Hallo Dirk,
es scheint ja so zu sein, dass die Gläser schon einen Unterschied aufweisen. Mein Tip: gehe mit beiden Brillen zu einem anderen Augenoptiker und lasse dort mal alles vergleichen. Ich will Deinem Optiker nicht unterstellen, dass er bewußt etwas falsch gemacht hat, aber nur so kann man definitiv Fehler ausschließen.
Gruß
Eberhard
Ist denn eine andere Neigung/Glasdurchbiegung bei neuen Brillen nicht normal? Kommt ja doch auch stark auf das Gestell an. Oder muss der Optiker das dann alles anpassen?
Habe aktuell auch Probleme mit einem neuen Gestell bzw. neuer daraus resultierender Glasneigung/Stellung/Biegung usw.
Hallo zusammen,
ich habe genau das gleiche Problem wie der Titelersteller.
Bei mir ist es sogar noch eindeutiger...
Ich habe im Sommer ein neues Brillengestell mit Gläsern bekommen und war von Anfang an super zufrieden.
Leider habe ich mir die Gläser zerkratzt und musste somit wieder beim Optiker vorstellig werden. Die Gläser wurden dann nochmal bestellt und in die Fassung eingebarbeitet. Trotz der gleichen Gläser, habe ich nun die selben Symptome wie der Titelersteller. Die alten und neuen Gläser wurden bereits mehrfach von verschiedenen Optikern geprüft, ohne das ein Untwerschied festegestellt werden konnte. Dennoch komme ich mit dem neuen rechten Glas überhaupt nicht zurecht.
Auch mein Augapfel schmerz und ich habe das Gefühl, dass das Sehen total anstrengend ist.
Meine laienhafte Vermutung ist, das wenn der Optiker die Gläser nochmal bestellt, ich wieder einen anderen Seheindruck habe!
Ob der dann besser oder schlechter ist, wird sich zeigen. Aber jedes Glas scheint dann doch irgendwie anders zu sein, auch wenn Stärke, Zentreierung usw. auf den ersten Blick identisch sind.
Gruß
André
Hallo zusammen, da ich aktuell unter der identischen Problematik leide wollte ich mal nachfragen, ob es denn ein glückliches Ende der Story gab?
Grüße Sebastian
Hallo an Alle,
bei mir die gleiche Situation. Hatte 2 Brillen von einer grossen deutschen Kette, identische Werte, einmal randlos, einmal mit Rand. Hat jahrelang wunderbar funktioniert, Sehempfinden bei beiden Brillen exakt identisch.
Die Gläser der Brille mit Rand waren irgendwann so zerkratzt, dass ich sie bei einem (vermeintlich preiswerten) Online-Handel austauschen ließ.
Jetzt kam die Brille und ich bin total irritiert. Das Sehempfinden ist stark unterschiedlich, zwar nicht so gravierend wie hier im Beitrag beschrieben, aber durchaus intensiv. Es handelt sich um Einstärkengläser und insbesondere auf in der Ferne sehe ich mit der einen Brille scharf, mit der anderen verschwommen.
War heute bei einer Optiker-Kette, die Glaswerte der Brillen wurden gemessen und sind absolut identisch.
Neue Features bei der neuen Brille ist der Index 1,74 vs 1,67 und ein Blaulichtfilter.
Machen diese Werte einen so gravierenden Unterschied?
Gruß,
Chris
Hallo!
Auch ich kann ein Lied von solchen Problemen singen. Und ich habe die Vermutung, dass es auch am Material liegen könnte.
Ich hatte mir bei Fielma** eine neue Zweitbrille anfertigen lassen mit dem günstigsten Kunststoffmaterial "CR 39". Obwohl wir ausgiebigst getestet hatten, konnte ich mich mit der neuen Brille nicht anfreunden. Sobald ich sie aufsetzte, bekam ich ein brennendes Gefühl in den Augen und ein Spannungsgefühl der Augenmuskeln. Auch der Versuch, sich eine Woche an die Brille zu gewöhnen, schlug fehl.
Wir machten daraufhin eine erneute Messung (gleiche Werte kamen raus) und nahmen ein anderes Gestell - trotzdem wieder exakt dasselbe Problem (unangenehm anstrengender Seheindruck).
Die totale Verwunderung kam dann, als ich mich für einen dritten Versuch dazu entschied, die Brille mit Gläsern ohne optische Korrekturen (Blankogläser) machen zu lassen. Denn zwischenzeitlich hatte ich mich einem "Irlen"-Screeningtest unterzogen und wollte es mit getönten Gläsern versuchen. Schließlich war es trotz mehrfacher Versuche nicht gelungen, einen entspannten Seheindruck hinzubekommen; also wollte ich testweise die optischen Korrekturen weglassen und nur auf die "Irlen"-Tönung setzen.
Ich suchte mir ein drittes Gestell aus und lief mit der Brille im Laden herum. Ich sah zwar minimal ungenau, aber mit den Blankogläsern in dem Testmodell hatte ich das Brennen in den Augen nicht gespürt!
Ich entschied mich für das Brillengestell und fragte, ob wir nicht einfach diese Demo-Blankogläser einfärben lassen könnten. Der Optiker verneinte dies. Die Überraschung kam dann, als ich die Brille mit den extra neu angefertigten Blankogläsern erhielt: beim Aufsetzen war sofort wieder dieses Spannungsgefühl da, welches ich mit den Demo-Blankogläsern definitiv nicht hatte!
