Bin durch Zufall auf dieses Forum getroffen und habe mich schon ein bißchen eingelesen.
Muß sagen das es wirklich sehr kompetente Antworten gibt.
Nun zu meinen Problem.
Ich wurde Anfang 89 am linken Auge schieloperiert. Es waren ca. um die 38 Grad (Strabismus convergens)
Mutmaßlich war ich ein sogenannter Spätschieler. Mit ca. 4 Jahren fing ich an zunächst intermittierend zum Innenschielen.
Im Laufe der Zeit war es immer so das das Innenschielen immer im Laufe des Tages zunahm.
Präoperativ zeigte ich allerdings keine Tendenz zu Diplopie da ich wahrscheinlich eine Supression aufbaute.
Postoperativ hatte ich für einige Zeit Doppelbilder die sich allerdings rasch besserten bzw. verschwanden.
Nach Jahren auf einmal begann ich eine Diplopie intermittierend zu zeigen, die dann allerdings wieder für Wochen!! verschwanden.
In letzter Zeit kamen die Doppelbilder dann allerdings in gewissen Blickrichtungen bei der Dextroversion stärker wie in der Lävoversion vor. Am stärksten waren sie allerdings beim Aufblick.
Der Schielwinkel betrug jetzt 11 Grad.
Anfang des Jahres bekam ich als Versuch eine Brille verordnet mit einer Prismenfolie die ich sehr gut vertrug da die Diplopie komplett verschwand. Bagoline Test sowohl in der Nähe als auch in der Ferne gekreuztes Licht ohne Suppresion bzw. keinerlei Abweichung
Vor ca. 3 Wochen wurde ich nun operiert.
Fadenoperation mit Rücklagerung und Resektion von 3 mm am rechten Auge.
Postoperativ zeigte sich nach Abdecken des Verbandes eine Paralellstellung in der Nähe und in der Ferne von einen Restschielwinkel von ca. 1 Grad.
Allerdings hatte ich eine Delle in der Hornhaut wodurch ich eine Augensalbe und das operierte Auge exkludiert wurde.
Nach 3 Tagen!! wurde der Verband gewechselt wobei ich dann auf einmal einen konsekutiven Strabismus aufgebaut habe.
Divergens mit 15 Grad.
Seit der Zeit nach der Operation hat sich zwar die Tendenz nach außen schon stark gebessert bekam jetzt eine Prismenfolie für beide Augen die die Augen wieder in die Paralellstellung führen soll allerdings habe ich leider öfters Doppelbilder in der weiteren Entfernung (ungekreuzt). Sie sind umso stärker je schmäller die Silhouette des Objektes ist.
Wenn sich das Objekt dann nähert verschwinden die Doppelbilder dann.
Ich habe zwar einen leichten Astigmatismus und eine Weitsichtigkeit von 0,5 Dioptrien aber die wird ja durch die Brille ausgeglichen.
Kann mir bitte wer erklären warum bei mir die Doppelbilder praktisch nur in der Entfernung auftreten?
Hallo, Walter
Du bringst eine Menge Fachwissen (Fremdworte) und etliches an persönlicher Erfahrung mit. Diese ist leider nur zum Teil positiv. Für alle die vor einer Schiel-OP stehen, zeigt ein solcher Verlauf aber sehr eindeutig die Problematik auf, die entstehen kann, wenn "kein" sauberer Prismenaufbau durchgeführt wurde. Und hier bleiben Prismenfolien für mich immer nur ein schlechter Notbehelf.
Aber nun zu Deiner Frage
Ich hoffe mit Dir mit, dass Deine Beobachtung ein eher sehr positives Zeichen ist.
- In der Nähe ist Kontrast, Kontur und Objekt auch durch die unterschiedlichen Objektabstände klarer zu unterscheiden. Es ist in jedem Fall positiv, wenn hier kein Doppelsehen auftritt.
- In der Ferne fehlt es eher an Kontrast, sind die Strukturen feiner, etc. (auch noch evtl. in Folge der OP, da Du erst seit drei Wochen operiert bist). Leider blieb ein Auge abgedeckt (ich erwähne hier einmal, das z.B. Dr. med. Wulff mittlerweile ein festes Abdecken auch schon direkt nach der OP vermeidet), so ist ein solcher Verlauf nach dieser Vorgeschichte durchaus möglich. Jetzt sollte in jedem Fall (vorerst über eine Prismenfolie), wenn möglich, für Ferne und Nähe identisch ein verträglicher Korrektionswert gefunden werden. Dieser muss die Doppelbilder beheben. Wenn richtig operiert wurde, stellt sich so das Sehsystem sicher bald auf die neuen Verhältnisse ein und diese Folie könnte entfallen. In jedem Fall würde ich nach 6-8 Wochen auch die refraktive Korrektion sehr exakt neu korrigieren, um durch die bessere Schärfe (falls möglich, deshalb "dann" auch keine Prismenfolien mehr), die Verrastung der beiden Seheindrücke zu begünstigen. Spätere Wertänderungen müssen zumindest gedanklich z.Zt. akzeptiert werden.
Ist die Korrektur (OP) gut geplant und ausgeführt worden, sollten sich die jetzigen Mängel in jeden Fall rasch abbauen lassen und es sollte sich ein zufrieden stellendes Resultat im Sehen verfestigen.
Es ist sicherlich so daß ich im Laufe der Zeit persönlich durch meine Leidensgeschichte ein gewißes Fachwissen mir autodiktatisczh angeeignet habe.
Leider ist mir dies auch schon bei Untersuchungen eher nicht so positiv ausgelegt worden wie ich dies in meinen Patientenstammblatt lesen mußte. Zitat des Orthopisten "Wirft mit Fachausdrücken um sich".
Natürlich hoffe ich ebenso das sich mein Zustand bessert.
