Hallo ihr Lieben.
Ich bin 26 Jahre alt und an sich kurzsichtig. Weil ich in letzter Zeit weder in Ferne noch in der Nähe gut sehen konnte, war ich beim Augenarzt. Zudem habe ich starke Augenschmerzen, die beim linken Auge schlimmer sind.
Nun habe ich folgende Probleme
1. Dort wurde zunächst am automatischen Augenmessgerät eine Sehstärke von
R -5.75 und L von 5.50 ermittelt. Danach bekamm ich Tropfen in die Augen und die Pupillen wurden erweitert. Die Messung am automatischen Messgerät ergab
R -5.50 und L -5.00.
Ich bekam ein Brillenrezept für die zuletzt genannten Werte. Meine aktuelle Brille hat die Werte R -5.50 und L -4.75. Als ich mir beim Optiker das linke Glas auf -5.00 wechseln wollte, maß dieser nach und kam wieder auf die Werte der untegtropften Augen. Er meinte, dass ich zumindest beim linken Auge mit dem - 5.00 Glas zu schlecht sehe. Außerdem sei eine automatische Messung zu ungenau, mann müsse nachmessen.
Welche Werte sind denn für die Brille maßgeblich, die von getropften oder vom ungetropften Auge?
2. Wegen dem schlechten Sehen in der Nähe, insbesondere beim Lesen, soll ich eine Nahbrille mit R -5.0 und L -4.5 bekommen.
Werden davon die Augenschmerzen oder kann das noch andere Ursachen haben?
Sollten ich noch weitere Untersuchungen machen lassen?
Woher kann es denn kommen, dass ich mit 26 Jahre schon Altersweitsichtigkeit habe? Fühle mich von meinem Arzt nicht gut beraten.
Vielen Dank für eine Antwort schon im voraus!
Gruß, Tina
Hallo tinilein
Nur kurz zu deiner Alterssichtigkeit (Prespyopie)
Die Fähigkeit des Auges sich auf die Nähe einzustellen nennt der Fachmann/frau Akkommodation (kurz Akko). Wenn man als Brillenträger ein Objekt in der Nähe durch die Brille ansieht, siehst du nicht das Objekt, sondern das Bild davon.
Da die "kurzsichtigen Brille" das Bild allerdings weiter weg abbildet, als das Objekt in der Wirklichkeit ist, ist der Akko-Aufwand von Kurzsichtigen geringer als von Normalsichtigen. Um so kurzsichtiger, desto geringer! Sprich Du musst dich zum Nahsehen normalerweise nicht so anstrengen wie die meisten! Ich kenne mehrere Fälle von Mittzwanzigern, die aus unterschiedlichen Gründen bereits eine "Nahversorgung" haben....ist aber recht selten!. Wurde denn die Nahstärke gemessen, oder geschätzt? Für den Rest.....ich tippe mal auf AgnesMaria
LG 
Hallo,
die Brillenwerte, die auch verwendet werden sollen, dürfen niemals die getropften Werte sein. Vor allem nicht die Werte, die automatisch ermittelt wurden.
Es muss subjektiv nachgeprüft werden ohne Tropfenwirkung.
Wenn mit optimalen Fernstärken in der Nähe Probleme auftreten, würde ich zuerst mal die Zentrierung prüfen.
@tinilein
Selbstverständlich sind weitere Untersuchungen nötig. Wenn ich solche "Behandlungs"abläufe lese, stellen sich mir die Nackenhaare. Solchen Ärzten gehört die Approbation entzogen.
Eberhard Luckas hat vollkommen recht. Niemals ist Automatenwerte zu trauen, und bei getropften Augen schon dreimnal nicht. Auch eine Fehlzentrierung der Gläser ist denkbar.
Da anscheinend nur eine Automatenmessung durchgeführt wurde, wurde offenbar auch nicht nach Binokularsehen, Aniseikonie und Phorien gesehen. Gerade letzteres könnte die Ursache (Exophorie =Auswärtssschielen) für dein Sehproblem sein.
Hallo tinilein,
ich kann mich meinen Vorschreibern nur anschließen. Ein Augenoptikermeister ist der Fachmann fürs Ausmessen der Sehstärke - der hat dafür jahrelang gelernt, in der Praxis geübt und dann noch die Schul-/Unibank gedrückt. Ein AA hat Augenrefraktion (Sehstärkenmessung) demgegenüber nur zu einem winzig kleinen Teil im Studium....er ist fürs kranke Auge der Fachmann. Eine Sehschwäche ist ja keine Krankheit, Brillen sind deshalb auch keine Kassenleistung mehr, sondern nur eine Sehhilfe..
Also, wenn sonst alles ok ist mit Deinen Augen, suche Dir einen kompetenten Optikermeister und lass einen kompletten binokularen Sehstatus erheben und die Brille danach anfertigen. Der Optiker, bei dem Du warst, hat anscheinend auch nur mal kurz eine Nachmessung zum Brillenrezept durchgeführt. Was nicht heißt, dass er nicht kompetent ist. Bitte ihn doch mal um eine ordentliche Augenmessung (nicht am Automaten!)
Dennoch sind regelmäßige Augenarztbesuche wichtig, vor allem für die Kurzsichtigen mit hohen Stärken!
Viele Grüße
Kerstin
Vielen herzlichen Dank für eure umfassenden Antworten. Ich bin wirklich froh,
dass ich dieses Forum hier gefunden habe!
Denn ich war heute morgen wegen der starken Augenschmerzen nochmals beim Doc und der meinte, dass ich alles so machen soll, wie es auf seinem Rezept steht.
Werde ich nach der Info von euch natürlich nicht machen!
Zumindest hat er Netzhaut (wieder Tropfen) und Augeninnendruck geprüft, in Ordnung.
Ich werde mich nochmals meinen Optiker wenden und in bitten meine Sehstärke nochmals vollständig zu prüfen und mir dann daraufhin eine Brille verordnen lassen.
Ich hatte bis vor 6 Monaten fast immer Kontaktlinsen getragen und die Brille nur selten. Wegen trockenem Auge viel PC Arbeit trage ich seit den 6 Monaten nur noch die Brille.
Können denn meine Augenschmerzen von der zu schwachen und ggf. fehlzentrierten Brille kommen? Ich mache mir Sorgen, dass es was schlimmeres sein könnte.
Gruß Tina
Hallo Tinilein,
fehlerhafte Stärken führen in der Regel zu asthenopischen Beschwerden, dazu zählen auch Kopfschmerzen, Augenschmerzen, -brennen, Nackenbeschwerden, Juckreiz in den Augen u. a.
Hallo,
so nun war ich heute beim Optiker. Meine jetzige Brille ist etwas zu hoch zentriert hat er festgestellt. Der Augenabstand ist aber richtig. Für die Ferne wurden jetzt folgende Stärken gemessen R -5.50 und L- 5.50. Mit der "Testbrille" fühlte ich mich auch gut, was das Sehen in die Ferne angeht. Leider bleibt das Problem mit dem Sehen in der Nähe. Ich bin mittlerweile richtig traurig, weil ich nichts mehr lesen kann, ich sehen alles verschwommen. Zwar brachte jeweils plus 1 Dioptrin zu den Minuswerten in der Testbrille etwas Erleichterung, aber nach etwa 10 Minuten war auch das verschwommen. Danach taten mir die Augen so weh, dass ich keine weiteren Tests mehr machen wollte/ konnte. Der Optiker hatte aber den Verdacht, dass das eine Auge leicht nach innen schielt, ich das aber mit viel Anstrengung ausgleichen kann. Daher dann auch die Augenschmerzen. Ich hoffe wirklich, dass er morgen noch was raus findet.
Viele Grüße,
Tina
Hallo tinilein!
Da eine klebende Akkommodation bei dir ausgeschlossen ist, bleibt bei mir erst mal die Frage, ob dein AO bei dir auch nach Heterophorien in der Ferne und vor allem in der Nähe gesucht hat!?
Eigentlich müsste deine starke Minusbrille das Sehen in der Nähe unterstützen, da du beim Blick in die Nähe weiter innen durch die Gläser sieht, (entspricht dann einer prismatischen Wirkung Basis innen), wodurch dein "Blick" nach innen abgelenkt wird und dies somit deine Augen nicht mehr selber so stark machen müssten.
Daher werden Lesebrillen für Kurzsichtige (wenn denn die Lesestärke auch minus ist) auf Ferne zentriert!
LG 
Hallo tinilein,
also doch gestörtes Binokularsehen Der Optiker hat eine Eso-Stellung des einen Auges entdeckt. Klar, je mehr Minus im Glas, umso anstrengender wird es für die "Esophoriker". Vor allem dann beim Lesen in der Nähe.
