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Sohn schielt, ich überfordert.....

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(@die-mel)
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Beiträge: 18
Themenersteller   [#6166]

Hallo und guten Morgen,

(vorsicht: lang.....)

ich bin neu hier und habe mich wegen meinem Sohn (gerade 2 Jahre) hier angemeldet.

Ich habe keine Ahnung vom Thema, beschäftige mich aber im Moment intensiv damit, habe das Gefühl ich weiss von allem etwas, schmeisse es durcheinander oder schließe falsche Schlussfolgerungen.

Zum Thema:

Anfang November schielte mein Sohn nach dem Aufstehen für uns ziemlich stark. Also direkt ab zum Augenarzt. Dort war dann eine Stunde später nichts mehr festzustellen, ansonsten unfauffällig.

Termin bei der Orthoptistin drei Wochen später. Zwischendruch schlielte er vielleicht mal und nur kurz. Im Nachhinein, und das sagten wir auch bei der Anamnese, kann ich nicht sagen dass ich NIEMALS den Eindruck hatte. Es gab schon vorher mal kleine Momente wo ich mich fragte: war da grad ein Schielen?

Die Orthoptistin konnte so nichts feststellen. Sie sagte: Wenn sie so gekommen wären, hätte ich nichts gefunden, aufgrund ihrer Schilderungen habe ich danach speziell gesucht und ganz minimal was finden können (rechtes Auge).

Kontrolle in drei Monaten. Anfang Februar das selbe Ergebnis. Wir hatten Wochen wo nichts aufgefallen war. Kein Schielen. Auch ansonsten können wir nichts feststellen, im Gegenteil. Er ist sehr gut entwickelt, klettert und turnt, schaut sich gerne Bücher auch mit kleinen Bildern an, malt, baut auch kleine Teile zusammen.

Kontrolle in sechs Monaten (ca. Juli).

Letzten Montag dann der Schock: er schielte morgens wieder (Schielwinkel bestimmt 40 Grad soweit ich das beurteilen kann) zumindest so, dass es auch einem Laien auffällt. Das dann lt. Tagesmutter auch den ganzen Tag.

Abends bin ich dann sehr besorgt wieder zum Arzt, wir kamen auch ohne Termin dran, es wurde nachgeschaut, nichts Schlimmes, wir wären ja bei der Orthoptistin, und die wäre auch sehr gut, ich solle mir nicht zu viele Sorgen machen. O-Ton: es sähe schlimmer aus als es sei. Ich könne ja zur Beruhigung noch in die Uniklinik fahren, man würde mir eine Überweisung ausstellen.

??!?!?!?!?!?!?!!?

Das beruhigt eine Mutter NICHT.

Ich beschäftigte mich immer mehr mit dem Thema und fragte mich: warum wurde noch nicht getropft und gemessen?

Zugegeben: wir haben es einmal probiert an dem Gerät. Allerdings ungetropft (was ja bei Kindern eigentlich sinnlos ist) und nach fast einer Stunde Wartezeit und NACH der Untersuchung durch die Orthoptistin. Da hat er natürlich nicht mehr reinschauen wollen.

Die letzte Woche hat er dann mehr geschielt als nicht geschielt. So war mein Empfinden. Mit beiden Augen abwechselnd, vielleicht das rechte etwas öfter.

Freitag bekam ich Panik. Augenarzt zu, ich zum Notdienst (hatte schon das SCHLIMMSTE befürchtet, ungünstige Fotos mit Reflexion geschossen, zu viel gegoogelt usw.). Die Augenärztin konnte Schlimmeres direkt ausschließen, fragte aber direkt ob er eine Brille hätte........

Ich hatte ein Riesenglück, und am Dienstag kurzfristig einen Termin in der Uniklinik bekommen. Da also hin. Die orthoptische Untersuchung war sehr umfangreich, fand ich sehr gut, es wurde auch abgeklebt. Es wurde ungetropft und getropft gemessen.