Ich wurde zwar am R.Medialis und Lateralis operiert nur zeige ich leider, wenn ich richtig liege,sind diese beiden Augenmuskeln für den Abblick kaum oder wenig betroffen; sind ja reine Horizontalmotoren zeige ich hier gerade auch schon in der Nähe Doppelbilder.
Der Abstand der Doppelbilder vergrößert sich allerdings beim Abblick durch die Entfernung.
Dies ist sowohl jetzt mit der Brille als auch ohne der Brille.
Auch jetzt beim Schreiben dieses Threads ist es so.
Da ich ziemlich schnell schreibe ist es schon verwirrend, daß alles was ich schreibe ich praktisch ungekreuzte Doppelbilder sehe.
Weiters schreibst du es wäre kein sauberer Prismenaufbau gemacht worden. Wie meinst du denn das??
Es war bei mir nämlich so
Anfang des Jahres fuhr ich eben zur Sehschule und bekam eine Prismenfolie verordnet. Die habe ich zwar sehr gut vertragen nur waren trotzdem noch Doppelbilder vorhanden. Daraufhin bekam ich für mehrere Wochen stärkere Folien mit denen ich sowohl in der Nähe als auch in der Nähe beim Pagolini Test einen Parellstand aufweisen konnte.
Auf Grund dieses Ergebnises wurde eben die Operation durchgeführt wobei sich eben postoperativ ein Strabismus divergens von 15 Grad herausstellte.
Vorher wie gesagt 11 Grad Esotropie für Nähe und Ferne.
Die Orthopistin wollte mich eigentlich fast wieder reoperieren was ich aber ablehnte.
Mein Augenarzt ist wiederum überhaupt nicht der Meinung sondern ist von den konsekutiven Strabismus überhaupt nicht überrascht.
Postoperativ konnte ich z.b beim Titmus Test die Fliege das erste Mal insoweit erkennen das sie sich abhebt.
Anscheinend kann ich jetzt doch Binokularsehen was allerdings nur dadurch möglich ist, weil ich ja ein Spätschieler bin.
Die Phase wo ich zum Schielen begann ist insofern wichtig weil sich ja ein Binokularsehen schon entwickelt hat.
Wäre ich vom Strabismus in den ersten Monaten oder kurz später betroffen, hätte sich vermutlich auch postoperativ dieser nie einstellen können.
Zum Glück muß ich allerdings sagen das im Laufe meines Lebens sich die psychische Beeinflussung der Okulomotorik, durch Angst, praktisch stark gebessert hat.
Früher habe ich Schielen durch eine Art Erwartungshaltung ausgelöst.
Ich unterhielt mich mit jemanden z.b.
Plötzlich dachte ich mir, ich weiß es klingt seltsam, warum sieht der nicht, daß ich schiele und wie von Geisterhand fing ich so stark zu schielen an das oft das Gegenüber verwirrt reagierte.
Diese Phase ist allerdings nach der 1. OP am linken Auge verschwunden.
Hallo Walter,
Als Augenoptiker kann ich Dir nur sagen, dass komplexe Verhältnisse teilweise sogar über Jahre hinaus entwirrt werden, um binokularen Verhältnissen Zeit zu gewähren, sich zu stabilisieren. Gerade bei sogenannten Spätschielern zeigt sich nicht immer der ursprüngliche Fehlwert im gemessenen Winkel, da die nervale Ansteuerung gelernt hat funktionale Zusammenarbeit der Bildinformationen lieber zu unterdrücken (oder ihnen sogar bewust entgegen zu steuern). So könnten leicht auch falsche Schlüsse (Diagnosen) gezogen werden, und im schlimmsten Fall würde das auf falsche Eingriffe heraus laufen (Rück-OP).
Allerdings übersteigt dies Thema meine Kompetenz, und in einem Fall wie Deinem, wird immer ein Facharzt die Verantwortung in der Vorgehensweise übernehmen müssen.
In der Mess- und Korrektionsmethodik n. Haase (MKH) wird von hierin versierten Fachärzten durchaus das Spekrum etlicher Schielstörungen mittels in der MKH bekannter Testdias auf idealere Bildlage hin vermessen und durch Brillenlinsen (i.d.R. nicht durch Folien) korrigiert. Längerfristig erwartet man auch hier bei organisch nicht begründbaren Muskelschwächen und Fehlfunktionen eine Stabilisierung im Sehen. Nur wirklich notwendige Einleitungs-Ops´ (sehr grosse Winkel) werden vorgeschaltet. Insofern wäre Dein jetziger Zustand durchaus auch aus dem Betrachtungs:wink:el eines in der MKH geschulten Spezialisten interessant.
Es ändert sich die Betrachtungsweise
Statt auf die momentane Nerv- bzw. Muskelanspannung mit dem Restschiel:wink:el, wird Wert auf die Beurteilung vorallem von zentraler Bildbe- und verarbeitung in den Sehzentren gelegt. Diese wird durch positiv getrennte Polarisationsdias sichtbar gemacht. Gegenüber Lichtschweifgläsern, Rot- Grün- Trennern etc. wird hier besonderer Wert auf möglichst natürliche Sehtestdarbietung gelegt. (Hohe Raumhelligkeit, deshalb hinterleuchtete Objekte; mögliche Darstellung von Suppression (Abschwächung im Kontrast der Sehzeichen) und Exclusion (mögliche Ausschaltphänomene von Teilen der Testdias)) Diese werden zu optimieren gesucht, wobei die Funktionen sowohl in Ferne, als auch in der Nähe, geprüft und abgeglichen werden. Im Ergebnis könnte ein deutlich abweichener Korrektionswert zu sonstigen Messverfahren ermittelbar sein. Das würde dann z.Zt. bestehende Probleme mit erklären helfen. Das in der Umsetzung so gefundener Messwerte, statt auf Folien, auf die klareren Brillenlinsen Wert gelegt wird, kann von daher wohl verstanden werden.
