Zum Inhalt springen
Einloggen
Aussage vom AA: WF ...
 
Benachrichtigungen
Alles löschen

Aussage vom AA: WF = Schielen

50 Beiträge
12 Benutzer
0 Reactions
2 Ansichten
(@Paul-Gerhard-Mosch)
Beiträge: 0
New Member
 

Hallo, Kerstin

hast Du Deinen Sohn darauf mal angesprochen? Ich könnte mir schon denken, dass ihm zumindestens schwindelig war. Aber Deine Überlegungen sind genauso möglich.

Natürlich muss man auch immer die Ausführungen von Kerstinb beachten, die ja leider nie, so ohne weiteres, von der Hand zu weisen sind. Sprich man sollte bei solchen Vorkommnissen an neurologische, bzw. radiologische Abklärungen denken. Ich bin immer dankbar, wenn diese einerseits abgeklärt, aber im Befund "negativ" beschieden wurden.


 
Veröffentlicht : 03.05.2003 19:13
(@kerstinb)
Beiträge: 81
Trusted Member
 

Hallo Kerstin,

normalerweise kann das Gehirn die Augen in jeder Kopfhaltung so ausrichten, daß ein gerades Bild entsteht. Das passiert durch die Verschaltung zwischen Augen- und kopfbewegungen. Wenn es diesen Mechanismus nicht gäbe, wäre bei jedem Ändern der Kopfrichtung das Bild verkippt. eine derartige isolierte Störung ist mir nicht bekannt. Was ich mir bei Deinem Sohn vorstellen kann Er hat 90 min im Abblick geschaut, anschließend ist wollte er laufen, da war aber eine andere Blickrichtung nötig, und durch sein V - Phänomen mußte er den Schiel:wink:el anders kompensieren, bzw. hat die Kompensation nicht ganz geschafft. Das kann schon einen unsicheren Gang auslösen.

Viele Grüße

Kerstin


 
Veröffentlicht : 03.05.2003 19:26
(@Paul-Gerhard-Mosch)
Beiträge: 0
New Member
 

Hallo, Kerstinb

dies meinte ich mit "schwindelig". Ich bin dankbar, über die sehr gute Erklärung und Erläuterung von Dir.


 
Veröffentlicht : 03.05.2003 19:59
(@martina-S-2)
Beiträge: 6
Active Member
 

Kerstin,
Dein Sohn Lukas hat nach dem, was ich hier nachvollziehen kann, kein Schielen, und wohl auch kein V-Phänomon. Es wird sich um eine ursprüngliche WF gehandelt haben, mit der er insofern Probeleme bekommen hat, weil ihm die Kompensation nicht mehr voll motorisch gelang.
Deshalb scheint er nun bei Blick in die Ferne ein Auge auszuschalten (nach außen), wie das Dr. Wulff in seinen Seminaren immer wieder vorführt. In der Nähe liegt ein zusätzlicher Mechanismus vor (die Konvergenz) und daher kommt es wohl meist in der Nähe nicht zum Ausschalten nach außen. Daher kann er in großen Maße besonders Schwierigkeiten beim Abschreiben von der Tafel, aber auch bei allen mit Blickwechsel verbundenen Tätigkeiten haben (dazu gehört auch das Lesen, denn hier sind zwar kleine, aber viele präzise Blickbewegungen notwendig).
Eine Prismenfolie ist demnach Blödsinn, sie macht nur einen zusätzlichen optischen Störfaktor.
Und wenn Du eine sinnvolle Prismenbrillenkorretion beginnst, dann richte Dich auf einige Korrektionsschritte ein, bei denen aber jeder Schritt auch Deine Motivation zur Fortführung steigern sollte (also sichtbare Erfolge zeigen sollte).
"Herumspielen" führt, wie bei Ralf1(?), oft in eine Sackgasse. Hier liegt ein rein visuelles Problem vor, bei dem schon die optische Bildaufnahme gestört ist. Da macht es keinen Nutzen, wenn man vor gezielter Korrektion nach Verarbeitungsschwierigkeiten sucht oder gar Trainingsmethoden anbietet.
Viele Grüße martina S.


 
Veröffentlicht : 05.05.2003 08:43
 Ralf
(@Ralf)
Beiträge: 0
New Member
 

ZitatOriginal erstellt von martina S.

"Herumspielen" führt, wie bei Ralf1(?), oft in eine Sackgasse.

