibt es nur Englischs Material. Was davon findest du auf www.covd.org oder „google“ Suchwörtern wie vision training, VT und behavioral optometry.
Letzlich, es geht nicht darum dich zu überzeugen, viel mehr darüber die Auswahl von Optionen für Dich und andere zu erweitern.
LG
Steen


 
Veröffentlicht : 04.03.2007 22:59
(@malan)
Beiträge: 99
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hallo zusammen,

vielleicht habt ihr mich ja schon in einer bestimmten schublade und wundert euch über meine antwort. egal

das mit den überdimensionierten muskeln hatte ich auch schon gelesen. um etwas weiter auszuholen wir kennen den menschlichen körper heute von der hardwareseitigen funktionsweise her vielleicht halbwegs. aber von der software verstehen wir bisher nur einen ganz kleinen teil. von daher bin ich mir sicher, dass man in 50 oder 100 jahren über viele dinge die heute operativ oder mit hilfsmiteln behandelt werden mit gruseln berichten wird. man wird bessere wege finden. ich kann mir gut vorstellen, dass dazu auch prismenbrillen und schieloperationen bei wf gehören.

ABER ihr kennt sicher die zeitungsanzeigen in der art von "wir nutzen nur 10% unseres gehirns. wir helfen ihnen die restlichen 90 zu aktivieren..." wie sie vor jahren von sekten geschaltet wurden. daran erinnern mich zur zeit viele webseiten zum thema visualtraining. mit den in den köpfen der leute verankerten allgemeinplätzen spielen, möglichst nichts konkretes sagen und wenn man es genauer wissen will, kostet es erst mal geld. überall dort wo sich leute quälen (z.b. prismenbrillen, operationen) und an einen eleganten ausweg zu gerne glauben wollen, tauchen neben seriösen angeboten trittbrettfahrer auf, die einen verlockend einfachen ausweg aufzeigen. bei so was klingeln bei mir sämtliche alarmglocken. der markt rund um jede art von sehtraining ist für mich schlicht unüberschaubar. womit ich aber ausdrücklich nicht ausschließen will, dass es seriöse angebote gibt. aber wie erkenne ich sie? dazu fehlt mir und offenbar auch anderen die nötige sachkenntnis.

da ich durchaus experimentierfreudig bin, hätte ich gerne mal ein training probiert und würde das auch heute noch tun. einfach um mal zu sehen, was da denn passiert und wie es funktioniert. aber in meiner gegend sieht es da leider ziemlich mau aus.

trotzdem muss ich sagen mit der prismenkorrektur hatte ich etwas dessen effekt ich spontan erfahren konnte. es gab mit dem pdf zum ablauf der mkh etwas was ich lesen und durchaus auch nachvollziehen konnte. und vor allem es hat geholfen.

was mich brennend interessieren würde ist der langzeit effekt eines trainings. vorausgesetzt ein 10-12 stunden "bildschirmtäter" wie ich hätte ein training gemacht, danach aber weitergemacht wie vorher. bleibt der effekt dauerhaft erhalten oder nicht?

man müßte wohl mal eineiige zwillinge nehmen und den einen so, den anderen so behandeln...

viele grüße,

michael

p.s.

so lange sich keiner im ton vergreift würde ich das nicht als streit sondern als diskussion bezeichnen.

was mich angeht, lasse ich mich gerne überzeugen. wenn etwas wirklich besser ist, muss es auch über das gute siegen dürfen.


 
Veröffentlicht : 04.03.2007 23:37
(@Doccy)
Beiträge: 161
Estimable Member
 

Für Aal Steenberg, Nicole1 und andere, Kerstin bekommt eine Extrawurst

eigentlich wollte ich mich nicht mehr in diesem Forum melden, habe es dennoch verfolgt. Und diese Diskussion, an der sich auch „Fachleute“ beteiligen, ist für den Hilfesuchenden Alois überhaupt nicht hilfreich. Das aber sehe ich als den ausschließlichen Zweck dieses Forums an. Ich bitte alle Beteiligten um Nachsicht, wenn meine Sprache nicht bei allen gut ankommt. Es geht mir ausschließlich Inhaltliches. Wenn ich folglich das Eine oder Andere kritisiere, ist das nicht die Person, die angegriffen wird, sondern deren Aussage. Die Person interessiert mich nicht. Und noch was wichtiges Keinesfalls will ich missionieren. Vielmehr mache ich mir die Aussage des Alten Fritz zueigen, der gesagt hat Ein jeder solle nach seiner Facon selig werden. Soviel als Einleitung. Nun aber zu meinem Beitrag, der etwas länger ist, nicht ganz emotionsfrei und nicht auf die Reihenfolge der Beiträge Rücksicht nimmt