Nach einem Eingriff sollten aber mind. sechs Wochen abgewartet werden, da hier durchaus schon mit den Differenzen von 1/4 cm/m Prismenwerten gearbeitet wird. Insofern stellt dies subjektive Messverfahren hoche Anforderungen an den Prüfling und Prüfer. Nur wenn beidseits zentrale Sehverarbeitung anspringt, bzw. funktioniert kann mittels diesem Verfahren eine Messung erfolgen.
Doppelbilder begünstigen zwar die spontane Testbildwahrnehmung mit beiden Augen. Hier geht es um die Fragestellung, ob es einen Korrektionswert gibt, der den bestehenden DB zur Fusion (Verschmelzung) verhilft. Gerade hier könnte dies Messverfahren durch seine Sensibilität helfen. Ob die evtl. so zu findende Fusion in sich stabil wird und dann auch in allen Entfernungen und Blickrichtungen fortbesteht, bleibt weiter zu ermitteln.
Ja soweitist es mir klar. Es ist natürlich nicht immer leicht das objektive vom subjektiven zu trennen.
Da ich vorher eine Esotropie hatte und jetzt eine Exotropie komme ich natürlich, bzw. mein Gehirn damit viel schlechter zurecht.
Es ist daraufhin nicht trainiert und kann somit nicht so umgehen.
Mein derzeitiger Istzustand stellt sich folgendermaßen da, daß das linke nicht operierte Auge eine leichte optisch in der Nähe kosmetisch nicht extrem Grundstellung nach außen hat. In der Ferne wo die Doppelbilder auftreten wird es vermutlich stärker sein. Dies kann ich selber natürlich nicht so beurteilen.
Vor der 1. OP hatte ich eher das rechte Auge als Führung benützt. Postoperativ hat sich dieser Zustand insofern geändert das das linke operierte Auge nun die Führung übernahm.
Sicherlich ist meine Sache etwas kompliziert.
Wie mir erklärt wurde, war präoperativ bei der 2. OP der M. medialis des rechten Auges zu stark angespannt dies wurde ja eben korrigiert.
Was ich nur nicht ganz verstehe als Laie.
Mit dieser Korrektur verändere ich doch das Muskelgleichgewicht des betroffenen Augenmuskels bzw. auch des nicht operierten.
Weil laut Herinig´schen Gesetz der gleichmäßigen Innervation erhalten die Augenbewegungen beider Augen die gleiche Quantität an die gleichwirkenden Muskeln beider Augen.
Z.b. bei der Dextroversion bekommt der M. lateralis des rechten Auges den gleichstarken Impuls wieder M. medialis des linken Auges.
Und ganz verstehe ich auch nicht, das obwohl nur an den Horizontalmotoren operiert wurde, beim Abblick sehr wohl noch Doppelbilder vorhanden sind, dessen Abstand zwischen gekreuzt bei ca. 70 cm anfängt, darunter keine Doppelbilder und mit Zunahme der Entfernung werden auch die Abstände der Doppelbilder größer, allerdings habe ich im Gegensatz zur präoperativen Phase vor der 2. OP keine Doppelbilder mehr beim Aufblick, weder Nähe oder Ferne.
Da ich nächste Woche aber einen Kontrolltermin habe kann ich natürlich alle meine Fragen den Orthopisten stellen.
Was würde eigentlich passieren wenn man die Folie des linken Auges so verstärkt das das Auge noch mehr wie bisher gezwungen ist eine Tendenz in die Mitte aufzubauen??
Vielleicht kann mir dies wer beantworten.
Hallo Walter,
Du gibst Dir die meisten Antworten ja schon selber und ich denke, Du hast vielfach Recht.
Lieb wäre es mir, wenn zu den verbliebenen Fragen eine Orthoptistin oder ein Arzt Stellung nimmt. Da diese eindeutig in den medizinischen Bereich zielen. (Ich kenne mich ja eher mit Bildern und Bildpositionen zueinander und ihren Korrektionen aus)
Wenn Prismen "nur" die Augen parallel halten sollen, und Bilder (Doppelbilder) damit zur "Nebensache" werden, bin ich nicht mehr der Ansprechpartner. Hier setzt eindeutig ein durchaus überlegtes medizinisch orientiertes Behandlungsmodell ein, dem augenoptisch nicht mehr gefolgt werden "darf"!
Wenn der von mir zuvor aufgezeigte (eher augenoptische) Weg keine Hilfe zuwege brächte, sind alle weiteren hier erwägten Massnahmen rein medizinisch aufgebaute und genutzte Erfahrungsmodelle (über die man dann auch dankbar sein kann, wenn sie helfen), bei denen ich selbst aber nur stiller Beobachter sein muss. Ich hoffe, Du kannst hier meine Situation (als Nichtmediziner) verstehen und mir insoweit auch folgen.
Ergänzend stelle ich gerne noch fest, dass in solchen Fällen natürlich immer zuerst auf den objektiven Winkel (Parallelstand) korrigiert wird (Covertest), bevor der subjektive Winkel aufgesucht und über MKH abgeglichen wird. Wenn dies jedoch nicht mindestens zu zentraler Verrastung (mit der Aussicht auf weitere Stabilisierungen) führt, bleibt ein augenoptischer Lösungsansatz (hier MKH im Grenzbereich) außen vor.
"Wirft mit Fachausdrücken um sich" ist ja eine Frechheit. Das hätte ich nicht wortlos hingenommen. Echt schlimm, wie über mündige Patienten geurteilt wird. Das ist ja in vielen Bereichen so.
Ich hatte auch mal einen Arztbrief, wo drin stand "Aus der längeren Eigenanamnese, Carpaltunnel-OP 2004..."
