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Altersweitsichtig? Winkelfehlsichtig? Beides?

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(@Steen-Aalberg)
Estimable Member
Dabei seit: vor 20 Jahren
Beiträge: 136
 

Liebe Schuele,

(verzeihen Sie erstmal meine Schreibschwäche auf Deutsch) leider werden viele Kinder und erwachsene noch von unnütige OP's ausgesetzt wo VT eben einen besseren und risikolosen Lösung bietet. Ich kenne auch einen AA die mit Shiel-OP aufgehört sind einfach wegen das fehlende Rational dafür. Es gibt einen grossen Unterschied zwischen Augenkrankheiten und entwichlungsmässige Funktionsstörungen wo Schielen innerhalb beide Bereiche auftreten kann, nur haben sich aber Behandlungsmöglichkeiten von Funktionelle störungen mit der Zeit vom Opthalmologischen Bereich weit getrennt. Kein professioneller AA kann es zeitmässig verkraften sich auf beide Gebieten fachmässig auf dem laufenden zu halten. Wenn AM schreibt "Ich weiss!" dann verliere ich sofort alle professionelle Respekt (das war aber schon wegen viele vorausgehende Aussagen über VT passiert, denn ein professionelles Kennzeichen ist zu wissen was man nicht weiss). Das sie gute hilfe im Opthalmologischen Bereich anbieten kann dürfte wahr sein, sie sollte sich allerdings dazu halten.
Wenn mann weiss wie, lässt sich auch Kleinkinder und baby's mit VT helfen. Es wird aber anders gemacht als was im Moment in Deuschsprachigen Tekstbüchern zugänglisch ist. Im bereich VT scheint die welt der meisten AA's leider noch flach zu sein. Ihr hat in Deutschland jeztz einige sehr kompetente und seriöse Optometristen die es unter grosse Zeitaufwand mit Nachbildung versuchen das überhaupt beste Lösung für besondere Visualprobleme anzubieten, unterstütze sie lieber und ignoriere die Leute die nur von Gott weis welsche Gründe substanzlose negative Aussagen darüber machen. Auch ich habe versucht einen sauberen Ton im Forum zu halten, ist aber AM gegenüber leider fast unmöglich. Meine Empfehlung Susan Barry's Buch zu lesen steht, das Buch gibt ein kleines einblick in was möglich is. Nur das Gipfel des Eisberg aber trotz dem.

L.G.

Steen



   
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 GB
(@GB)
Estimable Member
Dabei seit: vor 15 Jahren
Beiträge: 121
 

@ Paul-Gerhard Mosch und Schuele

Ich habe es mir sicher nicht leicht gemacht den vorhergehenden Kommentar zu schreiben.

Als ich das „Werk“ von AgnesMaria zum ersten Mal gesehen habe, blieb mir fast die Kinnlade unten hängen. Ich habe mir dann bewusst Zeit genommen und eine Nacht darüber geschlafen. Als ich am nächsten Tag den Kommentar nochmals gelesen habe, war für mich klar: so nicht! Hier geht es nicht mehr darum auf einen möglichen Fehler hinzuweisen, sondern hier will jemand ganz bewusst verletzen!

Ich denke deshalb nicht, dass es sich um eine „Maske“ oder sogar um ein Versehen im „Eifer des Gefechts“ handelt. Nein, das geschieht ganz bewusst und es soll richtig wehtun!

Wieso ein Mensch, dessen Fachkompetenz ich im Allgemeinen nicht anzweifle, glaubt so etwas nötig zu haben, entzieht sich meinem Vorstellungsvermögen.

Es ist allerdings auffällig, dass vor allem beim Themenkreis Visualtraining AgnesMaria wiederholt (!) und aus meiner Sicht grundlos ausfällig wird und teilweise regelrecht Amok läuft.

Und da frage ich mich dann schon, wozu das gut sein soll.

Ich stehe im Kontakt mit vielen Kollegen und Kolleginnen, welche hier still mitlesen. Und wie ich immer wieder aus Gesprächen mit diesen hören muss, sind diese entsetzt darüber, wie aggressiv, rechthaberisch und verletzend sich AgnesMaria glaubt aufführen zu müssen. Es ist die gleiche beleidigende Art und Weise, welche man sich oft (leider!) im Umgang mit Medizinern gefallen lassen muss.

