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Gleitsichtbrille mit Prismen unterschiedlich Nah und Fern

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(@Seestern)
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Themenersteller
 
[#6345]

Ich bin 49 Jahre alt und versuche seit einem leidvollem Jahr die für mich optimale Gleitsichtbrille zu finden . Nach 3 Versuchen ohne Prismen und einem Versuch einer dynamischen MKH Messung mit dem Ergebnis 1 Prisma außen und 0,75 Prismen unten rechts, die wenig erfolgreich war, hat die erste vollständige MKH Messung 4,5 Prismen aussen und 1,25 prismen unten rechts ergeben . Seit dem ist die Gleitsichtbrille für mich erstmals richtig nutzbar , wenn auch mit sehr heftigen Umstellungsproblemen einhergehend! Aber dafür ist mein 20 Jahre andauerndes Schulter Nackensyndrom behoben , was immer als berufsbedingt eingestuft wurde und immer häufiger auch zum Hws Syndrom geführt hat. Nach längerer Tragedauer stellen sich aber immer noch asthenopische Beschwerden ein. Die aktuelle Messung ergab jetzt 7 Prismen außen und 1,75 Prismen unten rechts. Mit diesen neuen Gläsern in der Brille sind die asthenopischen Beschwerden vorerst weg , aber ich habe ein seltsames Raumgefühl , weil ich für die Nähe nur etwa ein Drittel der Prismen benötige . Wird sich das noch angleichen ,.. .?.?..? Oder muss ich dann doch dauerhaft mit einem Brillenwechsel leben ? Oder lohnt sich ein weiter tapferes Durchhalten mit den höheren Prismenwerten ? Oder ist ein Kompromiss mit leichten asthenopischen Beschwerden das Sinnvollste ? ????


 
Veröffentlicht : 02.01.2015 16:31
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(@Eberhard-Luckas)
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Moin,

ein Anstieg der prismatischen Korrektion innerhalb 1 Jahres zeigt, dass wahrscheinlich noch viel mehr dahintersteckt.
Lasse vierteljährlich prüfen, wie hoch die Korrektion nötig ist. Es ist zwar sehr teuer, jedesmal neue Gleitsichtgläser zu nehmen, aber es ist in Deinem Fall auch mal ratsam, zwischendurch eine Erhöhung der Prismen mit preiswerten Prismenfolien durchzuführen. Eine ebenso preiswertere Möglichkeit sind getrennte Fern - und Nahbrillen. Wenn die Werte weiterhin so zunehmen, ist eine OP nicht mehr weit hin.


 
Veröffentlicht : 04.01.2015 13:21
(@Seestern)
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Themenersteller
 

Ich muss ersteinmal verdauen , was du geschrieben hast, Eberhard ! Ich habe meine Werte im Moment eher im unteren Bereich gesehen.
Ich werde die Werte weiterhin angleichen lassen, die Kosten sind in meinem Fall mal nicht das entscheidende Kriterium . Ich habe auch eine separate Arbeitsplatzbrille mit den höheren Prismenwerten, mit der komme ich jedoch nicht klar !, Mit einer reinen Fernbrille kann ich auch leider nichts mehr anfangen , da fühle ich mich schon im mittleren Bereich " blind " . Ich trage eine add 2,0 , hatte erst 1,75 probiert , aber da muss ich den Kopf zu weit heben !

Aber warum differiert der prismatische Fernwert so vom Nahwert ?! .??..? Weiß das jemand ?
Ich könnte alles besser ertragen, wenn ich es irgendwie nachvollziehen könnte !


 
Veröffentlicht : 04.01.2015 14:16
(@Eberhard-Luckas)
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Moin,

bei Innenschielen ist es häufig, dass der Prismenwert in Ferne und Nähe anfangs differiert, vor allem, wenn für die Nähe andere Brillenwerte nötig sind als in der Ferne, eben bei Vorliegen einer Alterssichtigkeit.
Je höher die notwendige Korrektion wird, umso geringer wird der Unterschied zwischen Ferne und Nähe werden.