Dabei war Eigenanamnese fett gedruckt. Da frag ich mich auch was das soll, zumal das CTS ein Arzt diagnostiziert hat, aber meine SD-Erkrankung habe ich anch 4 Jahren selber diagnostiziert, weil diverse Ärzte zu doof dazu waren...hätt ich all die PSychochpillen und die Beta-Blockerchen gefuttert die die mir andrehen wollten, wäre ich jetzt vermutlich tot. Dabei mußte ich mir dann so einen Scheiß anhören wie "Nehmen Sie das mal, das ist der Mercedes unter den PSychopharmaka" und "Wenn ich mir Sie so ansehe, haben Sie nix an der Schilddrüse".
Und dann wundern sie sich, wenn man sich selber schlau macht...
Etwas ausgeufert...sorry, solche Bemerkungen regen mich auf.
Mach bloß weiter so und laß Dich nicht unterkriegen. Es geht um Deine Augen und wie Du hier siehst, gibt es auch Leute, die das zu schätzen wissen.
Ich habe inzwischen auch so eine Hausarzt gefunden, der sich meinen Instinkt zu Nutze macht. Aber man muß lange danach suchen...
Ich wünsche Dir alles Gute!
Kerstin
Ja ich habe mich wirklich sehr darüber geärgert weil ich auch den Eindruck gehabt habe das manche Ärzte es nicht wünschen wenn man sich auskennt.
Leider muß ich sagen daß sich mein Zustand in den letzten beiden Tagen subjektiv verschlechtert hat, was aber auch daran liegt, daß ich nach ca. 4 Wochen die letzten beide Tage erst wieder mit den Auto fuhr.
Vorher habe ich es mir ehrlich gesagt nicht zugemutet.
Da diese Tätigkeit hohe Anforderungen an das Auge gestellt war ich auf das Ergebnis gespannt.
Leider muß ich sagen das sich meine Befürchtungen weit übertroffen wurden.
Folgende Beobachtungen habe ich gemacht
Beim Blick in der Entfernung sehe ich entgegenkommende Fahrzeuge doppelt, mit zunehmender Näherung werden die Doppelbilder immer knapper um dann in der Nähe zu verschmelzen.
Beim Blick nach links in der Entfernung sehe ich gekreuzte Doppelbilder bei der Dextroversion ist der Abstand der Doppelbilder viel größer.
Und vielleicht kann mir wer folgendes erklären.
Wenn ich nach rechts schaue macht das linke Auge eindeutig eine Auswärtsbewegung es ist keine Sklera zu sehen das rechte Auge macht auch kaum eine bewegung nach rechts und geht ungefähr bis zur Mitte.
Das ganze umgekehrt beim Linksblick
Das rechte Auge macht eine Auswärtsbewegung das linke Auge geht nur ein kleines Stück nach links.
Vielleicht kann mir wer das schlüssig argumentieren.
In der Nähe stehten die Augen subjektiv fast orthotrop, das linke Auge mit einer leichten Tendenz nach Exo.
Hallo, Walter
kannst Du uns Dein Alter verraten? Ist denn die Einzelbeweglichkeit beider Augen monokular (einäugig) wieder voll gegeben? Läuft das Auge ruckfrei in alle Richtungen, oder bricht es aus, bzw. bleibt es hängen? Man kann dies wie bei einer doppelten H-Schaltung vor den Augen in ca. 50 cm oder sternförmig über die Mitte abfahren. Auch in beiden Richtungen kreisförmig fixierend lässt sich dies überprüfen.
Und wie ist das dann im beidäugigen Versuch? Wann bzw. wo treten Doppelbilder auf? Wird der doppelbildfreie Bereich mit der Zeit grösser? Eine Person als Prüfer kann dies mit einem kleinen Fixationsobjekt bei Dir testen und beobachten. Die Grenzen zum DB stellst Du ja selbst fest.
Im Spiegel kannst Du über einen Fixationspunkt durch Kopfdrehungen selber gewisse Teste machen.
Nun erstmal ein trotzdem schönes Wochenende.
Ich bin 38 Jahre alt. Mir kommt es eben so vor das es mir binokular nicht gelingt beim Linksblick das rechte Auge nach innen zu ziehen, es geht nach außen. Das linke Auge machte eben bei der Lävoversion eine nur leichte Bewegung in die Mitte zieht aber auch nicht nach innen. Beim Rechtsblick geht binokular das linke Auge nach außen, das rechte Auge bewegt sich kaum. Monukular ist es aber so das beim Abdecken des rechten Auges bei der Dextroversion das linke Auges sehr wohl die Bewegung nach rechts macht.
Beim Abdecken des linken Auges macht das rechte Auge bei der Lävoversion eine Bewegung nach links. Also monukular funktioniert es aber nicht binokular.
Mir kommt es vor wie wenn die Augen hängenbleiben.
Außerdem werden leider die Doppelbilder auch immer stärker in der Nähe beim Abblick.
Der erfolgreiche Versuch von gestern die Doppelbilder hierzu um Näherung das heißt näher die Augen an den Computer zu führen, funkttioniert heute überhaupt nicht mehr.
Ich hoffe es kann mir wer hierzu eine Erklärung geben.
Was ich vergaß zu erwähnen. Während das operierte rechte Auge immer mehr schön in die Mitte geht, geht das linke Auge immer mehr in eine Divergentstellung!!
Kann es sein weil es bei der 1. OP der innere Muskel des linken Auges so blockiert wurde damit er nicht mehr nach innen ziehen konnte das es jetzt durch die 2. OP mit den rechte Auge das ganze einfach nicht mehr paßt?? Vielleicht hat ja wer von euch eine Antwort.
Ich wünsche Dir, dass sich mal eine Orthoptistin zu diesen Fragen meldet. Ansonsten berichte uns doch, was sich bei Deinem schon benannten Besuch in der Sehschule ergibt.
