Danke für die ausführliche Erklärung.
Das sehen was ich in der vorherigen Naricht beschrieben habe ergibt sich ohne die Linsen , Na sowie fern . Linsen trage ich nicht mehr , da sie mir mehr Probleme bereiten .
Ich habe Donnerstag nächste Woche einen Termin beim Augenarzt , da ich ja immer eine Überweisung brauche um einen Termin in der Sehschule zu bekommen. Am Telefon sagte sie mir ich sollte unbedingt eine Augendruck Messung machen lassen ?
Ich bin seid klein auf immer wieder mal irgendwo gewesen und habe meine Probleme beschrieben , aber es hieß immer nur sie würden nicht operieren ( was ja auch inordnung ist da ja bei mir wirklich ungewiss ist was das auslösen könnte und oder es sogar schlimmer wird .) Nur hat man mir auch nie Alternativen angeboten . Und in jüngeren Jahren hatte ich ja keine Ahnung was das alles auslöst und habe mich abwimmeln lassen .
Aber dann lief doch von anfang an nichts richtig ?
Ich habe leider auch keine Unterlagen von früher . Ob ich mal beidäugig gesehen habe ?
Ich erinnere mich das ich in 3 D Filmen aufjedenfall die Effekte Wahrnehmen konnte , das ist aber schon bestimmt 10 Jahre her als ich einen Film in 3D gesehen habe .
In den Briefen steht immer grobes räumliches sehen vorhanden, aber wie soll das funktionieren wenn ich nur alternierend sehe ?
Liebe Grüße
Hallo,
das mit dem räumlichen Sehen kann ich versuchen, Dir zu erklären.
Du hast sicher schon mal ein Landschaftsbild, oder auch eine Fotographie betrachtet.
Nun alle Dinge, die darin zeichnerisch festgehalten sind um eine Perspektive aufzuzeigen, führen zu einem räumlichen Erkennen. Das hat jeder, auch schon mit einem Einzelauge!
U.a. Zeichnen/malen zu einem Fluchtpunkt hin (je kleiner, desto entfernter wird der Weg gesehen) / Licht/Schatten zeigen vor- bzw. zurückgelagerte Dinge auf usw. Das sind alles Dinge auch auf Fotos, die Räumlichkeit darstellen, die jeder erkennt.
Beim fusionierten fixierendem beidäugigen Sehen kommt (nur) die Königsdisziplin hinzu. Ich erkenne Gegenstände aus zwei Beobachtungsstandpunkten gleichzeitig, die durch den Abstand beider Augen zueinander genutzt werden kann. Unser Gehirn errechnet daraus die Entfernung (den Abstand).
Dies spielt sich besonders im Nahbereich aus. Da gibt es als Beispiel den Test mit der Nähnadel und dem Faden. Jemand mit guter Stereopsis im Sehen wird den Faden seitlich einführen und das Loch in der Nadel treffen, er hat dabei die Tiefe im Raum gut im Griff, Der Einäugige oder der Schieler führt den Faden kontrolliert über die Sehachse geradlinig in das Nadelloch ein, denn er beherrscht die Stereopsis nicht. Manche können allerdings gewisse Stereopsisteste austricksen durch schnelles alternieren (dabei verspringen die Objekte seitlich oder in der Höhe je schneller und weiter, desto näher liegen sie vor meiner Nase) und erfassen daraus Dinge, die der Prüfer ja hören will. Aber das ist Übungssache und nur grob möglich.
Gewisse Techniken im 3D-Filmen werden auch über andere Effekte dargeboten. Diese entsprechen dann den räumlichen Darbietungen, die wir oben teils genannt haben.
Wenn Du den berichteten Test ohne Kontaktlinsen gemacht hast und dennoch das Bild links schärfer war, als der rechte Seheindruck, müsstest Du rechts (obwohl es ja Dein im Visus schärfere Auge ist) mit einer falschen dezentralen Fixation gucken, wenn Du links zenral fixiert schaust. Dazu kann Dir aber nur jemand Auskunft geben, der Dein Binokularsehen gut kennt und geprüft hat. Zu allem gibt es sehr wohl Testungen. Aber hier ist die Frage, was bringt es Dir, und wer macht sich die Mühe und erklärt Dir das dann auch noch so, dass Du damit etwas anfangen kannst.