Dabei haben wir doch alle das gleiche Ziel: dem Kunden zu einem besseren Leben zu verhelfen. Die Wege, wie man dieses Ziel erreichen möchte, sind sicherlich von Grund aus verschieden. Aber verschiedene Menschen haben verschiedene Erfahrungen, haben entsprechend verschiedene Bedürfnisse und deshalb gibt es auch verschiedene Lösungsvorschläge. Welchen Lösungsvorschlag der einzelne dann wählt, bleibt letztendlich ihm überlassen – mit allen Konsequenzen.

Zum Abschluss noch folgendes: ich bin immer gerne bereit zuzuhören und nachzudenken, wenn mir jemand auf anständige Art und Weise etwas mitteilen möchte. Aber ich akzeptiere es nicht länger, wenn jemand versucht mich gezielt zu verletzen.

GB



   
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(@Hendrik69)
Eminent Member
Dabei seit: vor 14 Jahren
Beiträge: 31
Themenersteller  

Hallo,

ich danke allen, die etwas zu meinem Thema geschrieben haben!

@AgnesMaria: Wie kriege ich denn meine Augen dazu, mehr Plus zu dulden? Ich würde ja mehr Plus nehmen, wenn dann nicht die Ferne unscharf würde, denn die erst im Frühjahr wieder erlangte Sehschärfe nun gleich wieder teilweise zu verlieren, das muß ich echt nicht haben.

Abgesehen davon, ich wurde ja beim Augenarzt getropft, und er meinte dann mit Blick auf die Daten von der Meßmaschine, daß ich voll korrigiert wäre. Oder gibts auch unter Tropfen noch die - ich glaube von Kerstin mal genannte - Instrumenten-Myopie?

Oder kann mein optisches System immer noch so verkrampft sein, daß auch das kurze Tropfen (je Auge zwei Tropfen im Abstand von ca. 10 Minuten, Messung ca. 30 Minuten nach den Tropfen) beim Augenarzt es nicht ganz entspannen konnte?

Könnte da eventuell eine therapeutische Tropfen-Kur helfen, sich an mehr Plus zu gewöhnen, was ich irgendwo gelesen habe?

In der Beschreibung der Unterakkomodation zur Schielvermeidung finde ich mich auf jeden Fall voll wieder.

@GB: Mein Arbeitsplatz ist ganz normal und dürfte allen Richtlinien/Empfehlungen entsprechen, ein normal hoher Schreibtisch mit zwei 19" TFTs, bequemer Dreh-Schaukel-Stuhl mit hoher Rückenlehne. Schiefe Kopf-/Körperhaltungen sind mir nicht bewußt, die wären auch meiner Frau aufgefallen. Ich habe auch keine Probleme mit Rücken/Nacken oder so.

Daß meine Augen irgendwas mit Eso-Stellung sind, dürfte ja klar sein. Die meisten Fundstellen im Web sagen doch, daß VT dabei eher nicht hilft, sondern höchstens bei Exo was bringt?

Gruß, Hendrik



   
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(@Schack)
Estimable Member
Dabei seit: vor 17 Jahren
Beiträge: 178
 

Hey Hendrik,

aus den Streitereien halt ich mich raus. Ich denke es ist auch im Vorhinein nicht zu sagen, was hilft. Und ich denke AgnesMaria und GB sind Beide kompetent. Ich würde auch ruhig zu Vtlern, Mkhlern und Ärzten gehen und dann entscheiden, was du machst. Man kann die Vergenzreserven mit Vt erhöhen und dadurch die Akkomodation verbessern, auch wenn ich für den Satz wahrscheinlich beledigt werde Zwinkert. Wo der eine nicht hilft, kann vielleicht der andere helfen. Wenn der Arzt dich getropft hat und du nicht mehr Plus verträgst, wirst du es auch erstmal nicht.

Du sagst ja du schielst hauptsächlich in der Nähe und irgendwo gibt es scheinbar auch eine Höhenkomponente. Meine Frage ist schielst du stärker mit einem Auge in der Nähe?? D.h. wenn du abdeckst (z.B. mit Digicam) geht ein Auge weiter nach innen als das andere in der Nähe? 

Ich denke mal, dass das Auge, was höher steht weiter nach innen geht in der Nähe oder? Wenn das so ist, wird es schwieriger, aber bessern kann man denke ich fast immer.

Du bist schon ganz gut informiert, was die Behandlung angeht. VT, Prismen, Bifokalbrille, Schielop in Uniklinik sind halt die Optionen. Ich denke du must halt probieren.

LG



   
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(@Eberhard-Luckas)
Illustrious Member
Dabei seit: vor 24 Jahren
Beiträge: 8896
 

Hallo Hendrik,

dem gibt es eigentlich nichts hinzu zufügen, auch @ Schack nichts zu schimpfen Zwinkert .

