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4 jährige schielt plötzlich nach Innen

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(@Naty78)
Beiträge: 92
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Themenersteller
 

Hesch, ja du hast Recht, bei ihr wurde 1 dpt abgezogen. Nun frage ich mich, ob es sogar 2 sind, weil sie ja nicht mit Atropin getropft wurde.


 
Veröffentlicht : 22.04.2013 10:22
(@Hesch)
Beiträge: 430
Reputable Member
 

Ich würde auf jeden Fall nach 6 Monaten mit Atropin tropfen lassen (über mehrere Tage vorher).

Wenn die Werte dann vorliegen, ist auch die Sehschärfenentwicklung bis dahin entscheidend, wieviel man dann in die Brille packt ,und die ev. noch vorhandenen Schielwinkel, wenn noch etwas Schielen vorhanden ist (messbar und akkomodativ bedingt), packt man man dann noch etwas mehr in die Brille. Hier ist die große Erfahrung und das Fingerspitzengefühl des Arztes gefragt.... Man muss aber aufpassen, dass man nicht zuviel Plus reinpackt, um bloss den Parallelstand zu erreichen, denn bei etwas zuviel an Plus vernebelt die Brille dann und du hast nichts mit der Supervollkorrektion gewonnen...


 
Veröffentlicht : 22.04.2013 10:32
(@Naty78)
Beiträge: 92
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Themenersteller
 

Hesch, danke dir. Du bist echt Profi Lächelt

Weisst du was ich noch nicht weiss? Wie misst man Schielwinkel? Kann mir jetzt Orthopistin sagen, ob sie mit der Brille ein Schielwinkel hat, oder muss man da nächstes Tropfen abwarten?

Auf jedem Fall werde ich sie darauf ansprechen wegen Atropin. Weisst du, die Ärztin selber, war nicht sooo nett, wie die Orhopistin die dort arbeitet! Die Ärztin hat nix erklärt, sie hat nur Amessung durchgeführt und Rezept geschrieben. Alles andere soll ich mit Orhopistin schauen.

Weiss nicht ob das so normal ist, ob mir Ärztin was mehr erklären müsste?! böööö...

Dort bin ich jetzt nur wegen dieser Othopistin...aber ich werde mir überlegen wo ich in 6 Monate die Atropinuntersuchung machen lasse.


 
Veröffentlicht : 22.04.2013 10:54
(@Hesch)
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Schielwinkel mißt man, indem man mit vorgehaltener Prismenleiste das Kind je ein Objekt  in der Ferne und ein Objekt in der Nähe fixieren lässt, bis keine Einstellbewegung mehr vorhanden ist. Man deckt hierzu ein Auge ab und schaut, ob das andere Auge eine Einstellbewegung macht, das ist bei Schielen immer der Fall. Wenn man ein bestimmtes Prisma davor hält und dann keine Einstellbewegung mehr vorhanden ist, gibt die Größe des Prismas den Schielwinkel an. Das ganze ungetropft mit Brille.

Das Ganze nennt sich Cover -oder Abdecktest:

http://de.wikipedia.org/wiki/Abdecktest

Bei dem Termin am 3. Mai wird dieser Test durchgeführt werden, das macht dann die Orthoptistin. 

Auch wenn die Ärztin nicht viel erklärt, bleibe erstmal in der Praxis. Du kannst doch Fragen stellen. 

 Wegen zweiter Meinung kannst Du Dich zeitparallel an die zweite Adresse wenden, die ich Dir mitgeteilt hatte. Der Arzt müßte sich die Maus dann erstmal direkt mit neuer Brille anschauen. Auf die Meinung würde ich auch vertrauen. 

LG Helene


 
Veröffentlicht : 22.04.2013 11:04
(@Kugelblitz)
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Hallo Naty,

nochmals zum Atropin. Falls bei Euch eine Atropinbehandlung durchgeführt wird und Deine Tochter besucht einen Kindergarten, dann lasse sie nach Möglichkeit ein paar Tage zu Hause bis die Wirkung nachlässt.  Da die Tropfen die Akkommodation lähmen, beinträchtigt dies doch sehr die Aktivitäten im Kindergarten und die Verletzungsgefahr steigt daher meines Erachtens. Günstig ist es, den Start auf ein Wochenende zu legen und die Untersuchung montags oder dienstags folgen zu lassen. Die Tropfengabe erstreckt sich i.d.R. über 3 Tage und die Wirkung hält eine gute Woche an, manchmal länger.