Jetzt hat er eine Brillenverordnung bekommen:

Hyperopie, Strabismus convergens

R+1,75 Zyl -0,5 Achse 70

L+1,5 Zyl -0,25 Achse 100

Er hat lt. Ärztin eine Sehleistung von 80 und 60% was für das Alter normal sei. Das Schielen entstünde durch die Differenz, weil das eine Auge etwas schlechter ist. Abkleben kommt nicht infrage, da das bessere Auge dadurch benachteiligt würde.

Erstmal Brillenkorrektur. Und dann?????

1000 Fragen, die ich aber leider nicht mehr stellte nachdem wir so lange da waren. Die Fragen tauchten auch leider erst später auf. Ich habe sie mir alle aufgeschrieben und die Orthoptistin aus der Uniklinik will mich heute zurückrufen, dann werde ich sie alle stellen.

Hier sind sie:

Sind die Werte eine Vollkorrektur?

Wird nicht eigentlich bei Kindern bis +3 Dpt. nichts unternommen?

Warum schielt er? So groß ist die Differenz ja nicht?

Hat das mit der Kombination mit der Hornhautverkrümmung zu tun?

Warum schielt er nicht immer? (auch ausgeschlafen, wenn er müde wird manchnmal plötzlich nicht mehr?)+

Warum kann er 3-D sehen? (Test bei der Orthoptistin hat funktioniert, er konnte Dinge benennen und darauf zeigen)

Kann sein Binokularsehen noch stark geschädigt werden?

Kann es sein dass durch einen Wachstumsschub ein Auge noch nicht so groß ist wie das andere und daher die Ungleichheit entstanden ist?

Wird die Weitsichtigkeit mit dem Wachstum weniger? Wenn ja, würde dann durch die Brillenkorrektur eine Kurzsichtigkeit provoziert?

Was ist mit der Hornhautverkrümmung? Braucht er mit den Werten immer eine Sehhilfe?

Warum wird bei der Konrolle in 3 Monaten nicht nochmal getropft (die Aussage habe ich vom Augenarzt), sind denn nicht da auch die Werte wichtig, die er ohne Akkomodation hat?

Wie seht ihr die ganze Sache, ihr habt ja nun schon Erfahrung.......

VLG und danke fürs Lesen!

die-mel



   
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(@Eberhard-Luckas)
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Dabei seit: vor 24 Jahren
Beiträge: 8896
 

Moin,

erst einmal: gut, dass er jetzt die Brille bekommt.

3-Dsehen klappt, weil sein binokulares Sehen noch nicht zerstört ist. Die Hornhautverkrümmung ist minimal und nicht besonders bedeutsam.

Er schielt ohne Brille, weil er akkomodieren muss, auch beim Weitsehen, es gibt dadurch einen Konvergenzanreiz.

Warte jetzt einfach mal ab, wie er mit der Brille zurecht kommt.



   
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(@die-mel)
Eminent Member
Dabei seit: vor 12 Jahren
Beiträge: 18
Themenersteller  

Moin und vielen Dank für die Antwort.

Eine Frage hatte ich noch vergessen:

Warum ist ein normosensorisches Spätschielen ausgeschlossen?

Das kann doch auch periodisch auftreten oder?

Seine Werte sind doch gar nicht so schlecht......

Daher kann ich nicht versehen warum er damit schielt.

Klar gilt jetzt erstmal abwarten und  beobachten.

Ist drei Monate (wir haben Ende Juni den nächsten Termin) in Ordnung oder sollten wir doch schon eher hin?



   
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(@Eberhard-Luckas)
Illustrious Member
Dabei seit: vor 24 Jahren
Beiträge: 8896
 

Moin,

die wirkliche Fehlsichtigkeit wird viel höher sein, wenn man berücksichtigt, dass Kinder mit 2 Jahren noch mindestens 3 dpt übersichtig sind. Was jetzt korrigiert wird, ist der Anteil, der über der normalen altersgerechten Übersichtigkeit liegt.

Deswegen gibt es das akkomodative Schielen. Normosensorisches Spätschielen ist dadurch ausgeschlossen.

Er schielt bei Müdigkeit eben mehr, genau so auch frühmorgens, wenn er noch nicht viel sehen konnte. 3 Monate sind in Ordnung.