Sollte Deine Übersichtigkeit noch nicht ganz ausgereizt sein, wird sie es in einigen Monaten villeicht sein, solange Du die zuletzt gemessenen Werte auch trägst. Bei vielen Menschen ist erst im Alterssichtigkeitsalter, eine lange vorhandene Übersichtigkeit optimal zu korrigieren.



   
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(@Hendrik69)
Eminent Member
Dabei seit: vor 14 Jahren
Beiträge: 31
Themenersteller  

Hallo,

@Schack: Einen Höherstand sehe ich meinen Augen nicht an, dafür ist er wohl zu klein. Aber wenns ins Nah-Schielen geht, ist es eher das linke Auge, was nach innen geht. Wenn links Basis unten bzw. rechts Basis oben sind, heißt das doch, daß das linke Auge eher höher steht?

@Eberhard: Ich trage die letzte/höchste bisher gemessene Fernstärke jetzt seit 3 Monaten wirklich durchgehend, ohne geht es irgendwie auch nicht mehr. Ich habe nicht das Gefühl, daß derzeit noch mehr Plus ginge. Bzw. ich habe auch wieder mal ein einfaches Eigen-Experiment gemacht: halte ich eine +1,0 Fertig-Lesebrille vor meine Fernbrille, kann ich damit wirklich nur so gerade eben in 1m, vielleicht noch 1,10m scharf sehen, also müßte doch im Umkehrschluss meine Fernsicht auch noch recht maximal auskorrigiert sein?

Generell ist mir noch was aufgefallen: Wenn ich doppelt sehe und fixiere ein Objekt mit dem linken Auge, bleibt das Bild des rechten Auges relativ konstant an ein und derselben Stelle daneben stehen. Fixiere ich dann aber dasselbe Objekt mit dem rechten Auge, gehen die Bilder aus dem ursprünglichen Abstand langsam deutlich weiter auseinander. Fixiere ich dann wieder das Objekt mit links, rutschen die beiden Bilder schlagartig wieder auf den ursprünglichen Abstand zusammen. Paßt das zusammen mit dem eher links schielen und meinem Gefühl, daß rechts mein Führungsauge ist? Wobei beide Augen von der Sehschärfe her ja relativ gleich sind.

Gruß+Danke, Hendrik



   
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 GB
(@GB)
Estimable Member
Dabei seit: vor 15 Jahren
Beiträge: 121
 

@ Hendrik69

Mein Arbeitsplatz ist ganz normal und dürfte allen Richtlinien/Empfehlungen entsprechen, ein normal hoher Schreibtisch mit zwei 19" TFTs,

Sind beide Monitore nebeneinander? Ist einer frontal und der andere seitlich? Wenn ja, welcher? Ist der Sehanspruch bei beiden Monitoren gleich oder muss bei einem Monitor mehr zentral und beim anderen mehr oben oder unten die Information gesucht werden?

Schiefe Kopf-/Körperhaltungen sind mir nicht bewußt, die wären auch meiner Frau aufgefallen. Ich habe auch keine Probleme mit Rücken/Nacken oder so.

Es braucht nicht viel um eine Höhe zu induzieren. Oft reicht es schon, wenn ein Bein um ein paar Millimeter länger ist und dadurch Becken-Schulter-Kopf leicht schief sind.

Daß meine Augen irgendwas mit Eso-Stellung sind, dürfte ja klar sein. Die meisten Fundstellen im Web sagen doch, daß VT dabei eher nicht hilft, sondern höchstens bei Exo was bringt?

Welche Fundstellen meinen Sie (Link)?

GB



   
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(@Hendrik69)
Eminent Member
Dabei seit: vor 14 Jahren
Beiträge: 31
Themenersteller  

Hallo @GB:

Ja, beide Monitore stehen direkt nebeneinander und auf gleicher Höhe, der linke ist fast frontal bzw. ganz leicht links, der rechte dann eher seitlich (und mit der Fläche rechtwinklig zum Blick, also gedreht). Auf dem linken arbeite ich, auf dem rechten ist meistens nur das Mailprogramm offen, bzw. bei einigen Jobs dann irgendwelche Dokumente o.Ä. die rechts halt abgeschaut und links umgesetzt werden. Ich würde nicht sagen, daß es irgendwo besondere Bereiche oben/unten gibt, wo häufiger geschaut wird, an sich ist bei beiden Monitoren der ganze Bereich interessant, wobei halt generell der linke der wichtigere mit den Desktop-Icons ist und deshalb auch frontal steht.

