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Visual-Training versus MKH

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(@Kerstin-Harms)
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[#3305]

So, hier also der neue Thread.

Als erstes kopiere ich Helmuts Beitrag

Hallo,

nachdem ich die Diskussion schon eine Weile verfolge, möchte ich mich mal neutral äußern, denn Winkelfehlsichtigkeit liegt bei mir nicht vor.

Nach meinem Verständnis wirken für die Stellung der Augen mehrere Faktoren zusammen
Augenmuskeln Kraft, Länge und Ansatzpunkt am Augapfel.
Nerven Ansteuerung der einzelnen Muskel.
Koordination Zusammenspiel der einzelnen Nerven und Muskeln.
Hinzu kommen Einflüsse durch Bewegungen, andere Sinnesorgane etc.

Stark vereinfacht lässt sich nun sagen Damit die Augenmuskeln richtig arbeiten, muss die “Steuerzentrale” im Gehirn exakte Informationen über die momentane Länge der einzelnen Muskeln bekommen, diese mit dem gesehenen Bild verrechnen und dann geeignete Korrekturen vornehmen.
In diesem komplexen System gibt es nun jede Menge Störungsmöglichkeiten und es ist für mich nur logisch, dass manches durch gezielte Schulung, also Training, und manches andere nur durch geeignete Hilfsmittel behoben werden kann.

Deshalb wäre es meines Erachtens dringend notwendig, sich von dem starren Entweder-Oder zu lösen. Es müsste doch möglich sein, beides zu kombinieren. Wie wäre es denn, wenn sich die Anhänger des VT in MKH fortbilden ließen und umgekehrt und dabei akzeptieren, dass die jeweils andere Methode unter bestimmten Voraussetzungen auch ihre Berechtigung hat. Das hätte den großen Vorteil, dass sie bei der Arbeit mit einem Kunden oder Patienten erkennen könnten, dass in dem speziellen Fall gerade die andere Methode angebracht wäre oder vielleicht auch eine Kombination aus beiden ...
Allerdings setzt das im Einzelfall die Bereitschaft voraus, auf eigene Einnahmen zu verzichten und den Kunden an den anderen Spezialisten zu verweisen, es sei denn, man ist sowohl in VT als auch MKH kompetent.

Komplexe Probleme brauchen offene Betrachtung und individuelle Lösungen!

Viele Grüße,

Helmut


 
Veröffentlicht : 05.03.2007 14:54
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(@Kerstin-Harms)
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so, und als nächstes kopiere ich Doccys BeitragFür Aal Steenberg, Nicole1 und andere, Kerstin bekommt eine Extrawurst

eigentlich wollte ich mich nicht mehr in diesem Forum melden, habe es dennoch verfolgt. Und diese Diskussion, an der sich auch „Fachleute“ beteiligen, ist für den Hilfesuchenden Alois überhaupt nicht hilfreich. Das aber sehe ich als den ausschließlichen Zweck dieses Forums an. Ich bitte alle Beteiligten um Nachsicht, wenn meine Sprache nicht bei allen gut ankommt. Es geht mir ausschließlich Inhaltliches. Wenn ich folglich das Eine oder Andere kritisiere, ist das nicht die Person, die angegriffen wird, sondern deren Aussage. Die Person interessiert mich nicht. Und noch was wichtiges Keinesfalls will ich missionieren. Vielmehr mache ich mir die Aussage des Alten Fritz zueigen, der gesagt hat Ein jeder solle nach seiner Facon selig werden. Soviel als Einleitung. Nun aber zu meinem Beitrag, der etwas länger ist, nicht ganz emotionsfrei und nicht auf die Reihenfolge der Beiträge Rücksicht nimmt

Nicole hat mit einem Link auf eine scheinbar wissenschaftliche Arbeit der Fachhochschule Jena verwiesen. Sie macht sich damit diese Äußerungen zueigen und zitiert aus einem Absatz der Einleitung. Hier ist er vollständig