   
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(@die-mel)
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Dabei seit: vor 12 Jahren
Beiträge: 18
Themenersteller  

Vielen vielen Dank!



   
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(@die-mel)
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Dabei seit: vor 12 Jahren
Beiträge: 18
Themenersteller  

Ich habe noch einen Nachtrag:

nach Rücksprache mit der Uniklinik ist die Brillenverordnung eine Vollkorrektur und das auch die gemessenen Werte!

+1,75 Cyl. -0,5 Achse 70

+1,5 Cyl. -0,25 Achse 100

Es wurde mit Mydriasis (4 x in 5 Minuten Abständen) getropft, was evtl. die Pupillen nicht genug geweitet hat (die Pupille hat aber auf Licht nicht mehr reagiert)

Also ist er eigentlich zu wenig weitsichtig für sein Alter?!?! Ob das nachher in eine Kurzsichtigkeit übergehen könnte (da er ja noch wächst) hängt von dem Wachstum ab, könnte man nicht schlußfolgern.

Das Schielen kommt auch durch den kleinen Unterschied zustande, je nach Befinden mehr oder weniger.

Ist mein Sohn jetzt besonders empflindlich?

Bei der Untersuchung hatte er einen Schielwinkel von 9-10 Grad. Lang-Test demnach nicht bestanden.

Ich bin ja sehr skeptisch. Haben die Tropfen vielleicht nicht ausreichend gewirkt? Dann hätte man mir diese Werte aber doch nicht verordnet.....

oder?

Lg

die-mel



   
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(@Hesch)
Reputable Member
Dabei seit: vor 16 Jahren
Beiträge: 430
 

Hallo die-mel,

es ist schwierig zu sagen, welche Art des Schielens dein Kind hat. Es könnte ein intermittierender Strabismus sein (zeitweiliges Schielen), welches akkomodativ bedingt ist (durch die vorliegende Weitsichtigkeit). Aber einige der Aussagen der Ärzte sind so nicht richtig. Wegen einem Unterschied von einer Vierteldioptrie der Weitsichtigkeit allein kann ein Schielen nicht kommen. Auch von diesem Visusunterschied nicht. Abkleben kommt eher nicht in Frage, weil das labile Binokularsehen, dadurch benachteiligt und im schlimmsten Fall zerstört werden würde. Zum Auslösen des Schielens  müssen andere Faktoren nebenbei vorliegen. 

Wahrscheinlich wären hier z.B.

-eine doch höhere vorliegende Weitsichtigkeit und dadurch provozierter partieller oder vollakkomodativer Strabismus.

-ein dekompensierender Mikrostrabismus (auch hierbei ist ein gutes räumliches Sehen möglich)

- auch ein klassisches Spätschielen kann vorliegen (da bin ich nicht  ganz Eberhards Meinung), das kann auch zyklisch oder periodisch auftreten..

Auf jeden Fall muss man jetzt diese Brille tragen und das Kind beobachten, welche Veränderungen im Schielwinkel sie bringt. 

Ich würde auf jeden Fall noch weitere Diagnostik betreiben wollen und einen Arzt oder eine Klinik finden, die das Kind mit Atropin über mehrere Tage getropft von Hand skiaskopiert. Erst dann offenbaren sich die wahren Ausmasse der vorliegenden Weitsichtigkeit. Auch der Astigmatismus kann so präzisiert werden. Aber als Therapie ist die Brille, die Ihr habt, unbedingt jetzt zu tragen. Auch im Fall einer höheren Weitsichtkeit korrigiert man diese nicht sofort voll, sondern er hätte bis dahin schon eine Eingewöhnung mit ankorrigierten Werten. 

Wie genau wurde das räumliche Sehen geprüft. Wie ist die Fixation? Wie sind die Schielwinkel in Ferne und in Nähe? Man braucht einen genauen Befund um weitere Aussagen bzgl. der Art des vorliegenden Schielens bzw. des Therapieansatzes treffen zu können. 

Du kannst dir ja die Unterlagen vom Augenarzt und von der Klinik besorgen. Dann weisst du, was alles geprüft oder nicht geprüft worden ist. 

