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Was und wieviel kann der Sehapparat kompensieren?

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(@lovis20)
Beiträge: 35
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Themenersteller
 

Hallo, vielen Dank für die ausführlichen Erklärungen.
Ich will`s nur noch mal erklären, ich sehe gut!!! In die Nähe hab ich keine Probleme, nicht die geringsten.
Hab heute gute Hilfe bekommen, aber bin deshalb auch ziemlich durch den Wind...
Ich war bei einer Sehtherapeutin in München, eine alte Optikermeisterin, ist ne Koriphäe, ehemalige Prismapäpstin, der eine oder andere hier wird sie sicher kennen....
Also mein Asti liegt auf der Hornhaut re bei-1,25 und linlks bei -1,0. auf der Netzhaut bei +1,0.
Ich kann ihn also kompensieren.
Das ist das eine. Das andere ist, daß mein Auge binokular völlig andere Korrekturen möchte als monokular. Es ist nicht möglich Werte zu bestimmen, die konstant bleiben. Wir haben mit Prismen versucht, aber das hält nicht.
Spannender Fall? Ich bin ganz schön fertig. Aber langsam kann ich loslassen, daß ich eben gard nicht den ganzen Tag mit der gleichen Sehhilfe scharf sehen kann.
Ich mach jetzt ne Therapie bei ihr, und natürlich Übungen, dann mal sehen. Momentan ist egal was ich trage an Korrektur, dann wird sie wohl schon mit Prismen arbeiten wollen. Hätt ich mir gern gespart.... wir werden sehen.
Mein linkes Auge ist total i m Streß, ....
Schielen tue ich nicht nach innen sondern nach außen und dann gibts noch nen Höhenunterschied.
Ohne Brille konnte ich beidäugig die ganze Sehtafel lesen, d.h. bei 200% nur die ersten 2 Buchstaben. das ist sicher auch ein Grund warum ich mit Brille das Gefühl habe so schlecht zu sehn.
Meine Achsen sind bei 0° auf beiden Seiten.
Zum biologischen Alter und Training der Augen, es geht ja bei Hyperopen nicht darum scharf zu sehen sondern entspannt zu sehen und das hab ich schon erfahren in den Kursen, die ich gemacht habe. Alle Übungen laufen unter Atmung, Entspannung oder Meditation . Das nimmt total den Streß raus. Aber das ist nur der eine Teil. der andere ist die psychische Arbeit. Hab aber in den letzten 8 Jahren 2 Kinder bekommen und da gar keine Zeit mehr drauf verwendet.
Nur 2x solche Schiel-Übungen gemacht und das rechte Bild, das sich sonst immer ausgeschaltet hat war konstant und ich konnte es halten. Heute, nach der Therapie ist der Höhenunterschied nicht mehr zu merken. ( Ich hab ihn bisher beim Verdoppeln der Bilder sehr gut wahrnehmen können).
Ich bin der lebende Beweis daß Sehfehler nicht in der Struktur sitzen sondern in der Funktion, und da glaub ich dran und meine Sehtrainerin auch,, in der Psyche.
Mal brauch ich nur +0,75 und alles drüber ist unscharf in der Ferne dann knirscht es nach etlichen Stunden in meinem Kopf und +1,25 oder sogar +1,5 tun mir grad gut., dann plötzlich wirds in der Ferne unscharf und der Asti ist da... Wir haben versucht ihn zu lockern, das ging ganz gut, bis -1,0. auf dem Heimweg war er wieder weg. Heute abend ging nur +1,0 mehr war unscharf in die Ferne. Jetzt hab ich ne Brille auf mit +1,5 -0,75 0°. Das ich grade angenehm. und Akkomodationsprobleme hab ich grad gar keine... ( kennen tu ich sie aber schon!)Nur mit Gleizsichtgläsern würd ich meine Augen jetzt sicher nicht auch noch konfrontieren..., wie gesagt, ich sehe perfekt hatte auch keinen Streß ohne Brille in die Nähe, nur viel pieksen in den Kopf oder ein Druckgefühl bei jeglichem Strom sowohl Hochfrequenz alsauch Niederfrequenz. Mein Nachbarbauer hat mich benutzt damit ich ihm sage ob Strom auf den Weidezäunen ist oder nicht.
Das war definitiv eine Elektrosensibilität. Ausgelöst durch zu wenig Flexibilität der Duralmembranen. Das hat sich gelöst, mit der Entspannung der Augen durch die +-Kporrektur. Als Osteopathin kann ich das deutlich spüren.
Nochmals vielen Dank, aber ab jetzt werde ich abwandern ins Forum für Augentraining. Ich nehme diese Herausforderung an und mal schauen was es mich lehren will. Hab noch nie eine Krankheit ( sorry, das hier ja keine Krankheit, bloß ein Zustand...) durch gemacht die keinen Sinn für mich hatte.... Hintennach kommen viele Patienten denen ich helfen kann....
Gruß, Lovis