Sehr geehrte Frau S.,

wenn Sie mich schon namentlich erwähnen, dann nehmen Sie sich bitte die Zeit, und nennen mich beim Namen ohne Fragezeichen. Mein Vorname ist Ralf, Frau S.! Der registrierte Benutzername ist zweitrangig und Mittel zum Zweck.

Ihre "Analysen" aus der Ferne und zweideutige Kommentare meine Person betreffend bitte ich mir gegenüber AUSDRÜCKLICH zu unterlassen. Wie Ihnen Forumsteilnehmer hier bestätigen können, welche meinen "Werdegang" in Sachen "WF" kennen, befinde ich mich keineswegs in einer Sackgasse, ganz im Gegenteil.

Mit freundlichen Grüßen

Ralf S.


 
Veröffentlicht : 05.05.2003 16:08
(@Kerstin-Harms)
Beiträge: 0
New Member
Themenersteller
 

Hallo Kerstinb,

Das nicht zu kontrollierende V-Schielen hatte Lukas nach dem Tropfen bei der Untersuchung.

Wir haben heute seine Prismenfolie beim Optiker kleben lassen und da "spielten" wir noch ein wenig mit seinen Blickbewegungen mittels kleiner Tests, wo er Bewegungsrichtungen folgen musste. Fazit Er kann, wenn er nach oben sieht, gerade schauen, er kann aber auch nach qußen schielen. Er kann auch bewusst das linke Auge auf Schielen stellen, wenn man ihn auffordert, Doppelbilder zu erzeugen. Leider rutscht ihm das Auge auch mal so weg, vor allem, wenn er müde ist, oder in die Ferne sieht. Für mich ist das eher ein Beweis, dass der Muskel NICHT gelähmt ist, er kann ihn ja bewegen. Vielleicht ist dies ja eine positive Feststellung. Liege ich da richtig?

Vielmehr gibt mir nun Dein obiger Bericht zu denken, wo Du von schwankenden Augenbewegungsstörungen schreibst, die radiologischer und neurologischer Abklärung bedürfen. Kriege ich einen AA dazu, dies anzuordnen? Es gibt von Lukas ein sehr frühes CT (da war er 11 Monate), wo man von kleinen Auffälligkeiten im vorderen Bereich sprach, auf die aber nicht eingegangen wurde, weil das Gehirn ja noch nicht so weit erforscht war, als dass man Normen anlegen konnte. Ausspruch der Ärzte vor 8 Jahren Es gibt schwerstbehinderte Kinder, wo die Struktur völlig unauffällig ist, und normale Kinder, wo man Abweichungen findet.

Danke erstmal für die viele wertvolle Info!

Gruß
Kerstin


 
Veröffentlicht : 05.05.2003 21:07
(@Kerstin-Harms)
Beiträge: 0
New Member
Themenersteller
 

Hallo, Paul-Gerhard,

ich habe Lukas mehrmals gefragt, ob er wirklich alles kopfüber sieht. Er bejahte! Allerdings stand er oben am Treppenabsatz und schaute 19 Stufen in die kaum beleuchtete Tiefe - vielleicht spielte ihm das räumliche Sehen einen Streich (so wie man einen Würfel im Aufriss ja auch betrachten kann, als ob er nach vorne kommt, oder nach hinten zeigt). Schwindelig war ihm auf jeden Fall - und für mich ein Grund mehr, Abklärung zu schaffen, zumal der Zustand mehr als nur ein paar Sekunden anhielt.

Gruß
Kerstin


 
Veröffentlicht : 05.05.2003 21:10
(@Kerstin-Harms)
Beiträge: 0
New Member
Themenersteller
 

Hallo Martina,

schön, auch von Dir zu hören - klingt nachvollziehbar! Lukas schreibt zwar fehlerlos von der Tafel ab und sehr sauber, aber, wie bereits erwähnt, er schafft 3 Zeilen, während die anderen eine Seite geschrieben haben.

Mit seinen Augen herumspielen will ich auf keinen Fall! Dumm für mich ist nur, dass das Krankenhaus Itzehoe nach der Testreihe eine augenärztliche Abklärung hinsichtlich der Winkelfehlsichtigkeit verlangte (eher wird der Bericht nicht geschrieben) und da blieb mir nur der Arzt in der Nähe von Hamburg, an den man mich verwies.