LG Hesch



   
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(@die-mel)
Eminent Member
Dabei seit: vor 12 Jahren
Beiträge: 18
Themenersteller  

Hallo Hesch,

vielen Dank für deinen Post und deine Einschätzungen.

Bin ich also doch keine hysterische Mutter, die sich grundlos Sorgen macht und den Ärzten nicht traut.....

Nach dem Lesen deines Beitrages habe ich direkt nochmal die Orthoptistin in der Uniklinik angerufen und auch erreicht.

Nochmal auf das norm. Spätschielen angesprochen, schließen sie dieses aus, da der höchste gemessene Schielwinkel bie 15 Grad lag und er dafür zu jung sei (er ist vor drei Wochen zwei geworden, erstmals ist das Schielen ist mit 19 Monaten aufgefallen). Sollte sich mit Tragen der Brille keine Besserung ergeben, so würde eh nochmal geprüft. Und im Oktober sowieso erneut getropft. Die Brille sollte aber erst einmal gut wirken.

Der Unterschied getropft und ungetropft lag bei 1,5 Dpt. auf beiden Augen, was lt. Ihrer Aussage schon viel sei.

Auch sie und die Ärztin seien ob der geringen Differenz auch erst erstaunt gewesen, dass es ein Schielen verursacht, es kann aber durchaus vorkommen und es gibt auch Fälle bei denen es vorgekommen ist.........

Ich habe ihr auch nochmal gesagt, dass am Dienstag bei der Untersuchung der Schielwinkel in unseren Augen so mittig lag. Er hatte es durchaus schlimmer und sichtbarer, auch schon weniger und schneller nachlassend. Dass bei uns jeder Tag anders ist, und es auch Wochen ohne Schielen gab, liegt wohl auch an allen anderen Vorgängen im Körper. Wenn der Körper die Energiene woanders benötigt (u.a. Wachstumsschub, nicht ausgeschlafen, Krankheit) werden Augen vernachlässigt.

Ich habe bei ihr nicht den Eindruck, dass sie nicht weiss wovon sie spricht und ich habe auch den Eindruck, dass sie und die Ärztin sich der Sache sicher waren.

Man könnte nochmal eine weitere Atropin-Untersuchung vornehmen, da aber eine weitere Tropfung auch in einem halben Jahr vorgesehen ist, rät sie erstmal dazu, die Wirkung der Brille abzuwarten.

Wenn also nach ein paar Wochen tragen kein Schielen mehr auftritt, ist der richtige Weg eingeschlagen.

Hinsichtlich des norm. Spätschielens (das ist meine größte Angst) konnte sie mich beruhigen, eine OP kann auch nach über einem halben Jahr noch erfolgen ohne dass große Schäden entstehen, man sei heute auch der Ansicht, einmal gelerntes verlernt das Gehirn nicht so schnell (da gehen die Meinungen aber wohl auseinander).

Der Befund sollte nächste Woche beim Augenarzt sein (dort habe ich auch nochmal einen Termin mit der Orthoptistin hier vor Ort, mit der ich Klartext sprechen werde, ich bin nämlich sauer, dass wir jetzt erst die Brille bekommen.....)

Ich halte euch auf dem Laufenden.

Vielen Dank, dass ihr euer Erfahrungen und euer Wissen mit anderen teilt. Mir hilft das sehr!!!!

LG

die-mel



   
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(@Hesch)
Reputable Member
Dabei seit: vor 16 Jahren
Beiträge: 430
 

1,5 Dioptrien Weitsichtigkeit ist in dem Alter zu wenig, im Schnitt haben die Kinder +3 (normalsichtige), diese Weitsichtigkeit bildet sich aber so bis zur Einschulung meistens zurück...

Es gibt noch einen weiteren Aspekt, manchmal kann man erst mit wiederholtem Tropfen die wahre Weitsichtigkeit feststellen, es kommen einfach beim wiederholten Tropfen immer größere Pluswerte raus, es sieht dann so aus, als ob die Weitsichtigkeit wächst, das stimmt aber nicht, sondern war schon immer so hoch, wurde nur wegen einem partiellen Akkomodationskrampf nicht vom Auge "freigegeben", lapidar ausgedrückt. 