 
Veröffentlicht : 02.10.2008 00:44
(@Georg-Scheuerer)
Beiträge: 0
New Member
 

Hallo Lovis,

ich hatte leider keine Zeit Kommentare zu schreiben - ich wünsche trotzdem alles gute und viel Erfolg.
Was ich toll finden würde wenn Sie irgendwann ein ein paar Monaten schreiben wie es Ihnen ergangen ist.

liebe Grüße
Georg Scheuerer


 
Veröffentlicht : 02.10.2008 09:30
(@Daniel-Briem)
Beiträge: 118
Estimable Member
 

Tut mir leid Lovis, aber

"der lebende Beweis daß Sehfehler nicht in der Struktur sitzen sondern in der Funktion, ... in der Psyche."

sind Sie nicht. Das würde zwar in Ihr Weltbild passen, aber letzlich bestätigen Sie nur das was ich vorhergesagt habe - Probleme durch die aufgebrochene Kopplung zw. Akkommodation und Konvergenz. Ich habe nicht geschrieben das sie nach innen schielen, sondern das viele Hyperopen mit ähnlich gelagerten Problemen Prisma Basis innen brauchen - weil die Augen nach außen weggehen.

Auch wenn Sie mir eh nicht glauben Zwinkert schreibe ich Ihnen was sinnvoll wäre.

Monokular gefundene Korektion einbauen (vorher noch Refraktionsgleichgewicht prüfen) und durchweg tragen - auch wenn es zum brechen ist. Konvergenzübungen in dieser Zeit mit Brille können nicht schaden. Ist nach zwei Wochen keine Besserung eingetreten (was eher selten der Fall ist) sollte mit einer Prismenkorrektion begonnen werden, alternativ kann mit Visualtraining versucht werden das Problem zu beheben. Ich selbst habe damit keine Erfahrung, aber die Trainierenden berichten, dass i.d.R. nach dem Ende des Trainings sich der effekt wieder verliert (so eine echte Heterophorie / WF vorliegt). Schaffen Sie es mit dem Training eine neue "Kopplung" aufzubauen wird das Sehen mit den monokular gefundenen Werten sehr angenehm werden. Allerdings werden Sie dann nicht mehr ohne Brille leben können / wollen - und Sie werden auch keine Prismen brauchen.

Wenn der HH-Ast -1,25 beträgt und der innere Ast +1,0 (gleiche Achslage vorausgesetzt) findet man in der monokularen Refra -0,25 und nicht -0,75. Das heit auch nicht das man ihn bewußt kompensieren kann, sondern das die Verkrümmungen so liegen das sie sich aufheben. Als Astigmatismus bezeichnen wir das optische Resultat der Menge der Verkrümmungen.

Ein Hyperoper ohne Korrektion sieht mit einer Ausnahme nie entspannt - vorausgesetzt das angeblickte Bild wird scharf auf der Netzhaut abgebildet. (Ausnahme Akkommodationsruhelage liegt gleich auf mit der Hyperopie)
Ich kenn mich zwar mit Meditation nicht aus - aber macht man dabei nicht die Augen zu? Wie will man dann prüfen ob man als Hyperoper entspannt scharf sehen kann? Das Problem ist doch viel mehr, das sich die Akkommodationsbreite mit dem Alter (welchem auch immer) reduziert - deshalb es auch bei +1,0 irgendwann nicht mehr möglich das einfach so locker wegzustecken.

Gruß,
Daniel Briem


 
Veröffentlicht : 02.10.2008 10:16
(@Daniel-Briem)
Beiträge: 118
Estimable Member
 

Noch eins,

vor 1,5 Jahren habe ich mal eine längere Diskusion auf augen-training.com. Dabei ist mir recht schnell klar geworden, dass der Hintergrund vieler dieser Bemühungen esotherisch ist. Schon aus diesem Grund lehne ich das ab. (Nicht zu verwechseln - Visualtraining ist etwas ganz anderes.)