Und sollte in dieser Zeit mit starker Sonneneinwirkung zu rechnen sein (soll es ja geben), dann sorge für ein Cappy o.ä., um die empfindlichen Augen zu schützen.  Helles Licht ist dann sehr unangenehm.

LG Kugelblitz


 
Veröffentlicht : 22.04.2013 14:16
(@Naty78)
Beiträge: 92
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Themenersteller
 

Hallo Kugelblitz. Heisst das, sie wird auch nach der Untersuchung noch für eine Wo. schlecht sehen? Das ist aber schon mühsam.

Ich habe auch gehört, dass Atropin starke Nebenwirkungen haben kann. Sogar bis zur Psychose. Gibt man das trotzdem den Kindern?


 
Veröffentlicht : 22.04.2013 15:25
(@Kugelblitz)
Beiträge: 1467
Noble Member
 

Hallo Naty,

ja, die Wirkung von Atropin hält i.d.R. 7-14 Tage an, abhängig von Dauer und Dosierung der Gabe. Bei einer 3-tägigen Gabe kannst Du mit mindestens einer guten Woche rechnen. Es wird natürlich von Tag zu Tag besser.

Atropin ist ein Medikament, was wie nahezu jedes Medikament Nebenwirkungen haben kann. Bei Bedenken/Fragen solltest Du das Gespräch mit Deinem Augenarzt suchen.

Bei Schielkindern ist für die Refraktionsbestimmung die vollständige Akkommodationslähmung wichtig, daher wird es auch bei Kindern eingesetzt.

LG Kugelblitz


 
Veröffentlicht : 22.04.2013 15:59
(@Naty78)
Beiträge: 92
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Themenersteller
 

Hallo. Weiss jemand Unterschied zwischen:

Hyperkinetischer Konvergenzexzess

und

reinrefraktiven Strabismus convergens

Was sind Merkmale, dass man diese zweit Typen von Schielen unterscheiden kann?


 
Veröffentlicht : 24.04.2013 14:45
(@Hesch)
Beiträge: 430
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Hallo Naty,

reinrefraktiven Strabismus Convergens gibt es so nicht. Du meinst sicherlich den akkomodativen Strabismus Convergens. 

Beim Hyperkinetischen Konvergenzexzeß ist die Akkomodation im normalen Bereich, aber es gibt überschießende Konvergenz in der Nähe, das äußert sich dadurch, dass der  Nahschielwinkel größer als Fernschielwinkel  ist.  Behandlung mit Nahzusatz (Bifokalbrille), wenn nicht vollständig mit Bifo korrigiert, wird eine Schieloperation nach Cüppers vorgenommen. 

Beim akkomodativen Strabismus Convergens sind die Werte der  Akkomodation und der Konvergenz im normalen Bereich, der  Fernschielwinkel ist ca. gleich dem Nahschielwinkel, Hyperopieausgleich mit Brille.

Der Unterschied zwischen den Beiden ist also in erster Linie im Schielwinkel Ferne/Nähe.

LG Helene


 
Veröffentlicht : 25.04.2013 21:35
(@Naty78)
Beiträge: 92
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Themenersteller
 

HAllo. Heute hatten wir unseren Termin. Gemäss Orhopistin schielt meine Tochter mit der Brille nicht mehr. Nach diesem Aufdecktest ist es ihr nicht aufgefallen, dass sie schielt. Sie hat ihre Fotos angeschaut, 5 Monate bis 2 Jahre und sie meint, ein schielen sieht sie nicht..gewisse Bilder waren nicht aussagekräftig, da man Hornhautreflexe nicht immer gut erkennen konnte. Es besteht Möglichkeit, dass sie eventuell ein Mirko-mikro Schielen hatte, 1-5 Grad, was aber jetzt schwierig ist herauszufinden.