Ich würde parallel trotzdem in den nächsten Monaten eine Atropinskiaskopie anpeilen, aber über mehrere Tage vorher getropft. Wenn das Kind einen Parallelstand mit den jetzigen Brillenwerten hinkriegt, ist gut, und was wenn nicht? Denn eine erneute Refraktion erst im Oktober ist zu spät, bis dahin kann sich der Schielwinkel festigen, wenn er nicht ausgeglichen werden würde. So ist das bei meiner Tochter gelaufen. Sie hatte zu Beginn ganz genauso intermittierend geschielt, wir haben wertvolle Monate verstreichen lassen und sie unwissend mit einer deutlichen Unterkorrektion laufen lassen, in der Zeit hat sich der Winkel so gefestigt, dass mehrere Schielops später nötig wurden... Die Mehrzahl der Innenschieler in diesem Alter ist akkomodativ bedingt, mit einer rechtzeitig vollkorrigierten Brille könnte man bei ganz vielen Kindern das Schielen wieder beheben, wenn es rechtzeitig passieren würde. Mit einer in mehreren Schritten erfolgten Vollkorrektion.

Und erst nach mehrwöchigem Tragen einer Vollkorrektion weiss man, was es für ein Schielen war. 



   
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(@die-mel)
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Dabei seit: vor 12 Jahren
Beiträge: 18
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Gut, das werde ich Dienstag nochmal mit der Orthoptistin hier vor Ort besprechen.

Und auf eine weitere Messung mit Tropfen bestehen.

Schaden kann es ja nicht.



   
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(@Kugelblitz)
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Dabei seit: vor 1 Woche
Beiträge: 1467
 

Hallo die-mel,

wichtig ist wirklich auch die Fixationsprüfung sowie die Messung der Schielwinkel in Ferne und Nähe, sofern Dein Sohn alles gut mitmacht. Viele kleine Kinder mögen es nicht so gern, wenn fremde Menschen mit irgendwelchen Geräten direkt vor dem Gesicht rumfuchteln...Womöglich ungeduldig unter Zeitdruck...

Stutzig macht mich Deine Angabe bzgl. des räumlichen Sehens. Mal ja, mal nein?? Hier muss nachgehakt werden, welche Tests angewandt wurden ausser Lang, der ja negativ ausfiel. Hier ist auch die Frage, inwieweit sich Dein Sohn "äussern" kann, zeigt er z.B. drauf oder schaut er in die Richtung oder kennt die Wörter für die Figuren? Hier ist auch die Erfahrung der Orthoptistin gefragt.

Aber eine Brille ist auf jeden Fall der 1. Schritt in die richtige Richtung.

Und noch etwas: ist Dein Kind zu früh geboren?

Wer schreibt Dir das? Ein betroffenes Elternteil eines Schielkindes (Innenschielen), welches sich selbst schlau machen musste, damit eine erfolgreiche Therapie eingeleitet werden konnte. Auch Dank dieses Forums.

Alles Gute und dranbleiben Kugelblitz



   
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(@die-mel)
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Dabei seit: vor 12 Jahren
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Hallo Kugelblitz,

danke fürs Lesen und für deine Antwort.

Ich gehe davon aus, dass die Fixationsprüfung gemacht wurde. (ich kenne mich nicht aus, aber ist damit gemeint, dass man das gute Auge abdeckt, damit das andere sich gerade stellt und fixiert, und wenn man das andere wieder freigibt, dass das schielende die Fixation hält? Das habe ich sogar zu Hause schon feststellen können.)

Die Orthoptische Untersuchung in der Uniklinik war sehr umfangreich. Schielwinkel 9-10 Grad, man höchstens (ich denke hiermit ist der getropfte Wert gemeint) 15 Grad.

Der Bericht wurde am Freitag erstellt und auch an meinen Augenarzt gesandt. Ich hoffe dass er morgen da ist, so dass ich mit der Orthoptistin vor Ort nochmal alles besprechen kann.