„Wenn aber Sehen nicht nur bedeutet wie eine Kamera scharfe Bilder zu liefern, so ist auch nahe liegend, dass eine Fehlsichtigkeit nicht die einzige mögliche Funktionsstörung innerhalb dieses Prozesses ist. Alle anderen Sehfunktionen, wie Akkommodation, Augenbewegungen etc. müssen ebenfalls perfekt funktionieren. Um dies zu garantieren, ist nicht die Kraft der dafür verantwortlichen Muskeln entscheidend. Denn die meisten Augenmuskeln sind so angelegt, dass sie ca. 200mal stärker sind als nötig. Sie sind dermaßen überdimensioniert, um viel feinere Bewegungen ausführen zu können als ein Muskel, der an seiner Belastungsgrenze arbeitet. Entscheidend für die Ausführung derart kleiner, feiner Bewegungen ist die neuronale Steuerung der Muskeln. Bei visuellen Defiziten handelt es sich daher meist nicht um ein muskuläres Problem, sondern um ein neuronales.“

So so. Akkommodation und Augenbewegungen sind „Sehfunktionen“. Wenn ich so einen Unsinn schon in der Einleitung lese, dann brauche ich nicht mehr weiterlesen. Der Verfasser dieser Zeilen weiß nicht, wovon er spricht. Und das bietet mir eine elegante Überleitung zum nächsten Thema, zur Terminologie, zur Sprache.

Die „Sehfunktion“ ist der Sammelbegriff des komplexen Vorganges „Sehen“. Dazu gehört u.a. das Farbsehvermögen, Kontrastempfindlichkeit, spektrale Hellempfindlichkeit und als anspruchvollste Funktion das räumliche Sehen. Akkommodation und Augenbewegungen sind motorische Funktionen. Wer diese mit Sehfunktionen gleichsetzt, weiß nicht, wovon er spricht. Der sollte sich erst einmal richtig ausbilden lassen, bevor er hier weiter diskutiert.

Dann das Wort „Visualtraining“ (Vt), also Sehübungen. Kann man Sehen trainieren? Wie geht das? Nach meinem Verständnis sind Sinnesempfindungen, also auch das Sehen, angeborene Fähigkeiten. Jeder kann sehen oder Hören. Wer nicht sehen und/oder hören kann, ist blind und taub.

Ein wenig Historie Das es mit den Augen Probleme geben kann, ist naturbedingt. Aus dieser Überlegung heraus war es durchaus lobenswert, daß in den 20er Jahren nicht nur in Amerika mit Hilfe des Optometric Extension Program (OEP) 21 Punkte abzuarbeiten waren, um Probleme beim Sehen in den Griff zu bekommen.

Dieses Programm gelangte auch nach England. Dort soll es zwei Fälle gegeben haben (konjunktiv!), bei denen dieses Programm geholfen haben soll (wieder konjunktiv!). Das hat vermeintlichen Fachleuten viel Mut gemacht. Duschner hat dieses Programm nach Deutschland gebracht. Sein Sohn, der kürzlich verstorbene Rolf Dieter Duschner, hat mit großem Engagement dieses Programm vertreten und auch weiterentwickelt, bis es schließlich auch ohne Seine Mithilfe zum Vt mutierte. Duschner konnte mir in persönlichen Gesprächen nicht wirklich vermitteln, was er denn beim Vt wirklich bewirkt. Die Beschreibung der einzelnen Übungen und Arbeitsschritte interessierten mich zunächst nicht. Ich möchte den Erfolg sehen, und dann aber will ich unbedingt die Wegbeschreibung. Hans-Joachim Haase hat zu diesem Programm gesagt „Das ist Pudding für die Augen!“

Zurück zum Sehen Die Natur strebt immer an, Funktionen mit dem geringsten Energieverbrauch den größtmöglichen Erfolg zu erzielen. Ein Grundsatz, der unbestreitbar ist. Wenn aber wegen kleiner Baufehler Mehrarbeit nötig ist, gleichgültig, ob motorisch oder sensorisch, erhöht sich der Energieverbrauch, der auch immer mit Anstrengung verbunden ist. Und genau diese Anstrengung kann Befindlichkeiten auslösen, die krankhaften Ursprungs zu sein scheinen. Wie bekommt man diesen vermehrten Energieverbrauch durch Vt wegtrainiert? Also wieder mit erneutem Energieverbrauch?

