Zum Inhalt springen
Einloggen
Glaswahl - Individu...
 
Benachrichtigungen
Alles löschen

Glaswahl - Individuelle Brillengläser

40 Beiträge
7 Benutzer
0 Reactions
3 Ansichten
(@Marion13)
Beiträge: 0
New Member
 

@sharpanator

Das hört sich bei dir nun so an, als würden bei der Messung mit dem Visioffice von Essilor die Fehler höherer Ordnung nicht berücksichtigt. Nach dem, was mir mein Optiker erklärt hat, werden diese sehr wohl berücksichtigt, und zwar durch diese Augendrehpunktgeschichte nicht nur wie bei Zeiss beim Blick geradeaus, sondern auch schräg durchs Glas. Mir fehlt leider das Fachwissen, um das richtig zu kapieren, deshalb kann ich darüber auch kein Urteil abgeben.

Ich bin aber überzeugt, dass ich wahrscheinlich zwischen Gläsern nach dem Zeiss-Prinzip und Gläsern nach dem Essilor-Prinzip keinen nennenswerten Unterschied feststellen würde... den direkten Vergleich hat man ja leider nicht, zumal es bei mir um Gleitsicht geht, da kann ich mir nicht mal eben zwei so hochwertige Brillen leisten.

Man sollte vor allem ruhig mit einer gehörigen Portion Neugierde, aber nicht mit zu hohen Erwartungen an die Anschaffung solcher Gläser herangehen, denn gerade wenn man jemand ist, der auch mit "normalen" Gläsern immer problemlos klar gekommen ist, bringen die Gläser zwar einen tollen Sehkomfort, aber nicht unbedingt eine subjektiv bemerkbare Steigerung, was Visus oder Kontrastsehen anbelangt. Ich überlege mir zur Zeit übrigens ernsthaft, mal einen Kontrastsehtest zu machen mit meiner neuen und einer meiner herkömmlichen Brillen, um zu erfahren, ob da zumindest objektiv ein Unterschied besteht.

Wenn man natürlich mit herkömmlichen Gläsern nicht optimal versorgt war, kann ich mir schon eine deutliche Besserung vorstellen.


 
Veröffentlicht : 01.04.2012 14:47
(@sharpanator)
Beiträge: 11
Active Member
 

@ Faceblind Lady

Davon habe ich tatsächlich nie was gelesen, ich denke Essilor würde das dann auch ausschlachten für die Werbnung. Die Fehler höherer Ordnung habe ich bisher immer nur im Zusammenhang mit der Wellenfrontechnik gebracht. Soweit ich es verstanden habe ist der Vorteil bei Essilor F360, dass es sehr gut verträglich ist von Anfang an und es eben keine Verzerrungen oder Unschärfen gibt im Randbereich. Ich kann mir vorstellen dass es beim F360 weniger Verzerrungen gibt weil es eben an den Augendrehpunkt angepasst ist, das Zeiss individual geht wohl nicht so weit aber es wird ja auch sehr genau angepasst mit dem Videozentriersystem. Ich bin noch etwas jünger und brauche zum Glück noch keine Gleitsichtbrille, die normalen Einstärkengläser von zeiss individual+iscription in 1.6 sollen ca. 300 Euro pro Glas kosten, Ich möchte nicht wissen wieviel dann die Gleitsichtvariante kostet. Ich denke auch, dass man mit beiden nichts falsch macht, egal ob Essilor oder Zeiss, wenn ich ehrlich bin tendiere ich zum Zeiss System wegen Iscription. Ich habe gelesen, dass ein Kunde bei der normalen Glasbestimmung war und es wurde ein Wert von -1.5 ermittelt auf einem Auge und danach sagte der Kunde dem Optiker, dass es schlechter wird, also beendete der Optiker die Bestimmung. Der Iprofiler hatte aber dann -3,5 ermittelt und der Kunde sagte jetzt ist es perfekt. Aus dem Grund will ich bei mir auch mal mit so einem automatischen Gerät reinschauen lassen um sicher zu gehen.


