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Erste Prismenbrille

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 idux
(@idux)
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Hallo,

habe seit Donnerstag meine neuen Folien drauf.

Dabei hat der AO erst die Folie mit Basis innen auf das linken Glas aufgebracht (Zus. 4pdpt Basis innen). Nach einer Eingewöhnung von 30min. hat er die Folie auf dem rechten Auge ersetzt, so dass ich da noch mal zus. 1 pdpt Basis oben bekommen hatte.

Nach ein par Minuten hat sich alles beruhigt, und ich konnte wieder mal entspannungsfrei sehen.

Danach haben wir noch mal den Kreuztest in der Ferne gemacht. Dieser hat noch eine kleine Abweichung Basis Oben und eine minimale Abweichung Basis innen ergeben.

In der Nähe war bis zu einem Abstand von 32cm das Kreuz fast perfekt. Danach schob sich der waagerechte Balken sehr weit nach rechts, so dass schnell eine Strichlänge als Lücke zwischen dem waagerechten und dem senkrechten Balken war.

Danach hat er noch mal den Visus getestet. Trotz Folie war ich glaube ich bei 130%.

Dann wurde meinem leicht kurzsichtigen Auge (R-0,5) noch mal -0,25 vorgehalten. Dadurch war dann auch die 150% Messreihe kein Problem mehr.

Der Optiker hat das durch die Veränderung des Korrespondenzzentrums richtung Fovea erklärt. Der Weg der eintreffenden Lichtstrahlen sei jetzt länger.

Momentan sieht also wieder alles gut aus. Aber mal abwarten Zwinkert

LG Andre


 
Veröffentlicht : 23.10.2011 00:26
(@Kerstin-Harms)
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Hallo Andre,

wurde auch das räumliche Sehen besser? Das wäre wichtig zu wissen. Bei mir wurde es besser, so lange die WF korrigiert wurde, als dann in die Sensorik des Mikrostrabismus hineinkorrigiert wurde, wurde ich Prismenfresser......ohne Steigerung des räumlichen Sehens...

LG

Kerstin


 
Veröffentlicht : 23.10.2011 11:47
 idux
(@idux)
Beiträge: 13
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Themenersteller
 

Hallo,

da ich Ende Januar in der UK Köln war, bin ich dem Thread noch ein Update schuldig.

Zwischenzeitlich habe ich mich von den Folien wieder verabschiedet, weil die EInbußen (trotz 3M-Folien) in der Seh-Qualität mir einfach zu groß waren. Daher noch einmal Gläser mit 9 Prismen oben und Seite anfertigen lassen.

Bei diesen Gläsern hatte ich große Probleme am Morgen, mich an die Gläser zu gewöhnen. Es waren bestimmt bis zu 60 Sekunden Doppelbilder in die entgegen der sonstigen Richtung vorhanden.

Doch danach war auch das Arbeiten am PC wieder entspant. Probleme bereiten mir immer noch die Verzeichnungen durch das schräge Prisma. Mein Visus ist dadurch von 1.4-1.6 auf 1.0 - 1.2 gesunken (mit Brille). Das nervt mich vor allen Dingen beim Autofahren.

Dann kam der Termin in Köln:

Anfahrt / Parkplatzsuche natürlich eine Katastrophe, aber das wusste ich vorher, da ich dort auch schon beruflich zu tun hatte.

Die Anmeldung in der Sehschule klappte problemlos und die ersten Tests / Untersuchungen wurden sehr bald ohne lange Wartezeit gemacht. Insgesamt haben drei Ärzte versucht den Schielwinkel zu bestimmen (Hauptsächlich Aufdeck / Abdeck-Test) und dabei auch die verschiedenen Blickrichtungen berücksichtigt. Demnach habe ich einen besonders hohen Schielwinkel, wenn ich nach oben links schaue. Das rechte Auge rutscht dann komplett nach oben weg. In der geradeaus Sicht bereitet es mir persönlich im Tagesverlauf auch wenig Probleme ohne Prismenbrille. Es wirkt dann Alles nur so "hektisch". 