Tja, nun müsste man mal genau nachmessen, und vor allem feststellen, ob es eine reine Esophorie oder ein Mikrostrabismus ist. Wenn Deine Beschwerden andauern, ist da was entgleist, was Du jahrelang gut kompensieren konntest. Dann solltest Du unbedingt einen Fachmann aufsuchen, am besten zwei Einen Augenarzt, der Mikroschielen ausschließt oder feststellt und dann einen Augenoptikermeister, der Deine Esophorie gut korrigieren kann und die MKH-Messmethode beherrscht.
Ich drücke Dir die Daumen
Viele Grüße
Kerstin
Hallo Tinilein,
uns gehen noch jede Menge Infos ab
z.B.
- Akk. monokular UND binokular (dann sieht man mal den Einfluss der evtl. vorhanden Esophorie/Schielen bzw. bin. Sehen)
- MEM Skiaskopie
-. PRA/NRA
- Phorie Ferne/Nähe
- AC/A
- Akk. facility (monokular+binokular)
- Cover F+N
- Fusionsreserven Ferne und Nähe
- usw.
Falls wirklich die Naheinstellung nicht funktioniert (Akk. Insuffizienz) - bleibt ein Nahzusatz oder ein Visuailtraining (VT).
Wobei ein VT nicht immer einen Erfolg bringt - gerade wenn als Ursache Krankheiten oder Medikamente vorliegen (z.B. Borreliose (auch wenn nicht mehr "aktiv"), Diabetis, MS, Anämie, Pinealzyste,usw.)
Ohne weitere Infos bleibt es ein raten - mit den richtigen Messwerte kann man doch ziemlich sicher sagen was für Maßnahmen wahrscheinlich Sinn machen.
Also schließe ich mich da Kerstin an - suche dir einen guten AO-.Meister oder Augenarzt und lasse dich beraten.
Entschuldigung für die unverständlichen Ausdrücke - ich wollte nur zum Ausdruck bringen das wir mehr Infos brauchen. Zum Glück gibt es ja google..........
Edit falls ein "binokular Problem" kann evtl. was mit Prismen gemacht werden
viele Grüße und alles gute
Georg Scheuerer
Hallo,
ja, sorry aber ich habe keine Messwerte, die ich angeben kann. Und auch heute bin ich nicht recht viel weiter gekommen.
Heute war ich nochmals 3 Stunden beim AO. Zunächst verlief der Test ganz normal, vor allem habe ich alles gesehen. Wir hatten dann ein kruzes Gespräch, ich schaute weiter auf das Kreuz, meine Augen entspannten sich und dann passierte es. Das Kreuz war nicht mehr mittig und ich hatte kein festes Bild mehr, es sprang von der rechten Seite wieder in die Mitte und wieder in auf die rechte Seite ect. Bei weiteren Test konnte ich selbst bei Primenwerten bis Stärke 20 immer noch ein "richtiges" Bild einstellen. Allerdings war das Bild nicht fest, es bewegte sich. Wir machten die Test alle nochmal, es kammen wieder und wieder unterschiedliche Werte raus. Er meinte, dass ich durchaus ein Problem habe igrendwas mit D..- das Fachwort weiß ich nicht mehr - jedenfalls, dass meine Augen sich ständig anzupassen. Er kann das Problem nicht abschließend feststellen. Ich solle jetzt zu einer Optometristin gehen. Kennt jemand eine gute Optometristin in Nürnberg oder sonst jemand der sich auskennt?
Da ich in zwei (!) Wochen Examen habe, das aus 11 Klausuren a fünf Stunden und natürlich mit viel kleinem Text, bekomme ich "notfallmäßig" eine günstige Lesebrille, die etwas schwächer ist, als die Fernbrille. Damit ich kann ich zumindest lesen und die Prüfungen schreiben kann. Danach muss ich das eigentliche Sehproblem angehen.
Viele Grüße, Tina
Hallo tinilein,
welcher Teil vom Kreuz ist denn nach rechts gesprungen? Sagte der Optiker was von einer FD2? Hier ist guter Rat teuer, denn es ist fraglich, ob es sich um eine reine WF handelt. Du brauchst zunächst einen guten Strabologen. Warum verweist der Optiker Dich an einen Optometristen? Beherrscht er selber die MKH-Messmethode nicht? Und wenn, kann er Dir denn keine Adresse geben? Wobei, ich muss sagen, im Nürnberger Raum sind gute Adressen rar....auch was die Augenärzte anbelangt..... die Gegend ist irgendwie Diaspora.....wie weit wärest Du denn bereit zu fahren?