Lukas findet die Folie saublöd und hinderlich (er fürchtet auch, er könne ausgelacht werden - ich versicherte, dass man das Ding so gut wie nicht bemerkt - man, können Mütter gut schwindeln...). Ich guckte auch mal durch und empfinde es wie eine halbe Okkusionstherapie.....

Er sagt, wenn er nur durch die Folie guckt (also, das "gesunde" Auge zuhält), sieht er doppelt - das machte mich schon wieder stutzig.

Wir müssen am 22.05. nochmal zum AA Richtung HH, am 16.07. ist der Termin bei Dr. Wulff. Und ich habe heute beschlossen, den Prismenweg bei Lukas mit Dr. Wulff zu gehen unter Unterstützung meines Optikers, denn ich habe so das Gefühl, dass der hiesige AA den Korrektionsversuch lieber abbrechen würde, als das Schielen voll aufzudecken. Seine Orthoptistin ist wohl auch fürs Aufdecken des Schielfehlers, aber nur, wenn Lukas die Folien akzeptiert. Ich ahne, dass ich in so einige Prismengläser investieren werde, denn die Folien sind nichts Halbes und nichts Ganzes, und der Knirps soll ja nicht auch noch durch eine trübe Folie im eh schon schwierigen Sehen behindert werden.

Viele Grüße
Kerstin


 
Veröffentlicht : 05.05.2003 21:21
(@kerstinb)
Beiträge: 81
Trusted Member
 

Hallo Kerstin,

ich denke, daß Dein Sohn ein angeborenes V-Phänomen hat. Ich schätze auch (aus der Ferne) daß er keine Lähmung hat, ein isoliertes V-Phänomen kommt eigentlich bei keiner Augenmuskellähmung vor, dann hat man noch vertikale Abweichungen. Daher wirst Du wegen des V-Phänomens eher kein MRT oder CT bekommen. Außerdem solltest Du bedenken, da bei kleineren Kindern immer eine Vollnarkose beim MRt oder CT nötig ist. Bei den dezenten Abweichungen hab ich eher geringe vertikale Schiel:wink:el oder plötzlich aufgetretene horizontale Winkel gemeint, die kompensiert werden können. Was bei Deinem Sohn sicher sinnvoll wäre, wenn nicht schon durchgeführt, ist eine Entwicklungsdiagnostik. Das wird in der Klinik, in der ich arbeite, bei allen Frühchen durchgeführt. Die Neuropädiater entscheiden oft mit uns zusammen, ob eine radiologische Untersuchung erforderlich ist oder nicht. Vielleicht entscheiden sich die Kinderärzte bei Deinem Sohn für ein MRt oder CT zur Kontrolle, da bei ihm eine Anomalie des vorderen Hirns bekannt ist. Vielleicht kann man jetzt eine genauere Aussage darüber treffen. Das liegt aber in der Hand der Pädiater. Das schwankende Gehen kann neben Kompensationsstörungen auch durch die Augentropfen verursacht worden sein, auf Cyclopentolat reagieren manche mit Kreislaufstörungen. Außerdem kommen einige wegen der erhöhten Blendung etwas durcheinander. Auch die Winkelkompensation kann durch die erweiterten Pupillen erschwert sein.

Was Dir die Kinderärzte damals gesagt haben, trifft sicher auch heute noch zu, obwohl die Hirnforschung in den letzten 8 Jahren sicherlich Fortschritte gemacht hat. Manche Patienten können mit einer Gehirnhälfte ca. normal leben, sind geistig nicht oder kaum beeinträchtigt. Andere sind trotz normal erscheindendem Gehirn geistig behindert. Auch bei Kindern mit ähnlichen Gehirnblutungen ist der Verlauf bezüglich der motorischen und kognitiven Entwicklung nicht gleich.

Viele Grüße

Kerstin


 
Veröffentlicht : 05.05.2003 21:35
(@Kerstin-Harms)
Beiträge: 0
New Member
Themenersteller
 

Hallo Kerstin,

bez. der Entwicklungsdiagnostik wird Lukas ja seit Geburt in der Pädiatrie Itzehoe betreut. Mittlerweile nimmt man da auch vermehrt die Augen in Betracht, bzw. die Winkelfehlsichtigkeit. Aber es dreht sich mal wieder alles im Kreis Hat ein Kind Probleme mit der Motorik und Wahrnehmung, weil die Augen nicht so arbeiten, wie sie sollen, oder hätte es diese Probleme auch, obwohl die Augen in Ordnung sind? Ich weiß nur, dass ALLE Sinne störungsfrei arbeiten müssen, damit ein Kind eine ungestörte Wahrnehmung und Motorik erleben kann. Zu den Sinnen gehören das Hören, Schmecken, Riechen, Tasten und SEHEN