 
Veröffentlicht : 02.10.2008 10:25
(@Adele)
Beiträge: 0
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Hallo!

Was ich jetzt nicht ganz verstehe ist, wie denn der Ast von -0,75 zustande kommt, wenn der innere Ast und der äußere Ast gemessen wurde und es rein rechnerisch ein anderes Ergebnis geben müsste.......

Und was hat es mit der Elektrosensibilität in diesem Fall auf sich??

Sehfehler und Psyche im Zusammenhang? Das ist mal spannend......da muss ja einiges im Argen liegen bei meinem Bekannten mit -9,5dpt.........;-)

Von Gleitsichtgläsern hat hier noch niemand gesprochen! Und davon würde ich auch erstmal die Finger lassen, solange keine konstante Korrektur vorhanden ist.

Die Linse ist, wie auch hier schon vorher öfter erwähnt wurde, ab einem bestimmten "Alter" nicht mehr so flexibel. Man kann sich auch noch so jung fühlen und bekommt trotzdem irgendwann graue Haare....Die biologische Uhr kann man einfach nicht aufhalten.

Nichtsdestotrotz wünsche ich viel Erfolg! Und es wäre wirklich spannend, wenn Du von Deinem Werdegang berichtest!

Würde allerdings auch dem Vorschlag von D.Briem folgen.

LG;A.


 
Veröffentlicht : 02.10.2008 10:54
(@Daniel-Briem)
Beiträge: 118
Estimable Member
 

Hallo Adele,

das ist der Witz. Den inneren Ast kann man ohne riesen technischen Aufwand nicht messen. Die Angaben von Lovis sind nicht stimmig, denn Gesamtast (Refrabrille) - äußerer Ast (Topograph) = innerer Ast; also (-0,75) - (-1,25) = +0,5

Daher sind + 1,0 "NH-Ast" nicht stimmig.

db


 
Veröffentlicht : 02.10.2008 11:10
(@Adele)
Beiträge: 0
New Member
 

Stimmt! Das hab ich überlesen!!!
Wird ja immer bizarrer!

Wie wird denn ein innerer Ast genau gemessen?......und wie wichtig ist das?


 
Veröffentlicht : 02.10.2008 11:25
(@Kerstin-Harms)
Beiträge: 0
New Member
 

lovis20 schrieb

Aber das hat sie kaum interessiert, dort wollte man mir lieber noch ne Winkelfehlsichtigkeit verkaufen.

Lovis

Hallo Lovis,

und die Sehtrainerin hat Dir ebendiese Winkelfehlsichtigkeit heute bestätigt, über die Du vormals so abfällig von "verkauft" gesprochen hast. Aber wenn zwei dasselbe sagen, ist es bekanntlich noch lange nicht dasselbe.

Dir sagt die psycho-Esotherik-Schiene mehr zu, also nutze sie.

Ansonsten kann ich das nur unterschreiben, was Daniel Briem ausführlich so schön erklärt hat.

Du hast hier Hilfe von Optikern gesucht, sie aber im Grunde nicht gesucht, weil Du eh von vorneherein ablehnst, was nicht in der Psyche begründet ist. Für Dich sind alle Krankheiten psychischer Natur - es gibt diesen Ansatz und wer Anhänger desselbigen ist - ok. Erlaubt ist, was hilft. Wenn Dir nun diese Sehtrainerin mit WF-Erfahrung und Psychoschiene das Gleiche sagt, wie "normale" Optiker, aber die Ursache mit der Psyche erklärt, dann nickst Du bestätigend.

Es ist allgemein bekannt, dass das Befinden und Stress großen Einfluss auf das Sehen haben. Ist dieses von vorneherein durch binokulare Störungen (sei es leichtes Schielen, sei es eine Heterophorie) behaftet, entgleisen hier die Kompensationsmechanismen unter Stress und Krankheit am ehesten. Wer ein stabiles Sehen hat, der hat auch unter Stress keine Problem. Nur haben nicht alle ein stabiles Sehen. Auch Du nicht. Du hast mindestens eine phorische Komponente in Höhe und exo, ich vermute, es könnten gar echte Mikroschiel:wink:el sein.