Eine Quälerei war dann für mich der sog. Simpson-Test:

Zwei Minuten lang die Augen stark nach Oben blicken lassen, ohne von dieser Stellung abzuweichen. Schon 30sek.  bereiteten mir unheimlich viele Probleme meine Augen geöffnet zu lassen. Besonders mein rechtes Auge neigte stark dazu das Lied zu schliessen. Dabei Schmerzen, wie bei einem Muskelkater. Nach den Zwei Minuten sollte ich versuchen die Augen weit zu öffnen. Aber mehr als 0,5cm Liedspalte war nicht drin ... Ohne Belastung waren es 1,3cm !

Nach 3 Stunden Tests dann das Gespräch mit der Oberärztin:
Sie vermutet bei mir eine Myasthenie. Sollte diese ausgeschlossen werden, ist es einer der schrägen Augenmuskel, der die Probleme verursacht. 

Jetzt habe ich am 29.03 einen Termin in der Myasthenie-Sprechstunde der UK Köln, um alles abklären zu lassen.
Hoffentlich bestätigt sich die Myasthenie nicht, und nach 1-2 OPs ist die Augenfehlstellung größtenteils behoben.

Achso, folgendes Stand im Arztbrief:

V.A. Myasthenia Gravis DD: Dekompensierter Strab. surbadd.

HHRB: D/N II-Stand

APCT: ohne Brille: F-18Prism.+VD10Prism. / N-18Prism.+VD12Prism.

Simpson-Test: pos.

Vf < cc=1.0 / cc=1.0

             +
Mot. -I--I-        -I--I-
                        +

Ich habe mich die ganze Zeit gut aufgehoben gefühlt. Auch wenn alles ein wenig lustig ist, da sich die Ärzte ja fast nur mit kleinen Patienten beschäftigen. Am besten war es den Stift mit dem Hund auf die Nase der Ärztin zu drücken *g* Es war auch nicht selten der Fall, dass ich von Assistenzärzten bei Untersuchungen geduzt wurde Zwinkert 

Sehe ich mit 29 Jahren noch so jung aus Lächelt 

So viel dazu ... Ich halte euch auf dem Laufenden. Danke noch einmal für die Mitarbeit.

Gruss,

Andre´


 
Veröffentlicht : 17.02.2012 17:30
(@Kerstin-Harms)
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Hallo Andre,

danke für die Rückmeldung...ja, halte uns bitte auf dem Laufenden. Und es scheint sich ja bestätigt zu haben, dass es keine reine Wf ist....insofern begib Dich bitte in gute Hände.

Viele Grüße

Kerstin


 
Veröffentlicht : 21.02.2012 21:02
(@Paul-Gerhard-Mosch)
Beiträge: 0
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Was aber nicht heißt, dass sauber austarierte Polatest-Messungen in der Vorbereitung zur evtl. OP nicht angesagt wären. Ich verwende hier bewust das Wort "Polatest" (es war das erste Messgerät zur Aufdeckung und Vollkorrektion gestörter binokularer Verhltnisse), da es ja nicht um MKH und WF geht, aber im Korrektionsziel steht ein optimaleres Zusammenwirken beider Seheindrücke. Hierzu jedenfalls weiter alles Gute!

Es sieht allerdings so aus, das der erste Kollege sehr zaghaft in eine Korrektion eingestiegen ist.  Allerdings bedingen Korrektionen mit über 10 cm/m in der Höhe eine sensible Einführung und können, wegen oft deutlicher Kopfschiefhaltung ohne Korrektion, sehr große Umstellungen betreff Körperhaltung und Sehen zur Folge haben. Was insgesamt auf Dauer aber Vorteile nutzt

Warten wir es mal ab..


 
Veröffentlicht : 25.02.2012 18:43
 idux
(@idux)
Beiträge: 13
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Themenersteller
 

Update:

Hatte vor gut 1,5 Wochen einen Infekt. Seit dem geht es mir richtig schelcht. Doppelbilder und hängendes AUgenlied schon morgends sehr ausgeprägt und im Tagesverlauf in Stärke zunehmend. Am Nachmittag kommen Kopf und Beinschwere hinzu, was zu Nacken / Rückenschmerzen, sowie Knieschmerzen führt. Habe das Gefühl mein gesamtes Körpergewicht wird auf die Knie gelegt. Vor dem PC wird natürlich alles nicht besser und mir passiert es oft, dass ich meinen Text korrigieren muss, weil ich Tasten zu schwach antippe. Dabei tritt noch unter stärkerer Belastung der Muskeln ein zittern auf.

