Liebes Forum.
Ich trage seit zwei Jahren unregelmäßig Kontaktlinsen (beidseitig -1,25, mit denen ich hervorragend sehe) und wollte mir nun endlich meine erste Brille zulegen.
Der Augenarzt hat mir einfache -1,0 beidseitig verschrieben, er meinte das reicht, das sei besser als mir Adleraugen zu verpassen. Das Sehgefühl war sehr gut.
Der Optiker hat bei mir -1,5 mit -0,5 (110 Grad) und -1,5 mit -0,25 (3 Grad) gemessen und war überrascht das der Arzt die Hornhautverkrümmung nicht bemerkt hatte (die auch auf der Maschinenmessung vorliegt).
Leider habe ich mit der starken Probebrille schief gesehen (wo ich mich angeblich dran gewöhnen würde). Die Raumgeometrie schien sich zu verschieben (das auch ohne die Krümmungskorrektur bei einfachen -1,5). Schärfer habe ich zwar gesehen, aber das ist nur bei weit entfernte Details aufgefallen, vom Gesamteindruck habe ich kaum einen Unterschied in der Sehleistung zur -1,0er Brille festgestellt.
Deshalb war ich bei einem zweiten Optiker, der festgestellt hat, dass ich mit den ersten Werten 80% Sehleistung habe, mit den zweiten 120%. Irritiert hat mich auch hier, dass er nicht einfach gesagt hat, dass er mir eine Brille mit 100% bastelt.
Meine Fragen
1. Kann ich der Erfahrung des auf mich kompetent wirkenden Arztes und meinem Sehgefühl vertrauen und eine einfache 1,0er Brille nehmen?
2. Oder habe ich einen zu behebenden Knick in der Optik? Aber warum wirkt es dann auch ohne Korrektur der Verkrümmung bei -1,5 wie mit einer 3D-Brille?
3. Falls ich doch die Krümmung also doch korrigieren muss (vielleicht mit einer Brille die mir 100% visus gibt), wird dann die Optik ohne Brille schief wirken?
Danke und Tschö.
Interessant wäre noch zu wissen, wieviel Pause zwischen dem KL-tragen und der Messung war. Wenn da nicht genug Zeit zwischen war, könnte das den vermeindlichen Asti erklären.
Alo ich finde es schon bedauerlich, dass Dein AA Dir nur Gläser geben will, mit denen Du einen Visus von 0,8 erreichst - das ist vom Adlerauge weit entfernt....aber wenn Du Dich damit am wohlsten fühlst, dann nimm diese Werte für eine Brille. Es ist Dein Sehen, und Du sollst Dich damit wohl fühlen.
Übrigens wird Deine Optik nicht schief, wenn Du die Hornhautverkrümmmung korrigierende Brille absetzt. Den gemessenen Asti solltest du aber noch mal überprüfen lassen, und dabei den Rat von KerstinEP evtl. beherzigen.
Viele Grüße
Kerstin
Stell´ Dir doch mal vor, Du bräuchtest keine Brille und hast eine Sehleistung wie ein "Adler". In der Fachsprache heißt das Visus monokular und binokular, z.B. 1,6 oder mehr (früher wurde dazu 160% gesagt). Und nun kommt ein schlauer Augenarzt, und sagt, Du brauchst diese tolle Leistung nicht. Ich verschreibe Dir eine Brille, welche den Visus auf 0,8 (früher 80%) herabsetzt. Na das ist ja ein toller Doktor!!!! Spitzenfachkraft!!!! Empfehlenswert!!! Seeeehr vertrauenswürdig!!!!! Dem würde ich jedes Quartal unaufgefordert meinen Krankenschein hinbringen!!!!
Der Einwand von KerstinEP ist berechtigt Zwischen dem Abnehmen der CL und der Messung müssen wenigstens 24 Stunden vergangen sein.
Und was die "Verzeichnungen" angehen Ein so kleiner Astigmatismus kann so etwas nicht bewirken. Und wenn, dann nur für eine ganz kurze Zeit.
Wann hast Du den nächsten Termin, um zu verhindern, daß Du nicht mit Deiner Dir angeborenen Sehleistung (die ist immer 100%!), sondern mit verminderter Sehleistung und unter ärztlicher Aufsicht ´rumläufst?
Viele Grüße
Doccy
HILFE!!!!!!!!!! Warum erscheint manchmal ein Beitrag zweimal????? Wie kann ich das selbst löschen?
Mal am Rande dazu, weil sich hier über die Verschreibung des Augenarztes auf einen Visus von 0,8 ereifert wird
Ich war am 27.09.1999 bei einer Augenärztin, die mein linkes Auge auf nur einen Visus von 0,8 korrigiert hat (rechtes Auge wurde auf 1,0 korrigiert). Da trug ich schon mehrere Tage keine Linsen mehr.