Nun kann man sich noch mehr Stress aussetzen und Sehübungen machen. Man könnte aber auch versuchen, Entlastung ins System zu bringen durch die richtige Brillenkorrektur. Du hast selbst beschrieben, dass Deine Elektrosmogempfindlichkeit mit der Brille weniger wurde. Klar war sie weniger, weil Dein Sehapparat entlastet war! Und bedenke Einen motorisch bedingten Sehfehler (muskulär) wirst Du im Laufe der Jahre (wir werden nunmal nicht jünger) nur mit immer mehr Übungen in Schach halten. Und die Übungen können auch gewaltig nach hinten losgehen, wenn sie zu Spasmen führen oder letztendlich gar zu einer sensorisch falschen Verschaltung, deren Ergebnis im worst case ein horror fusionis ist. Damit müssen vor allem diejenigen rechnen, die echte Schieler sind (auch Mikroschieler!!).

Du sagst, Du hast schon Übungen gemacht - es kann sehr wohl sein, dass es aufgrund dieser Übungen jetzt so schwer ist, stabile Werte zu messen, weil Dein Sehapparat nicht "loslassen" kann und sich gegen jede vorgehaltene Korrektion wehrt, bzw. versucht, damit etwas "anzufangen" und es in seinem Sinne auszuwerten.

Ich wünsche Dir aber viel Erfolg und hoffe, Du hast die für dich richtige Behandlerin gefunden, denn die Chemie muss schließlich auch stimmen. Und ich bin überzeugt, dass Du Dich im Augentraining-Forum gut aufgehoben fühlen wirst. Dort sind gleichgesinnte Anhänger, was Deine Thesen und Überlegungen anbelangt.

Viele Grüße
Kerstin


 
Veröffentlicht : 02.10.2008 19:10
(@Nicole1)
Beiträge: 474
Honorable Member
 

Kerstin Harms schrieb
Nun kann man sich noch mehr Stress aussetzen und Sehübungen machen. Man könnte aber auch versuchen, Entlastung ins System zu bringen durch die richtige Brillenkorrektur.

Und das sind die beiden verschiedenen Ansätze
Stärken/trainieren oder unterstützen/entlasten.

Ich kann ein "lahmes" Bein durch Physiotherapie stärken (und da wird sich niemand darüber wundern, dass es zuerst zu Muskelkater und Verschlimmerung der Beschwerden kommt) oder ich kann dem Menschen Krücken geben, damit er wieder luafen kann.
(Mal als bildlichen Vergleich)

Jeder Mensch sollte sich für das entscheiden, was ihm zusagt UND hilft. Lächelt

Und wenn das dann eine nach eine Zeit des Versuchens eine Prismenbrille ist......

lg
Nicole


 
Veröffentlicht : 02.10.2008 21:59
(@lovis20)
Beiträge: 35
Eminent Member
Themenersteller
 

Danke Nicole, dich treff ich im nächsten Forum! Freu mich drauf!
Zu all dem anderen hier empfinde ich Traurigkeit.... wer nicht über den Tellerrand schauen möchte der kanns ja gerne lassen, aber bitte vermiest mir nicht meine schöne heile Welt! Möchte nichts weiter dazu sagen, denn jedes Wort wäre verschwendet... schade! Aber danke Georg Scheuerer, mal sehen, ob ich dran denke... nur sie werden im Dreieck springen, die lieben Leute hier wenn ich von Schamanen und Geistheilern berichte und es wird ganz bestimmt wieder eine Erklärung geben warum nicht sein kann was nicht sein darf.....
Liebe Grüße,
Lovis


 
Veröffentlicht : 02.10.2008 23:31
(@Jan22)
Beiträge: 0
New Member
 

Jaja, der Erhalt der rosaroten heilen Welt hat schon so manchen Schamanen zum Millionär gemacht...
Ein durchaus unorthodoxer Gedanke sei mir sozusagen als Schubs über den Tellerrand an dieser Stelle gestattet Lacht laut
Grüßle vom Jan Lächelt


 
Veröffentlicht : 03.10.2008 01:38
(@Nicole1)
Beiträge: 474
Honorable Member
 

lovis20 schrieb

nur sie werden im Dreieck springen, die lieben Leute hier wenn ich von Schamanen und Geistheilern berichte und es wird ganz bestimmt wieder eine Erklärung geben warum nicht sein kann was nicht sein darf.....

