Liebes Forum,
ich habe eine starke Kurzsichtigkeit (letzte Optikermessung L -8,0; R - 7,25). Im Alter von 10 Jahren begann es mit - 0,5 dpt. Die Augen werden immer noch alle 2-3 Jahre etwas schlechter. Zuletzt bekam ich meine neue Brille im Herbst 2009. Allerdings trage ich seit 20 Jahren fast nur Kontaktlinsen - ohne Probleme.
Seit über 2 Monaten leide ich (w, 34) an plötzlich aufgetretenen Augenschmerzen und Doppelbildern. Zu Beginn nur abends, aber recht schnell war es so, dass die Symptome schon nach dem Aufwachen anfingen. Morgens fühlen sich meine Augen wie ausgeleiert an. Die Doppelbilder (horizontal, nur bei beidäugigem Sehen), habe ich den ganzen Tag - im schwankenden Ausmaß. Dazu kommen ab und zu Nackenschmerzen (ohne erkennbaren Zusammenhang mit Körperhaltung) sowie Ohrensausen / Tinnitus.
Befund 2 Augenärzte:
kein organischer Befund - ich sollte das evtl. neurologisch abklären lassen
Befund 2 Orthoptistinen:
- leichte Esophorie diagnostiziert (nicht kompensiertes verstecktes Innenschielen, das wusste ich schon) , aber keine Prismen oder Klebefolie empfohlen, da zu kleiner Schielwinkel
- Augenmessung per Tröpfchen-Methode ergab keine verlässlichen Werte, da die Augen trotz 4-facher Dosis immer selbst scharfstellten,
- es wurde mir eine abgeschwächte Brille empfohlen (L -7,0; R - 6,5), da durch eine mögliche Überkorrektur ("künstlich weitsichtig gemacht") die Esophorie verstärkt würde
- Ich sollte auf keinen Fall Prismengläser tragen, da das Schielen sonst manifestiert werde
Durch die schächere Brille ( 70 % ) sind meine Beschwerden geringfügig besser geworden. Meine alte Brille (50
bringt noch ein wenig mehr Erleichterung, sie kann ich aber nur am PC tragen, weil ich sonst zu schlecht mit ihr sehe. Aber Doppelbilder habe ich mit ihr ebenfalls.
Befund Wf-Spezialist (Meister):
keine Prismen erforderlich, da Schielwinkel zu klein
Befund Neurologe:
- jippieh, laut MRT kein Tumor, keine multiple Sklerose (nächste Woche wird Hirndurchblutung gemessen)
- evtl. sollte ich über Psychotherapie nachdenken
Befund Orthopäde:
- Symptome können durch HWS-Syndrom entstehen
- Blockade am oberen Halswirbel (Atlas) gelöst (vor 8 Tagen), Physiotherapie verschrieben bekommen, Atlastherapie nach Arlen empfohlen (500,- EUR)
Nach der Deblockierung sind tatsächlich die Ohrengeräusche erheblich besser geworden! Ich denke über die Atlastherapie nach, da die Doppelbilder mit Funktionsstörungen im Gerhin aufgrund HWS-Syndrom zusammenhängen können (Triggerpunk.
Befund Physiotherapeutin:
- Ursache für die Symptome könnte ein Schädel-Hirn-Trauma aufgrund eines Hinterkopfsturzes vor rund 10 Jahren sein, das sich erst jetzt aufgrund Alter, Stress etc. bemerkbar macht
- Psychotherapie sollte ich erst mal nicht machen, es sei doch eher ein organisches Problem
- sie führt Cranio-Sacral-Therapie durch (gestern 1. Sitzung von 6) - bisher natürlich noch ohne Wirkung
eigene Internetrecherchen
Die Symptome deuten bei mir auf einen Akkommodationsspasmus hin: Die Augenmuskeln verkrampfen aufgrund ständiger Naheinstellung, ausgelöst durch eine Überkorrektion der Kurzsichtigkeit i.V.m. Stress und ständiger PC-Arbeit. Resultat ist die Verstärkung eines vorhandenen Innenschielens, Asthenopie sowie eine subjektiv wahrnehmbare "Pseudomyopie", die wiederum zu höheren Messwerten beim Optiker führt.
Das würde meine alljährlichen neuen Brillenwerte und das recht plötzliche Auftreten der Symptome erklären! (Mit-Ursache könnte sein, dass ich meine Kontaktlinsen eigentlich nie proffessionell anpassen, sondern immer nur aus den Brillenwerten ableiten ließ.)