Leider kann ich Dir hierbei nicht weiterhelfen. In jedem Fall, sollte es z.Zt. noch zu früh sein, die Bewegungsmuster als stabil zu betrachten. Das meine ich durchaus sehr positiv.
Evtl. kannst Du Dir aber die Unterlagen über die bisherigen Eingriffe besorgen, und einen neutralen Facharzt aufsuchen. Da Du in Österreich lebst (at), weiß ich, dass es dort auch Fachärzte gibt, die die MKH praktizeren. Andererseits kenne ich Probanten, die auch aus Österreich nach Deutschland (z.B. zu Dr. Wulff) fuhren.
Werde ich einmal probieren. Was hat es denn bitte mit die MKH auf sich?? Was ist das??
So möchte jetzt von meiner dieswöchigen Untersuchung berichten.
Leider ist diese so negativ gewesen wie ich ja selber leider rechnen mußte.
Es ist ja mit jeden Tag der letzten Woche immer schlechter geworden.
Ich hatte jetzt bei der Untersuchung am linken Auge, rechtes Auge wurde operiert!! (Esotropie 11 Grad)einen Strabismus divergens aufgebaut. Das linke Auge wich schon so stark nach außen ab das ich mich bereits im Spiegel doppelt sah!!
Der Linksblick war durchaus noch möglich nur beim Rechtsblick hatte ich den Eindruck ich wäre am linken Auge schon blind, so schlecht war es schon mit der Diplopie.
Ganz zu schweigen von der Entfernung wo das linke Auge in solch starken ungekreuzten DB überging die wahrlich eine Katastrophe waren.
Trotz Prismenbrille!!
Nun habe ich allerdings das Problem, ich weiß es kann mir hier wirklich niemand weiterhelfen das ich in ca. 8 Wochen noch einmal operiert werden muß, weil laut Orthopitistin der Zustand sich keinesfalls bessern kann.
Laut ihrer Aussage kann der Zustand sich bei Verzicht des jetzt schon zu schwachen Prisma sich nur noch weiter verschlechtern.
Ich habe jetzt eine neue Prismenfolie bekommen. 15 Prismendioptrien mit Basis Nasal auf den linken Auge mit den ich super zurecht komme.
Ich habe sowohl in der Nähe/Ferne keinerlei Doppelbilder und beim Bagolini Test N/F einen vollkommenen Parallelstand.
Sensorisch spreche ich, aufgrund des unbedingten Wunsches nicht zu schielen und andererseits unbedingt auch das beidäugige Einfachsehen zu nutzen sehr gut darauf an.
Allerdings habe ich das erste Mal,auf Grund der postoperativen Ereignisse schon jetzt wahnsinnige Angst.
Vor allem habe ich natürlich wieder davor Angst das ich vielleicht dann eine konsekutive Esotropie aufbaue.
Entschieden ist zwar noch nicht wie die Operation verlaufen soll. Kombinierte Operation, nur Externus aber natürlich auf Grund der Vorgeschichte ist mir schon jetzt nicht ganz wohl bei den Gedanken.
Verstärkt allerdings durch meinen Augenarzt der mich leider immer nur sehr kurz untersucht und genau eine dimentrale Meinung zu meiner Krankheitsgeschichte hat.
Ich möchte allerdings zu keinen Dritten gehen, was ist dann wenn der noch einen anderen Zugang zu meinen Strabismus hat.
Leider bin ich schon total verunsichert und weiß selber nciht mehr was ich machen soll.
Es ist z.b. so daß ich wenn ich die Prismenbrille runtergebe zunächst kurz DB habe dies aber durch meine Fusionskraft nach ganz kurzer Zeit kompensieren kann.
Laut Orthopitistin kann ich dies allerdings nicht über längere Zeit aufrechterhalten.
Manchmal habe ich leider die Angst egal wie ich mich entscheide immer das falsche machen werde.
ZitatOriginal erstellt von walter55
Kann mir bitte wer erklären warum bei mir die Doppelbilder praktisch nur in der Entfernung auftreten?
Ja, kann man.
Erst einmal Zunahme der Doppelbilder beim Abblick vor OP zeigt auf einen größeren Nah:wink:el hin, oder auch auf einen wesentlich kleineren. Da aber eine Myopexie (Faden-OP) gemacht wurde, war es ein größerer Nah:wink:el als ein kleinerer. Die größere Esotropie in der Nähe konnte nicht mehr fusioniert werden. Denn Fusionssehen besteht immer wenn Doppelbilder bei Strabismus angegeben werden. Sonst alterniert man brav und nichts mit Doppelbildern. Einseitige Faden-OP's mit Rücklagerung am medialis und Resektion am lateralis bringen häufig Motilitätseinschränkungen. Deswegen sollten Myopexien immer binokular durchgeführt werden. Es war wohl ein wenig zu viel des guten. Dafür spricht, das mit Prismenfolie in der Ferne homonyme (ungekreuzte) Doppelbilder vorhanden sind, in Nähe nicht. Die Folie ist auf die Nähe ausgelegt. Warum? Keine Ahnung. In Nähe damit bei konsekutiver Exotropie mit Folie keine Einstellbewegungen, keine Doppelbilder, in Ferne aber ein Überschießen in die konvergente Augenstellung mit entsprechenden Doppelbildern. Die Konvergenzreaktion ist wegen der einseitigen Faden-OP wohl eingeschränkt. Ich lehne mich hiermit weit, weit aus dem Fenster. Aber anders kann ich mir das sonst nicht erklären.
Wie gesagt alles unter Vorbehalt. Ich hoffe, sie können damit etwas anfangen.
ZitatOriginal erstellt von walter55
...zeige ich hier gerade auch schon in der Nähe Doppelbilder.
Der Abstand der Doppelbilder vergrößert sich allerdings beim Abblick durch die Entfernung.
Dies ist sowohl jetzt mit der Brille als auch ohne der Brille.
