Hallo allerseits, nach einem Jahr mit meiner Problematik möchte ich hier nochmals schreiben um mir euren Rat einzuholen 
Kurzfassung :
- 14 August 2011 => Kräftiger Schlag auf den Hinterkopf => nach und nach (innerhalb 10 Tagen) immer mehr beschwerden (unscharfen sehen, unmöglich auf "eine ebene" zu fixieren, extreme kopfschmerzen & nackenschmerzen, tinnitus, schwindel, unwohlsein, etc etc (fast beliebig fortsetzbar)).
- September 2011 => Zum ersten Mal im Leben eine Brille verordnet bekommen, 2 Wochen später 15 Prismen Basis aussen auf das linke auge geklebt bekommen.
//EDIT: seitdem ich das erste mal die Brille mit den Prismen anhatte, hab ich ohne Brille permanente Doppelbilder)
- Dezember 2011 => Erhöhen der Prismen auf 20 für das linke auge
... immer geduldiges abwarten da dies der allgemeine Ratschlag der Ärzte war...
=> jegliche zusätzliche überprüfung war immer "ohne Befund" oder "nix neues" (sprich: Neurologisch, HNO-Arzt, Zahnarzt, mehrere Augenärzte, Chiropraktiker, Heilpraktiker, und was auch immer)..
- Juli 2012 => 35 Prismen sollen (mit folie) auf das Linke Auge, ich lehne ab, weil ich dann überhaupt nix mehr sehe...
...
Über mehrere Umwege (ohne jetzt ins Detail zu gehen) bin ich zu Dr. F. Gorzny in Koblenz gekommen. Der hat mich erstmalig nach MKH vermessen und nun folgenden Befund erstellt (hier hoffentlich fehlerfrei abgetippt):
Befund:
Visus cc 1,0 1,0 Cover EB aus Konvergenz Motilität: PE Führung, Stereo: neg. am Polatest nach 3 Untersuchungsgängen 48 Prismen dptr Basis aussen gemessen, damit grobes Binokularsehen.
Diagnose:
Hyperopie, Astigmatismus, Mikrostrabismus mit grosser zusätzlicher Heterophobie, Kopfzwangshaltung (bei vollständigem Prismenausgleich ausgeglichen)
Procedere:
Prismenbrille mit je 10 Prismen dptr Basis aussen (links & rechts), wenn keine Beschwerdefreiheit OP empfohlen.
Die Brille habe ich heute bestellt, Lieferzeit 10 Werktage...
Meine Fragen sind jetzt:
- Bin ich endlich auf dem richtigen Weg(da mir jetzt in Aussicht gestellt wurde dass meine Problematik von der hohen Winkelfehlsichtigkeit kommt).
- Dr Gorzny meinte 48 Prismen wären schon eine ganze Menge ausserdem hat er auch Höhenprismen gemessen
=> Hat einer von euch Erfahrungen mit so einem Fall oder sonst irgendeine Anregung?
mfg Tom
Hallo Tom,
Du kannst Dr. Gorzny vertrauen. Er hat Dir eine Prismenbrille verordnet, die erst einen Teil der nötigen Korrektion beinhaltet. Solltest Du mit den 20 Prismen alles optimal sehen ohne Beschwerden, kann die Brille bleiben. Bleiben die Beschwerden oder vergrößern sie sich noch nach einigen Wochen mit der Brille, bleibt der Weg mit der OP nur noch übrig. Es wird wahrscheinlich auf 2 OP´s herauslaufen, da 48 cm/m kaum mit einer OP zu beseitigen sind. Also erst eine sog. Einleitungs-OP, nach einigen Monaten dann die 2, bei der eventuell dann auch die Höhenfehler beseitigt werden.
Hi Eberhard Luckas,
Danke für diese Erklärungen, solangsam ergibt sich ein Gesamtbild 
Ich sollte wohl aber auch noch erwähnen dass ich ohne Brille echte Doppelbilder habe (und zwar seitdem ich das erste Mal die im September verordnete Brille mit Prismenfolie anhatte). Man kann auch (ohne Brille) ein schielen nach innen des Linken Auges feststellen.
(nur zu Vollständigkeit, hier auch der alte Link zu meinem Thema: http://optometrieonline.de/node/5483 )
Hallo Tom,
der Unfall hat bewirkt, dass der schon immer vorhandene Mikrostrabismus und die wohl bisher gut kompensierte Esophorie entgleisten. Durch die Prismen bist Du in ein manifestes Schielen gerauscht, daher die DB ohne Brille. Um eine OP wirst Du nicht umhin kommen, aber es ist sehr verantwortlich, dass Dr. Gorzny Dir zunächst nur die 20 Prismen in die Brille packt. Bei Mikrostrabismus muss aufgepasst werden, dass man nicht in diesen reinkorrigiert (wurde eventuell vorher gemacht, daher das Entgleisen....). Auch der Höhenfehler sollte (später?) korrigiert werden, damit die Kopfzwangshaltung aufgegeben wird.
