Hallo Herr Luckas und Herr Mosch,so ... so einfach soll sein?
Na, da muß ich aber nochmal drüber nachdenken!
Gruß
L.
Hallo, Linus
ja, so kann man das sehen!
"Prof. Schober und Kollegen" gingen vorrangig zerstörtem oder auch nicht entwickeltem Binokularsehen nach. Hier haben die meisten Methoden auch ihren Platz. Ihre Mess- und Testmethoden spiegeln diesen Ansatz auch bei den "fusionsreizfreien" Heterophorietesten (oft im abgedunkeltem Raum) immer noch wieder. Bei gestörtem Binokularsehen (Heterophorien / Winkelfehlsichtigkeiten) beweist uns die MKH aber ihre Vorzüge.
Auch bei nur teilweise gestörtem Binokularsehen (Paresen) ergeben sich unter der speziellen Nutzung von Sehtesten der MKH korrektionsrelevante Vorzüge in der Sicherheit der Bestimmung von Prismenwerten. Dies bestätigt sich für uns gegenüber allen total die Fusion aufhebenden Verfahren, sowie anderen Testen mit Rot- / Grün- Trennern, oder mit negativ polarisierten Testen. Die bei der MKH erkennbare, nutzbare und stabilisierbare Fusionsbereitschaft gibt schon im Vorfeld gute Auskunft über die zu erwartende Verträglichkeit einer Massnahme. Diese wird in der Praxis dann eher übertroffen. Natürlich zeigen sich auch echte Grenzen prismatischer Korrektionen.
Mit einer bügelfreien Bandmessbrille, Mittelteil vom Band abnehmbar und so vor dem Probantenaugen mit Analysatoren frei zu halten, kann heute schon bei der Messung außerhalb der Primärrichtung ein zusätzlicher Status unter positiver Polarisation festgehalten werden. Dies stellt einen erheblichen Vorteil quasi in Echtfunktion dar. Kein anderes Verfahren "beschreibt" so fein "Suppressionen" und "Übergänge zu Exclusionen oder Doppelbildseheindrücken".
Nur der erforderliche Zeitaufwand mit der erforderlichen offenen und angepassten Befragung des Klienten steht der Nutzung entgegen. Zuforderst gilt dies aber aus Kostengründen, neben einem nicht zu unterschätzenden, notwendigen Lernfaktor.