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Aussage vom AA: WF = Schielen

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(@Paul-Gerhard-Mosch)
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ZitatOriginal erstellt von matina S.
Richtig, Kerstinbund Kerstin eine Bittealso gleich einmal für einge Tage die Prismenfolie vor das andere Auge. Wenn es dann auch gut geht, hätten auch die IVBV-Richtlinien nichts dagegen.

Hallo, Kerstin

bitte lass' das nur(!) Deinen Augenoptiker machen. Die Prismenfolie muss unbedingt um 180° gedreht auf dem anderen Brillenglas fixiert werden. Es fragt sich dabei allerdings, ob der Augenarzt, bzw. die Orthoptistin, dies befürworten könnte. Was meint Kerstinb dazu?

Hinweis Es ist jedem einsichtig, dass die Folie auf dem nichtdominanten Auge weniger bis überhaupt keine Probleme macht. In der MKH wollen wir aber nicht unbedingt vorrangig(!) Probleme abbauen, sondern möglichst optimales Sehgleichgewicht aufbauen! Dies könnte auch mal über einen gewissen Zeitraum begrenzte Beeinträchtigungen in definierter, abgesprochener Weise zulassen. Dies träfe bei einer Prismenfolie vor dem dominanten Auge unbedingt zu. Gerade dies aber könnte ein Nicht-MKH-ler strikt ablehnen.


 
Veröffentlicht : 12.05.2003 19:05
(@Kerstin-Harms)
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Hallo Paul-Gerhard,

jetzt brauche ich mal eine Erklärung - dass die Folie ein bisschen wie eine Okklusion wirkt, sehe ich ähnlich. Was ich aber nie verstanden habe

1.Prismen werden ja immer auf beide Augen verteilt. Warum? Es ist ja meist nur ein Auge mit dem Problem des Schielens bzw. der WF betroffen?

2.Wenn ich nun die Prismen vor das "gute" Auge packe, das eigentlich keine Prismen braucht, lenke ich es dann nicht in die falsche Richtung und man bekommt noch mehr Probleme? Für mich wäre das so, als wenn ich meine Plus-Korrektur ins rechte Brillenglas packe, obwohl ich sie links brauche.

Ich brauche diese Erklärungen, denn ich werde die Orthoptistin wirklich fragen, ob man die Primsen nicht auch mal aufs andere Augen kleben kann oder zumindest auf beide Gläser verteilen, so wie es nachher auch in der Brille zu sein hat. Will mit guten Argumenten am 22.05. dahin fahren.

Liebe Grüße
Kerstin


 
Veröffentlicht : 12.05.2003 20:44
(@Kerstin-Harms)
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Hallo Erich,

Du erschrickst mich Stimmt es wirklich, dass man nach einer Woche Folientragens die Sehkraft auf dem betroffenen Auge um 50 % mindern kann?!?!? Ist das reversibel? Dann bin ich ja froh, dass Lukas die Brille zuhause doch manchmal stundenweise absetzt....

..ob die Orthoptistin mir bei der nächsten Messung sagen würde, dass das Auge nun schlechter sieht? Klar, ein Einäugiger hat keine Probleme mehr mit der WF, der hat eh kein Stereossehen!

Bitte klärt mich auf!!??

Gruß
Kerstin


 
Veröffentlicht : 12.05.2003 20:48
(@Kerstin-Harms)
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Hallo Kerstinb,

heißt exkludieren Ausschalten? Würde man dann die Behandlung mit der Folie abbrechen? Warum nimmt man dann nicht ein Glas - dann würde das mit dem Ausschalten doch nicht passieren, oder? Dann könnte man den Schiel:wink:el doch wirklich "aufdecken" und eventuell operieren.

Gruß
Kerstin


 
Veröffentlicht : 12.05.2003 20:51
(@Paul-Gerhard-Mosch)
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ZitatOriginal erstellt von Kerstin
Hallo Paul-Gerhard,

1.Prismen werden ja immer auf beide Augen verteilt. Warum? Es ist ja meist nur ein Auge mit dem Problem des Schielens bzw. der WF betroffen?

2.Wenn ich nun die Prismen vor das "gute" Auge packe, das eigentlich keine Prismen braucht, lenke ich es dann nicht in die falsche Richtung und man bekommt noch mehr Probleme? Für mich wäre das so, als wenn ich meine Plus-Korrektur ins rechte Brillenglas packe, obwohl ich sie links brauche.

Antwort zu 1 Sogar beim Schielen könnten beide Augen wechselseitig betroffen sein. Bei einer WF (hier schielt kein(!) Auge) ist es grundsätzlich ein rein beidäugiges Problem, welches sich aufgrund von "Dominanz" allerdings evtl. auf dem anderen Auge durch unsauberes Fixieren besonders hervortut.
Das gleiche kann bei falsch angewandter Oclusionstherapie bei Schielern passieren, hier schielt plötzlich das vorher richtig stehende Auge. Wir haben es in vielen Fällen(!) mit einem rein beidäugigen Probem zu tun. Sonderfälle, wie organisch bedingte begrenzte Defekte bilden, vorallem bei Kindern, deshalb eher die Ausnahme.

Antwort zu 2 Keineswegs! Wenn ich die Wirkung richtig umrechne (180°) habe ich grundsätzlich das gleiche Ziel erreicht. Es gibt sogar Fälle, wo vermieden wird, das Schielauge zu operieren, da auch eine OP zuerst als zusätzliche vorübergehende Schwächung des eigentlich schwächeren Auges gilt. Natürlich muss hier vorher die Augenmustelbeweglichkeit usw. stimmig sein.

Dies ist immer wieder schwer nachvollziehbar. Vielleicht hilft es, wenn man sich gedanklich vorstellt Das "ein" Auge immer die Fixierung hält! Die Verbesserung (Hilfe) für die Fixierung des zweiten Auges kann gleichwohl auf jedem der beiden Augen ausgeführt werden. Im Idealfall wird sie gleichmäßig verteilt (das besser nicht mit Folien!).


 
Veröffentlicht : 12.05.2003 22:07
(@Kerstin-Harms)
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Hallo allesamt,

hatten heute unseren Kontrolltermin...

Da Lukas schon seit einer Woche wieder über die Brille meckert, fürchtete ich, dass sich in den Werten etwas geändert haben könnte. Ein Optiker würde sich freuen (das Auge entspannt!), die Orthoptistin stellte heute erschrocken fest, dass schon nach nur 2 Wochen mit lumpigen 4 Prismen (die gemessenen Werte kennt ihr!) in der Folie, mein Sohn nach mehr Prismen schreit - oder besser seine Augen.

Sie möchte die Therapie hiermit abbrechen!!!!

Sie rät zur OP jetzt, ehe der Schiel:wink:el noch größer wird. Ich erzählte ihr von meinem Verständnis davon, dass man doch erst den Schiel:wink:el aufdecken sollte, weil es sonst viellecht ganz schnell zur 2. OP käme. So ganz lehnte sie diesen Gedankengang nicht ab.

Sie bat mich dringend um Abklärung seiner Kopfschmerzen (EEG oder CT) und wird dies im Bericht an den Kinderarzt schreiben. Immerhin, sie überlegt, ob sie mir noch eine Verordnung für ein Prismenglas zuschickt, denn ich bat darum - statt Folie.

Lukas sieht auch mit 4 Prismen besser als ohne. Ich überlege, ob ich ihm mal wieder die 8er Prismen Brille aufsetze. Er toleriert nun 4, da ist eine Steigerung von weiteren 4 vielleicht nicht so ein Hammer für ihn....

Abgeschaltet hat das Auge durchs Kleben der Folie wohl zum Glück nicht -Lukas freut sich immer noch sehr über sein plastisches Sehen (ich merke es an seinen staunenden Kommentaren, wenn er aus dem Auto die Natur beobachtet).

Ach ja, habe ihr auch gesagt, dass wir im Sommer zu Dr. Wulff wollen. Wenn sie zur Schiel OP jetzt schon rät (aufgrund eines Schielens), vielleicht kann ich meine KK dazu überreden, den Kassensatz für eine eh unvermeidliche Schiel-OP zu übernehmen. Ich wills halt nur vom "richtigen" Operateur machen lassen. Sie empfiehlt mir auch die UK-Eppendorf. Hat diesbezüglich einer von Euch Erfahrungen?