Mein Sohn hat alles sehr gut mitgemacht, dass konnten sein Vater und ich feststellen. Zum Schluss nach 20 Minuten mit Abkleben usw. ließ die Konzentration natürlich nach. Daher ist man sich auch nicht ganz sicher ob das rechte Auge wirklich 60% Sehkraft hat oder ob es auch an der Unlust liegen könnte.

Er hatte definitiv im November und im Februar den Lang Test bestanden, er konnte das Auto sowie auch eine Katze benennen und darauf zeigen. (Auto ist sein Lieblingswort, eine Katze haben wir, dafür hat er einen speziellen Namen, den er nannte).

Da schielte er ja auch nicht, zumindest nicht merklich. Die Orthoptistin hatte aufgrund meiner Schilderungen danach gesucht, und lt. eigener Aussage minimal etwas finden können (rechts). (Mikro???). Seinerzeit kannte ich mich mit dem Thema noch gar nicht aus, sonst hätte ich damals schon auf einer Skiaskopie bestanden!

Er schielt nicht immer. Im Moment wieder weniger (nach dem Aufwachen z.B.) Manchmal bleibt es bis zum nächsten Schlafen, manchmal nicht, verschwindet auch plötzlich!!!

Mein Sohn war über Termin.

Im Nachhinein hatte er auch als Baby mal minimal einen Silberblick nach dem Aufwachen........

Morgen werde ich die Orthoptisin nach der genauen Diagnose fragen.

Ich kann mir vorstellen dass das nicht ganz sicher ist.

Fraglich ist auch, warum sie zwar minimal was feststellen konnte, aber erstmal "abwarten" und "weiter beobachten" wollte.

Ob sie es denn schonmal erlebt hätte, dass es von allein weggegangen wäre. Auf DIE Antwort bin ich gespannt.

LG!!

die-mel



   
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(@die-mel)
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Guten Morgen,

wollte nur mal kurz berichten, dass wir nicht viel weiter sind. Leider war der Bericht der Uniklinik nicht da.

Bei der Untersuchung gestern konnte ein leichtes latentes Schielen provoziert werden.

Lang Test I bestanden.

Sehr wahrscheinlich ist es ein akkommodatives Schielen (Teil-akkomodativ, norm. Spätschielen können nicht sicher ausgeschlossen werden), dass er bisher immer sehr gut kompensieren konnte. Bei den letzten beiden Untersuchungen bei der Orthoptistin war das Schielen nur ganz minimal und sehr schwer zu provozieren. Warum er im Moment nicht so gut kompensiert kann 1.000 Gründe haben (ich tippe auf Sprachentwicklung, das explodiert im Moment.)

Jetzt bleibt abzuwarten, ob er mit der Vollkorrektur immer noch zu viel akkommodiert.

Wenn nicht, ist es die richtige Therapie.

Kontrolle Anfang Juni.

Es schwankt derzeit wieder, mal Tage ohne, mal mit Schielen (aber nicht stark und abwechselnd).

Ich hoffe dass die Brille hilft.

LG und danke nochmal für eure Einschätzungen und Unterstützung!!!



   
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(@Hesch)
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Hallo die-mel,
 
schaue dir die Videos zu einzelnen Untersuchungen an, dann verstehst du was bei ihm gemacht und nicht gemacht worden
 
ist:
 
http://www.youtube.com/user/ORTOPADAugenpflaster/videos
 
Wir brauchen eine komplett dokumentierte Untersuchung aus der Sehschule, vor allem mit Angabe der Schielwinkel in Nähe und Ferne. Ohne Brille und mit Brille, wenn er sie ein paar Wochen getragen hat. Anhand des Winkelunterschiedes Ferne zu Nähe mit Brille könnte man mit großer Wahrscheinlichkeit erkennen, ob er dann noch im Plus unterkorrigiert ist oder nicht. 
 
LG Hesch



   
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(@die-mel)
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Hallo Hesch!

Sobald ich eine Kopie des Berichtes habe, werde ich es hier einstellen.

Übrigens kommt die Brille super an!

Mein Sohn mach gar keine Probleme, trägt sie gern. Ich konnte ihn seit gestern nicht einmal Schielen sehen.