Nicole hat mit einem Link auf eine scheinbar wissenschaftliche Arbeit der Fachhochschule Jena verwiesen. Sie macht sich damit diese Äußerungen zueigen und zitiert aus einem Absatz der Einleitung. Hier ist er vollständig

„Wenn aber Sehen nicht nur bedeutet wie eine Kamera scharfe Bilder zu liefern, so ist auch nahe liegend, dass eine Fehlsichtigkeit nicht die einzige mögliche Funktionsstörung innerhalb dieses Prozesses ist. Alle anderen Sehfunktionen, wie Akkommodation, Augenbewegungen etc. müssen ebenfalls perfekt funktionieren. Um dies zu garantieren, ist nicht die Kraft der dafür verantwortlichen Muskeln entscheidend. Denn die meisten Augenmuskeln sind so angelegt, dass sie ca. 200mal stärker sind als nötig. Sie sind dermaßen überdimensioniert, um viel feinere Bewegungen ausführen zu können als ein Muskel, der an seiner Belastungsgrenze arbeitet. Entscheidend für die Ausführung derart kleiner, feiner Bewegungen ist die neuronale Steuerung der Muskeln. Bei visuellen Defiziten handelt es sich daher meist nicht um ein muskuläres Problem, sondern um ein neuronales.“

So so. Akkommodation und Augenbewegungen sind „Sehfunktionen“. Wenn ich so einen Unsinn schon in der Einleitung lese, dann brauche ich nicht mehr weiterlesen. Der Verfasser dieser Zeilen weiß nicht, wovon er spricht. Und das bietet mir eine elegante Überleitung zum nächsten Thema, zur Terminologie, zur Sprache.

Die „Sehfunktion“ ist der Sammelbegriff des komplexen Vorganges „Sehen“. Dazu gehört u.a. das Farbsehvermögen, Kontrastempfindlichkeit, spektrale Hellempfindlichkeit und als anspruchvollste Funktion das räumliche Sehen. Akkommodation und Augenbewegungen sind motorische Funktionen. Wer diese mit Sehfunktionen gleichsetzt, weiß nicht, wovon er spricht. Der sollte sich erst einmal richtig ausbilden lassen, bevor er hier weiter diskutiert.

Dann das Wort „Visualtraining“ (Vt), also Sehübungen. Kann man Sehen trainieren? Wie geht das? Nach meinem Verständnis sind Sinnesempfindungen, also auch das Sehen, angeborene Fähigkeiten. Jeder kann sehen oder Hören. Wer nicht sehen und/oder hören kann, ist blind und taub.

Ein wenig Historie Das es mit den Augen Probleme geben kann, ist naturbedingt. Aus dieser Überlegung heraus war es durchaus lobenswert, daß in den 20er Jahren nicht nur in Amerika mit Hilfe des Optometric Extension Program (OEP) 21 Punkte abzuarbeiten waren, um Probleme beim Sehen in den Griff zu bekommen.

Dieses Programm gelangte auch nach England. Dort soll es zwei Fälle gegeben haben (konjunktiv!), bei denen dieses Programm geholfen haben soll (wieder konjunktiv!). Das hat vermeintlichen Fachleuten viel Mut gemacht. Duschner hat dieses Programm nach Deutschland gebracht. Sein Sohn, der kürzlich verstorbene Rolf Dieter Duschner, hat mit großem Engagement dieses Programm vertreten und auch weiterentwickelt, bis es schließlich auch ohne Seine Mithilfe zum Vt mutierte. Duschner konnte mir in persönlichen Gesprächen nicht wirklich vermitteln, was er denn beim Vt wirklich bewirkt. Die Beschreibung der einzelnen Übungen und Arbeitsschritte interessierten mich zunächst nicht. Ich möchte den Erfolg sehen, und dann aber will ich unbedingt die Wegbeschreibung. Hans-Joachim Haase hat zu diesem Programm gesagt „Das ist Pudding für die Augen!“