 
Veröffentlicht : 01.04.2012 18:03
(@Marion13)
Beiträge: 0
New Member
 

Ich denke, beide Hersteller haben für die Werbung nur bestimmte Aspekte herausgegriffen, weil das Ganze einfach zu komplex ist, und sind auch nicht unbedingt daran interessiert, die Zusammenhänge so griffig darzustellen, dass der Kunde beide Systeme tatsächlich vergleichen kann. Ich bin mir noch nicht einmal sicher, ob nicht bei Essilor auch irgendwo die Wellenfront-Technologie mit im Spiel ist - aber wie gesagt, ich habe das von einem Essilor-Optiker sehr ausführlich erklärt bekommen und es wirkte sehr überzeugend, aber wirklich Ahnung habe ich davon nicht.

Ich habe auch in einem anderen Optikerforum vergeblich nach einer Gegenüberstellung beider Systeme gesucht - offensichtlich traut sich kein Optiker, egal ob Anhänger der Zeiss- oder der Essilor-Fraktion oder aber neutral, an diese Aufgabe heran. Aber alle scheinen sich einig zu sein, dass man als Kunde im Grunde mit jedem der Systeme gut bedient ist und dass deshalb keines in den Vordergrund gestellt werden sollte - obwohl es gerade in jenem Forum mehr vehemente Verfechter der Essilor- als der Zeiss-Technologie zu geben scheint, aber das ist sicherlich Zufall.

Ich denke, die meisten von uns tendieren auch aus dem Bauch heraus schon zur einen oder anderen Gläsermarke, weil sie damit bisher gute Erfahrungen gemacht haben oder warum auch immer, und wenn dann noch einleuchtende Erklärungen durch Optiker oder durch die Werbung hinzukommen, dann fällt die Entscheidung halt für diese Marke, und da beide gut sind, ist es ziemlich egal, welche das dann ist.

Was die Preise angeht: Für Zeiss habe ich mich nie interessiert, aber bei Essilor ist es so, dass die Gläserpreise bei verschiedenen Optikern weit auseinander liegen können. Bei meiner ersten Preisrecherche vor einem halben Jahr bekam ich für die von mir damals ins Auge gefasste Variante Angebote von unter 400 Euro pro Glas bis über 550 Euro pro Glas, alles von "richtigen" Optikern, keine Ketten (die haben ja auch in der Regel kein Visioffice).


 
Veröffentlicht : 01.04.2012 20:11
(@sharpanator)
Beiträge: 11
Active Member
 

Ich habe mal etwas gegoogelt und ich bin mir ziemlich sicher dass man die Fehler höherer Ordnung nur mit der Wellenfrontechnik erkennen kann, das Essilor System ist eigentlich eine normale Kamera die eben sehr genau die Daten messen kann mit der Sofware. Fehler höherer Ordnung kann die nicht anzeigen. Ich werde auch mal eine Preisrecherche starten, gibt ja nicht soviele Optiker die relaxed Vision Partner sind.


 
Veröffentlicht : 01.04.2012 20:47
(@Marion13)
Beiträge: 0
New Member
 

Ich habe leider zu wenig Ahnung davon, aber wieso sollte ein Optiker, der von der Essilor-Technologie überzeugt ist, mir etwas über Fehler höherer Ordnung erzählen, wenn Essilor die gar nicht messen kann? Und was ist das anderes, wenn man auch beim schrägen Durchblick durchs Glas scharf sehen soll - das ist doch gerade, weil die Fehler höherer Ordnung bei Essilor auch bei schrägem Durchblick korrigiert werden. Vielleicht wird ja morgen mal ein Fachmann was dazu sagen...


