Ich war also gestern abend beim hiesigen Optiker, und leider ist nun das Problem mit meiner Brille nach wie vor nicht gelöst.
Es war so ein bisschen die Begegnung der anderen Art und ich musste dabei an Milligan denken. Obwohl ich einen Termin hatte, musste ich ewig warten, große Hektik, zweimal kamen Optiker, ich fing an, meine Geschichte zu erzählen, dann verschwanden sie wieder. Endlich kam dann ein etwas mehr Zuständiger, er ließ die Brille vermessen, relativ schneller Sehtest, und dann sein Urteil Brille in Ordnung, allerdings etwas zu schwach, beidseitig jeweils eine Dioptrie mehr wäre besser. Nun kann ich eigentlich schon beurteilen, ob eine Brille einfach etwas zu schwach ist (eine solche habe ich ja auch noch zuhause) oder ob einfach sonst was mit ihr nicht stimmt. Hinweise auf falschen Zylinder oder nicht einwandfreie Zentrierung ließ er nicht zu. Hierzu sein Kommentar Die Brille ist in Ordnung, ich muss mich dran gewöhnen, wenn das bei meinen Augen nicht geht, dann ist das eben ein Problem meiner Augen.
Dieser Herr ist ganz sicher nicht der Optiker meines Vertrauens! 
Ich dachte immer, es wäre die Aufgabe der Optiker, die richtige Brille für die Augen ihrer Kunden zu finden, und nicht, ihnen eine Brille zu geben, an die sich dann die Augen gewöhnen müssen. Ich habe dann natürlich darauf verzichtet, mir in diesem Laden eine neue Brille machen zu lassen.
Allerdings bin ich natürlich jetzt wieder genauso ratlos und verwirrt wie zuvor!
Hat es einen Sinn, mir jetzt eine Brille machen zu lassen, die halt etwas stärker ist, und einfach zu hoffen, dass sie dann besser zu vertragen ist? Oder gehe ich hier das Risiko ein, dass ich dann halt einfach nur eine etwas stärkere Brille mit den gleichen Problemen habe?
MIr schwirrt der Kopf!
Allerdings habe ich die Hoffnung noch nicht aufgegeben und will noch zu einem dritten Optiker gehen. Mir wurde einer von einem Kollegen wärmstens empfohlen. Leider arbeitet er bei der hiesigen Billigkette, dem britischen Fielmann sozusagen, aber was soll's. Ich war heute vormittag da und habe einen Termin nächste Woche. Ich habe mit dem Herrn auch schon gesprochen, ihm mein Problem dargelegt und er hat wenigstens zugehört. Er macht einen kompetenten Eindruck und ist mir sympathisch. Vielleicht findet er ja die Lösung des Problems.
Was ich allerdings mache, wenn er mir wieder das selbe erzählt, weiß ich auch nicht.
Gruß
Jan
Hallo Jan
Da drücke ich dir die Daumen, dass der nächste Optiker die Lösung deines Problems findet.
Einfach eine Dioptrie mehr drauf, kann es ja nun nicht sein. Das müsstest du doch selbst merken, wenn du mit dieser jetzigen Brille einfach nur zu wenig siehst.
lg
Nicole
Hallo Jan!
Gute Entscheidung, auch noch zu einem anderen Optiker zu gehen. Vielleicht ist auch der Gang zu einem Augenarzt nicht die falscheste Lösung, die sehen manchmal Dinge, die andere gern übersehen.
Eine Dioptrie Verschlechterung hättest du schon längst gemerkt, das kann nicht das Problem sein.
Lieber Gruß, Agnes
Hallo Nicole, Agnes,
ich denke auch, noch ein Optiker muss jetzt schon sein, zumal mir dieser empfohlen wurde. Ob ich dann noch den Nerv für einen weiteren habe, weiß ich aber nicht. Vielleicht warte ich dann doch, bis ich wieder mal in Berlin bin.