Habe gleich noch einmal einen Termin bei meinem Hausarzt, weil ich ihn davon überzeugen will mich ins KH einweisen zu lassen, um die Verdachtsdiagnose Myasthenia Gravis schnell abklären zu lassen, bevor das ganze in einer Krise endet.

Fazit: Gerade wenn neben Doppelbilder auch ein hängendes Augenlied mit von der Partie ist, sollte man vor allen Dingen auch einen Neurologen hinzuziehen! Die MG würde die stark schwankenden Prismenwerte/Steigerungen im Tagesverlauf erklären, und weshalb ich ab Nachmittag mit meiner Brille besser klarkomme, als morgends.   

Ich hoffe einfach, dass das Kind jetzt schnell einen Namen bekommt und behandelt wird. Ich will endlich wieder belastbar sein und normal am Leben teilnehmen. Übrigens kann eine OP hier nicht weiterhelfen, um das Binokularsehen zu optimieren. 

Hier helfen einfach nur Medikamente und evtl. Immunsuppresiva, um wieder eine volle Reizübertragung auf die Äußeren Augenmuskeln, und natürlich auch alle anderen Willkür-Muskeln zu ermöglichen.

Ich melde mich, wenn ich eine definitve Diagnose habe. 

LG Andre´


 
Veröffentlicht : 21.03.2012 10:36
(@AgnesMaria)
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Lieber Andre,

lassen Sie das erst einmal in der Neurologie abklären. Bei einer Myasthenie wird sicherlich eine medikamentöse Therapie erwogen werden. Warten wir ab.

Auch bei einer Myasthenie kann eine Augenfehlstellung operiert werden.

LG

A.M.


 
Veröffentlicht : 21.03.2012 23:26
 idux
(@idux)
Beiträge: 13
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Themenersteller
 

Ich habe die Neurologie in Köln mit einem Rezept für Kalymin verlassen. Der Verdacht hat sich erhärtet, aber es war nicht genug Zeit für eine ausreichende Diagnosestellung. Nur Anamnese, klinische Symptomaufnahme, Simpson-Test, MG-Score, Blutabnahme für Antikörper-Bestimmung.

Nach der Einnahme waren nach ca. 1 Stunde  beide Augenlieder wieder fast Symmetisch. DB (vor allen Dingen seitwärts) weiter vorhanden, aber viel leichter zu kompensieren.

Da ich mit einer niedrigen Dosis anfange, hoffe ich, dass die Symptome nach Erhöhung der Dosis ganz abklingen.

Es kann natürlich auch eine Kombination aus beidem vorliegen. Dann ist natürlich sinnvoll den Nicht MG induzierten Anteil der Augenmuskelprobleme zu korrigieren (evtl. reicht dafür ja eine Prsimenbrille).
 

Viel mehr möchte ich auch nur noch einmal darauf hinweisen, dass bei vorliegenden Doppelbildern einfach auch mal ein Neurologe hinzugezogen werden sollte, und nicht NUR dem Optiker zu vertrauen. Und ich denke jeder gute Optiker sollte auch vorher darauf hinweisen, dass auch neurologische Ursachen vorliegen können.

LG Andre´


 
Veröffentlicht : 30.03.2012 09:54
(@AgnesMaria)
Beiträge: 1471
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Zur Diagnostik zwecks Myasthenie gravius  sind bei Ihnen  eindeutig zu wenige Untersuchungen gemacht worden. 

<a href="  ">Myasthenie gravius< /a>


 
Veröffentlicht : 01.04.2012 21:35
(@AgnesMaria)
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Zur Diagnostik zwecks Myasthenie gravius  sind bei Ihnen  eindeutig zu wenige Untersuchungen gemacht worden. 

