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Stoppt harte KL die Myopie??????

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(@tinuviel)
Beiträge: 8
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Hallo!

Ich hoffe, ich funk euch nicht dazwischen in dieser Diskussion - hab nur den ersten Post gelesen und möchte aus Erfahrung etwas beitragen
Als ich in etwa 10, 11 Jahre alt war, habe ich meine harten Kontaktlinsen bekommen, weil mein Augenarzt damals meinte, sie könnten meine Kurzsichtigkeit vielleicht stoppen (glaube das waren damals in etwa -6 links und -4 rechts oder so). Naja, die Linsen hab ich dann auch bekommen, seitdem lebe ich mit Linsen (bin jetzt 21) und bin bei -11 links und - 8,5 rechts angelangt. (Neuere Werte gibts erst wieder im Jänner).
Früher ist es pro Jahr teilweise um 2 Dioptrien schlechter geworden, seit einiger Zeit "nur" mehr um eine, teilweise nicht einmal das - ich hatte schon einmal Jahre, in denen ich stehen geblieben bin (so wie vorletztes Jahr).
Also ob harte Linsen die Myopie wirklich stoppen können... In meinem Fall kann ich das nicht behaupten, andererseits müsste man auch wissen, welche Werte ich mit Brille jetzt hätte...
Vielleicht ist es einfach "Glück" im Sinne von Vererbung. Meine Eltern haben übrigens beide eine Brille, mein Bruder auch. Aber keiner von ihnen hat mehr als 3 Dioptrien Kurzsichtigkeit.

Hoffentlich hilft der "Bericht" weiter!


 
Veröffentlicht : 21.11.2007 13:24
(@Eberhard-Luckas)
Beiträge: 0
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Hallo Verena,

wenn Du statt harte KL weiche getragen hättest in dieser ganzen Zeit, bin ich sicher, daß Deine Kurzsichtigkeit heute höher wäre. Aber auch das ist nur meine Meinung, die auf nahezu 30-jährige Anpasserzeit zurückgeht.


 
Veröffentlicht : 21.11.2007 13:45
(@tinuviel)
Beiträge: 8
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Hallo!

Da bin ich aber froh - gut zu wissen!


 
Veröffentlicht : 21.11.2007 20:23
 chp
(@chp)
Beiträge: 208
Estimable Member
 

Hallo zusammen,
ich möchte mich da auch einmal "einmischen" und meine Erfahrungen mitteilen.
Ich habe diesen Thread erst jetzt "entdeckt" (Bin ja noch recht neu hier und man hat nicht immer die Zeit, auf Anhieb alles genau und in Ruhe zu lesen).

Wir sind eine (beinahe) komplett myope Familie.
Beide Eltern, mein Bruder und ich. Meine Schwester gar nicht.
Das wirft die Frage nach der genetischen Disposition auf. (?)
Wenn es belegt wäre, dass Eltern eine Myopie weitervereben, wieso dann "nur" auf zwei von drei Kindern. Als nächstes ergibt sich die Frage, wieso steigt die Myopie bei den Kindern in wesentlich höhere Werte als die der Eltern (was bei uns der Fall ist).

Was die harten Linsen angeht, haben wir folgende Erfahrungen.
Ich konnte diese nie vertragen und bin auf weiche Linsen gegangen und meine Myopie stieg von Beginn mit fünf bis heute stetig.
Mein Bruder trägt auch heute noch harte KL und ist trotzdem auf sehr hohe Werte gekommen. Meine Eltern trugen beide nie Linsen und sind im Erwachsenenalter ab ca. Ende zwanzig stabil geblieben.