 
Veröffentlicht : 01.04.2012 21:47
(@sharpanator)
Beiträge: 11
Active Member
 

Ja das könnte auch sein, schade dass man nicht beide mal austesten könnte, wenn ich im Lotto gewinne mache ich das mal Lächelt Dann teste ich aber auch mal die Seiko Gläser


 
Veröffentlicht : 01.04.2012 23:01
(@Marion13)
Beiträge: 0
New Member
 

Dann spiel mal ordentlich Lotto (ich drück dir die Daumen!), und wenn es so weit ist, berichtest du mir, welche Gläser am besten sind!


 
Veröffentlicht : 02.04.2012 00:39
(@Aom59)
Beiträge: 23
Eminent Member
 

Ich habe mal etwas gegoogelt und ich bin mir ziemlich sicher dass man die Fehler höherer Ordnung nur mit der Wellenfrontechnik erkennen kann, das Essilor System ist eigentlich eine normale Kamera die eben sehr genau die Daten messen kann mit der Sofware. Fehler höherer Ordnung kann die nicht anzeigen. Ich werde auch mal eine Preisrecherche starten, gibt ja nicht soviele Optiker die relaxed Vision Partner sind.

Hallo,

wenn schon googlen, dann richtig.

Die Gläser der Physioreihe und das Ipseo werden von Essilor alle nach dem Wellenfrontverfahren hergestellt. Als erste übrigens. Essilor verfolgt einen anderen Ansatz als Zeiss. Die Essilorgläser haben von sich aus eine optimierte Abbildung, wesentlich besser als es das Auge selbst hat. Es werden die Fehler der höheren Ordnung möglichst optimal korrigiert. Die Genauigkeit der Fertigung beträgt ca. 100 nm (Wellenlänge des sichtbaren Lichtes ca. 400nm -750nm). Essilor nennt dies hochauflösendes Sehen. Zeiss versucht die Aberrationen des Auges zu korrigieren, aber nur beim Blick geradeaus.

Das Essilor-Eyecodeverfahren berechnet die nötige Stärke eines Brillenglases anhand des Augendrehpunktes in alle Blickrichtungen. Unabhängig vom Glastyp.

Schöne Grüße

Aom59


 
Veröffentlicht : 02.04.2012 09:43
(@mueger)
Beiträge: 0
New Member
 

Das war der dritte erfolglose Versuch.   Traurig


 
Veröffentlicht : 02.04.2012 12:33
(@mueger)
Beiträge: 0
New Member
 

Sorry, ich wollte gerade einen Nachtrag zu meimen obigen Beitrag posten, aber irgendwie klappt das nicht.

@Admin: Liegt das an dem Link ,  den ich posten wollte?  Das sollte  keine Schleichwerbung sein. Es ist ein Link zu einer Publikation, in der das iScription-Prinzip für Laien verständlich vorgestellt wird. Ich habe damit nichts zu tun.  Bin ganz normaler Brillenendverbraucher.


 
Veröffentlicht : 02.04.2012 12:33
(@mueger)
Beiträge: 0
New Member
 

Hallo Faceblindlady und sharpanator, ich   hab'  gerade nicht viel Zeit, deshalb nur kurz etwas zu Eurer  Diskussion über Wellenfronttechnologie und  Abbildungsfehler  höherer Ordnung:  

Man muss dabei zwischen den Abbildungsfehlern höherer Ordnung  der Gläser und der Augen unterscheiden. 

Viele Gläserhersteller versuchen, durch entsprechende  Technologien   Gläser ohne Abbildungsfehler  höherer Ordnung zu  erzeugen.

Der iProfiler  von   Zeiss  ist  ein Messgerät, das mit Wellenfronttechnologie die Abbildungsfehler höherer Ordnung des Auges ermittelt.   Er ist im  Prinzip eine Kombination aus einem Keratographen und einem  objektiven Refraktometer.  