Denke ich auch. Zwinkert


 
Veröffentlicht : 03.10.2008 09:33
(@Daniel-Briem)
Beiträge: 118
Estimable Member
 

Komisch auch das die Schamanen und Geistheiler immer anderen helfen - denn bei Lovis Elektrosmogproblem müssen sie wohl versagt haben. Und ausgerechnet ihr hat die alte Brille geholfen. Wie seltsam...

Komisch auch das Lovis u.a. eher die in Fachkreisen umstrittenen Prismnen akzeptieren würden als eine in Fachkreisen unbestrittene monokulare Vollkorrektion.

Nur - früher und später wird jeder von der Realität eingeholt. Insofern sind wir ganz geduldig.

db


 
Veröffentlicht : 03.10.2008 12:30
(@Kerstin-Harms)
Beiträge: 0
New Member
 

Nicole1 schrieb

Ich kann ein "lahmes" Bein durch Physiotherapie stärken (und da wird sich niemand darüber wundern, dass es zuerst zu Muskelkater und Verschlimmerung der Beschwerden kommt) oder ich kann dem Menschen Krücken geben, damit er wieder luafen kann.
(Mal als bildlichen Vergleich)

lg
Nicole

Den Vergleich mit einem lahmen Bein darst Du hier nicht heranziehen. Eher den Vergleich mit einem zu kurzen Bein. Das haben auch viele, so wie eben unsymmetrisch ausgebildete Augenmuskeln. Wer mehr als den häufig vorkommenden Beinlängenunterschied von 1-2 cm hat, also etwa 3 cm oder gar 5 cm, der trainiert eigentlich automatisch, um klar zu kommen - durch Kompensation - und der Körper passt sich an Im Laufe der Jahre durch Schiefstand des Beckens, der Wirbelsäule und dann hat er irgendwann Probleme bis in die HWS. Und dann wird daran kuriert, ohne die Ursache zu beseitigen.

Hätte man so einem Menschen rechtzeitig orthopädisch geholfen durch geeinete Absätze, wären die anderen Probleme nie dazugekommen.

Man kann kein Bein durch Ziehen oder Training länger machen, ebensowenig einen Augenmuskel. Alles drumrum kann man durch gezieltes Training stärken, aber sobald man aufhört, kommen die Probleme wieder. Und je älter man wird, umso mehr muss man tun, um beschwerdefrei zu bleiben.

Es gibt Fehlstellungen, da muss Entlastung her - bei den Augen eben die richtige Brille.

Und das mit dem über den Tellerrand gucken, gilt doch bitte schön für beide Seiten!!!!

Keiner will hier die schöne heile Welt von irgend jemandem vermiesen - Lovis ist in diesem Forum auf uns zugekommen und hat gefragt und gute Antworten bekommen. Keiner hat sich ihr ungefragt aufgedrängt. Und wenn sie keine Probleme hätte, hätte sie nicht hier gesucht.

Der Glaube versetzt bekanntlich Berge. Nur wer sein eigenes kritisches Denken und seinen Verstand ausschaltet, öffnet Sekten, Fanatikern und Co. Tür und Tor. Was dabei herauskommt, kann man täglich in den Medien lesen. Dies nur mal allgemein zum Nachdenken in den Raum gestellt.

Vor einem australischen Aborigine oder afrikanischen Medizinmann ziehe ich persönlich den Hut - da ist seit Jahrtausenden etwas in den Menschen verwurzelt, was wir nicht verstehen. diese Menschen leben im Einklang mit der Natur. Aber wenn dann ein Westeuropäer aus seinem erlernten Beruf plötzlich in die Esotherik und Schamanenschiene abwandert, um so seine Brötchen zu verdienen, dann behaupte ich, er hat seinen ursprünglichen Beruf nicht gut beherrscht, wenig Erfolg damit gehabt, weil andere besser waren. Mit Esotherik und Wunderdingen braucht er sich nicht mehr zu erklären, er braucht nur noch Menschen, die ihm blind glauben und befolgen, was er ihnen rät und dafür Geld bekommt. Und jeden Morgen steht ein Dummer auf - davon leben die anderen.

In diesem Sinne
LG
Kerstin


 
Veröffentlicht : 03.10.2008 12:55
(@Nicole1)
Beiträge: 474
Honorable Member
 

Kerstin, ich antworte dir nicht darauf.....es bringt nichts, das hatten wir schon öfter.


 
Veröffentlicht : 03.10.2008 13:54
 Gika
(@Gika)
Beiträge: 0
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Ich hab mich ja bis jetzt – gut erholt – aus der Diskussion rausgehalten. Aber nach dem letzten post von lovis20 kann ich nicht mehr schweigen!