Vielleicht sind wir ja auch dieser "rühmliche" individuelle Ausnahmefall, den es ja nach den hiesigen Aussagen durchaus gibt. (Jans "isolierte Fälle").
Auch die Sache mit der Naharbeit ist so eine Sache für sich.
Während ich ein absoluter "Vielleser" bin und beruflich am PC arbeite und damit sehr viel Naharbeit "ausgesetzt" bin ist dies bei meinem Bruder nicht der Fall.
Dies würde bedeuten, dass in unserer Familie alle Theorien gleichzeitig zutreffen und widerlegt werden.
Ich würde hier mal behaupten, es gibt für alle Theorien eine große Menge an Stimmigkeiten und Widerlegungen.
Ich will diese Theorien damit natürlich auf keinen Fall in Frage stellen, man liest sie immer wieder genauso, wie hier geschildert, aber ich möchte hiermit unterstützten, dass die Ausnahmen auch durchaus vorkommen.
Natürlich freue ich mich für jeden "Leidensgenossen/in" bei dem/der es klappt.

LG ChP


 
Veröffentlicht : 07.12.2007 13:29
(@Jan22)
Beiträge: 0
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Hallo Chris,

das geht jetzt ein bißchen vom Thema weg, aber ist Dir schon mal der Gedanke gekommen, daß die Verschlechterung der Myopie bei Dir mit intensiver Computer-Arbeit zusammenhängen könnte?
Das könnte ja z.B. vielleicht erklären, warum bei Deinen Eltern die Progression relativ früh aufhörte.
Bei mir würde das irgendwo hinhauen. Ich war ja im Alter von 15-22 stabil, und seitdem geht die Progression munter voran. Das war ungefähr der Zeitpunkt, wo die intensivere Computerarbeit bei mir anfing.
Wenn man es halt nur wüßte, dann könnte ich ja ab sofort vom Computer fernbleiben lol Juhu
Komische Vorstellung...
LG
Jan Lächelt


 
Veröffentlicht : 07.12.2007 14:39
 chp
(@chp)
Beiträge: 208
Estimable Member
 

Hallo Jan,
du magst vielleicht Recht haben, dass die Computerarbeit eine Rolle spielt. Zumindest wird dies sehr häufig in jeder Menge Berichten und Artikeln auch so gesehen. Aber darauf wollte ich nicht hinaus.

Ichwollte mit meinen Aussagen die Frage nach der Theorie der Wirkung der harten KL vertiefen.
Ich denke es ist alles sehr relativ bei diesem Thema. Will heißen, es kann klappen, muss aber nicht, was ja die Beispiele in meiner Familie belegen und die wohl umfangreichen Erfahrungen vieler Myoper mit harten Linsen.
Leider kann ich nicht nachvollziehen, wie es bei mir gegangen wäre, hätte ich die harten Linsen vertragen und getragen. Bei meinem Bruder hatte es jedenfalls keinerlei Einfluss (oder vielleicht doch, und er wäre ohne die Linsen noch schlechter dran Juhu - man weiß es nicht).

Jedenfalls alles eine "unendliche Geschichte" weil die Quelle der Erfahrungen und Meinungen schier unerschöpflich ist und man munter hin und her diskutieren kann. Lächelt

LG Chris


 
Veröffentlicht : 07.12.2007 15:22
(@Jan22)
Beiträge: 0
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Hallo Chris,

zu dem Thema wär noch folgendes zu sagen Ich denke, es war von vornherein klar, daß die harten Linsen die Progression stoppen KÖNNEN, aber eben nicht notwendigerweise. Es ist offensichtlich eine Möglichkeit, mehr aber auch nicht. Die Dinge verlaufen einfach zu individuell.
Auf der anderen Seite erscheint es mir wichtig, daß die Progression offensichtlich nur gestoppt werden kann, wenn die harten Linsen permanent getragen werden. Das scheint ja z.B. bei Deinem Bruder nicht der Fall zu sein. Ich war stabil, als ich die Linsen permanent trug. Dann wurde mir geraten, wieder mehr Brille zu tragen, die Augen etwas von den Linsen zu entlasten. In etwa zu der Zeit fing die Progression wieder an. Also auch da könnte der Hase begraben sein, aber man weiß es halt nicht.
LG
Jan Lächelt