Auch jetzt beim Schreiben dieses Threads ist es so.
Da ich ziemlich schnell schreibe ist es schon verwirrend, daß alles was ich schreibe ich praktisch ungekreuzte Doppelbilder sehe.Erst waren die Doppelbilder in der Ferne, nun in der Nähe. Wo sind sie nun?
ZitatOriginal erstellt von walter55
In der Ferne wo die Doppelbilder auftreten wird es vermutlich stärker sein. Dies kann ich selber natürlich nicht so beurteilen.
Also doch Doppelbilder in der Ferne.
Wie mir erklärt wurde, war präoperativ bei der 2. OP der M. medialis des rechten Auges zu stark angespannt dies wurde ja eben korrigiert.
Das ist so. Wobei das für beide medialis zutrifft.
Weil laut Herinig´schen Gesetz der gleichmäßigen Innervation erhalten die Augenbewegungen beider Augen die gleiche Quantität an die gleichwirkenden Muskeln beider Augen.
Korrekt.
...allerdings habe ich im Gegensatz zur präoperativen Phase vor der 2. OP keine Doppelbilder mehr beim Aufblick, weder Nähe oder Ferne.
Im ersten Beitrag war von Doppelbildern präoperativ die Rede. Ich bin jetzt doch ein wenig verwirrt. Wenn Doppelbilder jetzt bei Abblick, dann sind unterschiedliche Fern-Nah:wink:el eher dafür verantwortlich. Aber warum dann eine Myopexie? Das verstehe ich jetzt absolut nicht mehr.
Was würde eigentlich passieren wenn man die Folie des linken Auges so verstärkt das das Auge noch mehr wie bisher gezwungen ist eine Tendenz in die Mitte aufzubauen??
Vielleicht kann mir dies wer beantworten.Nichts. Oder nicht viel. Die Folie hat keinen Einfluss auf die Motilität nur auf die Ablenkung des Bildes auf die Fovea.
ZitatOriginal erstellt von walter55
Beim Blick nach links in der Entfernung sehe ich gekreuzte Doppelbilder bei der Dextroversion ist der Abstand der Doppelbilder viel größer.
Erst waren sie ungekreuzt, jetzt sind sie gekreuzt.
Das wird mir einfach zu unsystematisch. Es ist wirklich schwer dem zu folgen. Und ohne eine korrekte Beschreibung kann man alles einfach nicht nachvollziehen und daher auch nicht bewerten. Das geht nicht.
Und vielleicht kann mir wer folgendes erklären.
Wenn ich nach rechts schaue macht das linke Auge eindeutig eine Auswärtsbewegung es ist keine Sklera zu sehen das rechte Auge macht auch kaum eine bewegung nach rechts und geht ungefähr bis zur Mitte.
Bei einer Auswärtsbewegung des linken Auges bei Rechtsblick ist sehr wohl sehr viel Bindehaut zu sehen. Nämlich innen.
Es sieht wie eine sekundäre "Parese" aus.
Ich würde gerne helfen, aber bei dem Wirrwarr an Informationen ist mir das unmöglich.
So zunächst möchte ich einiges zu den Erklärungen von @AgnesMaria abgeben.
Stichwort Doppelbilder nur in der Ferne.
Zunächst hatte ich präoperativ nur Doppelbilder in der Entfernung ungekreuzt.
Während ich in der ersten Stunde nach Entfernung des Verbandes 1 Grad Abweichung gehabt habe, waren es nach der zweiten Untersuchung vier Stunden später 7 Grad.
Nach den mir das operierte rechte Auge für drei Tage!! abgedeckt bedingt durch eine Delle auf der Hornhaut hatte ich dann auf einmal eine Abweichung von 15 Grad Exo auf dem linken Auge!!
Später daheim besserten sich zunächst die Doppelbilder dann aber nahmen sie auch in der Nähe zu.
So konnte ich mich bereits im Spiegel bei einer relativen kurzen Distanz doppelt sehen.
Laut meiner Orthopitistin ist aber der Schiel:wink:el in der N/F praktisch gleich.
Was für mich das ganze nicht leicht macht ist natürlich die divergente Aussagen einerseits meiner Orthopitistin und andererseits meines Augenarztes.
Ich war jetzt am Freitag bei ihm und er sagte mir folgendes als ich ihm von einer neuerlichen Operation erzählte.
Speziell der Umstand das ich nach der neuerlichen Untersuchung im Spital es indiziert ist, nochmals operiert zu werden, erstaunt ihm einerseits und andererseits wäre dies völlig kontraproduktiv.
Es wäre deswegen nicht sinnvoll weil sich aus seiner Sicht an der Augenstellung noch etwas ändern würde.
Im Gegensatz dazu steht die Untersuchung des Spital die auf die Exoabweichung des linken Auges hinweist die schon so groß ist das sich hierzu nichts mehr zum positiven ändern könnte.
Mein Doktor weist mich aus seiner Sicht auf folgende Punkte hin.
Eine Reoperation wäre aus folgenden Punkten nicht sinnvoll
- Rückkehr in der vor der 2. Operation bestandenen Winkel.
- bzw. eine noch größere Esotropie
Bei der Untersuchung durch meinen Arzt sah er sich zunächst meine Brille an und meinte angesprochen auf meine Augenstellung.
Was will man denn hier operieren?? Sie zeigen ja eine völlige Paralellstellung.
Auch die Exklusion abwechselnd mit den rechten oder linken Auges bzw. wenn er dies auch länger probierte brachte keine Einstellbewegung.
Ihm Gegensatz eben zu meiner Orthopitistin könnte ich auch ohne Brille die eine permanente Konvergenzanstrenzung durch das Prisma hervorruft auch ohne ihr paralell sehen.
Somit wäre eine Operation völlig kontraindiziert würde nur ein neuerliches Schielen hervorrufen, also eine völlige diamentrale Meinung dazu.
