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Grundsätzliche Fragen: Prismen/Esophorie

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(@merlin)
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[#2433]

Hallo Zusammen,ich war letzte Woche bei Dr. Gorny in Konblenz und habe eine halb Tägige tortur mitgemacht...
Es war zwar alles sehr interessant und Herr Gorny hat auch mir einige Sachen erklärt, aber mir sind trotzdem noch ein paar Fragen offen geblieben und hoffe hier kann mir jemand mal die "Grundlagen" genauer erklären.

Ich habe seit 7 Jahren eine normale Brille und bin Kurzsichtig mit einer Hornhautverkrümmung.

Mein Optiker hatte mich nach Koblenz geschickt nach dem ich ihm erzählt habe das ich immer mal wieder Kopfschmerzen habe. Er hat ein paar Tests gemacht und meinte ich brächte 4 Prismen außen am rechten Auge.

Dr. Gorny hat mit mir nen halben Tag verschiedene Tests gemacht bis ich schon fast nicht mehr laufen konnte. Am Ende meinte er das man das bei mir 100% gar nicht mehr hinbekommt da ich mehr als 25 Prismen bräuchte (so hab ich ihn verstanden). Er hat mir nun 7,5 pro Auge verschrieben...

Nun meine Fragen, was ich nicht so recht verstehe. Wieso habe ich mein Leben lang bis jetzt nie was Doppelt gesehen oder ähnliches?

Scheinbar ist mein Rechtes Auge mein Problem und "zieht" nach innen - aber man sieht von außen nichts und das sollte man doch bei 25 Prismen, oder?

Warum kann man nun die Prismen verteilen - wird dann nicht das linke und gesunde Auge "verschlechtert"?

Wie kann es sein, das Dr. Gorny über 25 Prismen diagnostiziert und mein Optiker 4?

Da ich zur Zeit durch die FH etwas mehr unter Strom stehe - kann das theoretisch auch davon kommen?

Könnte es nicht sein, dass durch die Tortur bei Herrn Gorny meine Augen sich nach den Stunden an die 25 Prismen gewöhnt haben und das gar nicht brauchen?

Wie kann man 1 Pisma in Dioptrin umrechnen?


 
Veröffentlicht : 27.09.2005 21:31
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(@Monoxid)
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Hallo Merlin!

Wie es der Zufall will, bin ich ebenfalls bei Dr. G in K in Behandlung und brauche auch 25 Prismen wegen Esophorie. Mein Optiker hat zuerst auch einen wesentlich geringeren Wert gemessen (7 Prismen), was daran liegt, dass sich die Augenmuskeln unter dem Eindruck der Prismen langsam entspannen (sofern ein größeres Ungleichgewicht tatsächlich existiert), und sich so der wahre Wert erst nach einiger Zeit zeigt. Das ist der Grund, weshalb man bei Dr. G stundenlang im (Kinder-)Wartezimmer herumvegetieren muss.

25 Prismen lassen sich aber durchaus noch in eine Brille einbauen, auch wenn der Doc nicht soviel davon hält. Meine 25er-Brille ist aber am äußeren Rand schon weit über einen Zentimeter stark; es ist eben keine Dauerlösung, ich strebe auch eine Operation an.

Doppeltsehen war auch nie mein Problem (eher typische Asthenopie), das ist nicht unbedingt ein Charakteristikum von WF. Und da WF eher eine Art latentes Schielen ist, sieht man es auch nicht. Sichtbar wird es erst mit Hilfe der Prismen Nehme ich meine Brille ab, schiele ich gut sichtbar und sehe dann auch doppelt - alles hat seinen Preis.

So viel erstmal von mir.
Monoxid


 
Veröffentlicht : 28.09.2005 15:04
(@merlin)
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Hi Monoxid,der gute Dr.G scheint ja wirklich ziehmlich bekannt zu sein

Du bist also der Meinung, dass er schon mit seiner Diagnose richtig lag. Najut ich werde demnächst mal wieder meinen Optiker besuchen und den das alles berichtet

Hast du denn das Schielen, wenn du Brille abnimmst dauerhaft oder regeln deine Augen das nach ein paar Minuten wieder aus?

Das was mir so komisch vor kam war, dass der immer mehr Prismen drauf gelegt hat aber es mir irgendwie nicht wirklich besser ging und immer das gefühl hatte Mit meiner eigendlichen Brille ohne Prismen sehe ich besser...


 
Veröffentlicht : 28.09.2005 15:14
(@Monoxid)
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ZitatOriginal erstellt von merlin
Du bist also der Meinung, dass er schon mit seiner Diagnose richtig lag.

Vermutlich schon, aber darauf würde ich nicht mein Holzbein verwetten. Sicherlich werden Arzt (und Optiker) gründlich gearbeitet haben, aber zumindest bei mir bestand mein Koblenz-Besuch ausschließlich aus einer langgedehnten Polatest-Sitzung, nach möglichen Alternativen wurde nicht gefahndet (die hatte ich aber schon im Vorfeld abgeklärt). Ich schätze mal, du hast schon selbst gebührend nach Ursachen für deine Kopfschmerzen gesucht, oder?

ZitatOriginal erstellt von merlin
Hast du denn das Schielen, wenn du Brille abnimmst dauerhaft oder regeln deine Augen das nach ein paar Minuten wieder aus?

Keine Ahnung, habe ich noch nie probiert, da ich mir nichts davon verspreche. Ich bin mir aber sicher - und dies wird praktisch überall, wo man sich eingehend mit WF beschäftigt, nachdrücklich so gesagt -, dass es kein dauerhaftes Schielen geworden ist - sprich Würde ich die Brille für längere Zeit (Minuten, Stunden, Tage?) nicht tragen, würde sich der alte Zustand wieder einstellen.

Allem Anschein nach sieht man es aber ohnehin nur dann, wenn ich die Brille eben nicht trage (mir ist jedenfalls nichts Gegenteiliges bekannt). Mir selbst fällt es, etwa am Spiegel, selbst dann nicht auf, wenn ich nur meine normale Brille trage, warum auch immer! Aber die Doppelbilder sprechen natürlich für sich.

Im Übrigen sind "Erst-Prismen" in der Regel auch recht gewöhnungsbedürftig

Monoxid


 
Veröffentlicht : 28.09.2005 18:34
(@merlin)
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Hi,naja mein Optiker ist da relativ schnell auf die Idee mit dem WF gekommen und wollte das überprüfen lassen und hat mich aus diesem Grunde nach Koblenz geschickt...

Ich hab ihm das mehr so beiläufig erzählt und ich persönlich hatte das auf schlechterwerden der Augen zurückgeführt. Ok die waren auch schlechert aber er meinte das würde an der WF liegen...

Was meinst du mit "gewöhnungsbedürftig"?

Hast du denn ne Ahnung wo der Unterschied zwischen z.B. 15 Prismen und xx Dioptrin Prismen liegt?


 
Veröffentlicht : 28.09.2005 20:37
(@Monoxid)
Beiträge: 266
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Hallo Merlin!

ZitatOriginal erstellt von merlinnaja mein Optiker ist da relativ schnell auf die Idee mit dem WF gekommen und wollte das überprüfen lassen und hat mich aus diesem Grunde nach Koblenz geschickt...

WF kann eine breite Palette von Symptomen zur Folge haben, u.a. auch Kopfschmerzen, andererseits gibt es für bloße Kopfschmerzen natürlich eine ganze Menge Ursachen. Wie häufig und stark sind sie denn? (Ich bin kein Fachmann, ich maße mir also nicht an, da ein 100%iges Urteil fällen zu können - das geht übers Internet eh nicht -, habe selbst auch kaum jemals Kopfschmerzen. Aber da können andere mehr erzählen.)

ZitatOriginal erstellt von merlin
Was meinst du mit "gewöhnungsbedürftig"?

Hast du denn ne Ahnung wo der Unterschied zwischen z.B. 15 Prismen und xx Dioptrin Prismen liegt?