Umso besser, wenn diese Kliniken eng mit HNO-Ärzten, Augenärzten und Ergotherapeuten zusammenarbeiten. Ich werde nochmal den dortigen Kinderarzt aufsuchen, seit 2 Jahren hat Lukas nur die Tests beim Psychologen gemacht, es fand kein abschließendes Gespräch mit dem Kinderarzt statt - danke für Deinen Tipp.

Viele Grüße
Kerstin


 
Veröffentlicht : 05.05.2003 22:44
(@Kerstin2)
Beiträge: 9
Active Member
 

Hallo kerstin ..nur einen kurzen denkanstoß...ich selber gerade als Neuling betroffen..habe 4 Wo eine Prismenfolie auf meiner brille gehabt und kann nur sagen...es war absolut schwierig und hat mit dem eignetlichen prismenglas hinterher vom seheindruck nichts zu tuen....Ich sah z.t. verschwommen bis doppelt...verzerrt immer und die Lichtrefelexe waren stark verwirrend. ich war froh die Folie nur am Pc zu tragen. Ich investier jetzt lieber in Gläser und kann so aber richtig "testen" gruß kerstin


 
Veröffentlicht : 05.05.2003 23:46
(@martina-S-2)
Beiträge: 6
Active Member
 

Ralf,entschuldigung, aber dann habe ich Deine gesamten Forenaussagen wohl doch völlig falsch verstanden (allerdings geht das auch beim zweiten und dritten Lesen nicht so klar hervor; aber das mag mein persönlicher Problem als Fachfrau der Optometrie sein). Bitte sei nicht mehr eingeschnappt.
Viele Grüßemartina S. (die Bayern haben´s machmal mit dem Verstehen)


 
Veröffentlicht : 07.05.2003 11:29
 Ralf
(@Ralf)
Beiträge: 0
New Member
 

Hallo Martina,

Deine Entschuldigung wird mehr als angenommen, schon in Ordnung. Bin nicht eingeschnappt.

Ich war nur leicht irritiert, ob ich jetzt als Negativbeispiel (da schaut auf den bösen Onkel, so bitte nicht nachmachen...), und dann auch noch mit Fragezeichen am Namen, herhalten darf .

Um aber wieder etwas Sachliches beizutragen die Korrektionsschritte waren bisher fast ausnahmslos abgestimmt, bis auf die Tatsache, dass meine dritte Prismenbrille wohl etwas überkorrigiert war, was zugegebenermaßen den Erfolg nicht erhöhte. Ich wehre mich aber trotzdem gegen den Ausdruck "Sackgasse" in meinem Fall. Eigenmächtig wurde ich sozusagen erst, als die von Dr. Wulff verschriebenen Werte ganz und gar nicht passten...ich nahm halt wieder meine vorherige Brille...und da ich zu dem Zeitpunkt keinen Optiker meines Vertrauens hatte, machte ich das ohne zu fragen. So wie das der mündige Brillenträger manchmal tut.

Nunmehr bin ich in besten Händen und mein Visus beträgt monokular und binokular mit Korrektion über 200% (genauer Wert nicht messbar).

Zur Erinnerung vor 2 Jahren hatte ich mit "normaler" Brille Visus 80%...

------------------
Grüße

Ralf


 
Veröffentlicht : 07.05.2003 14:32
(@Paul-Gerhard-Mosch)
Beiträge: 0
New Member
 

Hallo, Ralf

herzlichen Glückwunsch zu dem jetzigen Erfolg. Ich freue mich mit Dir!


 
Veröffentlicht : 07.05.2003 19:58
(@Kerstin-Harms)
Beiträge: 0
New Member
Themenersteller
 

Hallo Kerstin2 (und alle anderen)!

(werden ja immer mehr mit diesem Namen...))

danke für die Schilderung Deines Seheindruckes mit Prismenfolien - ich denke auch, Gläser sind durch nichts zu ersetzen.

