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Stoppt harte KL die Myopie??????

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(@lunchen)
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Themenersteller
 
[#3262]

Mir hat jemand erzählt, erst seit er die harte KL hat, ist seine immer stärker werdende Myopie gestoppt worden. So, dann krieg ich erzählt, mit 11 hätte er -2,5/-4 dpt gehabt, mit 16 das doppelte und seit er mit 18 die KL hat, hat sich nix mehr verändert. Also hab ich gemeint, kein Wunder, das Auge wächst ja und damit kann auch die Myopie sich verändern, Wachstum abgeschlossen, also ändert sich die Stärke auch net mehr. Da werd ich als dumm hingestellt, es wäre bei ihm ja angeboren, diese neigung zur Myopie und hätte wohl mit dem Wachstum rein gar nichts zu tun.
So, jetzt will ich mal Meinungen von Fachleuten haben! Ich bin irgendwie schon wieder aus dem ganzen raus und bevor ich da jetzt noch Krach anfange und nicht mal recht hab, frag ich doch lieber hier nochmal nach.


 
Veröffentlicht : 14.02.2007 13:44
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 biks
(@biks)
Beiträge: 43
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Hi Lunchen,

okay, ich bin keine Fachfrau, allerdings seit 30 Jahren Trägerin harter KL, d.h. ich hab' die Dinger mit 12,75 Jahren gekriegt und bei mir wurde die fortschreitende Myopie gestoppt.

Bis ich 21 wurde, hatte ich Null Veränderungen (-4.-4,5), dann innerhalb 2 Wochen oder so (Bestelldauer der Linsen damals noch beim AA) einen Sprung um -1 (auf -5, -5,5).

Das war's dann bisher, mal 0,25 rauf oder runter - ja auch Verbesserungen waren dabei.

So weit ich damals und sporadisch zwischendurch Berichten entnommen habe, kann, nich muss, eine harte Kl fortschreitende Myopie stoppen, zumindest gibt es passende Statistiken. Den Grund weiß ich allerdings nicht.

Grüße biks


 
Veröffentlicht : 14.02.2007 16:05
(@Jan22)
Beiträge: 0
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Hallo,

auch ich bin kein Experte, sondern Betroffener. Ich bekam meine ersten Kontaktlinsen mit knapp 10, und so ziemlich sofort kam die bis dahin fortwährend fortschreitende Kurzsichtigkeit weitgehend zum Stillstand. Bis 15 nahm sie noch ca. 1,5 Dioptrien zu, dann war sogar für 7 Jahre totaler Stillstand. Erst als ich 22 war, ging es wieder los, leider seitdem ziemlich heftig. Warum das so ist, weiß keiner, man kann nur spekulieren.
Aber insgesamt war es von allen Augenärzten einhellig die Meinung, daß der Stillstand, den ich ja mehr oder weniger hatte zwischen 10 und 22 (in einem Alter, in dem die Kurzsichtigkeit normalerweise zunimmt), auf die harten Kontaktlinsen zurückzuführen ist. Wenn ich bedenke, wie hoch meine Werte wahrscheinlich wären, hätte ich die ganze Zeit über nur Brille getragen...
Gruß
Jan


 
Veröffentlicht : 14.02.2007 20:53
(@lunchen)
Beiträge: 28
Eminent Member
Themenersteller
 

Schon mal vielen Dank ihr beiden. Also scheint es wirklich so zu sein, dass die KL da hilft. Aber trotzdem ist es doch so, dass in besagtem Zeitraum, also zwischen 11 und 18 Jahren die Myopie durch das Wachstum stärker geworden ist?
Weiß jemand, wann das Augenwachstum abgeschlossen ist????
Irgendwie lernt man sowas nicht in der Berufsschule, oder hab ich da gefehlt????


 
Veröffentlicht : 14.02.2007 22:50
(@Lucccy)
Beiträge: 0
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Hallo,

also jetzt komme ich mal mit Halbwissen dazu die Erfahrungen bestätigen die Theorie mit den Kontaktlinsen wohl.
Es gibt dazu aber keine wissenschaftliche Studie. Die Gründe weil man das Wachstum nicht vorhersehen kann. also bräuchte man für diese Studie eineiige Zwillinge mit hoher Myopie. Du kannst Dir vorstellen, wie schwer es ist, für diese Studie Probanden zu bekommen?
ich glaube deshalb wirst du auf diese Frage nur Gerüchte, aber keine wissenschaftlich gesicherte Antwort bekommen.

Gruß Lucccy


 
Veröffentlicht : 15.02.2007 12:33
(@Jan22)
Beiträge: 0
New Member
 

Hallo,

klar gibt es keine wissenschaftlichen Beweise in der Angelegenheit. Aber trotzdem denke ich doch, daß die Tatsache, daß bei vorher starker Progression einer Myopie, wenn diese dann nach dem Tragen von harten KL unterbrochen wird, dies doch ein ziemlich eindeutiger Beweis für die Wirksamkeit der Linsen ist.
Nochmal zur Klärung Ich hatte eine minimale Verschlechterung der Myopie in den Jahren 10 bis 15 um 1, 2 Dioptrien und war von 15 bis 22 absolut stabil. Dies ist ansonsten der Zeitraum, wenn Myopien fortschreiten, also denke ich, das ist schon klar, warum die Progression zu der Zeit aufgehalten wurde. Die Frage ist ja eigentlich eher, warum ging es nach 22 wieder los.
LG Lächelt


 
Veröffentlicht : 15.02.2007 15:23
(@Matthias)
Beiträge: 89
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Hallo Lucccy, genau auf den Punkt erklärt.Stimme ich 100% zu. Es gibt aber eine Studie von 1996 ? aus Indonesien die sich mit dem Verlauf der Kurzsichtigkeit bei Unterkorrektion beschäftigt. Diese Studie kommt zu dem Ergebniss,daß Unterkorrektion die Kurzsichtigkeit verstärkt (ganz im Gegensatz zur allgemeinen Meinung). Wenn man jetzt mal annimmt ,daß gerade ein Hartlinsenträger öfters zur Kontrolle kommt (und eben öfter korrigiert wird) könnte man dadurch die Verlangsamung der Myopie reininterpretieren. Das ist jedoch vage und kombiniert nur beide Aussagen. Letztlich bleibt es jedoch dabei , daß wir noch zu wenig darüber wissen ,warum und in welchem Maße es zu Myopieschüben kommen kann.
Eventuel muß man hier auch mal einen Standpunkt der Visualtrainer diskutieren,die ja Myopie als ein Problem der Nahfocusierung betrachten. Dieses Gedankenmodell würde erklären warum wir immer wieder bei viel PC Arbeit ansteigende Myopie antreffen (dadrüber gibt es aber wohl auch noch keine Studie).
Ich denke es ist wohl eine Kombination von verschiedenen Faktoren,was Myopie Schübe auslößt...Stress, PC Arbeit...Veranlagung,Hobbys, Sehgewohnheiten...ob die harte CL etwas bringt...? ... schaden tut Sie auf jeden Fall nicht Cool


 
Veröffentlicht : 15.02.2007 16:41
 biks
(@biks)
Beiträge: 43
Trusted Member
 

Hi Matthias,

ich bin mit oder ohne KL in gleichen Abständen zu Kontrolle gegangen, bzw. wenn sich was getan hat. Dabei war ich wohl ziemlich pingelig, habe schon 0,25-Veränderungen als unangenehm empfunden.

D.h zumindest in meinem Fall gab es da keinen Unterschied in der Korrektur. Dennoch kam die forschreitende Myopie zwischen 13 und 21 Jahren komplett zum erliegen, dann ein Sprung um -1, dann wieder Stillstand bis heute mit sogar Verbesserungen. Und ich habe viel gelesen und am Rechner gesessen währen d des Studiums und arbeite jetzt in einer Softwarefirma, sitze also den ganzen Tag am PC. KL-Tragezeit 16 h und mehr......

Aber erklären tut das leider nix.....

Gruß biks


 
Veröffentlicht : 15.02.2007 17:43
(@Nicky89)
Beiträge: 16
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Ich glaube, dass es wirklich ein Gerücht ist, und wenn es bei jemandem wirklich gestoppt hat, ist das wahrscheinlich Zufall und die Myopie wäre auch mit Brille zum Stillstand gekommen. Ich habe mit 10 Jahren meine ersten Kontaktlinsen (gleich formstabile) bekommen, etwa -6 oder ähnlich. Danach ist es erst richtig losgegangen, so dass ich jetzt mit fast 18 -14,0 und -14,75 habe - trotz harter Linsen. Es ist wohl zum größten Teil wirklich genetisch bedingt, sagt auch mein AA. Meine beiden Eltern und zwei meiner Brüder sind ebenfalls kurzsichtig, allerdings bei weitem nicht so stark wie ich.
LG
Nicky


 
Veröffentlicht : 15.02.2007 18:29
(@Jan22)
Beiträge: 0
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Ich weiß nicht, was das für ein Ding ist mit der Myopie. Sobald es zu dem Thema Ursachen kommt, oder mal jemand versucht, Dinge zu erklären oder Regeln aufzustellen, dann wird es immer gleich ganz heftig in der Diskussion oder gar ideologisch. Alles ist immer sofort Gerücht und Mythos. Ich bin nur Betroffener und habe wenig medizinische Ahnung. Es ist schon klar, daß was für die einen gilt, für die anderen eben nicht gelten muß. Aber den Zusammenhang zwischen harten Linsen und möglichem Stop des Fortschreitens der Myopie habe ich eigentlich als für erwiesen gehalten. Und nicht nur aufgrund meiner persönlichen Geschichte.
Es scheint sich hier aber wirklich um ein mit viel Unsicherheit, Ressentiment und Unklarheiten befrachtetes medizinisches Rätsel zu handeln, bei dem jeder der Fachleute immer eine ganz klare Meinung hat, die er oder sie dann jeweils als einzige Wahrheit präsentiert.
Ich war in meinem bisherigen Leben bei einer großen Anzahl von Augenärzten, und wirklich von jedem wurde die Auszeit bei mir in der Progression durch das Tragen der harten Linsen erklärt.
Gruß
Jan Lächelt


 
Veröffentlicht : 15.02.2007 20:20
(@rsgza)
Beiträge: 80
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Hallo,

ich probier mal eine theoretische Erklärung, die beide Möglichkeiten offen lässt.
Bei einem myopen Auge liegt das Bild ("unendlich") weit entfernter Gegenstände vor der Netzhaut. Das abbildende optische System ist dabei völlig entspannt, also nicht in der Lage, noch korrigierend zu wirken.

Nun ist die Frage, warum liegt das Bild vor der Netzhaut. Dafür gibt es meines Erachtens zwei Möglichkeiten
a. Das Auge ist während des Wachstums (das kann auf mehrere Phasen verteilt sein) zu lang geworden. In diesem Fall finde ich keine Erklärungsmöglichkeit, wie dieser Vorgang durch eine Kontaktlinse gestoppt werden könnte.
b. Im optischen System ist die lichtbrechende Wirkung zu stark geworden. Da in diesem System die Hornhaut eine wesentliche Rolle spielt, könnte es sein, dass durch den Druck einer Kontaktlinse während einer Wachstumsphase sich die Hornhaut weniger wölbt und damit die Weiterentwicklung der Myopie verringert oder stoppt.

Von der genetischen Disposition des Einzelnen ist es nun abhängig, welche der beiden Möglichkeiten sich stärker (oder gar nicht) auswirkt.

Allerdings muss ich gestehen, dass ich bisher keinerlei Bestätigung für diese Überlegungen gefunden habe.

Helmut


 
Veröffentlicht : 15.02.2007 21:52
(@Matthias)
Beiträge: 89
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Hallo Helmut,interessanter Standpunkt/Theorie ich denke auch mit der Persönlichen Disposition zu tuen hat,nur was natürlich wieder bedeutet ,daß es schwierig wird Regeln aufzustellen.

Vielleicht sind wir auch alle auf dem falschen Dampfer und es hat doch genetische Gründe...mal sehen was noch so alles kommt....

Matthias


 
Veröffentlicht : 16.02.2007 13:47
(@rsgza)
Beiträge: 80
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Hallo Mathias,

meines Wissens ist die genetische Komponente für Myopie (und andere Fehlsichtigkeiten) grundsätzlich vorhanden. Und wie bei vielen genetisch bedingten Erscheinungen können auch hier Einflüsse von Umweltfaktoren unterschiedlich wirken. Bei genauerer Betrachtung ist Genetik meist ziemlich komplex, so dass keine einfachen Regeln aufgestellt werden können.