In einem Fall, wie bei Dir, geht es darum zu klären, was gibt es für echt auftretende Probleme in Deinem Fall. Dabei meine ich echte Sehschwierigkeiten, und/oder Folgen, die sich aufgrund von Sehaufgaben für Dich so darstellen. Diese muss man gegenüber den Möglichkeiten bleibender Doppelbilder und dadurch bedingter Folgen sehr ernst nehmen und (Unsicherheiten, Unwohlsein, (Kopf-)Schmerzen u.a.m.) in ein Verhältnis setzen. Deine Psyche mit allen Folgen durch den Schielfehler rein kosmethisch sind zwar auch schlimm, aber mit jetzt 27 Jahren kannst Du selbst abwägen, ob ein Operateur gut daran tut, Dich zu operieren, wenn er selbst nicht mal weiss, ob er Deine Schielproblematik so verringern kann, dass Du danach zufrieden bist, Und er für entstandene Doppelbilder etc. niemals haften wird, Du bist jedenfalls in der Lage auch Dein Handycup zu akzeptieren und Deinen Wert incl. dieser rein kosmetischen Ansicht zu überblicken und daran zu wachsen. Du wirst viele Menschen mit Augenstellungsfehlern finden, die im Leben hervorragendes bewirkt haben. Solltest Du Kindern Schielstörungen verererben, versuche schon jetzt Ansprechpartner kennen zu lernen, die andere Wege der Hilfe einschlagen, als Du sie erfahren hast. Aber das nicht erst mit vier bis 10 Jahren und nicht über (lange Zeit/ wenn überhaupt) Abklebetechniken. Sie sind nur das drittbeste Mittel der Wahl.
"E- mail senden..." solltest Du mir eine persönliche Nachricht zukommen lassen können, wenn Du dies wünscht. Ich bin gerne bereit, einen Telefontermin zu vereinbaren, an dem wir uns persönlich austauschen könnten, wenn konkrete Fragen offen sind.
Ich bedanke mich ganz herzlich , klar ist es kosmetisch für mich unschön , aber auch das ständige Gefühl des ungleichgewichts sowie der Druck den ich in den Augen verspüre wenn ich was fixieren möchte macht mich einfach irre . Ich habe ja die Größe meiner schielwinkel hier rein geschrieben . Können sie mir die Abkürzungen erklären was diese bedeutet ? Sowie dieses + 3 Addition?
Liebe Grüße
Die 3.0 Addition sind ein dpt.-Ausgleichswert, unter dem die Abweichungen in der Nähe festgestellt wurden.
Die Werte geben die Schielwirkungen in verschiedenen Richtungen als Abweichwerte in Grad vom Normal an. VD sind Höhenabweichungen, die aber auch teils durch seitliche Kopfneigungen (in der Nähe) leicht kompensiert werden können. In der Nähe spielt Akkomodation und Konvergenz der Augenstellung eine Rolle mit (deshalb der Additionswert).
Die genauen Parameter könnte man erfragen, diese sind aber abhängig von der Messanordnung, dem Messprinzip und deshalb wenig hilfreich. Wichtiger ist das Resultat, die Unterschiede in den Abweichungen machen eine OP unter diesen Ergebnissen zu einem Glücksspiel. Postoperative gibt es keine gute Prognose! - So wird Dich am Augenmuskelsystem niemand operieren.
Mich stört in Deinem Bericht, ärztlicherseits gibst Du keine Doppelbilder an, aber in Deiner Mitteilung ist eine Kopfschiefhaltung und ein Augenkneifen und zunehmend ein Wegrutschen beim Anvisieren genannt. Alles Folgen, die für mich Doppelbilder implizieren. Kannst Du das verstehen?
Danke für die Erklärung.
Es muss ja nicht unbedingt eine OP sein , wobei es ja laut Eberhard hieß man könnte das Prismatisch vorbereiten?
Nur die Frage was gibt es den für Alternativen ? Die Brechwerte sind ja durch die Linsen korrigiert , nur ändert das am schielen und an der Anstrengung richtig sehen zu können nichts.
Was kann man noch tun ?
Sehtraining ?
Liebe Grüße
Du kannst mir eine mail an mosch.pg@gmail.com senden, Ich schicke Dir dann meine Handy-Nr. damit wir Deine Sehprobleme mal direkt erörtern können. Das bleibt für Dich völlig kostenfrei, aber ich kann Dich dann sicher besser verstehen und Dir meine Sorgen besser ausdrücken, wenn Du im Betreff auf Dein Sehen unbedacht handelst.