Fundstellen im Web, tja, ich habe da nix gebookmarkt, und mittlerweile soviel zum Thema gelesen.... Wenn ich mich recht innere, stehts im Kaufmann Buch Strabismus drin, und zum zweiten in irgendwelchen PDFs, wo die angloamerikanische Sichtweise mit der deutschen verglichen wurde.

Gruß+Danke, Hendrik



   
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 GB
(@GB)
Estimable Member
Dabei seit: vor 15 Jahren
Beiträge: 121
 

@ Hendrik69

Besten Dank für die Angaben zum Arbeitsplatz. Im Moment kann ich da nichts auffälliges erkennen was die Höhe beeinflusst.

Das Buch "Strabismus" von Kaufmann empfinde ich als nicht besonders hilfreich wenn es um die Diskussion der Möglichkeiten von Visualtraining geht.

Für Leute mit tiefergehendem Interesse am Training sind folgende Bücher besser geeignet:

Griffen JR, Borstig EJ, 2010, Binocular Anomalies, ISBN 978-0-929780-16-0

Scheiman M, Wick B, 2008, Clinical Managment of Binocular Vision, ISBN 978-0-7817-7784

Leseprobe:

http://books.google.ch/books?id=jGGROHBFYt8C&pg=PA282&hl=de&source=gbs_t...

Darin steht dann auch was und wie bei Esophorie/Konvergenz-Exzess/Akkommodationsstörungen zu tun ist und dass das Training eine gute Ergänzung darstellt. Primär steht aber die Versorgung mit einer Plusbrille als erste und einfachste Massnahme im Vordergrund. Diese Versorgung wird dann bei Bedarf umrahmt mit Training.

Wer gar keine Lust auf Brille hat, kann auch nur mit Training seinen Zustand verbessern. Allerdings ist dieser Weg deutlich beschwerlicher und auch nicht unbegrenzt anhaltend, da ja die Presbyopie immer noch vor der Türe steht.

GB



   
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(@Hendrik69)
Eminent Member
Dabei seit: vor 14 Jahren
Beiträge: 31
Themenersteller  

Hallo,

@GB: Danke für die Buchtips, leider hab ich heute wohl mein Books-Limit schon erreicht, ich werde mir die Seiten aber die Tage mal zu Gemüte führen.

Gruß, Hendrik



   
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(@Schack)
Estimable Member
Dabei seit: vor 17 Jahren
Beiträge: 178
 

@GB: Ich habe weniger Ahnung als du. Aber könnte das Auftrainieren der (Di-)Vergenzreserven nicht auch hilfreich sein um die Akko zu stärken in der Nähe?

War bei mir so, allerdings lag es bei mir nicht an der Altersweitsichtigkeit sondern schlicht am vorhandenen Konvergenzexzess. 

LG



   
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(@MatthiasM)
Trusted Member
Dabei seit: vor 23 Jahren
Beiträge: 69
 

Mir fallen da noch zwei andere Bücher ein in denen einige Übungen gut erklärt sind:

Pickwell `s Binocular Vision Anomalies von Bruce Evans ISBN-13: 978-0750688970

Funktional Optometrie Wissen Wie was und warum    von Carmen Koch ISBN 3-935647-22-0

Die Übergänge zwischen VT und orthoptischer Therapie soweit Sie in Deutschland überhaupt noch praktiziert wird, sind meiner Erfahrung nach fließend. Trainingsgeräte und Übungen, die von meiner letzten Orthoptistin eingesetzt wurden, habe ich auch haargenau so bei meiner Visualtrainerin  erfahren dürfen.Insofern halte ich die Bewertung im Kaufmann für nicht ganz irrelevant und frage mich was bei der VT signifikant anders sein soll.In der Invited Review " A critical evaluation of the evidence supporting the practice of behavioural vision therapy" von Brendan T. Barrett (1) ist unter Bezugnahme auf einen Artikel von Aziz auf Seite 7 zu lesen " The Role of orthoptic exercises in the treatment of esophoria, however, remains unclear and needs further study. Auf Grund eigener Erfahrungen glaube ich das Übungen bei Esophorien Symptome abmildern können, aber schlüssige Belege in der wissenschaftlichen Literatur kenne ich nicht.