 
Veröffentlicht : 04.01.2015 14:46
(@Seestern)
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Hallo Eberhard!
Also meinst du ich sollte ausschließlich die Brille mit den höheren Prismenwerten tragen und nicht mit dem Vorgänger Modell hin und her wechseln ? ( Die Vorgänger - Brille habe ich nämlich noch im Gebrauch ,weil die Brille ja prinzipiell funktioniert, bis auf eben das lästige Brennen, was sich nach ein paar Stunden leider einstellt , außerdem ist sie auch spürbar leichter auf der Nase ! ) Eitelkeit lass ich mal weg !


 
Veröffentlicht : 04.01.2015 14:54
(@Eberhard-Luckas)
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Genau Lächelt


 
Veröffentlicht : 04.01.2015 15:59
(@Seestern)
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Themenersteller
 

Hallo Eberhard, meinst du ich sollte die Entwicklung der Werte einfach abwarten ,
bis sich ein stabiler Endstand einstellt ?

Wie lange wird das dauern ? In Jahren ?
Könnte es nicht auch sein , dass die Prismen jetzt ausreichen , um die asthenopischen Beschwerden zu beseitigen, oder ist es so... Einmal gestoßen muss man den prismenaufbau in Kauf nehmen?

Sollte ich mir mal in Koblenz einen Termin besorgen .,?

Bisher haben Optiker und Optometrie Ingenieure die Messung vorgenommen . Ich hatte auch in einer Uniklinik um Rat gesucht, aber weil ich keine Doppelbilder sehe und die Prismen "nur" zur Nutzung einer Gleitsichtbrille brauche, wurde ich nicht wirklich erst genommen , man war regelrecht stolz darauf auf der Nähe mit weitaus weniger Prismen auszukommen...das hat mir "wirklich " sehr geholfen !?!


 
Veröffentlicht : 04.01.2015 17:34
(@Eberhard-Luckas)
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Ich habe Dir eine PN geschickt.


 
Veröffentlicht : 04.01.2015 19:27
(@Seestern)
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Lieber Eberhard ! Könntest du so nett sein und vielleicht noch ein paar von meinen Oben gestellten Fragen beantworten, oder es zumindest versuchen ???? Danke


 
Veröffentlicht : 05.01.2015 01:56
(@Eberhard-Luckas)
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Moin,

die Entwicklung bis zum Endstand ist meist in 1-2 Jahren abgeschlossen, bei vierteljährlicher Kontrolle. Wenn ein einmal erreichter Wert nie mehr (mindestens 6 Monate) zu Problemen führt, ist es genau richtig. Ist er so hoch, dass Brillengläser nicht mehrt gut tragbar sind, ist die OP anzuraten.

Ich würde zuerst in der anderen Stadt, die ich Dir nannte, den Termin besorgen. Dort werde ich in nächster Zeit operiert mit 10 cm/m in der Höhe und 10 cm/m Seite (Basis innen) .


 
Veröffentlicht : 05.01.2015 10:20
(@Seestern)
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Lieber Eberhard , ich werde deiner Empfehlung folgen .

Die neue Korrektion trage ich jetzt schon seit November 2014 , aber wie schon geschrieben im Wechsel mit der Vorgänger- Version .
Im Moment wechsele ich nicht , so wie du mir geraten hast.
Am besten komme ich zurecht, wenn ich die Brille noch vor dem Augen- öffnen aufsetze und dann den ganzen Tag nicht anrühre.
Nach einer Brillen- Pause , wegen Duschen oder Haare waschen dauert es fast eine ganze Stunde, bis ich mich wieder eingewöhnt habe ...,
Ist das irgendwie logisch zu erklären ?


 
Veröffentlicht : 05.01.2015 17:35
(@Eberhard-Luckas)
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Moin, Ja, Du musst ohne Brille wieder alleine den Ausgleich schaffen, um keine Doppelbilder zu haben. Zudem hast Du jetzt noch keine Abspeicherung des Brillenzustands im Sehzentrum. Das dauert etwa 2 Monate, bis das schneller geht.


 
Veröffentlicht : 05.01.2015 21:04
(@Seestern)
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Danke Eberhard!
Jetzt verstehe ich auch ,warum ich vor der letzten Messung gefragt worden bin , ob ich diesen Weg auch wirklich gehen will.?
Ab jetzt ist die prismatische Korrektion wohl ein echter Eingriff in die Neurophysiologie !
Ich bin der Typ "hyperempfindlich " und spüre im Hinterkopf eine Art Daueraktivität , wie mein Computer beim Backup! ( nicht lachen ) !
Ich habe auch in den letzten Monaten öfter mal an's aufgeben gedacht, aber aus Alternativlosigkeit und großer Angst vor den Rückstellungsproblemen bin ich dabei geblieben. Inzwischen glaube ich aber doch , dass es sich für mich schon jetzt gelohnt hat .
Wie siehst du das ?


 
Veröffentlicht : 05.01.2015 23:38
(@Eberhard-Luckas)
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Moin,
das denke ich auch, dass es sich lohnt.


 
Veröffentlicht : 06.01.2015 09:24
(@Seestern)
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Nur mal aus Interesse Eberhard ,
wie würde man denn eine Folie kleben , wenn die resultierenden Prismen eine schräge Basislage von 191 grd und 17 grd , so wie bei mir ,haben ?


 
Veröffentlicht : 06.01.2015 20:11
(@Eberhard-Luckas)
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Moin,

die Basis wird entsprechend in diese Richtung gebracht, also leicht schräg. Genau wird es durch ein bestimmtes Achsenschema, was jeder Optiker vorliegen hat, Tabo-Schema genannt. Damit kann ich exakte resultierende Prismen fertigen.


 
Veröffentlicht : 06.01.2015 20:23
(@Seestern)
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Ok , ... Aber was ist mit den "krummen" Prismenwerten , die sich aus der Überlagerung ergeben ??


 
Veröffentlicht : 06.01.2015 20:30
(@Eberhard-Luckas)
Beiträge: 0
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Sicher, wenn es ein Wert mit Stärken hinter dem Komma gibt, ist es nicht möglich, den exakten Wert zu verwenden. Prismenfolien gibt es nur in 1-er-Schritten.
Da aber meist die Prismenfolien auf schon vorhandenen Prismengläsern gebracht werden, spielt das keine Rolle.


 
Veröffentlicht : 06.01.2015 21:54
(@Seestern)
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Danke für deine geduldige Erläuterung.

Wie ist das , Eberhard,
wenn man auf so eine OP vorbereitet wird ? Wird einem die Aussicht auf ortho- Stellung gegeben, oder darauf ,wenn man Pech hat ,die Phorie in umgekehrter Basislage vorliegt ?
Wie lange hast du mit deiner Entscheidung für so einen Eingriff gewartet ?


 
Veröffentlicht : 06.01.2015 23:47
(@Burkhard-Schlinkmann)
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Hallo Seestern

deine Werte sollten über einen längeren Zeitraum stabil sein, um eine OP durchzuführen. Mindestens ein halbes Jahr nach 3 Messungen. Möglichst sollte der sensorische Anteil der WF abgebaut sein.(Z.B. die Differenz Fern/Nah)Damit es nicht in umgekehrter Richtung losgeht. Wie lang du für diesen Zustand brauchst kann dir keiner von hier aus sagen. Das hängt auch davon ab, wie häufig du deine Brille nachkorrigieren lässt, wie gut sich der sensorische Anteil der WF dekompensieren lässt und in den motorischen Anteil(Kreuzkorrektion) übergeht.
Gruss Burkhard


 
Veröffentlicht : 12.01.2015 13:10
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