Wegen der einen Dioptrie, ich weiß nicht. Mich verwirrt die Brille inzwischen zunehmend, so dass ich tatsächlich nicht mehr klar sehe. Am linken Auge könnte es stimmen, aber es ist einfach noch etwas anderes, man merkt das ja.
Augenarzt ist hier schwierig. Sie haben absolut nichts mit Refraktion zu tun. Man bekommt keinen Termin, wenn es um die Brille geht. Insgesamt ist das Ärztewesen hier in England sehr gewöhnungsbedürftig und nichts für Leute, die deutschen Standard gewohnt sind. Ich habe die Kontrolluntersuchungen auch immer in Deutschland gemacht. Hier zum Arzt, nur im alleräußersten Notfall :
:
Gruß
Jan
Ja, was soll ich sagen, es sieht doch so aus, als hätte meine quest nun ein Ende gefunden. 
Ich war also heute bei Optiker Nr. 3, und was sagt er also nach relativ kurzer Inspektion der Brille und Test An dieser Brille wäre so ungefähr gar nichts zu finden, was wirklich in Ordnung wäre! Was mich dann merkwürdigerweise tatsächlich gefreut hat. Eigentlich ist der Umstand ja doch eher ärgerlich, sie ist gerade mal zwei Jahre alt, oder sogar noch etwas weniger. Aber endlich hat sich das bestätigt, was ich eben in den letzten Monaten gespürt habe und was mich echt genervt hat und das bessere und vor allem entspannte Sehen ja behindert hat.
Zum Konkreten nun, was er gesagt hat, soweit ich es verstanden habe
-Zentrierung nicht ordentlich, er meinte, die Abweichungen wären nicht sonderlich gravierend, aber aufgrund der hohen Stärke für mich doch sehr bemerkbar (dieser Punkt wurde hier ja auch schon vermutet).
-Zylinder am rechten Auge erhöht
-leider kam dann aber doch auch noch etwas Stärke dazu, 1 dptr am linken Auge, am rechten nur eine halbe, immerhin.
Der Optiker war sehr sympathisch, geduldig, hat sich wirklich sehr viel Zeit genommen. Ich war auch eine ganze Weile mit Probierbrille, und es war ein insgesamt gutes und entspanntes Sehen. Großer Gegensatz dann zu meiner Brille! Also ich denke, der Mann irrt nicht.
Warum ich nun aber die Probleme mit der Brille erst nach ungefähr einem Jahr hatte und warum die beiden anderen Optiker nichts gemerkt haben, konnte er mir auch nicht sagen.
Die erste Hürde ist nun also genommen, Gestell ist auch schon ausgesucht. Fehlen die Gläser. Die beeindruckenden Computer-Ausrechen-Programme, die es offensichtlich in Köln und anderswo in Deutschland gibt, haben sie hier nicht (Kleinstadt!). Aber nach einigem Drängen und Anruf in der Zentrale wurde mir also nun zugesagt, sich nach Randdicke und Schwere der einzelnen Möglichkeiten zu erkundigen. So wie ich das sehe, käme nun Kunststoff 1.67 und 1.74 in Frage, oder Glas 1.8 oder 1.9. Ich selbst tendiere eher zu Kunststoff 1.74, wegen der Schwere. Der Optiker und derjenige, der für die technische Ausführung in dem Laden zuständig ist, haben mir beide zu dem höheren Glas-Index geraten, Markenglas. Da wären die Verzeichnungen weitgehend behoben. Zu der Schwere meinten sie, diese würde mich weniger betreffen, da ich die Brille ja nur stundenweise am Tag trage. Sie meinten, man merkt die Schwere erst nach einigen Stunden. Ist natürlich schon ein Argument. Ich bin da immer noch unsicher, warte jetzt aber ab, was die Angaben zu Dicke und Schwere ergeben.
Es ist mir schon klar, dass diese Entscheidung eine ganz individuelle ist, die mir niemand abnehmen kann. Sollte jemand hier dazu aber noch etwas einfallen, was mir die Entscheidung erleichtert, ich bin für jeden Hinweis dankbar.
Gruß
Jan