Zurück zum Sehen Die Natur strebt immer an, Funktionen mit dem geringsten Energieverbrauch den größtmöglichen Erfolg zu erzielen. Ein Grundsatz, der unbestreitbar ist. Wenn aber wegen kleiner Baufehler Mehrarbeit nötig ist, gleichgültig, ob motorisch oder sensorisch, erhöht sich der Energieverbrauch, der auch immer mit Anstrengung verbunden ist. Und genau diese Anstrengung kann Befindlichkeiten auslösen, die krankhaften Ursprungs zu sein scheinen. Wie bekommt man diesen vermehrten Energieverbrauch durch Vt wegtrainiert? Also wieder mit erneutem Energieverbrauch?

Findet Sehen unter den anstrengungsärmsten Bedingung statt, herrscht bizentrale Bildlage und Augenmuskelgleichgewicht. Das ist der Idealzustand, mit dem die wenigsten Menschen behaftet sind. Ist aber die Bildlage im Augenpaar nicht bizentral (disparat), wird reflektorisch dieser Zustand unter zwangsläufig vermehrtem Energieverbrauch angestrebt, mehr oder weniger erfolgreich.
Wie also wird durch Vt Bildlage bizentral bewirkt? Bevor diese Frage nicht plausibel beantwortet wird, ist es für Fragesteller nicht besonders förderlich, wenn sich die Vt-Fachleute an diesem Forum nicht weiter beteiligen.

Im übrigen wird nach m.E. viel zu früh und zu häufig über Operationen geredet. Statistisch ist nachgewiesen, daß nur bei ca. 1-2% aller Fälle eine OP sinnvoll ist, notwendig ist sie nie.

Es ist hilfreich, die korrigierende prismatische Wirkung in nur jeweils einem Wert für horizontal und vertikal anzugeben. Die Nachfragerei, ob der genannte Wert der gesamte ist oder nur für ein Auge gilt, ist Zeitverschwendung.

Nun zur Extrawurst für Kerstin Es ist erstaunlich und freut mich sehr, mit welcher Sachkunde Du Dich hier offenbarst. Die Vt-Diskutanten haben gegen Dich verloren, sie sollten besser schweigen. Wo hast Du dieses Fachwissen her? Es müssen bittere Erfahrungen sein, die Dich auf diesen Weg gebracht haben. So ohne Not beschäftigt man sich damit nicht. Ich verneige mich vor dieser Leistung.

Empfehlung Für Vt ein extra Forum einrichten.

Zusammenfassung Schuster, bleib´ bei Deinem Leisten. Wer beides, also MKH und Vt betreibt, kann weder das Eine noch das Andere konsequent betreiben. Das ist so wie bei einem einzigen Waschmittel, welches sowohl für Wolle und für stark verschmutzte Grubenhandtücher verwendet wird. Es reinigt zwar die Wäsche, aber nur die eine Sorte wirklich. Die andere Sorte Wäsche nimmt Schaden.

So, nun prügelt man schön auf mir herum. ich habe ein breites Kreuz. Kritik ist eine notwendige Form der Kommunikation. Ich brauche Kritik, vor allem konstruktive. Wie anders soll ich besser werden?

doccy


 
Veröffentlicht : 05.03.2007 13:54
(@Nicole1)
Beiträge: 474
Honorable Member
 

Hallo Doccy,

es gibt vieles, was wir heute noch nicht wissen.

Auch wenn heute niemand ganz erklären kann, WIE etwas funktioniert, sieht man doch, DASS es funktioniert.

Und wie Michael schrieb, weiß man das alles vielleicht dann erst in 15 oder 20 Jahren und fasst sich an den Kopf, was man heute alles "falsch" gemacht hat.

So war es z.B. auch mit der Akupunktur, an der man zweifelte, bis man mit geeigneten Messmethoden einen minimalen "Stromfluss" an den Akupunkturpunkten messen konnte.
Homöopathie (richtig angewandt) wirkt - und keiner kann sagen oder messen, warum.