Am 17.11.1999 war ich zu einer Kontrolluntersuchung wieder bei ihr und hatte mit dem verordnetem Glas dann links einen Visus von 1,0.
Und sie sagte noch zu mir, dass sie absichtlich leicht unterkorrigiert!
Leider hat sie die Praxis nicht mehr und ich weiß nicht, warum es seinerzeit so gehandhabt hat.
Übrigens hatte ich ein paar Jahre später mit genau diesen Werten dann einen Visus von 1,2.
lg
Nicole
Hallo Nicole,
was die Augenärztin wohl schon vermutet hatte, ist die Tatsache, daß Du lange Zeit überkorrigiert warst. Damit wird bestätigt, was ich bei Dir schon vor längerer Zeit vermutet hatte. 
Hallo Eberhard,
wenn das so gewesen sein sollte, dann waren vorher viele Optiker und Augenärzte jahrelang unfähig.
Warum ich das eigentlich schrieb, war mehr an no_me_acuerdo gerichtet, sich NICHT auf eine Brille mit -1,5 Dioptrien sphärisch einzulassen, wenn er mit weniger Stärke auch gut sehen kann.
lg
Nicole
Hallo Nicole,
das ist auch o.k.
Jeder darf selber entscheiden, wie gut oder schlecht er sehen will. Da hatte ich nur als junger Meister ein Problem mit. 
Vielen Dank für die Antworten.
Bei bei der Arztmessung hatte ich schon zwei Wochen keine Linsen getragen, vor der Optikermessung am Vortag für etwa vier Stunden (war auch etwa 20 Stunden her, aber vielleicht liegt hier ja doch ein Teil der Lösung). Und alle Messungen habe ich innerhalb von zwei Wochen machen lassen.
Nur wüsste ich erstens gerne noch, ob es möglich ist, mir einfach 1,0 visus zu verschaffen, etwa mit -1,25. Mit dem -1,5er Wert hatte ich ja beim ersten Optiker 1,0, beim zweiten aber 1,2. (Ich habe einfach schon sehr oft über zu starke Brillen gehört, die mehr Probleme bereiten als etwas zu schwache. Bisher überzeugt mich Nicole am meisten, denn auch in anderen medizinischen Bereichen würde man dem Körper nich die gesamte Selbstheilungskraft absprechen - etwa die Muskulatur ums Auge oder so.)
Zweitens frage ich mich, was diese seltsame 3D-Optik zu bedeuten hat, die ich mit der -1,5er Brille habe. Ich würde denken, dass mein Gehirn, wenn es sich an diese gewöhnt, dann die Korrektur wieder anschalten muss sobald ich die Brille abnehme, und da habe ich bei einem so kleinen gefühlten Vorteil keine Lust. Oder denke ich hier falsch?
Beste Grüße.
Noch mal zurück zu meinem Beispiel Wenn ein Augenpaar ideal gebaut ist, dann arbeitet es mit dem geringsten Energieverbrauch und hat den größten Erfolg. Was spricht dagegen, es der Natur nachzumachen oder besser ein fehlsichtiges Augenpaar so zu korrigieren, das genau dieser ideale Zustand herrscht?
Frage an die Opposition zur vorhergehenden Überlegung, wenn es sie denn gibt Welches Argument ist so schwerwiegend, daß mit Hilfe einer Unter- oder Überkorrektion die Selbstkorrektion des Restfehlers reflektorisch selbst besorgt werden muß? Sie ist nämlich immer! mit erhöhtem Energieverbrauch verbunden.
Ist damit die Frage der "zu starken (oder zu schwachen) Brille" beantwortet? Beides, sowohl die Über- als auch die Unterkorrektion ist falsch!
Zweitens frage ich mich, was diese seltsame 3D-Optik zu bedeuten hat, die ich mit der -1,5er Brille habe. Ich würde denken, dass mein Gehirn, wenn es sich an diese gewöhnt, dann die Korrektur wieder anschalten muss sobald ich die Brille abnehme, und da habe ich bei einem so kleinen gefühlten Vorteil keine Lust. Oder denke ich hier falsch?
Ja, ganz falsch. 3D- oder besser Räumliches Sehen ist die anspruchsvollste Funktion des Sehens. Was stört Dich daran? Wenn du die Brille abnimmst, hast Du kein oder ein eingeschränktes räumliches Sehen, also eine schlechte Sehqualität, abgesehen von der zusätzlichen Unschärfe in der Ferne.