(1) http://onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1111/j.1475-1313.2008.00607.x/pdf
 



   
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(@Dieter)
Estimable Member
Dabei seit: vor 20 Jahren
Beiträge: 166
 

Ich lese Hendriks Fragen jetzt zum ersten mal und war erstaunt, wie lange er sich um eine Brille herumgedrückt hat. Zugegeben, auch ich habe mich lange hingeschleppt, bis ich mir vor 4 1/2 Jahren die erste Brille habe machen lassen. Bei mir ist das besondere Problem, dass es 3 Optikern in 6 Refraktionen bis heute nicht gelungen ist, mich auf einen Visus von 1,5 zu bringen. Beide Augen sphärisch und torisch meist 0,25 vereinzelt 0,5 dpt daneben, beim Führungsauge die Achse bis zu 18 Grad falsch - offenbar wegen rotatorischer Ausrichtung. Monokulare Refraktion geht bei mir immer irgendwie schief. Erst meine letzte "Eigenrefraktion unter Fusionsbedingungen" brachte bessere Werte. Auch wenn Eberhard Luckas bei http://optometrieonline.de/node/5840 #19 schrieb: "... immer die Selbstversuche.", geht es offenbar manchmal nicht anders.

Ich mag die gängige Schreibweise mit unterschiedlichen Vorzeichen für sphärisch und torisch gar nicht, weil die Zusammenhänge nicht deutlich werden, deshalb hier Hendriks Werte mit den entsprechenden Umrechnungen:
     sphär.    tor.  Achse     sphär.   tor.  Achse   sphär. Äqivalent
R    1,25    -0,50    ?          0,75    0,50   ?+90      1,000       
L     1,50    -0,75    ?          0,75    0,75   ?+90      1,125
Hendrik, es wäre noch schön, wenn Du die Achsen nennen könntest, damit ich mir ein besseres Bild machen kann.

Mit gleichen Vorzeichen kann man besser interpretieren. Zu beidäugig sphärischen 0,75 kommen bei Deinem Führungsauge torisch noch 0,5 und links 0,75 dazu. Nach Deinen Aussagen zum Visus kann ich wohl davon ausgehen, dass diese Refraktion brauchbare Werte ergeben hat, die solltest Du jetzt erst mal längere Zeit tragen. Allerdings kann ich an einen Visus von 2,0 fast nicht glauben. Wie weit Du zuvor Dein Sehsystem ohne Brille überanstrengt hast, insbesondere am Bildschirm und Deine Beschwerden eine Folge davon sind, kann ich nicht beurteilen.

Mit Anfang 40 ist ein Nahzusatz von 1,0 bis 1,5 dpt durchaus plausibel und es macht keinen Sinn sich dagegen zu wehren, das belastet nur. Vor dem Bildschirm aber immer nur eine richtige Nahbrille und keine Gleitsichtbrille tragen. Ich bin erst vor 2 1/2 Jahren auf Gleitsicht umgestiegen und muss sagen, dass ich es heute nicht mehr missen wollte. Eine Nahbrille ist aber neben der Gleitsichtbrille unverzichtbar. Beim Lesen von mehr Text und am Bildschirm bewegst Du zum Lesen die Augen und drehst nicht den Kopf, Du brauchst also die Nahwerte über die gesamte Fläche. Ich sitze auch viel vor dem Bildschirm und verwende dabei ausschließlich die Nahbrille, auch beim Lesen von Zeitschriften oder Büchern.

Die Nahbrille habe ich so gewählt, dass ich bei 55cm Entfernung scharf sehe, das entspricht auch den Regeln für Bildschirmarbeitsplätze. Für die Gleitsichtbrille nehme ich aber eine Addition um (mindestens) 0,25 stärker. Der Wert wäre ohnehin nur am untersten Brillenrand, wenn nicht gar als Opfer der gewählten Glasform weggeschliffen. Auch deswegen wähle ich eine Glashöhe von mindestens 35mm.

Zu Mikrostrabismus und Winkelfehlsichtichtigkeit kann ich aus meinem Wissenstand in Deinem Fall nichts sagen. Wie von A. M. gesagt könnte es Mikroesotropie sein. Wenn Du den falschen "Behandler" erwischst, kann das Ganze nach hinten losgehen. Nutze die Empfehlung von Kerstin Harms, die gerade diese Probleme bestens kennt. Das Forum ist nicht frei von Dogmatikern verschiedener "Glaubens"-Richtungen, deren Empfehlung bei unangebrachter Anwendung Schaden anrichten kann. Mich stört, dass hier GB m. E. für Visualtraining Lobbyarbeit betreibt.