Findet Sehen unter den anstrengungsärmsten Bedingung statt, herrscht bizentrale Bildlage und Augenmuskelgleichgewicht. Das ist der Idealzustand, mit dem die wenigsten Menschen behaftet sind. Ist aber die Bildlage im Augenpaar nicht bizentral (disparat), wird reflektorisch dieser Zustand unter zwangsläufig vermehrtem Energieverbrauch angestrebt, mehr oder weniger erfolgreich.
Wie also wird durch Vt Bildlage bizentral bewirkt? Bevor diese Frage nicht plausibel beantwortet wird, ist es für Fragesteller nicht besonders förderlich, wenn sich die Vt-Fachleute an diesem Forum nicht weiter beteiligen.

Im übrigen wird nach m.E. viel zu früh und zu häufig über Operationen geredet. Statistisch ist nachgewiesen, daß nur bei ca. 1-2% aller Fälle eine OP sinnvoll ist, notwendig ist sie nie.

Es ist hilfreich, die korrigierende prismatische Wirkung in nur jeweils einem Wert für horizontal und vertikal anzugeben. Die Nachfragerei, ob der genannte Wert der gesamte ist oder nur für ein Auge gilt, ist Zeitverschwendung.

Nun zur Extrawurst für Kerstin Es ist erstaunlich und freut mich sehr, mit welcher Sachkunde Du Dich hier offenbarst. Die Vt-Diskutanten haben gegen Dich verloren, sie sollten besser schweigen. Wo hast Du dieses Fachwissen her? Es müssen bittere Erfahrungen sein, die Dich auf diesen Weg gebracht haben. So ohne Not beschäftigt man sich damit nicht. Ich verneige mich vor dieser Leistung.

Empfehlung Für Vt ein extra Forum einrichten.

Zusammenfassung Schuster, bleib´ bei Deinem Leisten. Wer beides, also MKH und Vt betreibt, kann weder das Eine noch das Andere konsequent betreiben. Das ist so wie bei einem einzigen Waschmittel, welches sowohl für Wolle und für stark verschmutzte Grubenhandtücher verwendet wird. Es reinigt zwar die Wäsche, aber nur die eine Sorte wirklich. Die andere Sorte Wäsche nimmt Schaden.

So, nun prügelt man schön auf mir herum. ich habe ein breites Kreuz. Kritik ist eine notwendige Form der Kommunikation. Ich brauche Kritik, vor allem konstruktive. Wie anders soll ich besser werden?

doccy


 
Veröffentlicht : 05.03.2007 14:55
(@Kerstin-Harms)
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Hallo Michael,

Deine Vermutung und eventuell auch Erfahrung, dass VT auch sektiererhaft unterwandert wird, kann ich (leider) nur bestätigen. Umso vorsichtiger bin ich auch damit. Es ist schade, wenn eine vielleicht gute Sache von der Idee her dermaßen missbraucht wird. Der Hilfesuchende ist zunächst ahnungslos.

Gerne fortführen möchte ich vor allem die Diskussion über Ursache und Symptom. Und meine Logik geht nunmal auch dahin, dass, wenn die Hardware nicht funktioniert, eine Installation jeglicher Software scheitert. Es muss erst das Muskelungleichgewicht korrigiert werden (das geht nur über MKH bzw. vernünftige Brillenglaskorrektion), und dann kann man erwägen, ob für einen Restfehler noch ein VT in Frage kommen könnte. Selbst Dr. Uwe Wulff erwähnt dies auf seiner Homepage.

@Helmut Beide Maßnahmen nebeneinander auszuführen, schließt sich schon rein logisch aus. Prismen korrigieren das Muskelungleichgewicht, und in der Regel funktionieren danach auch die visuellen Verarbeitungen. Fängt man nun mit VT an, kann man keine MKH mehr anwenden, denn durch VT erlernt man weitere Kompensationsmöglichkeiten, die eine MKH aber aufheben möchte, um anstrengungsfreies Sehen zu ermöglichen.

Was jedem selber überlassen bleibt, ist die Entscheidung, ob er seine Sehprobleme mit VT oder mit MKH in den Griff bekommen möchte. Parallel nebeneinander können diese beiden Methoden NICHT existieren, da sie um 180 Grad anders an die Problematik herangehen.

@Steen Du erwähnst immer wieder, dass Du bezweifelst, dass ein Augenmuskelungleichgewicht von Geburt an besteht, oder ob es nicht vielmehr dadurch entsteht, WEIL man visuelle Verarbeitungsstörungen hat (also im Gehirn etwas nicht richtig funktioniert). Habe ich Dich da richtig verstanden? Insofern tendierst Du mit Deinem Ansatz dazu, die visuellen Verarbeitungsstörungen zu beheben, weil dann KEIN Muskelungleichgewicht mehr herrscht.