Natürlich soll niemanden seine rosarote, heile Welt genommen werden!! Wer diese gefunden hat, soll sie bewahren!! Er soll sich durch nichts irritieren lassen – schon gar nicht durch die Realität!!! Es gibt nichts wertvolleres als eine heile Welt! Friede, Freude, Eierkuchen, was wünscht man sich sonst noch??? Ich frage mich dennoch ganz bescheiden, warum ein solcher Mensch dann hier Hilfe sucht??????

Daher liebe lovis20 lies bitte nicht weiter! Ich könnte es nicht verantworten, dass Deine (imaginäre) heile Welt zerstört wird!!

Aber genau da sind wir beim Thema!
Ich kann entweder versuchen, bestimmte Phänomene wissenschaftlich zu begründen. Der Vorteil (wenn es gelingt) Die Ergebnisse sind reproduzierbar! Und die Begründung kann reell nachgewiesen werden!
Oder ich kann mich einfach auf (im Einzelfall erfolgreiche) Lösungen berufen, die sich aber nicht verifizieren und nachweisen lassen! (meine Anmerkung warum wohl???)

Das sollte jedem Fragesteller klar sein! Möchte ich in einem (allgemeinen) Forum eine fundierte und einigermaßen gesicherte Antwort, dann muss ich mich auch auf die verifizierbaren wissenschaftlichen Erkenntnisse und Naturgesetze einlassen. Möchte ich, dass man mir das sagt, was ich hören will, reicht auch eine esoterische Antwort Zwinkert.

Das hat mit „über den Tellerrand schauen“ nichts zu tun. Es ist in diesem Zusammenhang im übrigen schon erstaunlich, dass bei solchen Diskussion immer diejenigen stereotyp vorwerfen, dass der Diskussionspartner „nicht über den Tellerrand schauen kann“, die von ihrem Weltbild abweichende Ansichten nicht ansatzweise zulassen!
Bildlich gesprochen Wenn ich nicht einmal den Teller sehe, über welchen Rand soll ich schauen???

Lange Rede kurzer Sinn Es mag durchaus sein, dass es Dinge gibt, die wir mit unserem Verstand nicht erklären können. Und da mögen sich auch durchaus Phänomene außerhalb des derzeit wissenschaftlich erklärbaren abspielen. Aber solange das nicht jederzeit auf Anforderung wiederholt werden kann, ist der Verkauf solcher Phänomene nichts weiter als Geldschneiderei!!! Das sollte jedem klar sein!

LG Gika Lächelt


 
Veröffentlicht : 03.10.2008 19:15
(@Nicole1)
Beiträge: 474
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Gika schrieb

Bildlich gesprochen Wenn ich nicht einmal den Teller sehe, über welchen Rand soll ich schauen???

Und was, wenn der Teller selbst gar nicht das Entscheidende ist? Zwinkert

Warum fängt es jetzt endlich an, dass sich Mediziner und Psychologen mit den sog. Spontanheilungen beschäftigen, die zu lange Zeit immer als Fehldiagnose oder unerklärbare Einzelfälle galten?
DAS ist doch mal ein Ansatz Schauen, WAS da eigentlich passiert, damit man ein "Muster" findet, das dann auch anderen helfen kann.

lg
Nicole


 
Veröffentlicht : 03.10.2008 19:34
(@Kerstin-Harms)
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Liebe Nicole,

Wunder lassen sich nicht im Doppelblindversuch nachweisen. Keiner weiß, ob eine Spontanheilung nicht auch ohne jegliches anderes Zutun passiert wäre.

Wunder lassen sich in kein Muster pressen, sonst wären sie ja keine mehr! Möge die Wissenschaft nie hinter die Wunder kommen, sonst gäbe es ja keinen Sinn mehr im Glauben.

Wunder gibt es immer wieder, damit wir uns wundern können, warum - und unseren Glauben nicht verlieren. Auch nicht den Aberglauben....

Und optometrie - online ist definitiv die falsche Plattform für Wunder - wir möchten gar nicht wundersam rüberkommen. Wundert das?

Und hiermit wünsche ich allen ein wunderbares Wochenende Lächelt

LG
Kerstin


 
Veröffentlicht : 03.10.2008 21:07
 Gika
(@Gika)
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Nicole schrieb

Gika schrieb

Bildlich gesprochen Wenn ich nicht einmal den Teller sehe, über welchen Rand soll ich schauen???

