37 pdpt sind ein schöner Brocken zum Trainieren. Nicht einfach, aber möglich.
Mich würde folgendes noch interessieren:
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Was verstehen Sie genau unter „für die Katz“? Gab es keinerlei Veränderungen?
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Haben Sie den Übungsversuch vor, während oder nach dem Prismenaufbau durchgeführt?
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Mit welchen Übungen haben Sie versucht, die Esophorie zu beeinflussen?
Ich frage deshalb, weil es mich ehrlich interessiert, warum es bei Ihnen keine Wirkung zeigen konnte.
zu 2
Ich habe die Übungen noch vor der Diagnose "Winkelfehlsichtigkeit" durchgeführt, als ich auch noch keine Ahnung hatte, dass ich eine ausgeprägte Augenfehlstellung habe. Ich hatte mir dafür Bücher mit Augentrainingsübungen, u.a. gegen Schielen besorgt, welche ich aber nicht mehr besitze (an gläubige Weitsichtige weitergegeben
).
zu 3
Ich weiß noch, dass ich hauptsächlich Fusionsübungen gemacht habe. Eine Übung nannte sich glaube ich "Schmetterlingsübung" oder so.
zu 1
Die Übungen haben nicht die geringste Wirkung gezeigt. Die Doppelbilder waren dafür wohl viel zu heftig. Genau genommen war ich nicht mal imstande, die einfachste Fusionsübung (Finger vor der Nase und abwechselnd Finger und Gegenstand in weiterer Entfernung fixieren) durchzuführen. Dabei habe ich dies über Wochen täglich versucht.
Ich würde ehrlich gesagt aus meiner Erfahrung raus und nach meinen eigenen Recherchen zum Thema niemandem raten, solche Übungen zu versuchen, wenn er eine hochgradige Winkelfehlsichtigkeit hat.
zu 2
Ich habe die Übungen noch vor der Diagnose "Winkelfehlsichtigkeit" durchgeführt, als ich auch noch keine Ahnung hatte, dass ich eine ausgeprägte Augenfehlstellung habe. Ich hatte mir dafür Bücher mit Augentrainingsübungen, u.a. gegen Schielen besorgt, welche ich aber nicht mehr besitze (an gläubige Weitsichtige weitergegeben).
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Ich weiß noch, dass ich hauptsächlich Fusionsübungen gemacht habe. Eine Übung nannte sich glaube ich "Schmetterlingsübung" oder so.zu 1
Die Übungen haben nicht die geringste Wirkung gezeigt. Die Doppelbilder waren dafür wohl viel zu heftig. Genau genommen war ich nicht mal imstande, die einfachste Fusionsübung (Finger vor der Nase und abwechselnd Finger und Gegenstand in weiterer Entfernung fixieren) durchzuführen. Dabei habe ich dies über Wochen täglich versucht.
Ich würde ehrlich gesagt aus meiner Erfahrung raus und nach meinen eigenen Recherchen zum Thema niemandem raten, solche Übungen zu versuchen, wenn er eine hochgradige Winkelfehlsichtigkeit hat.
Soweit ich gehört habe Versuchten sich die Sehschulen knapp 30 - 40 Jahre an solchen Augenübungen.
Bis heute soll es so sein das nicht viel Bewirken soll. Deswegen wird viel Operiert weil Sehübungen wohl nicht viel bringen laut Erkenntniss vieler Sehschulen.
Schlag mich wenn ich was Falsches Erzähle. Bin gerne Lernwillig und lasse mich korregieren wenn ich hier jetzt was Falsches gesagt habe.
Vielen Dank für die Antworten. Mich würde folgendes noch interessieren:
- Können Sie sich noch daran erinnern, wie die Titel der "Übungsbücher" hiessen?
- Welchen Grund vermuten Sie als Ursache für die plötzliche Dekompensation Ihrer Esophorie/Esotropie? Hat sich damals etwas in Ihrem beruflichen oder familiären Umfeld drastisch geändert? Höhere Arbeitsbelastung, Stress mit der Familie oder ähnliches?
- Wie weit waren anfangs die Doppelbilder auseinander? Im alten Thread habe ich im späteren Verlauf etwas von "Fernseherbreite" gelesen.
Danke im Voraus.
@ GB
zu 1
Eines heißt "Vergiss deine Brille: Mit effektiven und gezielten Übungen zurück zur natürlichen Sehkraft", ein anders "Natürlich besser sehen" von Janet Goodrich.
zu 2
Als Ursachen vermute ich eine Mischung aus mehreren Faktoren: Älterwerden, Stress und - ganz weit vorne - die dauernde PC-Arbeit. Der Energieaufwand für die ständige Kompensation war eben einfach plötzlich nicht mehr tragbar. Letztlich hatte ich ein paar Monate vor dem "Ausbruch" eine deutlich zu starke Kurzsichtigkeitsbrille (und Kontaktlinsen) vom Optiker verpasst bekommen, die im Zusammenhang mit der PC-Arbeit mit Sicherheit ihren Teil zu den Beschwerden beigetragen hat. Klar ist jedoch, dass ich schon seit ca. 2004 sehr häufig Augenschmerzen am Laptop und selten auch mal vorübergehende Doppelbilder hatte, ohne dass ich mir je ernsthaft Gedanken darüber gemacht hätte.
zu 3
Die Doppelbilder waren schon immer - auch wenn sie aufgrund Dekomensation nur mal vorübergehend eintraten - recht weit auseinander. (Vor ein paar Jahren musste ich mal nach einem extrem anstrengenden tag das Auto auf der Heimfahrt stehen lassen, weil ich meine Straßenspur komplett zwei mal nebeneindander sah.) Noch bevor ich im August letzten Jahres die erste ernsthafte Messung beim auf WF spezielisierten Augenarzt bekam (27 pdpt), hatte ich selbst eine Schätzung von rund 30 pdpt gewagt.
Gleichzeitig ist es aber bemerkenswert, dass die MKH-Messung bei einer Optiker-Kette, die ca. 3 Monate vorher durchgeführt wurde, zu dem Ergebnis "keine Prismen" führte. Zu diesem Zeitpunkt hatte ich aber auch noch aufgrund der Warnunen sämtlicher Augenärtze und Orthoptistinnen, die ich bis dahin aufsuchte, eine innere Abneigung gegen die WF und habe dies den Optiker deutlich spüren lassen. (In der Charité gab man mir pauschal eine 5er-Folie aufs Glas und verwies mich zurück an den Neurologen, falls mir das nicht helfen sollte)
Ich konnte die Doppelbilder übrigens - vor dem Tragen der erlösenden Prismenbrille - während des Autofahrens ausgleichen (aber immer nur bis zur roten Ampel); jedoch am Abend, abgespannt vom Tag, sah ich in der Tat zwei Fernseher nebeneinander, ohne Chancen, dies noch zu kompensieren.
@Truth Hurts
Schlag mich wenn ich was Falsches Erzähle. Bin gerne Lernwillig und lasse mich korregieren wenn ich hier jetzt was Falsches gesagt habe.
Warum sollte ich Sie schlagen wollen? Nur weil Sie andere Erfahrungen bzw. eine andere Meinung haben, gibt es doch keinen Grund Sie zu schlagen, herablassend zu kritisieren oder sonst wie zu verhöhnen.
Soweit ich gehört habe Versuchten sich die Sehschulen knapp 30 - 40 Jahre an solchen Augenübungen.
Bis heute soll es so sein das nicht viel Bewirken soll. Deswegen wird viel Operiert weil Sehübungen wohl nicht viel bringen laut Erkenntniss vieler Sehschulen.
Die pauschale Aussage einer Wirkungslosigkeit von Übungen kann ich in dieser vereinfachten Form nicht teilen und es widerspricht auch allen Erfahrungen von Praktikern, welche sich ernsthaft mit diesem Thema auseinandersetzen.
Ich kann nur vermuten, warum vor gut 25 (?) Jahren in den Arztpraxen mit aktivem Training aufgehört wurde.
Aus den Gesprächen mit älteren Orthoptistinnen, welche damals noch aktiv waren, höre ich immer wieder heraus, dass sich der Aufwand nicht gelohnt hat. Was auch immer das heissen mag. Dazu fällt mir ein sehr bitterer Satz von Von Graefe ein: „people are really not worthy of all that trouble“ [1].
Auch die Abgestumpftheit, mit welcher mir viele Augenärzte und Orthoptistinnen speziell bei diesem Thema begegnet sind, lässt mich nichts gutes ahnen. Bangerter [2] hat bereits 1962 betrübt festgestellt, wie wenig interessiert viele Orthoptistinnen ans Werk gingen. Ausgerechnet jene, welche für das Gelingen des Trainings die tragende Rolle haben, zeigten wenig Interesse für Ihre Tätigkeit! Jeder, welcher schon mal an irgendeinem Training teilgenommen hat, weiss aber, wie wichtig die Motivation von Trainer und Trainierendem für den Trainingserfolg ist.
Vielleicht trägt auch der Umstand dazu bei, dass die Orthoptik in den deutschsprachigen Ländern keine grosse Tradition hat oder hatte. Die Ursprünge des aktiven Trainings liegen in Frankreich und die Techniken und Testmethoden wurden schliesslich vor allem im angelsächsischen Raum verbessert und weiterentwickelt.
Wenn man sich die englischen Lehrbücher aus den 1940er, 1950er und 1960er Jahren anschaut [3], dann ist dort keine Rede von wirkungslosem Training. Im Gegenteil: es ist geradezu erstaunlich, mit welcher Selbstverständlichkeit man an das Thema herangeht.
Die Erfahrungen aus meiner eigenen Praxis zeigen mir ebenfalls, dass das Training sehr gute Wirkung zeigt.
Aber ich will Sie nicht mit belanglosen Anekdoten langweilen. Für mich steht fest: Heterophorien und Heterotropien lassen sich durch Orthoptik/Visualtraining, bei entsprechenden Voraussetzungen [4], gut in eine beschwerdefreie Lösung überführen.
[1] aoj.uwpress.org/cgi/reprint/57/1/131.pdf (10.11.2010), S. 135 oben rechts.
[2] Steidele M (1962), Die Grundschulung bei Amblyopie in der Pleoptik- und Orthoptikschule St. Gallen, Verlag Josef Zehnder, Geleitwort von Prof. Dr. A. Bangerter
[3] als Beispiel: Gibson HW (1955), Textbook of Orthoptics, Hatton Press Ltd.
[4] Generell gilt: wenn der Kunde den Weg des Trainings gehen will, dann wird man auch Erfolg damit haben. Aber man muss auch realistisch bleiben: einem Einäugigen werden Sie kein Binokularsehen beibringen können. Auch an einer Muskelparalyse herumzutrainieren ist wenig erfolgsversprechend.
Hallo Mirii,
Da Du zum Dekompensieren neigst, kann ich Dir nicht versprechen, dass Du in jedem fall frei von der Prismenbrille wirst. Aber ist PC-Arbeit ohne diese Hilfe denn eine echte Alternative?
So bleibst Du auf halber Strecke hängen, und kannst nichtmal erfahren, ob die Kompensation der DB nicht sogar jetzt schon zuverlässig greift. Der Gesamtfehler ist ja deutlich reduziert und evtl. würde Dir eine spätere OP des Restfehlers auf dem zweiten Auge auch den Ausgleich bringen können, der Dir endlich die DB-Beschwerden nimmt auch ohne eine Prismenbrille.
Übungen sind ein anderes Thema, welches ich nicht abdecke und zu dem ich keine Empfehlung abgebe.
Hallöchen an alle,
ich habe mich eine ganze Weile nicht mehr gemeldet, weil ich so frustriert war und ich hier nicht immer soviel Trübsal verbreiten möchte...
@ Herrn Mosch:
Ich habe auf Ihren Tipp hin mal versucht, mit einer 5er Folie den Beschwerden bei der PC-Arbeit entgegenzuwirken (ca. 3 Std. getragen). Die Schmerzen sind auch auf Anhieb verschwunden! Aber es hat anschließend merere Tage gebraucht, bis ich wieder klaren Kopfes und ohne Augenschmerzen OHNE Prismenfolie auskommen konnte. Darum verzichte ich jetzt lieber ganz auf Prismen. Meine Augen sind wohl auf Hochtouren im Kompensieren.
Nun hatte ich auch die letzte Kontrolluntersuchung nach der Revisions-OP. Leider hat sich nichts mehr gebessert. Ich habe ein Innenschielen von 6 pdpt "zurück erlangt" (kann auch mehr werden nach Prismenaufbau). Aber der Doc sagt, dass er eine weitere OP nicht für sinnvoll hält, da man diese kleine Dosis kaum operieren könne.Er gab mir außerdem Augenbenetzungstropfen, weil er meint, dass meine Augenschmerzen von trockenen Augen herrühren können. Ich weiß aber doch mittlerweile, wie sich asthenopische Beschwerden anfühlen und dagegen helfen leider KEINE Augenbenetzungstropfen.
Die Augenbeweglichkeit ist zwar besser geworden durch die Revisions-OP, aber immer noch nicht wie vorher. Das bedeutet, dass ich beim Blick nach weit links Doppelbilder aufgrund der suboptimalen Augenbeweglichkeit habe und beim Blick nach weit rechts - aufgrund des Innenschielens - ebenfalls.
Mit den Problemen muss ich wohl leben (geht meistens auch), aber ich habe ja zumindest noch die Option, eines Tages den Restwert operieren zu lassen, sofern sich der Zustand verschlechtert. Ich hoffe allerdings, dass die "Rest-Probleme" im Laufe der Jahre bessser werden bzw. ich mich an die Situation gewöhnen werde.
Ich ärgere mich im Nachhinein sehr, dass die hohe OP-Dosis nicht auf beide Augen verteilt worden ist. Dann hätte man locker auf jedem Auge 20 pdpt operieren können und ich hätte jetzt (wahrscheinlich) kein Innenschielen mehr und auch keine Augenbeweglichkeitsprobleme.
Diess wäre mein Erfahrungsbeitrag für andere Betroffene.
Viele Grüße,
Miri