Hallo Bernadette,
man kann auch mit nur einem Auge eine Art räumliches Empfinden haben, da ja alle Gegenstände irgenwie neben, hinter- oder übereinander stehen.
Ja, der Erfahrung und unserem genialen "Graue-Zellen-Rechner" sei Dank! :y
Dennoch hatte ich bisher immer das Gefühl, mit Prismenbrille zwar deutlich verzerrter, dafür aber räumlicher zu sehen. Wie man sich doch irren kann ...
Aber a propos Verzerrung:
Mit der Prismenbrille sehe ich alle Vertikalen (Tür, Regal usw.) mal übertrieben gesagt "bananenförmig" (o.k., eine halbwegs gerade Banane
). Mit dem rechten Auge rechtskonkav, mit dem linken linkskonkav. Ich nehme an, das ist die neu hinzugekommene Verrollung? Ich dachte aber immer, die kommt zwar durch die zyklische Bewegung des Auges zustande, wenn das AUge aber in seiner Position "angekommen" ist, wäre das Bild dann zwar schräg, aber dennoch in sich eine Gerade... Oder bleiben Linien gekrümmt, weil das AUge immer in einer leichten Rotationsbewegung bleibt? So wie die horizontalen DB bei mir auch mal mehr, mal weniger hin- und her tanzen?
Wenn ich die Brille abnehme, wechselt es: was mit Brille auf dem rechten Auge rechtskonkav war, wird jetzt linkskonkav - genau so wechselt es mit dem linken Auge von linkskonkav auf rechtskonkav. (Nur damit wir uns nicht mißverstehen: ich meine nicht die gekreuzten Doppelbilder, sondern jeweil monokular)
Mir fehlt (im wahrsten Sinne des Wortes
) der Durchblick...!!!
Ich wünsche Euch einen schönen Tag,
Bernadette
Also, das mit dem Wechsel von rechtskonkav in linkskonkav und umgekehrt hatte ich ehrlich gesagt als Frage gemeint. Vor allem, warum es keine schräge, sondern eine gebogene Linie ist.
Was man weiß und versteht, kann man doch immer gleich ein bißchen besser hinnehmen.
Das kann mir doch bestimmt jemand von Euch erklären? Bitt seid so lieb!
LG und Dank, Bernadette
Keiner???
Seid Ihr alle im Urlaub???
Na denn, ..... erholt Euch gut!
LG, Bernadette
Hallo Bernadette,
anamorphotisches Sehen entsteht bei cylindrischen Fehlsichtigkeiten durch cylindrische Brillengläser. Wenn man sich daran gewöhnt hat, ist der Effekt gewölbter Flächen nicht mehr zu sehen, aber wenn man die Brille abnimmt, hat man das Gegenteil von dem, was mit der Brille anfänglich zu sehen war. Ich hoffe, das die Erklärung nicht zu kompliziert ist.
Übrigens hat ein Prof. Dr. Reiner (Höhere Fachschule Köln) diesen Begriff Anamorphotie klar gemacht und viel darüber referiert.
Lieber Eberhard,
vielen Dank für die Erklärung!
Dazu paßt ja, dass sich linkskonkav beim Abnehmen der Brille in rechtskonkav umwandelt und umgekehrt.
Aber Du sagst, wenn man sich daran gewöhnt hat, ist es nicht mehr zu sehen. Hm ja, ich weiß noch, dass ich das tatsächlich bei meiner ersten Brille mit Zylinder hatte. Beim Einsteigen in den Bus war das zuerst echt schwierig
. Aber das war irgendwie anders - und außerdem nach 1-2 Wochen vorbei... Und da ich noch ein guter Fußgänger war, muß das ganze also mindestens 23 Jahre her sein. Die Stärke der Zylinder ist bei mir jetzt auch seit mindestens 8 Jahren unverändert geblieben, und ich kann mich nicht daran ereinnern, dass es nach dem ersten Zylinder bei Änderung der Werte nochmal ein Problem gab. Die Bananenform ist auch erst vor ein paar Jahren aufgetreten... :dunno
Also habe ich nochmal weiter probiert:
Linkes Auge mit der üblichen Prismenbrille - linkskonkav, linkes Auge pur - rechtskonkav, linkes Auge mit der Monokular-Brille (Zylinder aber gleich wie in Prismenbrille) - picobello gerade!!!
Aber wenn beide Brillen den gleichen Zylinder haben, ist er vielleicht 1. doch nicht so gleich geworden wie gedacht oder 2. wird der Zylinder durch die Prismen derart beeinflußt? Oder ist es 3. doch gar nicht der Zylinder, sondern das Zusammenspiel von Seiten- und Höhenprisma? Ich habe noch eine andere Brille (gleicher Zylinder, sphärisch -0,5 und jeweils 2 pdpt Bi mehr, Höhe gleich), da sind die Bananen noch deutlich krummer ...
LG
, Bernadette
Hallo Bernadette,
bei Prismen gibt es auch Verzeichnungen, die meist verschwinden, wenn die Brillengläser optimal vor den Augen stehen. Richtige prismatische Korrektion ist eigentlich ohne Verzeichnung, falsche wird immer eine Art Verzeichnung ergeben.
Liebes Forum,
mit Euren guten Tipps gewappnet, wollte ich die Okklusionslinse in Angriff nehmen. Aber erstens kommt es immer anders als man zweitens denkt.
Um möglichst viele gute neue Ideen von Euch zu bekommen und da es nichts direkt mit dem Binokularsehen zu tun hat, habe ich mein Problem im Brillenoptik-Forum unter "Probleme mit Astigmatismus" http://www.optometrie-online.de/node/5528 geschildert.
Vielleicht mögt Ihr ja mal reinschauen.
Mit Dank und Gruß,
Bernadette