Das würde für mich bedeuten, dass die Brillengestelle zum Ausprobieren Blankolinsen enthalten, die aus anderem Material (anderer Kunststoff-Typ?) bestehen, als die tatsächlich zur Nutzung vorgesehenen Gläser.
Ein weiteres Indiz, dass das Material eine Rolle spielen könnte, ist, dass meine alte "Hauptbrille" mit speziell gehärteten Gläsern und einer höheren Kunststoffqualität diese Anstrengungsbeschwerden/Augenbrennen auch nicht verursacht.
Also, um es kurz zu machen: kann es sein, dass ich so empfindlich auf verschiendene Kunststoff-Typen reagiere und die einfachste, übliche Kunststoffart nicht vertrage? Warum hatte ich dann ausgerechnet mit den Demo-Blankogläser keine Probleme, denn das ist ja vermutlich eine noch niedrigere Kunststoffqualität?
Über eine Erklärung dieses Phänomens wäre ich wirklich dankbar!
Grüße, Christian.
P.S. zur Vollständigkeit: ich habe nur minimale Korrekturwerte von +0,5/+0,75 sphärisch sowie +0,75/+1 Astigmatismus, deswegen auch die Idee mit den irlen-getönten Blankogläsern.
Würde mich ebenfalls sehr interessieren, da ich sehr ähnliche Probleme habe.
... Ich bin fast erleichtert, dass ich nicht die einzige Person mit solchen Probleme bin - auch, wenn ich diese Kopf- und Augenschmerzen wirklich niemandem wünsche...
Falls es bei jemandem mittlerweile eine Lösung gibt, die sie/er mit mir teilen möchte, wäre ich wahnsinnig dankbar!
Hallo, ich habe mir nochmal alle Beiträge durchgelesen.
Bei den meisten Beiträgen fehlen die Glaswerte der Brillenlinsen. Das macht jeden Fachmann hilflos, da die Parameter oft schon Lösungsansätze aufzeigen.
Was können weitere Unterschiede darstellen? Ich liste sie mal grob auf:
- Die "Grunddurchbiegung"
eines Brillenglases ändert sich von Hersteller zu Hersteller, vom Brillen(-Linsendesign, Glasindez und vom benötigten Rohglasdurchmesser. Diese Werte haben alle Einfluss auf die "Eigenvergrößerung der Brillen(-Linse)". Und das merkt unser Auswertungssinn (Gehirn).
- Neben den reinen Glaswerten und der Zentrierung (ein eigenes Thema!)
spielen auch andere Faktoren in der Brillenanpassung mit in die Verträglichkeit hinein. Da ist der HSA (Hornhautscheitelabstand = Abstand Augenhornhautvorderfläche zur Rückfläche Brillenlinse). Bei Sammellinsen (Pluswerten) ist sogar die Vorderfläche massgeblich. So kann zum Beispiel eine größere Brillenfassung einen größeren Augenabstand und eine dickere Linse beinhalten, was beides zu einer anderen "Eigenvergrößerung" in der Abbildung führt.
Jede Brille sollte eine gewisse "Vorneigung" haben, sie sollte um ca. 6-9° zur Wange hin gekippt sein. Zudem ist es günstiger, wenn die Brille mit der Stirn eine gewisse "Durchmuschelung" hat. Ganz gerade Brillenmittelteile oder gar welche mit negativer Verkippung oder Durchmuschelung sind ganz sicher unverträglicher in der optischen Wahrnehmung. Manchmal ist eine an den Schläfen zu eng angepasste Brille im Sitz auf der Nase, statt gemuschelt - X-förmig, weil der Nasensteg jetzt die Spannung auf- und wegnimmt, was optisch allerdings verheerend ist.
Bei kleineren runden, ovalen oder panto-Formen hat man allermeist die optisch besten Grundvoraussetzungen beim Blick durch alle Brillen(-Linsen). Bei Gleitsicht eignet sich die Pantoform am Besten.
Ein ganz weites Gebiet stellt sich dann noch durch die Brillen(-Linsenoptik) selbst. Diese ist keineswegs langzeitstabil. Wir werden alle älter! Die Physiologie adaptiert sich im Laufe des Lebens allermeist zu kleineren Flexibilitätsrastern. Deshalb ist es wertvoll, seinem augenoptischen Berater vertrauen zu können, ein Wechsel bringt evtl. manche Unwägbarkeiten (Glaslieferantenänderung s.o., etc.). Kettenbetriebe bestellen oft beim gerade günstigsten Preis-Lieferanten, oft ohne Angabe des echten Herstellers. Das macht dies Thema so prägnant und führt oft zu kaum einer echten Klärung in der Sache selbst.
Hier im Forum haben wir die Rubrik "Binokularsehen". Sehr häufig haben "versteckte, kleinere und größere (angeborene) Fixationsprobleme" hier auch ihren teils gewichtigen Anteil an der gesammten Problemlage. Jeder ist da letztlich seines eigenen Glückes Schmied. Alles Gute, allseits!
Bitte macht Euer eigenes Thema mit möglichst vielen Angaben auf, wenn Euch hier der Schuh drückt. Am Besten mit einem Front- und Seitenbild mit aufgesetzten Brillen. Das wäre oft sehr lehrreich. Manchmal seht Ihr da schon, wo der Hase im Pfeffer liegt.