Vielleicht als Trost: Auch ohne Unfall hätte es früher oder später zu dieser Entgleisung kommen können, ja, es ist sogar sehr wahrscheinlich. Denn mit zunehmendem Alter verlieren wir unsere Kompensationsmechanismen...
Ich drücke Dir die Daumen
Viele Grüße
Kerstin
Auch hier wieder vielen Dank für die weiteren Erklärungen 
Was ist mit "Mikrostrabismus muss aufgepasst werden, dass man nicht in diesen reinkorrigiert" gemeint? Ist dies bereits passiert mit den anfänglichen 15 Prismen und jetzt 20 Prismen (seit 9 Monaten)? Wo ist der Haken beim "reinkorrigieren"?
Naja ich hätte es lieber später erlebt als jetzt, aber mal hoffen dass ich jetzt da gut durchkomme 
vielen Dank! lg Tom
-- Update 
Habe heute meine Prismenbrille bekommen
Entlich wieder mit 2 Augen richtig sehen und nicht durch so eine sch*** Folie kucken
Allerdings sehe ich die einzelnen Farben am Rand von "Objekten" relativ stark, sprich alles hat einen Rot/Grün/Blauen Rand .. :/ ist das "normal" bei "nur" 10pdpt ba (beidseitig)? und es fällt mir (gerade am PC) schwer richtig "zu fokussieren", es ist alles leicht unscharf..
Ist dies alles richtig so, sprich ich brauche Eingewöhnungszeit? oder stimmt da etwas nicht?
Hier nochmals alle Werte:
laut Verordnung:
Ferne:
R: Shpär. +0,5 , Zyl -0,75 Achse 72 Prismen 10 Basis Aussen
L: Shpär. +0,5 , Zyl -0,75 Achse 104 Prismen 10 Basis Aussen
laut Optiker-Rechnung:
Ferne:
R: Shpär. -0,25 , Zyl +0,75 Achse 162 Prismen 0 Basis Aussen (aber sind sicher nicht 0 Prismen da fehlt wohl die 1) 
L: Shpär. -0,25 , Zyl +0,75 Achse 14 Prismen 0 Basis Aussen (aber sind sicher nicht 0 Prismen da fehlt wohl die 1) 
(Gläser: Seiko SV SSV AZ 1,67 Superclean)
lg Tom
Moin Tom,
bei 10 cm/m sind Farbsäume an den Rändern von angesehenen Dingen, z.B. Buchstaben, völlig normal.
Allerdings hätte ich niemals 1,67er Gläser genommen für prismatische Gläser, denn bei dieser Brechkraft tritt meist eine hohe Unverträglichkeit auf.
Auch halte ich den Glashersteller nicht für solche Gläser geeignet, ich habe bisher einzig nur beste Erfahrungen mit der deutschen Firma mit dem Anfangsbuchstaben Z.
Danke für die schnelle Antwort 
Ok soweit sogut. Mir hat man leider erklärt das wäre nur mit 1.67 er Glas möglich
naja nächstes Mal weiss ich es besser 
Bemerkt habe ich aber dass ich mit dem linken Auge keine Farbsäume sehe sondern scheinbar nur mit dem rechten.. allerdings war vorher die pirsmenfolie immer auf dem linken auge, kann es also eine Gewohnheitssache sein?
lg Tom
Moin, Tom,
klar ist es eine Gewohnheitssache.
ok, dann werd ich wohl noch weiter Gedult haben müssen.. 
Ich kann mit dieser Brille auch nicht wirklich scharf sehen, sprich am Notebook (und IPhone) kann ich nicht sehr viel lesen, die Buchstaben verschwimmen teilweise ineinander.. es gelingt mir durch Anstrengung immer mal wieder kurz aber leider nicht auf dauer..
Dazu folgende Beobachtung:
Wenn ich nur mit einem Auge (egal welches) durch das jeweilige Brillenglas kucken und durch das "äussere Ende" kucke wirds schärfer, und beim geradeaus Blick wieder trüber. Sprich wenn ich (Prisma ist Basis aussen) durch das dicke Teil der Brille kucke sehe ich einäugig scharf, mit beiden augen funktionniert dies natürlich nicht..