Nun ist es das ich seit den Tragen der Prismenfolie (15 Prismendioptrien Basis Nasal)folgende Beobachtungen gemacht habe.
Wenn ich die Brille runternehme, ich mache das eben auf Anraten der Orthopitistin nur ganz kurz, habe ich sowohl in der Nähe ganz kurzfristig Doppelbilder und in der Ferne dauert es etwas länger auch Doppelbilder.
Allerdings kann ich diese dann sofort fusionieren und für die kurze Zeit wo ich die Brille nicht trage sehe ich auch nicht doppelt.
Die Augenstellung sieht optisch im Spiegel sehr gut aus und hat sich seit den Tragen der Prismenbrille so ausgewirkt das das linke nicht operierte Auge sich immer mehr von außen in die Mitte bewegt hat.
Schwer natürlich als Patient ist zu beurteilen wenn einerseits einer Operation als indiziert angesehen wird, andererseits als kontroproduktiv.
ZitatOriginal erstellt von walter55
So zunächst möchte ich einiges zu den Erklärungen von @AgnesMaria abgeben.
Stichwort Doppelbilder nur in der Ferne.
Zunächst hatte ich präoperativ nur Doppelbilder in der Entfernung ungekreuzt.Nur, damit wir uns richtig verstehen Doppelbilder vor der OP? Ja. Nur in Ferne? Ja. Ungekreuzt? Ja.
Sollte das so sein, dann war der Fern:wink:el größer, denn Diplopie, und der Nah:wink:el geringer, denn keine Diplopie. Was bei einem Innenschielen wirklich sehr, sehr ungewöhnlich ist. Denn dann würde man nie an eine Myopexie nur denken. Es gäbe ja keinen Grund dafür.
...hatte ich dann auf einmal eine Abweichung von 15 Grad Exo auf dem linken Auge!!
Später daheim besserten sich zunächst die Doppelbilder dann aber nahmen sie auch in der Nähe zu.Ob nun rechts oder links Außenschielen hat nach der OP am rechten Auge nicht viel zu sagen. Das rechte hatte in Schonhaltung nach der OP verharrt. Wenn ich das linke Auge abdecke wird das rechte unter Garantie außen stehen. Man schielt nicht nur mit den Augen, sondern mit dem Gehirn. Ist so eine Sache die man über all den Problemem außer acht läßt.
Zitat
So konnte ich mich bereits im Spiegel bei einer relativen kurzen Distanz doppelt sehen.
Laut meiner Orthopitistin ist aber der Schiel:wink:el in der N/F praktisch gleich.Wenn es denn so ist, müßten die Doppelbilder in allen Entfernungen in gleichen Abständen vorhanden sein.
Zitat
Es wäre deswegen nicht sinnvoll weil sich aus seiner Sicht an der Augenstellung noch etwas ändern würde.
Im Gegensatz dazu steht die Untersuchung des Spital die auf die Exoabweichung des linken Auges hinweist die schon so groß ist das sich hierzu nichts mehr zum positiven ändern könnte.Ich sehe das hier genauso wie ihr behandelnder Augenarzt. Es kann sich tatsächlich noch was ändern. Aber nicht mit einer Folie die den vollen Wert der Abweichung korrigiert. Mein "Krisenmanagement" aus Erfahrung würde folgendermaßen an die Sache gehen Zuerst Korrektion mit Folie bis die Doppelbilder nicht mehr wahrgenommen werden, also der geringste noch tolerierbare Wert ohne Diplopie zu verursachen und dann die Folie in den Werten langsam abschwächen bis man irgendwann hoffentlich keine mehr braucht.
Ich habe schon Sachen erlebt. Vor kurzem hat eine kleine Patientin von mir zuerst versteckt nach innen geschielt mit 30 cm/m. Es wurde operiert und sie stand nach Abnahme des Verbandes 30cm/m nach außen. Der Stationsärztin ist das Herz in die Hose gerutscht. Am nächsten Tag war alles wieder gut.
Ferne absolut parallel und in der Nähe ein Restwert von 1cm/m. Manchmal kann das ein paar Tage dauern. Manchmal sogar Wochen bis sich der endgültige Befund einstellt. Deswegen jetzt sofort zu reoperieren würde ich nicht tun. Das kann man immer noch.
Ich würde hier wirklich zum Abwarten tendieren. Was verpasst man wenn man es nicht tut? Nichts. Nur die Folie kann stören. Was kann man mit einer zu schnellen Re-OP anstellen? Viel. Es handelt sich bei Ihnen ja nicht um eine "Winkelfehlsichtigkeit" sondern um echtes Schielen. Immer eingedenkt dessen.
Zitat
Mein Doktor weist mich aus seiner Sicht auf folgende Punkte hin.
Eine Reoperation wäre aus folgenden Punkten nicht sinnvoll- Rückkehr in der vor der 2. Operation bestandenen Winkel.
- bzw. eine noch größere EsotropieJa, ist möglich. Operieren würde ich sofort wenn tatsächlich die Augenbeweglichkeit stark eingeschränkt ist. Dann denke ich an ein "etwas zuviel des Guten" und an eine anoperierte Parese. Dann muss revidiert werden. Aber wieviel und was das ist im Einzelnen wirklich von dem Befund abhängig. Ich habe sie nicht hier vor Augen, ich kenne die Untersuchungsergebnisse nur von Ihren Erzählungen. Auch der OP-Bericht wäre mehr als hilfreich. So gesehen, alles was ich Ihnen hier so schreibe sind keine Diagnosen und Therapien die wirklich zutreffen müssen sondern _immer_ nur Vermutungen. Auch das mal zur Klarheit.
Bei der Untersuchung durch meinen Arzt sah er sich zunächst meine Brille an und meinte angesprochen auf meine Augenstellung.