Wenn wir doch bloß mit der richtigen Brille das Gehirn beeinflussen könnten! Wie gern würde ich Politikern deren "Kurz-" oder "Weitsicht" korrigieren!
Die unterschiedlichen Visii (1,0 / 1,2) können durch verschiedene Faktoren bedingt sein. Z.B. die etwas unterschiedliche Entfernung der Sehprobe, der Raumbeleuchtung usw.
Beste Grüße
Hallo Doccy,
Doccy schrieb
Frage an die Opposition zur vorhergehenden Überlegung, wenn es sie denn gibt Welches Argument ist so schwerwiegend, daß mit Hilfe einer Unter- oder Überkorrektion die Selbstkorrektion des Restfehlers reflektorisch selbst besorgt werden muß?
Sie ist nämlich immer! mit erhöhtem Energieverbrauch verbunden.Ist damit die Frage der "zu starken (oder zu schwachen) Brille" beantwortet? Beides, sowohl die Über- als auch die Unterkorrektion ist falsch!
Ich weiß nicht, ob du mich damit meinst, gehe aber mal davon aus.
Gerade war ich mit meiner einen Tochter beim Augenarzt und habe von ihrer Position aus grob (weil binokular) den Sehtest mitgemacht, der dort auf 5 oder 6m ausgelegt ist.
Und siehe da, ich bin (zwar mit Unschärfe) auf einen Visus von 1,0 gekommen.
An sich nichts bewegendes, aber es war mit einer schwächeren Brille.
Und wer weiß, ob nicht doch etwas dran ist, dass bei Erwachsenen (Kinder und Jugendliche nehme ich hier bewusst aus) die Myopie stoppt oder sich sogar verringert, wenn eine etwas schwächere Korrektur getragen wird?
Anders gesagt
Warum gibt es denn so viele Leute, die eine immer stärkere Brille brauchen, wenn sie immer auf einen Visus von 1,0 oder höher auskorrigiert werden?
Was ich so mitbekomme trifft es auch zunehmend Leute ab 20, die vorher emmetrop waren.
Also kann es nicht allein am (körperlich verursachten) Wachstum des Auges in einer Wachstumsphase wie z.B. der Pubertät liegen.
Oder?
lg
Nicole
Nicole1 schrieb
Und wer weiß, ob nicht doch etwas dran ist, dass bei Erwachsenen (Kinder und Jugendliche nehme ich hier bewusst aus) die Myopie stoppt oder sich sogar verringert, wenn eine etwas schwächere Korrektur getragen wird?
![]()
lg
Nicole
Ich habe erst vor kurzem etwas in Erfahrung gebracht dazu Bei einigen Menschen hängt die Myopie auch mit einer Bindegewebschschwäche (die gibt es auch im Augenbereich) zusammen. Und (nur!) in diesen Fällen ist es durchaus sinnvoll und berechtigt, die etwas schwächere Korrektion in die Gläser zu packen. (Ich glaube aber, nur in die Gläser für die Naharbeit). Damit kann man dem raschen Fortschreiten der Myopie evtl. entgegenwirken.
Viel mehr kann ich aber dazu sagen, ich habe die Erklärung nicht so ganz kapiert. Aber ich will es hier gerne weitergeben. Vielleicht interessiert es einige von Euch. Ich kann mir aber auch gerne noch mal die ganze Erläuterung dazu geben lassen. Ich kriege es im Moment aus dem Stegreif einfach nicht hin...denn da Myopie meine Familie nun gar nicht betrifft, habe ich es nicht so ganz verinnerlicht.
Viele Grüße
Kerstin
Hallo Kerstin,
das finde ich interessant.
Wäre schön, wenn du (oder jemand anders hier) dazu mehr in Erfahrung bringen kannst.
Ich finde nur einen Springerlink zu einemVersuch von 1914 von F.G. Levinson, der Affen absichtlich kurzsichtig gemacht hat.
Die pdf spinnt aber bei mir, so dass ich sie nicht lesen kann.
Ansonsten spuckt google wie erwartet fast nur Marfan zu Auge, Kurzsichtigkeit, Bindegewebe aus.
lg
Nicole
Hallo Nicole,
versprochen, ich frage noch einmal nach und poste das dann hier in einen neuen Thread, ok? Kann aber ein paar Tage dauern. Interessant finde ich es nämlich auch, weiß aber nur noch, dass es mit Bindegewebsschwäche zu tun hat....eine meiner Freundinnen ist davon betroffen. Ich kann mir auch denken, dass so eine Geschichte durchaus viele Myope betreffen könnte....
Viele Grüße
Kerstin
Also, schwaches Bindegewebe habe ich auf jeden Fall.