Und was, wenn der Teller selbst gar nicht das Entscheidende ist?

Dann wird man aber immer noch die Existenz des Tellers nicht leugnen können. Zwinkert

Ich kann denknotwendig nur über einen Tellerrand hinausschauen, wenn dieser Teller da ist. Denn ohne Teller habe ich keinen Tellerrand, über den ich hinausschauen könnte. Wenn ich dann von einem „Tellerrand“ dann spreche ich von etwas Imaginären.

Das mit dem Teller ist insoweit wirklich ein schönes Bild! Übertragen auf die Diskussion

Der Teller ist letztlich die (nachweisbare) Realität, zB die Naturgesetze etc.

Wenn die Existenz der Realität– also, um beim Bild zu bleiben, des Tellers – verneint wird, dann ist das eine imaginäre Welt, die eben nur für denjenigen vorhanden ist.
Derjenige hat nicht, so wie er meint, mehr, sondern weniger als diejenigen, die die Realität (die Existenz des Tellers, den sie jedem zeigen können) bejahen. Denn er leugnet, dass es das gibt, was jeder andere sieht (den Teller) und lässt nur seine eigene, nur für ihn geltende, aber nicht vorzeigbare, beweisbare Welt zu.
In dieser Welt kann man sicher, wenn man entsprechend veranlagt ist, glücklich sein. Vielleicht auch glücklicher als mit Teller Zwinkert. Nur „über den Tellerrand schauen“ tut derjenige gerade nicht! Im Gegenteil! (er hat ja keinen...)
Das ist aber grundsätzlich auch in Ordnung und bleibt jedem selbst überlassen (jedem Tierchen sein Pläsierchen Zwinkert ) .

Und es mag ja sogar durchaus sein, dass es tatsächlich noch etwas „hinter dem Tellerrand“ gibt. Ebenso ist es möglich, das man den Teller noch vergrößern kann.
Solange man aber das, was dahinter ist jedoch nicht jedem, auf Wunsch zeigen kann, ist es Glücksache, es zu erwischen. Und schlimm ist es, wenn – und dann oft für viel Geld – genau das, was dahinter sein soll verkauft wird, ohne dass es überhaupt gezeigt, vorgewiesen, gemessen, benannt o.ä., ja nicht einmal immer hervorgeholt werden kann.

Dann ist und bleibt das Geldschneiderei und oft (was noch viel schlimmer ist) das skrupellose Ausnutzen von Hoffnungen verzweifelter Menschen!

LG Gika Lächelt


 
Veröffentlicht : 04.10.2008 11:42
(@Daniel-Briem)
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@ Gika

Sehr schöne und plausible Erklärung zum Thema Teller(rand).

Persönlich glaube ich, dass man sich das Leben ziemlich schwer machen kann wenn man die diesseits des Tellerrandes angebotenen Lösungen nicht wenigstens als Problemlöser in Betracht zieht sondern von vornherein verwirft. Darauf zu warten und zu hoffen, das sich die jeweilige Lösung jenseits des Tellerrandes finden läßt halte ich für wesentlich aufwendiger und ungewisser. Aber wenn man sie denn dort gefunden hat verleiht dies einem natürlich den Status des besonderen und außergewönlichen. Vielleicht ist dies der Grund warum so viele - in welchen Bereichen des Lebens auch immer - genau nach diesen Lösungen suchen. Nur liegt das eigentliche und ungelöste Problem dann einiges tiefer.

Grade die Lösungen die mit Augentraining (nicht Visualtraining!) angeboten werden sind kaum verifizierbar. Reproduzierbar schon gar nicht. Reproduzierbar ist leiglich der Verdienst der seit Jahrzehnten mit entsprechenden Angeboten erzielt wird und weiterhin erzielt werden wird.

Ich glaube, dass der Blick über den über den rationalen und verifizierbaren Tellerinhalt hinaus sehr wesentlich ist. Ich glaube auch an Wunder. Aber ich glaube nicht, dass man deshalb den Tellerinhalt verwerfen sollte. Und zumindest für das Problem von Lovis (und viele andere hier im Forum) bietet der Tellerinhalt eine erklärbare und annehmbare Lösung. Warum es sich also so schwer machen.

Gruß,
db


 
Veröffentlicht : 04.10.2008 19:05
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