Der Akkommodationskrampf kann wohl nur ein paar Tage, aber auch über Jahre anhalten. Er kann nur mittels Tröpfchen-Messung (wegen Entspannung der Muskeln) erkannt werden. Dafür benötigt man aber wohl die starken Tropfen.
Ich habe in der nächsten Woche wieder einen Termin bei der Orthoptistin. Ich möchte das Thema "Akkommodationskrampf" und eine geeignete Therapie mit ihr besprechen. Allein die Empfehlung einer schwachen Brille ist doch keine Lösung, denn dies bringt nur eine ganz marginale Verbesserung der Asthenopie - bei schlechter Sehschärfe. Ich will ja noch was sehen können. Wie kann dieser Akkomodationskrampf mit Pseudomyopie therapiert / rückgängig gemacht werden? Welche Methoden gibt es? Welche Erfolgsausschten? Man könnte natürlich auch einfach sagen "Mach die Augen zu, dann hören die Beschwerden auf" 
Ich bitte ganz herzlichst um Rat, Erfahrungen, Therapiemöglichkeiten.
Vielen Dank im Voraus,
Miri
Hallo Miri,
schau dich doch mal nach einem Optiker besser noch Optometristen um der eine 21 Punkte Messung machen kann ( wird auch OEP Messung genannt). Nach so einer Messung erhältst du Informationen über deine Dioptrien für Weit und Nah, Deine Vergens Weit und Nah (wie gut sich die Augen nach innen und ausen drehen können) und vorallendingen Deine Akkomodation. Also ob du zuviel oder zuwenig hast. Ewnn da was nicht stimmt kann man viel durch Vision Therapy erreichen so was wie Physiotherapei für die Augen.
Gruß Edelweiss
P.S wartst du schon bei einem Osteopaten?
Hallo Miri,
ich kenn mich mit all den Sachen nicht aus. Aber ich meine mich zu erinnern, daß hier in diesem Forum mal jemand mit einem Akkomodationsproblem einen überraschenden Erfolg mit dem homöopathischen Mittel CINA hatte. Das müßte sich über die Suchfunktion finden lassen.
Gruß Synnie-do
Wow, ja, habe den Bericht gelesen - klingt wie meine eigenen Beschwerden und das Mittel wie ein Wundermittel 
Danke für den Tipp. Jetzt habe ich aber schon eine Therapie mit meiner Orthjoptistin vereinbart: 4 Tage lang Atropin tropfen zum Auflösen des Spasmus und währenddessen die "echten" Kurzsichtigeitswerte (also ohne Akkommodationskrampf und der daraus resultierenden "Pseudomyopie") messen. Anschließend langsam an die neue, schwächere Brille gewöhnen. Ich bin sehr gespannt. Und ansonsten gibt es ja noch das von dir genannte Mittel... 
Hallo,
ich bin ja nur ein einfacher Optiker der MKH. Aber so einige Fragen kommen mir beim Lesen des Berichtes.
Da vor "Prismen" gewarnt wird, wurde trotz eindeutiger Befunde nie prismatisch sauber korrigiert. Warum der Optiker nichts gefunden hat, bleibt schleierhaft, da alle Ärzte, Orthoptisten einen Winkel zwischen der Stellung der Augen ausmachen und der Probant über Doppelbilder klagt. Da muss was nicht sauber gemessen worden sein.
Als MKH-Anwender macht man in ähnlichen Fällen die Beobachtung, das eine verkrampfte Augenstellung auch zu einem Spasmus in der Akkomodation führte, der sich manchmal schon während der Augenglasbestimmung (ab 45 min. aufwärts) anfängt zu lösen. Nicht selten aber auch erst bei Folgemessungen und Versorgungen sich auflöst.
Es ist mittlerweile längst eine zwar immer noch bestrittene, aber hinreichend bestätigte Tatsache, das Prismen nicht schaden können! Sollte ein Wert im Winkelfehler zwischen beiden Augen wirklich manifest werden, zeigt dies nur die wahnsinnig hohe Anspannung, die vorher geherrscht haben muss, nicht mehr und nicht weniger!
Allerdings bleibt jeder hier selbst seines Glückes(?) Schmied. Jedenfalls alles Gute!