So viel von unserem Stand der Dinge - die Oddysse geht weiter.

Liebe Grüße
Kerstin


 
Veröffentlicht : 22.05.2003 21:47
(@martina-S-2)
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UK-Eppendorf ist eines der erbittersten Gegner der MKH. Das kommt wohl auch davon, dass der ehemalige Chef namens Prof. Haase zeitlebens darunter leiden mußte, mit H.-J. Haase verwechselt zu werden (und dabei fachlich nichts zur WF sagen konnte). Zudem ist die Klinik in unseren MKH-Kreisen hinreichend für viele Vor-und Rückoperationen bei Schielfehlern bekannt.


 
Veröffentlicht : 23.05.2003 06:56
(@kerstinb)
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Hallo,

jetzt wird also schon wieder eine Uniklinik zu Unrecht kritisiert, was in dem Forum ja schon langsam zur Gewohnheit wird. Ich bin mal gespannt, wann die Klinik, an der ich gelernt habe oder an der ich jetzt arbeite hier verrissen wird.
Die Kompetenz einer Klinik in Frage zu stellen, nur weil sie die MKH-Methode nicht vertreten, ist unangemessen und in meinen Augen schon ziemlich unverschämt. Die Hamburger Klinik hat meines Wissens eine gute Orthoptik mit kompetenten Kollegen. Und was die mehreren OPerationen angeht manche Schiel:wink:el sind so groß, daß mehrere Operationen nötig sind. Manche Operationen lassen nach mehreren Jahren oder Jahrzehnten vom Effekt her nach, vor allem beim Außenschielen, ob latent oder manifest. Und außerdem haben hier auch schon andere im Forum geschreiben, daß sie mehrmals operiert worden sind. Die Ärzte, die da operiert haben, werden in diesem Forum aber nicht kritisiert, weil sie die nach der MKH-Methode operieren.


 
Veröffentlicht : 27.05.2003 21:04
(@Eberhard-Luckas)
Beiträge: 0
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Hallo Kerstinb

Du hast ja recht, man sollte nicht so verallgemeinern. Aber wenn ich die Aussage Deiner Kolegin lese ( die bei 4 cm/m abgebrohen hat, weil das Kind nach mehr verlangt), nicht weiter korrigieren zu wollen, weil eine OP droht, streuben sich bei mir die Nackenhaare.
Ich habe heute einen 12 jährigen Jungen bei mir gehabt, mit hochgradiger Eso-WF. Er wurde schon einmal operiert, jetzt sagte die behandelnde Augenärztin, er solle erst mit Volljährigkeit ein 2. mal operiert werden. Der Covertest ergab mehr als 30 cm/m!. Mit welcher Unverfrorenheit wird hier über die kleinen Patienten bestimmt, die unter großen Schwierigkeiten leiden, das aber nicht so ausdrücken können?

Ich glaube, Du siehst das genau so wie ich.
Übrigens kenne ich eine Kollegin von Dir, die die Orthoptik-Abteilung einer Augenklinik leitet, und die Anschaffung des Polatestes durchgeboxt hat, damit sie bessere Meßergebnisse erhält. Soweit stehen wir nicht auseinander, oder?

Viele Grüße
Eberhard Luckas


 
Veröffentlicht : 27.05.2003 22:44
 Anna
(@Anna)
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Hallo Forum,

wo wir schon beim Thema Unikliniken sind, noch eine Frage. Mir wurde inzwischen von mehreren Optikern nahegelegt,
Prof. Mühlendieck an der Uniklinik Göttingen,
Abteilung Strabologie, aufzusuchen.
Anscheinend hat er auch die Unterscheidung
Heterophorie-Pathophorie eingeführt, scheintalso der Problematik gegenüber aufgeschlossen zu sein.
Von mehreren Leuten wurde mir auch berichtet, dass sie sehr zufrieden mit seinen Schiel-OPs seien.

Gibt es hier Erfahrungen mit diesem AA?

Gruß,
Anna


 
Veröffentlicht : 28.05.2003 20:38
Seite 3 / 3
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