Verlaufsformen können sein

  • "Klassische" AChR-Antikörper-MG
  • MuSK-Antikörper-positive-MG
  • Kv1.4-Antikörper-positive-MG, einem Kalziumkanal-Antikörper
  • MG mit Beteiligung weiterer Antikörper wie z.B. MGT30 oder RyR
  • Seronegative MG, d.h.ohne Antikörper
  • Alters-MG, mit häufigeren Titin-Antikörpern
  • MG im Kindesalter mit häufigeren Fällen nicht nachweisbarer Antikörper
  • Neonatale MG bei Neugeborenen

Kalymin  also Pyridostigminbromid  ist ein indirektes Parasympathomimimetikum, das als Cholinesterase-Hemmstoff wirkt und vor allem zur Therapie der Myasthenia gravis eingesetzt wird.

Pyridostigmin hemmt das Enzym Acetolchylinesterase. Dadurch steigt die Konzentration des Botenstoffes Acetylcholin an der motoriscehn Endplatte was zur Antagonisierung von nichtdepolarisierenden Muskelrelantien und zur Behandlung der Myasthenia gravis genutzt wird. Auch an den Synapsen des parasymphathischen Nervensystem steigt die Acteylcholin-Konzentration, weshalb Pyridostigmin auch bei einer Darm-Atonie oder einem Harnverhalt eingesetzt wird. Im Zweiten Golfkrieg  (1991) wurde Pyridostigmin aufgrund dieser Wirkung zur Prophylaxe gegen Vergiftungen mitchmischen Kampftstoffen auf Cholinesteraseinhibitor-Basis verwendet

Aus der Steigerung des Acetylcholin-Spiegels ergeben sich auch unerwünschte Wirkungen. Es können Akkkommodationsstörungen des Auges, Drurchfall, Bauchkrämpfe, Erbrechen, Übelkeit, Speichelfluss und Bradykardien auftreten. Bei Patienten mit obstruktiven Atemwegserkrankungen kann es zur gefährlichen Verengung der Bronchien kommen. Bei Überdosierung kann es zu einem colon irritabile Symptome kommen. 


 
Veröffentlicht : 09.04.2012 22:48
 idux
(@idux)
Beiträge: 13
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Themenersteller
 

Hallo Agnes Maria,

Natürlich haben Sie recht, dass zu wenige Untersuchungen gemacht worden sind. Die Diagnose ist ja auch noch nicht einwandfrei gestellt worden. Es ist immer noch eine Verdachtsdiagnose. Doch der pharmakologische Test mit dem Kalymin scheint erfolgreich zu sein. Gerade an anstrengenden Tagen (viel Bildschirmarbeit oder körperliche Anstrengung) tritt in etwa 30-45 min nach Einnahme eine wesentliche Verbesserung ein. Umgekehrt, geht es mir ca. 3-4 Stunden nach der letzten Einnahme wieder schlechter (je nach Tätigkeit in der Zeit). Habe zum Test auch schonmal einen Tag versucht auf das Kalymin zu verzichten. Ab nachmittags setzten dann wieder starke Doppelbilder auch im zentrischen Blick ein und dazu Symptome wie Beinschwäche, Kopfhalteschwäche und schlappe Körperhaltung. Nach der Kalymineinnahme war es wieder gut !

Am 26.04 habe ich einen weiteren Termin. Dann werden die ANtikörperwerte besprochen und weitere Massnahmen zur medikamentösen Einstellung geklärt, sowie das Thorax CT / MRT gemacht.

LG Andre´


 
Veröffentlicht : 10.04.2012 01:09
(@AgnesMaria)
Beiträge: 1471
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Lieber Andrè,

es sieht schon ein wenig nach einer Myasthenie aus wenn das Kalymin so wirkt. Auf jeden Fall den Acetylcholinspiegel bestimmen lassen, ein CT und ein MRT machen lassen und die Aktionspotentiale der muskulär/neuronalen Endplatte messen lassen. Das ist Standard. Ich bin schon gespannt auf die Ergebnisse vom 26.04. Sollten, trotz gut eingestellter Medikation, wieder Doppelbilder auftreten, was möglich ist, auf Doppelbildfreiheit korrigieren lassen, was schon ein wenig Fingerspitzengefühl und viel Erfahrung verlangt. Hier geht es ja nicht um eine Fixationsdisparation.  

LG

A.M. 


 
Veröffentlicht : 13.04.2012 10:14
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