Ist dies so normal oder sollte ich das überprüfen lassen?
mfg Tom
Update:
Ich habe meine Prismenbrille nun seit gut 4 Wochen wollte mich mal melden, weil mir auch folgendes aufgefallen ist:
- Ich sehe die Farbsäume welche ich mit Brille habe mittlerweile auch OHNE die Brille (z.B beim duschen)
- Ich werd bei PC-Arbeit oder beim Lesen mit der Prismenbrille noch schneller müde als mit der normalen Brille mit der Prismenfolie, sprich es fühlt sich immernoch alles so schrecklich anstrengend an :/
- Eine echte Verbesserung der Gesamtsituation ist auch nach 4 Wochen noch nicht wirklich eingetreten..
Irgentwelche Tips, Anregungen oder Meinungen dazu?
lg Tom
Hallo,
Lasse die Gläser in 1,6er Material umtauschen.
Hi Eberhard Luckas,
Ich werds versuchen, keine Ahnung ob das geht oder ich dann nochmals neue Gläser kaufen muss :/
Kann es denn sein dass die 1.67 derart unverträglich sind? 
lg Tom
Hallo Tom,
ja, das kann sein - ich spreche hier aus düsterer Erfahrung...auch ich bin und bleibe Anhänger der guten Firma "Z" und aich würde nie wieder hochbrechende Gläser nehmen, auch wenn sie dünner sind...
Viele Grüße
Kerstin
@donquichote: Danke, habs mir durchgelesen 
@ Kerstin Harms: Vielen Dank für diese persöhnliche Antwort 
Es scheint ja dann wohl echt an der Unverträglichkeit mit den Gläsern zu liegen
Ich habe es bisjetzt immer aufgeschoben dies zu ändern, da ich viel um die Ohren hatte.. ich werds dann wohl doch noch machen müssen :/
Vielen Dank!,
lg Tom
Hallo allerseits,
da ich kommenden Donnerstag zur Kontrolle zum Augenarzt gehe wollte ich mal 1-2 Fragen im Vorfeld loswerden
und dann natürlich nach der Kontrolle ein kleineres Update zum Stand der Dinge nachreichen 
Folgendes ist mir aufgefallen:
- Ich habe starke Schwierigkeiten mir Dinge zu merken, sprich ich habe Probleme mit dem Kurzzeitgedächtniss. Kann es da einen Zusammenhang zwischen dem "anstrengenden" Sehen und dem scheinbar schlechten Kurzzeitgedächtniss geben? (Ich hatte wohlgemerkt vor dem Unfall (sprich vor 15 Monaten) keinerlei Probleme damit). Stichwort: Zeitweiliges Überfordern des Gehirns 
- Ich habe beim durchblättern von (Party-)Fotos bemerkt dass ich bei Müdigkeit und/oder Alkoholkonsum verstärkt Schiele. Vorallem schielt das Links Auge sichtbar auf den Fotos. Die 20Prismen in meiner Brille sind aber mit 10/10 auf links und rechts verteilt, dennoch schielt nur das linke Auge sichtbar. Mir wurde ja bereits gesagt dass ich mit 48 Prismendioptrien sehr hohe Werte habe, welche momentan noch nicht voll korrigiert werden, kann es also sein dass die noch nicht korrigieren 28 Dioptrien bei Müdigkeit (Alkohol) nicht mehr kompensiert werden? Und warum schielt dann nur ein Auge?
lg Tom 
Bei Deiner ersten Frage, gibst Du Dir selber die Antwort.
Bei der Zweiten Frage ist die Antwort naheliegend, es schielt nur das aktuell benachteiligte Auge, das andere fixiert!
Wollte trotzdem lieber mal nachfragen 
Achso ok. Ist es dann so dass die gemessenen 48Prismen eigentlich nur für das linke Auge gelten, und der "einfachheit" halber beide Augen korrigiert/opereiert werden?
lg Tom
Nicht der Einfachheit halber, sondern weil es i.d.R. besser ist. Beide Augen haben miteinander ein Spur-Problem, sie driften auseinander. Dies kann durchaus nur rechts oder auch links "gerichtet" werden, dies führt aber zu weit höheren Einflussnahmen an den beteiligten Muskeln. Werden beide Augen heran gezogen, ist die Eingriffsgrößenordnung pro Muskel nur halb so hoch und beeinträchtigt evtl. Folgen am Augenmuskel(system) weit geringer.
Nur wenn ein Muskel in der Beweglichkeit eingegrenzt arbeitet, muss eine "befreiende" Eingriffsgrösse für dies Auge vorrangig indiziert sein.