 
Veröffentlicht : 08.12.2007 17:09
(@Georg-Scheuerer)
Beiträge: 0
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Hallo,

leider (oder zum Glück?!) ist es so das die Myopie bei den meisten einfach genetisch auf andern Locis (Position "im" Chromosom) liegt.
Dadurch ergeben sich andere Gegebenheiten und andere Erbgänge. Da ist fast alles möglich. Daher kann man auch nicht sagen Myopie ist Autosomal dominant (eher "vertikale" Vererbungslinie) oder Autosmoal rezessive (eher horizontal sprich Geschwister dann Generationen überspringen etc) oder irgendwie anders.
Und der "Zufall" spielt da auch mit -> Stichwort zum googlen "Punnet square"
Daher kann es sein das Geschwister betroffen sind und man selbst nicht. Bei der Myopie lässt sich die Wahrscheinlichkeit aber leider mit diesem Punnet square nicht berechnen - da wie gesagt viele Locis in betracht kommen.

Daher auch der Verlauf und der Einfluss der "Umwelt" darauf durchaus unterschiedlich.

Ein toller Link wo man nachschauen kann wo gentisch was liegt (blöd formuliert) soweit bekannt natürlich (nicht nur Fehlsichtigkeiten)

http://www.ncbi.nlm.nih.gov/entrez/dispomim.cgi?id=609259

lange Rede kurzer Sinn ich bin deiner Meinung Jan!!

Grüße
Georg


 
Veröffentlicht : 08.12.2007 17:31
(@Ernst-H.-Rupp)
Beiträge: 132
Estimable Member
 

Eine andere Möglichkeit (und zu dieser Meinung tendiere ich) ist, dass das Auge eben einfach macht, was es will - und die KL einen rein mechanischen Einfluss hat (bei Ortho-K wird das ja ausgenutz), der nach Absetzen der KL (über einen längeren Zeitraum) verschwindet. Und dann ist alles so, wie es auch ohne KL gewesen wäre. Davon geht man zuminders bei Ortho-K Anpassungen auch aus, dass die Veränderungen eben nicht bleibend sind.
Aber wenn man es eben nicht genau weiss, dann spielt das persönliche Erleben eine grosse Rolle, aus der Sicht des Betroffenen oder des Anpassers - und das ist alles, nur nicht die objektive Wahrheit. Auch meine Meinung ist in diesem Sinne nur meine Meinung, sonst nichts.
Viele Grüsse
Ernst


 
Veröffentlicht : 14.12.2007 00:33
(@Eberhard-Luckas)
Beiträge: 0
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Hallo Ernst,

bei Ortho-K gibt es inzwischen chinesische Studien, die belegen, daß durch Orthokeratologie die Myopieentwicklung gestoppt wird. Dort wird bereits 3-4 jährigen Kindern Ortho-K Linsen angepasst, damit sie nicht so kurzsichtig werden, wiei dort jedes 2. Kind es schon ist.

Ich kann vielleicht in 2 Jahren etwas mehr dazu sagen. Ich habe gerade einem 9-jährigen Kind Ortho-K angepasst. Bei diesem Kind hat das letzte Vierteljahr eine Steigerung der Myopie von -0,75 gebracht! Zur Zeit liegt sie bei etwa -3,5 (vor der KL-Anpassung). Wenn ich in einem Jahr keine Wertänderung bei der KL durchführen muß, weiß ich, daß die Kurzsichtigkeit nicht höher gegangen ist.