So, ich hoffe, ich konnte hier ein wenig sortieren, und weiteren Austausch anregen. Danke, Doccy, für die Extrawurst - hat gut geschmeckt (nach einer langen, echten Influenza muss man ja wieder etwas auf die Rippen bekommen) Lächelt

Viele Grüße
Kerstin


 
Veröffentlicht : 05.03.2007 15:09
(@rsgza)
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Hallo,

nachdem mein Beitrag hier nochmals erscheint, möchte ich zur Vermeidung von Missverständnissen noch etwas klar stellen. Meine Formulierung "Wie wäre es denn, wenn sich die Anhänger des VT in MKH fortbilden ließen und umgekehrt ..." soll nicht heißen, dass die Anwender der einen Methode auch die andere erlernen oder studieren sollen. Mit "fortbilden" ist hier gemeint, dass man ein gutes Stück über den Tellerrand schaut und sich einen fundierten Überblick verschafft, was es sonst noch gibt. Nur so kann man wirklich mitdenken.

Helmut


 
Veröffentlicht : 05.03.2007 15:11
(@Nicole1)
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Hier noch mal mein letzter Beitrag dazu.

Gefunden
----- „Die Amerikaner machen so ulkige Augenübungen. Damit brauchen Sie sich nicht aufzuhalten.“ Das gab Peter Moest seinen Studentinnen Ellen Rietdorf und Carmen Koch mit auf den Weg in die USA. Heute weiß es der Professor des Studienganges Augenoptik und Optometrie der Technischen Fachhochschule (TFH) Berlin besser. „Zum Glück haben sie nicht auf mich gehört.“ Anfang November wurden seine Absolventinnen mit dem Wissenschaftspreis des Brillenglasherstellers Rupp+Hubrach für die besten deutschen Diplomarbeiten ihres Fachgebiets ausgezeichnet. Die Reise über den Atlantik entpuppte sich für die jungen Frauen als Expedition in eine neue Erkenntnis-Welt. „Was die Erforschung des binokularen Sehens betrifft, sind Deutschland und die USA wie zwei weit entfernte Inseln“, sagt Ellen Rietdorf. Das führe zu „vollkommen verschiedenen Untersuchungs- und Behandlungsmethoden für ein und dasselbe Augenproblem.“

Hier geht es weiter*klick*


 
Veröffentlicht : 05.03.2007 15:19
(@rsgza)
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Hallo Kerstin,

ich bin mit dir einer Meinung, dass man nicht beide Therapien nebeneinander durchführen darf. So habe ich es auch nicht gemeint.
Aber kann es denn nicht auch sein, dass das Muskelungleichgewicht seine Ursache in der Ansteuerung der Muskeln hat? Gezielte Stimulation könnte die Muskelsteuerung verbessern und damit auch das Muskelungleichgewicht beseitigen.
Um solches beurteilen zu können müsste meines Erachtens der jeweilige Therapeut auch die andere Behandlungsmöglichkeit kennen (nicht können).
Ich bin ziemlich überzeugt, dass im jeweiligen Einzelfall nur eine der beiden Therapiemöglichkeiten die richtige ist. Aber wie findet man die heraus?

Viele Grüße, Helmut


 
Veröffentlicht : 05.03.2007 15:28
(@Kerstin-Harms)
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Themenersteller
 

Lieber Helmut,

ja, und genau das ist die Frage, die ich ja nun noch einmal Steen und allen anderen VT Spezialisten (Urs Keller gehört auch dazu) stellen möchte.

Das ist dann die berühmte Frage, was war zuerst da, Henne oder Ei, sprich Muskelungleichgewicht oder sensorische visuelle Verarbeitungsstörungen im Gehirn. Und das Gehirn ist noch lange nicht erforscht! Man denke an die Epilepsieforschung - es gibt Menschen mit auffälligem EEG, aber die haben NIE einen Anfall und es gibt Menschen mit Anfällen (meine Tochter), wo man auf dem EEG nichts sieht. Und solange die Wissenschaft in Sachen Gehirnforschung noch derart in den Kinderschuhen steckt, vertraue ich lieber dem physikalischen Handwerk, und das ist für mich bisher die MKH, denn es gibt in meinen Augen, zur Zeit keine Alternative, die man wirklich belegen kann. In Sachen MKH gibt es handfeste Studien und ich hoffe, dass eine davon bald hier im Forum veröffentlich wird (sie ist von Kurt Günthert, einem Schweizer, durchgeführt an 20.000 Probanden).

Jedoch, ich bin und bleibe Laie, insofern lasse ich mir gerne alles erklären, ohne berufspolitisch voreingenommen zu sein, auch wenn es manchmal hier den Glauben erwecken mag. Ich versuche nur, zu verstehen.

Und am Rande seit meine Tochter mittels Prismen voll auskorrigiert ist, hat sie auch die Anfälle nicht mehr....komisch, oder?

Viele Grüße
Kerstin


 
Veröffentlicht : 05.03.2007 15:40
(@Nicole1)
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rsgza schrieb

Ich bin ziemlich überzeugt, dass im jeweiligen Einzelfall nur eine der beiden Therapiemöglichkeiten die richtige ist. Aber wie findet man die heraus?

Hallo Helmut,

ich bin der Meinung, dass sich jeder seine Lösung selbst aussuchen können sollte.
Wer schnell spürbare Erleichterung haben möchte und wen ein Brilletragen nicht stört, soll sich für eine Prismenbrille entscheiden dürfen.
Wer meint, er wolle ein VT ausprobieren, soll das dürfen.

Dazu gehört aber, dass die Leute wissen, dass es mehrere Möglichkeiten (und auch welche) gibt.

lg
Nicole


 
Veröffentlicht : 05.03.2007 15:42
(@rsgza)
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Hallo Kerstin,

ich denke, dass die Frage nach Henne oder Ei bei diesem Problem etwas in die falsche Richtung geht. Ich glaube, dass im Einzelfall entweder die Muskeln ungleich entwickelt sind oder dass sie ungleich angesteuert werden. Und da bräuchte es kompetente Fachleute, welche die Ursache herausfinden könnten. Die wird es aber leider nicht geben, fürchte ich.

Hallo Nicole,

damit man sich die passende Lösung aussuchen kann, muss man zunächst die Zusammenhänge verstehen können. Und dann braucht man ausführliche, ideologiefreie Beratung. Wo kriegt man die her?

Viele Grüße, Helmut


 
Veröffentlicht : 05.03.2007 16:18
(@Nicole1)
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Hallo Helmut,

rsgza schrieb

Hallo Nicole,

damit man sich die passende Lösung aussuchen kann, muss man zunächst die Zusammenhänge verstehen können. Und dann braucht man ausführliche, ideologiefreie Beratung. Wo kriegt man die her?

Viele Grüße, Helmut

In der Meisterausbildung ist seit kurzem Funktionaloptometrie mit drin.
Also sollten zumindest die neuen und folgenden Augenoptikmeister zumindest ansatzweise etwas darüber wissen.

Ich selbst bekam den Tipp von meinem Optiker, der aber selbst nichts in der Richtung anbietet. Die messen bei meinem Optiker aber auch Prismen. Von daher fand ich es gut, dass er mir für meine Tochter den Tipp gab.

Von Augenärzten kann man eine solche Beratung wohl noch lange nicht erwarten, da es nicht Inhalt des Studiums und der Weiterbildung ist, soweit ich weiß.

Ich habe gerade letztens gelesen, dass es in Deutschland rund 50 Funktionaloptometristen gibt, die Visualtraining anbieten. Das sind noch zu wenige, um es zu verbreiten. Traurig

Aus einem Vorwort zu "Funktionaloptometrie und Visualtraining"
"Erst in den letzten 10 Jahren gab die Gehirnforschung Hinweise zum Verständnis der Funktionaloptometrie. Heute befassen sich die Neurologie und die Neurophysiologie mit der Frage, warum die empirisch entwickelte Funktionaloptometrie funktioniert und wie sie wirkt."
( Thomas Nosch, ZVA-Präsident, im Januar 2006)

lg
Nicole


 
Veröffentlicht : 05.03.2007 16:29
(@Kerstin-Harms)
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Aber beinhaltet Funktionaloptometrie nicht auch MKH? Und die wird seit jeher an den Meisterschulen gelehrt.

LG
Kerstin


 
Veröffentlicht : 05.03.2007 16:39
(@Nicole1)
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Hallo Kerstin,

das weiß ich nicht.
In dem Buch gibt es ein Kapitel zur "Ermittlung der binokularen Vollkorrektion" in dem vom Polatest nach H. J. Haase die Rede ist.
Wie ausführlich der Polatest dargestellt ist, kann ich nicht beurteilen, es sind aber ein paar Seiten.

lg
Nicole


 
Veröffentlicht : 05.03.2007 16:48
(@Doccy)
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Zu diesem neuen Thread

Meine beiden Beiträge für Alois erwecken nicht nur den Eindruck des dogmatischen, sie sind es auch. Aber aufgepaßt Wenn mir irgend jemand beweist, daß dieses Dogma falsch ist, bin ich der erste, ganz bestimmt, der das Dogma, es gibt nichts wirkungsvolleres als die MKH, mit einem Urknall auslöscht. Aber dazu brauche ich, wie schon gesagt, den Beweis.

Doccy


 
Veröffentlicht : 05.03.2007 17:59
(@ohne-konto)
Beiträge: 0
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Hallo geschätzter Doccy

Da du als ultimativer Verfechter der MKH sicher mit der Messbrille arbeitest, sollte der nun folgende Versuch für dich absolut durchführbar sein!

Mach doch einmal einige vergleichende Messungen, wenn du willst nur am Kreuztest, jeweils einmal in der üblicherweise eingenommenen, sitzenden Position des Probanden und dann noch im Stehen. Falls du es noch deutlicher haben willst, kannst du auch noch in der Abfahrtshocke messen.

Falls du, wie zu erwarten ist, verschiedene Messwerte findest, darfts du uns dies gerne einmal erklären. Bitte denke auch gleich daran, dass die Menschen mit ihren MKH-Prismen auch nicht den ganzen Tag sitzen. Dieser Messversuch entpricht also durchaus der Realität zum Gebrauch einer Brille.

Ich bin gespannt auf die Resultate. Ich warte auch gerne einige Tage auf die Erklärung. In der Zwischenzeit finde ich vielleicht selber mal Zeit und Nerven, ein weiteres Mal die Unterschiede und auch die sich ergänzenden Ansätze zwischen MKH und VT aufzuzeigen.

Herzliche Grüsse
Urs


 
Veröffentlicht : 05.03.2007 20:41
(@Kerstin-Harms)
Beiträge: 0
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Themenersteller
 

Lieber Urs,

also ich sehe mit meiner Prismenbrille in allen Positionen gleich gut, und das auch sowohl in die Ferne als auch Nähe, im Aufblick und im Abblick. Ich hätte da mehr Probleme mit einer Gleitsichtbrille, wo man wirklich nur durch eine Ecke für den jeweiligen Sehbreich scharf sehen kann. Aber Gleitsicht brauche ich zum Glück noch nicht.

LG
Kerstin


 
Veröffentlicht : 05.03.2007 20:49
(@Eberhard-Luckas)
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Nicole1 schrieb

Hallo Helmut,

rsgza schrieb

Hallo Nicole,

damit man sich die passende Lösung aussuchen kann, muss man zunächst die Zusammenhänge verstehen können. Und dann braucht man ausführliche, ideologiefreie Beratung. Wo kriegt man die her?

Viele Grüße, Helmut

In der Meisterausbildung ist seit kurzem Funktionaloptometrie mit drin.
Also sollten zumindest die neuen und folgenden Augenoptikmeister zumindest ansatzweise etwas darüber wissen.

I
Nicole

Hallo Nicole,

ich habe noch von keiner Meisterschule gehört, die Funktionaloptometrie anbietet.MKH wird inzwischen sogar bei denberufsbgleitenden Kursen unterrichtet.