Aber das heisst ja nichts... wir hatten ja immer "schielfreie" Tage.

Bis jetzt bin ich sehr zuversichtlich. Und die Brille ist so süüüüüüüß! ♥

Danke und LG und bis bald!



   
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(@Hesch)
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Hallo die-mel,

ich freue mich für Euch, dran bleiben. 

LG Hesch



   
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(@die-mel)
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Guten morgen und einen wunderschönen Sonntag für euch!

Ich wollte nochmal Zwischenmeldung geben.

Mein Sohn trägt nun seit über zwei Monaten seine Brille.

Das Schielen ist komplett weg gewesen! Sogar ohne Brille, direkt nach dem Schlafen hatte er nicht geschielt. Alles super!

Leider ist mir vor einer Woche aufgefallen, dass er nach dem Schlafen wieder leicht schielte. Abwechselnd mit beiden Augen. Nach Aufsetzen der Brille verging das dann wieder. Allerdings dauerte es immer länger?!?!?!

Gestern war es erst nach 2,5 Stunden nach dem Mittagsschlaf weg!

Müsste die Brille nicht sofort helfen? Das hat sie doch bisher auch immer getan.

Wir waren am Dienstag wieder in der Sehschule, da hatte ich das angesprochen, es war da aber noch weniger. Jetzt mache ich mir schon Sorgen, dass die Brillenwerte gar nicht mehr passen. Kann das denn so schnell gehen?

Das Schielen ist scheinbar auch anders. Wechselt öfter.....

In der Sehschule wurde festgestellt, dass sein latentes Schielen mit Brille noch da ist, ohne aber mehr ausgeprägt und in der Weite weniger. Im Lang-Test hat er alles erkannt und darauf gezeigt. Jetzt hat er mit Brille auf beiden Augen 80% Sehkraft. Das sei gut.

Der nächste Tropftermin mit Sehschule ist erst im September.

Wir haben aber in zwei Wochen einen normalen Augenarzttermin, außerdem will ich auch ansprechen, dass bei dem schlechteren Auge die Pupille etwas kleiner ist. Das ist mir auch erst seit dem ersten Tropftermin aufgefallen. Die Orthoptistin meinte es wäre sehr gering, wäre ihr so nicht aufgefallen, ich könne aber die Ärtzin nochmal darauf ansprechen.

Mein Gefühl sagt mir die Brille passt nicht mehr. Soll ich bei dem Termin in zwei Wochen auf Tropfen und Messen bestehen? Wollte morgen hin, und das mal klären. Mir gefällt die Situtation so gar nicht, weil die letzten zwei Monate mit der Brille so super waren!

Die Orthoptistin meinte, im September würde völlig ausreichen, so schnell könne sich das eigentlich nicht ändern.

Was aber, wenn er einen Schub hatte und es sich doch so schnell ändern konnte? Aber wieso dann die 80%?

Ich bin verwirrt noch dazu völlig hysterisch. Mein Sohn will sich gar nicht mehr von mir anschauen lassen weil ich immer einen prüfenden Blick auf seine Augen werfe. Das macht mich traurig................



   
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(@die-mel)
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Nachtrag:

eigentlich ist die Situation wie vor der Brillenverordnung. Dort hatten wir auch Schielphasen.

Stellt sich zusätzlich die Frage: Hätte er die letzten zwei Monate ohne Brille auch nicht geschielt?

Denn in den Phasen hatte er genauso nach dem Aufwachen seine Zeit gebraucht, bis sich die Augen wieder parallel stellten.



   
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(@Hesch)
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Hallo die-mel,

du hattest mal geschrieben, dass der Kleine mit einem Mydriatikum vor der Refraktionsuntersuchung getropft wurde. HIerbei kommen IMMER unterkorrigierte Werte heraus. Deshalb empfehle ich nochmal eine Refraktionsuntersuchung unter Atropin oder, wenigstens, unter Cyclopentolat, 4x nacheinander getropft. 