Sie hat ein akkommodatives Schielen. Sie will meine Tochter wieder am 24. 5. sehen und vereinbarte einen längeren TErmin als heute (Heute waren wir halbe Stunde bei ihr) Nächstes Mal 1 Stunde. Sie möchte noch genauer prüfen, ob sich man eventuell vorhandes schielen aufdecken würde. So wie es jetzt ist, hat sie Parallelstand. Leider hat sie die Katz, Auto, Elefant beim räumlichem Sehtest nicht erkannt. Sie hat nichts gesehen, aber die Orthopistin meint, das müsse noch nichts heissen. Die Brille trägt sie erst 4 Wo. und wir schauen dann in 3 Wo. wieder. Sehschärfe hat sie auch geprüft, gemäss ihren Sehtafeln hat sie auf dem rechten Auge 50% und auf dem linkem 20-30%. Heute hat sie mit O-Sehtafel geprüft, wobei O immer eine Öffnung hat, welche sie dann erkennen sollte.

Orthopistin meint, meine Tochter dürfte man auf keinem Fall operieren, AUCH wenn ein Mirkoschielen, bzw. Restschielwinkel da wäre. Stimmt das???? Ich dachte, ein Restschielwinkel operiert man immer, da er das räumliches Sehen beeinträchtigt. Ok, bei meiner Tochter sieht sie momentan kein Mirkoschielen, bzw. Restschielwinkel.

Sie erklärte mir, OP macht man, nur wenn das Kind SICHTBAR mit der Brille schielen würde, was bei uns nicht der Fall ist.

Ich fragte sie, ob bei meiner Tochter ein Polatest möglich wäre. (Ich habe gelesen, da kann man beidäugiges Sehen prüfen) und sie antwortete, sie käme aus einer Schule wo man diese Polatest nicht unterstützt. Sie arbeiten nicht mit Polatest und Meinungen sind da geteilt (bei den augenärzten)

Danach wollte ich wissen, ob meine Tochter nächstes Mal mit Atropin untersucht wird..sie meint, es sei nicht nötig bei ihr, aber möglich wäre es schon. Atropin sei ein wenig stärker und wirkt länger. Es stimmt, dass die Werte wenig höher liegen könnten, mit Atropin..jedoch meint sie, da meine Tochter nicht schielt und falls sie weiterhin nicht schielen würde, empfiehlt sie nächste Untersuchung wieder mit kurzwirkenden tropfen, bzw. Zyklolat. Voreil ist wirklich, dass sie nur 2 Tage "eingeschränkt" ist und man braucht nicht immer die Vollkorrektur..anders wäre es wie gesagt, falls das Kind mit der Brille schielen würde, aber das prüft sie jetzt alle 4-8 Wo. je nach dem.

Was meint ihr dazu?

Ah ja, Abkleben würde sie noch nicht, sie möchte ihr noch Zeit geben und meint, dass wir am 24.5. weiterschauen, ob sich die Sehschärfe in 3 Wo. ehner bessert oder verschlechtert wird. Sie meint, es ist in Ordnung, wenn man diesen Entscheid nach 8 Wo. Brille tragen entscheidet. Falls ein Mikroschielen auffallen würde, dann würde sie auf jedem Fall abkleben empfehlen, aber sicher keine OP. Ich dachte, abkleben ist ja nur zum Sehschwäche behandeln und nicht das Mirkoschielen, bzw. Restschielwinkel??? Das verwirrt mich ein wenig.


 
Veröffentlicht : 03.05.2013 18:05
(@Naty78)
Beiträge: 92
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Themenersteller
 

Sie erklärte mir noch, dass meine Tochter entweder ein Vollakkommodativer Starbismus oder ein partiell akkommodativer Starbismus hat. Das kann man aber noch nicht sagen, sondern mit weiteren Untersuchungen heruasfinden.

Wie gesagt, gemäss Othopistin OP kommt in beiden Fällen nicht in Frage.


 
Veröffentlicht : 03.05.2013 18:08
(@Hesch)
Beiträge: 430
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Hallo Naty,

Sehschärfe mit den Landoltringen zu prüfen ist noch in diesem Alter ein wenig früh, besser wäre es mit E-Haken oder LEA, die Ihr ja schon kennt. Aber selbst bei diesen Ergebnissen mit den Landoltringen musst Du wissen, auf dem Schielauge wird sich nach noch ein paar Wochen Brillentragen die Sehschärfe bessern.Übt fleissig weiter Sehteste zuhause, Du wirst eine Besserung feststellen.

Bzgl. der OP hat Deine Orthoptistin recht in Eurem Fall. 