Hallo Mrii,
mit dem Lösen der Atlas Blockaden bist auf einem entscheidenden und wichtigen Weg - da bleib bitte dran und lasse Dir Übungen näherbringen, die die HWS-Muskulatur stärken. Lass Dich bitte komplett untersuchen in Sachen Beinlängendifferenz, Beckenschiefstand und sonstiger Wirbelsäulenfehlstellungen. Und dann: Rückenschule! Und die Übungen zur Stärkung der Muskulatur lebenslang. Sind nur ein paar Minuten am Tag und tun gut.....ich mache diese Minuten inzwischen gerne, weil meine Lebensqualität dadurch enorm gestiegen ist, ich leistungsfähiger und ausgeglichender bin. Wie schön ist es ohne HWS-Beschwerden!
Deine Augen: Da Du ein leichtes Innenschielen (Mikrostrabismus?) hast, ist es klar, dass Du mit den abgeschwächten Minusgläsern besser zurecht kommst, denn je mehr Minus im Glas, umso mehr Konvergenz bei den Augen. Wenn es ein Akkommodationsspasmus ist, dann ist die Atropintherapie angezeigt, um diesen zu lösen. Also bist Du da auch auf dem richtigen Weg. Aber es muss abgeklärt werden, ob nur eine Esophorie oder eine Esotropie vorliegt. Es kann auch sein, dass sich auf den Mikroschieler eine phorische Komponente draufgepackt hat, daher die asthenopischen Beschwerden - diese sollte mit Prismen korrigiert werden. Der Mikroschielwinkel sollte in Ruhe gelassen werden, denn kann und sollte man nicht korrigieren. Übrigens kann ein Sturz auf den Kopf genau diese Probleme auslösen. Auch da bist Du mit Deiner Vermutung auf dem richtigen Weg. Durch die Gehirnerschütterung dekompensiert dann zuweilen ein Schielen bzw. eine phorische Komponente.
Ich drücke Dir die Daumen!
Viele Grüße
Kerstin
Hallo Mirii,
ich möchte dir die sehr ähnlichen Probleme meiner Tochter in Kurzfassung schildern: Im September letzten Jahres Sturz auf den Kopf, seitdem schwankende Doppelbilder und starke Akkomodationsstörungen. Wir haben einen Diagnose-Marathon hinter uns. Mittlerweile befindet sich Tami in sehr guter ärztlicher Betreuung in der Augenklinik der Uniklinik Tübingen, wofür wir regelmäßig durch ganz Deutschland fahren - das ist es uns aber wert. So ganz langsam werden die Beschwerden besser; meine Tochter kann wieder bedingt lesen und Fahrrad fahren, sie schaft es - wenn es ihr körperlich gut geht - für kurze Zeit die Doppelbilder zusammenzubringen und scharf zu stellen.
An Pillchen und Kügelchen haben wir alles durch, Wirkung gleich null. Prismen funktionieren ohnehin gar nicht, da die Doppelbilder sich ja ständig verändern. Für die Nahsicht trägt Tami eine ganz normale Brille mit 2 dpt, einfach um zu vergrößern. Neurologisch ist sie auch komplett auf den Kopf gestellt worden, gottseidank nichts. Eine Zeit lang ging es ihr psychisch sehr schlecht, sie hatte überall Zuckungen, nahm stark ab, war weinerlich und hatte einen mit AB zu behandelnden Infekt nach dem anderen (jetzt auch grad wieder). Das veranlaßte die hilflosen Neurologen auch dazu, dringend eine Psychotherapie anzuordnen. Haben wir aber nicht gemacht.
Einer der ersten Ratschläge des ebenfalls behandelnden Arztes an der UKE Hamburg war: "Dies ist eine der häufigsten nicht diagnostizierten Folgen nach einem Schädel-Hirn-Trauma. Man kann NICHTS machen, gar nichts. In 90 % der Fälle geht es wieder weg nach 1 bis 3 Jahren."
Wir waren anfangs geschockt. Das konnte doch nicht sein, rein gar nichts? Osteopathie haben wir auch gemacht, sind weiter rumgereist und und und. Aber er scheint recht zu haben. Die Bildgebung in MRT und CT sind mit dem heutigen Stand der Technik noch nicht so ausgereift, dass man irgendwas erkennen kann. Es ist bei unserer Tochter kein Muskel gedehnt laut Bild, kein Nerv kaputt, nichts - aber da ist vermutlich doch irgendwas. Und das findet man nicht und daher wird gesucht und gesucht. Auch orthopädisch hat man was bei ihr gefunden, eine Blockade. Wir haben die Therapie mittlerweile wieder abgebrochen.