Auf der Basis dieser Messungen und dem Ergebnis der subjektiven Refraktion errechnet die iScription-Software dann einen Vorschlag für  Sphäre, Cylinder und Achse der Brillengläser, wobei Sphäre und Cylinder auf   Hundertsteldioptrien genau angegeben werden.  

Ich hab mich auch mal näher mit dem iProfiler und der iScriptionsoftware beschäftigt und im Laufe eines halben Jahres ca. 10 Messungen machen lassen.    Bei meinem unproblematischen Auge waren die Messergebnisse innerhalb enger Grenzen reproduzierbar   und stimmten auch mit dem Ergebnis der subjektiven Refraktion überein. Bei dem Auge, für das ich offensichtlich immer noch nicht das Optimium gefunden habe,  streuten die Ergebnisse des iProfilers sehr stark.    Da die iScriptionberechnungen auf den Messergebnissen des iProfilers beruhen, gab es auch sehr große Unterschiede zwischen den iScriptionvorschlägen.   Ich hab' mir dann die Individualgleitsichtgläser von Zeiss machen lassen, aber die Werte der subjektiven Refraktion genommen; also ohne iScription.  Mit den Gläsern bzw. der Brille bin ich sehr zufrieden.  Es ist die beste Gleitsichtbrille, die ich  jemals hatte,   aber ich meine,    das  eine  Glas könnte noch besser werden.  (Für die Fachleute: Es geht nicht um hundertstel Dioptrien bei der Sphäre Zwinkert,    sondern vor allem  um die  Bestimmung der optimalen Achslage. Dabei   hat der iProfiler offensichtlich die gleichen Probleme wie ich mit der Messbrille.) 


 
Veröffentlicht : 02.04.2012 12:34
(@sharpanator)
Beiträge: 11
Active Member
 

Das sind genau die Probleme die ich auch habe bei der Glasbestimmung, es kommt immer was anderes raus, es muß doch eine richtige und "perfekte" Bestimmung geben, deswegen wollte ich auch mal den Iprofiler testen, habe sonst immer nur mit der Testbrille bestimmen lassen, da beschleicht einen immer das Gefühl, dass man vielleicht total falsch liegt. Zu dem Iprofiler und den Werten, ich habe gelesen, dass Iscription nicht unbedingt auf den vom Iprofiler ermittelten Wert beruht, sondern immer die subjektive Messung mit eingerechnet wird?


 
Veröffentlicht : 02.04.2012 12:40
(@Marion13)
Beiträge: 0
New Member
 

Das muss aber ganz schön ins Geld gehen, immer wieder diese Messungen machen zu lassen! Macht einen das nicht total verrückt, wenn man am Ende gar nicht  weiß, welches Messergebnis nun "richtig" ist?

Ich habe mich da ganz einfach auf die EINE Messung des Optikers meines Vertrauens verlassen. Schließlich ist das Auge ein lebendes Organ, und wer sagt eigentlich, dass da bei jeder Messung, sofern sie optimal durchgeführt wurde, dasselbe herauskommen muss? Und obwohl die Werte geringfügig von denen meiner restlichen Brillen abweichen, spüre ich subjektiv keinen Unterschied - na ja, ich bin da wohl auch ziemlich unempfindlich.


 
Veröffentlicht : 02.04.2012 12:59
(@L-wenzahn)
Beiträge: 157
Estimable Member
 

Das sind genau die Probleme die ich auch habe bei der Glasbestimmung, es kommt immer was anderes raus,

Genau! Und das ist auch richtig. Das Auge ist ein lebendes Organ und kein technisches, optisches Instrument. Da können Schwankungen auftreten.

, es muß doch eine richtige und "perfekte" Bestimmung geben,

Eine richtige Bestimmung gibt es ja, aber eine immer wieder reproduzierbare wird es beim Auge kaum geben können. Das liegt aber nicht an der Messung, sondern eher am Auge, da es sich nicht immer an die Spielregeln hält. Es spielen zu viele Faktoren mit, wie z.B. Hormone, Medikamente, Blutdruck etc..