Bzgl. des räumlichen Sehens, Du hast doch noch das Buch? Übt fleissig weiter... es wird sich bessern, sie hat ja erst seit ein paar Wochen die Brille. 

Kurze Untersuchungsabstände sind super, darauf bestehen, dass das nächste Mal mit Atropin getropft wird. 

Falls es irgendwann um Akleben geht, bestehe auf einer Atropinkur.

Bei einem ev. dann festgestellten Restschielwinkel notwendiges Abkleben: hier meint sie, hier bestünde dann die Gefahr, dass der Visus runtergehen könnte, weil einäugig geschaut werden würde.  Und genau hier ist nur eine Atropinkur angezeigt in Eurem Alter!!! Siehe meinen anderen Beitrag hier:

http://www.optometrie-online.de/node/6222

LG Helene


 
Veröffentlicht : 03.05.2013 20:37
(@Kugelblitz)
Beiträge: 1467
Noble Member
 

Hallo Naty,

wenn ein vollakkommaodativer Strabismus vorliegt, wird man eine keine Operation durchführen, denn das durch die Weitsichtigkeit verursachte Schielen wird durch die Brille für Ferne und Nähe behoben.

Einen Mikrostrabismus wird man ebenfalls nicht operieren, wenn auch aus anderen Gründen. Unter Mikroschielen versteht man ein kleinwinkeliges, unauffälliges Schielen. Der Schielwinkel ist kleiner 5 Grad und daher für die meisten Menschen kaum sichtbar. Er hat allerdings die Besonderheit einer anormalen Netzhautkorrespondenz (ANK). Diese ist der Grund, warum man den Schielwinkel nicht operieren sollte bzw. versucht, ihn mit Prismen zu korrigieren. Die ANK hält den Schielwinkel aufrecht, d.h. er stellt sich immer wieder ein.

In diesem Zusammenhang ist immer die Art der Fixation zu überprüfen, denn es gibt verschiedene Unterformen des Mikrostrabismus.

Natürlich ist auch die Sehschärfe zu prüfen, da ein Mikrostrabismus häufig eine ausgeprägte Amblyopie (Sehschwäche) hervorruft. Diese wird i.d.R. mittels Okklusion thearpiert.

Bei einem Mikrostrabismus gibt es häufig ein subnormales Binokularsehen, der Stereo-Lang-Test wird i.d.R. nicht bestanden.

Ein Restschielwinkel kann wiederum auch klein sein, man kann ihn aber durchaus operieren in Abhängigkeit des Befundes. Bei Vorhandensein eines Restschielwinkels liegt dann allerdings kein reiner vollakkom. Strabismus vor, sondern z.B ein vollakkom. Strabismus mit Restschielwinkel für die Nähe oder ein partiell akkom. Strabismus mit Restschielwinkel.

So ein Restschielwinkel kann natürlich je nach Art ebenfalls eine Amblyopie verursachen.

Die Gewöhnung an eine Brille dauert i.d.R. 4-6 Wochen, je nach Art und Ausprägung der Fehlsichtigkeit auch etwas länger. Ich denke, auch 8 Wochen Gewöhnungszeit sind in Ordnung. Dann sollte die Visusprüfung allerdings besser ausfallen. Bedenklich finde ich persönlich den Visusunterschied der Augen. Mischformen von Refraktions- und Schielamblyopien sind häufig anzutreffen. Daher ist das Thema Okklusion bei Euch noch nicht vom Tisch, sondern es ist das Ergebnis des nächsten Tests abzuwarten. Eventuell sind die E-Haken für 4-jährige Kinder noch besser geeignet als die Landoltringe (C-Ringe), obwohl diese genauer sind. Würde ich ansprechen.

Sollte sich der Verdacht auf Schielen bestätigen, wäre die Refraktionsbestimmung mit vorheriger Atropingabe m.E. erforderlich, ebenfalls bei hoher Weitsichtigkeit.

Der Polatest wird von den meisten Augenärzten und Orthoptistinnen in der Tat abgelehnt.

Ein Kontrollrythmus von 4-8 Wochen ist meiner Meinung nach o.k..

Also, auch wenn es schwer fällt: nächsten Termin und Befund abwarten

Bis dahin alles Gute Kugelblitz


 
Veröffentlicht : 03.05.2013 21:26
(@maria2)
Beiträge: 35
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Hallo Naty,

nur mal am Rande: Habe eben Deine Beiträge gelesen u erkenne mich teils im Inhalt u. bes. in der Unruhe wieder. Mir geht es gerade ziemlich genauso wie Dir!! Aber ich denke wir gehen einfach den Weg u machen alles nach bestem Gewissen u. Können innerh. unserer Laienkenntnis; dann wird es bestimmt gut,  gut dass es so ein Forum gibt Zwinkert!!

Alles Liebe !

Maria   


 
Veröffentlicht : 03.05.2013 23:38
(@Naty78)
Beiträge: 92
Estimable Member
Themenersteller
 

Hallo Helene

Danke für deine Antwort. Die Othopistin meinte, dass meine Tochter so gut gelaunt war, möchte sie meine Tochter mit diesen Ringen prüfen. Sie hat auch wunderbar mitgemacht. Den jedes mal, gibt es eine Belohnung für sie, das funktioniert wie du es mir empfohlen hast Lacht laut

Natürlich habe ich das Buch, nun ganz ehrlich haben wir noch nicht viel geübt. Ich wollte dir noch sagen, dass wir am Mittwoch in den Ferien verreisen und am 21.05. zurückkommen. Falls Du das Buch brauchst, sag einfach. Ich behalte es gerne noch eine Zeitweile und übe mit Adriana.

Atropinkur ist sicher gut, nun würde ich ihr lieber keine Chemie in den Augen tropfen. Habe Angst von Nebenwirkungen und so. Was meinst du wenn man die Folie auf Brille kleben würde? Ansonsten komme ich noch auf das zurück, sobald wir wissen, ob wir abkleben müssen oder nicht.

Warum kann man diesen Restschielwinkel nicht erkennen?? Meinst du wäre es gut wenn ich meine Tochter all zwei Tage fotografiere, natürlich mit Blitz, um herauszufinden ob sie mit der Brille schielt oder nicht?? Das ist aber schon mühsam, dass man das nicht zu 100 % feststellen kann, ob sie es hat oder nicht. Den ist ja logisch, dass Visus abfällt, falls sie weiterhin schielt. Auch wegen räumlichem Sehen mache ich mir Sorge....den, wie es aussieht, hat meine Tochter ein LABILES räumliches Sehen?!

Gibt es eine Regelung ab wiviel Prozent Sehschwäche eine Abklebtherapie erforderlich ist? Bei grossem Unerschied, links und rechts ist mir klar. Aber was ist grosser Unterschied? 20% oder 50%?

Ah ja, ganz vergessen!!! Die Orhopistin hat mir gesagt, dass es auch Risiko für Leseamblyopie gäbe..darum ist sie froh, wenn sie Kinder mit diesen Ringen prüft und findet, Kind soll die ganze Zeile lesen können...sie hat verlangt, dass meine Tochter nicht nur eins oder zwei pro Zeile sieht, sondern sie verlangte, dass meine Tochter die ganze Rheie gut sehen kann.

Gruss, Naty

Hallo Kugelblitz

Danke dir. Ja, das habe ich jetzt verstanden mit der OP. Nun weisst du, meine Sorge ist mehr, ob sie trotz Brille eine Restschielwinkel hat, oder sich sogar eins entwickelt?! Den so geht räumliches Sehen verloren!! Meine Tochter wurde dazu nicht mit Atropin getropft und jetztige Brille ist um 1 dpt weniger.

Kann das zusätzlich dazu führen, dass sie WIEDER ein akkommodatives Schielen entwickelt? Bzw. Akkommodatives schielen mit der Brille??? Oder kann das sogar zur Konvergenzexess-Störung führen? Den eine KE-Störung hat sie bis jetzt nicht!! Es besteht immer noch kein Nahschielwinkel...bleibt das so, oder kann sich das ändern?

Eine OP des Restschielwinkels finde ich aber schon sinnvoll...den ein räumliches Sehen, soll man doch immer versuchen zu retten! Ich würde meine Tochter NIEMALS aus kosmetischen Gründen operieren lassen!! Wenn schon, dann im gewissen Alter fall sie sich das wünschen würde, aber sicher nicht jetzt.

Komisch finde ich, dass uns Othopistin nicht sagen konnte, ob meine Tochter eine Fixation hat. Sie hat gesagt, auf dem besseren Auge, hat sie es sicher und auf dem schielende weiss sie noch nicht.

Ist das scho schwierig zum herausfinden?

LG, Naty

Hallo Maria

Ah, ich verstehe dich sehr gut. Weisst du, als ich mit meiner Tochter beim Arzt war (im März) hatte ich danach extreme Schlafprobleme und habe mir auch Vorwürfe gemacht, warum ich nicht früher bemerkt habe etc. Ich bin sehr froh, diese Forum gefunden zu haben...den man kann unmöglich wegen jeder Frage den Arzt anrufen!!! Und nächsten Termin abwarten, würde bei mir wieder schlaflose Nächte verursachen.

Ich frage mich heute noch, warum das meine Tochter hat...den ich, mein Mann, sowie Grosseltern meiner Tochter und wirklich alle Verwandte haben keine Augenprolbeme. Warum sie von dem Schicksal getroffen wurde weiss ich nicht. Mir tut das schon weh, aber mittlerweile habe ich es akzeptieren müssen! Vor allem, wegen meiner Tochter..den es gibt nichts schlimmeres, wenn ich ganze Zeit sie bemitleiden würde oder sich schlecht fühlen würde, Kinder merken einfach alles...darum versuche ich mit all dem ganz normal umzugehen, wie wenn sie gar nix hätte...Schlussendlich ist es wichtig, dass wir unsere Kinder unterstützen, eine gute Therapie machen und die kleine Augen retten so weit es geht. Ich wünsche dir ganz viel Geduld, Kraft und wir werden das schon schaffen Lacht


 
Veröffentlicht : 06.05.2013 13:28
(@Hesch)
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Hallo Naty,

nein, das Buch brauche ich nicht, das ist ja mein zweites Exemplar, habe genauso eins zuhause. Mache ruhig mit ihr ein paar Übungen ab und zu. 

Wenn Deine Tochter die Landoltringe mitmacht, ist es auch gut, dann sollte die Orthoptistin beim nächsten Mal auch mit dieser Methode den Visus prüfen, damit man einen Vergleich für die Sehschärfenentwicklung hat. 

Bangerterfolie ist sicherlich eine Alternative zur Atropinkur, immerhin ist es viiiiel besser als Abkleben in Eurem Fall. Aber hier muss die Stärke der Folie genau abgestimmt sein. 

Nein, Du kannst einen nicht messbaren Schielwinkel auf den Fotos nicht erkennen, zudem hat Deine Tochter ja auch wunderschöne braune Augen, was es noch schwieriger macht. Was ich gesehen hatte, sah nach Parallelstand aus. Und ich denke, wenn die Orthoptistin keinen Schielwinkel jetzt messen konnte, wird es schon stimmen. Deine Orthoptistin macht es bis jetzt ganz ordentlich. Sie macht sich Gedanken über Leseamblyopie, das ist gut, dann sollte sie auch anfangen, Visus in der Nähe zu prüfen. So wie Du das mit Lea Reihentest in der Nähe von 40 cm gemacht hast. 

Nur die Fixation sollte sie noch prüfen, in jeder Untersuchung. 

das ist sie:  http://www.youtube.com/watch?v=aA5RWGmATcI

Nur weil sie auf dem Langtest diesmal nichts erkennen konnte, heisst es nichts. Übe mit ihr Nr. 15, 34, 43 im Buch, sie sind dem Langtest ein wenig ähnlich. Frage im nächsten Termin nach dem Titmus Test für Stereosehenprüfung. Schreibe Dir die Fragen auf Zwinkert

Es ist schwierig zu sagen, ab welchem Visus klebe ich ab. Fixationsverhalten (Fixationsprüfung) und die Fähigkeit, die Fixation auch ohne Brille zu halten, sind auch entscheidend. Auch die Qualität und Stabilität des Stereosehens. 

Wenn sich bei Deiner Tochter bei den nächsten Untersuchung die Sehschärfe auf dem schlechteren Auge nicht verbessert hat, müsste man erstmal die Korrektion in der Brille verstärken, es kann ja sein, dass sie noch mehr Plus bräuchte. Erstdann würde ich über Okklusionsmaßnahmen entscheiden. Dazu noch Fixation anschauen!!!

Wenn das stimmt, dass sie keinen messbaren Schielwinkel in der Nähe hat, dann entwickelt sich kein KE. Man muss sich jetzt als nächstes den Visus anschauen und im Auge behalten. 

Wenn sie keinen meßbaren Restschielwinkel hat, kannst Du auch nichts operieren. 

LG Helene


 
Veröffentlicht : 06.05.2013 22:59
(@Naty78)
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Guten Morgen Helene,

Wir werden das Buch sicher nutzen um zu üben.

Wie meinst du genau:  "wenn die Orthoptistin keinen Schielwinkel jetzt messen konnte" Die Orhopistin hat nix gemessen!!!

Sie hat diesen Aufdecktest gemacht. Kann man den Schielwenkel mit einem Gerät messen?? Falls ja, sage ich das aber nächtest Mal. Sie hat keine Messungen vorgenommen. Und diese O-Ringe hat sie eben in der Nähe geprüft. In der Ferne folgte keine Untersuchung. Sie hat meine Tochter aufgefordert, ein Punkt anzuschauen und danach hat sie ihr ein Auge abgedeckt, dann wieder weggenommen und so ein paar Male auf einem und auf anderem Auge. Danach sagte sie, ich sehe nicht, dass ihre Tochter schielt. Darum mache ich mir Sorgen, den wie soll sie den so merken, ob meine Tochter mikroschielen hat?! Danke für den Link betreffend Fixation. Das hat sie mit ihr nicht gemacht. Das frage ich aber bestimmt.

Jetzt bin ich ein wenig verärgert, den wie es aussieht, hat sie nicht die nötige Prüfungen vorgenommen!

Die Fixation ohne Brille zu halten geht bei meiner Tochter nicht. Sie schielt SOFORT wenn sie Brille abzieht. Und Stabilität des Stereosehen ist zu wenig geprüft. Ajajajjj, ich werde sie nächstes Mal schon darauf ansprechen!!!

Nächstes mal haben wir einen längeren Termin vereinbart. Sie sagte, sie wolle meine Tochter genauer prüfen. Nach den Ferien geht es weiter. Falls zu wenig unternommen wird, werde ich Arzt, bzw. Othopistin wecheln.

LG, Naty


 
Veröffentlicht : 07.05.2013 08:24
(@Hesch)
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Hallo Naty,

mit diesen Abdeck/Aufdecktests (Covertest) kann man feststellen, ob noch ein Restschielwinkel da ist. Ist vielleicht unglücklich formuliert von mir gewesen, das mit Messen des Schielwinkels, ich meinte, dass sie keine Einstellbewegung mit diesem Covertest feststellen konnte, bedeutet auch, dass wahrscheinlich kein Restschielwinkel mehr da ist. Wo hat Deine Tochter hierbei denn einen Punkt fixieren müssen, in der Nähe oder auch in der Ferne? Das muss für beides durchgeführt werden, um verlässlich zu sagen, dass es kein Schielwinkel mehr da ist und auch kein KE besteht. Mikroschielen erkennt auch nicht jeder, denn hier muss auch keine Einstellbewegung beim Covertest da sein, oder sie ist so klitzeklein, dass nicht jeder sie erkennt. 

Ruhig bleiben, was sie gemacht hat, ist schon ok, beim nächsten Mal eben auf den restlichen Untersuchungen bestehen. Kurze Untersuchungsabstände macht auch nicht jeder, das ist richtig gut, dass beim nächsten Mal mehr Zeit eingeplant ist. 

Fixation halten bedeutet, Brille ab, das gute Auge zudecken, das Schielauge muss fixieren für ein paar Sekunden, das Kind auffordern, den Gegenstand weiteranzuschauen, das andere Auge aufdecken und schauen was das Schielauge macht. Wenn das Schielauge weiterhin den Gegenstand fixiert und keinen Ruck dabei macht, kann sie Fixation halten. Das wäre super...Das gute Auge sollte hierbei in Schielstellung gehen.

Ich wünsche Euch einen schönen Urlaub und vergisst das alles für ein paar Tage, Du bist viel zu angespannt, das überträgt sich sicherlich auf Deine Tochter. 