Wer nun zwingend erst Beweise über eine Funktionsweise haben möchte, muss eben noch viele Jahre warten und in Kauf nehmen, dass er Chancen verpasst.

Und ich finde schon, dass solche Diskussionen für Hilfesuchende auch nützlich sind, denn Gegenargumente bekommt man oft bei Augenärzten zu hören.
Über "die andere Seite" erfäht man als Suchender sonst nichts.

lg
Nicole


 
Veröffentlicht : 05.03.2007 14:10
(@Nicole1)
Beiträge: 474
Honorable Member
 

Doccy schrieb

Empfehlung Für Vt ein extra Forum einrichten.

Wer soll da schreiben?
Und für wen?

Es gibt hier kaum noch jemanden, der als Optiker zu VT schreibt.
Dieses Thema scheint mir hier auch eher unerwünscht zu sein. Traurig

Ich habe noch etwas
----- „Die Amerikaner machen so ulkige Augenübungen. Damit brauchen Sie sich nicht aufzuhalten.“ Das gab Peter Moest seinen Studentinnen Ellen Rietdorf und Carmen Koch mit auf den Weg in die USA. Heute weiß es der Professor des Studienganges Augenoptik und Optometrie der Technischen Fachhochschule (TFH) Berlin besser. „Zum Glück haben sie nicht auf mich gehört.“ Anfang November wurden seine Absolventinnen mit dem Wissenschaftspreis des Brillenglasherstellers Rupp+Hubrach für die besten deutschen Diplomarbeiten ihres Fachgebiets ausgezeichnet. Die Reise über den Atlantik entpuppte sich für die jungen Frauen als Expedition in eine neue Erkenntnis-Welt. „Was die Erforschung des binokularen Sehens betrifft, sind Deutschland und die USA wie zwei weit entfernte Inseln“, sagt Ellen Rietdorf. Das führe zu „vollkommen verschiedenen Untersuchungs- und Behandlungsmethoden für ein und dasselbe Augenproblem.“

Hier mehr dazu <a href=" http://www.brandeins.de/home/inhalt_detail.asp?id=81&MenuID=130&MagID=43 ]*klick*"> http://www.brandeins.de/home/inhalt_detail.asp?id=81&MenuID=130&MagID=43...


 
Veröffentlicht : 05.03.2007 14:37
(@Kerstin-Harms)
Beiträge: 0
New Member
 

Nachdem hier doch noch mehr zu VT und MKH geschrieben wird, als ich vermutete, mache ich nun einen zweiten Thread auf VT versus MKH.

Und ich hoffe, dass sich auch dort viele beteiligen.

Bei Alois möchte ich mich entschuldigen Doccy hat Recht - wir haben Deine Fragestellung nicht weiter verfolgt, sondern unseren eigenen Diskurs in Angriff genommen - wohl auch, um Dir zu helfen, aber hier streiten zwei völlig verschiedene Ansätze miteinander. Das verwirrt Dich womöglich. Vielleicht machst Du einfach nochmal einen neuen Thread auf, mit gleicher Fragestellung.

Also alles weitere zu diesem Thema im neuen Thread - ich werde versuchen, ein paar Aussagen dort hinüber zu kopieren.

Viele Grüße
Kerstin


 
Veröffentlicht : 05.03.2007 14:51
(@Doccy)
Beiträge: 161
Estimable Member
 

Der erste Teil meines Beitrages beschäftigte sich fast nur um MKH versus Vt. Nun zum zweiten Teil meines Beitrages.

Es ist mein Eindruck, daß die Vt-Diskutanten es nicht ganz verbergen können, daß sie womöglich auch geschäftliche Interessen haben, wenn auch nur mittelbar. Es ist wie in der Medizin. Wenn man die Empfehlung gibt, zum Arzt zu gehen, dann profitiert immer einer dieses Berufsstandes von einem Besucher, genannt „Patient“, also Leidender.

Deswegen verbietet es sich mir von selbst, weder das Eine noch das Andere zu empfehlen. Das kann nur jemand tun, der nichts davon hat. Und das ist in diesem Falle Kerstin. Sie ist offensichtlich dreifach betroffen. Sie hat so qualifiziert geschrieben, daß ich als MKH-Anwender das nur noch fragmentarisch vervollständigen kann.