   
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(@AkkoStrabo)
Estimable Member
Dabei seit: vor 19 Jahren
Beiträge: 171
 

Richtig, MKH oder VT falsch angewandt kann gewaltig Schaden anrichten oder kostet bestenfalls unnötig Geld. Von den Fachleuten die ich auf meinem Leidensweg kennenlernen musste/durfte, waren nur ein Viertel qualifiziert. Die Ignoranz mit der eine allgemein anerkannte Koryphäe mit MKH bis 55 pdpt hinein schob war unfassbar - und das obwohl er selbst Mikrostrabismus diagnostiziert hatte und nur 5pdpt sinnvoll gewesen wären. Das Ganze wäre entgleist und hätte zwangsläufig in einer OP gemündet. Mit dem richtigen Rat von A. M. blieb das erspart.

Aus vorherigen Beiträgen:
   GB: @AgnesMaria   Oh je, jetzt geht das wieder los: launiges kommentieren von Kommentaren ohne jeglichen Nutzen für alle Beteiligten.
   AM: Das kommt davon wenn man nur Sekffington liest und glaubt was der so sagt.
   GB: Hier geht es nicht um Glauben, sondern um eine Arbeitshypothese.

Eine Hypothese (altgr.: Unterstellung) ist eine Aussage, deren Gültigkeit man (oder GB) für möglich hält aber nicht bewiesen ist.

Hypothesen kann man eben nur glauben, mit Wissen ist da gar nichts. Und wenn mit diesem Glauben - wie hier - missioniert wird, geht A.M. der Hut hoch. Wenn damit Hendrik69 oder wer auch immer vor Schaden bewahrt wird, dann ist es vielleicht doch von Nutzen für die Beteiligten.



   
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(@Hendrik69)
Eminent Member
Dabei seit: vor 14 Jahren
Beiträge: 31
Themenersteller  

Hallo zusammen,

@MatthiasM: Danke für die Hinweise, mich stört da eben auch wieder der bereits zitierte Abschnitt.

@Dieter: Profi oder auch nur interessierter Laie wie ich? Wird nicht so ganz deutlich. Mein Astigmatismus schwankt links um 45° und rechts um 140° herum.

Mikrotropie/Mikrostrabismus: korrigiert mich, aber wenn ich bei den einfachen 3D-Tests ordentlich sehe, kann das doch nicht, oder? Mit Fern-Brille habe ich bei dem einen Test Stern, Katze und Auto gesehen, und bei einem anderen mit einem Vorhalter wo 9 Figuren mit jeweils 4 Ringen waren, wovon jeweils einer hervorstand, bin ich bis zur fünften gekommen, das hatte mein Augenarzt mit mir gemacht.

Ich hab auch generell kein Problem mit dem Nahzusatz, nur hatte ich halt bisher das Gefühl, daß alles, was ich meinen Augen an Plus gab, egal ob in Ferne oder Nähe sofort wieder "aufgefressen" bzw. notwendig wurde, und ich will ja nicht in 3 Jahren schon bei 2,5 Addition sein.

@Akkostrabo: genau das mit dem "...bestenfalls unnötig viel Geld" stört mich eben auch, denn ich habe nur diese zwei Augen, und austauschbar sind sie nicht.

Die von AgnesMaria vorgeschlagene Lösung "Ggfls. noch mehr Plus und dann Prismen nur setzen soweit sie spürbare Erleichterung bringen, Nahzusatz testen und dann ggfls. später Übungen" klingt für mich noch am logischsten. Aber auch dafür bräuchte ich erstmal den experimentierfreudigen Experten mit viel Zeit.

Im November werde ich wohl endlich Zeit haben, Kerstins Tip mal aufzusuchen, bis dahin habe ich nichts gegen eine weitere Diskussion, aus der ich nur lernen kann.

Gruß, Hendrik



   
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(@donquichote)
Famed Member
Dabei seit: vor 22 Jahren
Beiträge: 4462
 

Hallo Dieter,

... beim Führungsauge die Achse bis zu 18 Grad falsch - offenbar wegen rotatorischer Ausrichtung ...

Erklärung möglich?

donquichote



   
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 GB
(@GB)
Estimable Member
Dabei seit: vor 15 Jahren
Beiträge: 121
 

@Hendrik69

Bei Mikrostrabismus kann durchaus brauchbares Stereosehen vorhanden sein, so dass die einfacheren Stereoteste kein Ausschlusskriterium darstellen. Selbst der Test mit Stern, Katze und Auto ist teilweise noch zu grob und kann bestanden werden. Da Sie aber die Testtafel mit den 9 Figuren und Ringen nicht vollständig gesehen haben, wäre da ein genauere Abklärung sinnvoll (hilft spontan mehr Addition, Prisma (Höhe, Seite) oder ist es ein Mikrostrab).