Aber es gibt durch die neuen Technologien eine Verminderung der Fehler bzw. Abweichnungen.


 
Veröffentlicht : 02.04.2012 13:19
(@mueger)
Beiträge: 0
New Member
 

 

Schließlich ist das Auge ein lebendes Organ, und wer sagt eigentlich, dass da bei jeder Messung, sofern sie optimal durchgeführt wurde, dasselbe herauskommen muss?

Wenn bei jeder Messung dasselbe rauskäme, würde ich sogar eher stutzig.  Zwinkert   Es geht nicht um Abweichungen in der Größenordnung von hundertstel Dioptrien in der Sphäre,   sondern  um viertel bis halbe Dioptrien beim Cylinder und Abweichungen in der Achslage von  ca. 10 Grad oder mehr.   Und zwar nur bei einem Auge.  Beim unproblematischen Auge  lagen  die Abweichungen im Bereich tageszeit- und tagesformbedingter Größenordnungen.


 
Veröffentlicht : 02.04.2012 14:08
(@mueger)
Beiträge: 0
New Member
 

Eine richtige Bestimmung gibt es ja, aber eine immer wieder reproduzierbare wird es beim Auge kaum geben können. Das liegt aber nicht an der Messung, sondern eher am Auge, ..... 

Deshalb lohnt es sich auch nicht, Geld für auf hundertstel Dioptrien genau geschliffene Gläser auszugeben.  Zwinkert  Ich bin schon zufrieden, wenn die Gläser wenigstens auf eine zehntel  Dioptrie genau dem entsprechen, was ich bestellt habe und die PD auf  0,5 mm genau eingehalten wird.


 
Veröffentlicht : 02.04.2012 14:16
(@mueger)
Beiträge: 0
New Member
 

 

Zu dem Iprofiler und den Werten, ich habe gelesen, dass Iscription nicht unbedingt auf den vom Iprofiler ermittelten Wert beruht, sondern immer die subjektive Messung mit eingerechnet wird?

Ja.  Das iScriptionprogramm verwendet beides: Man gibt zu bereits vorliegenden Daten des iProfilers die Werte der subjektiven Refraktion ein. Daraus berechnet das Programm den iScription-Vorschlag.

Früher mussten die Optiker die Daten online zu Zeiss schicken und bekamen von denen einen   Vorschlag online zurück. Heute kann es der Optiker   an seinem PC selbst machen.  

Mein Optiker hat das mal für eine der Messungen an meinem Problemauge gemacht, bei dem ich subjektiv keine eindeutige Achslage angeben kann (Optimum liegt   subjektiv irgendwo zwischen 40 und 60 Grad)    Wir haben dann verschiedene subjektive Achslagen eingegebenund das Programm hat immer 30° vorgeschlagen,  egal ob wir 40, 50 oder 20° eingegeben haben. Dass 30 Grad allerdings ganz sicher nicht   optimal sind, weiß ich aus den  Brillen, die ich mit 30°  hab.   Das war ja der  Grund, weshalb ich nach einer besseren Achslage gesucht hatte.

Ich werde Dir mal als PN den Link zu der Publikation schicken, in der das iScription-Prinzip erklärt wird. 

Dort  wird auch  der Fall eines Kunden beschrieben, bei dem das Programm anscheinend die optimale Achslage gefunden hat. Dieser Kunde hatte auf einem Auge nur einen schwachen oder gar keinen Astigmatismus, sondern einen Koma, also einen Fehler höher Ordnung, der mit Brillengläsern nur schwer zu korrigieren ist und sich vor  allem bei schlechter Beleuchtung auswirkt. 

Bei meinem Problemauge ist es laut der iProfilerdaten ähnlich: Zwar nur ein  leichter Astigmatismus (ca. 0,5 dpt),  aber auch eine   Koma in ähnlicher Größenordnung.  Dadurch bekommt das Auge quasi mehrere  Achsen.   Eine für  die Korrektur des Astigmatismus optimale Achslage des Glases bewirkt,   dass sich die Koma stärker bemerkbar macht.   Man müsste also eine Kombination aus Cylinder und Achslage  finden,  bei der sich beide Abbildungsfehler möglichst gering auswirken.  Das hatte ich mir eigentlich von der iScription-Software versprochen.    


 
Veröffentlicht : 02.04.2012 15:14
(@der.Basti)
Beiträge: 4
Active Member
 

 

Schließlich ist das Auge ein lebendes Organ, und wer sagt eigentlich, dass da bei jeder Messung, sofern sie optimal durchgeführt wurde, dasselbe herauskommen muss?

Wenn bei jeder Messung dasselbe rauskäme, würde ich sogar eher stutzig.  Zwinkert   Es geht nicht um Abweichungen in der Größenordnung von hundertstel Dioptrien in der Sphäre,   sondern  um viertel bis halbe Dioptrien beim Cylinder und Abweichungen in der Achslage von  ca. 10 Grad oder mehr.   Und zwar nur bei einem Auge.  Beim unproblematischen Auge  lagen  die Abweichungen im Bereich tageszeit- und tagesformbedingter Größenordnungen.

Da wir uns primär tagsüber in Wachem Zustand befinden und normalerweise nicht im Mondschein durch die Welt gehen, ist die Sache mit der Wellenfronttechnologie meiner Meinung nach fraglich. Denn ich habe bisher noch keinen Bericht über das Zusammenspiel vom Gehirn zum Auge in dem Bereich der Abberationen gelesen. Also wer kann mir sagen, dass das Gehirn nicht in der Lage ist, bestimmte Verzerrungen einfach als korrekte Abbildung umzuwandeln?

Da die Wellenfrontgläser an den "Fehlern" des Auges ansetzt, finde ich die Sache eher überzogen, technische Spielerei zum Eindruck machen. Aber das ja nur meine bisherige Meinung, sollte ein wissenschaftlicher Bericht gegenteiliges Beweisen, lasse ich mich da gern von Argumenten überzeugen.

Was den Refraktionsunterschied angeht, so würde ich mal darauf tippen, dass das Auge im Prinzip immer (auch mit Korrektur) am Arbeiten ist, und sich daher nicht auf sein "richtiges körperliches" Maß einstellen kann. Da reicht es auch durchaus aus, wenn die Stärke unter der Minimalbemerkbarkeitsgrenze von 0,25dpt liegt. Jedoch unterscheidet dieses sich sehr von den Personen die refraktioniert werden. Auch beim Sehen gibt es grobmotoriker und sensible.

Die Arbeit des Augenoptikers in seinem Handwerk ist das Aushängeschild an sich. Vieles steht und fällt schon bei einer vernünftigen Anamnese und der Wahl der Gläser. Wobei man nicht unbedingt dem Fachmann vertrauen sollte, da viele sich auf ihren Standart (gemeint sind am liebsten verkaufte Gläser) festgelegt haben.

Der Unterschied von Individualgläsern allgemein und der Wellenfronttechnologie (ja das sind zwei Paar Schuhe) liegt ja schon im physikalischem Aufbau und dem Hintergrund des Nutzens der Gläser. Wellenfront setzt bei den Aberationen des Auges an, die Individualgläser sind so konzipiert, dass die eigenen Abbildungsfehler auf dem möglichst kleinstem Niveau gehalten werden. Als Fachmann möchte ich da sagen, ich selbst stehe in der Pflicht herauszufinden was der Kunde wirklich braucht (i.Scriptionmessung sollte im Dunkeln erfolgen - wo sollte man denn dann logischerweise die Gläser verwenden...) und rein von der Stärke die vor mir liegt kann ich schon sagen, ob ein Kunde, auch langfristig, etwas von Individualgläsern hat, oder nicht.

Langfristiges Denken für meine Kunden übernehmen, bedeutet für mich, dass die Augen meiner Kunden möglichst wenig auf Fehler reagieren müssen. Damit ist ein normaler und von der Natur ursprünglich vorgesehener Bewegungsablauf gewährleistet, auch die Anzahl der unnötigen Bewegungen reduziert sich stark mit Individualgläsern.

Im Klartext heißt das für meine Kunden:

deutlich entspannteres Sehen:

Ein oft gehörter Satz der aber tatsächlich der Wahrheit entspricht. Oder fühlen Sie sich nach einem Marathon noch Fit genug für einen zweiten direkt im Anschluss? Denn das leisten unsere Augen, stimmt etwas am Bewegungsapperat nicht, oder an der Sehstärke laufen Augen eine doppelte Belastung, die zu schnellerem Verschleiß führt.

Das würde bedeuten, dass der Kunde schneller neue Sehstärken benötigt, da wir diesen Verschleis mit Gläsern aus dem "nicht-individuellem-Bereich" noch fördern würden.

Wir haben dadurch sehr viel länger unsere Individualbrille, was langfristig betrachtet ein Kostenersparnis ist.

Der Kunde wird es in Jahren danken, ist das nicht schön?

 

Eine richtige Bestimmung gibt es ja, aber eine immer wieder reproduzierbare wird es beim Auge kaum geben können. Das liegt aber nicht an der Messung, sondern eher am Auge, .....

Deshalb lohnt es sich auch nicht, Geld für auf hundertstel Dioptrien genau geschliffene Gläser auszugeben.  Zwinkert  Ich bin schon zufrieden, wenn die Gläser wenigstens auf eine zehntel  Dioptrie genau dem entsprechen, was ich bestellt habe und die PD auf  0,5 mm genau eingehalten wird.

Individualgläser sind tatsächlich jeden cent Wert und von Optovision auch erschwinglich. Klar macht man eine große Investition, die sich jedoch langfristig auszahlt. Man nehme diese Investition dividiert das durch die Zeitspanne der Tragedauer, und hält dann mal die Investitionen für Kleidung in dieser Zeit dagegen. Eine Brille ist für heutzutage eher Mode als Korrektur...

Auf jedenfall wird man feststellen, dass man auffallend wenig für seine Brille bezahlt hat. Zumindest wenn man diesen Vergleich mit der Dauer der Tragzeit in Verbindung bringt. Kann man ja auch mit dem Auto vergleichen: kauf ich mir nen Audi der 20 Jahre locker mitmacht, oder für nur etwas weniger den Japaner der kaum die Hälfte schafft. Da ich noch selbst Japanisch fahre und irgendwie bereue nicht auf Qualität und den Nutzen geschaut zu haben find ich ist das eine, in Sachen Preisvergleich, sehr dumme Entscheidung gewesen.

Jeder Augenoptiker verdient sein Geld mit dem Termin des Wiederkaufes, also nicht unbedingt mit der Anzahl der Kunden. Welcher betriebswirtschaftlich denkende Chef denkt da an solche fachlichen Feinheiten, die dem Kunden wirklich Nutzen bringen und sogar Geld sparen?

Mein Chef hat mir damals verboten Individualgläser zu verkaufen. ??? Meine Argumente die nun sehr Kundenorientiert sind, verhallten an seinem Satz: "Die sind mir zu teuer"

Fakt ist, wenn ein guter Fachmann die Beratung und Refraktion führt, dann stimmen die Refraktionsergebnisse, die Bedarfsanalyse und die Empfehlung. Da hört dann die Verantwortung aber auch auf. Ich kann zwar einen Glaspreis im Einstärkensegment von 200€ je Glas rechtfertigen und mit fachlich stimmenden Argumenten dem Kunden auch darlegen, aber zu diesem Kauf kann ich ihn nicht zwingen. Das kann schließlich nur jeder für sich entscheiden.