ABER Mein Sohn wollte schon am 2. Tag die Brille mit der Folie nicht mehr missen!!!!! Er kam ganz begeistert aus der Schule, schrieb gestern seine Hausaufgaben in 10 MInuten - sonst waren es für die gleiche Menge an Sätzen ca. 40 Minuten. Er selber sagt, er sehe nun irgendwie entspannter, die Sonne blendet nicht mehr und dann kam noch dieser Nachsatz

ABER, MAMA, ICH KANN JETZT GAR NICHT MEHR MIT ABSICHT SCHIELEN - DAS IST SCHON DOOF!

Ich werte das als Aussage eines Kindes, das schon recht glücklich mit der neuen Sehsituation ist. Da abzusehen ist, dass sich die Werte schnell ändern, werde ich die Folie erst mal belassen, da Lukas sie so toll akzeptiert hat. Ich warte zumindest die nächste Messung ab, sobald er meckert, bekommt er ein Glas von mir "spendiert"

Ich erlebe meinen Sohn zum ersten Mal seit Jahren entspannt und fröhlich, so richtig von innen raus - und das wollte ich Euch an dieser Stelle mitteilen, wo ich Euch doch sonst meistens meinen Kummer mit Lukas mitteile. Drückt mir die Daumen, dass es positiv weiter geht..!

viele Grüße
Kerstin


 
Veröffentlicht : 09.05.2003 22:09
(@Paul-Gerhard-Mosch)
Beiträge: 0
New Member
 

Hallo, Lukas (und Kerstin!)

prima, das Du Erfolg hast! Du bleibst am Ball, Kerstin! So ist es richtig. Auch eine Prismenfolie macht schonmal Sinn, wie man sieht. Aber der Einsatz muß gezielt verabreicht sein.
Da die Folie auf der falschen(!) Seite ist, kann dies in der ersten Zeit von Lukas sehr angenehm empfunden werden, da es ja das nicht dominante (teilweise schielende) Auge ist. Das kann aber Ausschaltphänomene dieses Auges verstärken, deshalb ist trotzdem Vorsicht und gute Mitbeobachtung geboten.


 
Veröffentlicht : 10.05.2003 10:23
(@Martina-S)
Beiträge: 1
New Member
 

Genau das habe ich auch spontan gedacht. Überhöht ausgedrückt Zukleben dieses Auges hätte ähnlichen Erfolg.


 
Veröffentlicht : 11.05.2003 07:48
(@kerstinb)
Beiträge: 81
Trusted Member
 

Liebe Martina S,

man kann testen, ob ein Kind durch eine Prismenfolie ein Auge exkludiert oder nicht und danach entscheiden, ob die Folie weiter getragen werden sollte. Die sehr massive Kritik an Prismenfolien in diesem Forum finde ich nicht gerechtfertigt. Auch mit Folien kann man Patienten zum beschwerdefreien Stereosehen verhelfen. Vor allem, wenn eine Operation nötig ist oder die Chancen zur Winkelverbesserung bestehen, sind Folien der bessere und nicht so kostenintensive Weg. Was für Eltern mit einem oder mehreren Kindern einerheblicher Vorteil ist.


 
Veröffentlicht : 11.05.2003 13:36
(@matina-S)
Beiträge: 1
New Member
 

Richtig, Kerstinbund Kerstin eine Bittealso gleich einmal für einge Tage die Prismenfolie vor das andere Auge. Wenn es dann auch gut geht, hätten auch die IVBV-Richtlinien nichts dagegen.

Viele Grüße


 
Veröffentlicht : 12.05.2003 07:39
(@erich)
Beiträge: 27
Eminent Member
 

kerstinbden Begriff "beschwerdefreies Stereosehen" habe ich so noch nicht gehört und würde gerne wissen, was der zu bedeuten hat. Stereosehen kann in seine Qualität zahlenmäßig je nach verwendetem Stereotest in Ferne und Nähe definiert werden; aber was hat das mit Beschwerden zu tun?

Das man mit Prismenfolie arbeiten kann, hat keiner verboten; aber solange eine Folie nach 1 Woche zu Sehminderungen von über 50%(!!!) führt, spielt es dann auch keine Rolle mehr, sich irgeneine Mühe zur Bestimmung bezüglich der sphärozylindr. Gläserstärken zu machen. Auch die von Ihnen immer geforderte angeblich genaue, aber unphysiologische "Lähmungsmessung" unter Atropin o.ä. der Refraktion wäre dann ihre Bedeutung verloren.


 
Veröffentlicht : 12.05.2003 15:54
Seite 2 / 3
Teilen: