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Frage an Irmgard
 
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Frage an Irmgard

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(@Paul-Gerhard-Mosch)
Beiträge: 0
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Siehe Thema "Prismenbrille nur in der Schule"

Übrigens, eine Entdeckung in diesem Forum (Ich bin ja noch jung hier). Bei Mitgliedern kann man auf den ersten Button drücken und anschließend, sich deren Beiträge auflisten lassen. Indem man auf den oberen Satz klickt. Manchmal durchaus empfehlenswert!


 
Veröffentlicht : 11.08.2002 18:42
(@ohne-konto)
Beiträge: 0
New Member
 

Lieber Gernot,
Sie schreiben

"Und Ihr von den Séhschulen habt höchstens bei 2% der latenten Schielfehler Korrektionsvorschläge." Wie kommen Sie auf diese Zahlen? Gab es da mal eine Studie?
Das wir nur 2% der behandlungswürdigen Phorien heilen bzw. behandeln können, würde ich nicht behaupten.Ich sehe recht oft Patienten mit dekompensierten oder dekompensierenden Phorien, die wir natürlich auch behandeln.

Zur sog. Beleidigung Eures BerufstandesWir hören oft, daß die Optiker behaupten, der Augenarzt, die behandelnde Orthoptistin würde nur Unsinn erzählen. Ist das keine Beleidigung unseres Berufsstandes? Ich persönlich habe jedenfalls noch keinem Patienten erzählt, daß der Optiker nur Quatsch verbreitet. Und zur Verunsicherung der Patienten diese sind vor allem von unterschiedlichen Meinungen AA und AO verunsichert. Uns die Schuld zuzuweisen, die Patienten zu verunsichern finde ich nicht besonders fair.
Ich glaube auch nicht, daß unser Berufstand am Ende ist, wenn wir die MKH-Methode zur Messung von latenten Schiel:wink:eln nicht einführen. In der Orthoptik ist die Bestimmung von Phorien ein kleiner Teil.Wir beschäftigen uns auch mit anderen z.B. neuroophthalmologischen Dingen.
Das die Strabologie bei den Augenärzten am Ende sein soll, habe ich bis jetzt auch nicht bemerkt. Höchstens mit Nachwuchsproblemen hat man zu kämpfen, aber das ist in der gesamten Medizin so.

Und zu der Bemerkung von Herrn Schlinkmann, daß Herr Dr. Pestalozzi 99 bei der Bielschowksytagung ausgebuht wurde, kann ich nur sagen, es war nicht so. Ich selbst habe den Vortrag gehört und kann mich an ein Ausbuhen des Redners nicht erinnern. Höchstens an kritische Fragen. Wenn natürlich in diesem Forum behauptet wird, die Augenärzte und Orthoptistinnen hätten es nötig, jemanden, der die MKH-Methode verteidigt, auszubuhen, wirft das ein sehr einseitiges, negatives Bild auf uns. Dieses Bild entspricht mit Sicherheit nicht der Wahrheit.

Zur OP des Strabismus sursoadduktorius oder deorsoadduktorius Wir operieren erst, wenn OP-würdige Winkel vorhanden sind. Ein Nachlassen des OP-Effektes ist sicher nicht auszuschließen, das ist bei jedem Patienten aber individuell verschieden. Der Effekt einer Prismenbrille kann ja auch im Spontanverlauf nachlassen und so ein Verstärken der Prismen erfordern. Nur operiert werden auch bei uns diese Schielformen nicht, manchen Patienten ist mit Vertikalprismen eher geholfen, vor allem bei kleinen Schiel:wink:eln.
Ich habe den Eindruck, daß viele denken, Augenärzte und Orthoptistinnen sind absolut gegen Prismenbrillen. Das ist in den Kliniken,in denen ich gearbeitet habe bz.w arbeite und sicher auch in den anderen orthoptischen Abteilungen der Unis und anderen Kliniken und in den Praxen mit Orthoptik, nicht der Fall. Und das wir keine Prismenbrillen verordnen, weil das zuviel Arbeit verursacht stimmt ebenfalls nicht. sonst würden wir ja keine Prismentrageversuche,die im Durchschnitt eine Stunde dauern nicht durchführen, oder?

Bis dann

b


 
Veröffentlicht : 19.08.2002 16:33
(@Jochen)
Beiträge: 49
Trusted Member
 

Hallo b!

Ich habe alle typischen Anzeichen, wie sie bei einer Winkelfehlsichtigkeit beschrieben werden. Inzwischen habe ich zeitweise so starke Probleme mit Doppelbildern, daß ich mich nicht mal mehr Autofahren traue.
Als ich mich hilfesuchend an eine Sehschule wandte, hat man mich wieder nach Hause geschickt. Die Orthoptistin verstand meine Probleme überhaupt nicht, da meine Augen nicht (richtig) schielen!

Ich will Sie oder Ihren Berufsstand nicht persönlich angreifen, sondern nur meinen Fall schildern. Bestimmt gibt es auch Orthoptistinnen, die gewissenhaft arbeiten. Aber man kann mir doch nicht erzählen, ich würde mir das alles nur einbilden!!!

Übrigens werde ich demnächst einen Optiker aufsuchen. Ich muß dann zwar meine Brille selbst zahlen, aber was soll ich sonst machen? Soll ich mir einen Blindenhund kaufen???


 
Veröffentlicht : 19.08.2002 17:28
(@ohne-konto)
Beiträge: 0
New Member
 

Hallo Jochen,

was haben sie denn für Beschwerden?

b


 
Veröffentlicht : 19.08.2002 17:45
(@Kerstin-Harms)
Beiträge: 0
New Member
 

Hallo Jochen,

soweit ich weiß, musst Du Deine Brille sowieso selbst zahlen. Bis vor ein paar Jahren übernahm die Kasse lediglich die Kosten für Kindergestelle. Und das ist mittlerweile auch nicht mehr der Fall. Was die Gläser betrifft Hier rechnet der Optiker mit der Kasse ab. Du trägst an Kosten die Zuzahlung. Auch mit einem Rezept vom AA würde es nicht anders sein. Will nur sagen, es entstehen Dir finanziell keine Nachteile, ob Du nun beim AA warst oder direkt zum Optiker gehst.

Gruß
Kerstin


 
Veröffentlicht : 19.08.2002 19:43
(@Jochen)
Beiträge: 49
Trusted Member
 

Hallo b!

Ich sehe zeitweise in der Nähe alles doppelt. Besonders schlimm wird es, wenn ich ständig hin und her schauen muß (Nähe/Ferne), z. B. beim Autofahren. Ein Buch lesen ist schon eher möglich. Allerdings bekomme ich dann sehr bald Kopfweh und werde müde. Außerdem bin ich ziemlich lichtempfindlich. Aber es gibt ja zum Glück Sonnenbrillen!
Die Beschwerden fingen übrigens vor ca. 3-4 Jahren schleichend an und wurden immer schlimmer.
Meine Brillenstärke (-0.75 rechts + links) wurde mit erweiterten Pupillen bestimmt; müßte also OK sein.? Vorher hatte ich eine etwas höhere Stärke. Manchmal denke ich nämlich, daß ich auch mit Brille noch unscharf sehe.

Hallo Kerstin!

Daß ich das Brillengestell selbst zahlen muß, war mir klar. Ich habe allerdings gehört, daß Prismengläser die Kasse nur dann(anteilig) übernimmt, wenn sie ein Arzt verschreibt. Werde den Optiker fragen.

Gruß Jochen


 
Veröffentlicht : 19.08.2002 21:06
(@Kerstin-Harms)
Beiträge: 0
New Member
 

Hallo Jochen,

auch das stimmt nicht. Rede bitte mit Deinem Optiker! Ich habe weder für meine Prismengläser noch für die meiner Kinder auch nur einen Pfennig (sorry, Cent...)zahlen müssen, und ich war vorher nicht beim AA. Meine Kinder haben Kunststoffgläser, ich erstmal nichtentspiegelte Gläser. Nach der nächsten Messung und evtl. fälligen Korrektur gönne ich mir dann entspiegelte Gläser, die mich ca. 80 EURO kosten werden.

Allerdings ist das mit der Kostenübernahme für die Gläser auch ein Politikum, denn die Krankenkassen wehren sich schon gegen die Zahlung, weil Prismenkorrektur leider noch nicht medizinisch anerkannt ist. Dafür zahlen die Kassen dann teure Ergotherapien und dergl. für Kinder, denen man mit einer Prismenbrille schon viel früher hätte helfen können. Und ich rannte jahrelang von Hinz nach Kunz wegen Migräne und ließ teure Untersuchungen über mich ergehen. Das kostete die Kasse bestimmt auch eine Ecke Geld. Nun habe ich keine Beschwerden mehr, mit einem Bruchteil an Kosten...

Frag jetzt bitte nicht, bei welcher Kasse ich versichert bin, es ist jedenfalls eine Ersatzkasse.

Viel Erfolg

Kerstin


 
Veröffentlicht : 19.08.2002 21:35
(@Paul-Gerhard-Mosch)
Beiträge: 0
New Member
 

Hallo b,

wie wäre es nach Hilchenbach zu kommen, evtl. mit AA. Oder Sie sprechen eine Ihrer Kolleginnen an? Gibt es Geräte, die vor Ort zur Verfügung stehen sollten?


 
Veröffentlicht : 21.08.2002 19:00
(@ohne-konto)
Beiträge: 0
New Member
 

Hallo Ihr Lieben,

trefft Euch doch einfach mal, lernt Euch kennen und arbeitet zusammen.
Diese "berufspolitischen" Bemerkungen zu lesen ist ja für alle Leser schrecklich!
Meiner Meinung nach ist das Vorgehen doch ganz einfach
Der Betroffene, der Probleme hat, sucht eine Arzt für Augenheilkunde auf (am besten mit Sehschule) und läßt sich untersuchen. Der Arzt macht seine medizinische Arbeit, die Orthoptistin die ihre. Stellen beide nichts fest, könnten sie (die nötige, aber meiner Erfahrung nach nicht vorhandene Offenheit vorausgesetzt) auf andere Methoden , hier z.B. die MKH hinweisen Bitte wertfrei) und ein spezialisierter Optiker bemüht sich.

Fazit Medizinisch ist alles abgeklärt, optisch auch, ggf. wird eine Korrektionsversuch unternommen um die Probleme zu lindern bzw. zu beseitigen und alle sind glücklich. Vor allem aber der Betroffene, dem ernsthaft und interdisziplinär versucht wird zu helfen.
So einfach ist das!!!

Zu Herrn Mosch
Schon, dass Sie Ihre Räumlichkeiten für einen Austausch zur Verfügung stellen.

Zur Othoptistin Frau b.
So unbekannt ist die Tasache nicht, dass die niedergelassenen Augenärzte an den Sehschulen kaum verdienen und es die meisten daher als Luxus empfinden eine Sehschule zu betreiben. Daher die Orthoptik an Stellenwert verliert.
Dies ist nur eine wertfreie Feststellung.

Alle Berufsgruppen haben ihre Daseinsberechtigung!
Wer den Beroffenen letztlich hilft, ist für mich sekundär. Aber das geholfen wird is wichtig.

Zu mir
Da ich in der glücklichen Lage bin als MKH-anwendender Augenoptiker mi Augenärzten und Orthoptistinnen zusammen zu arbeiten, so kanjn ich nur sagen, dass es bei uns so ist, dass alle einander respektieren.

Noch zu Herrn Mosch`s Vorschlag
Vielleicht treffen wir uns ja alle einmal bei ihm, plaudern und gehen gemütlich essen.

Wie wäre das???

Gruß...


 
Veröffentlicht : 23.08.2002 12:07
(@KerstinEP)
Beiträge: 0
New Member
 

@doddfv
Das ist der beste Vorschlag, den ich hier bisher gelesen habe.