Ab diesem Punkt trennt sich die Spreu vom Weizen, denn wer gut und verständlich Argumentiert, sodass der Kunde beim Gespräch auch aktiv mitwirken kann, ist die Kaufentscheidung gefallen. Wichtig ist leider Gottes das vertrauen in den Fachmann und die Hoffnung, dass er sich damit auskennt.

Zurück zu letzterem Zitat:

In Sachen Wellenfront geht es um Kontraststeigerung bei Dämmerungs-/Nachtsehen. Damit hat Zeiss auch aktiv Werbung geschaltet. Der Clou daran ist, dass der Visus beim Tagsehen dazu, beim Blick durch diese Gläser, reduziert wird! Wichtig ist daher der Bedarf, dass man sehr viel im Dunkeln und viel Kunstlicht unterwegs ist. Inwieweit die Wellenfrontgläser sich da ans Auge anpassen ist mir unbekannt, fachlich sind es aber keine Individualgläser, sonder es ist nur ein Zusatz um bei bestimmten Verhältnissen, hier "im Dunkeln" einen höheren Kontrast und damit resultierend einen viel höheren Visus erzeugt.

Was den allerersten Post angeht: Meine Empfehlung sind eindeutig Individualgläser (allein des 1,0´er Zylinders wegen) und ein maximaler Brechungsindex. Kunststoffgläser haben max. 1,74 und Silkatgläser 1,9 die Abberationen der Gläser ist weitesgehend durch die individuelle Anfertigung Verschwunden nur das Gewicht würde gegen das mineralische Glas sprechen... Ein Vorteil der Kunststoffgläser ist auch, dass ein höherer Brechungsindex, eine höhere Bruchstabiltät durch höhere Eigenflexibiltät bietet. Kurzum Brille fällt runter und die Wahrscheinlichkeit für einen Glasbruch ist niedriger.

Da hier ein besseres Sehen bei Nacht verlangt wird spricht das leider einzig für den Hersteller Zeiss, der dazu in der Lage ist. Aber bei Sonnenbrillen finde ich das eher unnötig, zumindest fällt mir spontan kein Nutzen ein, der ein kontraststeigerndes und polarisierendes Glas toppen könnte (Skypol von Zeiss z.B. ich bin damit seit 8 Jahren, und immer noch mehr als zufrieden)

Abschliesend kann ich natürlich auch vollkommenen Quatsch schreiben. Indem Fall weise man mich bitte auf Fehler hin, denn das kann ich wiederrum positiv im Laden anwenden.

LG


 
Veröffentlicht : 24.04.2012 21:51
 mmi
(@mmi)
Beiträge: 15
Active Member
Themenersteller
 

Hallo, nach der Wiederholungsmessung mit i.scription und dem subjektiven Test habe ich i.scription Gläser von Zeiss bestellt. Ich hoffe, dass das was bringt (im Sinne meines ersten Postings) zumal i.scription insbesonders rechts (cy l= -1,0) wieder einen Hornhautfehler anzeigte, der mit herkömmlichen Gläsern nicht zu korrigieren sein soll.

mmi


 
Veröffentlicht : 29.04.2012 20:40
 mmi
(@mmi)
Beiträge: 15
Active Member
Themenersteller
 

Es ist Zeit, für ein Fazit:

Habe die Brille mit i.scription jetzt zwei Wochen getragen.

Ich sehe tagsüber genauso gut wie mit der bisherigen Brille (d.h. Brille ohne i.scription), also nicht schlechter, aber auch nicht besser.

Nachts sehe ich rechts (d.h. mit dem schwächeren Auge) einen Tick besser als mit der bisherigen Brille,

links aber sogar etwas schlechter als rechts, obwohl links der Visus besser ist als rechts.

D.h. meine Erwartungen haben sich nicht erfüllt.

mmi


 
Veröffentlicht : 02.06.2012 21:47
Seite 2 / 2
Teilen: