Zu Doc Glaskeil,
glaubst Du wirklich, was Du da geschrieben hast? Dann scheinst Du in einer anderen Welt zu leben.
Ich erlebe tagtäglich genau das Gegenteil.
Eberhard
Eberhard
Ich wollte dich nicht Persönlich angreifen, tut mir leid. Nieten gibts wohl überall. Leider ist die Geschichte wirklichkeit (kaum zu glauben). Ich wollte eigendlich damit sagen das bei Filialisten (wenn die Beratung passt und schön gearbeitet wird) das Preis Leistungs verhältnis besser ist. Warum schliessen sich in einer Stadt nicht einige Optiker zusammen mit der Werkstätte zb. man könnte viele teure Einschleifgeräte sparen. Sammelbestellungen bei Brillenfassungen müssten doch auch möglich sein. So lange jeder einen sündteuren Maschinenpark hat werdet ihr nie an die Preise der Filialisten rankommen und immer mehr Kunden abwandern.
Kurz noch ein Beispiel Prismenbrille bei Hartlauer +2,5 R+L Prisma 9 Basis innen Entspiegelt und Getönt € 80.- die Fassung ist nicht unbedingt das Gelbe vom Ei aber sitzt gut und man kann sich überall damit sehen lassen
Grüße Dr. Glaskeil
Liebe KerstinE,
Das Prisma ist beim Brillenglas ein Preiszuschlag und dieser würde von der Industrie gerne erhöht werden, da er im Verhältnis erheblich mehr Aufwand macht. Aber irgendwo sind überall Grenzen.
Es entspricht den Tatsachen, das individuelle Arbeit im Massengeschäft leidet.
Manchmal meine ich, das bestimmte Betriebe bei aufwendigeren Versorgungen diese bewust schlampig fertigen, damit die Probanten nicht wiederkommen und den Schnitt verderben. Es ist sicher so, dass gewisse Firmenkonzepte im Einzelfall lieber mal was drauflegen, um ihr Konzept durchziehen zu können. Bei entsprechendem Werbebuget ist das sicher drin. Nur nicht so häufig.
Dagegen bleibt es unbestritten, das es Tradis gibt, die weniger geschulte Mitarbeiter haben; wie z.B. Fielmann, dessen Gesellen sich schon mit Meisterkenntnissen brüsten, und die Refraktionen durchführen. Auch das ist bekannt.
Schlimm ist, wenn der Unterschied den Kunden nicht mehr auffällt. Und so wie hier, seit Monaten ein solches Thema kursiert. Hier macht doch der Tradi etwas falsch, wenn er überleben will. Ich kann doch keinem Kunden böse sein, der sich von mir abwendet, wenn ich Ihn nicht mit meiner Leistung und bei meinen Preisen überzeugen konnte. Am Rohmaterial "Rahmen und Linsen" jedenfalls liegt es nicht.
Zu dieser Sache kann ich noch etwas beisteuern.
Es gibt Glashersteller, die Prismen bis 5 cm/m nicht berechnen, Voraussetzung ist, daß bei der Bestellung die exakte Basislage und resultierendes Prisma angegeben werden. Das Problem ist nur
Keiner dieser Hersteller ist in der Lage, die Gläser so refraktionsrichtig zu fertigen, wie Zeiss oder Rodenstock es machen. Das bedeutet für mich
Ich werde bei prismatischen Gläsern immer Marken-Gläser abgeben, auch wenn ich dabei teurer bin, als die Filialisten. Wer Qualität möchte, wird auch dafür zahlen.
Ich kann mit einem Billigauto fahren oder mit einem Oberklasse Fahrzeug, da habe ich doch auch unterschiedliche Kosten, und keiner beschwert sich darüber.
Hallo, Dr. Glaskeil
Die Zulassung eines Handwerksbetriebes, wie ihn der Augenoptiker vorhält, verlangt eine eigene Werkstatt und einen eigenen Prüfraum.
Wie er denselben ausstattet, ist bis auf Minimalanforderungen einem jeden selbst überlassen. Schon hier hinkt ihr Vorschlag.
Wer sich der "augenoptisch vollständiger Versorgung" verschreibt, wird einen ganz anderen Standart vorlegen müssen, als ihn Kollegen oder Filialisten bereithalten.
Das diese Kollegen "Brillen" fertigen ist keine Frage. Aber es ist schon eine Frage ob sie kontrollieren können, was sie tun.
Wenn die Flächenoptimierung einer Brillenlinse mit definierten prismatischen Wirkungen von der Fa. Zeiss in drei Berechnungsvariationen zur Fertigung angeboten wird
- Formel-Fall
- PMZ-Fall
- Sonderfallund andere Glashersteller (außer Rodenstock) ihre Gläser diesen Definitionen nicht einmal zuzuordnen verstehen, kann man vielleicht ein wenig nachvollziehen, dass dies ganze Gebiet schon von der Theorie her etwas aufwendiger abläuft. Aber erst das Ergebnis entscheidet ja über Erfolg bzw. Misserfolg!
Wie "sieht" es der Kunde, heißt deshalb "das Kriterium".
Ein Unterschied der sichtbar und erfahrbar werden kann. Und deshalb braucht man uns!
Puh!! ziemlich viel zu lesen in diesem Thema -) naja ich sag dazu nur eines Jedem das seine!! Gottseidank haben nicht alle Leute denselben Geschmack und dieselben Ansprüche!
Schöne Grüsse aus der Schweiz (Auch wir haben schon seit einiger Zeit Dr. Fielmann bei uns und bis auf eine Steigerung der Umsätze und Gewinne in der GANZEN! Branche eingentlich keine Probleme mit ihm -)
marcel
Hallo nochmal,
ich war in den letzten 6 Monaten bei 3 MKH-Spezialisten und habe weniger gute Erfahrungen gemacht.
Eine Optikerin hat mir für den Polatest viel zu hohe spärische Werte in die Meßbrille gesteckt und konnte gar nicht verstehen wieso ich während der gesamten Sitzung immer wieder über starke Beschwerden klagte.Ich hatte extra für diesen Termin meine ca. 4 Wochen alte Brille ohne Prismen mitgebracht,deren sphärischen Werte viel niedriger lagen und die begründete Vermutung geäussert daß es bei mir in derVergangenheit schon ein Problem mit Überkorrekturen gegeben haben muß.
Beim zweiten Optiker mußte ich ein Verkaufgespräch über mich ergehen lassen, wie es bei einem Kettenoptiker wie Fielmann nie möglich wäre.Der Optometrist hat keinen Laden im üblichen Sinne, sondern einen abgeschlossenen Verkaufraum in dem man mit einer angestellten Optikerin die Glasauswahl vornimmt und eventuell ein passendes Gestell dazu aussucht.Am Ende habe ich mich elendig schlecht gefühlt weil ich nicht die superentspiegeltenund hochbrechenden Kunstoffgläser genommen habe.
Der dritte Optiker wurde mir von Kollegen vor Ort als der Prismenspezialist empfohlen.Bis auf die Prismen wurde mir dort die beste Brille angepasst, die ich seit Jahren hatte.
Die Überprüfung in der Sehschuhle ergab, daß ein Glas deutliche prismatische Wirkungen aufwies,die nicht Bestandteil der Vorgaben waren.
Das hier in einigen Beiträgen beschworene Bild vom Tradi der für einen fairen Preis immer auch fachgerechte Arbeit erbringt halte ich für eine Illusion.In der Praxis dürften in vielen Fällen die Gemeinsamkeiten mit Arbeitsweisen der Kettenoptiker doch größer sein als man gerne zugeben möchte.
Gruß,
Matthias
Jedem das seine.
Macht man dem Optiker mehr Arbeit, kostet's auch mehr.
Der eine moechte eine individuelle Designerbrille, die es nur einmal gibt, der andere moechte, dass der Optiker ihm eine Auswahl Gestelle bietet, die fuer ihn passen, und wieder andere wollen allein hunderte Gestelle ausprobieren, bis sie ihr Traumgestell dem Optiker zur Glaeseranpassung geben.
Ich gehoere zur letzteren Sorte. Wenn ich in einen kleinen Laden gehe, kann ich auch nicht zum Optiker sagen, gehn Sie mal zur Seite, ich moechte Ihr Sortiment durchprobieren.
Ich kaufe eine Brille wie andere einen teuren Pul:love:r.
Ich checke bei meinem Stammfilialisten die Gestelle. Ist ein schoenes dabei, bestelle ich die Brille.
Wuerde es diesen Filialisten nicht geben, wuerde ich zehn Jahre mit derselben Brille auf der Nase rumlaufen.
Ich trage aber seit 27 Jahren Brille und weiss, worauf ich achten muss.
Gruesse aus Muenchen,
M.