Ich war auch beim Arzt, seit Jahren!!! Und jetzt hilft mir ein Optiker und alles soll falsch sein? Nö. Die Entscheidung treffe ICH und dafür zahl ich auch. Mir egal. Unzureichend korrigiert zahle ich womöglich mit meinem Leben oder dem eines Kindes...

Da nehm ich lieber sogar die OP in Kauf, anstatt ein Sicherheitsrisiko zu sein (auch wenn ich das lt. Doc und TÜV gar nicht bin...). Ich fahre mit Prismen um Welten besser und das bei nur 1,5...und wenn es 100 werden. Und ich sage das, nachdem ich die Brille einen halben Tag lang habe.

Ich habe nix gegen AA´s. Aber hier waren die AO´s einfach hilfreicher!
(siehe auch mein Beitrag bzgl. der Fragen an die AA´s).


 
Veröffentlicht : 07.11.2002 19:32
(@Claudia)
Beiträge: 22
Eminent Member
 

Hallo!

Also...ganz nach dem Motto wie sag ichs meinem Kinde?
Einfach und Direkt

Bei diesen ganzen Diskusionen ist es doch echt nicht verwunderlich,das gerade bei diesem Thema keine Einigung zustande kommt,oder??

Bin momentan in der Situation,das ich Jahrelang Diskusionen mit Augenärzten hatte,ob Prisma ja oder nein und jetzt selber mein Studium an der "Prismauni Berlin" -) angefangen habe.

Hatte eine Zeitlang einen Chef,der sehr gerne Prismen gegeben hat und auch sehr gut mit den Augenärzten in der Nähe zusammengearbeitet hat. Da gabs kein Prob!

Kenne aber auch die Variante Was wollen sie Optiker mir Augenarzt denn erzählen?

Ich denke,es wird leider noch sehr lange dauern,bis es da eine Einigung gibt!

Das wichtigste ist aber Der Kunde muss zufrieden sein! Nur das zählt!

Und ich denke,damit seid Ihr doch auch alle einverstanden,oder?

Also geht zusammen essen und versucht in eurem direktem Umfeld daran zu arbeiten,das es eine angenehme Komunikationsform der verschiedenen Fronten gibt!

Liebe Grüsse,Claudia


 
Veröffentlicht : 07.11.2002 23:38
 Fosi
(@Fosi)
Beiträge: 2
New Member
 

ZitatOriginal erstellt von Lohmann
Liebe Tess,wenn nach MKH die Prismenbrille fachlich richtig vermessen und handwerklich korrekt angefertigt wurde und wenn sich damit überhaupt keine Veränderung der bestehenden Schwierigkeiten ergeben haben (auch nicht kurzzeitig in der Anfangs-Tragephase), dann macht die weitere Prismenkorrektion auch keinen Sinn. Dies wird von der Internationalen Vereingung für Binokulare Vollkorrektion auch so empfohlen. Klar ist danach jedenfalls, dass die gemessene Winkelfehlsichtigkeit nicht die Ursache sein wird. Ein verantwortungsbewußter Fachmann, der für die Prismenbrille verantwortlich ist, wird entsprechend verfahren und eine weitere Prismenkorrektion nicht empfehlen dürfen.

PS Irmgard wird Dir übrigens über die Winkelfehlsichtigkeit nichts fachlich Korrektes schreiben können, da sie berufspolitisch dagegen sein muss. Zudem beherrscht sie weder die Theorie noch die Praxis der Mess- und Korrektionsmethodik nach H.-J. Haase zur Messung von Winkelfehlsichtigkeit. Diese augenoptische Methode ist wissenschaftlich anerkannt und wird an den zuständigen Hochschulen gelehrt.
Weitere Informationen gibt es auch unter www.ivbv.org.

Viele Grüsse und entschuldigung für die etwas deutlicheren Wörter.

Peter Lohmann


 
Veröffentlicht : 05.12.2002 21:58
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