Ob es pathologisch ist, habe ich nicht genauer abklären lassen, weil es mich nicht interessiert, ob ich eine "Krankheit" habe, die einen Namen hat (Verdacht auf Ehlers-Danlos-Syndrom).
Aber wenn es für Leute mit schwachem Bindegewebe eine Möglichkeit gibt, interessiert das sicher noch mehr Leute.
lg
Nicole
Ich weiß nicht, ob du mich damit meinst, gehe aber mal davon aus.
Nein, Nicole1, ich habe dich nicht persönlich gemeint. Es sei denn, du gehörst zu der Gruppe, die diese Meinung vertreten. Wenn ich Dich persönlich anspreche, ist das direkt, oder es geschieht per PN.
Ich habe erst vor kurzem etwas in Erfahrung gebracht dazu Bei einigen Menschen hängt die Myopie auch mit einer Bindegewebschschwäche (die gibt es auch im Augenbereich) zusammen. Und (nur!) in diesen Fällen ist es durchaus sinnvoll und berechtigt, die etwas schwächere Korrektion in die Gläser zu packen. (Ich glaube aber, nur in die Gläser für die Naharbeit). Damit kann man dem raschen Fortschreiten der Myopie evtl. entgegenwirken.
Welches Bindegewebe im Augenbereich ist denn von der Schwäche betroffen, das dafür verantwortlich ist, eine Myopie zuverändern? Und dann drängt sich mir sofort die Frage auf Sind denn nur Myope von einer Bindegewebschschwäche im Augenbereich betroffen? Wenn ja, warum nicht auch Hyperope? Wenn auch Hyperope, warum hört man nicht von diesem Personenkreis, daß auch bei denen eine Myopiisierung eintritt?
Wieder Nicole1
Und siehe da, ich bin (zwar mit Unschärfe) auf einen Visus von 1,0 gekommen.
Wie ist denn Dein Visus bei 100%? Und weiter
Und wer weiß, ob nicht doch etwas dran ist, dass bei Erwachsenen (Kinder und Jugendliche nehme ich hier bewusst aus) die Myopie stoppt oder sich sogar verringert, wenn eine etwas schwächere Korrektur getragen wird?
Das erscheint mir etwas spekulativ. Wenn dem so wäre, dürfte man doch auch über den Umkehrschluß nachdenken, also Wenn eine Unterkorrektion Einfluß auf den Fortgang einer Myopie hat, muß eine Überkorrektion doch Gegenteiliges, also eine Hyperopiesierung bewirken, oder?
Bei den Überlegungen zur Myopiisierung habe ich das Gefühl, daß es nicht gut zu sein scheint, eine Myopie vollständig zu korrigieren. Keinen deutlichen Hinweis, daß es nicht pauschal gemeint ist. Ich sehe da einen erhobenen Zeigefinger.
LG an alle,
Doccy
Hallo Doccy,
nur kurz zwischendurch, weil ich auf dem Sprung zur Arbeit bin.
Doccy schrieb
Und siehe da, ich bin (zwar mit Unschärfe) auf einen Visus von 1,0 gekommen.
Wie ist denn Dein Visus bei 100%?
Meinst du mit 100% voll (bestmöglich) auskorrigiert?
Bei meinem Augenarzt und dem Optiker hier im Ort gehen die Sehtafeln nur bis zu einem Visus von 1,2. Den erreiche ich gut, wenn die Zylinderachse stimmt.
Der Optiker bei dem ich die OK-Linsen hatte, hat seinerzeit rechts (ohne Linse im Auge) einen Visus von 1,5 und links von gut 1,2 gemessen.
Damals mit formstablien Linsen lag der Visus auch immer bei 1,2 (höher gingen auch dort die Sehtafeln nicht).
lg
Nicole
Hallo Freunde,
wir haben schon mal über die Über-bzw. Unterkorrektion bei Myopie und die Auswirkung darauf diskutiert.
Es gibt einmal Studien, die belegen, daß Unterkorrektion die Myopie ungünstig beeinflussen.
Leider gibt es auch Studien, die das genaue Gegenteil bewirken.
Eine für mich schlüssig Studie sagt, daß bei Vollkorrektion die Myopie am geringsten beeinfußt wird.
Also jeder, der was dazu sagen kann, hat seine eigene Meinung. Welche richtig ist, ist niemals beweisfähig.
Hallo Nicole,
Meinst du mit 100% voll (bestmöglich) auskorrigiert?
Ja, das meine ich. Die bestmögliche Sehleistung ist die angeborene, und die ist bei jedem Menschen 100%. Nur der Visus ist von Mensch zu Mensch unterschiedlich.
LG
doccy