Meine erste Prismenbrille kam mit 7 Prismendioptrien (=pdpt) daher, und während der ersten paar Tage gesellte sich zu meinen sonstigen Beschwerden eine Art permanente Anspannung in der Augengegend.
Unter 1pdpt versteht man eine Lichtablenkung von einem Zentimeter auf einem Meter, kurz 1pdpt = 1cm/m.

Monoxid


 
Veröffentlicht : 29.09.2005 13:59
(@merlin)
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Themenersteller
 

Naja ich habe immer mal wieder so Kopschmerzen meist auf der Rechten seite hinter dem Auge oder rechts daneben. Häufigkeit ist immer unterschiedlich. Mal in einer Woche nur einmal, machmal aber auch fast jeden Tag...
Was gibt es den theoretisch noch für Ursachen, dann kann ich den Leuten villeicht mal was auf die Sprünge helfen

Also ein Prisma = 1 pdpt
Und wenn auf mein Rezept da 7,5 Prismen stehen pro Auge sind das also 7,5 pdpt - ich verstehe langsam

Hast du denn eine Ahnung, warum man denn die Prismen auf beide augen verteilt wenn eigendlich nur eins nen problem macht?


 
Veröffentlicht : 29.09.2005 14:23
 cs1
(@cs1)
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Hallo,die prismatischen Gläser erzeugen Abbildungsfehler und Farbsäume, daher ist es besser, diesen Effekt auf beide Augen zu verteilen. Wäre die Gesamtkorrektion an nur einem Auge, würde dies Auge es deutlich schwerer haben, einen mit dem nicht korrigierten Auge vergleichbaren Seheindruck zu erzeugen.
Im übrigen kann man auch einfach sagen, dass das eine Auge zu tief blickt oder das andere zu hoch (bzw. eins zu weit nach links bzw. das andere zu weit nach rechts). Wenn man jetzt beide korrigiert, ist der Seheindruck für die beiden Augen angenehmer und die Stärke der Prismen, sowie die mit der Stärke zunehmenden Abbildungsfehler auf einem Auge bleiben so am geringsten.
Grüße sendetcs


 
Veröffentlicht : 29.09.2005 16:40
(@Stefano)
Beiträge: 45
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Deine Frage zur Verteilung der Prismen auf beiden Augen

Normaler Weise ist Winkelfehlsichtigkeit nicht das Problem eines Auges, sondern ein Problem bei der Zusammenarbeit beider Augen.

Es gibt Augenpaare, die bei entspannten Augenmuskeln nach außen schielen (Exophorie) und welche, die nach innen schielen (Esophorie). Winkelfehlsichtige können dieses Ungleichgewichte durch Kontraktion der äußeren bzw. inneren Augenmuskeln kompensieren. Bei einigen treten dabei jedoch Sehanstrengungsbeschwerden auf. Wie z.B. Kopfschmerzen oder Nackenverspannungen. Einige haben auch eine schlechte Rechtschreibung, weil durch die ständig angespannten Augenmuskeln die Worte beim Lesen oder schreiben anfangen zu hüpfen.

Wenn Du ernsthaft und bleibend Probleme mit Kopfschmerzen hast, kann es an einer Winkelfehlsichtigkeit liegen. Eine Prismatische Brille kann dann Deine Beschwerden aufheben und Deine Leistungsfähigkeit steigern. Ich hab es damals sehr schnell gemerkt, dass die Brille das Problem an der richtigen Stelle gepackt hat. Ich hatte vor 1,5 Jahren ein OP und trage seit dem keine Brille mehr. In jedem Fall ist es jedoch wichtig, sich und sein Leben zu entspannen. Das klingt simpel, ist es aber nicht. An sonsten kann ich noch Vita Sprint empfehlen, das kriegt man in jeder Apotheke und es hat mir auch sehr geholfen, meine Augen zu stärken.

Gruß Stefan


 
Veröffentlicht : 29.09.2005 16:46
(@KerstinEP)
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Wenn da bei jedem Auge 7,5 steht, dann sind es 15 Prismen!


 
Veröffentlicht : 29.09.2005 17:21
(@merlin)
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Also auf meinem netten Rezept steht, das ich Esophorie habe

Wo gerade "Farbsäume" angesprochen wurde, bedeutet das, dass mit eine Prismenbrille das Farbsehen verändert wird - ähnlich wie bei einem klassischen Prisma im Physik-Unterricht?

Jeap der Herr G. hatte eigendlich mehr als 25 Prismen diagnostiziert. Und er meinte das meine WF nicht komplett korregiert werden kann...

Und Kopfschmerzen, Nackenprobleme und Legastenie hab ich auch. Wobei Legastenie nix damit zu tun hat, aber könnte das schon unterstüzen da mich lesen extrem anstrengt... Das passt auch irgednwie ziehmlich gut. Nur was ich wirklich sehr merkwürdig finde Wie habe ich das mein ganzes Leben nicht gemerkt?

Ich hab nur irgendwie die kleine Sorge, dass meine Augen sich an diese Tortur bei Hr. G immer mehr an die Prismen gewöhnt hat. Denn ich hatte irgendwie immer das gefühl das ich mit meiner Brille ohne Prismen besser sehe als mit dem ganzen Prismen kram ;(


 
Veröffentlicht : 29.09.2005 21:58
 cs1
(@cs1)
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Hallo merlin, jedes Prisma und auch jedes Brillenglas erzeugt Abbildungsfehler und Farbsäume, da diese Probleme nur mit komplexen optischen Systemen abgefangen werden könnten. Diese würde man aber wohl dauerhaft kaum auf der Nase tragen wollen.
An diese Fehler gewöhnt man sich in der Regel relativ schnell, Farbsäume sind bereits nach kurzer Zeit verschwunden.
Es bleibt mit prismatischen Gläsern eine gewisse besondere Empfindlichkeit bei Kontrast- bzw. Grundfarben, z.B. blaue Schrift auf rotem Grund.
Entscheidend sollte für dich sein, ob die Beschwerden ohne Prismen größer sind als mögliche "Nebenwirkungen" der prismatischen Korrektion.
Es ist wahrscheinlich, dass sich bei Vorliegen einer Winkelfehlsichtigkeit die Sehleistung mit prismatischen Gläsern durch das sich dann einstellende beidäugige Sehen im zentralen Bereich der Netzhaut erheblich verbessert.
Insofern sollte man nicht nur an mögliche nachteilige "Nebenwirkungen" der Prismengläser denken, sondern auch an den Gewinn im Sehen und an ein Ende möglicherweise vorhandener Beschwerden.
Grüße sendetcs


 
Veröffentlicht : 29.09.2005 22:39
(@merlin)
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Hallo CS,da hast du völlig recht. Ich denke auch das ich das auch wenns mit Sicherheit ne menge Kohle kostet mal ausprobiere...
Ich habe mich erst vor zwei Wochen damit langsam angefangen zu beschäftigen. Das ganze Thema ist teilweise so difus und jeder sagt irgendwie was anderes...
Und um diesese Sache irgendwie besser einschätzen kann und weiß worauf ich mich da einlasse - ist es super das Ihr nen bischen von euren Erfahrungen berichtet...
Mal na andere dumme frage Sind 15 Prismen "viel". Viel ist alles relativ Aber bis wohin kann man eine Prismenbrille tragen?


 
Veröffentlicht : 30.09.2005 08:49
(@Monoxid)
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Hallo Merlin!

ZitatOriginal erstellt von merlin
Mal na andere dumme frage Sind 15 Prismen "viel". Viel ist alles relativ Aber bis wohin kann man eine Prismenbrille tragen?

Als Brille sind 15 Prismen vermutlich noch erträglich, auch wenn die Gläser außen entsprechend dicker werden. Das hängt auch von deiner Kurzsichtigkeit ab. Dein Optiker sollte dir dies mithilfe eines Computerprogrammes simulieren können.

Wenn G. von "mehr als 25 Prismen" spricht, solltest du dich darauf gefasst machen, über kurz oder lang an eine Operation zu denken, wenn du den WF-Weg gehen willst. Das setzt natürlich voraus, dass es dir wirklich hilft, ansonsten besteht freilich immer noch die Möglichkeit, die Notbremse zu ziehen und auszusteigen.

Üblicherweise empfiehlt man OPs ab einem stabilen Wert von ungefähr 20 Prismen. In seltenen Fällen schießen die Werte jedoch unsanft in die Höhe, so dass ab Werten von 40 und mehr eine Einleitungs-OP fällig wird.

Wenn's dich interessiert Bei meiner Prismenbrille bemerke ich solche "Farbsäume" nur, wenn ich gezielt danach suche. Hinzu kommen leichte Verzerrungen, an die man sich aber rasch gewöhnt. Geblieben ist indes die Farbenstereopsis Die verschiedenfarbigen Teile eines Parken-Verboten-Schildes etwa (roter Rand mit Strich auf blauem Grund) erscheinen für mich klar räumlich versetzt.

Monoxid


 
Veröffentlicht : 30.09.2005 12:18
(@merlin)
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Ich hab einen Termin nächsten Mittwoch mit meinem Optiker. Er meinte bereits am Telefon, dass er mir maximal 4 Prismen pro Auge verpassen möchte. Ich denke mehr wird er mir am Mittwoch sagen. Nur für mich stellt sich echt die Frage Wer hat nun recht, er mit insgesamt 8; Dr. G. mit verschriebenen 15 oder gesagten über 25?! Alles schon komisch.

Ich das ist teilweise wirklich so merkbar - na dann wird das ja lustig Zwinkert
Wenn es mir hilft besser zu sehen und keine Kopfschmerzen oder sogar die Nackenprobleme los zu werden nehme ich sowas gern in Kauf. Und ob ich dann wirklich ohne nach einer Seite total erschöpft zu sein ein Buch freiwillig lesen kann? Das wäre zu schön um war zu sein.

Und wenn es mir Hilft habe ich, bis auf die Kohle, kein Problem mit ner OP. Nur ich frage mich echt wie die das machen wollen - aber dazu kommt es ja noch nicht

Vielen Dank für deine Beschreibung, das hilft mir ungemein - so langsam beginne ich immer mehr von diesen nebolösen Thema zu verstehen


 
Veröffentlicht : 30.09.2005 12:31
(@Paul-Gerhard-Mosch)
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Hallo, Merlin

ein AO der Dir bei diagnostizierten 25 Prismen, eine Brille mit acht Prismen max. anfertigen will, ist kein Spezialist in MKH.

Entweder handelt er nach Verordnung des Augenarztes. (15.0 cm/m Gesamtwirkung) oder er wird selbstverantwortlich tätig (nur auf Dein Verlangen hin). Dann sollte er aber die Messlatte einer Versorgung niemals vorab auf max. acht Prismen begrenzen. Wenn er dies tut, solltest Du seine Kompetenz für Deine WF infrage stellen. Jedenfalls würde es wohl eine Brille, mit entsprechend veranschlagten Kosten, zuviel.


 
Veröffentlicht : 30.09.2005 14:50
(@merlin)
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Hallo,

danke für das Ehrliche Wort - genau das denke ich eben auch. Ich werde mit Ihm das also auch am Mittwoch (Termin beim Optiker) auch besprechen.
Nur die Frage die ich mir stelle, warum hat Hr. G. mir gesagt das ich über 25 Prismen bräuchte aber er "erstmal" mir nur 15 verschreibt. Wenn es so ist, das man sich "langsam" an höhere Prismen genpricht wäre es doch auch nicht verkehrt erst mit 8 und dann erst mit 15 zu starten, oder?


 
Veröffentlicht : 30.09.2005 15:13
(@Monoxid)
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Hallo Merlin!

Mir hat der Doc auch erst eine Brille mit "nur" 20 Prismen verordnet, weil er meinte, höhere Werte ließen sich nicht vernünftig in eine Brille quetschen und dann traue man sich nicht mehr, damit Auto zu fahren... Ich habe später nochmal telefonisch nachgehakt, um mir die gesamten 25 (beziehungsweise irrtümlich sogar 32) aufs Rezept packen zu lassen (genützt hat's aber eh nichts, da sich die Verunsicherung bislang hartnäckig weigert, dafür zu zahlen).
Tatsächlich habe ich aufgrund des kleinen Gestells und dem dicken Glasrand doch ein etwas eingeschränktes Sichtfeld. Zumindest in stark überlaufenen Fußgängerzonen tauchen ständig Leute aus dem Nichts auf, was mich etwas unsicher macht; wie's mit dem Autofahren geht, kann ich mangels praktischer Möglichkeit nicht einschätzen. Aber soooo wild ist das nicht.

Bleibt nur die Frage, wie jemand reagiert, wenn er von einer Brille zur nächsten auf einmal ein sattes Prisma bekommt.

Monoxid


 
Veröffentlicht : 30.09.2005 22:27
(@merlin)
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Hallo,

uff das hab ich ja noch gar nicht so recht bedacht. Durch das Prisma ergebis sich ja logischerweise ein gewisser Toter :wink:el. Hmm hehe das wird mit Sicherheit sehr interesant...

Gibt es denn irgendwelche Gesetzliche Bestimmungen, die vorgeben das man ab einer gewissen Prismenstärke nicht mehr Fahren darf?

Apropos Versicherung Zahlt die normale Krankenkasse eigendlich dazu was oder darf ich schon mal nen Kredit aufnehmen? Gibt´s ne Hausnummer mit was ich beim Optiker rechnen muss?


 
Veröffentlicht : 30.09.2005 22:37
(@Paul-Gerhard-Mosch)
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Hallo, Merlin

wenn ich 25.o cm/m als Erstwert gemessen hätte, würde ich diesen Wert nur in sehr seltenen Fällen sofort geben.

Nur wenn ich sicher wäre, dass die Brille spontan sehr positiv wirkt (dann wäre der Messwert aber sehr rasch gefunden worden), ist der 25-er Endmesswert sofort zu gebrauchen und kann umgesetzt werden. Sollte ich den Wert ermittelt haben, wäre es mir aber wichtiger, den Kunden ohne Versorgung erst zum Facharzt zu schicken (wegen absehbarer OP, wie hier geschehen). Den Wert des Facharztes zu verringern macht dagegen nur Sinn, wenn dieser eindeutig zu hoch liegen würde!

Ansonsten ist man gut beraten, ca. einen 2/3 Wert als Erstversorgung bei solch hohen Messwerten zu nutzen. Gut abgestimmt (in der Messung) findet sich hier allermeist ein guter Kompromiss, zwischen dem gefundenen vorläufigen (!) Maximalwert und einer Korrektion, an die sich der Kunde noch einigermaßen schnell eingewöhnen kann. Ganz wichtig bleibt Beratung und Demonstration, möglichst an Brillenbeispielen, um individuell das benötigte Kundenverständnis zu bewirken.

Bei einer Versorgung unter die Hälfte des ermittelten Messwertes zu gehen, ist (wenn überhaupt) jedenfalls nur eine sehr kurzzeitige Hilfe. Auch dies muss fachlich klar vermittelt werden.

Längerfristig ist jedoch die Korrektion gut, die dem OP-Wert möglichst nahekommt. Brillen von 25 bis 35 cm/m sind durchaus noch tragbar. Diese sollte besser auch vor einer OP über mindestens drei Monate getragen werden. Die Phase nach einer OP wird dadurch viel besser vorbereitet.

Deshalb kann ich Dr. Gorzny unter den genannten Parametern erstmal voll zustimmen. Allerdings darf man nicht meinen, jeder abgeschwächte Wert ist verträglich und richtig. Auch hier hat der Prüfer sehr verantwortlich den entgültigen Brillenkorrektionswert zu ermitteln.


 
Veröffentlicht : 30.09.2005 23:08
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