Hi Mutti,als eingeladene Gastleserin möchte ich mich auch zum Thema äußern. Mir ist ziemlich viel eingefallen, bitte lest es auch bis zum Ende!
Den Sehtest an den TÜV zu koppeln ist auf den ersten Blick eine recht gute Idee, erfasst aber nicht die Autofahrer, die das Auto nicht zum TÜV vorstellen
Ehepaar – beide fahren – ein Auto – ein TÜV – ein Sehtest – Partner fährt ohne Sehtest.
Dito bei Regelungen über die Versicherung, natürlich wird man gefragt, wer alles das Auto fährt, aber der Nachweis der Unfallursache „Sehschwäche“ ist eher schwierig.
Daher müsste doch der Sehtest an den Besitz des Führerscheins gekoppelt werden.
Die Erfassung könnte über die Verkehrsämter laufen – das schafft zusätzlich Arbeitsplätze. Man muß (wie ja auch die Steuererklärung!!) selbständig den Sehtest machen lassen und die Bescheinigung einreichen, evtl. wird erinnert, ansonsten Strafe. Scharfe Strafen disziplinieren besser, also auch bis zur Ungültigkeit des Führerscheins ohne Sehtest.
(Fast) jeder Streifenwagen hat doch sicher einen Computer an Bord, denke ich Bei einer Verkehrskontrolle (eben nicht nur wegen Alkohol oder Kontrolle der Papiere) wird im Computer nachgesehen und abgeglichen – Seheinschränkung vorhanden – Brille auf?
Darüber hinaus erscheint mir wichtig, dass den Sehtest tatsächlich nur ausgebildete Optiker, evtl. mit speziellem Nachweis, durchführen dürfen, die das nämlich auch tatsächlich können.
Mein Erlebnis Vor (10?) Jahren war ich bei einer Augenärztin (!!) in der Nähe eines großen Berliner Umsteigebahnhofes mit der Fragestellung einer vermuteten Einschränkung des Sehvermögens im Zusammenhang mit dem Autofahren. Sie erklärte mir, mit de rBrille, die ich bräuchte, könne ich ohnehin nicht sehen und setzte mir Gläser auf. Sie hatte Recht, ich sah tatsächlich nichts, ging aber auch nicht noch mal irgendwo zum Sehtest!
Nach heutiger Sicht war ihre Messung völlig falsch.
Das sind einige meiner Überlegungen und Erfahrungen zum Thema Sehtest/Autofahren.
Meines Erachtens geht es allerdings nicht ausschließlich um’s Sehen, auch andere (gesundheitliche) Voraussetzungen müssten regelmäßig geprüft werden, was zu einer Altersbebeschränkung für’s Autofahren nach Gesundheitsprüfung führen könnte.
Allerdings sehe ich dort ganz deutlich politische-steuerliche Gründe, die das verhindern werden, zudem lassen sich die großen Automobilhersteller das nicht gefallen, denn ein großer Anteil zahlungskräftiger Kunden würde wegfallen.
Wichtig Mehr Regeln müssen stärker kontrolliert werden. Wie sieht es in der Realität mit Kontrollen auf Alkohol oder womöglich Drogen am Steuer aus???
Ich kam in 11,5 Jahren Fahrpraxis nur 2 mal in eine Verkehrskontrolle!!!!!
Zum Schluß möchte ich anregen, dieses dringliche Thema „Sehtest regelmäßig“ mehr in die öffentliche Diskussion zu bringen und vor allem in die Richtung der gesetzgebenden Instanzen zu lenken.
Zunächst erstmal über die Verkehrsklubs (ADAC, ACE …) kanalisieren und diskutieren.
S. Käferchen
Hallo Käferchen
ich kann Dir nur beipflichten. Toll.
Gruß
Eberhard
Hallo Mutti,
".. dieser Sehtest wäre aber höchstens für die eigene Orientierung zu gebrauchen, falls man mal wissen will, was man noch so sieht...
Der Fahrschulsehtest hat den festgelegten Preis von 5,93 € und beinhaltet auch den Test mit Farbtafeln, den normalen Sehtest ohne Korrekturversuche und die Feststellung der Personalien."
Was wollt Ihr mehr? Bisher hat es doch auch gereicht, bei einem Führerscheintest festzustellen, ob man den Visus 0,7 erreicht.
Ich kenne es nicht anders, und von Farbtafeln oder so war noch nie die Rede, bei keinem, der zu meiner Zeit den Test machte. Man schaute in ein Gerät, las ein paar Zahlen vor, das wars dann. Und Möglichkeiten zum Besch... waren durchaus gegeben ...
Bin ein bißchen bissig gerade, nicht persönlich nehmen!
sehpferdchen
Also liebe Forumsmitglieder ich verstehe nicht, warum das nicht funktionieren soll. Können die Optiker und andere relevante Köpfe nicht dafür sorgen, daß so eine Bestimmung / so ein Gesetz endlich mal Realität wird?
Da muß es doch Kräfte geben, die so etwas forcieren können.
Oder Muß erst wieder ein 80jähriger Opi in eine Kindergruppe fahren, damit sich die Politik bewegt?
Holger Klein
Hallo Hollger,
Du hast vergessen, welche Lobby genau diesen Schritt verhindert.
Sollte es ein Gesetz geben, welches regelt, ab wann ein Autofahrer regelmäßige Eignungsteste egal welcher Art zu machen hat, gäbe es viel weniger Autofahrer und damit viel weniger Autos auf den Straßen. Die wirtschaftliche Macht ist viel zu groß!
Gruß
Eberhard
Ja, Eberhard, aber müssen wir uns damit abfinden? Sind wir nicht eigentlich das am weitesten entwickelte Lebewesen auf dieser Erde?
Und dann lassen wir es zu, daß die Sicherheit aller durch die Leute gefährdet wird, die ohne gute Sicht fahren? Und wir lassen es zu, daß diese Gefährdung durch unsere Politik, Bestimmungen und Gesetze erhalten bleibt?
Wenn es richtig wäre, sich nicht zu wehren, würden wir heute noch auf dem Baum sitzen und hätten kein Feuer und keinen Faustkeil....
------------------
Beste Grüße von Mutti
Hallo, Muttiabfinden kann ich mich mit der Situation nicht, aber ändern kann ich es nur, indem ich an jeden Menschen appeliere, regelmäßig die Augen prüfen zu lassen, und zwar auf freiwilliger Basis. Ein Gesetz wäre toll, aber ich glaube nicht, daß es in den nächsten 10 Jahren dazu kommt.
Viele Grüße
Eberhard
Hallo Eberhard!
Du hast ja recht. Es wird vorläufig nicht dazu kommen.
Wenn ich es mir zur Lebensaufgabe machen würde, lacht die Fachwelt über mich, weil ich immer wieder versuche, durch die Betonwand zu rennen.
Mehr als ein paar Auffälligkeiten in den Medien und eine nervliche Krise würde dabei nicht herauskommen...
Ob ich es trotzdem versuche...?
------------------
Beste Grüße von Mutti
Ich finde eine solche KOntrolle der Augen sehr gut. Mein Bruder kann das Autofahren nicht lassen Da hat er doch neulich eine kleine Verkehrsinsel umgefaren, da stand noch ein Pfeilschild drauf das ist nun umgeknickt.
Seit langer Zeit sage ich ihm er solls lassen mit dem Fahren,aber der hört nicht.
wenn da aber einer steht, ist der auch umgefahren und was dann?
Fr Hempel