@ Schack

Aber könnte das Auftrainieren der (Di-)Vergenzreserven nicht auch hilfreich sein um die Akko zu stärken in der Nähe?

Sicher! Nur muss dann in einer zweiten Phase auf die Akkommodation geachtet werden. Dass heisst Divergenztraining mit Akkommodation und Konvergenztraining mit Desakkommodation. Und das ganze nicht als stupides „Muskeltraining“, sondern als bewusst erlebte und kontrollierte Fähigkeit.

@ Dieter und AkkoStrabo

Ich denke nicht, dass mein bisheriger Auftritt in diesem Forum von dogmatischem oder missionarischem Eifer gekennzeichnet war. Dazu müsste ich ganz andere Töne anschlagen, was ich aber nicht für angebracht halte.

Sie können mir aber gerne den Vorwurf „einer zu grossen Überzeugung“ bezüglich des Nutzens von Visualtraining machen. Ich ziehe wahrscheinlich die Grenze des Machbaren viel weiter als die meisten hier im Forum, wobei ich mir immer wieder aufs Neue die Frage stellen muss, wo denn eigentlich die Grenze ist. Denn vielfach „muss“ ich bei meinen Kunden erleben, dass die von MIR aufgestellte Grenze noch lange nicht das Ende der Verbesserungsmöglichkeiten darstellt.

Vielleicht verwechseln Sie Visualtraining mit dem oft gehörten Wunsch nach „Brille wegtrainieren“. Dies entspricht nicht meiner Philosophie. Aber ganz frei davon bin ich auch nicht:

ICH möchte ZUERST die Fähigkeiten und Möglichkeiten des Körpers trainieren und optimieren und ERST DANN, das was noch nötig ist, durch Hilfsmittel kompensieren. Wobei sich letzten Endes JEDES Vorgehen am Wunsch des Kunden orientiert.

Sie beide sprechen von „Schaden“, sogar von „gewaltigem Schaden“. Was genau meinen Sie damit? Und haben Sie konkrete Beispiele, vielleicht sogar etwas zum Nachlesen?

@ Dieter

Was meinen Sie mit Lobbyarbeit?

@ AkkoStrabo

Offensichtlich gehen unsere Ansichten bezüglich der Wortbedeutung von „Glauben“ und „Arbeitshypothese“ auseinander.

@MattiasM

Die Unterschiede zwischen Orthoptik und Visualtraining sehe ich vor allem in der Art und Weise wie das Training gemacht wird. Beim Visualtraining liegt viel mehr Schwergewicht auf Gleichgewicht, Körperhaltung, der Verbesserung von Augensprungbewegung und Augenfolgebewegung, Raumgefühl und Raumorientierung, Verständnis der Abläufe, erlebte Selbstkontrolle und Selbstregulation. Und dann natürlich auch die Verbesserung von Akkommodation, Vergenz und deren Flexibilität im Zusammenspiel mit den schon genannten Punkten. Und diese Auflistung ist weder umfassend noch abschliessend.

Der von Ihnen aufgeführte Link legt mehrere Finger auf mehrere wunde Punkte. Mir ist bislang auch kein Artikel bekannt, der sich konkret mit Esophorie und Training befasst. Und dass ich hier Anekdoten zum besten gebe, wie Esophorien zu Orthophorien bzw. zu Exophorien wurden, bringt auch nichts. Das einzige was ich bislang gefunden habe, beschäftigt sich mit Konvergenz-Exzess:

http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/9120214

GB



   
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(@Kerstin-Harms)
Famed Member
Dabei seit: vor 24 Jahren
Beiträge: 3461
 

Hallo Hendrik,

hast Du die 3-D-Bilder mit Brille erkannt oder auch ohne? Mit Mikrostrabismus kann man subnormales 3-D Sehen haben. Bei mir ist ohne Brille kein 3-D Sehen möglich, mit leichter Plusbrille habe ich 3-D Sehen.  Die Plusbrille allein hilft schon bei Eso...

Der 3-D-Sehtest ist insofern nicht aussagekräftig, um festzustellen, ob Mikrostrabismus oder WF vorliegt oder eine Kombination aus Beidem...

Und: wie wichtig ist Dir das 3-D-Sehen? Brauchst Du es für den Beruf? Ich pfeif mittlerweile drauf, auch wenn es bei meiner Lieblingssportart sehr hinderlich ist, keines zu haben....aber es gibt ja noch die Raumwahrnehmung, eine Fähigkeit, die man im Laufe seines Lebens ausbaut. Diese ist bei mir sehr gut ausgeprägt, wahrscheinlich meine Kompensation...ebenso wie Blinde ihre anderen Sinne schärfen, um im Leben zurecht zu kommen.