 
Veröffentlicht : 18.12.2007 11:51
 Tao
(@Tao)
Beiträge: 0
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in der aussage sind 2 interessante aussagen
- die chinesen verwenden OK-linsen um es zu stoppen
- 50% haben myopie

die studie dazu wäre mal interessant.

gibt es da einen link ?

gruß


 
Veröffentlicht : 18.12.2007 13:13
(@Georg-Scheuerer)
Beiträge: 0
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Hi Tao und alle anderen natürlich,

ich hab's mal gelesen in einer Fachzeitschrift - da bin ich mir ziemlich sicher. Weiss leider nicht mehr in welcher. Der theoretische Hintergrund war erklärt duch die veränderte periphere Abbildung bei Ortho-K.....

Eine andere interessante Studie - sagt aus wenn der lag of acc. größer ist als die "üblichen" 0.5 bis 0.75 dpt -> Nimmt die Myopie schneller zu.

Es scheint doch so zu sein das gewisse "Regelkreis die die Scharfstellung betreffen" unter Umständen einen Einfluss auf die Baulänge haben. Den Hühnerversuch kennt wahrscheinlich scho jeder oder?

liebe Grüße
Georg


 
Veröffentlicht : 18.12.2007 14:04
(@Jan22)
Beiträge: 0
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Georg Scheuerer schrieb

sagt aus wenn der lag of acc. größer ist als die "üblichen" 0.5 bis 0.75 dpt -> Nimmt die Myopie schneller zu.
Georg

Hallo Georg,

Deine Ausführungen finde ich interessant. Kannst Du mir als Laien aber bitte das mit dem "lag of acc. größer" etwas genauer erklären.

Eine andere Frage wäre dann, ab welchem Alter man die Ortho-K Linsen benutzen kann. Eberhard erwähnt den jungen Kunden, der 9 ist. Ginge das auch schon früher? Ich nehme ja doch an, daß eines meiner Kinder meine Kurzsichtigkeit erben wird und da wäre es doch schön, wenn man früh was unternehmen könnte.
LG
Jan Lächelt


 
Veröffentlicht : 18.12.2007 18:39
(@Georg-Scheuerer)
Beiträge: 0
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Hi Jan,

gerne Lächelt
Wenn wir was Lesen so schauen die meisten von uns nicht genau auf die "Ebene" wo der Text ist - sondern etwas dahinter. Gerade so das wir es noch lesen können. Sprich wenn wir was in 40 cm anschauen so müssten wir ja 2,5 dpt akkommodiern - aber etwas wenger reicht auch aus zum lesen (so ca. 0.50dpt). Da wir bekanntlich oft nur das nötigste tun machern wird das auch hier so.

Man kann das Messen mit der MEM-Skiaskopie. Mache ich sehr häufig. Falls hier bei dieser Messung ein sehr großer Lag gemessen wird, dann scheint die Myopie häufig schneller anzusteigen (laut dieser Studie zumindest). Da die "unschärfe" beim Lesen evtl. durch einen Regelkreis das Längenwachstum beeinflussen kann.

Allgemein -> Kl kann man Anpassen wenn die Handhabung und Mitarbeit vom Kind bzw. der Eltern ausreichend ist. Das kann ganz unterschiedlich liegen. Selbst bei Säuglingen ist es manchmal nötig.
Bei Ortho-K bin ich mir nicht sicher - ich bin überhaupt kein Freund der Methode. Was nicht heisst das Sie toll sein kann Zwinkert
Mir wäre nicht bekannt das es physiologische Gründe gibt die gegen Ortho-K sprechen - bei Kindern (hier wieder Handhabung und Mitarbeit)
Man braucht nur einen guten und erfahrenen Anpasser. So einen wie Eberhard zum Beispiel!

liebe Grüße
Georg


 
Veröffentlicht : 18.12.2007 20:01
(@Eberhard-Luckas)
Beiträge: 0
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Auf einem Ortho-K Symposium in London vor etwa 13 Monaten gab es diese Informationen über die kurzsichtigen Chinesen. Eine Augenärztin einer Hongkonger Augenklinik hat darüber referiert.