Gute Besserung und liebe Grüße von Kico
Hallo Kerstin,
vielen Dank für die ausführliche Antwort. Meinst du. dass die Doppelbilder möglicher Weise mit den Atlas Blockaden zusammenhängen können oder sind dies zwei voneinander unabhängige Probleme, die man jeweils einzeln angehen sollte? (Mein Sturz auf den Hinterkopf ist übrigens über zehn Jahre her.)
Was meine Atropin-Therapie angeht: Gestern wurden die Augen nach 4 Tagen Atropin-Tropfen ausgemessen: L-6,5 R-6,5 (mit Maschine). Anschließend kam bei der subjektiven Feinabstimmung mit Sehtafeln heraus: L-7,75 R-6,5 (= 1,0 müsste wohl heißen Visus =1, oder?)
Im letzten Herbst bekam ich vom Optiker die Werte L-8,25 R-7,0 mit jew. Visus 1,0 verpasst - das war, kurz bevor die Doppelbilder eintraten. Meine runtergerechnete aktuelle Brille vom März beträgt L-7,25 R-6,5 mit jew. Visus 0,7.
Insofern scheint es, als wäre die Atropin-Therapie erfolglos gewesen. Die nun von der Augenärztin bestimmten Werte entsprechen in etwa denen der aktuellen Brille. Diese verursacht aber Augenschmerzen und stärkere DB als meine 5 Jahre alte Brille (L-6,75 R-5,5). Dabei ist es mir unerklärlich, wieso ich mit 34 jahren immer noch schlechtere Augenwerte bekomme...Es scheint kein Spasmus vorhanden gewesen zu sein. Und wenn doch (immerhin habe ich auf dm linken Auge -1,25 dpt Differenz zwischen maschinellem Messwert und subjektiv bestimmten Wert) dann hat er sich trotzt 4 Ampullen Atropin nicht gelöst.
Leider konnte die Augenärztin mir keine Auskünfte dazu geben. SIe meinte, dass ein Spasmus i.d.R. nur auf einem Auge vorliege und dann die DB nur auf einem Auge auftreten würden (komische Aussage). SIe versteht nicht, dass ich mit meiner aktuellen Brille Augenschmerzen und Doppelbilder habe, die mit der schwächeren Brille besser werden,
Was bedeutet, "dass sich auf den Mikroschieler eine phorische Komponente draufgepackt hat"? und dass man den Mikroschielwinkel in Ruhe lassen sollte? Prismen scheine jedenfalls keine Lösung zu sein, da sowohl von 2 Orthoptistinnen und einem MKH-Optiker ein nur sehr kleiner Schielwinkel festgestellt wurde, den man laut allen Dreien nicht mit Prismen korrigieren sollte, um ein manisfetses Schielen zu vermeiden. Also doch ein HWS-Sydrom? Die ortophtistischen Befunde lauteten übrigens: "schwankender convergenter Winkel mit zeitweise DB" bzw. "dekompensierte Esophorie".
Da die bisherigen Orthoptistinnen und Augenärzte mit ihrem Latein am Ende sind (Zitat), weiß ich gar nicht mehr weiter. Ich trage jetzt immer die alte Brille, nur beim Autofahren unter Schmerzen die aktuelle. Ich habe mittlerweile sämtliche Hobbys und soziales Leben komplett abgestellt, da es schon schmerzt, jemandem nah in die Augen zu schauen. kein Kino, kein Lesen, kein Sport. und TV nur mit einem abgedeckten Auge. Ich fühle mich wie behindert und habe keine Lebensfreude mehr
Kontaktlinsen tragen ist erst recht schwierig, weil ich nicht die richtigen Werte finde und mir immer schwindelig wird. Habe sämtliche Gößen zwischen 5,0 und 7,5 zu Testzwecken auf Lager... (auch die Stärken, die ich die letzten 5 Jahre problemlos getragen habe, vertrage ich plötzlich nicht mehr)
Jetzt war ich die ganze Woche wegen der Atropin-Therapie krankgeschrieben - ohne Erfolg. Mein Chef hoffte, dass ich ab Montag wieder voill einsatzfähig bin, aber mit diesen Sehproblemen wird es die Hölle werden. Und keine Lösung in Sicht.
Ich überlege nun, für 500,- EUR diese Atlas-Therapie nach Arlen zu machen, wie vom Orthopäden empfohlen. ABer er meinte auch, dass die Erfolgsaussichten nicht vorhersehbar sind.
Hat denn noch jemand eine Idee oder eine Tipp für mich? Es muss doch in Berlin jemanden geben, der sich mit diesen Problemen auskennt...
Danke im Voraus
Miri
Wenn die Ursache ein HWS-Syndrom ist wie insb. Verspannungen / Durchblutungsstörungen am Atlas, dann würde es sich bei den Doppelbildern doch um ein "Lähmungsschielen" handeln, oder?
Würde dies ein Augenarzt sofort von einem Begleitschielen oder einem lateten Schielen unterscheiden können?
Angeblich sieht man, dass mein rechtes Auge leicht nach innen gerichtet ist...
Der Orthopäde möchte wie gesagt eine (teure) Atlastherapie durchführen, die AUgenärzte schicken mich lieber in die AUgenklinik (Strabologie).
Ich weiß nicht, genau, ob ich nun eine demompensierte Esophorie oder Esotropie oder Mikrostrabismus oder ein Lähmungsschielen habe. Worin würden denn die Therapie-Unterschiede bestehen?
Viele Grüße
Miri
Hallo Miri,
also mir scheint am einleuchtendsten, was Herr Mosch weiter oben schrieb. (Also mit Prismen ein anstrengungsärmeres Sehen zu ermöglichen).
Und die homöopathische Variante ziehst Du nicht mehr in Betracht? Euro 7,50 für ein paar Kügelchen, ist das nicht den Versuch wert?
Grüße
Synnie-do
doch, das cina d6 nehme ich schon seit einigen Tagen - bisher ohne jede Wirkung,
Und Prismen haben mir weder die Orthoptistinnen noch der Optikermeister (Messung nach MKH) empfohlen. Ich habe sogar Prismengläser probeweise aufgesetzt. Da hatte ich das Gefühl, durch einen Schleier zu gucken... Der Optiker meinte, ich bräuchte keine Prismen.
Vielleicht habe ich ja eine Art Schielen, die nicht mit Prismen ausgeglichen werden kann und nicht so einfach messbar ist.Jedenfalls merke ich gerade wieder am PC, dass mir die AUgen sehr weh tun (stechender Schmerz hinter den AUgen. Und wenn ich Kontaktlinsen trage, dann fühlt es sich an wie ein Druck . Das angenehmste ist wie gesagt die alte viel zu schwache Brille, mit der ich aber auch die besagten DB habe.
habe mir gerade einen Termin für eine Atlas-Aufnahme geben lassen. (Bei Selbstzahler bezügl. Atlas-Threapie bekommt man sogar von heute auf morgen einen Termin beim Radiologen!!! Da arbeiten die Fachärzte wirklich mal "Hand in Hand" 
Aber vielleicht hat Herr Mosch (vielen Dank auch) ja recht und der Optiker wollte mir etwas Gutes tun, indem er mir keine Prismen verschrieb. Immerhin habe ich ihm vorher gesagt, dass ich hobbymäßig Showtanz und Sport mache und das mit Brille nicht ginge und daher nicht auf Kontaktlinsen verzichten möchte. Abgesehen von den potthässlichen und sauteuren dicken Gläsern, die ich jetzt schon benötige. Ich komme mir mit Brille wie behindert vor durch das eingeschränkte Sichtfeld und vielen EInschränkungen im Alltag. Ich sehne mich schon lange nach einer Laser-OP, die ich nur noch nicht machen ließ, weil meine Werte sich immer noch verchlechtern. DIe Lebensqualität, die ich seit vor 20 Jahreb mit meinene ersten KL gewonnen habe (mit das beste, was mir passiert ist!), nun wieder herzugeben, das kann ich mir einfach nicht vorstellen! Das ist für mich so wie verurteilt zu werden, ein Leben lang eine Krücke mit sich rumzutragen.
Sorry, wenn ich evtl. etwas übertreiben mag. Ja, man sollte froh sein, dass es Sehhilfen überhaupt gibt. Aber ich empfinde nun mal so. Ich hasse Brillen und fühle mich momentan wie "amputiert". Lieber würde ich eine OP machen als ein Leben lang so eine doofe Prismenbrille auf der Nase tragen zu müssen, die wahrscheinlich immer dicker und dicker und dicker wird...und dann sieht man das schielen auch immer stärker
(mit 34 hat man doch schon genug ungeliebte ertse Alterserscheinungen)
jetzt kommt so eine psychische Komponente dazu, die bei der Debatte m.E. bisher noch gar nicht richtig gewürdigt wurde, oder?
oje, termin in der uniklinik (strabologie) ist erst am 28.6.2010.
weiß gar nicht, wie ich das so lange aushalten soll.
aber ich denke, bevor ich einen zweiten prismen-versuch starte, sollte erst einmal die art und ursache des schielens untersucht und dann die geeignete therapieform gewählt werden. Schielen hat laut meiner augenärztin einen Krankheitswert - im gegensatz zur Heterophorie, die nur eine Abweichung von der Idealform ist. wo auch immer der eigentliche unterschied besteht...
Laut wikipedia ist übrigens eine dekompensierte heterophobie eine form des latenten strabismus, weil sie einen manifesten schielwinkel aufweist. aus diesen schnittmengen rührt wohl diese standespolitische debatte zwischen optikern und augenärzten. aber letztendlich konnten mir 4 augenärztinnen und 3 optiker bisher nicht weiterhelfen! immer nur der verweis auf eine mögliche zu starke fernbrille und gute ratschläge (ich solle nicht mehr am pc arbeiten und augentropfen gegen trockene augen nehmen).
vielleicht kann man ja in der augenklinik tatsächlich die ursache finden und behandeln. dass der schielwinkel bei seitlichen blick nach rechts deutlich stärker ist, sei wohl ein anzeichen für ein lähmungsschielen, welches wiederum viele ursachen haben kann...
auch, wenn ich mehr mit mir selbst rede als in einem austausch mit euch, tut es mir gut, hier ein wenig zu schreiben 
würde mich aber trotzdem über "euren senf" freuen! 
Miri
Die Bildgebung in MRT und CT sind mit dem heutigen Stand der Technik noch nicht so ausgereift, dass man irgendwas erkennen kann. .
Gute Besserung und liebe Grüße von Kico
Hier hilft nur PET was herauszufinden. Doppelbilder nach Sturz auf dem Hinterkopf ist nichts seltenes. Und da nichts mit "Prismen" gefunden worde heißt nicht , dass da etwas nicht sein könnte. Ich selber kenne keine Uni- Augenklinik in Deutschland die z. Zt. etwas in dieser Richtung wirklich voll auf dem Kasten hat. Auch nicht Tübingen, wobei Tübingen in einfachen Sachen sehr wohl gute Diagnostik betreibt. Nur bei Problemen mit dem Binokularsehen haben sie es m.E. nicht so gut drauf.
Ich interpretiere hier nur ihr" Resümee" von ihrer Tochter.
Akkomodationstörungen sind z.B. bei Sympathicus- und Pararsympathicusläsionen obligat. Doppelbilder bei Störungen im Muskelgleichgewicht oder Verarbeitung der nervalen Strukturen der Hirnnerven, der Hirnnervenimpulse oder im synaptischen Spalt. Eine Augenmuskellähmung, auch teilweise, würde die Beschwerden nicht erklären.
Ein gemesser Schielwinkel ist ein manifestes Schielen. Eine dekompensierte Esophorie muss selbstverständlich entsprechend angegangen werden. Nämlich mit Prismen oder Prismenfolien. Eine Akkommodationstörumg resultiert auch aus einer dekompernsierten nicht korrigierten Phorie. Wer das leugnet ist m.E. ein Dummschwätzer. Akkommodationstörungen treten viel häufiger binokular, sehr, sehr selten monokular auf.
Weder dein Augenarzt, noch dein Optiker oder deine Orthoptistinnen wissen, was hier zu tun ist. Das ist recht traurig und, wenn man sich das genauer betrachtet, beschämend für alle beteiligtend Berufsrichtungen.
Danke herzlichst!
Danke herzlichst!
Wofür?
Hallo Mirii,
ich kann Agnes Maria nur beipflichten, es ist leider so, dass Du keine optimale Versorgung erhalten hast in letzter Zeit. Schreibe uns mal, wo Du wohnst, dann können wir vielleicht helfen.
Gruß
Eberhard
Ich wohne in Berlin. Ja, für einen Tipp bezüglich eines Spezialisten für "schwierige Schielfälle" in dieser Stadt wäre ich dankbar! 
Hallo Mirii,
Name schicke ich Dir per PN...
Viele Grüße
Kerstin