LG
Kerstin
opTick schrieb
.ist aber recht selten!. Wurde denn die Nahstärke gemessen, oder geschätzt? Für den Rest.....ich tippe mal auf AgnesMaria
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LG
Mich würde die Akkommodationsbreite interessieren. Sie etwa nicht, Herr Dr.? 
tinilein schrieb
Das Kreuz war nicht mehr mittig und ich hatte kein festes Bild mehr, es sprang von der rechten Seite wieder in die Mitte und wieder in auf die rechte Seite ect. Bei weiteren Test konnte ich selbst bei Primenwerten bis Stärke 20 immer noch ein "richtiges" Bild einstellen.
Presbyop mit 26 Jahren ist man nie. Aber wenn eben eine Akkommodationsstörung vorliegt, was mir der Fall zu sein scheint, dann kann eine noch so gute MKH eben das Problem nicht lösen.
Auch hier handelt es sich eher um einen Spasmus der eine erhöhte Myopie mit sich bringt, damit eine "Pseudopresbyopie" und eine konvergente Augenstellung schon für die Ferne.
Zykloplegie über Tage, dann objektive Refraktometrie, natürlich per Skiaskopie, möglicherweise mal ein Ultraschall für die Bestimmung der Achslänge der Augen.
Dann subjektive Refraktion. Aber vorher eben mal nach der Akkommodationsbreite schauen. Da ist man schon in einer Minute schlauer.
Mich würde die Akkommodationsbreite interessieren. Sie etwa nicht, Herr Dr.?
Aber natürlich.....und noch eine Menge mehr......Bei dem Wind, der mir das letzte Mal ins Gesicht pustete, habe ich mich ebend zurückgehalten.......Fr. Dr....;)
Im nächsten post haben Sie es sehr treffend formuliert!
LG 
opTick schrieb
Mich würde die Akkommodationsbreite interessieren. Sie etwa nicht, Herr Dr.?
Aber natürlich.....und noch eine Menge mehr......Bei dem Wind, der mir das letzte Mal ins Gesicht pustete, habe ich mich ebend zurückgehalten.......Fr. Dr....;)
Im nächsten post haben Sie es sehr treffend formuliert!
LG
Danke, Herr Dr.
Wenn man Haase Korrektur gelesen hat und ihn dann noch mehr oder weniger zitiert, aber die Stellen nicht, die es ausmachen, dann bekommt man eben eine Reaktion. Das es wohl doch etwas harsch war, tut mir leid.
Sie haben recht, wenn man mehr wissen müßte. Aber das was gepostet wurde reicht ja aus zu erkennen, wo es hingeht.
Und klar formuliere ich treffend.
Die Blamage, wenn die HFAK sich krummlegt vor Lachen wegen eines Beitrages von mir, spare ich mir doch lieber.... 
LG
A.M.
Sie gönnen uns aber auch gar nichts...
LG 
opTick schrieb
Sie gönnen uns aber auch gar nichts...
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LG
Sollte ich denn? 
Hallo!
@ Kerstin Ich weiß nicht, ob der AO nach MHK gemessen hat, ich weiß nicht was das ist. Aber ich wollte am Montag nochmals mit ihm phonen, dann kann ich ihn fragen. Es ist das ganze Kreuz nach rechts gesprungen, nicht nur ein Teil.
Der AO war auch so ehrlich und hat "eingestanden" das er nicht so recht weiß, was ich defintiv habe. Das ist mir auch lieber als wenn jemand was erzählt, was dann letztlich falsch ist. Er hatte eine Adresse von eine Optometristen, den er für sehr gut hält. Leider ist der für 4 Wochen im Urlaub. Naja, muss ich halt warten.....hätte ja sein können, dass jemand hier noch einen anderen im Nürnberger Raum kennt. Mir ist aber an sich ergal wie weit ich fahren muss, solange mir geholfen wird 
@ Agnes Maria auch nach Akkomodationsbreite muss ich noch fragen, sorry, aber ich bin nicht vom Fach.
Vielen Dank euch, und ein schönes Wochenende noch, Tina