Alle Augenoptiker hier können ja mal versuchen, bei MPG&E oder ProCornea diesen Text zu erhalten.


 
Veröffentlicht : 18.12.2007 21:14
(@Jan22)
Beiträge: 0
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Georg Scheuerer schrieb

Wenn wir was Lesen so schauen die meisten von uns nicht genau auf die "Ebene" wo der Text ist - sondern etwas dahinter. Gerade so das wir es noch lesen können. Sprich wenn wir was in 40 cm anschauen so müssten wir ja 2,5 dpt akkommodiern - aber etwas wenger reicht auch aus zum lesen (so ca. 0.50dpt). Da wir bekanntlich oft nur das nötigste tun machern wird das auch hier so.

Man kann das Messen mit der MEM-Skiaskopie. Mache ich sehr häufig. Falls hier bei dieser Messung ein sehr großer Lag gemessen wird, dann scheint die Myopie häufig schneller anzusteigen (laut dieser Studie zumindest). Da die "unschärfe" beim Lesen evtl. durch einen Regelkreis das Längenwachstum beeinflussen kann.

Vielen Dank, Georg, für die Erklärung, das leuchtet ein.
Steht im Zusammenhang mit dieser Art von Forschung auch die Theorie bzw. die Vermutung, daß schwächere Nahbrillen evtl. helfen können, die Progression der Myopie aufzuhalten? Ich experimentiere zum Teil damit rum, das Lesen ist in jedem Fall angenehmer, allerdings hatte ich gerade eben wieder eine Verschlechterung zu verzeichnen. Aber vielleicht muß man hier geduldig sein.

LG
Jan Lächelt


 
Veröffentlicht : 19.12.2007 16:54
 chp
(@chp)
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Hallo Jan, hallo Georg,

auch auf die Gefahr hin mich hier als "dumm" oder "schwer von Begriff" zu outen, muss ich sagen, das verstehe ich alles nicht, würde ich aber gern.

Das Lesen in einem Abstand von 40cm, also da habe ich so meine Probleme.
Ich persönlich empfinde zumindest bei sehr kleiner Schrift, diesen Abstand als "zu weit weg" und gehe instinktiv näher ran (auch gerade mit Brille). Aber das mag ja vielleicht an meinem Grad der Kurzsichtigkeit liegen, ich komme jedenfalls mit ca. 30 cm sehr gut klar.
Ohne Brille hat das Lesen erst Recht keinen Sinn, jedenfalls nicht, wenn ich nicht gleich auch "mit der Nase lesen will".
Wie also kann da jetzt eine "leichte Nahbrille" dafür sorgen, dass die Myopie nicht weiter oder langsamer oder geringer fortschreitet?
Was oder wie experimentierst du da, Jan? Eine Lesebrille mit sagen wir mal ca. 1dpt über die Kontaktlinsen? Sowas habe ich nie "probiert", auf die Idee bin ich gar nicht gekommen. Heißt das jetzt ich sollte mir eine "Gleitsichtbrille" zulegen.
Ich gehöre ja auch zu der Sorte der "Vielleser und Bildschirmarbeiter" und man macht sich schon Gedanken, ob das nicht mehr "Schaden anrichtet".

Könnt ihr das alles noch ein wenig deutlicher erklären? Oder einen Tip geben, wo man sich noch weiter "aufschlauen" kann, wo z.B. kann man solche Studien nachlesen?

Danke
LG Chris


 
Veröffentlicht : 20.12.2007 13:06
(@Georg-Scheuerer)
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Hallo Chris und Jan,

eure Fragen sind sehr berechtigt und gut!
ich hoffe das ich es heute noch schaffe etwas zu schreiben...

Grüße
Georg


 
Veröffentlicht : 20.12.2007 14:57
(@Jan22)
Beiträge: 0
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Georg Scheuerer schrieb

Hallo Chris und Jan,

eure Fragen sind sehr berechtigt und gut!
ich hoffe das ich es heute noch schaffe etwas zu schreiben...