Kerstin hat bestimmt eine Behandlungs-Odyssee hinter sich, bis sie auf die MKH stieß. Was sie schildert und empfielt, ist glaubhaft, weil von keinem geschäftlichen Interesse getrübt. Empfehlungen von MKH-Anwender sind immer mehr oder weniger befangen. Praktisch allen, denen mit der MKH geholfen wurde, reden so wie Kerstin. Von denen, die Vt-mäßig behandelt wurden, habe ich Aussagen wie die von Kerstin noch nicht gehört. Noch kein Vertreter der Vt hat mir einen Fall vorgestellt, den er gelöst hat. Das allein schon stimmt mich sehr bedenklich.

So. Alois, nun einmal zusammenfassend etwas von einem MKH-Anwender zu einem Betroffenen, wichtigste Regel Viele Köche verderben den Brei. Entweder MKH oder Vt. Mischbetriebe scheinen weder das Eine noch das Andere wirklich zu beherrschen.

Also, erste Maßnahme die vollständige Augenoptische Versorgung durchführen lassen. Der MKH-Anwender wird dann das weitere Vorgehen empfehlen. An dieser Stelle zu diskutieren, wie nach dem ersten Korrektionschritt weiterzumachen ist, hieße, Kaffeesatzleserei zu betreiben. Es nützt nichts, hier irgendwelche Meßwerte zu nennen. Jeder Fall ist ein Einzelfall. Ich habe noch nie erlebt, daß es zwei gleichgelagerte Fälle gab. Und die MKH wende ich schon einige Donnerstage an, um das mal etwas leger zu sagen. Deine Entscheidung, wie Du weiter machst.

Und noch etwas zu Nicole´s Beitrag. Nicole verschleiert ihr Nichtwissen geschickt damit, daß sie die Möglichkeit ins Spiel bringt, daß sich ihr Wunschdenken in ferner Zukunft erfüllt. Das legitimiert aber nicht, Unsicherheit und Verwirrung zu stiften. Genau das geschieht aber mit ihren verunsicherndem Beitrag. Wir leben heute. Und heute sind aktuelle Probleme zu lösen. Die Möglichkeit, daß es in 20 Jahren etwas Besser gibt als die MKH, ist möglich, glaube es aber nicht. Ich forder Nicole auf, mir persönlich wenigstens einen gelösten Fall vorzustellen.

Grundsätzlich gilt Wf ist keine Krankheit. Aber, und jetzt wiederhole ich mich Unkorrigierte Wf kann Befindlichkeiten Auslösen, die krankhaften Ursprungs zu sein scheinen. Der Arzt für Augenheilkunde ist für das Erkennen und Heilen pathologischer Körperzustände ausgebildet, nicht mehr, aber auch nicht weniger, und schon gar nicht für Wf. Nur der Augenoptiker ist für die vollständige Augenoptische Versorgung ausgebildet.

Wer über medizinische Probleme diskutiert, muß Mediziner sein. Wer über die vollständige Augenoptische Versorgung diskutiert, muß Augenoptiker sein. Wer als Mediziner oder, wie hier schon geschehen, als Orthoptist(in) über Augenoptik diskutiert, ist genau so anmaßend und selbstherrlich wie ein Augenoptiker, der sich über Pathologisches ausläßt. Wer auch nur die Spur von Berufsethik hat, wird sich hüten, auf dem Hof des anderen den Besen in die Hand zu nehmen.
Mit dem Fortsetzen der Diskussion wird das Problem von Alois nicht gelöst. Auch der Informationswert erhöht sich nicht, auch wenn noch 40 weitere Beiträge geleistet werden. Mehr ist dazu nicht zu sagen. Wenn ich die Macht hätte, würde ich an dieser Stelle die Diskussion abschließen und keine weiteren Beiträge mehr zulassen.

Wie gut, daß ich machtlos bin. Und zum Schluß Kerstin hilft bestimmt, einen erfahrenen MKH-Anwender zu finden.

Viel Erfolg.
Doccy


 
Veröffentlicht : 05.03.2007 17:37
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