Viele Grüße, Helmut


 
Veröffentlicht : 16.02.2007 17:35
(@Jan22)
Beiträge: 0
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Hallo,

ich denke, die genetische Disposition ist eine Tatsache. Allerdings glaube ich auch, daß es insofern schwierig ist, Regeln aufzustellen, da es bei genetischer Disposition die Möglichkeit zur Myopie geben kann, aber eben nicht notwendigerweise. Ebenso gibt es ja Fälle von Myopien in Familien, die isoliert auftreten. Ich glaube, wir waren hier schon einmal an dem Punkt, daß wir für die Ursachen der Myopie eine Mischung aus genetischer Veranlagung, Naharbeit und was auch immer angenommen haben und außerdem die Individualität jedes einzelnen Falles akzeptiert haben.
Aus diesem Grund ist derjenige, der auf einer Ursache beharrt bzw. eine starre Sicht der Myopie vertritt, wahrscheinlich immer auf dem falschen Dampfer. Mich erstaunt aber nach wie vor die Heftigkeit der Diskussion, immer wenn es zu diesem Thema kommt.
Gruß
Jan


 
Veröffentlicht : 16.02.2007 19:07
(@rsgza)
Beiträge: 80
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Hallo,

beim nochmaligen Lesen meines letzten Beitrags ist mir aufgefallen, dass ich vielleicht etwas missverständlich formuliert habe.

Der Satz "meines Wissens ist die genetische Komponente für Myopie (und andere Fehlsichtigkeiten) grundsätzlich vorhanden" bedeutet, dass diese Komponente dann vorhanden ist, wenn Fehlsichtigkeiten auftreten. Also nicht grundsätzlich bei jedem Menschen.

Für jemanden, der sich mit Genetik etwas auskennt, ist es gar nichts Überraschendes, dass Myopie (und viele andere Erscheinungen) auch isoliert auftreten können. Zum einen gibt es rezessive Merkmale, die sich nur bei Reinerbigkeit durchsetzen und die deshalb mehrere Generationen "überspringen" können; zum anderen können Genveränderungen, also Mutationen, in einer Generation auch spontan entstehen und dann bei Nachkommen "plötzlich" zu einem unerwarteten Merkmal führen.

Viele Grüße, Helmut


 
Veröffentlicht : 16.02.2007 21:36
(@ohne-konto)
Beiträge: 0
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rsgza schrieb

Der Satz "meines Wissens ist die genetische Komponente für Myopie (und andere Fehlsichtigkeiten) grundsätzlich vorhanden" bedeutet, dass diese Komponente dann vorhanden ist, wenn Fehlsichtigkeiten auftreten.

Hallo rsgza bzw. Helmut,
ich habe Dich so verstanden, dass eine Fehsichtigkeit ohne genetische Komponente unmöglich ist und bin mir nicht sicher, dass das stimmt. Von Krankheiten wollen wir absehen, aber ich war ca. 1 Dioptrie kurzsichtig und jetzt an einem Auge nicht mehr. Na ja, normalerweise doch, aber mit Tropfen oder manchmal ohne lässt sich die Fernsicht kaum durch eine Brille verbessern. Wurde ich also genetisch kurzsichtig oder aus sonstigen ungeklärten Gründen?

P.S. Warum hast Du so einen seltsamen Nick? Eine Abkürzung von irgendwelchen Wörtern?


 
Veröffentlicht : 17.02.2007 16:46
(@Jan22)
Beiträge: 0
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Iuser schrieb

aber ich war ca. 1 Dioptrie kurzsichtig und jetzt an einem Auge nicht mehr. Na ja, normalerweise doch, aber mit Tropfen oder manchmal ohne lässt sich die Fernsicht kaum durch eine Brille verbessern. Wurde ich also genetisch kurzsichtig oder aus sonstigen ungeklärten Gründen?