Grüße
Georg

Hallo Georg,

vielen Dank dafür Lächelt
Laß Dir aber ruhig Zeit, wir können das auch noch in ein paar Tagen lesen.
Wir wissen ja alle, daß man zu dieser Zeit gern unter Zeitdruck steht. Geht uns ja allen so.
LG
Jan Lächelt


 
Veröffentlicht : 20.12.2007 15:02
(@Georg-Scheuerer)
Beiträge: 0
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Hallo Zusammen,

hier mein Weihnachtsbeitrag Lächelt

Wenn wir uns diese Lag of Akk. anschauen - ist das nur ein Teilaspekt. Ein kleines Puzzlestück für das ganze "Myopiepuzzle". Das aber noch gar nicht fertig ist - evtl. auch nie fertig wird.
Man muss sich zu diesem Lag of acc. auch die Vergenz anschauen (wo treffen sich die Fixierlienien -> normal wäre demenstprechend "hinter dem Text"..).

CHP -> eine Akk. Insuffzienz(schlechte Akk.) liegt bei dir ziemlich sicher nicht vor!
Wenn man mit dem Text näher rangeht ist dieser größer - falls die Akk. mitspielt dadurch auch besser zu lesen. Ich denke das ist die "Lösung" deiner Frage. Das bringt keinen Nachteil mit sich - welchen Einfluss es auf die größe des Lag das hat (Veränderung von Entfernung) ist mit nicht bekannt. Man könnte meinen dieser wird eher größer (kommt aber wieder auf den Fall an)! Ob das wieder einen nagtiver Einfluss auf die Myopieprogression hat ist spekulativ.
Zudem war die von mir genannten Arbeiten (Gwiazga et al., Nakatsuka et al.) so das Myope Kinder im Vergleich zu nicht Myopen diesen größeren Lag of acc. zeigten. Es könnte aber auch eine folge der Myopie sein und nicht anders herum (glaube ich persönlich aber nicht?)

Jan u. CHP -> diese Unterkorr. brachte bei Studien keinen Nennenwerten stop der Myopie bei allen mir bekannten Studien. Eine jüngste in Malaysia brachte sogar eher das Gegenteil!!!!
Aber es ist nicht gesagt das dies nicht mal funktionieren kann!
Das folgende ist aber meine persönliche Meinung -> bei einem echten Konvergenzexcess (hoher AC/A, hoher MEM (=hoher LAG), Nähe Esophorie > Ferne Esophorie, Fusionsreserven dementsprechen F+N, normale monokulare Akk., schlechte PRA .... etc) und bei einer "echten" Akk. Insuffzienz ->
Halte ich es für evtl. sinnvoll mit einer entsprechen Addition zu arbeiten - das könnte dann sich auch "postitiv auf die Myopieprogrerssion auswirken".
Ob speziell eine Studie dazu gibt ist mir nicht bekannt - denn leider ist nur einer von sehr vielen geeignet (von den optometrischen Messwerten). Bei anderen optometrischen Status kann eine Unterkorr. natürlich eher eine Verschlechterung von Beschwerden bewirken.

Auch bei Bindegewebschwächen (z.B. Marfan, EDS) kann eine Unterkoor. oder Addi bei Myopie gut sein. Hier liegt der Ansatz eher bei den Zonularfasern wo die Augenlinse aufgehängt ist.

Es sind noch viele Fragen offen - ich bin gespannt was die Zukunft bringt - wir bedienen uns in der Optometrie wie auch in anderen Bereichen Modelle die natürlich an ihre Grenzen stossen.
Um weitere Ausführungen, Erfahrungen oder Fragen freue ich mich wie immer.

Ich wünsche allen nochmal ein schönes Weihnachten Lächelt

Grüße
Georg


 
Veröffentlicht : 24.12.2007 17:26
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