Was will man denn hier operieren?? Sie zeigen ja eine völlige Paralellstellung.
Auch die Exklusion abwechselnd mit den rechten oder linken Auges bzw. wenn er dies auch länger probierte brachte keine Einstellbewegung.
Ihm Gegensatz eben zu meiner Orthopitistin könnte ich auch ohne Brille die eine permanente Konvergenzanstrenzung durch das Prisma hervorruft auch ohne ihr paralell sehen.
Somit wäre eine Operation völlig kontraindiziert würde nur ein neuerliches Schielen hervorrufen, also eine völlige diamentrale Meinung dazu.Wenn keine Einstellbewegungen da wären würden sie ja nicht doppelt sehen. Nicht wahr? Also, das covern beherrscht er nicht besonders, ihr lieber Doc. Doch sonst. Meine Meinung ist auch diamentral zu der ihrer Orthoptistin und ihres Spitals.
Zitat
Nun ist es das ich seit den Tragen der Prismenfolie (15 Prismendioptrien Basis Nasal)folgende Beobachtungen gemacht habe.
Wenn ich die Brille runternehme, ich mache das eben auf Anraten der Orthopitistin nur ganz kurz, habe ich sowohl in der Nähe ganz kurzfristig Doppelbilder und in der Ferne dauert es etwas länger auch Doppelbilder.
Allerdings kann ich diese dann sofort fusionieren und für die kurze Zeit wo ich die Brille nicht trage sehe ich auch nicht doppelt.
Die Augenstellung sieht optisch im Spiegel sehr gut aus und hat sich seit den Tragen der Prismenbrille so ausgewirkt das das linke nicht operierte Auge sich immer mehr von außen in die Mitte bewegt hat.
Schwer natürlich als Patient ist zu beurteilen wenn einerseits einer Operation als indiziert angesehen wird, andererseits als kontroproduktiv.Na, wenn sie die Doppelbilder fusionieren können, dann sollten die Prismenwerte langsam heruntergeschraubt werden. So wie ich schon beschrieb. Dann immer wieder etwas warten und weiter weniger tragen etc.pp. Es braucht etwas Geduld. Das hat nicht jeder. Es muss trotzdem sein.
Vieles von dem was sie geschrieben haben ist mir klar.
Leider habe ich mich am Amfang leider gleich geirrt.
Ich schriebe das ich präoperativ nur Doppelbilder in der Entfernung gehabt habe.
Das stimmt leider so nicht.
Es war postoperativ, also nach der Operation so.
Dadurch kamen sie zum Schluß das man an eine Myopexie nie denken könne.
Bin mit den Begriffen prä und postoperativ durcheinander gekommen.
Die Abweichung von 15 Grad Exo auf dem linken Auge ist mir klar, ebenso das sicherlich der nicht gerade günstige Umstanden des Abdeckens des rechten Auges.
Auch das mit den Gehirn scheint mir insofern plausibel weil ja eine OP an ihn neue Anforderungen stellt.
Das mit den DB im Spiegel deckt sich mit ihrer Aussage das der N/F Winkel gleich ist..
Zu der Aussage was die Augenstellung zukünftig betrifft da fangen ja eben die unterschiedlichen Meinungen an.
Bekanntlich nimmt der Schiel:wink:el ja teilweise sowohl bei einer Exo- als auch bei einer Esoabweichung nach einer Operation.
Allerdings auch eine Abnahme divergenter Überkorrektionen.
Mein Arzt meinte ich solle die Prismenbrille ganz weglassen, was mir nicht sinnvoll erschien, dies ganz plötzlich und unvermittelt zu tun.
Die Idee unabhängig von ihnen die Prismenbrille abzuschwächen schien mir persönlich auch eine Möglichkeit.
Dazu meint meine Orthopistin darauf angesprochen.
Ein Weglassen bzw. eine Abschwächung mit den Ziel auf das Prisma vielleicht einmal gänzlich verzichten zu können hält sie nicht für vernünftig.
Weil der Schiel:wink:el der jetzt noch vorhanden ist, wäre zu groß.
Bzw. könnte ich nicht, über längere Zeit die zur Verhinderung von Doppelbildern notwendige Konvergenzanstrengung aufrechterhalten. Dazu wäre ich schon zu alt.
Es ist auch klar wie sie geschrieben, das mangels Diagnosen sie ja nur Vermutungen anstellen können.
Wobei ich mich frage wie eine solche Operation aussehen müßte, wenn ich z.b. zumindestens an einen Internus nichts mehr machen kann, weil dieser so hat sich mein Orthopistin ausgedrückt dieser blockiert wurde.
Eine Frage abschließend hätte ich noch.
Der Augenarzt machte mit mir den sogenannten Schober Test. Ich bekam von das rechte Auge das Dunkelrotglas, bzw. vor dem linken Auge das grüne Glas.
Mit Brille hatte ich eine korrekte Überlagerung d.h. das rote Kreuz befand sich in der Mitte der konzentrischen Kreise.
Das würde doch eine Orthophorie bedeuten?
Ohne Brille konnte ich zwar auch die Figuren sehen, sprich ich hatte weder ein Exklusion rechts oder links sah aber das rote Kreuz links gleichzeitig mit den grünen Kreisen.
Was bedeutet dies??
Mein Augenarzt hat seinen eigenen Humor. Angesprochen auf die unterschiedlichen Aussagen, OP ja bzw. sinnlos, meinte er nur, ich bin ja noch jung, man könne ja auch eine neuerlich Operation wieder rückgängig machen.
Ferne absolut parallel und in der Nähe ein Restwert von 1cm/m. Manchmal kann das ein paar Tage dauern. Manchmal sogar Wochen bis sich der endgültige Befund einstellt. Deswegen jetzt sofort zu reoperieren würde ich nicht tun. Das kann man immer noch.