hallo marie,
lass dich von der diskussion über eher seltene (siehe eberhards kleine statistik) extremfälle mit der theroerischen möglichkeit des endlosen nicht verunsichern.
mach das, wovon du glaubst, dass es dir die beste lebensqualität bietet. wenn du mit 4 kopfschmerzen und pc probleme hattest und mit 8 nicht, ist die entscheidung doch klar. und zur operation zwingt dich keiner. das ist eine option, dir die sperrigen gläser wieder von der nase holen zu lassen, wenn sich die werte dauerhaft stabilisiert haben.
es könnte sein, dass auch ich die "endlos veranlagung" habe. aber lass mich erzählen, wie ich es erlebt habe und warum ich das risiko zumindest für mich theoretisch nenne
ich habe neue prismen förmlich absorbiert und konnte nach kurzer gewöhnung von 1-2 wochen wegen doppelbildern nicht mehr einfach so auf die alten werte zurück. aber als ich um 8-10 prismen überkorrigiert war, war das anders das boah-ey war auch da, aber nach 2-3 tagen wurde es sau anstrengend und ich merkte, dass das irgendwie nicht sein kann. da war das zurückgehen nach 2 wochen aber null problem sondern eine wohltat. trotzdem könnte ich am kreuz jederzeit wieder bis in diese region vordringen. aber der mensch ist ja lernfähig...
viele grüße,
michael
Hallo marie,
nach dem, was ich von Dir schon gelesen habe, kannst Du zu den "Extremfällen" zählen, die mit der Methodik Deines seitherigen Optikers nicht zu erfassen sind. Und ob die so selten sind, weiß ja auch keiner. Ein gesundes Misstrauen ist immer angebracht. Warte den Termin ab, von dem Du berichtet hast und urteile dann selbst. Das Forum kann keine Diagnose stellen, sondern nur Hinweise geben, worauf Du achten musst und die hast Du schon erhalten. Die Zweifel kann Dir im Augenblick keiner nehmen.
Gruß,
AkkoStrabo
Hallo Michael,
sorry, ich habe etwas verworren geschrieben vielleicht. Ich hatte OHNE Prismen Kopfschmerzen und konnte das Kleingedruckte plötzlich nimmer lesen. Mit 4PDpt war aber alles bestens. Jedenfalls so, wie es jetzt auch mit 8 ist. Also hätte man es ja auch, wie AgnesMaria mir shcon sagte, bei 4 belassen sollen.
Im Prinzip bin ich ein wenig selber Schuld. Zum einen habe ich natürlich mehr dem Optiker als der Ferndiagnose vertraut zum Anderen war es aber auch ein Stückweit um selber zu erleben wie es meinen Kindern nun mit dieser Brille geht. Mein Großer hatte nämlich mit der zweiten Prismenbrille von Anfang an Probleme und sagte immer es sei so anstrengend. Daher hat er oft drüber hinaus gesehen. Der Optiker wiederum meinte, genau daher würden seine Probleme auch kommen, auf Grund diesem Wechsel zwischen drüber- und durchsehen. Ich bin aber der Meinung wenn ein Kind gut mit seiner Brille sieht, dann schaut es auch durch. Wir waren nach ungefähr drei oder vier Wochen das erste Mal wieder beim Optiker und ich denke bis dahin hätte er sihc eigentlich an die neuen Gläser gewöhnt haben müssen. Wie dem auch sei, ein großes stückweit habe ich auch deswegen die neuen Gläser bei mir selber reinmachen lassen, weil ich einfach selber testen wollte wie das ist. Und am Anfang hätte ich ja auch am liebsten allen Leuten erzählt, dass die Gläser sowas von super sind. Der Effekt ist aber inzwischen ziemlich dahin. Ich für meinen Teil mag aber so nicht weitermachen.
Ich werde dann weiterberichten. Morgen hat mein kleiner Sohn seinen ersten Termin bei Dr. L.
LG
Marion
Hallo Marion,
Ich bin aber der Meinung wenn ein Kind gut mit seiner Brille sieht, dann schaut es auch durch. Wir waren nach ungefähr drei oder vier Wochen das erste Mal wieder beim Optiker und ich denke bis dahin hätte er sihc eigentlich an die neuen Gläser gewöhnt haben müssen.
denke ich auch - was hat denn das "Nachmessen" ergeben?
Das wichtigste ist der Erfolg einer Korr.
Dieser BOAH-Effekt "Ich kann alles superräumlich Sehen" ist oft auf den Makropsieeffekt (SILO/SOLI) zurückzuführen. Das geht auch wenn jemand keine Prismen braucht und er welche bekommt (falls er es durch fusionale Vergenz kompensieren kann - nur dann ist es halt anstrengend
)
Man kann Ihn sogar ohne Prismen erleben - mit Hilfe der physiologischen Diplopie wenn man aus seinen zwei Daumen - drei macht......dazu ist aber etwas Übung nötig.
Der Effekt verschwindet wieder nach der "Neueichung des visuellen System". Genauer gesagt des Regelkreis Vergenz/Größenkonstanz/Entfernung......
Rein von Deinen Beschreibungen tippe ich auf diesen Effekt und nicht auf besseres Stereosehen durch "exaktere bi-zentrale Fixation". Das bessere Stereosehen muss man Prüfen und ist auch umstritten.
Wahrscheinlich habe ich mehr Fragen aufgeworfen wie beanwortet. Daher einfach Nachfragen oder das Posting ignorieren.
viele Grüße 
Georg
Das Nachmessen hat bei meinem Sohn leider nichts ergeben, weil er nicht nachgemessen wurde. Der Optiker hilt dies nicht für nötig, da die Gläser ja richtig waren. Ein weiterer Grund für mich, das jetzt (Anfang Februar) auch bei Dr. L. noch einmal nachmessen zu lassen.
Wenn ich das bessere räumliche Sehen nicht erhalten kann, dann reichen mir doch eigentlich wirklich die 4 PDpt mit denen ich keine Kopfschmerzen mehr habe und die es mir ermöglicht haben auch das Kleingedruckte wieder zu lesen. Das ist meine Meinung zu dem Thema und wir werden ja sehen, was Dr. L. ggf. dazu zu sagen hat. Mein Termin ist allerdings erst im März.
malan schrieb
blöde frage - gibt es einen direkten weg, den strabismusanteil separat zu diagnostizieren und somit eine einschätzng des maximal möglichen erfolges der prismenkorrektur in etwa zu prognostizieren?
viele grüße,
michael
Die Antwort ist eindeutig JA!!!!!!!!!!!!! . Es braucht aber viel Wissen und Erfahrung, auch aus der Strabologie, perfektes Beherschen aller diagnostischen Mittel und Apparaturen, einschl. des Polatests, Geschick und eine gewisse Gabe, auch die kleinsten Einstellbewegungen zu SEHEN....!!!!
Nach fast sieben Jahren weiß ich, dass mein reiner Mikroschiel:wink:el bei 3 Grad liegt (und dann noch ein Höhenschieler - auch Mikrostrabismus). Erst als die WF(der phorische Anteil) obendrauf kam, traten die asthenopischen Beschwerden wie Kopfschmerzen auf. Die ersten Jahre wurde richtig korrigiert, dann wurde plötzlich am Stereovalenztest vollkorrigiert. Ein Mikroschieler richtet sein Zentrum des Sehens aber IMMER wieder auf seine ANK - bei manchen dauert es Stunden, bei anderen Tage oder wenige Wochen. D.h. trotz Prismen, rutscht er wieder auf seineANK. Folge mehr Prismen, usw. Und irgendwann ziehen die Prismen, statt zu entlasten, denn das Auge springt immer wieder auf seine anomale Netzhautkorrespondenz zurück (sogar nach einer OP..... :blush:).
LG
Kerstin
Ohje, das lehrt mich nun erst recht richtig vorsichtig zu sein. Auch bei meinen Kiddies. DANKE Kerstin!
Liebe Marie,
die richtige Adresse hast Du ja. Und bis dahin keine Experimente mehr....und wenn ihr dort seid, lass explizit nach Mikrostrabismus gucken, wenn auf dem ersten Blick kein Schielen festgestellt wird. Auch ich musste erst nachhaken....
Und Auch Mikrostrabismus kommt gerne gehäuft in der Familie vor - also kein Wunder, wenn bei Deinen Bekannten dann bei allen die Prismen "explodiert" sind...
LG
Kerstin
hallo zusammen,
fasse ich die derzeit vorherrschende meinung zum dilemma mit den folgenden sätzen eigentlich richtig zusammen?
o wf wenn man ruhe haben will, läuft es auf eine vollkorrektur, unter umständen mit op raus.
o wf + mikrostrabismus optimale korrektur wäre vollkorrektur abzüglich schiel:wink:el. probiert man mehr, riskiert man stehtig steigende überkorrektur der wf mit verschlechterung der beschwerden und womöglich unnötiger op.
o der mikrostrabismus ist per definition eine krankheit und muss diagnostiziert werden. das darf nur ein arzt, können aber wiederum nur sehr wenige, darauf spezialisierte ärzte.
o wenn ein optiker also eine vollkorrektur gibt, muss er vorher ausschließen, dass ein mikrostrabismus vorliegt, was mancher natürlich kann, aber eben nicht darf (liege ich noch richtig).
o handelt er korrekt und schickt er den kunden zur abklärung zum augenarzt, ist die wahrscheinlichkeit groß, dass der an einen gerät der das thema nicht gerade mit der muttermilch aufgesogen hat und das thema wf schlicht vom tisch fegt. jetzt hat der mittlerweile zum patient gewordene kunde das problem wem er vertraut. es spricht viel dafür, dass er sich sagt "der mann hat studiert und einen dr. titel, also wird er recht haben". es geht wertvolle zeit verloren.
o tut der optiker das nach einigen derartigen erfahrungen nicht (mehr), übernimmt er selbst die verantwortung. ist der kunde zufrieden, ist er der größte. übersieht er aber den mikrostrabismus und der augenarzt am ort, der sich schon einige zeit darüber wundert, warum von diesem optiker immer weniger patienten zu ihm geschickt werden bekommt wind davon, riskiert er eine klage.
ergo (nicht ganz neu) die wf-ler sind dringend auf hinweise bezüglich guter optiker und augenärzte angewiesen. die gute nachricht diese infos gibts hier im forum.
viele grüße,
michael
Hallo Michael,
das ist eine prima Zusammenfassung. Ich möchte nur noch eine Kleinigkeit hinzufügen auch nicht jeder Arzt kann den Mikrostrabismus diagnostizieren. Es ist als ein Strabologe gefragt, und auch dem sollte man den Hinweis geben, dass Mikrostrabismus vermutet wird. Dann muss er genauer untersuchen.
Und den Mikrostrabismus kann auch ein versierter Optiker erkennen, spätestens nach einigen Korrektionsschritten, wenn er die MKH richtig anwendet und interpretiert und sich stets fortbildet. Und ab hier wird es dann ein Politikum, denn Schielen gilt als Krankheit, Wf nicht. Wer soll nun die richtige Brille anpassen, wenn jemand beides hat?!?!?! Hier ist fachübergreifende Kooperation nötig und es gibt einige wenige Adressen. Und es stimmt, die kann man übers Forum erfragen. Und es gibt einige Optiker, die können es richtig super, aber sie sind verpflichtet, den Kunden zunächst zu einem AA mit Strabologie zu schicken, sonst machen sie sich strafbar.
LG
Kerstin
Und ich habe den Termin bei Dr. L. mit Y. jetzt wohl versemmelt, indem ich ihn nicht auf einen möglichen Mikrostrabismus hingewiesen habe. Leider war ich zu dem Zeitpunkt schon richtig krank. Mich hat es nämlich grippemäßig voll erwischt. Ich wollte das aber nicht zugeben und auf keinen Fall den Termin absagen. Aber ich war wohl nicht übermäßig gesprächig dort und fühlte mich total schlecht. -(
Die Werte von Y. Brille stimmen. Ob die Prismen stimmen wird sich dann erst Ende März herausstellen. Meinst Du, Kerstin, dass es dann noch reicht, wenn ich nach Mikrostrabismus frage oder hätte das shcon zu der normalen Untersuchung gehört? Bitte antworte mir schnell, ich habe doch am 07.02. mit M. einen Termin bei Dr. L.
LG
Marion
malan schrieb
hi kerstin,
andererseits ist es auch interessant, den trend hier im forum im letzten jahr zu beobachten. lange wurde mikrostrabismus als etwas extrem seltenes beschrieben und jedem gesagt, es könne eigentlich nicht sein, dass die prismen ins unendliche steigen. diese ansicht sehe ich in den postings der letzten monate etwas revidiert.
Lieber Michael, es liegt sicher sehr viel an mir, das diese Thematik hier mehr diskutiert wird. Sorry, dafür....
Ich hätte mich nie in ein Onlineforum wie dieses reingeklingt, wenn nicht Patienten von mir darüber berichtet hätten. Ich habe es früher schon zur Kentniss genommen, aber aus sehr vielen Gründen nur gelegentlich beobachtet. Zu viel lari vari hier haben mich dann bewegt mal was zu äußern und es ist zum Selbstläufer geworden... Was mich schon sehr stört....aus subjektiven Gründen, nicht wegen Ihnen speziell.
Es gibt häufig bei einer MKH ein Ergebnis was sich FDII nennt, aber in Wirklichkeit eine anomale Netzhautkorrespondenz darstellt. Die Abgrenzung ist fast fließend. Die Therapieoptionen sind es aber nicht. Eine Schwierigkeit für Augenoptiker, die die MKH anwenden, noch viel mehr für Augenärzte die nicht geschulte Strabologen sind.