 
Veröffentlicht : 05.03.2007 20:50
(@malan)
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hallo nochmal,

nicole - du zitierst mich schon richtig von wegen in 20jahren wird man über die methoden von heute vielleicht lachen. nur - über welche davon man lacht, wissen wir erst dann.

was ich sagen wollte war schlicht und einfach, dass ich die verlockung das weg zu trainieren verstehen kann. wenn man (wie ich auch) eine brille mit soundsoviel prismen auf der nase hat und nur noch die wahl, den rest seines lebens durch dieses unscharfe teil zu betrachten oder sich operieren zu lassen klingt es zu schön um wahr zu sein.

was mich bewogen hat, beim thema mkh und prismen bei der stange zu bleiben waren folgende dinge

1)
die positiven effekte die ich trotz der prismen nachteile bei mir nach und nach feststellen konnte. wenn die geometrie stimmt ist offenbar bereits der alltag training genug.

2)
dinge die ich ganz konkret an mir selbst beobachten konnte und die zu den thesen der mkh passen. das schafft vertrauen. im gegensatz zu den allgemeinplätzen aus der vt ecke ich habe mehrfach zum thema "gegoogelt" und jedes mal ernüchtert aufgegeben. auf den webseiten nur füllmaterial aber kein "so funktionierts". ok, vielleicht hätte ich die erklärung ja gar nicht kapiert. aber man hat mir nicht mal die chance gegeben.

3)
ich konnte mit leuten sprechen - teils im forum, teils von meinem optiker benannt - bei denen die mkh mit prismenbrille bzw. op nachweislich und vor allem dauerhaft besserung gebracht hat. aber nicht mit einen der das mit vt erreicht hätte. da kennt einer einen der einen kennt...

vielleicht habe ich die durch vt geheilten ja nur nicht gefunden, aber am ende kann man nur nach den fakten entscheiden und zwar nach denen von heute und nicht nach dem vielleicht von in 20 jahren. die fakten haben für mich klar pro prismen bzw. op gesprochen.

viele grüße,

michael


 
Veröffentlicht : 06.03.2007 00:47
(@Nicole1)
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Hallo Eberhard,

so hat es mir mein Optiker letztes Jahr gesagt.
Und sein jüngster Meister ( im September 2006 fertig geworden) hat mir gesagt, dass er froh ist, dass er das nicht mehr machen musste, weil er davon nichts hält.

lg
Nicole


 
Veröffentlicht : 06.03.2007 10:31
(@Eberhard-Luckas)
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Urs schrieb

Hallo geschätzter Doccy

Da du als ultimativer Verfechter der MKH sicher mit der Messbrille arbeitest, sollte der nun folgende Versuch für dich absolut durchführbar sein!

Mach doch einmal einige vergleichende Messungen, wenn du willst nur am Kreuztest, jeweils einmal in der üblicherweise eingenommenen, sitzenden Position des Probanden und dann noch im Stehen. Falls du es noch deutlicher haben willst, kannst du auch noch in der Abfahrtshocke messen.

Falls du, wie zu erwarten ist, verschiedene Messwerte findest, darfts du uns dies gerne einmal erklären. Bitte denke auch gleich daran, dass die Menschen mit ihren MKH-Prismen auch nicht den ganzen Tag sitzen. Dieser Messversuch entpricht also durchaus der Realität zum Gebrauch einer Brille.

Ich bin gespannt auf die Resultate. Ich warte auch gerne einige Tage auf die Erklärung. In der Zwischenzeit finde ich vielleicht selber mal Zeit und Nerven, ein weiteres Mal die Unterschiede und auch die sich ergänzenden Ansätze zwischen MKH und VT aufzuzeigen.

Herzliche Grüsse
Urs

Hallo Urs,

ist dieser Versuch nicht von vorneherein zum Scheitern verurteilt?

Solange ich am Kreuz messe, kann sich immer wieder ein Muskeltonus lösen,(natürlich auch noch bei den FD-Testen). Lasse ich den Kunden aufstehen, weiß ich doch gar nicht, was jetzt passiert Entweder Tonusabbau oderveränderte WF, weil der Mensch steht?


 
Veröffentlicht : 06.03.2007 10:36
(@Eberhard-Luckas)
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Nicole1 schrieb

Hallo Eberhard,

so hat es mir mein Optiker letztes Jahr gesagt.
Und sein jüngster Meister ( im September 2006 fertig geworden) hat mir gesagt, dass er froh ist, dass er das nicht mehr machen musste, weil er davon nichts hält.

lg
Nicole

Das kann niemals die komplette Ausbildung sein, aber vielleicht hat sichin den letzten 2 Jahren etwas geändert?


 
Veröffentlicht : 06.03.2007 10:38
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