LG Helene

Im Nachgang: schaue Dir mal die Videos zu den Untersuchungen hier an:

http://www.optometrie-online.de/node/6228


 
Veröffentlicht : 07.05.2013 09:45
(@Naty78)
Beiträge: 92
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Themenersteller
 

Hallo an alle. Ich wollte mal kurz berichten. Am 24.05.2013  waren wir bei unserer Orhopistin. Meine Tochter sieht in der Ferne auf linkem Auge immer noch schwach, 20% und auf dem rechten 50%. In der Nähe ist ein wenig besser: L 30% und R 50%.

Die Orthopistin meint, meine Tochter muss abkleben. Alles andere wäre unverantwortlich. Ich habe ihr über meine Sorgen berichtet, eventuell vermehrtes schielen oder Störung vom Binokularsehen..

Aber sie meint: was nützt ihrer Tochter das alles, wenn sie so ein schwaches Auge hat? Das Binokularsehen wird sich wohl mit der Zeit auch besser entwickeln, wenn die Sehkraft auch noch ansteigt. Auch vergrösserung vom Schielwinkel würdet sie im Kauf nehmen, da man festen Schielwinkel immer noch operieren kann und die Amblyopie nur begrenzt therapieren kann (am besten bis 6. Lebensjahr, danach noch bis zum 10 Lebensjahr, damit Sehschwäche nicht abfällt)

Sie meint, durch eine Okklusion, wird sie auch noch besser lernen einen Parallelstand zu halten!

Fliegetest hat sie bestanden, auch noch ein Test mit Sonnenstrahlen..sie wurde aufgefordert die Strahlen zu folgen und wie sie mir erklärte berührte sie den Kreuz....Othopistin meint, meine Tochter hat ein GROBES Binokularsehen.

Ihre Empfehlung ist 2h am Tag abkleben, dadruch wird das Binokularsehen nicht beeintrechtig. Eine Folie auf Brille findet sie nicht geeignet, das ist zu schwach momentan...eventuell später, wenn die Sehkraft ansteigt.

ps. Helene, eine Fixationsprüfung wie in diesem Link: http://www.youtube.com/watch?v=aA5RWGmATcI  hat sie nicht gemacht. Ich weiss nicht warum. Ich habe gefragt, hat meine Tochter Fixation, danach sagte sie, ja, sie denke schon. Mit dem rechten Auge ganz sicher aber mit dem linken nur solang es nicht abrutscht, was mit der Brille gar nicht passiert. Hast du die Okklusion bei deiner Tochter auch gemacht?

Sie hat auch dieses Mal nicht geschielt. Also Aufdecktest hat sie bestanden.


 
Veröffentlicht : 29.05.2013 09:29
(@Hesch)
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Hallo Naty,

nun ja, jetzt wäre der Zeitpunkt, zu hause nochmal zu prüfen. E-Haken Ferne 5 m, E-Haken Nähe 40 cm.

Mein Problem ist, ich kann und darf Dir keine Empfehlung zum Abkleben/nicht Abkleben just in diesem Moment abgeben, genauso wie bei Maria in dem anderen Thema. 

Wenn die Fixation nicht geprüft wurde, dann frage ich mich, woher sie weiss, dass sie zentral fixiert? Es kommt doch  auch auf die Art der Fixation an -> foveolar (zentral), oder exzentrisch, oder etwas dazwischen?

Was ist denn mit einer Atropinkur? Angesprochen?

Hast Du einen Untersuchungsbericht angefordert? Darin würde alles ganz genau beschrieben sein, was  gemacht wurde und eine Begründung für die Okklusion ersichtlich sein, wenn es denn eine gibt.

Ein zweites Problem ist auch das labile Binokularsehen im Moment, welches Du mit einer unvorsichtig gewählten Okklusion stören könntest. Der Teufel steckt hier echt im Detail. Wieviel Okklusion stört, wieviel Okklusion nutzt? Hmmm... Und dann auch noch in Unkenntnis des Befundes....

Du hattest doch noch die zweite Adresse, nicht?

Ja, ich hatt am Anfang auch bei meiner Tochter abgeklebt, aber gleichzeitig mit einer Prismenfolie, da war ihr Binokularsehen stabilisiert, ABER  ihr Schielwinkel war riesig, Amblyopie groß (0,2 vs. 80%) und wir steuerten sowieso auf eine OP zu! DIESE Situation kann man weder mit Eurer noch mit Marias Situation vergleichen!

LG Helene


 
Veröffentlicht : 29.05.2013 09:51
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