Sehr wahrscheinlich ist, dass er doch ziemlich im Plus unterkorrigiert ist und einfach eine stärkere Brille braucht. Das latente Schielen, welches mit Brille besser kompensierbar ist, aber eben noch nicht voll, spricht dafür. Aber es wurde eben nur ein Teil der Gesamtfehlsichtigkeit angepackt und deswegen bekommt er die gleiche Problematik nochmal. 

Der bestandene Langtest und wie Du es beschreibst, klingt nach akkomodativem Schielen mit einem größeren latenten Anteil dahinter. HIerbei ist IMMER zuerst die Weitsichtigkeit mit Brille vollzukorrigieren (nach Abzug der 0,5 Dioptrie vom gemessenen Wert).

Und: ohne Brille dürfen diese Kinder schielen! Nur mit Brille sollte im Idealfall dann das Schielen verschwinden. 

Bitte stelle ein oder schicke per PN einen Befund, den Du besorgen wolltest. Dann kann man genaueres sagen.

Und: morgens nach dem Aufwachen die Brille sofort auf die Nase, das Kind nie ohne Brille rumlaufen lassen. 

LG Hesch



   
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(@die-mel)
Eminent Member
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So, guten Morgen nochmal.

Ich habe jetzt nächste Woche wieder einen Termin zum Tropfen.

Und auch endlich den Bericht von der UKM, den mir mal jemand erklären könnte?

Untersuchung am 23.03.14:

Diagnosen: Strabismus convergens alternans H50.0 G

                    Hyperopie H52.0 G

Visus: VF    R sc 0,63 LEA in 3m 

                   L sc 0,8

           VN   R keine compliance

                   L

Augenstellung: F manifester convergenter Winkel links

                        N manifester convergenter Winkel links, alternans möglich

Binokularität: nicht nachweisbar

Schielwinkel: nach Krimsky in der Nähe +18, Ferne nicht messbar

Motilität: grob frei

Vorderabschnitte: bds reizfrei, regelrecht

Fundus: Papille vital und randscharf, sonst zentral regelrecht

objektive Refraktion in Zykloplegie (4ymydriaticum): RA+1,75/-0,5/70°    LA +1,5/-0,25/100°

Therapievorschlag/Beurteilung: wir verdordneten zunächst eine Brille mit Voillkorrektur nach o.g. Werten. wir bitten siedie regelmäßigen Kontrollen zu übernehmen und ggf. eine Okklusionstherapie einzuleiten. eine Wiedervorstellung hier ist in 1 Jahr geplant.

Bei der Kontrolle letze Woche in der Sehschule hatte mein Sohn mit beiden Augen mit 80% Sehleistung und Binokularsehen vorhanden. Allerdings hatte er zu dem Zeitpunkt auch wieder ein latentes Schielen.

Seitdem hat er nach dem Schlafen ein alternierendes Schielen auch mit Brille bis zu zwei Stunden lang noch.

Ich merke, dass er sich dann anders verhält, entweder ist er besonders albern/anstrengend oder anhänglich/nachdenklich. Das macht mich unglaublich traurig und ich fühle mich als hätte ich versagt.

Ich weiss nicht ob mit der Therapie alles richtig läuft, ich kann nicht mehr zu dem Thema lesen als ich es schon tu und ich habe das Gefühl ich kann keine weiteren Informationen aufnehmen, ich bin an der Grenze und in einer Situation, wo ich den Ärtzen vertrauen muss, und da habe ich Probleme mit. 

Warum hat er zwei Monate mit der Brille nicht ein einziges Mal geschielt (auch ohne Brille und nach dem Schlafen nicht mal ein leichter Silberblick) und nun wieder? Kann er es einfach im Moment wieder nicht kompensieren? Warum?

Entschuldigt wenn das Alles grade sehr verzweifelt und emotional klingt, ich will doch nur dass ihm geholfen wird. Ich weiss es gibt weitaus Schlimmeres und ich bin auch dankbar dass er sonst gesund ist.

Heute ist mein erster Tag in Mutterschutz und von Entspannung kenie Spur. Ich sorge mich nur.      

Könnt ihr mir etwas Licht ins Dunkel bringen bitte??

LG und danke fürs Lesen     



   
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