Hallo luser,

wir reden hier von ganz normalen Myopien. Ich glaube, was Du hast, das ist doch eher so ein rätselhafter Befund mit mal mehr oder weniger oder auch gar nichts bzw. Astigmatismus.
Ich denke, das hatten wir ja auch in diesem anderen thread schon geklärt, daß Myopien auch ohne genetische Veranlagung einfach mal auftauchen, und zwar sogar recht häufig.
Gruß


 
Veröffentlicht : 17.02.2007 17:05
(@Matthias)
Beiträge: 89
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Hallo Helmut ,daß es bewiesen ist ,dass es genetische Kurzsichtigkeit gibt ist mir zwar neu aber OK ich lerne dazu,sollte irgendjemand dazu mal ein Fachbuch einfallen , bitte mitteilen Lächelt

Gruß Matthias


 
Veröffentlicht : 17.02.2007 20:43
(@rsgza)
Beiträge: 80
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Hallo Matthias,

nachfolgend ein Zitat aus dem Internet, welches deine Bitte allerdings nur zum Teil beantwortet

Wissenschaftler suchten Zusammenhang zwischen Lernen, Lesen und Kurzsichtigkeit.

(13. Mai 2003) Wissenschaftler an der Ohio State University veröffentlichten eine Studie über Ursachen von Kurzsichtigkeit (Myopie) bei Kindern. Die Untersuchung der Forscher um Prof. Donald Mutti belegt, dass die Gründe für eine Kurzsichtigkeit bei Kinder nicht im Lesen, Fernsehen oder in der Computernutzung, sondern in den Genen liegt.

Die Wissenschaftler wollten herausfinden, ob es einen Zusammenhang zwischen den Aktivitäten der Kinder und einer bereits eingetretenen Kurzsichkeit gibt.
Dafür untersuchten die Forscher circa 360 Kinder. Sie sammelten die Daten über ihre visuellen Fähigkeiten und deren Eltern, führten Lese- und Sprachtests durch und befragten die Erziehungsberechtigten über die Sprach-, Lese-, Lern-, Sport- und Computergewohnheiten.

Unter den Probanden waren drei Viertel normalsichtig, ein Fünftel war kurzsichtig, und weniger als zehn Prozent war weitsichtig (Hyperopie). Ein Drittel der Kinder bei denen beide Eltern kurzsichtig waren und ein Fünftel der Kinder, bei denen nur ein Elternteil kurzsichtig war, litten auch an Myopie. Dagegen hatten nur zehn Prozent der Kinder mit normalsichtigen Eltern die Sehschwäche. Mutti schlußfolgert aus den Ergebnissen, dass die Myopie einem dosisabhängigen Muster folgt.
Jedoch findet sich bei der Entwicklung von Myopie kein geradliniges Vererbungsmuster. Die Wissenschaftler fanden auch Kinder, bei denen die beide Eltern kurzsichtig waren, aber sie selber keine Myopie entwickelt hatten.

Weiter fanden die Forscher, dass es einen Zusammenhang zwischen Lernen, Lesen und Kurzsichtigkeit gibt, aber schreiben diesen Faktoren nur eine untergeordnete Bedeutung zu. Kurzsichtige Kinder verbringen mehr Zeit mit Lesen und Schreiben als normalsichtige Kinder, die mehr Sport treiben.
Dagegen konnten sie einen Zusammenhang zwischen Computernutzung, Fernsehen und Kurzsichtigkeit nicht nachweisen.

Interessant ist, dass kurzsichtige Kinder bei den Sprach,- und Lesetests besser abschnitten als die normalsichtigen Kinder, welches nicht auf ein häufigeres Lernen zurückzuführen war.

Als nächstes wollen die Wissenschaftler von der Ohio State University den genetischen Marker für die Myopie bestimmen. (hTb)

Quelle Ophtalmologische Nachrichten

Natürlich kenne ich auch Berichte, die der Naharbeit wesentliche größere Bedeutung zuschreiben. Aus persönlicher Erfahrung bin ich da allerdings ziemlich skeptisch. Was bei den vielen Untersuchungen in diesem Zusammenhang nun wirklich Sache ist, wissen vermutlich nicht einmal die Experten. Möglicherweise wird auch die jeweilige persönliche Disposition zu wenig berücksichtigt, weil man allgemein gültige Aussagen finden will. Außerdem hat so manche Untersuchung krasse methodische Fehler.

Viele Grüße, Helmut


 
Veröffentlicht : 18.02.2007 21:58
(@Matthias)
Beiträge: 89
Trusted Member
 

Vielen Dank Helmut, dann warten wir mal ab was Ohio in weiteren Studien hervorbringt.Alleine ,daß man eine Studie nach dem Gencode auflegt ist interessant.
Gruß
Matthias


 
Veröffentlicht : 19.02.2007 11:35
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