Viele Grüße

Kerstin



   
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(@Hendrik69)
Eminent Member
Dabei seit: vor 14 Jahren
Beiträge: 31
Themenersteller  

Hallo,

@GB: Den neuen Link finde ich mal interessant, schade daß es da nur eine Zusammenfassung gibt. Danke auch für Mikro... Erklärung.

@Kerstin: Ich weiß mittlerweile wie die Tests hießen Zwinkert

Den Lang-Test hat man mir nur mit Fern-Brille gezeigt, da ging er, wobei die angeblich ja vom Winkel her zwischen den beiden anderen liegenden Katze am schwierigsten zu erkennen war, Stern und Auto sprangen mich mehr oder weniger sofort an.

Beim Titmus-Test kam ich mit Fern-Brille bis 5 und ohne Brille gingen nur die ersten beiden, was aber meiner Meinung nach wohl auch bzw. in erster Linie am Abstand zum Test von ca. 50cm und dort ganz ohne Brille leider halt fehlendem Akkomodationsvermögen lag, vor lauter Unschärfe des Tests gingen einfach nicht mehr ohne Brille, und wenn ichs scharf gestellt hätte, wäre ja im Doppeltsehen gar keine Räumlichkeit mehr da gewesen.

Brauche ich 3D-Sehen? Hm, keine Ahnung, beruflich am PC eher nicht. Aber anscheinend habe ich ja mit Brille zumindest welches, schon mit der ersten leicht stärkeren Korrektur dieses Jahr wirkte alles plötzlich irgendwie räumlicher, mit der zweiten dann nochmal mehr. Autofahren, Joggen und Bergwandern ging bisher gut und unfallfrei, das werde ich wohl weiter schaffen, wozu sollte ich es sonst noch brauchen?

Gruß, Hendrik



   
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(@Dieter)
Estimable Member
Dabei seit: vor 20 Jahren
Beiträge: 166
 

@Hendrik69

Ich bin nur interessierter Laie.

Bei Dir links 45 Grad und rechts 140 Grad sind m. E. harte Bedingungen, weil das ein maximales Schiefquetschen des Bildes (vom Rechteck zum Parallelogramm) bedeutet und das noch gegensätzlich für die beiden Augen. Ich kann mir vorstellen, dass das Entfernungsgefühl sehr darunter leidet und das Gehirn heftigste Rechenarbeit leisten muss, um die Bilder zu einem Bild zu verschmelzen. Vielleicht kann jemand mit einschlägiger Erfahrung etwas dazu sagen.

@donquichote

Bei monokularer Refraktion wurden bei allen Refraktionen bei meinem Führungsauge unterschiedliche Achsen zwischen 98 und 110 Grad gemessen (bei Schreibweise + sphärisch mit - torisch). Erst durch das Verdrehen der Brille nach links konnte ich mit allen Brillen bei diesem Auge scharf stellen, immer bei einer verbleibenden Achse von etwa 92 Grad. Vorausgesetzt, das andere Auge konnte dabei immer mit sehen, wodurch Fusion gegeben war.

Für einen alternativen Test bei Vollmond (hatten wir letztes Wochenende) und absolut klarem Himmel nach Mitternacht kann man den Mond als Objekt mit beiden Augen betrachten. Bei der derzeitigen Entfernung zum Mond errechnet sich der Durchmesser des Mondes mit 30,2 Winkelminuten. Vergleiche Visus von 1,0: Zwei Punkte in 1 Winkelminute Abstand können getrennt wahrgenommen werden.

Ohne Brille betrachtet war der Mond mit diesem Auge vertikal länglich, minimal rechts verdreht, schätzungsweise um 2 Grad. Bei der Schreibweise + sphärisch mit - torisch ist das eine Achse von ca. 92 Grad. Dabei habe ich das andere Auge immer nur kurzzeitig wie beim Covern bedeckt, um die Fusionsbedingungen zu halten aber kurzzeitig nur mit dem zu beurteilenden Auge zu sehen.

Ich habe gehört, dass Verdrehung eines Auges um die Sehachse vorkommen kann. Monokular und binokular stellt dieses Auge offenbar unterschiedliche Achsen ein. Das andere Auge hat unter allen Bedingungen immer ca. 90 Grad.

War das die Frage?



   
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